About Schmidt

About Schmidt (2002), US Laufzeit 124 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 27.02.2003


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7.3
Kritiker
49 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1
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8131 Bewertungen
85 Kommentare
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von Alexander Payne, mit Jack Nicholson und Hope Davis

Gleich in mehrfacher Hinsicht ist Warren Schmidt (Jack Nicholson) an einem Wendepunkt angekommen: Als er von seinem Arbeitgeber in den Ruhestand gezwungen wird, fühlt er sich völlig entwurzelt. Außerdem hat sich seine einzige Tochter Jeannie (Hope Davis) in den Kopf gesetzt, einen Dummkopf zu heiraten. Und dann stirbt plötzlich Warrens Frau Helen – nach 42 Ehejahren. Was soll Warren nun mit seinem eintönigen Leben anfangen? Er entscheidet sich für eine Tour mit seinem riesigen Wohnmobil, das schon lange auf ihn wartet. Sein mittelfristiges Ziel ist Denver, wo er sich mit Jeannie aussöhnen möchte. Doch als er ihren Bräutigam und dessen Bohemien-Familie dort erlebt, fasst er einen Entschluss: Jeannies Hochzeit muss unbedingt verhindert werden. Die tragikomischen Abenteuer auf dieser schmerzlichen Odyssee vertraut Warren einem unerwarteten neuen Freund an: Ndugu Umbo ist ein sechsjähriges Waisenkind in Tansania, dessen Patenschaft Warren für 22 Dollar im Monat übernimmt. Warren schreibt lange Briefe an Ndugu – und allmählich beginnt er darin, erstmals ehrlich Rechenschaft über sein Leben abzulegen.

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Kommentare (84) — Film: About Schmidt


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MovieGremlin

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Bewertung6.0Ganz gut

Hallo, ich bin es mal wieder...

Und willkommen in meiner kleinen Psychiatrie! Achtung: Leichte Spoilergefahr...

Es gibt mehr als genug Filme, die richtig gut sind und die man auch liebt wie auch Filme, die grottenschlecht sind und die man auch deswegen hasst. Aber es gibt auch Filme, die eigentlich absolut schlecht sind aber die man trotzdem sehr mag. Eine Rarität sind Filme, die richtig gut gemacht sind, und die man auch mögen will, aber aus irgendwelchen Gründen nicht kann. In meinem Fall ist es "About Schmidt".

"About Schmidt" ist die Geschichte des alternden Warren Schmidt, überzeugend gespielt vom Meister des Zynismus Jack Nicholson, der frisch in die Rente geht und plötzlich erkennen muss, wie die heile Welt, die ihn bisher genervt hatte, zusammenbricht: Seine Leistungen auf der Arbeit sind plötzlich null und nichtig, seine geliebte Tochter will einen Schwiegereltern-Alptraum heiraten und durch einen tragischen Fall verliert er auch noch seinen letzten Halt, den er nie wert geschätzt hatte, bis er plötzlich nicht mehr da war. Das Einzige, was ihn hält, sind Briefe an ein afrikanisches Adoptiv-Kind und die Suche nach sich selbst und einer Bedeutung für sein jetziges Leben.

Ja, der Film hört sich mehr als interessant an und ja, Jack Nicholson ist ein genialer Schauspieler, der den dahinvegetierenden Schmidt überzeugend spielt.

Ich will diesen Film lieben! Ich will diesen Film mögen! Aber, aus irgendwelchen Gründen, kann ich das nicht. Ja, ich weiß, wahrscheinlich werden mich einige als "dumm" bezeichnen, weil ich den Sinn dahinter nicht verstehe. Das Traurige ist ja, dass ich ihn verstehe, dass ich weiß, was der eigentliche Sinn der Reise ist und was der Film uns erzählen will. Und es gibt eigentlich nichts, was ich wirklich schlechtes über den Film sagen kann. Die Schauspieler, die Darbietungen und die Story an sich sind ok, aber außer Nicholson ist keiner dabei, der mich wirklich vom Sofa haut.

