Gran Torino

Gran Torino (2008), US Laufzeit 116 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.03.2009

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7.9
Kritiker
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8.1
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464 Kommentare
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von Clint Eastwood, mit Clint Eastwood und Geraldine Hughes

Ein reaktionärer Rentner (Clint Eastwood) steht in Gran Torino einer Einwandererfamilie im Kampf gegen marodierende Jugendbanden bei – ganz entgegen seiner inneren Überzeugung.

Walt Kowalski (Clint Eastwood) hat sein Leben lang in der Autofabrik gearbeitet. Als Rentner vertreibt er sich die Zeit damit, ein paar Reparaturen am Haus auszuführen, Bier zu trinken und einmal im Monat zum Frisör zu gehen. Obwohl seine inzwischen verstorbene Frau sich wünschte, dass er zur Beichte geht, hat Walt nichts zu beichten. Einst ist er verbittert aus dem Koreakrieg zurückgekehrt, nach wie vor säubert er regelmäßig sein M-1-Gewehr und hält es schussbereit. Er traut niemandem. Seine früheren Nachbarn sind entweder weggezogen oder gestorben. Jetzt wohnen in seiner Umgebung Migranten des Hmong-Volks aus Südostasien, die er nicht ausstehen kann. Alles, was er um sich herum wahrnimmt, macht ihn wütend und Walt scheint, ihm bleibt nichts anderes übrig, als den Rest seines Lebens einfach auszusitzen.

Doch eines Nachts versucht der schüchterne Nachbarsjunge Thao (Bee Vang) seinen 1972er Gran Torino zu klauen. Walt verhindert nicht nur den Diebstahl, sondern auch die Übergriffe der Gang – wider Willen ist er plötzlich der Held des Viertels. Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht zwischen dem Rentner Walt und dem Nachbarsjungen Thao, die alle Beteiligten verändern wird.

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Kritiken (30) — Film: Gran Torino

SoulReaver: CinemaForever

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9.0Herausragend

[...] 'Gran Torino' ist ein emotionaler Film über Konfliktlösung und zwischenmenschliche Bindungen, die eben manchmal konsequente Schritte heraufbeschwören, die nicht immer gut ausgehen, aber einfach getan werden müssen. Ein Film, irgendwo zwischen Problemen, Mut, Toleranz, Gewalt, Ehre und einem Abschied, der ebenso einen Neubeginn darstellt. 'Gran Torino' ist Eastwood persönlichstes Meisterwerk, welches nicht nur viel Tiefgang besitzt, sondern auch noch blendend unterhält, die Ironie nie vergisst und auf politische Korrektheit pfeift. [...]

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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8.5Ausgezeichnet

Der Film in dem Clint Eastwood nicht nur die Hauptrolle spielt sondern auch Regie führt trägt klar seine Handschrift. Von der Optik, der Film scheint auf digitale Nachbearbeitung weitgehend zu verzichten, bis zum Schnitt wirkt der Film als wäre er schon jetzt ein Klassiker - hier merkt man einfach das Mr. Eastwood einer der alten Schule ist. Damit hebt sich sein Film klar vom Mainstream ab und ist etwas besonderes.

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peter-noster: Mostly Movies

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8.0Ausgezeichnet

War “Unforgiven” der Abgesang auf seinen “Mann ohne Namen”, ist “Gran Torino” eine theortische Abrechnung mit dem “Dirty Harry” Charakter. Clint Eastwood lieferte 2009 zwei wirklich gute Filme ab, doch hat dieser neben “Changeling” den “Clint Bonus”. Der alte Haudegen spielt Walt Kowalski glaubwürdig mit jeder Pore, jede Großaufnahme ist ein Genuss. Seine Wandlung vom vermeintlichen Fels in der Brandung in der im fremd gewordenen Welt zur Hoffnung der Nachbarschafft ist wirklich zum Steine erweichen. Dazu gesellt sich der unfassbar leicht aussehende Regiestil von Eastwood, der dafür bekannt ist, effizient zu arbeiten (man denke nur an seinen Output in den letzen Jahren) und selten einen zweiten Take braucht. Vielleicht wirken daher ein paar Nebendarsteller etwas unbeholfen in ihren Rollen, schließlich handelte es sich bei den meisten der Hmong Darsteller um nicht ausgebildetet Schauspieler, die auf Wunsch von Eastwood besetzt wurden. Aber das kann den guten Gesamteindruck nicht wirklich trüben und in den besseren Momenten gewinnt der Film dadurch sogar an Authentizität. Eastwood hat angedeutet, daß “Gran Torino” seine letzte Schauspielarbeit sein könnte. Wenn allerdings ein Skript stimmt, könnte er noch einmal vor die Kamera zurückkehren.

