Alles über Eva
All About Eve (1950), US Laufzeit 138 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 29.11.1952
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von Joseph L. Mankiewicz, mit Bette Davis und Anne Baxter
Erfolg ist ihr einziges Ziel – für den großen Auftritt ist sie bereit, buchstäblich über Leichen zu gehen. Produzenten, Autoren, Schauspieler-Kollegen und sogar die Menschen, die sie lieben, sind nur hinderlicher Ballast auf dem Weg nach ganz vorn. Alle halten sie für das, wofür sie sich gerade ausgibt – nur einer nicht. Er allein erkennt die Machenschaften dieser gefährlichen Frau. Nur er allein weiß alles über Eva.
Cast & Crew
-
Joseph L. Mankiewicz
-
Bette Davis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Margo Channing
-
Anne Baxter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Eve Harrington
-
George Sanders
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Addison DeWitt
-
Celeste Holm
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karen Richards
-
Gary Merrill
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bill Sampson
-
Hugh Marlowe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lloyd Richards
Regie
Schauspieler
-
Gregory Ratoff
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Max Fabian
-
Barbara Bates
-
Marilyn Monroe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Miss Caswell
-
Thelma Ritter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Birdie Coonan
-
Joseph L. Mankiewicz
- Genre
- Drama
- Ort
- Broadway, Connecticut, Großstadt, New York City
- Handlung
- Alkohol, Altersunterschied, Assistent, Backstage, Betrunken, Bewunderung, Bühne, Diva, Ehrgeiz, Erpressung, Fan, Femme Fatale, Femme Fatale, Femme Fatale, Flughafen, Freundschaft, Freundschaftsband, Geburtstag, Geburtstagsparty, Gedächtnis, Hotel, Klassiker, Konkurrenz, Kostüm, Kulisse, Kultfilm, Kunstkritiker, Nebenbuhler, Ohrfeige, Oscargewinner, Party, Rivalen, Ruhm, Sabotage, Saboteur, Schauspieler, Schauspielern, Schriftsteller, Schönheit, Spiegel, Stolz und Eitelkeit, Taxi, Taxifahrer, Theater, Theaterregisseur, Theaterstück, Tratsch, Treppe, Täuschung, Untreue, Verehrung für einen Star, Wettbewerb, Zynismus
- Stimmung
- Aufregend, Geistreich
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Alles über Eva
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Kritiken (4) — Film: Alles über Eva
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenDie Grenzen zwischen Theater und Wirklichkeit sind längst verschwommen, sie existieren nicht mehr. „Nichts bleibt im Theater“ und die Schauspieler sehen sich gefangen in ihrer Determination, in ihrer Scheinwelt, an der sie zum Teil selber Schuld sind. Es geht um Traumwelten, wie die des ehemaligen Filmstars Norma Desmond aus Billy Wilders „Sunset Boulevard“ und George Sanders als manipulativer Journalist wirkt wie eine sympathische Version von Waldo Lydecker aus Otto Premingers „Laura“. Mit bravourösen Leistungen aller Haupt- und den wichtigsten Nebendarstellern, einem exzellenten Drehbuch, das gespickt ist mit scharfzüngigen, gestochen scharfen Dialogen gehört „All About Eve“ zu den wichtigsten Filmen über Stars oder all jene, die denken, sie wären eben solche. Eine Demonstration menschlichen Strebens und menschlichen Scheiterns.
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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenHollywoods Antwort auf den Elitarismus der Theater- und Bühnenwelt -
Erstaunlich akribisch und scharfzüngig in seiner Satire und doch locker-leicht in seiner Inszenierung präsentiert sich Joseph L. Mankiewicz´ Intrigantenstadl um die Jahrhunderikone Bette Davis.
