Am Ende des Weges

Get Low (2009), US
Laufzeit 99 Minuten, FSK 6, Drama

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8.3 Kritiker
5 Bewertungen
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von Aaron Schneider, mit Bill Murray und Lucas Black

Felix Bush (Robert Duvall) ist der klassische Einsieder, knurrig, nicht besonders gesprächig und mit einem langen Bart versehen. Er lebt allein in einer Hütte in den Wäldern von Tennessee und das schon mehr als 40 Jahre. Um 1938 kommt er auf die Idee, sein eigenes Begräbnis zu planen, damit ihn seine Mitmenschen ganz in Ruhe lassen und er endlich diese für ihn trotzlose Welt verlassen.

Gesagt, getan: Er wendet sich an den Bestatter Frank Quinn (Bill Murray), der ihm dieses gemeinsam mit seinem Assistenten Buddy (Lucas Black) organisieren soll. Aber die Beerdigung soll keine traurige Angelegenheit werden, sondern der Mann plant ein makaberes Spiel. Das Begräbnis wird ein Ereignis, zu der alle eingeladen werden, damit Bush endlich ein lange gehütetes Geheimnis offenbaren kann.

Hintergründe und Ifos zu Am Ende des Weges
Regie bei der schwarzen Komödie Am Ende des Weges führt Aaron Schneider, der damit seinen ersten Spielfilm inszenierte. Das Drehbuch von Chris Provenzano und C. Gaby Mitchell basiert auf tatsächlichen Ereignissen: Es gab wirklich einen solchen Einsiedler in Tennessee.

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Am Ende des Weges

Lou Lumenick: New York Post Lou Lumenick: New York Post

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8.5Ausgezeichnet

Robert Duvall, dieser große alte Mann des amerikanischen Kinos, hat seine reizvollste Rolle der letzten Jahre – eine, an die man sich sicherlich erinnern wird, wenn die Zeit der Preisverleihungen kommt – als mürrischer Einsiedler aus Tennessee mit einem dunklen Geheimnis in Aarons Schneiders wunderbar gemachtem Get Low.
[…] Duvall, Spacek und Murray nehmen eine Geschichte, die reiner Schmalz hätte sein können und spinnen sie zu reinem Gold.

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John Anderson: Wall Street Journal John Anderson: Wall Street Journal

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9.0Herausragend

Felix möchte einfach nur bei seinem eigenen Abschied dabei sein, vielleicht eine Band haben, und die Gründe weshalb, sind auch die Gründe, weshalb Get Low unbedingt sehenswert ist. Das, und die Schauspieler.

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Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

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7.0Sehenswert

Get Low gleitet für eine ganze Weile auf seiner Südstaaten-Atmosphäre und dem hinterhältigen Humor, kann aber schließlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier, so wie es Hinterwäldler-Legenden wollen, ein wirklich dramatischer Abschluss fehlt. […] Das Ergebnis ist somit unterhaltsam, bis zu einem Punkt.

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Rex Reed: The New York Observer

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9.0Herausragend

Bei dem ganzen Strudel an Dreck, der heutzutage als Filmemachen durchgeht, ist es beruhigend, gelegentlich auf eine Perle zu stoßen, die von von echten Talenten gemacht ist, die immer noch wissen, wie man eine klassische Geschichte stimmig und mit Charme erzählt. [...] Einfach, aufrichtig und bewegend ohne Sentimentalität, ist Get Low ein echter Schatz.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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8.0Ausgezeichnet

Obwohl sich die Geschichte manchmal in undeutlichen und abgedroschenen Gefühlswelten bewegt, ist der Protagonist lebhaft, enigmatisch und unvorhersehbar. […] Aber auch wenn Get Low letzten Endes nicht so recht glaubhaft ist, Robert Duvalls Vorstellung ist genau das Gegenteil.

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Kommentare (11) — Film: Am Ende des Weges

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Andy Dufresne

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Mein letzter Kommentar...
Bin grad informiert worden das ich ab Morgen keinen Zugriff mehr auf mein Profil bekomme, bzw. dieses gelöscht wird.
Meine ständige Fäkalsprache würde nicht zu MP passen.
Es war eine schöne Zeit mit euch allen, irgendwann geht halt jeder Weg mal zu Ende...

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lieber_tee

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Das ist eine verfickt-arschlochmäßige, Huren-Sohn-gemeine, verkackte, Piss-scheiße hier!


Andy Dufresne

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genau! :D


Prestigeww

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Bewertung5.5Geht so

Der Film vergisst leider auf halber Strecke sein ursprüngliches Thema und mündet in einem Finale, dass mit der Prämisse des Filmes nichts mehr zu tun hat. Dadurch gerät gerade der Schluss zu etwas, für das es (leider nur im Englischen) das Wort 'underwhelming' gibt.

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naufrago

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Bewertung5.0Geht so

Ich war enttäuscht!
Der Anfang ist nett und gut gemacht. Gegen Mitte wird es flach, einfallslos und wenig unterhaltsam. Schade. Ich hatte mehr erhofft.

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fienum

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Bewertung5.0Geht so

Ein bisschen zuuu ruhig. Darüber konnte leider auch das Top-Ensemble nicht hinweghelfen.

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Puebleau

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Get Low" ist so ruhend, humorvoll und weise wie der Mann, über den er eine Geschichte erzählt. Der von Duvall so authentisch verkörperte Waldschrat füllt die leeren Wälder Tennessees mit seiner mystischen Melancholie und kann so lange faszinieren, bis der Plot im uninspirierten Finale seinen Abschied feiert. In dieser Hinsicht enttäuscht wird man jedoch nur, weil die Erwartungen mit jeder Minute wachsen. Dieser Film ist nicht nur sehens-, sondern dank seiner charismatischen Bottleneck-Gitarren auch ausserordentlich hörenswert.

