About Schmidt
About Schmidt (2002), US Laufzeit 124 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 27.02.2003
50 Bewertungen
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7254 Bewertungen
82 Kommentare
Keine
- DVD
- VoD
von Alexander Payne, mit Jack Nicholson und Hope Davis
Gleich in mehrfacher Hinsicht ist Warren Schmidt (Jack Nicholson) an einem Wendepunkt angekommen: Als er von seinem Arbeitgeber in den Ruhestand gezwungen wird, fühlt er sich völlig entwurzelt. Außerdem hat sich seine einzige Tochter Jeannie (Hope Davis) in den Kopf gesetzt, einen Dummkopf zu heiraten. Und dann stirbt plötzlich Warrens Frau Helen – nach 42 Ehejahren. Was soll Warren nun mit seinem eintönigen Leben anfangen? Er entscheidet sich für eine Tour mit seinem riesigen Wohnmobil, das schon lange auf ihn wartet. Sein mittelfristiges Ziel ist Denver, wo er sich mit Jeannie aussöhnen möchte. Doch als er ihren Bräutigam und dessen Bohemien-Familie dort erlebt, fasst er einen Entschluss: Jeannies Hochzeit muss unbedingt verhindert werden. Die tragikomischen Abenteuer auf dieser schmerzlichen Odyssee vertraut Warren einem unerwarteten neuen Freund an: Ndugu Umbo ist ein sechsjähriges Waisenkind in Tansania, dessen Patenschaft Warren für 22 Dollar im Monat übernimmt. Warren schreibt lange Briefe an Ndugu – und allmählich beginnt er darin, erstmals ehrlich Rechenschaft über sein Leben abzulegen.
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Cast & Crew
- Genre
- Psychodrama, Sozialdrama, Tragikomödie, Drama
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Colorado, Denver, Kansas, Nebraska, Tansania
- Handlung
- Bedauern, Betrogener Ehemann, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Einladung, Einsamkeit, Entfremdung, Enttäuschung, Friedhof, Frustration, Hochzeit, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Hohes Alter, Lebensgefühl, Lebenskrise, Lüge, Melancholie, Optimismus, Patenkind, Perspektivlosigkeit, Pessimismus, Reise, Reise in die Vergangenheit, Rentner, Ruhestand, Scheidung, Sehnsucht, Sinn des Lebens, Trübsinn und Klage, Ungeselligkeit, Vater-Tochter-Beziehung, Verführung, Verlust der Ehefrau, Verzweiflung, Wahrheit, Waise, Witwer, Wohnmobil
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Traurig, Witzig
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Kritiken (3) — Film: About Schmidt
tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch
Kommentar löschenKam gestern Abend auf Kabel1 - zufällig reingeschaltet, bis zu Ende gesehen, geweint. Familie und Melancholie ist immer wieder DIE emotionale Mischung für mich.
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenNicht so gut wie "Besser gehts nicht", aber dank Mr. Nicholson immer noch recht gut!
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenRührender Film mit einem routinierten Jack Nicholson, der leider viel zu leicht in der Versenkung verschwindet.
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Kommentare (79) — Film: About Schmidt
Hfonda15 Mon, 20 May 2013 13:41:21 -0000
Kommentar löschenIch hatte eigentlich schon einmal einen Kommentar zu ,,About Schmidt" geschrieben, doch dieses Meisterwerk, hat seine jetzige Überprüfung, ob 9 Punkte angemessen sind, noch einmal mit Bravour bestanden, so dass ich meine paar Zeilen noch mal überarbeitet habe.
Der Film ist derartig emotional und stellt einen, vor eine der wichtigsten Fragen des Lebens. Was hab ich später mal erreicht, was bleibt von uns zurück, wenn wir nicht mehr sind?
Jeder hat mal Träume, man stellt sich vor später einen coolen Job zu haben, respektiert zu werden und in seinem Beruf voll aufzugehen.
Aber meistens kommt die Realität dazwischen und man bekommt einen langweiligen Schreibtischjob, den man ohne Enthusiasmus ein Leben lang erfüllt um seine Familie zu versorgen.
Warren Schmidt hatte dieses Leben, das Leben eines Durchschnittsmenschen, der ein Leben lang diesen ,,Schreibtischjob" ausgefüllt hat und nun in Rente geschickt wird.
Schon die ersten Minuten des Films sind perfekt inszeniert, wenn Schmidt die letzten Minuten vor seinem Ruhestand im Büro absitzt und man nach der Abschiedsfeier von der Hauptfigur im Film drin ist und von der ganzen Figur gebannt und sofort mitfühlt.
