Alles über Eva

All About Eve (1950), US Laufzeit 138 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 29.11.1952

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8.3
Kritiker
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5.3
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24 Kommentare
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von Joseph L. Mankiewicz, mit Bette Davis und Anne Baxter

Erfolg ist ihr einziges Ziel – für den großen Auftritt ist sie bereit, buchstäblich über Leichen zu gehen. Produzenten, Autoren, Schauspieler-Kollegen und sogar die Menschen, die sie lieben, sind nur hinderlicher Ballast auf dem Weg nach ganz vorn. Alle halten sie für das, wofür sie sich gerade ausgibt – nur einer nicht. Er allein erkennt die Machenschaften dieser gefährlichen Frau. Nur er allein weiß alles über Eva.


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Alles über Eva

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.0Herausragend

Die Grenzen zwischen Theater und Wirklichkeit sind längst verschwommen, sie existieren nicht mehr. „Nichts bleibt im Theater“ und die Schauspieler sehen sich gefangen in ihrer Determination, in ihrer Scheinwelt, an der sie zum Teil selber Schuld sind. Es geht um Traumwelten, wie die des ehemaligen Filmstars Norma Desmond aus Billy Wilders „Sunset Boulevard“ und George Sanders als manipulativer Journalist wirkt wie eine sympathische Version von Waldo Lydecker aus Otto Premingers „Laura“. Mit bravourösen Leistungen aller Haupt- und den wichtigsten Nebendarstellern, einem exzellenten Drehbuch, das gespickt ist mit scharfzüngigen, gestochen scharfen Dialogen gehört „All About Eve“ zu den wichtigsten Filmen über Stars oder all jene, die denken, sie wären eben solche. Eine Demonstration menschlichen Strebens und menschlichen Scheiterns.

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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.5Ausgezeichnet

Hollywoods Antwort auf den Elitarismus der Theater- und Bühnenwelt -

Erstaunlich akribisch und scharfzüngig in seiner Satire und doch locker-leicht in seiner Inszenierung präsentiert sich Joseph L. Mankiewicz´ Intrigantenstadl um die Jahrhunderikone Bette Davis.
Davis ist es, die den Cast dominiert, und den Spagat zwischen herrischer Diva und verletzlicher Frau zu jeder Zeit glaubhaft erscheinen lässt. Ihr Wettstreit mit der ebenso ambivalenten Anne Baxter (deren Wandlung vom scheuen Naivchen zur hinterlistigen Strippenzieherin Davis Performance aber in nahezu Nichts nachsteht) um die Gunst des Publikums auf und vor der Leinwand, entwickelt eine faszinierende Dynamik und kann - zusammen mit den bissigen Dialogen - auch den kleineren Leerlauf im Mittelteil problemlos überspielen.

Dass "All about Eve" dabei nachwievor Nichts von seiner Aktualität verloren hat, beweist entweder, wie weit Mankiewicz mit seinem 1950 erschienenen Film seiner Zeit voraus war, oder aber, dass die Schauspielzunft in all ihren Spleens und Geltungsdrängen schon immer sehr berechnbar gewesen war und ist.
Egal für welche Möglichkeit man sich nun entscheidet: "All about Eve" verfehlt auch sechzig Jahre nach Release seine Wirkung nicht, und weiß über nahezu die gesamte Spielzeit auf höchstem Niveau zu unterhalten.

Einziger Wermutstropfen: Mit Ablauf der Credits stellt sich eine leichte Melancholie ein, denn ein Charakterstück mit einem derartigen Ensemble (Marilyn Monroe in einer ihrer frühen Nebenrollen!) wird man wohl so schnell nicht wieder erleben dürfen.