Davis ist es, die den Cast dominiert, und den Spagat zwischen herrischer Diva und verletzlicher Frau zu jeder Zeit glaubhaft erscheinen lässt. Ihr Wettstreit mit der ebenso ambivalenten Anne Baxter (deren Wandlung vom scheuen Naivchen zur hinterlistigen Strippenzieherin Davis Performance aber in nahezu Nichts nachsteht) um die Gunst des Publikums auf und vor der Leinwand, entwickelt eine faszinierende Dynamik und kann - zusammen mit den bissigen Dialogen - auch den kleineren Leerlauf im Mittelteil problemlos überspielen.
Dass "All about Eve" dabei nachwievor Nichts von seiner Aktualität verloren hat, beweist entweder, wie weit Mankiewicz mit seinem 1950 erschienenen Film seiner Zeit voraus war, oder aber, dass die Schauspielzunft in all ihren Spleens und Geltungsdrängen schon immer sehr berechnbar gewesen war und ist.
Egal für welche Möglichkeit man sich nun entscheidet: "All about Eve" verfehlt auch sechzig Jahre nach Release seine Wirkung nicht, und weiß über nahezu die gesamte Spielzeit auf höchstem Niveau zu unterhalten.
Einziger Wermutstropfen: Mit Ablauf der Credits stellt sich eine leichte Melancholie ein, denn ein Charakterstück mit einem derartigen Ensemble (Marilyn Monroe in einer ihrer frühen Nebenrollen!) wird man wohl so schnell nicht wieder erleben dürfen.
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Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen[...] Mit sagenhaften 14 Oscarnominierungen und letztendlich 6 gewonnenen Trophäen unter zahlreichen anderen Preisen gilt "Alles über Eva" als eine der erfolgreichsten Hollywood-Produktionen aller Zeiten. Und gewiss, "Alles über Eva" ist ein zeitloses Filmjuwel. Eine faszinierende Tragikkomödie über das US-amerikanische Showbusiness, über den mit Skrupellosigkeiten und Unmenschlicheit gesäumten Weg vom Nobody zum Star. Der Film blickt hinter die scheinbar perfekte Glitzerfassade des in Wahrheit unbarmherzigen Theatergeschäfts. Und entlarvt es mithilfe eines komplexen Netzes aus Lügen, Intrigen und Erpressung. [...]
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Die grandios spielende Bette Davis, die amüsante Minirolle von Marilyn Monroe, die charmant-klugen Dialoge und interessant gezeichneten Charaktere sowie die geschickte Erzählweise machen diesen Film besonders. Eve, diese eine Figur, hält der großen Diva Margo Channing scheinbar unbewusst einen quälenden Spiegel vor und bringt ihr ganzes neues Umfeld komplett durcheinander, obwohl sie selbst die Unschuld in Person ist, bis man bemerkt wie auch sie sich verändert. Dabei bleiben die interessanten Entwicklungen der Charaktere durch die detaillierte Inszenierung nachvollziehbar. [...]
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Kommentare (19) — Film: Alles über Eva
Kommentar schreibenannaa 2012/01/04 12:56:09
Kommentar löschenMein Lieblingsklassiker, weil ich den mit meinem Opa gesehen habe, bevor er starb.
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ash-williams 2011/11/01 19:24:15
Kommentar löschenAlles über Eva ist klassisches Hollywoodkino mit ganz großen Darstellern und tollen Dialogen. Die Geschichte über die Welt des Theaters und ihre egozentrischen Schauspieler ist interessant und spannend inszeniert. Der Film erstrahlt in schönen schwarz/weiß Bildern und wird trotz der langen Spielzeit nie langweilig. Insgesamt hätte der Film einen pessimistischeren Grundtenor vertragen können und auch das Ende hat mich nicht vollkommen überzeugt, so war es zwar folgerichtig, aber irgendwie nicht besonders einfallsreich. Insgesamt jedoch ein wichtiger Film, der für jeden Freund von Klassikern Pflicht ist.
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bootsmann13 2011/09/02 15:59:06
Kommentar löschenNur so viel: "She's got Betty Da-havis Eyes..."