Man ist so fasziniert, weil man sich vielleicht selbst in der Figur wiederkennt.
So könnte man mit 66 Jahren aussehen.
Man muss nicht mehr zur Arbeit, die für einen geregelten Tagesablauf gesorgt hat, die Frau verstirbt und die geliebte Tochter ist schon lange aus dem Haus und verbringt lieber Zeit mit ihrem neuen Freund, den man für einen Idioten hält, als mit dem alten Vater.
Man ist alleine und fragt sich, was es für einen Sinn gehabt hat, das Dasein hier auf der Erde zu verrichten.
Wenn Warren Schmidt das erkennt, muss er los, er setzt sich in seinen Wagen und fährt durchs ganze Land und ein unterhaltsamer Erkenntnistrip beginnt.
Er klappert alle Stationen seines Lebens ab, lernt neue Leute kennen und erweitert seinen Horizont. Ganz selten kommt hier der typische Hollywoodkitsch zu Tage, der Streifen bleibt durchweg emotional aber realistisch und selbst ich mit 16 Jahren war von der Inszenierung von Warrens Trip, die nur durch leise Musikuntermalung begleitet wird so fasziniert, dass ich mir auch anfing Gedanken über das Leben zu machen und welche Spuren ich hier einmal hinterlasse.
Die Figur, dann auch noch mit Jack Nicholson zu besetzen... FANTASTISCH!
Man kennt diese Schauspielgröße ja sonst von der Rolle, des durchgedrehten Irren, wie in ,,Shining" oder auch ,,Departed" aber selbst der Große Jack Nicholson, einer der coolsten Legenden Hollywoods, der sich privat unantastbar gibt, ist hier als alter Mann zu sehen, als jemand der sich im Spiegel nicht mehr wiedererkennt und sich fragt wo die vielen Lebensjahre geblieben sind.
Absolut Oscarreife Performance!
Zwischen den sehr bewegenden Szenen über Warren Schmidt Reise, die ihn am Ende zur Hochtzeit seiner Tochter mit dem ihm verhassten Nichtsnutz führt, kommt stellenweise auch immer ein gewisses Maß an Humor nicht zu kurz, was im Mittelteil sehr passend ist, jedoch zum Schluss beim Familientreffen etwas von der Intensivität des Filmes nimmt, die sich erst bei der Hochzeit wieder einstellt. Doch das ist das einzige Manko an dem Film, das mich kaum stört!
Nach der Hochzeit seiner Tochter erzählt Nicholson aus dem Off, von den sehr bewegenden Erkenntnissen seiner Reise, die mich sehr berührt haben und er denkt, dass er in seinem Leben nichts erreicht hat und es niemanden kümmert, wenn er eines Tages stirbt.
Das Ende ist dann wirklich richtig stark inszeniert, wenn Schmidt seinen Brief aus Afrika öffnet und der Film letzlich endet, wenn der alte Mann sieht, dass er im Leben doch etwas geschaffen hat, da er so viel Gutes für sein Patenkind geschafft hat.
Dieses Ende hat mich dann doch tatsächlich noch zu Tränen gerührt, wenn man hier mit dem Charakter die ganze Reise, mit Erinnerungen aus seinem Leben, durchlebt hat, da konnte ich nicht mehr an mich halten und nun habe ich den Streifen nochmal aufgestuft, weshalb der Film ganze 9,5 Punkte von mir bekommt!
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pischti Mon, 20 May 2013 14:05:14 -0000
Antwort löschenMir kamen damals am Ende als VORSICHT SPOILER , Warren Schmidt die Zeichnung von Ndugu in der Hand hält und weint, die Tränen. Toller Film!
Martin Oberndorf Mon, 20 May 2013 14:34:24 -0000
Antwort löschenDich scheint der Film ja wirklich emotional berührt zu haben.
Wunderbarer Kommentar, echt.
Ich kenn ihn leider noch nicht, aber ich merk ihn mir mal vor.
pischti Mon, 20 May 2013 17:31:14 -0000
Antwort löschen@Martin
Meiner Meinung nach eines der besten Dramen die sich mit dem Leben selbst bzw. dem altwerden auseinandersetzen, um ehrlich zu sein, fällt mir kein besseres ein ^^
mikkean Mon, 20 May 2013 19:13:28 -0000
Antwort löschenSchön geschrieben, ich werde mir Herrn Schmidt auch mal wieder vornehmen. Eine der ganz großen Spätleistungen von Nicholson.
Hfonda15 Mon, 20 May 2013 20:41:07 -0000
Antwort löschen@pischti es gibt nicht sehr viele Filmen, die mich emotional so sehr rühren aber bei dieser PERFEKTEN Endszene...