Für mich zieht der Film jedoch sich gefühlte Ewigkeiten dahin. Vielleicht fehlt mir der Witz, schließlich ist der Film hier und da zum Schmunzeln, aber ein Lachen fehlt. Vielleicht fehlt mir die Tragik des Films, die mich an Warrens Schicksal emotional bindet. Vielleicht ist er mir auch zu lang, zu trocken, zu... Keine Ahnung... Vielleicht ist er ein Film, der mehr zum Nachdenken ist als zum Fühlen.

Es tut mir Leid, diesen Film nicht die Wertung geben zu können, die er sicherlich verdient hätte. Für mich ist der Film nur 6 von 10 Porzellan-Figürchen wert.

Und nun entschuldigt mich, ich muss über mein Leben nachdenken...

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Göksel Algan

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Bewertung5.5Geht so

Keine Magie hinter diesem Film. Immer wenn der Zuschauer denkt jetzt wirds emotional, wird die Bremse gezogen. Die Bremse ist natürlich nie verkehrt und sollte bei vielen Filmen benutzt werden, doch nicht bei About Schmidt. Dadurch wirkt der Film ziemlich trocken und total geradlinig. Die Stärke liegt an den schauspielerischen Leistungen, vorallem Jack Nicholson lässt all sein Talent aus sich raus.

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moep0r

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Bewertung6.0Ganz gut

Netter kleiner (langer) Film ueber das allein sein im Alter. Mehr aber auch nicht.

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ruffy strawhat

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vielleicht ist mehr bei dir auch einfach nicht angekommen. ;)


Codebreaker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"About Schmidt" - Ein Road - Movie der etwas anderen Art.
Dass Jack Nicholson ein genialer Schauspieler ist, ist garantiert kein Geheimnis. So trug allein schon die Tatsache, dass er hier die Hauptrolle spiellt, dazu bei, dass ich mir den Film mal ansehen wollte. Hier und da habe ich auch so was von gehört und nunja, da dachte ich, nehme ich mir den mal auf.
Nun, nachdem ich ihn gesehen habe, muss ich sagen, dass er mir sehr gut gefallen hat. Ein Film, der eigentlich extrem traurig ist, da die Hauptfigur, Warren Schmidt, eigentlich einen Schicksalsschlag nach dem Anderen bekommt. Sein Ruhestand zum Anfang des Films ist weniger ein Schicksalsschlag, doch man sieht deutlich, es geht ihm nahe und er ist wahrscheinlich viel trauriger darüber, als dass er sich freut. Danach folgen nun wahrhaftige Schicksalsschläge bzw. Dinge, die ihm nicht wirklich gut tun. Man fühlt mit ihm mit und auch an dem gesamten "Ton" des Films kommt eine doch gewissermaßen traurige, ja fast schon depressive Stimmung. Doch dann zeigt der Film wiederum, mit ganz kleinen Dingen wie einer Reise in die alte Heimat, zum alten Haus, dass man dennoch glücklich sein kann, wenn man vielleicht auch sonst so viel verkraften muss.
Genau diese Tatsache zeichnen für mich "About Schmidt" aus. Hier ein harter Schlag, der nicht wirklich leicht zu verdauen ist, da ein Moment indem Warren Schmidt lacht und scheinbar zufrieden scheint.
Doch mal abgesehen davon, der Film bietet eigentlich keine besonders lustigen Momente. Auch eine konkrete Handlung ist eher weniger da, aber dennoch oder vielleicht gerade deshalb wirkt der Film sehr natürlich. Als hätte man sich einfach dem letzten Kapitel im Leben eines Menschen gewidmet und daraus versucht einen Film zu machen, der eben dieses wunderbar beleuchtet und ich finde das klappt hervorragend.
Ich bin zwar noch relativ jung, doch auch ich habe nach bzw. bei diesem Film über die letzten Sätze Schmidt's nachgedacht. "Was bleibt von mir, wenn ich irgendwann nicht mehr bin? Erinnert sich noch jemand an mich?" All diese Dinge regen toll dazu an, sich eigene Gedanken zu machen und sowas mag ich.
Ich möchte auch noch was zu dieser "Ndugu" - Geschichte erzählen, dazu aber mal sicherhalbs SPOILER!!! Nachdem Schmidt im Film seine Frau verloren hat, die ihn dazu noch mit dem besten Freund betrogen hat und zu allem Überfluss hat seine Tochter auch noch einen Mann geheiratet, den er nicht mag, scheint eigentlich nichts mehr da zu sein, wofür es sich zum Leben lohnt und dann, bekommt er diesen Brief. Einer, wenn nicht sogar DER Lichtblick mit einem der emotionalsten Bilder die ich je gesehen habe (damit meine ich nicht die Zeichnung, sondern Jack Nicholson als Warren Schmidt wie er dasitzt und beginnt zu weinen). SPOILER ENDE!!!
Zu Jack Nicholson muss ich denke ich nichts sagen, wahnsinnig überzeugend und klasse, wie immer!
Also, abschließend bleibt also zu sagen, dass "About Schmidt" ziemlich ruhig ist und eigentlich eher traurig stimmt, dann jedoch aber immer mit Lichtblicken kommt, mit denen man nicht gerechnet hätte. Ein Film, der mich beeindruckt hat und der zum Nachdenken anregt. Ein Film, der sich mit den "letzten Tagen" des Lebens auseinandersetzt und das richtig gut macht.