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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9.0Herausragend

[...]»What the hell does everybody want with my Gran Torino?« fragt sich Walt und während die Frage in Bezug auf sein Auto von PS-Fans sicher auch zu beantworten wäre, fällt sie beim Film „Gran Torino“ auf jeden Fall eindeutig aus: man will ein weiteres Eastwood-geprägtes Meisterwerk und spätestens mit der grandios bitteren Schlusspointe bekommt man es auch. Eastwood führt seinen Mythos als Schauspieler zu einem konsequenten, aber gerechten Ende, das sich zwar abzeichnet, aber dennoch berührt und ihm einen würdigen Abgang von seiner Arbeit vor der Kamera verschafft. Allein diesem natürlich mit wenigstens leichter Wehmut verbundenen Gedanken wegen wird "Gran Torino" seinen besonderen Platz in der Karriere Eastwoods sicher haben, wobei man zugeben muss, dass dies ohne diese außerordentliche Note vom Film selbst ausgehend möglicherweise nicht der Fall gewesen wäre.[...]

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Julio Sacchi: Das Manifest

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6.0Ganz gut

Wenn Eastwood alles, was ihm nicht paßt, mit einem kehligen growl kommentiert, erinnert das eher an Filme wie CITY HEAT und PINK CADILLAC denn an die Großtaten dieses Mannes. Die ungebrochenen Klischees, die Clint uns hier präsentiert, können nur für Kopfschütteln sorgen. Irgendwann entschloß ich mich, den Film als Parabel zu lesen, weil ich an diesen Stereotypen einfach nicht mehr vorbeikam. Nur was ist die Aussage dieser Parabel?

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Laura Eissenberger

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Es ist eine Parabel auf Clint Eastwood. Spiegelwichsen.
Woher noch 6/10 Punkten?


Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.0Ausgezeichnet

Eine unglaublich clevere und bissige Geschichte wird dem Zuschauer hier aufgetischt. Nicht zuletzt die Annäherung zweier Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und ihren Mikrokosmos im selben hier und jetzt wissen, trägt unglaublich zu Intensität bei. Da verzeiht man Eastwood gerne das er sich hier nicht selten bei MILLION DOLLAR BABY bedient. Dieser Regisseur gehört einfach mit Abstand zu dem Besten was es in der Filmwelt gibt. Ich hoffe es kommt nicht allzu schnell zu einem Verlust.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

[...] Kurzum: Clint Eastwood ist der Godfather of Storytelling! Und spätestens wenn der sonst so raue Clint im Abspann beginnt, mit seiner Reibeisenstimme von einem Gran Torino zu singen, fängt es an zu kribbeln. Gänsehaut pur. Wirklich großes Kino – zum Niederknien.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

«Gran Torino» ist also eine Annäherung zweier Kulturen, ein Leitfaden für die Integration von Einwanderern. Moralisierend ist «Gran Torino» jedoch keine Minute, sondern vielmehr fast schon unheimlich unterhaltsam.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Es war wahrscheinlich das letzte Mal, dass Clint Eastwood vor der Kamera stand. Er hat sich - und uns - eine würdige Abschiedsvorstellung gegönnt. Den wunderbaren Helden/Antihelden Walt Kowalski, der fremdenfeindlich, ungeduldig, unzufrieden, stur und selbstgerecht ist. Und der seit einem halben Jahrhundert mit Schuldgefühlen leben muss. Als die Probleme in Walts Viertel auch vor seinem Rasen nicht halt machen, löst er sie auf seine Weise. Ein sehr geradliniger, schnörkelloser, auch optisch schöner Film, über einen alten Mann, der versucht sich und seinen Werten in einer mutierenden Welt treu zu bleiben. Was man auch über den Kino-Titanen Clint Eastwood sagen kann. Man sollte die Gelegenheit nutzen, dieses faltige und so unglaublich beeindruckende Gesicht noch einmal im Dunkeln hausgroß vor sich zu sehen. (Mehr im Podcast)

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Evie: www.inderzange.de

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10.0Herausragend

Grandioser Film von Clint... man kann es eigentlich nicht besser machen!!