@Martin Der Film ist genial, UNBDEINGT ANSEHEN! DU wirst den auf jeden fall mögen. Mindestens 8 Punkte müssen da von dir drin sein :)
Gibt wirklich nicht so viele Streifen die, dieses thema so gut umsetzen, Everybody fine ist noch ein guter Film aber Schmidt ist eine GANZE NUMMER größer!
@mikkean Nicholson ist eh einer der besten, eig. ist fast jeder zweite Streifen mit ihm ein Meisterwerk! Im gegensatz zu anderen Hollywoodlegenden wie Al Pacino, hat der auch eine ausgezeichnete Rollenauswahl!
mikkean Mon, 20 May 2013 20:47:11 -0000
Antwort löschenBei der Sache mit der Rollenwahli muss ich zustimmen, aber davon sind auch Größen wie De Niro oder Hopkins nicht sicher
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Hfonda15 Mon, 20 May 2013 20:58:02 -0000
Antwort löschenJa im Alter machen die ganz großen meistens noch ein paar Komödien, De Niro hat da ja auch n paar lustige Sachen gemacht(die ersten beiden der Focker Reihe haben mir gefallen) Aber bei Leute wie Jack Nicholson ist es so, dass sie auch 08/15 Liebeskomödien sehenswert machen!
mikkean Mon, 20 May 2013 21:30:50 -0000
Antwort löschenStimmt :)
Daymare Sun, 19 May 2013 11:09:44 -0000
Kommentar löschenEin wirklich herzlicher Film, der in erster Linie durch die begnadete Leistung von Jack Nicholson besticht - großartiger Schauspieler!
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Mandrakus Mon, 08 Apr 2013 17:40:27 -0000
Kommentar löschenEin sehr, sehr guter Film! Ironisch, kritisch, makaber, traurig, lustig. Jack Nicholson in einer seiner besten Rollen, beide Daumen nach oben!
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Mr. Pink Mon, 25 Feb 2013 15:44:10 -0000
Kommentar löschenSehr ruhiges, melancholisches, durchaus traurig, aber zumindest nachdenklich stimmendes, kleines Road-Movie, das die Qualen und das Leiden des Warren Schmidt unter der Oberfläche gekonnt mit einem gezielten Hauch von Humor unterlegt, wodurch die schmerzliche Geschichte trotzdem schön anzusehen ist. Mir hat auch sehr gefallen, Jack Nicholson mal nicht als Psychopathen oder in einer sonstwie 'irre' oder überdreht angelegten Rolle zu sehen, sondern vollkommen zurückgenommen und in sich gekehrt. Wie er hier die leisen Töne anschlägt ist fabelhaft mit anzusehen und wenn er durch winzige Regungen viel rüberbringt und uns subtil und zurückhaltend die Gefühlswelt seiner Figur vermittelt, ist wirklich sein ganzes Können zu bestaunen.
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Andy Dufresne Mon, 25 Feb 2013 15:52:44 -0000
Antwort löschenLieber N´dogo...:) Toller Film, ganz starker Nicholson, in der Tat!
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pischti Mon, 25 Feb 2013 17:42:06 -0000
Antwort löschenN´dogo ja :) Die finale Szene hat mich damals sehr berührt.
Andy Dufresne Mon, 25 Feb 2013 18:03:54 -0000
Antwort löschenMich auch.
DonChris Tue, 19 Feb 2013 10:43:11 -0000
Kommentar löschenWir sehen einen alten Mann im Anzug, zusammengesackt auf seinem Stuhl neben seinem Schreibtisch, in einem kleinen tristen Bürozimmer mit herrlich flauschigem blauen Teppich, im Hintergrund befinden sich jede Menge Kisten und der beschriebe Mann blickt uns an - nein, nach einem Perspektivwechsel stellt sich raus - er blickt nicht zu uns, er blickt zu Uhr. Nur Warum tut er das? Ganz einfach, in wenigen Sekunden ändert sich für diesem Mann das ganze Leben. In wenigen Sekunden ist er Rentner und seine Dienste werden von der Gesellschaft nicht mehr benötigt. Wie sich bald herausstellen wird, heißt dieser durch Jack Nicholson absolut herausragend dargestellte alte Mann Warren Schmid. Er ist/war Sachbearbeiter in einer Versicherung und lebt seit Jahren mit seiner frau in einem durchschnittlichen amerikanischen Haus - wobei, eigentlich leben die beiden nur noch nebeneinander her. Auch zu seiner Tochter scheint er jeglichen draht verloren zu haben, und dazu noch der Freund von ihr - ein Typ, der ein wenig so aussieht wie ein 80`er Jahre Pornodarsteller und der außerdem noch wenig erfolgreich Autos verscherbelt, aber immer für eine "geniale" Geschäftsidee gut ist, die es nur noch zu finanzieren gilt. Doch Papilein macht schön gute Miene und frisst alles in sich rein.