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Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.5Ausgezeichnet

[...] Mit sagenhaften 14 Oscarnominierungen und letztendlich 6 gewonnenen Trophäen unter zahlreichen anderen Preisen gilt "Alles über Eva" als eine der erfolgreichsten Hollywood-Produktionen aller Zeiten. Und gewiss, "Alles über Eva" ist ein zeitloses Filmjuwel. Eine faszinierende Tragikkomödie über das US-amerikanische Showbusiness, über den mit Skrupellosigkeiten und Unmenschlicheit gesäumten Weg vom Nobody zum Star. Der Film blickt hinter die scheinbar perfekte Glitzerfassade des in Wahrheit unbarmherzigen Theatergeschäfts. Und entlarvt es mithilfe eines komplexen Netzes aus Lügen, Intrigen und Erpressung. [...]

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Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Die grandios spielende Bette Davis, die amüsante Minirolle von Marilyn Monroe, die charmant-klugen Dialoge und interessant gezeichneten Charaktere sowie die geschickte Erzählweise machen diesen Film besonders. Eve, diese eine Figur, hält der großen Diva Margo Channing scheinbar unbewusst einen quälenden Spiegel vor und bringt ihr ganzes neues Umfeld komplett durcheinander, obwohl sie selbst die Unschuld in Person ist, bis man bemerkt wie auch sie sich verändert. Dabei bleiben die interessanten Entwicklungen der Charaktere durch die detaillierte Inszenierung nachvollziehbar. [...]

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Kommentare (20) — Film: Alles über Eva


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Pyro 91

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Bewertung9.0Herausragend

Eine faszinierende, zeitlose Sezierung von Stars und Sternchen auf der Bühne und im Privaten. Es geht um deren Aufstieg und Fall, den erfüllenden Beifall und die gefürchtete Ablehnung der Menge, die schwierige Gesellschaft, in der sie sich befinden und die daraus resultierende Isolation von der Welt abseits des Theaters.
Sehr schlagfertige Dialoge, die wie aus der Pistole geschossen kommen und ein einmaliges Darstellerensemble - allen voran Bette Davis - machen Mankiewicz´ Klassiker zum einem offenbarenden, feinsinnigen Vergnügen.

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emotionfreak

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Bewertung9.0Herausragend

Genial. Ich bin mal so frech und behaupte, dass wir es hier mit einem Meisterwerk zu tun haben. Allerdings- was jedoch bei vielen Meisterwerken der Fall ist- ein Film, bei dem ich es auf jeden Fall verstehen kann, dass er nicht jedermans Sache ist. Sehr interessante und ausgefeilte Dialoge, bei denen es einige Male um Oberflächlichkeit und die negativen Seiten des Filme-,b.z.w Theatermachens geht. Die Schauspieler b.z.w vor allem Schauspielerinnen zeige eine mehr als erstklassische Leistung. Wir sehen hier die perfecten Darstellungen eines liebevollen, mütterlichen Typs, einer Filmdiva, bei der man zunächst nicht so genau weiß, was man von ihr halten soll, die sich später stellenweise selbst parodiert und schließlich und endlich ein schüchternes, ehrliches Landei. ACHTUNG SPOILER
Diese, wie sich später herausstellt, spielt nicht nur dem Zuschauer, sondern auch den
anderen Filmfiguren etwas vor. Einen Moment lang dacht ich, sie hätte eine Wandlung durchgemacht, und sah eine Schwäche im Drehbuch, da diese Wandlung nicht gut und authentisch rübergebracht wurde, dann wurde mir aber klar, dass das die eigentliche Eve ist, die sich zunächst nur verstellte. Man könnte KÖNNTE sagen, es ist eine Schwäche des Films, dass die Hauptfigur unsympathisch ist, man so keine emotionale Bindung zu ihr aufbauen und dementsprechend nicht mitfiebern kann, doch sollte man dies dem Werk auf keinen Fall vorwerfen, denn das war nicht sinn und Zweck, darum geht es in dem Film halt nicht. Ein anderer und einer der interessantesten Charakter ist der der von Bette Davis ebenfalls exellent dargestellten Filmdiva. Zunächst ist sie es, die man für unsympathisch hält, aber bei ihr ist es die Unsympathy die durch Oberflächlichkeit hervorgerufen wird(quasi das Gegenstück zur Protagonistin). Aber sie hat die Oberflächlichkeit der Film und Theaterwelt längst erkannt, sie weiß dass ihre Fans auch nur oberflächlich sind, aber im Gegensatz zu Eve hat sie auch wenige, aber echte Freunde, die sie auch mit ihren negativen Seiten wirklich lieben. Das Beste an ihr aber ist, dass sie sich stellenweise selber parodiert.
Ein genialer Film mit genialen Dialogen und Schauspielern. Ein Film, den man nicht zwischen Suppe und Eintopf gucken sollte, sondern bei man genau aufpassen sollte.