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

Das ist nicht nur ein letzter großer Auftritt des Clint Eastwood als Schauspieler. Die reine Selbstdarstellung würde Eastwood als Regisseur nicht gerecht werden. Er reflektiert nicht nur seine bisherige Schauspiel-Karriere, sondern bürstet den Rachefilm gehörig gegen den Strich und so ganz nebenbei, aber in voller nötiger Bandbreite, erfahren wir, was Rassismus heißt.
Das Auftauen dieses alten Mannes gegenüber den asiatischen Nachbarn, zeichnet/spielt Eastwood nicht wie die Wandlung vom Saulus zum Paulus. Eigentlich ist Walt am Ende der gleiche Walt wie am Anfang. Die selben rassitstischen Beleidungen, aber ein gänzlich anderes Verhalten. In Gran Torino ist das Wort nicht das Schwert, sondern das Schwert ist es. Rassismus ist somit nicht an der Sprache auszumachen, sondern an Taten. Sprache ist alles und gleichzeitig nix.
Clint erzählt natürlich noch viel mehr in dieser Tragikomödie, die so gut ist, dass der fremde und aufgeblasene Sohn dagegen wie eine Studentenarbeit aussieht, aber das soll doch jeder für sich entdecken.
Am Ende kann man jedenfalls nur noch weinen, nicht unbedingt, weil es traurig, sondern auch weil es vorbei ist.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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9.0Herausragend

[...] Amerikanische Vororte scheinen gefährlicher zu sein als ein Kriegsgebiet im Nahen Osten: Schwarze gegen Weiße, Asiaten gegen Hispanics, und mittendrin Eastwood als traditionsverhafteter Amerikaner, der sich mit den neuen Spielregeln nicht abfinden will. Die sich abzeichnenden Konflikte entwickeln sich in eine schön unorthodoxe Richtung. Das Spiel mit Rassismus, Vorurteilen und ethnischen Konflikten, dass jenseits aller political correctness ungewöhnliche Rollenverteilungen erlaubt, erinnert stark an L.A. Crash. [...]

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David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

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8.0Ausgezeichnet

Gran Torino zeigt eine großartige Performance eines der größten Filmstars überhaupt - es ist, als wäre Dirty Harry nie weg gewesen.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]Walt Kowalski ist quasi ein Abziehbild Eastwoods bisheriger Figuren. Ein bisschen Harry Callahan, ein bisschen namenloser Revolverheld. Figuren, die durch Selbstjustiz, Mord und Totschlag zu weltweitem Ruhm gekommen sind. Sie haben Eastwood groß gemacht, haben ihn geprägt, ihm ein Image gegeben. Und nun räumt er ein letztes Mal auf mit ihnen, ihrem Mythos, ihrem Reiz. In einer stark symbolischen Szene vor dem messianischen Finale geht Walt zur Beichte. Er will seinen Frieden finden, noch einmal alle Schuld offenbaren. Genau so wie Eastwood mit Gran Torino seinen Frieden finden wird. Der ganze Film ist seine persönliche Beichte, sein Eingeständnis.[...]

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hulk 75

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auf den Film freue ich mich ganz besonders. Vorallem nach deiner Bewertung:)


Kaltduscher

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Danke. Ist aber auch ein großartiger Film, viel Spaß :)


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

Eastwood spielt seine Rolle mit einer Eindringlichkeit, die an der Wichtigkeit, die er „Gran Torino“ offensichtlich selber beigemessen hat, keinen Zweifel lässt. Eine ganze Reihe unbekannte Darsteller, allen voran natürlich Bee Vang und Ahney Her, helfen dem Film über seine eigentlich einfache Handlung, und verschafft ihm somit eine Komplexität, die dem Thema Rechnung trägt. „Gran Torino“ ist ein Film, der in seinen Inszenierungsstil für einen Eastwood im Vergleich zu seinen letzten Werken, relativ locker ist, dabei jedoch viel zu sagen hat: „Gran Torino“ wirft einen ehrlichen Blick auf das heutige Amerika. „Gran Torino“ nimmt sich der Problematik des Rassismus und den Auswirkungen der Spirale der Gewalt an. „Gran Torino“ ist ein Film über Einsamkeit. Und natürlich ist „Gran Torino“ Eastwoods kritische Reflexion des eigenen kreativen und künstlerischen Schaffens im Herbst einer langen Karriere. Eastwood hat bereits angedeutet, dass dies seine letzte Hauptrolle gewesen sein könnte. Und auch wenn Eastwood seinen Kowalski oft mit einem Augenzwinkern versieht, und der Zuschauer dies mit einem Lachen goutiert, ist man nicht davor gefeit sentimental zu werden, wenn der alte Mann am Ende von „Gran Torino“ die ersten melancholischen Töne des Abschluss-Songs anstimmt.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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7.0Sehenswert