So stellt sich die Ausgangssituation unseres Protagonisten dar. Tragischer Weise wird kurze Zeit später auch noch seine Frau sterben, woraufhin ihm zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und er sich auf einen Roadtrip durch die Lande und in Richtung seiner Tochter begibt. Trostloser - und das meine ich in diesem Zusammenhang positiv - hätte man das ganze nicht in Bilder packen können. Gestik, Mimik und Kameraarbeit gehen in diesem Film Hand in Hand, womit Regisseur Alexander Payne sein gutes Händchen für Tragikomödie unterstreicht. Das er sich in diesem Genre pudelwohl fühlt zeigen auch seine folgenden sehr gelungenen Regiearbeiten "Sideways" und "The Descendants". Natürlich lebt dieser Film vor allem durch einen göttlich aufspielenden Jack Nicholson, der zu Recht für diese Rolle eine Oscar-Nominierung erhielt. In einem Interview hat er auch mal verraten, dass es ihm durchaus schwer viel diese Rolle zu spielen, da es sich ja um die Rolle eines alternden Mannes handelt und er selbst eher ein Problem damit hat, inzwischen zu den alten Eisen zu gehören.
Für den größten Teil der Zuschauer wird dieser Film wohl zu ruhig und ereignisarm sein, wer allerdings ein Fabel für dieses Genre besitzt und obendrein auch nichts gegen Filme hat die sich Zeit nehmen, der wird "About Schmidt" lieben.
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DerDude_ Tue, 19 Feb 2013 11:48:57 -0000
Antwort löschenSo ein großartiger Film !
Hfonda15 Tue, 19 Feb 2013 13:10:57 -0000
Antwort löschenSchön dass du diese erste Szene mit Warren und der Uhr so gut beschrieben hast. Diese erste Szene ist absolut perfekt und genauso perfekt hört der Streifen mit Warrens Gedanken auch auf!
Super Film und auch n toller Kommentar :)
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DonChris Tue, 19 Feb 2013 13:15:02 -0000
Antwort löschenIch fand die Szene einen sehr beeindruckenden Start in den Film. Wahnsinnig gut gemacht. Und danke natürlich ;)
Kana Tue, 19 Feb 2013 14:47:35 -0000
Antwort löschen♥!
natedb Mon, 18 Feb 2013 12:14:39 -0000
Kommentar löschenDiese Briefe! Armer, kleiner Ndugu...
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CHF Thu, 14 Feb 2013 19:49:04 -0000
Kommentar löschenOhne Jack Nicholson würde die Scheibe bestenfalls zum Reheverscheuchen auf der Landstrasse taugen. Nur wenige sind in der Lage, langweilige Plots in ein unwiderstehlich gutes top movie zu drehen.
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ZedsDeadBaby Tue, 12 Feb 2013 19:04:55 -0000
Kommentar löschenSPOILER
Also. Mir fällt es sehr schwer diesen Film zu bewerten da er mich teils seeeehr aufgeregt hat. Warrens Tochter hat mich permanent angekotzt - diese Frau hat ihren Vater nicht unterstützt als er sie brauchte um ihre Zeit stattdessen ihrem halbglatzigen Redneck-Verlobten zu widmen. Und dann wirft sie ihm vor er würde sich nicht für sie interessieren obwohl er immer wieder sagt wie viel es ihm bedeutet sie zu haben. Sie meint auch kurz vor der Hochzeit er würde sich "erst jetzt" um sie sorgen, obwohl Warren schon viel früher geäußert hatte dass Randall als Ehemann nicht taugt. Ebenfalls macht sie ihren Vater dumm an als er einen steifen Nacken und Schmerzen hatte - sie beschuldigt ihn, er hätte ihr überhaupt nicht geholfen, dabei wollte Warren schon viel früher anreisen um sie zu unterstützen aber SIE hat es abgelehnt.
Möglicherweise war das alles beabsichtigt aber ich finde einfach man hätte auch etwas realistischer vorgehen können und nicht so mega nervig und unfair.
Punkte gibts für Ndugu und Jack Nicholsons Schauspiel.
