Benny's Video
Benny's Video (1992), AT/CH Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Drama, Horrorfilm, Kinostart 10.06.1993
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15 Kommentare
Keine
von Michael Haneke, mit Arno Frisch und Angela Winkler
Benny (Arno Frisch) ist der pubertierende Sohn einer österreichischen Wohlstandsfamilie. Der Vater (Ulrich Mühe) scheint nur auf Außerlichkeiten bedacht, die Mutter (Angela Winkler) wirkt gar verschüchtert. Auf den ersten Blick herrscht eine trügerische Ruhe innerhalb dieser Familie, doch die schiere Ignoranz zwischen den Familienmitgliedern verheißt nichts Gutes. Als die Eltern für ein Wochenende verreisen, bleibt Benny alleine zurück. In der Videothek lernt er ein Mädchen (Ingrid Stassner) kennen, die er interessant findet, und läd sie zu sich nach Hause ein. Dort zeigt er ihr seine Videos, Kameras, das ganze Equipment. Auch ein Bolzenschussgerät, das er heimlich vom Bauernhof entwendet hat. Aus einem kindlichen Spiel wird eine Tragödie, als Benny abdrückt und das Mädchen lebensgefährlich verletzt. Doch anstatt Hilfe zu holen, drückt der Teenager gleich mehrfach ab.
Cast & Crew
- Genre
- Familiendrama, Psychodrama, Drama, Horrorfilm
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Tunesien, Österreich
- Handlung
- Alptraum, Art House-Film, Bauernhof, Beweis, Bolzenschussgerät, Bourgeoisie, Dysfunktionale Familie, Eigenbrötler, Eltern-Kinder-Beziehung, Entsetzen, Familie, Familienkonflikte, Geistige Krankheit, Geständnis, Jugendlicher, Kaltblütig, Knabenchor, Leiche, Mord an Kind, Mord an Mädchen, Mutter, Mädchen, Mörder, Plan, Psychopath, Reichtum, Schuld, Soziopath, Urlaub, Vater, Verhaftung, Verhör, Vernachlässigung, Versehentlicher Mord, Versteck, Vertuschung, Video, Videoaufnahmen, Videokamera, Videokassette, Videothek
- Stimmung
- Ernst, Hart, Verstörend
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Kritiken (4) — Film: Benny's Video
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen»Warum hast du das getan?«
Wo der ein oder andere Rezipient fälschlicherweise einen erhobenen Zeigefinger seitens Michael Haneke in »Benny's Video« erkennen möchte, der das heikle Medium Film gerne verteufeln würde und dem Zuschauer daraufhin durch seine puritanische Moral Vorschriften macht, dämonisiert Haneke eben nicht den Film als Ganzes, sondern platziert sein kritisches Hauptaugenmerk an einer ganz anderen Position. Haneke prangert mit Vorsicht die möglichen Auswirkungen der Kraft von permanenten Illusionen an, die natürlich immer im zeitgenössischen Kontext der seelenlosen Mentalität unserer Gesellschaft stehen und für bestimmte Personen, die in ihrer Realität das Gefühl von Annahme vermissen müssen, ein fortschreitendes Risiko werden könnten, denn der Reiz, den Affekt der Fiktion in das reale Dasein zu manövrieren wächst.
Die Realitätsflucht ist ein ganz anderer Bereich in Bezug auf Film und Wirkung, dem sich jeder Konsument freiwillig und ohne Bedenken unterziehen…
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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenDie pösen, pösen Filme.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
FlintPaper Fri, 27 Jul 2012 14:00:15 -0000
Antwort löschenDer hat mich als Kind trotzdem geschockt XD. Habe übrigens als Main-Aussage mitgenommen - die bösen, bösen Eltern. Sind ja weniger die (Spiel)filme an sich, sondern eigentlich nur das Amateurvideo von der Schweineschlachtung, was den Jungen so richtig mitzieht - und das hat er ja mit Papi zusammengemacht. Und Papi und Mami verhalten sich ja eh total dämlich. Aber ist halt typische Haneke.
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Hisayasu S Mon, 30 Jul 2012 12:07:37 -0000
Antwort löschenDa würde ich Dir ausnahmsweise sogar mal uneingeschränkt beipflichten.