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TinaCocaine

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Bewertung7.0Sehenswert

Als ich die Story im Videotext las, dachte ich "Nee, auf keinen Fall tue ich mir das an!" Es hörte sich langweilig an, einfach uninteressant. Dann schwebte mir aber das Cover im Kopf herum und ich wusste, dass Jack mitspielt...Also dachte ich "Komm, guck´s dir mal an, der Jack wird´s schon reißen"... Und so war es dann auch! Jede Sekunde habe ich Mister Nicholson seine Rolle abgenommen, wurde immer wieder zwischen Drama und Komödie hin und her gerissen und das Ende ist schlichtweg grandios. Also ich könnte in die Hände klatschen, so gut finde ich "About Schmidt" :-)

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heiko.buschhaus

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Bewertung7.5Sehenswert

Wirklich eine schwere Kost! Als Dramedy-Road-Movie angepriesen habe ich mich einmal herangewagt, diesen Film auszuprobieren. Gelockt hat mich dabei natürlich vor allem Jack Nicholson, den ich hier jetzt zwar hoch loben könnte, jedoch sollte jeder, der auf MoviePilot ist genug Filmwissen haben, um zu wissen, was ich meine! In den ersten zwanzig Minuten zieht sich der Film extrem zähflüssig dahin, bevor er dann mit einigen netten Gags richtig Fahrt aufnimmt! Überzeugen tut der Film mit legendären Szenen wie zB Warren Schmidt vs. Wasserbett. Leider ist der Film eindeutig viel zu lang, was ihn sehr ansträngend macht, angesichts seiner allgegenwärtigen Tristesse! Mir als gerade einmal 17jährigem gibt der Film ansporn, etwas aus meinem Leben zu machen. Wirklich ein toller Film, vor allem für Leute, die zu sich selbst finden wollen!

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Simon Moon

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Nicholson in lieb. Mal etwas anderes.


heiko.buschhaus

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Jaja, wir sind doch alle Shining-geprägt! ;)


