Angel - Ein Leben wie im Traum

The Real Life of Angel Deverell (2007), BE/FR/GB Laufzeit 119 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 09.08.2007

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von François Ozon, mit Romola Garai und Charlotte Rampling

In “Angel” erzählt François Ozon (“8 Frauen”) die emotional ergreifende Geschichte der jungen und talentierten Schriftstellerin Angel Deverell im England des beginnenden 20. Jahrhunderts. Mit einer unbändigen Kreativität und Leidenschaft kämpft sich die junge Schriftstellerin aus ihren bescheidenen Verhältnissen frei. Angels Traum von Erfolg, Ruhm und Liebe scheint in Erfüllung zu gehen. Ein rasanter gesellschaftlicher Aufstieg folgt, der ihr schon bald ein Leben in Luxus ermöglicht. Als ihr der talentierte, wenn auch erfolglose Maler Esmé begegnet, glaubt Angel einen Seelenverwandten gefunden zu haben und verliebt sich Hals über Kopf in den Lebemann. Obwohl sich die junge Frau nie sicher ist, ob Esmé sie oder ihr Geld liebt, hält sie an dieser großen Liebe fest. Doch dann erfährt ihr Leben auf tragische Weise eine Wendung.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (2) — Film: Angel - Ein Leben wie im Traum

S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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7.0Sehenswert

Angel funktioniert auf zwei Ebenen: Man bewundert Ozons Fingerfertigkeit, mit der er diesen vollkommen stimmigen Kosmos der Künstlichkeit entwirft, und zugleich lässt man sich ganz aufrichtig von seiner Angel bezaubern. Was nicht zuletzt der vor Energie strotzenden Hauptdarstellerin Romola Garai zu verdanken ist. So kann man sich diesem Film eigentlich gar nicht verweigern. Er muss einen begeistern, egal, ob man jetzt beim Gucken lieber den Kopf oder das Herz einschalten möchte. Am besten wird's, wenn beides auf Empfang bleibt.

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Ines Kappert: taz, jungle world Ines Kappert: taz, jungle world

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5.0Geht so

Letztlich überwiegt die Liebe zur Staffage und zu Filmzitaten ein genaueres Ausleuchten vorgestanzter Mädchenträume. So sind die Anspielungen auf Douglas Sirk und weniger tolle Hollywoodproduktionen der 50er- und 60er-Jahre und die Hommage an Technicolor zwar ganz nett, aber in der Häufung redundant. Man wird den Verdacht nicht los, dass Ozon Lieblingsszenen und -filme auch zitiert, um sich selbst in die Filmgeschichte einzuschreiben.

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Kommentare (7) — Film: Angel - Ein Leben wie im Traum


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stalker

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Bewertung7.0Sehenswert

Lassen wir die Mädchen doch träumen und schauen wir genau hin, der Ozon, der ist schon ein Schmuckstück des europäischen Kinos und weiß aufs Prächtigste all das zu inszenieren, was nicht interessiert und seiner Bilder wegen dann doch, dieser Mädchentraum, dieser Prinzessinnentraum, diese Geschichte einer Liebe, die gar keine anderen Bilder zulässt als jene, mit denen uns Ozon beschenkt.

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Birdcage

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Bewertung3.0Schwach

Es ist einfach nicht zu fassen, dass so ein Regisseur wie Francois Ozon(8 Frauen) diesen kitschigen Schinken vollbringen konnte. Die Handlung ist klischeehaft und banal. Folglich sind nicht nur das Themen, sondern auch die Dialoge sehr übertrieben. Wie oft hat man solche Geschichten schon gehört, gelesen,angesehen? Zu oft. Eine erfolgreiche Frau verliebt sich und wird von diesem Mann in den seelischen und materiellen Ruin getrieben.
Gala spricht von ganz großem Kino, aber man kann auch vom ganz großen Gelabbere sprechen. Leider kann der Zuschauer mit der Protagonistin überhaupt nicht mitfühlen. Sie ist falsch, selbstverliebt und unglaubwürdig. Das liegt nicht nur an Angels Charakter, sondern auch an der schlechten schauspielerischen Leistung von Romola Garai, die ihre Arbeit normalerweise nicht so schlecht macht. Aufgrund dieser übertriebenen Art lässt der Film den Zuschauer kalt und teilnahmslos. Aber es liegt auch besonders an diesem unrealistischen Kitsch der Handlung.
Sam Neill und Charlotte Rampling sind hervorragende Schauspieler. Deshalb ist es sehr überraschend, dass sie in diesem überladenen Kitschstreifen mitspielen. Finden sie keine gescheiten Rollen mehr oder sind sie so begeistert von Ozons früheren Werken?
Auch Michael Fassbender hat sich hier keinen Gefallen getan. Er ist ein sehr talentierter Schauspieler und wird es vermutlich noch weit bringen, doch hat er in diesem Film seine Fähigkeiten deutlich verspielt.

