Sie küßten und sie schlugen ihn
Les Quatre cents coups (1959), FR Laufzeit 99 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 22.10.1959
22 Bewertungen
Skala 0 bis 10
461 Bewertungen
20 Kommentare
Keine
von François Truffaut, mit Jean-Pierre Léaud und Claire Maurier
Am liebsten schwänzt Antoine Doinel (Jean-Pierre Léaud) in Sie küßten und sie schlugen ihn die ihm verhasste Schule und schaut sich Filme im Kino an. Dafür kassiert er von seiner hartherzigen Mutter und seinem Stiefvater regelmäßig Schläge. Als er mit einem Freund eine Schreibmaschine stiehlt und gefasst wird, kommt er in ein Heim für Schwererziehbare.
Das sensationelle Regiedebüt von François Truffaut gewann 1959 den Regie-Preis in Cannes, was den endgültigen Durchbruch für die Filmemacher der Nouvelle Vague bedeutete. Die Geschichte und das Schicksal seines Helden, der lernen muss, im Leben alleine zurechtzukommen, verfolgte der Regisseur in vier späteren Filmen des Antoine-Doinel-Zyklus weiter. Truffaut bezeichnete Jean-Pierre Léaud, der die Hauptrolle übernahm, als sei ‘Alter Ego’, zumal der Antoine-Doinel-Zyklus durch Referenzen auf Truffauts eigenes Lebens stark autobiographisch eingefärbt ist.
Die Filme des Antoine Doinel Zyklus:
Sie küßten und sie schlugen ihn
Antoine et Colette
Geraubte Küsse
Tisch und Bett
Liebe auf der Flucht
Mehr Bilder (12) und Videos (4) zu Sie küßten und sie schlugen ihn
Cast & Crew
-
François Truffaut
-
Jean-Pierre Léaud
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Antoine Doinel
-
Claire Maurier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gilberte Doinel
-
Albert Rémy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Julien Doinel
-
Guy Decomble
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) 'Petite Feuille'
-
Georges Flamant
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) M. Bigey
-
Patrick Auffay
Regie
Schauspieler
-
Pierre Repp
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) English Teacher
-
Marcel Moussy
- Genre
- Sozialdrama, Melodram, Gerechtigkeitsdrama, Familiendrama
- Emotion
- Berührend, Ernst, Hart
- Handlung
- Cinephilie, Diebstahl, Direktor, Einsamkeit, Erwachsenwerden, Erziehungsheim, Festnahme, Film und Kino, Freiheit, Freiheitsentzug, Gefängnis, Heranwachsen, Honoré de Balzac, Individuum, Jugendamt, Jugendkriminalität, Jugendlicher, Kind und Jugendlicher, Kindesmissbrauch, Kindlicher Held, Kino, Lehrer, Lesen, Lüge, Meer, Milch, Minderjähriger, Mutter-Sohn-Beziehung, Ohrfeige, Polizist, Pubertät, Richter, Schreibmaschine, Schwänzen, Stiefvater, Streich, Ungeselligkeit, Unglückliche Kindheit, Vater-Sohn-Beziehung, Vergnügungspark
- Ort
- Gefängnis, Paris, Pigalle
Drehbuch
Filmdetails Sie küßten und sie schlugen ihn
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Tisch und Bett
IT/FR 1970
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IT/ES/FR 1972
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Kritiken (5) — Film: Sie küßten und sie schlugen ihn
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Truffaut ist ein Meister der Zeichnung der Figuren. Er begründete den Ruhm der „Neuen Welle“. Seine Geschichten waren stets einfach, aber detailliert erzählt. [...]
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] „Sie küßten und sie schlugen ihn“ trifft das Publikumsherz über nostalgische Assoziationen des Zuschauers eher als mit der eigentlichen Inszenierung, welche von einer entfesselten Schnitttechnik und Szenen mit durchwachsenem Timing lebt, wobei sich die Nouvelle-Vague-Experimentierlust hier aber noch in Grenzen hält. Es ist einer dieser Filme, die etwas mehr von ihrem Stellenwert in der Filmgeschichte als von ihrer eigenen Qualität leben. Dennoch kommt die große Beliebtheit nicht von ungefähr. Schließlich gelang Truffaut mit seinem Debüt ein sympathischer Spagat zwischen Nachdenklichkeit und Niedlichkeit.