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filmschauer

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Bewertung6.0Ganz gut

Wer zur Novemberzeit ein passendes Feel-Bad-Movie für sich sucht, ist bei Aaron Schneiders Debütfilm nicht an der schlechtesten Adresse angelangt. "Am Ende des Weges" bietet dabei zahlreiche stille Szenen; eine für Hollywoodverhältnisse schon sehr bemerkenswerte Gangart. Felix Bush - die tragische Hauptfigur mit anscheinend realem Hintergrund, um die sich der Film dreht - wird durch Robert Duvall sehr authentisch porträtiert, der auf seine alten Tage nochmal beweist, dass er noch Hauptrollen stemmen kann. Dieser Charakter ist ziemlich schwer zu durchschauen, die Ambivalenz aus Verbitterung, Angst und Gerechtigkeitsgefühl lassen nur relativ wenige Momente der Anteilnahme zu. Auf der anderen Seite bekommen wir die beiden Bestatterkollegen zu Gesicht, wobei Lucas Black mehr zeigen kann als der ungleich prominentere Bill Murray. Aber auch ihre Schicksale erfüllen am Ende nur Nebenschauplätze, wenn am Ende die gewollt festliche Bestattung von statten geht. Diese letzten Minuten sind eindeutig die emotionalsten des ganzen Films und belohnen auf gewisse Weise das Verharren in der ersten Hälfte, die man leider nicht von Längen freisprechen kann. "Am Ende des Weges" bleibt daher als etwas schwieriger Film in Erinnerung, der vielleicht etwas zu sehr von seiner gewollten Melancholie und Tristesse durchsetzt ist, die schwer zu deutenden "Taten" dieses Herrn Bush in ihrer ganzen Konsequenz aber dennoch nachdenklich stimmen.

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sitzdisko

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Bewertung7.0Sehenswert

ich, habe mir "get low" anders vorgestellt, fand ihn aber trotzdem rundum gut. ich habe mich nur über bill murray gewundert wie alt er geworden ist, naja bleibt nicht aus...

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SpiceWeasel

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Für mich ein Filmjuwel, diese ruhige Art von Film mit seinem gekonnt unaufdringlichen Humor hat mich schlichtweg begeistert und ist viel zu selten!
Murray und Duvall spiele sich gegenseitig die Bälle zu das es eine Freude ist! Das Drehbuch ist nicht perfekt aber trübt den Gesamteindruck nicht sonderlich.

"BEWARE OF THE MULE!"

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Eigentlich eine Perle von Film über die ganz großen Themen Liebe, Vergebung und Tod mit ganz großen Schauspielern. Robert Duvall gelingt mit seiner knorrigen Performance als mauliger Waldschrat eine erstaunliche Gratwanderung zwischen Komödie und Drama und durchleuchtet die Leinwand mit luziden Momenten. Auch ist es erfrischend, die Spacek mal wieder zu sehen, wenn auch in einer Minirolle. Leider verliert die Perle ihren Glanz im Schluss, weswegen der Film dann doch mit lästigem Beigeschmack zurück bleibt.

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JeanLucBizarre

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vorgemerkt

Gibts den Film wirklich? Er hat nen großartigen Cast, die Story klingt cool und ist seit einem Jahr draußen - nur irgendwie scheint den keiner gesehen zu haben. Amazon führt auch keine DVD. Mysteriös.
Jetzt will ich ihn um so mehr sehen.

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denise

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Bewertung7.5Sehenswert

Großartiger Film, wenn ich auch die obige Inhaltsangabe etwas merkwürdig finde. Der Film ist zu keinem Zeitpunkt eine schwarze Komödie. Bereits bei den ersten Bildern merkt man, dass etwas Furchtbares geschehen ist. Etwas, das sowohl die Figuren des Films in den Sog dieser Handlung zieht als auch den Zuschauer bis zur letzten Minute fesselt.

Allen vor an ist hier Robert Duvall zu erwähnen. Seine Darbietung ist großartig, intensiv und sicherlich eines der Highlights seiner Karriere. Spielte er in Open Range bereits den alternden, knorrigen Cowboy, ist er hier ein getriebener Einsiedler, dessen selbstauferlegte Strafe ihn jedoch keineswegs abstumpfen ließ. Im Umgang mit anderen Menschen weiß er auch nach über 40 Jahren noch sehr gut, was er von den Leuten zu erwarten hat und wie sie ticken. Einige der gewitzteren Szenen basieren auf seiner durchtrieben, charmanten Art.

Bill Murray ist mir hier seit langem endlich mal wieder positiv aufgefallen. Er spielt den trostlosen, galgenhumorigen und vor allem desillusionierten Typen zwar nicht zum ersten Mal, aber irgendwie ist er im Zusammenspiel mit Robert Duvall gehaltvoller als normal. Wirklich gut.

Ansonsten ist die Musik eine tolle Untermalung des Films, die einem erst lange nach Verlassen des Kinos loslässt.

Einziger Trostpunkt: Ob man am Ende eines solchen Films das Geheimnis auflösen soll oder nicht ist eine beliebte Streitfrage. Und wenn man es dem Zuschauer sagt, wie? Ich hätte eine andere Vorgehensweise bevorzugt, aber nichtsdestotrotz ist es immer noch ein unheimlich gelungener Film, in dem mich Robert Duvall ziemlich häufig an Clint Eastwood in Gran Torino erinnert hat...

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