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VisitorQ

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist nicht immer einfach Filmfan zu sein. Hat man gewisse Werke nicht gesehen, lachen einen andere Filmfans aus, beschimpft wird man außerdem und oftmals auch noch mit Dreck beworfen. Vor allem letzteres wäre momentan ärgerlich da mein Persil Flüssigwaschmittel gerade ausgegangen ist. Also schnell all about eve gucken um zumindest was den Film betrifft mitreden zu können. Gut ist der übrigens, sehr sogar.

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VisitorQ

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wat. Habe ich gar nicht gesehen. 5,X ist schon recht übel. :D


KonTaicho

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Wer bewirft dich mit Dreck?! Nenn mir die Übeltäter und ich werde sie dem moviepilotschen Scharfrichter vorführen lassen! :)


annaa

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein Lieblingsklassiker, weil ich den mit meinem Opa gesehen habe, bevor er starb.

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ash-williams

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Bewertung7.0Sehenswert

Alles über Eva ist klassisches Hollywoodkino mit ganz großen Darstellern und tollen Dialogen. Die Geschichte über die Welt des Theaters und ihre egozentrischen Schauspieler ist interessant und spannend inszeniert. Der Film erstrahlt in schönen schwarz/weiß Bildern und wird trotz der langen Spielzeit nie langweilig. Insgesamt hätte der Film einen pessimistischeren Grundtenor vertragen können und auch das Ende hat mich nicht vollkommen überzeugt, so war es zwar folgerichtig, aber irgendwie nicht besonders einfallsreich. Insgesamt jedoch ein wichtiger Film, der für jeden Freund von Klassikern Pflicht ist.

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bootsmann13

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nur so viel: "She's got Betty Da-havis Eyes..."

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Le Samourai

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Bewertung10.0Herausragend

ALL ABOUT EVE - für mich mit knappem Vorsprung der beste Film meiner inoffiziellen Trilogie über die Schattenseiten des Filmemachens (ALL ABOUT EVE, SUNSET BOULEVARD, 8 1/2), ein zeitloses, in seiner Aussage immer noch Gültigkeit besitzendes Meisterwerk und vielleicht DER Film mit den für mich intelligentesten und geschliffensten Dialogen aller Zeiten. Mankiewicz' Drehbuch ist göttlich; seine Inszenierung und die Art und Weise, wie er sein meisterhaftes Ensemble um Bette Davis, Anne Baxter, George Sanders, Marilyn Monroe und co durch sein Drama über Ehrgeiz, Rücksichtslosigkeit und Habsucht führt, einmalig. Selten überzeugen der komplette Cast und die damit verbundenen Rollen derart eindrucksvoll.
Die Preisvergabe der Oscarjury 1951 muss mit einigen Kopfschmerzen verbunden gewesen sein, wenn man bedenkt, dass ALL ABOUT EVE und SUNSET BOULEVARD im Rennen waren. Was für ein Jahr!

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jollyroger

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Stimme dir bzgl. den unglaublich gut geschriebenen Dialogen zu, aber bin ich der einzige der das Ende plump und unnötig fand?