[...] So sehr man diesen nur um Eastwoods (Kino-)Person herumentwickelten Film auch eitel finden kann, es ist ein später und notwendiger Kommentar des Regisseurs zum eigenen Wirken. „Gran Torino“ ist ganz spürbar eine Herzensangelegenheit, ein persönliches Alterswerk, das bei seinem Publikum und den Fans zweifellos manch nostalgisches Gefühl hervorrufen wird. Und es ist dies womöglich Eastwoods letzter großer Auftritt vor der Kamera – wahrlich schwierig dabei nicht in Wehmut zu verfallen, wenn er zuletzt verwegen die ersten Worte des Schlusssongs haucht.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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9.0Herausragend

Der einstige Low-and-Order-Kämpfer und Gewalt-Cop „Dirty Harry“ weicht hier dem weisen alten Mann, der vom Töten schrecklich traumatisiert ist. Eine tapfere und traurige Gestalt. Ein melancholischer, aber auch mutiger und Mut machender Film, er für viele Gegenden in dieser Welt Stellung dazu bezieht, wie man an den urbanen Frontlinien der sozialen und ethnischen Kriege überleben kann.

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José Garcia: Textezumfilm

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9.5Herausragend

Das manchmal allzu simple Drehbuch des Debütanten Nick Schenk verfilmt der Regie-Altmeister Eastwood geradlinig und mit einem ausgesprochenen Gespür für Rhythmus, an dem ebenfalls der für den Schnitt zuständige Cutter Gary D. Roach, der seit 1996 für Clint Eastwood arbeitet, großen Anteil hat. „Gran Torino“ gehört zu den Spielfilmen mit einer solch präzisen Dramaturgie, dass sie der Zuschauer am liebsten mit der Uhr in der Hand verfolgen würde. Die Kamera von Tom Stern, der seit 2003 Clint Eastwoods Filme fotografiert hat, trägt in höchsten Maße mit ihrer Eleganz zum klassischen Eindruck des Filmes, mit ihrem Hang für ausgewaschene Farben und beinahe schwarzweiße Kompositionen zu einem Erscheinungsbild bei, das dem eigentlichen Sujet entspricht.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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8.5Ausgezeichnet

Walt Kowalski knurrt. Wie einen bösartigen Hund, der einem gleich an die Gurgel springt, filmt Regisseur Eastwood den Darsteller Eastwood als Kowalski und also sich selbst. Kowalski knurrt, nicht nur einmal: in der Kirche bei der Zeremonie zum Tod seiner Frau, weil Nichte und Neffe sich nicht benehmen, wie es sich gehört; und er knurrt später aus immer demselben Grund: Er ist mit der Lage der Dinge zutiefst und von Herzen uneinverstanden. Er liebt auf der ganzen Welt, wie es scheint, nur seinen Hund. So sehr, dass ihm die Worte fehlen, so sehr, dass mit den Worten, die er dennoch findet, etwas nicht stimmt.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.5Ausgezeichnet

Eastwood bewegt sich hier entlang eines schmalen Grats. Denn allzu leicht könnte diese Geschichte um einen Unbelehrbaren, der sich mit einem ihm bisher verhassten Milieu auseinandersetzen muss, didaktisch erscheinen - als Läuterung, die diesem in letzter Sekunde zuteilwird. Den Weg der Annäherung mit der Hmong-Gemeinde - einer Minderheit aus dem Grenzgebiet zischen Laos, Vietnam und Thailand, die während des Vietnamkriegs auf US-Seite kämpfte - erzählt Gran Torino über die beiden Nachbarskinder. Ein jeder erkennt sich hier im anderen wieder, und so kommt man sich allmählich näher, ohne sich je ganz zu verstehen.

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Alle Kritiken (30)


Kommentare (434) — Film: Gran Torino


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herrmann.jemine

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Bewertung10.0Herausragend

geht's noch besser? was harry brown leidlich gut gelingt, wird hier in strahlender perfektion vorgelebt. was frauen auch immer dazu bewegt, bei ihren rom-coms feuchte augen zu bekommen... ich ahne es, wenn ich diesen film sehe, wie er mich packt und zugleich berührt.

ok, der vergleich hinkt ^^

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Velly

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Der hinkt nicht nur, der sitzt im Rollstuhl...