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Le Samourai 2011/08/26 14:15:53
Kommentar löschenALL ABOUT EVE - für mich mit knappem Vorsprung der beste Film meiner inoffiziellen Trilogie über die Schattenseiten des Filmemachens (ALL ABOUT EVE, SUNSET BOULEVARD, 8 1/2), ein zeitloses, in seiner Aussage immer noch Gültigkeit besitzendes Meisterwerk und vielleicht DER Film mit den für mich intelligentesten und geschliffensten Dialogen aller Zeiten. Mankiewicz' Drehbuch ist göttlich; seine Inszenierung und die Art und Weise, wie er sein meisterhaftes Ensemble um Bette Davis, Anne Baxter, George Sanders, Marilyn Monroe und co durch sein Drama über Ehrgeiz, Rücksichtslosigkeit und Habsucht führt, einmalig. Selten überzeugen der komplette Cast und die damit verbundenen Rollen derart eindrucksvoll.
Die Preisvergabe der Oscarjury 1951 muss mit einigen Kopfschmerzen verbunden gewesen sein, wenn man bedenkt, dass ALL ABOUT EVE und SUNSET BOULEVARD im Rennen waren. Was für ein Jahr!
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Le Samourai 2011/08/26 18:28:36
Antwort löschenHab gerade mit Schrecken die Community-Wertung gesehen. Unfassbar, dass hier anscheinend tatsächlich zum Großteil vollkommen minderbemittelte Menschen angemeldet sind. Was sind wohl die Lieblingsfilme der Personen, die dieses unbestrittene filmische Meisterwerk mit 5.0 und schlechter bewerten?! Ich muss kotzen!
Joe Gillis 2011/08/28 02:17:16
Antwort löschenHier gibt es offenbar eine Reihe von Usern, die Schwarzweiß-Filmen per se eine »Haßfilm«-Wertung verpassen. Nun ja, Idioten sind auch Menschen.
Le Samourai 2011/08/28 02:44:10
Antwort löschenDa ist was dran :)
Smoover 2011/08/28 18:33:04
Antwort löschenDas war uns doch schon bei Rashomon aufgefallen :D
Le Samourai 2011/08/28 19:23:07
Antwort löschenStimmt! Traurig aber irgendwie wahr. Also das mit den Negativwertungen bei S/W-Filmen...
Smoover 2011/08/28 19:54:04
Antwort löschenJa ist schon traurig aber ehrlich gesagt habe ich mir nie was aus der Durchschnittbewertung gemacht, sondern eher auf die Kritiken ausgewählter User und Kritiker. Sogar die Juryliste funktioniert bisher ganz Gut, da landen auch gerne mal Filme, welche nur 5.0 Durchschnitt habe. Ansonsten benutze ich MP eher für andere Zwecke, wie z.b. für meine Vormerkliste oder um sich mit anderen Leuten über Filme auszutauschen.
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Le Samourai 2011/08/28 20:30:33
Antwort löschenJa klar, was soll man sich schon "draus machen". Wir wissen ja, dass wir nen guten Geschmack haben :) So ne Durchschnittswertung lässt halt tief blicken, was für Leute hier so größtenteils angemeldet sind und demnach auch wie der generelle Massenfilmgeschmack in Deutschland aussieht...
Smoover 2011/08/28 20:47:16
Antwort löschenSo schauts aus.... ist ja mit der Musik und ähnlichen Sachen ja genauso...
BigDi 2011/05/03 23:39:22
Kommentar löschenVon der mit missmutigen Blicken gesegneten Preisverleihung über die von vornherein klare, aber nichtsdestotrotz spannende Vorgeschichte bis hin zu einer Dankesrede, welche der allseitigen Bigotterie mehr als würdig ist, und darüber hinaus in die verträumte Verbeugung vor unzähligen Spiegelbildern, welche uns wieder zum Anfang führt, ist "All About Eve" die schonungslose Reise über das Möbiusband von Kommen und Gehen, oder besser: Hinaufschleichen und Hinabstürzen. Von Schauspielern, welche ihr Talent erst außerhalb der Bühne komplett entfalten, von (vermeintlich) allmächtigen Kritikern und bei all den Intrigen hilflosen Regisseuren, von der Herrlichkeit des Fame und dem tosenden Liebesbekenntnis der klatschenden Hände, für die man alle und alles verraten würde, sich selbst inklusive. Der Weg, welcher zum begehrten und verpönten "Sunset Boulevard" führt, ist weder minder erleuchtet noch weniger hinterhältig - und das superbe Ende brennt sich ebenso ins Gedächtnis ein wie Wilders Zelluloidwahnabrechnung, wenngleich "All About Eve" im seinem Wahnsinn doch einen Ticken subtiler ist. Ganz großes Schauspiel- sowie Dialogkino mit einer evergreen-Aussage, die zum Schluss trotz aller optischen Schlichtheit mit die schönsten Symbolbilder erhält.