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Hfonda15 Wed, 22 May 2013 14:14:27 -0000
Antwort löschenKann verstehen, dass sowas einen Film Sympathiewerte kostet aber ich denke, dass dieses Verhältnis schon realistisch war. Warren war sein ganzes Leben beschäftigt zu arbeiten und man kann davon ausgehen, dass er deshalb nicht sooo viel Zeit für seine Tochter hatte, wie sie es sich vielleicht früher gewünscht hat. Und deshalb war sicherlich auch die Mutter eine größere Bezugsperson zu der Tochter, was man ja auch daran sieht, dass sie beide sich alleine um die Hochtzeitsvorbereitungen gekümmert haben.
Das Verhältnis, der beiden ist nun mal schwer gestört, was auch wichtig für die geschichte ist, wenn man Warrens einsame Lage darstellen will aber ich fand schon, dass es ganz gut erklärt wurde.
Alienator Mon, 11 Feb 2013 08:50:29 -0000
Kommentar löschenNicholson mal anders
"About Schmidt" ist vorallen eins: eine One-man-Show eines der grössten Schauspieler aller Zeiten. Punkt. Und er hat diesen Titel zurecht verdient. Man kann unzählige Filme aufzählen wo er sein Können unter Beweis stellt. Aber dieser ist besonders großartig. Eben weil er nicht überdreht spielt, weil er nicht den "Grinsemann" raushängen lässt, weil er nicht den Jack Nicholson spielt, den er vorgibt zu spielen. Dies ist ein Film der wohlwollend leisen Töne und subtilen Sätze. Und das ist in einer Zeit der Megablockbuster wunderbar. Abgesehen von der durchaus vorhandenen Sozialstudie mit satirischen Alltagsweltelementen ist der Film ein Film über den ironischen Umgang mit legastenischer Einsamkeit. Isolation als offene innere Wunde mit gleichzeitiger langsamer Erlösung. So könnte man diesen Film sehen. Herausragend hier auch: Kathy Bates. Die dem Jugendwahn trotzt und ein unmissverständliches Statement pro dem Älter werden gibt. Genau drauf achten.
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Luchsen Wed, 13 Feb 2013 20:01:44 -0000
Antwort löschenSoll "legasthenisch" ohne "h" ein Witz sein? Und was ist eine lese- und schreibschwächliche Einsamkeit? Ist Hrn. Schmidt peinlich, daß seine ellenlangen Briefe an Ndugu vor Fehlern strotzen? Ich verstehe endlich, warum sein Leben so vor die Hunde gegangen ist.
Schnürfee Thu, 07 Feb 2013 23:53:59 -0000
Kommentar löschenIch weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.
Warren Schmidt ist so... so... ach, ich weiß auch nicht...
Ich will ihn einfach nur ganz doll knuddeln!
Emotionale Handlung, grandiose Besetzung, tolle Erzählweise.
Ein Film, der ans Herz geht.
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hallidalli Mon, 21 Jan 2013 21:53:08 -0000
Kommentar löschenEin Film mit ernsthaftigkeit der aber auch herzlich lustig ist und von einem fantastischen Nicholson gespielt wird. Eure ganzen Kommentare finde ich gut, man kann den Film aus verschiedenen Perspektiven betrachten, langweiliger belangloser Alltag oder der Feststellung doch etwas im Leben bewirken zu können auch wenn diese Erkenntnis mächtig spät im Leben des Schmidt kommt.
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onyxxx11 Sat, 12 Jan 2013 17:03:05 -0000
Kommentar löschenMeine Top 100 Filmvorhersagen
Platz 96: "About Schmidt" ✔
Jede einzelne Faser meines Körpers hat sich gegen den Film gesträubt. Jack Nicholson war McMurphy, DER Joker, Jack Torrance und Daryl Van Horne. Da steckte mehr Sexappeal in einer Augenbraue, als bei vielen anderen im ganzen Leib. Und jetzt, ein pensionierter Rentner, den die Welt nicht mehr braucht. Will ich das sehen? Will ich Jack Nicholson so sehen? Ein innerer Kampf. Dann die ersten 5 Minuten und der Film hat mich gehabt. So herzzerreißend ehrlich das es weh tut.
"Wenn ich gestorben bin und nach und nach alle die mich kannten, wird es so sein, als hätte ich nie existiert. Welche Bedeutung hatte mein Leben für irgendjemanden?"
Diese eine Frage könnte mich irgendwann noch den Verstand kosten!
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KonTaicho Sat, 12 Jan 2013 17:19:35 -0000
Antwort löschenAlso wenn du es nun offensichtlich verkraften konntest, den etwas rüstig gewordenen Nicholson zu begutachten, kann ich dir "Das beste kommt zum Schluss" nur ans Herz legen, falls du den noch nicht gesehen hast :)
onyxxx11 Sat, 12 Jan 2013 17:24:59 -0000
Antwort löschenWird vorgemerkt. Danke!