Aber der Film ist wirklich großartig.


-07-

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Bewertung7.0Sehenswert

Guter Film, hat was. Aber für mich Absolut kein Meisterwerk, mehr etwas das man treffend als Pro7 Blockbuster bezeichnen kann. Mir fehlt einfach "die" Spannung, die Moral, der Epos, Die musikalische Untermalung, der Grund nicht wegzuschalten :D

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TheFahil

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Bewertung9.5Herausragend

Ein wirklich verdammt guter Film!
Clint Eastwood als alter mürrischer Sack spielt hervorragend !;)

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skradan

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Bewertung9.5Herausragend

"Von und mit Clint Eastwood". Diese Worte lassen mich elektrisiert mit einer Frage zurück: "Wo???"

Wann immer Clint Eastwood im Gespräch ist, will ich den Film sehen, auf den die Gerüchte aufbauen. So auch bei GRAN TORINO. Eine Herzerwärmende Geschichte, die wütend und glücklich zugleich macht. Wieder einmal hat Eastwood einfühlsam und technisch perfekt eine Geschichte erzählt, die die meisten Regisseure versaut hätten.

Großartig, sehenswert, wunderbar!

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Christoph7K

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner Lieblingsfilme;)

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basti1983

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Bewertung10.0Herausragend

Wahnsinn! Mehr braucht es nicht um diesen Film zu beschreiben...

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headmusic

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meisterwerk vom ewig grantelnden Clint Eastwood!!!

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chevalier

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Bewertung9.0Herausragend

Aber du, weißt du, du lässt Klick Klack, Ding Dong und Charlie Chan einfach abziehen mit B… sowieso, sie steht auf dich, hörst du, Gott weiß wieso!?“ – „Wer?“ – „Jang Jang, die kleine da in dem lila T-shirt, sie hat die ganze Zeit zu dir hingeguckt, Blödmann!“ – „Sie meinen Jua?“ – „Ja, Jang Jang, ja, nettes Ding, … nettes Ding, charmantes Ding, hab mich mit ihr unterhalten. Ja, aber du, du lässt sie einfach abziehen mit den drei Vollidioten. Und wieso, weil du ein dummer Hosenscheißer bist! Tja, ich zieh jetzt Leine, schönen Tag noch, Weichei!“

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Cayopei

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Bewertung7.5Sehenswert

Make my day, Zipperhead. Großes Kino.

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florian.fiele

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gran Torino ist ein wundervolles Werk. Ich war skeptisch zu Beginn; 30 Minuten dauerte es mich komplett gefangen zu nehmen. Wie liebenswürdig kann ein Film eigentlich sein? Noch nie, noch nie in meinem Leben habe ich 2 Stunden am Stück gekichert. Ganz groß, Herr Eastwood! Ganz groß! Keine Ahnung was ich hier zitieren kann..die Dialoge sind einfach alle grandios. Zum Glück beschränkt sich Gran Torino nicht nur darauf, sondern erzählt eine wirklich bewegende Geschichte. Eine Geschichte über das Alter, Vorurteile, Erziehung, Ehre, Freundschaft. Die Figuren sind durchweg großartig, speziell Walt Kowalski und Sue Lor. Dazu die gesamte Hmong-Nachbarschaft und der jungfräuliche Möchtegern-Pfarrer. Mao und yam-yam natürlich ebenso, wobei Tao (soviel Zeit für Kritik muss da sein) und die Leistung seines Darstellers am ehesten noch Verbesserungspotential bieten.

Clint Eastwood hingegen zeigt, dass er nicht nur ein meisterhafter Regisseur, sondern auch ein meisterhafter Schauspieler ist. Clint Eastwood zeigt ebenso, dass er nicht nur ein meisterhafter Schauspieler, sondern auch ein meisterhafter Regisseur ist. Ich liebe ihn einfach! Zeigt der doch glatt mit 2 Fingern mehr Kaltschnäuzigkeit als manch ein Actionstar mit nem ganzen Waffenlager. Die Entwicklung der Story und Nachbarschaftsbeziehung ist glaubwürdig, fesselnd und rührend. Was folgt ist schlichtweg ein grandioses Ende, grandios. Nur auf die weiblichen Figuren, speziell Sue, hätte ein noch stärkerer Fokus gelegt werden sollen. Nicht zuletzt, weil ich Tao schwächer ausgearbeitet und dargestellt finde. Obwohl mir klar ist, was das Thema hier ist (die Bedeutung eines Vaters oder einer gleichwertigen Ersatzperson für seine Söhne).