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Kubrick_obscura 2011/04/25 21:57:52
Kommentar löschenNoch nie war Kamera aufstellen und laufen lassen so gut wie bei "All about Eve". Mankiewicz ist kein Filmregisseur á la Hitchcock, aber wer so ein gutes Drehbuch in den Händen hält und ein Ensemble der Superlative darauf los lässt, der muss mit viel Disziplin und Kunstfertigkeit die Zügel in der Hand behalten, damit aus einem Zusammenwurf an guten Sprüchen auch etwas wahrhaftig Großes entstehen kann.
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ElMagico 2011/03/04 09:17:17
Kommentar löschenWenn ein Film, in dem es nicht um Mord oder irgendein anderes Verbrechen geht, ab den ersten Minuten vermag einen völlig in seinen Bann zu ziehen, dann macht er etwas verdammt richtig! Ein dialoglastiger, aber dichter Blick auf das Verhalten Menschen untereinander. Keiner ist wirklich Gut, keiner ist wirklich Böse. Bemerkenswert ist, dass wirklich der gesamte Cast überzeugen kann, Bette Davis ist jedoch, auch mit ihrem Mut zu Hässlichkeit, Outstanding! Alles andere als hässlich ist Marilyn Monroe, nie mehr danach hat man sie so natürlich schön auf der Leinwand gesehen...Wie für diesen Film eine Community-Wertung von 4.8 zustande kommen kann, ist wohl eines der grossen Rätsel unserer Zeit....
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Frollein B 2011/03/07 09:34:45
Antwort löschenIch korrigiere freundlicher Weise. Du meintest Bette Davis, nicht Bette Middler. Die hatte da nichts u suchen. :)
ElMagico 2011/03/08 21:28:22
Antwort löschenLol...oh ja XD
Rosemary'sBaby 2011/02/03 17:55:32
Kommentar löschenEndlich habe ich diesen Klassiker mal nachgeholt... und auch Sunset Blvd. Dieser gefiel mir aber noch ein Stück besser. Genial
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cannibal83 2010/07/25 10:50:02
Kommentar löschenEve Harrington legt nicht nur die anderen Charaktere in "All About Eve" herein, auch der Zuschauer geht ihr zuerst gehörig auf den Leim. Aber es war auch zu glaubhaft wie das schüchterne und bieder-anmutende Lämmchen in der Garderobe des Bühnen-Stars Mago Channing die Promi's anhimmelte und ihre dramatische Story vorbrachte. Sie schien nichts anderes zu haben als das Theater, was sie so harmlos und mitleidserregend erschienen liess, doch in Wahrheit ist die vollkommene Konzentration auf das Theater Harrington's größte Waffe.
Als Channing das Küken unter ihre Fittiche nimmt, schwenkt die Stimmung recht schnell um, Eve kopiert einfach alles vom Bühnenstar: Gestik, Männergeschmack, Kleidung... am Ende denkt sie gar so wie Mago. Spätestens hier beginnt der Plot sehr spannend zu werden. Denn obgleich Zweifel an Eve's Verhalten gerechtfertigt sind, so weiss man doch nicht welche Art Spiel sie hier spielt.
