Das Fest
Festen (1998), DK/SE Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 07.01.1999
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80 Kommentare
Keine
von Thomas Vinterberg, mit Ulrich Thomsen und Henning Moritzen
Thomas Vinterberg inszeniert mit dem ersten Dogma-Film Das Fest eine Familienfeier, die als freudiges Ereignis beginnt, aber dann in einem Alptraum endet.
Helge (), das Oberhaupt der Familie Klingenfeldt-Hansen und Hotelier trommelt die ganze Familie auf einem idyllischen Landgasthof zusammen, um anlässlich seines 60. Geburtstag sich ausgiebig feiern zu lassen. Doch der idyllische Schein der über dem Landgasthof liegt trügt, denn die Familienfeier gerät schnell aus der Bahn und erhält unerwartet eine dramatische Wendung. Helges ältester Sohn Christian () beschuldigt in Zuge seiner Rede den Vater, seine Schwester in den Tod getrieben und die anderen Geschwister missbraucht zu haben. Vorbei ist die getraute Zweisamkeit…
Hintergrund & Infos zu Das Fest
Am 20. März 1995 legte Lars von Trier auf einem internationalen Symposium anlässlich des 100. Geburtstages des Films im Pariser Odeon-Theater das Manifest Dogma 95 vor. Vier Regisseure, darunter er selbst, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen unterzeichneten das Dokument sieben Tage zuvor, bevor er es als rotes Flugblatt mit einem leidenschaftlichen Text zur Befreiung des Kinos sehr medienwirksam unter die Zuschauer streute. Dann verließ er das Theater und erwidert den neugierigen Journalisten, dass er die Erlaubnis der Gruppe habe, das Dogma zu präsentieren, es ihm aber nicht gestattet sei, darüber zu sprechen. Die “Befreiungsaktion” Dogma 95 war geboren!
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Cast & Crew
- Genre
- Familiendrama, Gerechtigkeitsdrama, Sozialdrama, Drama
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Dänemark
- Handlung
- Abschied, Abschiedsbrief, Ansprache, Art House-Film, Bruder, Depression, Eltern-Kinder-Beziehung, Familie, Familienehre, Familienfest, Familienkonflikte, Feier, Freundschaft, Geburtstag, Geheimnis, Hotelier, Kind und Jugendlicher, Kindesmissbrauch, Küche, Landhaus, Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Mutter-Tochter-Beziehung, Mutterrolle, Schlechter Vater, Schwester, Sexueller Missbrauch, Sohn, Strenger Vater, Suizid, Unternehmer, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vater-Tochter-Beziehung, Vaterfigur, Zwillingsschwester
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst, Spannend
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Kritiken (3) — Film: Das Fest
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] „Das Fest“ wird zu einem Film, der sich nicht nur um Abhängigkeit, Verdrängung und Flucht dreht, sondern entwickelt sich immer intensiver zu einem Kampf um die Wahrheit, der auf die nötige Veränderungen setzt, die nicht nur Einzelpersonen betreffen wird, sondern die ganze Familie. Ein standhaft erscheinendes Familienporträt wird mit der unverzeihlichen Vergangenheit verknüpft und dekonstruiert die ignoranten Illusionen im intensivsten Augenblick des schrecklichen Geständnisses. Was bleibt ist ein letzter Blick in die Augen Christians, der Ausdruck des Mitleides und das offene wie punktgenaue Ende, gleichbedeutend mit der Zukunft. Besser hätte man „Das Fest“ nicht beenden können. [...]
Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Xander8112: Xanders Blog
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Alleine von der Geschichte und ihrer Entwicklung her hat der Film Top-Wertungen verdient, denn es ist überraschend, in welche Richtung sich das Fest entwickelt und wie sich die einzelnen Figuren darauf einstellen. Einzig mit der dogmatischen Inszenierung kann ich recht wenig anfangen – “Das Fest” ist die Art Film, die ich gerne in einer “konventionelleren” Machart gesehen hätte. Doch er ist auf seine Art sehenswert, keine Frage.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenEiner der intensivsten Filme aller Zeiten. Eine unnachahmliche Atmosphäre umgibt diesen Besten aller Dogma-Filme. Die spröde, schräge und nervtötende Kamera von Anthony Mantle, das wunderbare Drehbuch und die über alle Maßen erstklassigen Schauspieler, allen voran Ulrich Thomsen, erzwingen einen DVD-Kauf.