The Freewheelin Fonda

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Bewertung9.5Herausragend

Ich hatte eigentlich schon einmal einen Kommentar zu ,,About Schmidt" geschrieben, doch dieses Meisterwerk, hat seine jetzige Überprüfung, ob 9 Punkte angemessen sind, noch einmal mit Bravour bestanden, so dass ich meine paar Zeilen noch mal überarbeitet habe.
Der Film ist derartig emotional und stellt einen, vor eine der wichtigsten Fragen des Lebens. Was hab ich später mal erreicht, was bleibt von uns zurück, wenn wir nicht mehr sind?
Jeder hat mal Träume, man stellt sich vor später einen coolen Job zu haben, respektiert zu werden und in seinem Beruf voll aufzugehen.
Aber meistens kommt die Realität dazwischen und man bekommt einen langweiligen Schreibtischjob, den man ohne Enthusiasmus ein Leben lang erfüllt um seine Familie zu versorgen.
Warren Schmidt hatte dieses Leben, das Leben eines Durchschnittsmenschen, der ein Leben lang diesen ,,Schreibtischjob" ausgefüllt hat und nun in Rente geschickt wird.
Schon die ersten Minuten des Films sind perfekt inszeniert, wenn Schmidt die letzten Minuten vor seinem Ruhestand im Büro absitzt und man nach der Abschiedsfeier von der Hauptfigur im Film drin ist und von der ganzen Figur gebannt und sofort mitfühlt.
Man ist so fasziniert, weil man sich vielleicht selbst in der Figur wiederkennt.
So könnte man mit 66 Jahren aussehen.
Man muss nicht mehr zur Arbeit, die für einen geregelten Tagesablauf gesorgt hat, die Frau verstirbt und die geliebte Tochter ist schon lange aus dem Haus und verbringt lieber Zeit mit ihrem neuen Freund, den man für einen Idioten hält, als mit dem alten Vater.
Man ist alleine und fragt sich, was es für einen Sinn gehabt hat, das Dasein hier auf der Erde zu verrichten.
Wenn Warren Schmidt das erkennt, muss er los, er setzt sich in seinen Wagen und fährt durchs ganze Land und ein unterhaltsamer Erkenntnistrip beginnt.
Er klappert alle Stationen seines Lebens ab, lernt neue Leute kennen und erweitert seinen Horizont. Ganz selten kommt hier der typische Hollywoodkitsch zu Tage, der Streifen bleibt durchweg emotional aber realistisch und selbst ich mit 16 Jahren war von der Inszenierung von Warrens Trip, die nur durch leise Musikuntermalung begleitet wird so fasziniert, dass ich mir auch anfing Gedanken über das Leben zu machen und welche Spuren ich hier einmal hinterlasse.
Die Figur, dann auch noch mit Jack Nicholson zu besetzen... FANTASTISCH!
Man kennt diese Schauspielgröße ja sonst von der Rolle, des durchgedrehten Irren, wie in ,,Shining" oder auch ,,Departed" aber selbst der Große Jack Nicholson, einer der coolsten Legenden Hollywoods, der sich privat unantastbar gibt, ist hier als alter Mann zu sehen, als jemand der sich im Spiegel nicht mehr wiedererkennt und sich fragt wo die vielen Lebensjahre geblieben sind.
Absolut Oscarreife Performance!
Zwischen den sehr bewegenden Szenen über Warren Schmidt Reise, die ihn am Ende zur Hochtzeit seiner Tochter mit dem ihm verhassten Nichtsnutz führt, kommt stellenweise auch immer ein gewisses Maß an Humor nicht zu kurz, was im Mittelteil sehr passend ist, jedoch zum Schluss beim Familientreffen etwas von der Intensivität des Filmes nimmt, die sich erst bei der Hochzeit wieder einstellt. Doch das ist das einzige Manko an dem Film, das mich kaum stört!
Nach der Hochzeit seiner Tochter erzählt Nicholson aus dem Off, von den sehr bewegenden Erkenntnissen seiner Reise, die mich sehr berührt haben und er denkt, dass er in seinem Leben nichts erreicht hat und es niemanden kümmert, wenn er eines Tages stirbt.
Das Ende ist dann wirklich richtig stark inszeniert, wenn Schmidt seinen Brief aus Afrika öffnet und der Film letzlich endet, wenn der alte Mann sieht, dass er im Leben doch etwas geschaffen hat, da er so viel Gutes für sein Patenkind geschafft hat.
Dieses Ende hat mich dann doch tatsächlich noch zu Tränen gerührt, wenn man hier mit dem Charakter die ganze Reise, mit Erinnerungen aus seinem Leben, durchlebt hat, da konnte ich nicht mehr an mich halten und nun habe ich den Streifen nochmal aufgestuft, weshalb der Film ganze 9,5 Punkte von mir bekommt!

bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

The Freewheelin Fonda

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Ja im Alter machen die ganz großen meistens noch ein paar Komödien, De Niro hat da ja auch n paar lustige Sachen gemacht(die ersten beiden der Focker Reihe haben mir gefallen) Aber bei Leute wie Jack Nicholson ist es so, dass sie auch 08/15 Liebeskomödien sehenswert machen!


mikkean

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Stimmt :)


Daymare

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wirklich herzlicher Film, der in erster Linie durch die begnadete Leistung von Jack Nicholson besticht - großartiger Schauspieler!

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Mandrakus

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Bewertung9.5Herausragend

Ein sehr, sehr guter Film! Ironisch, kritisch, makaber, traurig, lustig. Jack Nicholson in einer seiner besten Rollen, beide Daumen nach oben!

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr ruhiges, melancholisches, durchaus traurig, aber zumindest nachdenklich stimmendes, kleines Road-Movie, das die Qualen und das Leiden des Warren Schmidt unter der Oberfläche gekonnt mit einem gezielten Hauch von Humor unterlegt, wodurch die schmerzliche Geschichte trotzdem schön anzusehen ist. Mir hat auch sehr gefallen, Jack Nicholson mal nicht als Psychopathen oder in einer sonstwie 'irre' oder überdreht angelegten Rolle zu sehen, sondern vollkommen zurückgenommen und in sich gekehrt. Wie er hier die leisen Töne anschlägt ist fabelhaft mit anzusehen und wenn er durch winzige Regungen viel rüberbringt und uns subtil und zurückhaltend die Gefühlswelt seiner Figur vermittelt, ist wirklich sein ganzes Können zu bestaunen.

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pischti

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N´dogo ja :) Die finale Szene hat mich damals sehr berührt.


Andy Dufresne

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Mich auch.


DonChris

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wir sehen einen alten Mann im Anzug, zusammengesackt auf seinem Stuhl neben seinem Schreibtisch, in einem kleinen tristen Bürozimmer mit herrlich flauschigem blauen Teppich, im Hintergrund befinden sich jede Menge Kisten und der beschriebe Mann blickt uns an - nein, nach einem Perspektivwechsel stellt sich raus - er blickt nicht zu uns, er blickt zu Uhr. Nur Warum tut er das? Ganz einfach, in wenigen Sekunden ändert sich für diesem Mann das ganze Leben. In wenigen Sekunden ist er Rentner und seine Dienste werden von der Gesellschaft nicht mehr benötigt. Wie sich bald herausstellen wird, heißt dieser durch Jack Nicholson absolut herausragend dargestellte alte Mann Warren Schmid. Er ist/war Sachbearbeiter in einer Versicherung und lebt seit Jahren mit seiner frau in einem durchschnittlichen amerikanischen Haus - wobei, eigentlich leben die beiden nur noch nebeneinander her. Auch zu seiner Tochter scheint er jeglichen draht verloren zu haben, und dazu noch der Freund von ihr - ein Typ, der ein wenig so aussieht wie ein 80`er Jahre Pornodarsteller und der außerdem noch wenig erfolgreich Autos verscherbelt, aber immer für eine "geniale" Geschäftsidee gut ist, die es nur noch zu finanzieren gilt. Doch Papilein macht schön gute Miene und frisst alles in sich rein.