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Almut Steinlein: critic.de
Kommentar löschenIn seinem Debütfilm setzt François Truffaut filmische Mittel wie Großaufnahmen und Schuss-Gegenschussverfahren mit großer stilistischer Intelligenz so ein, dass die Geschichte konsequent und authentisch aus der Sicht des Jungen in Abgrenzung zur Erwachsenenwelt erzählt und die Empathie des Zuschauers für seinen Protagonisten gewonnen wird. Das Talent seines Hauptdarstellers Jean-Pierre Léaud, der zu einem Star der Nouvelle Vague werden sollte, beeindruckt insbesondere in der berühmten Szene des Fragegesprächs zwischen Antoine und einer Jugendpsychologin, in der Truffaut seinen Schauspieler die Antworten improvisieren ließ und mit Direktton aufzeichnete.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenIm Widescreen Dyalscope und schwarzweiß gedreht, wirkt Truffauts Meisterwerk aus dem Jahr 1959 ewig jung. Truffaut wusste, wie er mit einem Publikum kommunizieren kann, das begierig auf unsentimentale Sentimentalität war und eine Vorliebe für die Straße hatte; und teilweise, weil die Nouvelle Vague an einen bestimmenten Moment der Geschichte verhaftet bleibt, aber seine lebendigsten Bilder werden ewig vom Jungbrunnen trinken.
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Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenDer Film heißt im Deutschen "Sie küssten und sie schlugen ihn", nicht andersherum. Ein absolutes Meisterwerk der Filmgeschichte, das zusammen mit "Außer Atem" die französische Nouvelle Vague einleitete. Truffauts Erstling lebt natürlich von seiner großartigen Entdeckung Jean-Pierre Léaud und der völlig befreiten Inszenierung. Kann man immer wieder genießen.
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Kommentare (15) — Film: Sie küßten und sie schlugen ihn
Kommentar schreibenJack_Torrance 2012/05/22 19:35:44
Kommentar löschenSchon in den Anfangscredits schaffte es 400 Coups, mich mit seiner typisch französischen Atmosphäre zu entführen. Vor allem die Aufnahmen des damaligen Paris brachten mich als Fanboy zum Schwärmen.
Im weiteren Verlauf fühlte ich mich an meine Kindheit erinnert: daran, wie ich damals die Welt sah, an meine damailgen Freunde, aber auch an verpasste Gelegenheiten. Letzendlich empfand ich fast schon sowas wie Neid für Antoine Doinel, als er sich zu Streichen und Späßen hinreißen lies, während ich zu Hause saß und vor den banalsten Super RTL-Sendungen vor mich hinvegitierte...
Dennoch gelingt hier Truffaut ein sehr authentisches Bild einer Kindheit mit all seinen Höhen und Tiefen.
Irgendwie schön, irgendwie komisch, aber auch irgendwie traurig der Film... Kleines Meisterwerk, das sich irgendwie schwer in Worte fassen lässt...
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hollygolightly1 2012/04/11 15:32:01
Kommentar löschen[Enthält Spoiler]
Ich hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet "Les Quatre Cents Coups" mein 10. Truffaut sein würde. Seltsam wie viel ich schon vom Film wusste, bevor ich ihn gesehen habe. Den (deutschen) Titel hatte ich schon als ich jünger war hier und da gehört und er hat mich nie losgelassen. Was hatte es sich mit ihm nur auf sich? Aber den Film zu SEHEN ist ein ganz anderes Gefühl.
Die Geschichte des jungen Antoine, der seinen Eltern Ärger bereitet, in der Schule bestraft wird und in seiner Freizeit Dinge klaut, dürfte ziemlich bekannt sein. Doch nur wenn man den Film sieht, erkennt man, dass mehr dahinter steckt. Es macht keinen Unterschied, ob Antoine lügt oder die Wahrheit sagt, weil ihm sowieso niemand glaubt. Selbst seine ignorante Mutter wäre ihn am liebsten los und sein Stiefvater, der gelegentlich nett sein kann, interessiert sich in Wahrheit auch kaum für ihn. Die einzige Möglichkeit, Problemen aus dem Weg zu gehen, ist für Antoine die Flucht.
Setzt man sich mit François Truffauts Autobiographie auseinander, so stellt man schnell fest, dass seine Kindheit und Jugend der von Antoine sehr ähnelt und er in "Les Quatre Cents Coups" seine eigenen Erfahrungen verarbeitet. Und das tut er auf eine bemerkenswerte Weise, da er seine persönliche Geschichte, den Gegenstand, mit seiner kinematographischen Begabung verbindet. Das Produkt ist ein Coming-of-age-Drama der anderen Sorte.