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Kommentare (77) — Film: Das Fest
machtschonspass Wed, 22 May 2013 23:40:43 -0000
Kommentar löschenDie schrecklichste Feier aller Zeiten mit den schrecklichsten Gästen aller Zeiten!
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Selcarnor Fri, 10 May 2013 17:54:31 -0000
Kommentar löschen>Das Fest<. Nachdem ich mich durch den furchtbar zähen Beginn gekämpft habe, bekam ich einen großartig erzählten Film zu einem sensiblen Thema geboten. Nicht ganz so bizarr und verstörend wie ich gedacht habe – ein typischer Fall von zu hohen Erwartungen – doch mit einer einfach nur kranken Verdorbenheit durchzogen.
1. Optik
Die Kamera erinnert irgendwie an ein Homevideo. Man fühlt sich irgendwie mittendrin, doch nicht wirklich dazu. Das Fest wirkt wirklichkeitsnahe, doch man ist und bleibt ein unbeteiligter Zuschauer beim Geschehen. Da es zu ermüdend wäre die ganzen genialen Ideen, Winkel, Fahrten und Einstellungen der Kamera hervorzuheben, belasse ich es dabei zu sagen, dass der Film sehr stimmungsvolle Bilder hat.
2. Musik
Keine musikalische Untermalung bis auf die Spieluhr im Abspann und das ist gut so.
3. Inhalt
Ich fand >Das Fest< teilweise etwas zähe und besonders am Anfang hatte ich große Probleme mich in die ganze Geschichte hineinzuversetzen oder überhaupt aufmerksam zuzuhören.
Tja, irgendwann kam es dann endlich zur Sache und man zeigt eine hässliche Fratze der menschlichen Gesellschaft mit abgrundtiefer Verlogenheit und fröhliches Gehabe zum bösen Spiel.
Das Fest soll weitergehen, die Fassade soll aufrecht bleiben und alles was versucht es zu zerstören wird ignoriert oder entfernt.
Die doch sehr ernsten Themen und der Umgang der >edlen Kreisen< hier damit, ließen mich schon einige Male mit offenem Mund zurück. Das Ganze ist hervorragend geschrieben, schauspielerisch grandios und mit Sicherheit ein großartiges Drama mit tollen Charakteren rund um eine absolut innerlich zerstörte Familie…
… doch ich fand schlicht keinen Zugang. Ich war stückweit entsetzt, doch mitfühlen oder mitfiebern - was auch immer - war mir nicht möglich und ich wurde nicht ganz so beeindruckt zurückgelassen wie ich eigentlich gehofft habe.
4. Fazit
Das jeder Leichen im Keller hat wusste ich schon vorher und auch wenn >Das Fest< dies gerne mal bizarr auf die Spitze treibt, hat er mir nicht so viel gegeben.
Dennoch stimmte ich zu, dass er hart ist und durch seine Distanziertheit zu dem Ganzen wird diese Härte sogar noch schlimmer.
Eine mitleidlose Studie über einen schwarzen Fleck in der ach so weißen Tischdecke.
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Louis Cyphre Wed, 01 May 2013 12:44:10 -0000
Kommentar löschenDänische Filme sind ja immer einen Blick wert.
Und wer liebt sie nicht, die idyllischen, opulenten Familienfeste, wo Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. Kennt jeder, mag jeder!
Hier wird allerdings gezeigt, wie es in Wirklichkeit abläuft und nicht so, wie es am Montag auf der Arbeit von der heißen Kollegin erzählt wird.
Es ist auch für jeden etwas dabei: Frauenschläger, Kindesmissbrauch, Rassismus, Titten, Sex, Selbstmord, große Reden, Gewalt und traumhafte Familienzustände.
Süß, nicht?
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Demine Wed, 01 May 2013 12:57:16 -0000
Antwort löschenHachja, die Harmonie in dänischen Filmen ist einfach immer wieder etwas besonderes :)
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Louis Cyphre Wed, 01 May 2013 13:26:51 -0000
Antwort löschenI love it!