Le Samourai

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Ich fands perfekt. :)


BigDi

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Bewertung9.0Herausragend

Von der mit missmutigen Blicken gesegneten Preisverleihung über die von vornherein klare, aber nichtsdestotrotz spannende Vorgeschichte bis hin zu einer Dankesrede, welche der allseitigen Bigotterie mehr als würdig ist, und darüber hinaus in die verträumte Verbeugung vor unzähligen Spiegelbildern, welche uns wieder zum Anfang führt, ist "All About Eve" die schonungslose Reise über das Möbiusband von Kommen und Gehen, oder besser: Hinaufschleichen und Hinabstürzen. Von Schauspielern, welche ihr Talent erst außerhalb der Bühne komplett entfalten, von (vermeintlich) allmächtigen Kritikern und bei all den Intrigen hilflosen Regisseuren, von der Herrlichkeit des Fame und dem tosenden Liebesbekenntnis der klatschenden Hände, für die man alle und alles verraten würde, sich selbst inklusive. Der Weg, welcher zum begehrten und verpönten "Sunset Boulevard" führt, ist weder minder erleuchtet noch weniger hinterhältig - und das superbe Ende brennt sich ebenso ins Gedächtnis ein wie Wilders Zelluloidwahnabrechnung, wenngleich "All About Eve" im seinem Wahnsinn doch einen Ticken subtiler ist. Ganz großes Schauspiel- sowie Dialogkino mit einer evergreen-Aussage, die zum Schluss trotz aller optischen Schlichtheit mit die schönsten Symbolbilder erhält.

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ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wenn ein Film, in dem es nicht um Mord oder irgendein anderes Verbrechen geht, ab den ersten Minuten vermag einen völlig in seinen Bann zu ziehen, dann macht er etwas verdammt richtig! Ein dialoglastiger, aber dichter Blick auf das Verhalten Menschen untereinander. Keiner ist wirklich Gut, keiner ist wirklich Böse. Bemerkenswert ist, dass wirklich der gesamte Cast überzeugen kann, Bette Davis ist jedoch, auch mit ihrem Mut zu Hässlichkeit, Outstanding! Alles andere als hässlich ist Marilyn Monroe, nie mehr danach hat man sie so natürlich schön auf der Leinwand gesehen...Wie für diesen Film eine Community-Wertung von 4.8 zustande kommen kann, ist wohl eines der grossen Rätsel unserer Zeit....

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Frollein B

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Ich korrigiere freundlicher Weise. Du meintest Bette Davis, nicht Bette Middler. Die hatte da nichts u suchen. :)


ElMagico

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Lol...oh ja XD


Rosemary'sBaby

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich habe ich diesen oscargekrönten Klassiker mal nachgeholt (ich bin ja ein Muffel was alte schwarz-weiss Filme angeht)... und auch Sunset Blvd. "Alles über Eva" gefiel mir aber noch ein Stück besser. Hervorragend gespielt (besonders Bette Davis), mit einigen Seitenhieben auf die Traumfabrik und einer unerwarteten Wendung.

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cannibal83

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eve Harrington legt nicht nur die anderen Charaktere in "All About Eve" herein, auch der Zuschauer geht ihr zuerst gehörig auf den Leim. Aber es war auch zu glaubhaft wie das schüchterne und bieder-anmutende Lämmchen in der Garderobe des Bühnen-Stars Mago Channing die Promi's anhimmelte und ihre dramatische Story vorbrachte. Sie schien nichts anderes zu haben als das Theater, was sie so harmlos und mitleidserregend erschienen liess, doch in Wahrheit ist die vollkommene Konzentration auf das Theater Harrington's größte Waffe.

Als Channing das Küken unter ihre Fittiche nimmt, schwenkt die Stimmung recht schnell um, Eve kopiert einfach alles vom Bühnenstar: Gestik, Männergeschmack, Kleidung... am Ende denkt sie gar so wie Mago. Spätestens hier beginnt der Plot sehr spannend zu werden. Denn obgleich Zweifel an Eve's Verhalten gerechtfertigt sind, so weiss man doch nicht welche Art Spiel sie hier spielt.

