Als das Morden begann

Sometimes in April (2005), RW/FR/US
Laufzeit 130 Minuten, Historienfilm, Drama

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- Kritiker
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2 Kommentare
Als das Morden begann - Bild 46766
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von Raoul Peck, mit Idris Elba und Carole Karemera

Im April 1994 wird Ruanda von einem Völkermord heimgesucht. Hartgesottene Hutu bringen alle Tutsi um, deren sie habhaft werden können. Der Soldat Augustin Muganza und sein Kamerad Xavier, entziehen sich der militärischen Führung, um ihre Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen. Doch Augustin wird von seiner Frau Jeanne und seinen beiden Söhnen, die er in die Obhut seines Bruders Honoré gegeben hat, getrennt. Für Augustin beginnt ein verzweifelter Kampf ums Überleben. Nur knapp entrinnt er im eigenen Haus der Säuberungsaktion der aufgebrachten Hutu. Wird er seine Frau, seine Söhne und seine Tochter, die in einem nahe gelegenen katholischen Internat untergebracht war, noch einmal wieder sehen? Zehn Jahre später sehnt sich Augustin nach Frieden und Ruhe. Er hofft darauf, ein neues Leben mit Martine beginnen zu können, die früher seine Tochter im Internat unterrichtet hat. Augustin besucht das Tribunal der Vereinten Nationen in Arusha, wo sein Bruder Honoré für seine aufwieglerische Rolle, die er und andere Journalisten während des Völkermords gespielt haben, zur Rechenschaft gezogen werden soll. Schließlich ringt sich Augustin zu einem Treffen mit Honoré durch und erfährt, was mit seiner Familie geschehen ist. Erst als er die ganze schreckliche Wahrheit kennt, kann er der Zukunft wieder in die Augen sehen.

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Kommentare (2) — Film: Als das Morden begann

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Pellaeon

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der traurigsten und eindringlichsten Filme, die ich je gesehen habe.
Wahrscheinlich der beste Antikriegs(Genozid)film zusammen mit "die letzten Glühwürmchen". Er drückt nicht so stark auf die Tränendrüse, aber die Bilder und Zahlen sprechen für sich. Der Film ist ruhig und hat eine (unnötige) Rahmenhandlung, von der aus in Flashbacks die eigentliche Geschichte des Terrors erzählt wird. Ich kann ihn nur empfehlen!

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Himbeerlola

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Bewertung10.0Herausragend

Anders als das weitaus bekanntere "Hotel Ruanda" schildert das für HBO produzierte "Sometimes in April" den Verlauf des Genozids in Ruanda nicht durch reale Einzelschicksale, sondern rückt das grauenhafte Gesamtbild in den Mittelpunkt. Der Zuschauer folgt einer Reihe von zwar fiktiven, aber dennoch völlig realistischen Charakteren von einem Schauplatz des blanken Horrors zum nächsten. Zuschauer ist hier der falsche Begriff, denn zuschauen möchte man ab einem gewissen Punkt nicht mehr. Man zwingt sich vielmehr Zeuge von unaussprechlichen Ereignissen zu sein, die die Weltöffentlichkeit damals nicht sehen wollte und ist dankbar, dass die Kamera nur selten bis zum Letzten draufhält. Regisseur Raoul Peck bleibt stets objektiv und lässt im Film die Frage nach den Guten und den Bösen aufkommen, um sie dann unbeantwortet zu lassen, weil es keine Antwort gibt. Nur eines ist sicher: Die Hände, die den Hass Anfang des 20. Jahrhunderts aussäten, waren weiss.

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