KonTaicho Sat, 12 Jan 2013 17:36:13 -0000
Antwort löschen:) de nada :3
JackoXL Sat, 12 Jan 2013 17:44:23 -0000
Antwort löschenOh onyxxx, den will ich auch schon so lange sehen (also den Schmidt). Ich muss da dringend mal ran.
onyxxx11 Sat, 12 Jan 2013 18:06:09 -0000
Antwort löschenJa, der wird dir gefallen Jacko. Jack Nicholson könnte auch ein Toastbrot spielen und wäre genial. Mir fällt spontan keine Rolle ein, die er auch nur ansatzweise verkackt hat. Im Gegensatz zu manch anderen Ikonen...
lieber_tee Sat, 12 Jan 2013 18:12:36 -0000
Antwort löschenKenne den Film nicht, mag aber deine Begeisterung.
JackoXL Sat, 12 Jan 2013 18:13:00 -0000
Antwort löschenMir auch nicht. Nicht jeder Film war toll, aber an ihm lag es echt nie. "Das Beste kommt zum Schluß" ist übrigens auch so einer, der enorm durch ihn (und Morgan Freeman) gewinnt, so super fand ich den nicht, 6 Punkte (wegen Jack & Morgan).
Uli Kunkel Sat, 12 Jan 2013 18:35:19 -0000
Antwort löschenAlexander Payne ist einfach klasse. Jeder seiner bisherigen Filme hat mich begeistern können. Zumeist zurückhaltende, nuancierte, zutiefst menschliche Dramen. Bittersüß wie das Leben selbst.
niceeddy Sat, 12 Jan 2013 21:55:59 -0000
Antwort löschenUnd auch die Serie Hung reiht sich nahtlos in Paynes Schaffen ein, so gut war Thomas Jane noch nie.
Uli Kunkel Tue, 15 Jan 2013 12:55:14 -0000
Antwort löschenVon "Hung" hatte ich gehört. Soll recht gut sein. Da mischt Payne jedoch, zusammen zwei anderen Leuten, nur als Executive Producer mit. Da könnte man sogar "Jurassic Park 3" noch eher als Referenz anführen. Payne schrieb das Drehbuch. Aber ich schätze mal, auch er würde diese Beteiligung lieber verschwiegen wissen... =)
Auf "Nebraska" darf man sich jedenfalls schon mal freuen. Kommt hoffentlich noch in diesem Jahr in die Kinos.
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niceeddy Tue, 15 Jan 2013 14:38:33 -0000
Antwort löschenNaja, den Piloten zu Hung hat er immerhin als Regisseur gedreht und auch so passt Hung schon ziemlich gut zu seinen sonstigen Werken, JP3 eher als Jugendsünde, da sollte er das Drehbuch renovieren.
Uli Kunkel Tue, 15 Jan 2013 15:05:25 -0000
Antwort löschenManche Sachen macht man halt aus primär ökonomischen Beweggründen. Was ja auch nichts Ehrenrühriges ist. Hauptsache, er bekommt weiterhin seine persönlich geprägten Erzählungen ermöglicht, diese eigenwilligen, subtilen, vielschichtigen und humanistischen Blicke auf Individuum und Gesellschaft.
"Hung" ist jedenfalls ein guter Tipp. Werde ich bei Gelegenheit mal antesten.
keko24 Wed, 19 Dec 2012 14:21:27 -0000
Kommentar löschenEin Film der teilweise etwas langgezogen wird und vor allem durch die sehr stereotypischen Carakterzeichnungen einiges an seinem Charme verliert. Die Geschichte an sich wirkt nett und lustig. Pluspunkte gibt es vor allem für die tragische Komik die direkt am Anfang vermittelt wird. Punktabzug gibt es für die Frage die sich einem dauernd stellt: Warum diese Briefe? die hätten genauso gut an einen alten freund gerichtet sein können. Ausserdem hätte besonders auf diesen Aspekt mehr Augenmerk gelegt werden sollen. Allen in allem ist es ein guter Film, bei dem man im Nachhinein ein kleines Schmunzeln auf den Lippen hat.
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Ener Tue, 18 Dec 2012 07:49:12 -0000
Kommentar löschenEs ist immer schwierig, eine gewisse Trostlosigkeit bzw Lebensleere für den Zuschauer unterhaltsam darzustellen. Der Tragigkomödie About Schmidt gelingt das ziemlich gut, wobei inmitten des Films doch schon eine leichte Zähigkeit durchblitzt. Der Beginn allerdings ist schon so urkomisch, das man darüber hinwegsehen kann. Und das Ende setzt dem Ganzen einen höchstemotionalen Deckel drauf. Unglaublich nahegehend.
