American History X
US 1998
- Genre
- Sozialdrama, Kriminalfilm
- Zielgruppen
- Über 18 (Gewalt)
- Inhalt
Nachdem der Skinhead Danny in der Schule einen Aufsatz über Hitlers "Mein Kampf" abgeliefert hat, in dem er die Inhalte dieses Buches unkritisch übernommen hat, gibt ihm der Schuldirektor eine letzte Chance, um nicht von der Highschool zu fliegen: er… — Mehr
Nachdem der Skinhead Danny in der Schule einen Aufsatz über Hitlers "Mein Kampf" abgeliefert hat, in dem er die Inhalte dieses Buches unkritisch übernommen hat, gibt ihm der Schuldirektor eine letzte Chance, um nicht von der Highschool zu fliegen: er muß einen ganz persönlichen Kurs mit dem Titel "American History X" belegen, und als erste Aufgabe einen Aufsatz über seinen Bruder Derek schreiben, der wegen Totschlag an zwei Schwarzen drei Jahre im Gefängnis verbrachte, und heute wieder frei kommt. Bevor Derek verurteilt wurde, war er der Anführer einer Skinhead-Gang.
- Cast
- Edward Norton, Edward Furlong, Beverly D'Angelo, Avery Brooks, Jennifer Lien, Ethan Suplee, Stacy Keach — Mehr
- Regisseure
- Tony Kaye
- Autor
- David McKenna
- Laufzeit
- 118 Minuten
- Zeit
- 20. Jahrhundert
- Ort
- Gefängnis, Los Angeles
- Handlung
- Ausstieg, Bruder-Bruder-Beziehung, Entlassung aus dem Gefängnis, Erkenntnis, Erschiessen, Festnahme, Freundschaft, Fuck, Gefängnis, Gewalt, Jugendgang, Mord, Nazi, Nazi-Vergangenheit, Neo-Nazi, Rache, Rassismus, Rassist, Rechte Szene, Selbsterkenntnis, Selbstjustiz, Skinhead, Tätowierung, Vandalismus, Vergewaltigung eines Mannes, Verlust des Bruders, Vorbild, Wut und Hass
- Stimmung
- Ernst, Hart, Verstörend
Über diesen Film
Handlung
Im Geschichtsunterricht gerät der Jung-Neonazi Danny Vinyard (Edward Furlong) wegen seines Aufsatzes ‘My Mein Kampf” mit seinem jüdischen Lehrer (Elliott Gould) aneinander. Der weigert sich Danny weiter zu unterr… — Mehr
Handlung
Im Geschichtsunterricht gerät der Jung-Neonazi Danny Vinyard (Edward Furlong) wegen seines Aufsatzes ‘My Mein Kampf” mit seinem jüdischen Lehrer (Elliott Gould) aneinander. Der weigert sich Danny weiter zu unterrichten und schickt ihn zu Direktor Sweeney (Avery Brooks), welcher schon seinen älteren Bruder Derek (Edward Norton) kannte. Sweeney will ihn fortan selbst in Geschichte lehren und stellt Danny vor die Wahl innerhalb eines Tages einen Aufsatz über Derek anzufertigen oder von der Schule verwiesen zu werden.
Danny gibt dem Aufsatz den Titel ‘American History X’. Dieser Aufsatz erzählt den Film mit zahlreichen Rückblenden und gibt so Einblick in die Familie Vinyard. Vieles dreht sich dabei um Danny großen Bruder, den White-Power-Leader Derek. Derek wurde wegen zweier Morde an Afroamerikanern, wovon einer als Notwehr gelten kann, der andere aber als vorsetzlich zu bezeichnen ist, zu drei Jahren Gefängnis verurteilt und steht nun kurz vor der Entlassung.
Rechte Gesinnung in der Familie Vinyard
Die Flashbacks verdeutlichen, wie das rechte Gedankengut in der Familie Vinyard verankert ist am Beispiel des Vaters, der populistische Parolen à la ‘Schwarze werden trotz geringerer Qualifikation bevorzugt eingestellt’ vertritt. Als der Vater von einem schwarzen Drogendealer erschossen wird, schließt sich Derek der rechtsradikalen Venice Beach Gruppe um Cameron Alexander (Stacy Keach) an. Die Gruppe verspricht ihren Mitgliedern Schutz vor kriminellen Nicht-Weißen. Cameron nutzt den charismatischen Derek, der zur Nummer zwei aufsteigt, um neue Mitglieder zu rekrutieren.