Angel ist damit ein ziemlich langweiliges und übertriebenes Werk über den "Aufstieg und Fall einer talentierten Schriftstellerin".

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8martin

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Bewertung5.0Geht so

Es ist schon ein heftiger Kostümschinken. Dabei sollte es doch um den Aufstieg und Niedergang einer Trivialschriftstellerin (Romola Garai) gehen, die aus bescheidenen Verhältnissen kommt und sich in einen nicht anerkannten Maler quasi als Antipode verliebt, der sie später betrügt. Viele Themen werden angesprochen: die Weltkriegsproblematik: Held oder Pazifist. Macht der Wohlstand satt und träge? Kann man Glück kaufen oder es wenigstens festhalten? Ein außereheliches Kind taucht auf. Krankheit und Selbstmord lassen sich nicht verhindern, ebenso wenig wie Einsamkeit. Alles bleibt letztlich doch an der Oberfläche der monomentalen Ausstattung hängen und hinterlässt einen herben Geschmack. Man pilchert von Event zu Event. Immerhin war ja ganz schön was los in diesem tristen Leben in einem Dornröschen-Schloss, das ’Paradies’ heißt. Vielleicht leben ja Schriftsteller so abgehoben von der Realität, leiden am schuldlos selbstverschuldeten Unglück.

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Amalthea

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Bewertung3.0Schwach

Die Hauptfigur ist eine doofe Bratze.

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kitsch pur, aber vom Feinsten und zum Schmunzeln. Die Kussszene vor rosarotem Himmel und Regenbogen werde ich nicht so schnell vergessen können. Ozons Lust, diesen Kitschfilm als Hommage an die britische Liebesliteratur zu drehen, überträgt sich schnell auf den Zuschauer. Diese Angel ist so realitätsfremd, wie man selbst wohl beim Lesen der Brigitte ist. Ozon überrascht immer wieder.

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Flick

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eine Hommage an jene Literatur, die die Hauptprotagonistin "Angel" selbst verfasst hat. Ihre Bücher spiegeln sich in ihrem Leben wieder, nicht umgekehrt!!! Bewusst hat Ozon bei den Kutschfahrten und der Hochzeitsreise, Tricks aus den Filmen der 50er Jahre benutzt, nämlich ganz offensichtlich eine Leinwand aufgestellt, was die Künstlichkeit und Zerbrecklichkeit von Angels Welt noch unterstreicht...Leider wird hier nur oberflächlich auf Angels Kampfgeist und ihren wahren Charakter (nämlich der eines jungen Mädchens und liebesbedürftigen Kind) eingegangen. Ozon, der eine extrem gute Stimmung für das entsprechende Wetter in Filmen hat, welche die Szenen stimmungsvoll und eindringlich untermalen, hat hier eine Parodie, ein Kunstbild des alten schwülstigen französischen Liebesroman geschaffen! Und auch wenn Angel einfach nur wie eine verwöhnte Göre wirkt, schafft sie es einen mit ihren Träumen und ihrer Lebensfreude vollkommen mitzureissen...Cèst la vie!!!

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hwg

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kitsch as Kitsch can - wunderschön. Anders als die anderen Filme von Ozon, aber dennoch gut. Was Neuschwanstein bei den Schlössern ist dieser Film bei den Filmen.

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