Es ist besonders die Studie zweier verschiedener Persönlichkeiten die "All About Eve" so großartig macht. Mago Channing mag ihre Starallüren und schlechten Eigenschaften haben die sie oberflächlich unsympathisch erscheinen lassen, doch im Herzen ist sie ein guter Mensch der schlichtweg weiss worauf es im Leben ankommt. Auf der anderen Seite ist da Eve Harrington die munter ein Netzwerk aus Lügen und Intrigen spinnt, ohne dabei auf die Leute die ihr einst geholfen haben Rücksicht zu nehmen. An der Oberfläche behält sie zwar ihr bescheidenes - und nettes Auftreten, welches ihr in Kombination mit ihrem unermüdlichen Ehrgeiz, die Bewunderung des Publikums und Auszeichnungen einbringt. Doch in Wirklichkeit haben sich alle "wichtigen" Personen von ihr abgewandt. So ist es kein Wunder das die einzig halbwegs ehrlich gemeinten Glückwunschbekundungen beim Gewinn des Sarah-Siddons-Award von Anonymen kommen, eben von Leuten die Eve gar nicht wirklich kennen.

Für Eve bleibt am Ende nicht mehr als die Flucht nach Hollywood. Für den Zuschauer jedoch ein Film der zurecht seinen festen Platz in der Filmhistorie hat. Sehr dialoglastig mag mancher sagen, doch wen kümmert das wenn hier jedes Wort das den Protagonisten über die Lippen kommt perfekt anmutet? Und wer kann sich schon dieser wunderbaren Bette Davis entziehen, die es gekonnt schafft schwierig und doch liebenswert zu wirken? Besonders weil sie so großartig ist soll es auch ein Zitat, der von ihr gespielten Mago Channing sein, das den Abschluss dieses Kommentar's bildet, es ist Mago's Gratulation an Eve nach deren Rede und Entgegennahme des Pokals:

"Nice speech, Eve. But I wouldn't worry too much about your heart. You can always put that award where your heart ought to be."

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Heavy_Metal

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Abendelang steht die kleine vor der Hintertür des Theaters. Der Mantel sieht aus als hätte man ihn einmal kräftig gewrungen, um schöne unregelmäßige Falten zu erzielen. Oben an der Schulter sind gut sichtbar Schmutzflecken angebracht, und dann trägt die auf auffälligste Unscheinbarkeit getrimmte Eve auch noch einen derart albernen Hut, von dem man annehmen könnte, er gehöre einem obdachlosen Trunkenbold, der sich immerhin noch ein Abonnement im Waschsalon leisten kann. Das ganze wird garniert mit einer herzzerreßenden Geschichte von der armen Soldatenwitwe. Et voilà! Die höhre Gesellschaft des New Yorker Theaters schmilzt dahin wie Butter. Sogar die Königin, die abgebrühte und scharfzüngige, aber eben so großherzige Margo Channings, die Diva, und das Vorbild der jungen Eve, durchschaut ihr Spiel nicht. Wir hingegen wissen schon Bscheid, denn wir bekommen die kreisrund erzählte Geschichte vom Aufstieg und Fall im Showbusiness in Rückblenden dargeboten, die sich im Prinzip ewig fortsetzen könnten.