So stellt sich die Ausgangssituation unseres Protagonisten dar. Tragischer Weise wird kurze Zeit später auch noch seine Frau sterben, woraufhin ihm zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und er sich auf einen Roadtrip durch die Lande und in Richtung seiner Tochter begibt. Trostloser - und das meine ich in diesem Zusammenhang positiv - hätte man das ganze nicht in Bilder packen können. Gestik, Mimik und Kameraarbeit gehen in diesem Film Hand in Hand, womit Regisseur Alexander Payne sein gutes Händchen für Tragikomödie unterstreicht. Das er sich in diesem Genre pudelwohl fühlt zeigen auch seine folgenden sehr gelungenen Regiearbeiten "Sideways" und "The Descendants". Natürlich lebt dieser Film vor allem durch einen göttlich aufspielenden Jack Nicholson, der zu Recht für diese Rolle eine Oscar-Nominierung erhielt. In einem Interview hat er auch mal verraten, dass es ihm durchaus schwer viel diese Rolle zu spielen, da es sich ja um die Rolle eines alternden Mannes handelt und er selbst eher ein Problem damit hat, inzwischen zu den alten Eisen zu gehören.

Für den größten Teil der Zuschauer wird dieser Film wohl zu ruhig und ereignisarm sein, wer allerdings ein Fabel für dieses Genre besitzt und obendrein auch nichts gegen Filme hat die sich Zeit nehmen, der wird "About Schmidt" lieben.

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DonChris

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Ich fand die Szene einen sehr beeindruckenden Start in den Film. Wahnsinnig gut gemacht. Und danke natürlich ;)


Kana

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♥!


natedb

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diese Briefe! Armer, kleiner Ndugu...

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CHF

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ohne Jack Nicholson würde die Scheibe bestenfalls zum Reheverscheuchen auf der Landstrasse taugen. Nur wenige sind in der Lage, langweilige Plots in ein unwiderstehlich gutes top movie zu drehen.

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ZedsDeadBaby

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Bewertung6.0Ganz gut

SPOILER
Also. Mir fällt es sehr schwer diesen Film zu bewerten da er mich teils seeeehr aufgeregt hat. Warrens Tochter hat mich permanent angekotzt - diese Frau hat ihren Vater nicht unterstützt als er sie brauchte um ihre Zeit stattdessen ihrem halbglatzigen Redneck-Verlobten zu widmen. Und dann wirft sie ihm vor er würde sich nicht für sie interessieren obwohl er immer wieder sagt wie viel es ihm bedeutet sie zu haben. Sie meint auch kurz vor der Hochzeit er würde sich "erst jetzt" um sie sorgen, obwohl Warren schon viel früher geäußert hatte dass Randall als Ehemann nicht taugt. Ebenfalls macht sie ihren Vater dumm an als er einen steifen Nacken und Schmerzen hatte - sie beschuldigt ihn, er hätte ihr überhaupt nicht geholfen, dabei wollte Warren schon viel früher anreisen um sie zu unterstützen aber SIE hat es abgelehnt.
Möglicherweise war das alles beabsichtigt aber ich finde einfach man hätte auch etwas realistischer vorgehen können und nicht so mega nervig und unfair.
Punkte gibts für Ndugu und Jack Nicholsons Schauspiel.

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The Freewheelin Fonda

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Kann verstehen, dass sowas einen Film Sympathiewerte kostet aber ich denke, dass dieses Verhältnis schon realistisch war. Warren war sein ganzes Leben beschäftigt zu arbeiten und man kann davon ausgehen, dass er deshalb nicht sooo viel Zeit für seine Tochter hatte, wie sie es sich vielleicht früher gewünscht hat. Und deshalb war sicherlich auch die Mutter eine größere Bezugsperson zu der Tochter, was man ja auch daran sieht, dass sie beide sich alleine um die Hochtzeitsvorbereitungen gekümmert haben.
Das Verhältnis, der beiden ist nun mal schwer gestört, was auch wichtig für die geschichte ist, wenn man Warrens einsame Lage darstellen will aber ich fand schon, dass es ganz gut erklärt wurde.