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NWO@Movie Sat, 08 Dec 2012 05:34:10 -0000
Kommentar löschenDer Alltag eines Rentners. Langweilig. Müde. Belanglos. Atmest du noch? Halt da hat dir ein Kind aus - Afrika? - ein wunderschönes Bild gemalt. Du und er - together. Forever, ever and ever, Danny hahaha xP
Denkt drüber nach: vielleicht könnt ihr mithilfe eurer Rente ein Kind aus Afrika retten bevor es an Hunger und Durst dahinrafft. Seufz.
Der ist nicht mal witzig. Ha doch 2 Stellen! Schätze ich mal.
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RoosterCogburn Tue, 20 Nov 2012 15:51:14 -0000
Kommentar löschenAuch wenn es der Filmtitel den unwissenden Zuschauer vermuten lässt, hier geht es nicht um den beliebtesten deutschen Sozialdemokrat und Ex-Bundeskanzler. Die bewegende Geschichte widmet sich einem spießigen Rentner, der in den Ruhestand geschickt wird, dessen Frau stirbt und der zu schwach ist, um die Hochzeit seiner Tochter mit einem Loser zu verhindern.
Auf einzigartige Weise stellt Jack Nicholson sehr realistisch und tragisch den Unsympathen Warren R. Schmidt dar. Schmidt zieht nach seinem Arbeitsleben ein Résumé und macht sich auf zu seinen letzten Road-Trip. Am Ende ist nicht einmal sein Scheitern der dramatische Knackpunkt. Sein klägliches Versagen ging mir nahe.
Eine Tragikomödie die so ruhig erzählt ist, das sie still und bedächtig wirkt. Die Melancholie in Konstellation mit der zum Teil starken Hoffnungslosigkeit erzeugt eine fast schon negative Stimmung, die nachhaltig ist. Wer momentan in einer depressiven Phase ist, sollte die Finger von dem Film lassen.
Jack Nicholson ist klasse und trägt die Story. Ohne ihn würde ich den Film wahrscheinlich schlechter bewerten. Er wird dabei großartig von Kathy Bates unterstützt. Zwei Oscar Nominierungen und fünf Nominierungen für den Golden Globe Award (davon zwei erhalten). Ausgezeichnetes Kino!
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DonChris Tue, 20 Nov 2012 19:26:19 -0000
Antwort löschenGroßartiger Film und ein Kommentar, dem nichts mehr hinzuzufügen ist!
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Andy Dufresne Wed, 21 Nov 2012 00:17:06 -0000
Antwort löschenWas der Don sagt!
ihre-herrlichkeit Wed, 21 Nov 2012 06:19:11 -0000
Antwort löschenWas der Andy sagt!
cpt. chaos Wed, 14 Nov 2012 11:28:31 -0000
Kommentar löschenMit dem Brief an den sechsjährigen Patensohn Ndugu aus dem fernen Tansania, legt Warren Schmidt (grandios gespielt von Jack Nicholson) so richtig los. Der pensionierte Versicherungsabteilungsleiter kotzt sich aus, über sein ganzes verpfuschtes Leben – 22 Dollar monatlich als Patenschaftsbeitrag, um sich seinen Frust von der Seele schreiben zu dürfen.
Ein kleiner Auszug gefällig? "Helen und ich sind seit 42 Jahren verheiratet. Und in letzter Zeit stelle ich mir jede Nacht ein und dieselbe Frage: Wer ist diese Frau in meinem Haus? Und wie kommt es, dass alles was sie tut, mir auf die Nerven geht?"
Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau, der er eben noch so dermaßen überdrüssig war, verfällt er in tiefe Trauer, da sie ihm doch unendlich fehlt. Das ändert sich aber schlagartig, als er feststellen muss, dass seine Frau eine Affäre hatte – mit seinem besten Freund! Nun ist Warren Schmidt außer Rand und Band, er ist nicht mehr zu halten! Es geht mit dem Wohnmobil auf die Reise, zu seiner Tochter im entfernten Denver, um sie vor der drohenden Heirat mit dem unliebsamen Schwiegersohn in spe zu bewahren, der mit seiner einfühlsamen Art und den stets "passenden" Worten, schon mal mächtig auf den Sack geht.
Zuweilen sehr tragisch, um im nächsten Moment zunächst ein Lachen anstandshalber zu unterdrücken, das sich aber schließlich doch durchsetzt.