Doch was genau macht diesen Film so besonders, so unsterblich? Ist es die Handlung? Die Darstellung? Oder ist er eigentlich nicht das Meisterwerk, das er gern wäre?
Zunächst einmal handelt es sich um Truffauts Erstlingswerk in Spielfilmlänge und so etwas nimmt gewöhnlich eine individuelle Stellung in der Filmographie des Betroffenen ein. Auch nach mehr als 50 Jahren hat der Film eine exquisite Wirkung auf den Zuschauer. Wenn man ein wahrer Filmfan ist, sollte man diesen hier ebenfalls zu schätzen wissen. Schon allein seine Bedeutung hinsichtlich des (französischen) Kinos ist Anlass dafür.
Darüber hinaus huldigt Truffaut mit dem Film die Kindheit. Antoines Unschuld und sein Schicksal berühren den Zuschauer, aber Mitleid schenkt man ihm nicht wirklich. Scheinbar soll "Les Quatre Cents Coups" auch kein Drama in dem Sinne sein, da Ironie und Humor nicht zu kurz kommen und die präsentierte Tristesse mildern. Vielmehr stellt der Film den Anfang von Truffauts Selbstverwirklichung dar. Er tut nichts weiter, als sich selbst auszudrücken, das zu kreieren, was ihm auf der Seele brennt. Das betrifft jedoch nicht nur die Geschichte selbst, der Plot ist erstaunlich einfach, sondern auch die erkennbare Hingabe, mit der er das Werk geschaffen hat. Der Film ist bis ins kleinste Detail liebevoll inszeniert und glänzt insbesondere mit seinen verträumten, luftigen, kindlichen Melodien und der engagierten filmischen Darstellung. Bereits im Vorspann bewegt sich die Kamera kreuz und quer durch ein paar Straßen von Paris und macht den Zuschauer mit der Umgebung und der Atmosphäre vertraut. Noch hat man einen friedlichen, ruhigen, angenehmen Eindruck.
Auch die Szene, in der Antoine vom Psychologen ausgefragt wird, sticht hervor, da man den Psychologen selbst nicht zu sehen bekommt. Stattdessen scheint Antoine in die Kamera zu sprechen.
Den Rahmen vervollständigt die allerletzte Szene, in der ein Bild von Antoine erscheint, der zuvor geflohen ist. Der Optimismus, den diese letzten Einstellungen hervorrufen, ist gerechtfertigt. Das Ende ist es schließlich bei weitem nicht. Antoine wird wieder zurückkommen...
"Les Quatre Cents Coups" war nicht nur revolutionär, sondern auch der Beginn einer neuen Ära, die wiederum in zwei Richtungen tendiert: die der Nouvelle Vague und die des Antoine Doinel, Truffauts filmischem Alter ego. Sein Debütwerk ist herausragend und überzeugt mit stilistischer Sicherheit wie mit seiner bemerkenswerten Aufrichtigkeit.
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Puni 2012/04/11 17:43:50
Antwort löschenDu willst es wohl wissen, oder? ;P
hollygolightly1 2012/04/11 22:03:42
Antwort löschenWas? :D
Alle 4 Antworten zeigen
Puni 2012/04/12 03:05:21
Antwort löschenNa, du holst innerhalb weniger Wochen mal eben ne ganze Masse an Filmen nach, die man gesehen haben muss. :D
hollygolightly1 2012/04/12 13:15:38
Antwort löschenAch so meinst du das :) Ich habe sonst immer wenig Zeit und deshalb kommen die Ferien mir grad sehr gelegen :D
La Bardot 2012/04/09 14:56:28
Kommentar löschen"Mein erstes Mal ... französisch" brachte mich auf den Gedanken, doch auch mal eine Kleinigkeit zu François Truffauts erstem Film in Spielfilmlänge zu schreiben.
Es war ein kleines Kino.
Eines von der Sorte, in dem die Snackbar kleiner als die Handtasche einer Frau ist. Es gibt nur diesen einen, riesengroßen Raum mit herrlich bequemen Sitzen. Wir waren eine kleine Französischklasse von 10 Schülern.
Es ist nicht ganz einfach, eine Sprache nicht zu verstehen und somit komplett auf die Untertitel angewiesen zu sein. Viel zu sehr fixiert man die Übersetzung, als auf die Schauspieler und Bilder zu achten.