Das Faszinierende ist: Hier findet keine Wandlung vom Ausländerfeind zum Ausländerfreund statt. Walt ist kein Rassist. Sein ablehnendes Verhalten hat ganz andere Ursachen, nämlich die doppelten Schuldgefühle (Ermordung eines koreanischen Kindes, inklusive Verleihung des Silver Star..verpasste Erziehung seiner Söhne). Deswegen will er mit Kindern nichts zu tun haben; erst recht nicht mit schlitzäugigen Kindern. Gegen seine eigene Menschlichkeit ist er aber machtlos und hilft den Nachbarschaftskindern. Der Zuneigung, die ihm zuteil wird, kann er dann auch nicht widerstehen, und so findet er schließlich eine Chance sein Gewissen reinzuwaschen, seinen Frieden zu finden, indem er ein (oder mehrere) der Kinder rettet, sowie sie wichtige Lektionen über Leben und Tod lehrt, die er seinen Söhnen in deren Jugend schuldig geblieben war. Wundervolle Botschaften, komplett ohne unangenehmen Beigeschmack.

Erinnert mich an The Shawshank Redemption, nur mit konstanterem Spannungsniveau. Zu Tränen rührendes Ende, beeindruckende Botschaft, auch bei mehrfachem Ansehen auf gleichem Niveau. Hier gibt's nichts zu kritisieren. 10.0 - Lieblingsfilm

"Ganz ruhig, Bambusratte. Ich erschieß dich schon nicht."

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Alienator

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Bewertung9.5Herausragend

Top

Einer der besten Eastwoods mit einer superben schauspielerischen Leistung von dem "alten" Herrn. Allein die Szenen in der eine einzelne Träne seine Wange runterläuft ist sehenswert und von einer unglaublichen Itensität. Eastwood spielt hier wunderbar. Und seine Entwicklung zu einer Art besseren Menschen ist nicht klischeehaft sondern wundervoll nachvollziehbar.
Mit der leisen Ironie (man beachte die Szene beim Friseur) schafft er es, seinen "Dirty Harry" - Charakter, ohne sich selbst dabei lächerlich zu machen, einen humanen Anstrich zu geben.
Die zurückhaltende Art der Inszenierung des Films, mit seinem natürlichen Licht und seiner realistischen Umgebung geben dem Film nur mehr Raum für die inhaltlishce Ausernandersetzung. Alles in Allem: Note 1

By the Way: Dont´ fool around with Clint!

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okoymparas

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Bewertung9.0Herausragend

Guter Film.

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Spike1990

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eastwood mimt den grimmigen und erzkonservativen Korea-Veteranen perfekt. Er begegnet den "Bambusratten" in seiner Nachbarschaft zunächst mit Argwohn und Vorurteilen. Doch er erfährt eine Läuterung und schützt einen Nachbarsjungen vor den Übergriffen einer brutalen Gang. Die Geschichte ist einfach, aber hervorragend erzählt und umgesetzt-

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r.bonn463

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

top Film!! zwar keine 10 aber er war gut

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Hakar Zibari

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

sehr guter film

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FordFairlane

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Clint is Best!


ThomasWzS

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Bewertung10.0Herausragend

Wie könnte ich diesem Film weniger Punkte geben? Nur weil schon Million Dollar Baby grossartig war? Nö ... beides Meisterwerke!
Beginnt mit einer Beerdigung, endet mit einer Beerdigung, runde Sache, was dazwischen passiert ist schnell erzählt *** Achtung Spoiler *** :
Walt, ein alter verbitterter reaktionärer Rassist wird Witwer ... grossartik allein diese vernichtende Mimik von Clint Eastwood ... und ist konfrontiert mit den Bemühungen des jugendlichen - noch grün hinter den Ohren - Pastor ihm auf letzten Wunsch der Verstorbenen die Beichte abzunehmen, dem "Famileinaballast" , die ihn ins Altersheim bringen wollen und den neuen Nachbaren aus Vietnam.
Was sich daraus entwickelt: Freundschaft und Hilfe über all die Vorurteile, die sich im Leben festgesetzt haben, hinweg. Bis zum grandiosen Finale, das eine fast salomonische Lösung bereithält und zur zweiten Beerdigung und Walts Testament.
Vielleicht ist dieser Film noch stärker, weil es hier direkt um Clint's Alter Ego Walt geht,
reaktionäre Züge, Emotionen gedeckelt bis zum zynischen Rassisten und dann doch das mitfühlende Herz, dass die "Dinge zu Ende bringt" ohne jedes Ego.
Chapeau Clint Eastwood ... ob's noch besser werden kann?