Katy Bates, als Mutter des ungewollten Schwiegersohns, ist ein weiteres Sahnehäubchen, in diesem doch recht einzigartigen Film. Die musikalische Untermalung perfektioniert das Ganze auf passende Weise, und das wunderschöne Ende rundet "About Schmidt" gekonnt ab!
Dafür gibt´s von mir zunächst auf Anhieb sieben Punkte, mit Luft nach oben!
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MaxN91 Sun, 11 Nov 2012 17:59:53 -0000
Kommentar löschenIrgendwie hatte das Leben immer Sinn gemacht.Tag für Tag arbeitet man seine 8 Stunden , genießt das Abendessen mit seiner Frau - auch wenn sie noch so nervig geworden ist nach all der Zeit . Die einzige Tochter geht ihren Weg .
Alexander Paynes Film "About Schmidt" beginnt genau dann ,wenn das alles nicht mehr gilt.Wie reagiert man also wenn man in den Ruhestand geht , die Frau verstirbt und die Tochter einen Versager heiratet? Sehr geschickt lässt Payne die Hauptfigur Warren Schmidt genau dies durchleiden . Unterschwellig schwingt dabei eine sanfte Melancholie mit - ein spezielles Gefühl welches kaum ein anderer so gut inszeniert wie Alexander Payne . Jack Nicholson spielt Schmidt unglaublich gut : Bevor er überhaupt einen Satz gesprochen hat , gibt Nicholson dem Zuschauer das Gefühl schon einiges über Schmidt zu wissen , vielleicht sogar zu fühlen was er fühlt . Ohne ihn würde der Film so wenig Emotionen hervorrufen , mit ihm sind es so viele . Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffen und für jeden absolut nachvollziehbar . Schmidt baut eine Mauer um seine Gefühle , die immer mehr anfängt zu bröckeln . Besonders dann , wenn er sein Leben hinterfragt , sich selbst neu erfindet und letzendlich nur Ndugu seine wirklichen Sorgen und Probleme offenbaren kann . Obwohl Payne an einigen Stellen des Films durchaus humorige Elemente benutzt ist "About Schmidt" doch ein sehr ernster und nachdenklicher Film , der zeigt dass es doch oft die kleinen Dinge im Leben sind die den großen Unterschied machen . "About Schmidt" ist eine melancholische , düstere Charakterstudie mit Herz und einem herausragenden Jack Nicholson . Nur einige kleinere Längen trüben meiner Meinung den Gesamteindruck und nehmen dem Film an einigen Stellen etwas den Wind aus den Segeln .
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jacker Fri, 09 Nov 2012 07:42:45 -0000
Kommentar löschenIch glaube ich mag Alexander Payne's Filme.
Sie sind so feinfühlig gemacht. Da ist diese leichte Melancholie, so wohldosiert dass man eben nicht mit einem riesigen Kloß im Hals auf die Fensterbank klettern will, dann aber auch dieser unterschwellige Humor, nie so offensichtlich, dass man groß Lachen muss und doch bissig, leicht schwarz und mit einer gehörigen Portion Ironie versehen. Das alles, schön langsam und mit viel Gespür fürs Visuelle inszeniert, gibt "About Schmidt" einen ganz eigenen Anstrich (wie man ihn auch fast 10 Jahre später noch in "The Descendants" wieder findet).
Schmidt macht was durch, unsanft im Job ausrangiert, Frau tot und dann auch noch posthum als Ehebrecherin ertappt und seine Tochter möchte einen, auf Anhieb zumindest optisch fragwürdigen Unterduschnitts-Typen heiraten.
Er weiß nicht mehr so recht wo ihm der Kopf steht und so resultiert daraus ein skurriler Roadtrip per Wohnmobil, auf dem er nicht nur Plätze seiner Kindheit auf sucht, sondern auch die Frage nach der eigenen Identität und dem Sinn des Ganzen neu aufrollt.
Wer ist man nach 40 Jahren routiniertem Alltag?
Was im Leben ist eigentlich noch wichtig, wem ist man selbst wichtig?
Gespickt ist die Reise mit kleinen gesellschafts- und sozialkritischen Spitzen, einigen komischen Zusammenkünften und der endlosen Weite des mittleren Westens, Jack Nicholson geht in der Rolle des zynischen Schmidts prächtig auf und so entsteht ein langsamer und vor allem leichter Film, der nicht zu sehr mitnimmt, aber auch nicht banal bleibt.
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jannick.duderino Thu, 08 Nov 2012 16:58:00 -0000
Kommentar löschenSehr belanglos aber ich geh mal davon aus das war auch so beabsichtigt . Hätte mir in Form eines anderem Mediums vielleicht besser gefallen.
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