Es ist besonders die Studie zweier verschiedener Persönlichkeiten die "All About Eve" so großartig macht. Mago Channing mag ihre Starallüren und schlechten Eigenschaften haben die sie oberflächlich unsympathisch erscheinen lassen, doch im Herzen ist sie ein guter Mensch der schlichtweg weiss worauf es im Leben ankommt. Auf der anderen Seite ist da Eve Harrington die munter ein Netzwerk aus Lügen und Intrigen spinnt, ohne dabei auf die Leute die ihr einst geholfen haben Rücksicht zu nehmen. An der Oberfläche behält sie zwar ihr bescheidenes - und nettes Auftreten, welches ihr in Kombination mit ihrem unermüdlichen Ehrgeiz, die Bewunderung des Publikums und Auszeichnungen einbringt. Doch in Wirklichkeit haben sich alle "wichtigen" Personen von ihr abgewandt. So ist es kein Wunder das die einzig halbwegs ehrlich gemeinten Glückwunschbekundungen beim Gewinn des Sarah-Siddons-Award von Anonymen kommen, eben von Leuten die Eve gar nicht wirklich kennen.
Für Eve bleibt am Ende nicht mehr als die Flucht nach Hollywood. Für den Zuschauer jedoch ein Film der zurecht seinen festen Platz in der Filmhistorie hat. Sehr dialoglastig mag mancher sagen, doch wen kümmert das wenn hier jedes Wort das den Protagonisten über die Lippen kommt perfekt anmutet? Und wer kann sich schon dieser wunderbaren Bette Davis entziehen, die es gekonnt schafft schwierig und doch liebenswert zu wirken? Besonders weil sie so großartig ist soll es auch ein Zitat, der von ihr gespielten Mago Channing sein, das den Abschluss dieses Kommentar's bildet, es ist Mago's Gratulation an Eve nach deren Rede und Entgegennahme des Pokals:
"Nice speech, Eve. But I wouldn't worry too much about your heart. You can always put that award where your heart ought to be."
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willy50 2009/11/01 06:09:22
Kommentar löschenBitte anschnallen: Der ultimative Film über das seltsame Verhalten von Schauspielern wenn´s um die Karriere geht. Sollte in Schauspielschulen gezeigt werden !
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Heavy_Metal 2009/10/18 01:00:51
Kommentar löschenAbendelang steht die kleine vor der Hintertür des Theaters. Der Mantel sieht aus als hätte man ihn einmal kräftig gewrungen, um schöne unregelmäßige Falten zu erzielen. Oben an der Schulter sind gut sichtbar Schmutzflecken angebracht, und dann trägt die auf auffälligste Unscheinbarkeit getrimmte Eve auch noch einen derart albernen Hut, von dem man annehmen könnte, er gehöre einem obdachlosen Trunkenbold, der sich immerhin noch ein Abonnement im Waschsalon leisten kann. Das ganze wird garniert mit einer herzzerreßenden Geschichte von der armen Soldatenwitwe. Et voilà! Die höhre Gesellschaft des New Yorker Theaters schmilzt dahin wie Butter. Sogar die Königin, die abgebrühte und scharfzüngige, aber eben so großherzige Margo Channings, die Diva, und das Vorbild der jungen Eve, durchschaut ihr Spiel nicht. Wir hingegen wissen schon Bscheid, denn wir bekommen die kreisrund erzählte Geschichte vom Aufstieg und Fall im Showbusiness in Rückblenden dargeboten, die sich im Prinzip ewig fortsetzen könnten.
Für den Augenblick schauen wir auf die garantiert giftige Eve Harrington, die dabei ist ihr Netz zu spinnen. Seidenweich umgarnt sie die Theaterclique mit ihren demütigen Zeichen, ihrer devoten List. Sie, die so transparent und federleicht wirkt, ist dadurch unangreifbar, und steht der Margo, auf deren Thron sie aus ist, kontrapunktisch entgegen. Die Margo ist aus ganz anderem Holz geschnitzt. Wenn Margo auftritt, blicken alle auf. Sie, die diese Blicke so sehr braucht, verleiht ihnen erst Gewicht. Sie dominiert die Bühne, kommandiert die Figuren allein durch ihre körperliche Präsenz. Sie zerlegt ein ganzes Bühnenbild mit einem Wimpernschlag, während Eve zwischen die Figuren schleicht, geneigten Hauptes, mit der Tarnkappe bewaffnet, am Einzelfall ihre milde Macht spielen lässt. Eve isoliert die Figuren, bevor sie ans Werk geht. Die Fäden werden unsichtbar im Hintergrund gezogen, und die Puppen merken nicht, dass sie längst in den Seilen hängen.