Für den Augenblick schauen wir auf die garantiert giftige Eve Harrington, die dabei ist ihr Netz zu spinnen. Seidenweich umgarnt sie die Theaterclique mit ihren demütigen Zeichen, ihrer devoten List. Sie, die so transparent und federleicht wirkt, ist dadurch unangreifbar, und steht der Margo, auf deren Thron sie aus ist, kontrapunktisch entgegen. Die Margo ist aus ganz anderem Holz geschnitzt. Wenn Margo auftritt, blicken alle auf. Sie, die diese Blicke so sehr braucht, verleiht ihnen erst Gewicht. Sie dominiert die Bühne, kommandiert die Figuren allein durch ihre körperliche Präsenz. Sie zerlegt ein ganzes Bühnenbild mit einem Wimpernschlag, während Eve zwischen die Figuren schleicht, geneigten Hauptes, mit der Tarnkappe bewaffnet, am Einzelfall ihre milde Macht spielen lässt. Eve isoliert die Figuren, bevor sie ans Werk geht. Die Fäden werden unsichtbar im Hintergrund gezogen, und die Puppen merken nicht, dass sie längst in den Seilen hängen.

Vorteil Eve. Und erschwerend hinzu kommt, dass die große Margo ein anderes Problem hat. Kurz vor ihrem vierzigsten Geburtstag stehend, im Verhlaten sichtlich vom Leben auf der Bühne gezeichnet, ist für sie die Welt selbst zu einer Bühne geworden. Die privaten Gefühle sind zu Gesten verflacht. Selbstzweifel haben sich eingeschlichen, begünstigt durch das Auftauchen Eves, die mit ihrer Jugend alle zu bezirzen scheint. Vielleicht auch durch ihren jüngeren Freund, für den sie sich nun zu alt fühlt. Aber gegen die Zeit gibt es kein Heilmittel. Der Weg der Sterne ist vorgezeichnet. Margo kann das erkennen. Sie schafft die Trennung von Leben und Schauspiel. Ihr großes Herz hilft ihr dabei ins Leben zurück zu kehren. Und Eve? Die eiskalte Lady lässt vermuten, dass sie gar keine Persönlichkeit hat. Sie ist eine Vernetzung von Funktionen ausgreichtet auf Erfolg. Das ist ihr Profil. Aber sie wird noch ihrem Meister gegenüber treten. Denn auch wenn du denkst, du hast sie im Griff, gibt es stets jemanden, der an deiner Strippe zieht.

Und an der obersten Strippe der Unterhaltungsindustrie zieht Hollywood. Das ist aber Film und verpönt in der so edlen und ausgewählten New Yorker Theatergesellschaft. Nach Hollywood geht man, um höchstens einen Film zu machen, um dort gewesen zu sein, und um als Rückkehrer noch stolzer darauf sein zu können es hinter sich gelassen zu haben. Hollywood, dafür schämt man sich im Grunde, kommt aber nicht ganz drumherum, weils eben doch lockt, das Versprechen von mehr Geld, Erfolg und Ruhm. Und diese Doppelmoral zeigt Mankiewicz auf. Mit einem fetten Studio im Rücken macht er sich ein wenig lustig über diese kleinen gekränkten Theaterschnösel. Und ein wenig gemein ist es schon, aber so schön arrangiert, wenn man das Theater durch die wuchtige Performance von Bette Davis repräsentiert sieht, Marilyn Monroe in einem kleinen Seitenhieb fürs Fernsehen abgecancelt wird, und Anne Baxter, die schwerelose Eve, auf dem Treppchen nach Hollywood landet. Und das wiederum bedeutet, dass im Theatrer ein Platz frei wird, auf den das nächste Mädchen mit Tarnkappe schon lauert.

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Sigmund

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Wow!


Kris

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was man nicht alles tut, wenn man hoch hinaus will... Dass der Film bis heute so gut funktioniert, liegt an den messerscharfen Dialogen und den großartigen Darstellern.

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notsch

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schwarz-Weiß-Filme sind nicht jedermanns Sache...wenn man allerdings ein Faible für sie hat ist "All about Eve" ein wirkliches Muß...großartige Schauspieler in einem Film über Intrigen und die Zyklen des Showbusiness.