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Oezkan

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Bewertung9.5Herausragend

Der kommentar enthält Spoiler.

2008 war ich nicht wirklich begeistert, als ich Gran Torino das erste mal gesehen habe. Da er mich aber emotional berührt hatte, habe ich dem Film trotzdem noch 6,5 Punkte gegeben. Nur 6,5 Punkte? Wie zur Hölle konnte der Film mich nicht begeistern? Dieses wundervolle Drama ist so berührend, humorvoll und traurig, dass ich am liebsten in die Zeit zurück reisen würde, um mein Vergangenheits-Ich zu verurteilen.

Die Geschichte handelt von Walt Kowalski, einem polnisch-stämmigen Korea-Kriegsveteran, der in einer Detroiter Vorstadtsiedlung wohnt und seine Frau verloren hat. Seine Familie hat keine Bindung zu ihm und ist sehr egoistisch. Sie nutzen jede Gelegenheit aus, um Walt zu ihren Gunsten zu beeinflussen, was er jedoch nie zulässt. Seine Probleme und Sorgen sind der Familie völlig egal, letztendlich warten sie nur auf seinen Tod und seinem Erbe. ich habe einen riesen Hass auf seine Verwandschaft aufgebaut. Wie kann man nur so kalt sein? Seine Nachbarn sind Asiaten und Walt kommt ihnen im laufe der Handlung immer näher. Er hilft den beiden Jugendlichen Sue und Thao bei ihren Problemen und lernt sie zu lieben. Thao schließt er besonders in sein Herz und bringt ihm Handwerk sowie Charakterstärke bei. Doch wie kommt es dazu? Er ist doch ein Rassist und schimpft die Asiaten mit verschiedensten Beleidigungen aus. Ob Frühlingsrolle oder Reisfresser, er hasst alle Asiaten. Nach Außen hin scheint er tatsächlich ein Rassist zu sein, aber eigentlich war er nie wirklich einer. Geprägt durch seine Vergangenheit, den Vorurteilen und seinen Taten im Krieg, hat Walt zwar einen gewissen Hass auf die Asiaten entwickelt, aber ein leidenschaftlicher Rassist würde niemals der so gehassten Rasse die Chance geben, seine Meinung umzustimmen. Auch hätte er sich die Mühe gespart die Hmong Familie näher kennenzulernen und sich mit ihnen zu unterhalten. Egal welche Herkunft, Walt tut alles für die Menschen die er liebt. Er erscheint sehr Kalt und gefühlslos. In Wahrheit ist er jedoch ein sehr hilfsbereiter Kriegsveteran, der zu lieben weiß. Jeder Mensch und jede Rasse hat es verdient, kennengelernt zu werden. Oft stellt sich heraus, dass die Feinde einem eigentlich viel näher sind als die eigene Familie. Dies zeigt Eastwood in sehr authentischer und emotionaler Umsetzung.

Walt wäscht seine Sünden in dem er seine Ex-Feinde vor einem neuen Gegner beschützt. Ich habe die Kritik gelesen, dass dies ein künstlicher Aufreger sein soll, der niemanden mitfühlen lässt. Diese absurde Kritik kann ich überhaupt nicht teilen. Durch den Krieg hat er zwar ein gewissen Rassismus entwickelt, was äußerlich allerdings viel größer in Erscheinung tritt als innerlich. Er ist geprägt durch seine Vergangenheit und den Vorurteilen, welche sich jedoch nie in sein Herz eingepflanzt haben. Im Film erfahren wir übrigens das die Hmong mit den Amerikanern Seite an Seite gekämpft haben und somit nie seine Feinde gewesen sind.