Vorteil Eve. Und erschwerend hinzu kommt, dass die große Margo ein anderes Problem hat. Kurz vor ihrem vierzigsten Geburtstag stehend, im Verhlaten sichtlich vom Leben auf der Bühne gezeichnet, ist für sie die Welt selbst zu einer Bühne geworden. Die privaten Gefühle sind zu Gesten verflacht. Selbstzweifel haben sich eingeschlichen, begünstigt durch das Auftauchen Eves, die mit ihrer Jugend alle zu bezirzen scheint. Vielleicht auch durch ihren jüngeren Freund, für den sie sich nun zu alt fühlt. Aber gegen die Zeit gibt es kein Heilmittel. Der Weg der Sterne ist vorgezeichnet. Margo kann das erkennen. Sie schafft die Trennung von Leben und Schauspiel. Ihr großes Herz hilft ihr dabei ins Leben zurück zu kehren. Und Eve? Die eiskalte Lady lässt vermuten, dass sie gar keine Persönlichkeit hat. Sie ist eine Vernetzung von Funktionen ausgreichtet auf Erfolg. Das ist ihr Profil. Aber sie wird noch ihrem Meister gegenüber treten. Denn auch wenn du denkst, du hast sie im Griff, gibt es stets jemanden, der an deiner Strippe zieht.
Und an der obersten Strippe der Unterhaltungsindustrie zieht Hollywood. Das ist aber Film und verpönt in der so edlen und ausgewählten New Yorker Theatergesellschaft. Nach Hollywood geht man, um höchstens einen Film zu machen, um dort gewesen zu sein, und um als Rückkehrer noch stolzer darauf sein zu können es hinter sich gelassen zu haben. Hollywood, dafür schämt man sich im Grunde, kommt aber nicht ganz drumherum, weils eben doch lockt, das Versprechen von mehr Geld, Erfolg und Ruhm. Und diese Doppelmoral zeigt Mankiewicz auf. Mit einem fetten Studio im Rücken macht er sich ein wenig lustig über diese kleinen gekränkten Theaterschnösel. Und ein wenig gemein ist es schon, aber so schön arrangiert, wenn man das Theater durch die wuchtige Performance von Bette Davis repräsentiert sieht, Marilyn Monroe in einem kleinen Seitenhieb fürs Fernsehen abgecancelt wird, und Anne Baxter, die schwerelose Eve, auf dem Treppchen nach Hollywood landet. Und das wiederum bedeutet, dass im Theatrer ein Platz frei wird, auf den das nächste Mädchen mit Tarnkappe schon lauert.
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Sigmund 2011/06/21 18:57:56
Antwort löschenWow!
Kris 2009/08/21 12:36:54
Kommentar löschenWas man nicht alles tut, wenn man hoch hinaus will... Dass der Film bis heute so gut funktioniert, liegt an den messerscharfen Dialogen und den großartigen Darstellern.
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notsch 2009/05/08 22:52:52
Kommentar löschenSchwarz-Weiß-Filme sind nicht jedermanns Sache...wenn man allerdings ein Faible für sie hat ist "All about Eve" ein wirkliches Muß...großartige Schauspieler in einem Film über Intrigen und die Zyklen des Showbusiness.
Der Film besticht in erster Linie durch seine Darsteller. Es ist unglaublich wie authentisch Bette Davis ihre Rolle als biestige, alternde und zynische Diva spielt...beinahe jede Szene in der Sie auftaucht reißt sie an sich und das mit einer unglaublichen Präsenz, habe selten so etwas Beeindruckendes gesehen. Ihre vielen Spitzen versüßen dabei den Filmgenuss zusätzlich noch ungemein.