Der Film besticht in erster Linie durch seine Darsteller. Es ist unglaublich wie authentisch Bette Davis ihre Rolle als biestige, alternde und zynische Diva spielt...beinahe jede Szene in der Sie auftaucht reißt sie an sich und das mit einer unglaublichen Präsenz, habe selten so etwas Beeindruckendes gesehen. Ihre vielen Spitzen versüßen dabei den Filmgenuss zusätzlich noch ungemein.
Ihre Kollegen stehen ihr aber kaum in Etwas nach (immerhin insgesamt 5 Oscarnominierungen), jeder kann ohne Probleme eine Szene alleine tragen, sogar Miss Caswell, die junge Marilyn Monroe könnte dies.

Absolut empfehlenswert.

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maslobojew

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Virtuos in den Dialogen und mit einer unheimlichen Spannung, als klar wird, dass Eva doch nicht so ganz koscher ist.

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Darbon

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Bewertung9.0Herausragend

All about Eve or Margo? All about Phoebe?!
Vom Gesicht Bette Davis', das der Luftaufnahme eines Gebirgsmassivs mit zwei riesigen Seen zu entstammen scheint, werde ich mich nie abwenden können. Ihre Leistung als Margo Channing entspricht der Definition für schauspielerische Größe. Anne Baxter muss als Eve theatralisch verlogen spielen und hat nur eine sehr kurze Szene, in der ihre Eve wahrhaftig sein darf: Sie erpresst die Freunde Margos nach deren unbedarftem Kollegensscherz als Handlanger einer von ihr initiierten Intrige. Doch dann wird Phoebe (Barbara Bates) jene allgegenwärtige Eve vom trügerischen Thron des Starseins stoßen.

Ein spannender und twistreicher Film, der Frauen (Bette Davis, Celeste Holm, Thelma Ritter) feiert und sie liebt; und leider nicht das Ende der zerstörerischen und bedauernswerten Karriere Marilyn Monroes war.

Neben unzähligen anderen anbetungswürdigen Phrasen ist eine Bette Davis' Margo zugeigenet: "In diesem Beruf ist jeder schuldig, bis er seine Unschuld bewiesen hat. Das ist der Unterschied zwischen Theater und Zivilisation."

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Bennilein

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Bewertung9.0Herausragend

Nun gehe ich jeden Abend in Ihr Stück. Arme, kleine Kirchenmaus, die ich bin. Heruntergekommen und pleite, ohne jedes Talent. Ja ja, klein und arm bin ich - Karriere? Kein Interesse. Sie wollen mich einladen? Ich soll für Sie arbeiten? Gern - aber ein Star will ich nicht werden. Berühmt sein schon gar nicht. Ich habe nur eine Liebe, Sie. Und das Theater. Und das Traumbild. Und Tony. Ach, wie heisst gleich der wichtigste Theaterpreis? Heute?

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Beganda

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dialoglastig, aber da die Qualität der Dialoge sehr hoch und die großartige Hauptdarstellerin Bette Davis voller Energie ist, läßt sich das durchstehen. Die Geschichte der Machtkämpfe hinter der Bühne wird geschlossen und zugleich mit viel Sinn für Detailstränge erzählt. Zwar erscheinen die Männer im Vergleich zu ihren weiblichen Gegenparts recht blaß, doch das ist auch Teil der Handlung: Die großen Diven und die, die es gerne werden möchten, stehen im Mittelpunkt.

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Nevenka

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film macht sich über die eigene Homebase lustig, über das Hauen und Stechen backstage, wobei das Theater für Hollywood steht. Bette Davis in Höchstform, dazu eine hinreißende Celeste Holm und ein verstaubt-konservatives Männerbild ("What I go after, I wanna go after. I don't want it to come after me.") machen diesen Streifen höchst amüsant.

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denise

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Umwerfend gute Story und hervorragende Schauspieler, die allein mit ihrem Spiel die gesamte Story tragen. Es geht also auch ohne den heutzutage so häufigen Schnickschnack.

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