Demine Wed, 01 May 2013 13:30:05 -0000
Antwort löschenNicht nur du ;)
Avantgarde83 Tue, 16 Apr 2013 19:25:04 -0000
Kommentar löschenEin Film, der einen eine schlaflose Nacht kosten kann, wenn man sich zu tief in ihn hinein begiebt. Unglaublich stark inszeniert, unglaublich schockierend. Sowohl schauspielerisch als auch vom Drehbuch ein Meisterwerk. Fraglich, wie dieser Film so lange an mir vorbei gekommen ist...
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Michael23015 Mon, 15 Apr 2013 08:35:19 -0000
Kommentar löschenich mach ne 0.5 daraus... was nen langweiliger film
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movie.max Mon, 15 Apr 2013 11:20:41 -0000
Antwort löschenEmotional verkümmert?
Michael23015 Mon, 15 Apr 2013 14:48:57 -0000
Antwort löschenschlechte bilder, mieser ton(übersetzt), schauspielerisch(vergleichbar mir berlin tag und nacht).... tja und vielleicht bin ich kein mitläufer der den Massen einfach folgt und das schreibt nur um nicht doof da zu stehen! Wenn das Emontional verkümmert sein soll, dann ja gerne
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movie.max Mon, 15 Apr 2013 22:35:06 -0000
Antwort löschenDogma 95 googeln könnte dir auf jeden Fall schonmal helfen. Was Thomsens Schauspiel angeht, da kann ich dir leider nicht helfen. "Helge, wir können nicht essen, wenn du mit im Raum bist." 'Festen' ist die Härte. Schade drum.
Avantgarde83 Tue, 16 Apr 2013 19:21:34 -0000
Antwort löschen0,5? Wie kann man so einem Film 0,5 geben? Schauspielerisch und sozialkritisch einfach ein Meisterwerk! Die Abgründe dieser durchweg kaputten Familie bringen einem das kalte Grauen. Da sind Kameratechniken und neumodische Effekte überhaupt nicht angemessen. 0,5, ich kann es nicht fassen :-D
Murray Thu, 11 Apr 2013 23:39:01 -0000
Kommentar löschenThomas Vinterberg's Film über eine Familie deren Blick sich dem Abgrund zuwendet ist wahrlich ein harter Brocker.
Und das nicht aufgrund seiner eigenwilligen Inszenierung sondern aufgrund seiner erschütternden Thematik. Was als ruhiger Familienfilm beginnt zeigt innerhalb kürzester Zeit seine widerliche Fratze. Der Regisseur wirft dem ahnunglosen Zuschauer eine Schlinge um den Hals den er Minute für Minute immer enger zieht bis man am Ende voller Entsetzen, nach Luft ringend auf den Bildschirm starrt. Ein unangenehmes, intensiv gespieltes Meisterwerk ist dieses "Festen" das noch lange in Erinnerung bleibt.
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DieFilmguckerin Tue, 19 Mar 2013 08:36:50 -0000
Kommentar löschenDer Film zeigt auf eindrucksvolle Weise die Schwächen des gesellschaftlichen Konstruktes Familie, aber auch Themen wie Partnerschaft, Unterschiede zwischen den gesellschaftllichen Schichten und natürlich die Abgründe des Menschen spielen eine wichtige Rolle. Diese Vielschichtigkeit und das Zusammenspiel der sehr verschiedenen und wenig durchschaubaren Charaktere machen den Film wahnsinnig interessant und glaubwürdig. Sofort ist man von der Atmosphäre der Familienfeier gefesselt, weil sie sehr authentisch und realistisch vermittelt wird und man sich so gut ins Geschehen hineinversetzen kann.
Auch die Art und Weise wie der Film gemacht ist, trägt zu der Glaubwürdigkeit und Realitätsnähe bei, die man den gesamten Film über deutlich spüren kann. Der Film ist sehr direkt mit einer Handkamera gefilmt, was den Bildern den Charme eines Privatvideos verleiht. Auch der Ton ist direkt aus dem Geschehen abgenommen und der Film ist gänzlich ohne untermalende Musik oder Ähnliches gehalten, die diese private Atmosphäre zerstören könnte. Obwohl die Bilder so realistisch abgefilmt wurden, fällt jedoch die strenge Komposition und die häufig interessanten und beobachtenden Positionen der Kamera auf. Oft werden die Ereignisse von einer oberen Zimmerecke oder durch einen Zaun hindurch festgehalten, was den Zuschauer unvermittelt ins Geschehen bringt und ihn zu einem Passanten und teilweise geheimen Beobachter macht.