Ihre Kollegen stehen ihr aber kaum in Etwas nach (immerhin insgesamt 5 Oscarnominierungen), jeder kann ohne Probleme eine Szene alleine tragen, sogar Miss Caswell, die junge Marilyn Monroe könnte dies.
Absolut empfehlenswert.
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maslobojew 2009/04/30 23:48:54
Kommentar löschenVirtuos in den Dialogen und mit einer unheimlichen Spannung, als klar wird, dass Eva doch nicht so ganz koscher ist.
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Darbon 2009/03/27 01:52:40
Kommentar löschenAll about Eve or Margo? All about Phoebe?!
Vom Gesicht Bette Davis', das der Luftaufnahme eines Gebirgsmassivs mit zwei riesigen Seen zu entstammen scheint, werde ich mich nie abwenden können. Ihre Leistung als Margo Channing entspricht der Definition für schauspielerische Größe. Anne Baxter muss als Eve theatralisch verlogen spielen und hat nur eine sehr kurze Szene, in der ihre Eve wahrhaftig sein darf: Sie erpresst die Freunde Margos nach deren unbedarftem Kollegensscherz als Handlanger einer von ihr initiierten Intrige. Doch dann wird Phoebe (Barbara Bates) jene allgegenwärtige Eve vom trügerischen Thron des Starseins stoßen.
Ein spannender und twistreicher Film, der Frauen (Bette Davis, Celeste Holm, Thelma Ritter) feiert und sie liebt; und leider nicht das Ende der zerstörerischen und bedauernswerten Karriere Marilyn Monroes war.
Neben unzähligen anderen anbetungswürdigen Phrasen ist eine Bette Davis' Margo zugeigenet: "In diesem Beruf ist jeder schuldig, bis er seine Unschuld bewiesen hat. Das ist der Unterschied zwischen Theater und Zivilisation."
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willy50 2009/11/03 10:24:36
Antwort löschendann leg doch noch ein Pünktchen drauf !
Bennilein 2009/03/22 23:49:09
Kommentar löschenNun gehe ich jeden Abend in Ihr Stück. Arme, kleine Kirchenmaus, die ich bin. Heruntergekommen und pleite, ohne jedes Talent. Ja ja, klein und arm bin ich - Karriere? Kein Interesse. Sie wollen mich einladen? Ich soll für Sie arbeiten? Gern - aber ein Star will ich nicht werden. Berühmt sein schon gar nicht. Ich habe nur eine Liebe, Sie. Und das Theater. Und das Traumbild. Und Tony. Ach, wie heisst gleich der wichtigste Theaterpreis? Heute?
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Beganda 2008/06/25 22:55:34
Kommentar löschenDialoglastig, aber da die Qualität der Dialoge sehr hoch und die großartige Hauptdarstellerin Bette Davis voller Energie ist, läßt sich das durchstehen. Die Geschichte der Machtkämpfe hinter der Bühne wird geschlossen und zugleich mit viel Sinn für Detailstränge erzählt. Zwar erscheinen die Männer im Vergleich zu ihren weiblichen Gegenparts recht blaß, doch das ist auch Teil der Handlung: Die großen Diven und die, die es gerne werden möchten, stehen im Mittelpunkt.
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Nevenka 2008/04/13 22:50:07
Kommentar löschenDieser Film macht sich über die eigene Homebase lustig, über das Hauen und Stechen backstage, wobei das Theater für Hollywood steht. Bette Davis in Höchstform, dazu eine hinreißende Celeste Holm und ein verstaubt-konservatives Männerbild ("What I go after, I wanna go after. I don't want it to come after me.") machen diesen Streifen höchst amüsant.
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denise 2007/10/14 13:01:28
Kommentar löschenUmwerfend gute Story und hervorragende Schauspieler, die allein mit ihrem Spiel die gesamte Story tragen. Es geht also auch ohne den heutzutage so häufigen Schnickschnack.
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