Was bei diesem Film so wunderbar ist, dass man überhaupt nicht mitlesen muss, um zu verstehen, was Truffaut damit ausdrücken will. Woher ich das weiß, kann man sich an dieser Stelle wohl nun denken. Zu meiner Entschuldigung: ich war 13.
Im Mittelpunkt des Filmes steht der junge Antoine, der in ärmlichen und lieblosen Verhältnissen aufwächst. Nachdem er in der Schule, angestachelt von seinen Mitschülern, auffällig wird und dann auch noch die Schreibmaschine das Stiefvaters in einem Leihhaus versetzen will und dabei erwischt wird, beschließen die Eltern, ihn in eine Besserungsanstalt zu bringen, in der Grausamkeit an der Tagesordnung steht.
Truffaut ging sehr engagiert an diese Thematik heran. Nicht zuletzt, weil er sich zeitlebens für Problemkinder und pädagogische Maßnahmen interessierte. Das macht den Film auch unheimlich authentisch. Die Atmosphäre der Schwarzweiß-Filme hat sowieso ihre ganz besondere, eigene Magie, die hier zusätzlich die Thematik intensiviert. Truffaut kritisiert in seinem Film, in dem die humane Geisteshaltung seines Regisseurs klar widergespiegelt wird, den Umgang mit eben diesen Kindern, die in einem ignoranten Umfeld heranwachsen.
Manchmal erscheint der Film regelrecht überengagiert, aber diesen kleinen Makel machen seine Aufrichtigkeit und stilistische Intelligenz wieder wett.
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David "Noodles" Aaronson 2012/01/04 11:41:27
Kommentar löschenUm Antoine mit Morrisseys Worten zu beschreiben:
he stole from the rich and the poor
and the not-very-rich and the very poor
and he stole all hearts away
he stole all hearts away
Die Kindheit wie so oft völlig falsch erinnert - entweder mythisch verklärt oder als Ort des Grauens und der Knechtschaft. Truffaut nun, ja der setzt uns einen gewissen Antoine Doinel vor, einen Buben schlimmer als ein Schwarm Heuschrecken, unverbesserlich, egozentrisch, respektlos, aufrührerisch – und klauen tut er auch noch!
Er ist eingezwängt zwischen Mutter (die ihn nicht mag), Vater (der es wohl zu gut mit ihm meint) und Lehrern die ihm einfach nur immer neuen Stoff einhämmern wollen. Da erfolgt der Ausbruch des wenig geliebten (mithin das schlimmste was einem Kind passieren kann), Flucht ein ums andere mal. Oft auch witzig, gerne ein wenig verschroben, wie das bei Truffaut nun mal so ist. Im Schlechten das Gute sehen, im Guten das Schlechte… Die Gut-Meinenden versagen hier leider letztlich völlig. Aus du schöne Zeit!
Es folgt die Hölle der Jugend, das (Erziehungs)Lager für die Verachteten.
Doch noch rappelt sich der junge Held auf. Er läuft, rennt. Rennt gegen alles was sich der Jugend in den Weg stellt, ach, was sich allen lebensfeindlichen gegenüber, wie das tosende Meer, aufbäumt.
Au Revoir Antoine Doinel.
Man sieht sich.
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David "Noodles" Aaronson 2012/01/04 11:51:31
Antwort löschenMusik: First Of The Gang To Die.
Künstler: Morrissey
:)
Puni 2011/05/14 16:53:08
Kommentar löschenAls Fan von Salingers "Fänger im Roggen" war es eigentlich abzusehen, dass auch Truffauts Erstlingswerk mir gefallen würde, denn die Parallelen bzw. eine ähnliche Erzählweise sind überdeutlich. Truffaut erzählt die Geschichte eines Jungen, der missverstanden durch seine Welt irrt und überall aneckt, wo man nur anecken kann. Straff und einfach erzählt, entfaltet der Film spätestens in der letzten halben Stunde seine volle Wucht und wird richtig berührend. Sollte man mal gesehen haben, ich muss auf jeden Fall noch mehr von Truffaut (und auch von Godard) sehen, allein dieses Erstlingswerk ist schon überaus sehenswert.
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Benni-THE-KING 2011/03/02 21:19:50
Kommentar löschenEin paar Längen hat er der Film, aber schon irgendwie schön das ganze. Und dieses Ende...
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cannibal83 2010/09/13 10:28:39
Kommentar löschenWirkt bis ins letzte Detail authentisch. Truffaut muss sich hier gar nicht die Mühe machen Kritik an der Gesellschaft oder den Erwachsenen zu äussern, denn das erledigt die Realität die der Film zeigt bereits für ihn.