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Meeko Thu, 28 Feb 2013 21:02:12 -0000
Kommentar löschenDer Film ist wie Ballaststoff für die Verdauung. Man knabbert ordentlich an diesem Kammerspiel par Exelance.
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mondblume04 Sun, 06 Jan 2013 13:49:08 -0000
Kommentar löschenSprachlos ob der dargestellten, grenzenlosen Heuchelei. Mich hat noch kein Film so schockiert.
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Trimalchio Sun, 06 Jan 2013 13:57:41 -0000
Antwort löschenIch bin schon auf Jagten gespannt.
matze-pu Sun, 23 Dec 2012 13:55:56 -0000
Kommentar löschenPerfekt zu Weihnachten!
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SKURRIL Sat, 22 Dec 2012 11:40:33 -0000
Kommentar löschen"Festen" ist ein Film für Fans der Grotesk. Von Anfang an zieht sich ein roter Faden der bizarren Unvorhersehbarkeit durch die gesamte Handlung. Mit einer unglaublich realistischen und naturalistischen Erzählsweise schockiert er zunehmend den Zuschauer. Alle Darsteller spielen absolut perfekt, besonders das Schauspiel der Hauptdarsteller Christian (Ulrich Thomsen) und seines Vaters Helge (Henning Moritzen) sind ein Augenschmaus, mir persönlich gefällt auch die Figur des Michaels, Christians Bruder, enorm. Das Ganze wird im Stile eines Amateurvideos grandios von Anthony Dot Mantle abgelichtet, man könnte meinen, man sei ein Gast dieses Fests - und das ist man in gewisser Weise auch. Mantle filmte übrigens auch bei Lars von Triers Meisterwerken "Dogville" und "Antichrist". Alles im Film wird nach dem Dogma 95 Abkommen gemacht, also so natürlich wie möglich. Das hat einen riesigen Reiz für mich, da somit das Schauspiel und der Plot immens an Bedeutung gewinnt. In "Festen" beobachten wir, wie der Halt einer wohlhabenden Familie innerhalb einer einzigen Feier stetig zerfällt, trotz bitterer Eigenverleugnung und unerträglichem Euphemismus'. Geradezu provokant gegenüber dem Zuschauer und unermüdlich scheinen die Verwandten zu sein. Das Wechselspiel zwischen den Kindern und dem Vater ist brillant, auch die zwei Klassengesellschaft innerhalb der Familie spielt eine ungemein hohe Rolle. Zudem gibt es noch unzählige weitere interessante Gestalten, die nur durch kurze Szenen oder Gespräche eine äußerst hohe, repräsentative Charakterzeichnung erhalten. Thomas Vinterberg schafft es, ein Spektakel aus subtiler Satire und verstörender Tragödie zu inszenieren. Das ist einfach großartig und absolut herausragend.
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AlexanderDeLarge Thu, 06 Dec 2012 03:40:52 -0000
Kommentar löschenKennt ihr die Leute, die sich bei Familienfeiern im erweiterten Kreis immer hinter ihren Handkamers verstecken und den Semiprofi geben? Ich bin so einer, das erspart einem die immer gleichen Fragen und inhaltsleeren Konversationen, außerdem kann man dann mal für einen Moment das beschissene Dauergrinsen abstellen. Hinterher spult man sich durch Wackelbilder, langweilige Endloseinstellungen und inflationäres Spiel mit dem 24fach Zoom. Das Fest könnte von mir gedreht worden sein, deshalb verlangt einem der Film auch nicht viel Phantasie ab, sich hier wiederzufinden ist wirklich leicht. Nun muss es nicht immer das große Familiengeheimnis, der systematische Missbrauch oder was auch immer sein. Vertraut bleibt die Szenerie als großes, alltägliches Bühnenschauspiel des echten Lebens. Die Familienfeier als offener Spiegel der gesamtgesellschaftlichen Heuchelei. Mutter und Vater, Frau und Kinder, diese Menschen kennt man von Grund auf wirklich, sie in ihrer Maskerade beobachten zu müssen ist unterträglich. Wie sehr überkommt einen der Wunsch alle Gläser umzuschmeißen und auf den Tischen herumzuspringen.