Alienator

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nicholson mal anders

"About Schmidt" ist vorallen eins: eine One-man-Show eines der grössten Schauspieler aller Zeiten. Punkt. Und er hat diesen Titel zurecht verdient. Man kann unzählige Filme aufzählen wo er sein Können unter Beweis stellt. Aber dieser ist besonders großartig. Eben weil er nicht überdreht spielt, weil er nicht den "Grinsemann" raushängen lässt, weil er nicht den Jack Nicholson spielt, den er vorgibt zu spielen. Dies ist ein Film der wohlwollend leisen Töne und subtilen Sätze. Und das ist in einer Zeit der Megablockbuster wunderbar. Abgesehen von der durchaus vorhandenen Sozialstudie mit satirischen Alltagsweltelementen ist der Film ein Film über den ironischen Umgang mit legastenischer Einsamkeit. Isolation als offene innere Wunde mit gleichzeitiger langsamer Erlösung. So könnte man diesen Film sehen. Herausragend hier auch: Kathy Bates. Die dem Jugendwahn trotzt und ein unmissverständliches Statement pro dem Älter werden gibt. Genau drauf achten.

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Luchsen

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Soll "legasthenisch" ohne "h" ein Witz sein? Und was ist eine lese- und schreibschwächliche Einsamkeit? Ist Hrn. Schmidt peinlich, daß seine ellenlangen Briefe an Ndugu vor Fehlern strotzen? Ich verstehe endlich, warum sein Leben so vor die Hunde gegangen ist.


Schnürfee

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.
Warren Schmidt ist so... so... ach, ich weiß auch nicht...
Ich will ihn einfach nur ganz doll knuddeln!

Emotionale Handlung, grandiose Besetzung, tolle Erzählweise.
Ein Film, der ans Herz geht.

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hallidalli

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film mit ernsthaftigkeit der aber auch herzlich lustig ist und von einem fantastischen Nicholson gespielt wird. Eure ganzen Kommentare finde ich gut, man kann den Film aus verschiedenen Perspektiven betrachten, langweiliger belangloser Alltag oder der Feststellung doch etwas im Leben bewirken zu können auch wenn diese Erkenntnis mächtig spät im Leben des Schmidt kommt.

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keko24

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Film der teilweise etwas langgezogen wird und vor allem durch die sehr stereotypischen Carakterzeichnungen einiges an seinem Charme verliert. Die Geschichte an sich wirkt nett und lustig. Pluspunkte gibt es vor allem für die tragische Komik die direkt am Anfang vermittelt wird. Punktabzug gibt es für die Frage die sich einem dauernd stellt: Warum diese Briefe? die hätten genauso gut an einen alten freund gerichtet sein können. Ausserdem hätte besonders auf diesen Aspekt mehr Augenmerk gelegt werden sollen. Allen in allem ist es ein guter Film, bei dem man im Nachhinein ein kleines Schmunzeln auf den Lippen hat.

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Ener

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Bewertung7.5Sehenswert

Es ist immer schwierig, eine gewisse Trostlosigkeit bzw Lebensleere für den Zuschauer unterhaltsam darzustellen. Der Tragigkomödie About Schmidt gelingt das ziemlich gut, wobei inmitten des Films doch schon eine leichte Zähigkeit durchblitzt. Der Beginn allerdings ist schon so urkomisch, das man darüber hinwegsehen kann. Und das Ende setzt dem Ganzen einen höchstemotionalen Deckel drauf. Unglaublich nahegehend.

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NWO@Movie

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Alltag eines Rentners. Langweilig. Müde. Belanglos. Atmest du noch? Halt da hat dir ein Kind aus - Afrika? - ein wunderschönes Bild gemalt. Du und er - together. Forever, ever and ever, Danny hahaha xP
Denkt drüber nach: vielleicht könnt ihr mithilfe eurer Rente ein Kind aus Afrika retten bevor es an Hunger und Durst dahinrafft. Seufz.
Der ist nicht mal witzig. Ha doch 2 Stellen! Schätze ich mal.

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