Derek entspricht gar nicht dem Bild des tumben Nazis. Er war sehr gut in der Schule und weiß sich eloquent auszudrücken. So steigt er trotz (oder wegen) seiner schlimmen Tat in der Nazi-Szene zur Ikone auf, die er für seinen Bruder Danny schon lange ist. In den Jahren, die sein Bruder im Gefängnis verbringt, verkehrt er auch in der Gruppe um Alexander und macht sich daran, in die Fußstapfen seines großen Bruders zu steigen.
Der Tag der Entlassung
Am Tag von Dereks Entlassung hat der sich, zur großen Überraschung von Danny, im Gefängnis komplett gewandelt. Angewidert von den Methoden der inhaftierten anderen Nazis, die mit Latinos Drogenhandel treiben und ihn sogar vergewaltigen, schließt er Freundschaft mit Lamont (Guy Torry), einem schwarzen Mitgefangenen, mit dem er gemeinsam in der Gefängnis-Wäscherei arbeitet und revidiert seine alten Ideale. Geläutert durch die Zeit im Gefängnis, die er wohl nur dank seines farbigen Freundes überhaupt überlebt, gibt es für Derek keinen Weg zurück in die rechte Szene. Er macht sich auf, ein neues Leben zu beginnen und will auch seinem Bruder Alternativen aufzeigen.
Am Ende holt ihn aber seine Vergangenheit auf tragische Weise wieder ein: Während er auf dem Weg zur Highschool seines Bruders ist, trifft Danny in der Toilette auf einen jungen, dunkelhäutigen Mitschüler, gegen den er am Tag zuvor einen Jungen verteidigt hatte. Der farbige Junge rächt sich für die Blamage, die ihm Danny am Tag zuvor beigebracht hat und feuert mehrfach auf Danny. Derek läuft mit einer schlimmen Vorahnung durch die Schule, um seine Vermutung bestätigt zu sehen: Danny ist tot.
Weiterführende Informationen
- Wissenswertes und Details zum Film.
- Kritiker werfen American History X eine zu ästhetische und damit verherrlichende Darstellung der Gewalt im Film vor. Als Nachahmer-Mord ist die Potzlower History X zu bezeichnen. Weitere Filme die wegen sogenannter Nachahmer-Morde kritisiert wurden:
- Natural Born Killers
- Uhrwerk Orange
Weitere Informationen im Internet
- American History X auf der Filmwelt Gnovies
- Das Essay Kontrollierte Männerkörper von Mark Terkessidis auf Freitag.de
- Reviews:
- American History X auf Filmtexte.com.
- Under the Skin von Gary Dauphin in der Villagevoice
- ‘History X’ makes the Grade von Michael O’Sullivan in der Washington Post
- Neo-Nazi with a conscience von Mick LaSalle im San Francisco Chronicle
Quellen
- American History X in der Wikipedia (engl.)
- American History X in der Wikipedia (dt.)
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.8
Der Film American History X wurde von 40 Kritikern bewertet.
Kommentare — Ausgezeichnet 8.2
Der Film American History X wurde von 7043 Mitgliedern bewertet.
Makarov_90 2010/02/08 20:38:40
Beklämmend realistisch dargestellt und nichts für schwache Gemüter. Brutales aber nicht sinnloses Drama, das zum Nachdenken anregt, das aber nicht jedermanns Sache ist.
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notsch 2010/02/07 00:58:12
Für meinen Geschmack ein wenig zu plakativ und naiv (man schaue sich nur mal Dannys wirklich unfassbar rasante Läuterung an), aber die Intensität der Darstellung übewiegt diesen Umstand glücklicherweise bei weitem. Spätestens wenn Derek sich beim Familienessen in Rage redet kann sich wohl kaum einer mehr der Kraft der Bilder entziehen.
Ein zeitloses Lehrstück über Hass und Entmenschlichung; wenn einmal gesäht ist beides leider nur noch in Zeiträumen von Generationen wieder zu beseitigen...
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his_poisongirl 2010/01/27 12:28:04
Brutal und beängstigend glaubhaft gespielt!
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2009/10/30 15:01:00
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2009/08/18 09:20:00
Die Vielschichtigkeit seiner Rollen sind das Markenzeichen des Edward Norton. Er überzeugt nicht durch Klatsch-Nachrichten, sondern durch Schauspielleistung.
Der Film American History X gehört zum Genre Sozialdrama, Kriminalfilm. Regie führte Tony Kaye.
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5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
pellekraut007 2009/11/26 17:06:48
Leider... leider gibt es eine Menge Irrer, die speziell das mit dem Bordstein für eine nachahmenswerte Sache hielten. So erreichte dieser wirklich gute Streifen auch die, die nach der Bordsteinszene abschalten :( Grunz!