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guggenheim Sat, 20 Oct 2012 11:26:14 -0000
Kommentar löschenIch könnte jetzt die Dogma-95-Regeln runterbeten, ihre Anwendung bei diesem Film ausführlich beschreiben und dann ein Fazit ziehen, das sich mit der Essenz des Kinos und der Wirkweise von Filmen beschäftigt. Warum aber so kompliziert? "Das Fest" ist einfach ein unheimlich intensives Werk. Fertig.
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Daymare Thu, 18 Oct 2012 10:15:37 -0000
Kommentar löschenTrotz interessanter Thematik und einiger bedrückender Momente konnte mich "Das Fest" nicht wirklich überzeugen! Ich mag meine Filme halt doch lieber wirklichkeitsentfremdet und mit Effekten und technischen Raffinessen gespickt!
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Gretchen_Ross Wed, 17 Oct 2012 09:53:34 -0000
Kommentar löschenDer erste Dogma Film den ich gesehen habe. Er hat mich vollkommen überzeugt, es war endlich mal was anderes. Der Film fühlte sich kalt an und macht keine gute Laune.
Aber das muss er auch nicht, da er mit sehr viel Tiefgang auf Wahrheit und Lüge, Angst und Trauer, Liebe, Verrat und Tabus verweist. "Das Fest" trägt seine Ironie schon im Namen. Es findet tatsächlich ein Fest statt. Aber ob das Fest etwas fröhliches, ausgelassenes, vertrautes ist, sieht man dann ja in der Handlung.
Eine individuelle Perle im Meer der immer gleich aussehenden und platten Filme...
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Admiral.Nogura Fri, 02 Nov 2012 12:19:41 -0000
Antwort löschenAlso mir hat der Film gute LAune gemacht!
der cineast Fri, 28 Sep 2012 13:48:26 -0000
Kommentar löschenVisuell immer aufregend gleitet, fliegt und springt die Kamera durch den punktgenau inszenierten, ersten Dogmafilm. Die immer interessante Erzählung - die natürlich für die Bühne adaptiert wurde - wird dominiert von erschreckenden Enthüllungen, bitterlicher Ironie und tragikomischem Witz. Wie banal von mir, dass über den Film zu behaupten, aber ja, es handelt sich um ein Fest, das zum Fest wird - für den Zuschauer.
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DerDude_ Fri, 28 Sep 2012 15:02:12 -0000
Antwort löschenSehr nice !
lassiesinger Sun, 29 Jul 2012 07:40:21 -0000
Kommentar löschenDer erste und beste Dogma-Film - Kino kann so spannend und mitreissend sein.
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movie.max Mon, 07 May 2012 20:14:42 -0000
Kommentar löschenMein erster Dogma. - Um es mal in einem nicht vollständigen Satz zu sagen.
Ich verstehe, worauf dieser Stil hinaus will und muss dennoch sagen, dass ich ihn Scheiße finde. Dramaturgie, Darstellern und allem was den Inhalt umfasst, hätte man auch in schönen Bildern nachgehen können. Dann wäre 'Festen' ein wahres Meisterwerk. Aber die hingefurzte Bebilderung zerstört mir diesen Traum vom perfekten Drama.
Dennoch bleibt ein Film mit grandiosem Drehbuch und absolut überzeugenden Darstellern. Daher kann man ihn einfach nicht vergessen. Und daher ist er einfach so unheimlich gut.
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Acry Sun, 15 Apr 2012 11:44:12 -0000
Kommentar löschenEin herrlich fieses Fest des schwarzen Humors. Was fröhlich anfängt, endet im familiären Chaos: Typisch dänisch wird bei diesem Familienfest einfach mal über alles und jeden hergezogen: über die eigenen Geschwister, den Vater, die Mutter, Ausländer... Doch die wirklichen Highlights sind immer die mehr oder weniger gelungenen Versuche, die Feier so fortzuführen, wie als sei nichts passiert.
Das gesamte Geschehen bietet dadurch einen herrlich absurden Anblick, der allerdings stets einen etwas bitteren Beigeschmack hat. Diese gelungene Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit macht diesen Film um einiges sehenswerter als eine normale Familien-Komödie.
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YvonNe Sat, 03 Mar 2012 14:32:38 -0000
Kommentar löschenFieser Film der unter die Haut geht. Hat mich nachhaltig beeindruckt. Einfach nur genial, wenn ein Film die Oberflächlichkeit durchbricht und im Kern was auslöst.
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