Heute in den Tagen von Antiautoritärer-Erziehung und dem Bewusstsein in den Eltern die Schuldigen zu suchen mag "Sie küssten und sie schlugen ihn" ein nicht mehr ganz so zeitgemässes Thema ansprechen. Damals war dieser Film aber sicherlich sehr aufrüttelnd für einige Herrschaften.
Insgesamt ein wirklich toller Film, der zurecht auf vielen Bestenlisten steht und dabei enorm davon profitiert das der Regisseur hier schonungslos eigene Wunden offen legt.
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dbeutner 2009/11/22 15:05:50
Kommentar löschenDer Film schlägt sich auf eine sehr sympathische Weise auf die Seite und des Jugendlichen und dessen Sicht, stellt den Wert von Freundschaft - gerade in diesem Alter, gegen die Welt der kommandierenden Erwachsenen - ganz hoch heraus, ohne dabei die Erwachsenen als (nur) seelenlose Maschinen abzuwerten. Dieses behutsame Vorgehen macht den Film inhaltlich sicher "sehr wertvoll".
Aber: Die Dramaturgie hinkt hinter diesem Inhalt um einiges hinterher, eine Längen machen die Sache deutlich weniger fesselnd, als es sein könnte. Insofern empfinde ich die Inszenierung doch recht überbewertet.
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willy50 2009/11/20 10:03:08
Kommentar löschenLeider gibt es nur noch wenige so leidenschaftliche Liebhaber des Films. Francois, wir vermissen Dich.
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Darbon 2009/12/01 01:43:37
Antwort löschenUnd haben wie der kleine Doinel für den Balzac-Altar immer unser "grünes Zimmer"
ellen_ripley 2009/07/15 07:21:59
Kommentar löschenSelten habe ich mich bei einem Film wieder so gut in die Kindheit versetzen können. Da drüben waren die Erwachsenen, die Eltern und Lehrer und hier war ich und dachte, die haben doch nicht alle beieinander.
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Darbon 2009/12/10 23:35:57
Antwort löschenHeute abend habe ich mit Zoe und Mia die "Simpsons" gesehen: Lisa geht beim Sundance Festival mit Jim Jarmush ins Kino und auf der Leinwand geht Nelson Muntz als Antoine-Doinel-Double vom Meerestrand auf die Kamera zu, bis das Bild auf seinem Gesicht arretiert wie bei Léaud und dann darüber das FIN.
Lorion42 2009/05/29 18:27:01
Kommentar löschenEin Film der zum Nachdenken anregt. Mehr aber auch nicht. Ich kann nicht behaupten, dass ich ihn sehr anregend fand. Die Geschichte würde in einem Buch besser funktionieren als in einem Film. Was in Erinnerung bleibt, sind völlig unnötige Längen und die schlechte deutsche Synchronisation. Besser im Original anschauen.
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Heavy_Metal 2008/11/30 01:14:20
Kommentar löschenich kann den ausdruck "meisterwerk" nicht leiden, aber das ist eins, da hilft alles nix. einer jener filme von denen ich mir wünsche, sie würden ewig gehen, jedes mal weiterlaufen, wenn man ihn erneut sieht. das hat sicher mit der besonderen erzählstruktur und mit dem ende viel zu tun. und der clou ist, der macht das sogar. ausgezeichnet.
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maslobojew 2008/11/14 12:25:46
Kommentar löschenRecht realistischer, sehr bedrückender Film, der ohne falschen oder übertriebenen Pathos auskommt, gerade das zum Mittel nimmt.
So kommt der Film in der Handlung ohne direkte Anklage gegenüber der Erwachsenengesellschaft aus. Die muss sich der Zuschauer aufgrund der Offenheit des Films selber basteln - wenn er will.
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Lars will 2008/09/02 11:16:12
Kommentar löschenWo wäre das Kino heute - mit und nach all seinen neuen Wellen, hätte Truffaut diesen Film nicht gemacht?
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annaberlin 2008/06/23 15:06:12
Kommentar löschenDebütfilm von Truffaut, durch den er zum Starregisseur Frankreichs wurde und der den Schauspieler Jean-Pierre Léaud bekannt machte. Sie küssten und sie schlugen ihn vermag noch heute den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, da er die Unmenschlichkeit eines Erziehungssystems offenlegt, das sich teilweise noch heute erhalten hat.
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