Gran Torino wird ziemlich langsam erzählt und enthält kaum bis gar keine Spannung. Dies nehme ich allerdings als positive Kritik auf, denn Clint Eastwood möchte eher Emotionen und Tiefgang manifestieren, als Spannung aufzubauen. Genau das bringt er hervorragend rüber. Ich bin zwar ein gefühlsvoller Mensch, der schnell emotional berührt ist, aber ich habe noch nie eine Träne vergossen. Doch dieses gefühlsintensive Drama hat stark auf die Tränendrüsen gedrückt und nur mein Stolz konnte die Tränen davon abhalten, aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Bewundernswert ist vor allem Eastwoods lobenswerte Inszenierung. Die Melancholie wirkt nie künstlich, sondern völlig natürlich. Die Musik ist schön, jedoch nie im Vordergrund. Auch sind die Emotionalen Szenen nie übertrieben dargestellt. Es sind die rührseligen Situationen und Handlungen der Protagonisten, welche die Gefühle tief in die Seele drücken. Dies wirkt sehr intensiv und fühlt sich sehr gut an. Was ich jedoch nicht erwartet hätte, ist der humorvolle Aspekt. Mehrere Male musste ich lachen und habe eine gewisse Fröhlichkeit in mir gespürt. Eine tolle Abwechslung, welche die Gefühle wie ein Tornado umherwirbelt.

Ich konnte mich mit keiner der Charaktere identifizieren, was jedoch durch die tiefgründige Inszenierung nicht kritisch ist. Man kann sich leicht in die Charaktere hineinversetzen und jede ihrer Entscheidungen und Handlungen vollstens nachvollziehen.

Viele Momente in diesem Film waren ziemlich vorhersehbar. Das ist zwar kein Weltuntergang, dennoch möchte ich diesen einzigen Punkt, der mir nicht so gefiel, erwähnen. Aber was spielt das schon für eine Rolle? Die Gefühle, welche der Film auslöst, sind nämlich nicht vorhersehbar. Dieses tolle Drama bietet so viel Intention, so viel Freude und Melancholie, dass alles andere an Bedeutung verliert. Zuzüglich zeigt Easwood wie ein Mensch seine Ansicht völlig ändern kann. Schön diese Änderung Szene für Szene mitfühlen zu dürfen.

Manchmal muss ein Mensch sterben und sich opfern, damit andere ein glückliches Leben führen können. Das Ende ist wirklich erstklassig und sehr emotional. Vor allem das Testament ist der absolute Wahnsinn. Thao sollte den Gran Torino stehlen und scheiterte dabei. Aber durch die Freundschaft und die Liebe, die er auf legitime Art gewonnen hat, bekam er den Gran Torino letztendlich doch. Da guckt Walts Familie wohl blöd aus der Wäsche was? Ein sehr schönes Ende, welches mir immer in Erinnerung bleiben wird. Danke Clint Eastwood.

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Oezkan

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Hey Thomas, schön das zu hören. Kenne leider keine ähnlichen Filme, kannst Du mir welche empfehlen?


ThomasWzS

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Hallo Oezkan, was mir so spontan einfällt sind die "Freedom Writers" ein Geschichte, wie sie das Leben schrieb mit der phantastischen Hillary Swank in der Hauptrolle. Das Thema, nennen wir es "das eigene Leben in den Dienst einer größeren Sache stellen" wird hier perfekt, packend und sehr berührend gezeigt .... absolute Filmempfehlung.


JoseyWales

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Bewertung9.0Herausragend

Ich glaube, mit diesem Film, rechnet Clint Eastwood mit den Dämonen seiner Westernzeit ab.
Der Film kann als Parabel auf den zynischen, wortkargen und einsamen Helden seiner Westernkarriere gesehen werden. Sein Finale als Westernheld hat er, indem er den Koreanern am Ende des Films den Showdown abverlangt. Nicht der nicht-gezogene Colt, sondern das Lächeln der Asiaten vernichtet den Helden.

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pischti

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Ein absolut großartiger Film!


Wilson_Blunt

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Dem kann ich mich nur anschließen. Clint, mach bitte noch ewig so weiter!


beast667

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Bewertung9.5Herausragend

„Schon mal bemerkt, dass man ab und zu vor jemandem steht, dem man besser nicht blöd kommt? … So einer bin ich.“

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felix.bonn.3

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Bewertung9.0Herausragend

Mit Gran Torino schafft Clint Eastwood wieder einmal ein großes Stück Filmgeschichte. Selbst seine teils doch sehr rassistischen Witze waren amüsant und das Ende konnte mit Tiefgründigkeit und vielen Emotionen überzeugen. Toller Film !

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