Hisayasu S Mon, 30 Jul 2012 12:07:51 -0000
Antwort löschenAber nur ausnahmsweise! ;)
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenEin Haneke-Film durch und durch. Subtiler als Funny Games mit eindrücklichen Szenen. Meisterhaftes Autorenkino.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenHochambitionierter, moralinsaurer Film, der wie die anderen Werke des Regisseurs oft mit den Methoden arbeitet die er kritisiert. Letztlich dann doch vergessenswertes Autorenkino.
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Kommentare (11) — Film: Benny's Video
headmusic Sun, 07 Apr 2013 12:23:48 -0000
Kommentar löschenErschreckend, verstörend und eiskalt sind die Merkmale dieses auf das geringste filmische Maß reduzierte Werk. Haneke zeigt uns "das kleine fiese Etwas" was sicherlich in jedem von uns steckt.
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Alienator Thu, 21 Mar 2013 14:45:46 -0000
Kommentar löschenVon der Realität bereits eingeholt
Dieser Film ist der Vorläufer zu "Funny Games" und verstörend realitätsnah, da es mittlerweile, dank dem Internet, schon viele ähnliche Fälle gab.
So menschlich-brutal der Film anfängt, so bleibt er die ersten 40 Minuten auch das, was er ist: eine verstörende Studie über ein Kind, das in einer dunklen, ohne elterliche Nähe, medialen Welt heranwächst, jedwede Gefühlsregung verliert (sogar zu den Eltern), um letzlich zu verlieren. Der Geist unterliegt dem abnormalen Bild der Welt. Nachrichten, Filme, Gefühlstod sind der Anfang vom Ende einer jugendlichen Persönlichkeit, die keine Chance hat sich zu entwicklen.
Hanecke kritisiert schonungslos und kalt die Übermacht des Mediums TV auf das kindliche Gemüt, das verloren ist in dieser Welt ohne Liebe oder Verständnis von Seiten der Eltern.
Interressanter Film, der zum Schluss hin etwas träge wird, kurze Hänger hat, aber immer faszinierend realistisch ist.
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Ohne Wiederkehr Wed, 30 Jan 2013 18:33:12 -0000
Kommentar löschenDer Kommentar enthält Spoiler!
Wie chon mit "Funny Games" ist Michael Haneke hier ein Meisterwerk gelungen. Er erzeugt eine unglaublich dichte Atmosphäre und eine enorme Spannung allein durch die ausführliche Charakterisierung seines Protagonisten und der komplexen Eltern-Sohn Beziehung, auf die ich später noch eingehen werde.
Was ich ins besondere bei diesem Film jedoch beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, ist der Holzhammer-Vorwurf mitnichten verurteilt Haneke die "bösen" Filme und Nachrichten dafür, dass sie Jugendlichen zu gewalttätigen Monstern machen, die Verantwortung gibt Haneke hauptsächlich den Eltern. Oberflächlich betrachtet stammt Benny aus gutem Haus, die Eltern scheinen wohlhabend und gebildet, doch schnell wird klar, dass dieser Schein trügt. Zwischen Benny und seinen Eltern herrscht ein extrem unterkühltes Verhältnis, ohne Emotionen und Zuneigungen. Selbst am Esstisch wird sich angeschwiegen und wenn "Anna und Georg" doch mal zu ihrem Sohn sprechen, weisen sie ihn zurecht und fahren ihn an, sie sind die Herrscher und Benny ist der Beherrschte. Auch sein sonstiges Umfeld scheint klat und trostlos zu sein.
Die reale Welt gibt ihm also nichts mehr und so flüchtet er sich in eine andrer Scheinwelt, in die Welt der Filme. Von dieser Scheinwelt bekommt er all das, ws er in seinem richtigen Leben schmezlich vermisst und somit sind die Filme längst zu seiner Realität geworden und diese überträgt er in die andere Wirklichkeit, sein richtiges Leben. Und so kommt es, dass er ein Mädchen mit einem Bolzenschussgerät ermordet, so wie er es kurz zuvor in dem Video und wahrscheinlich schon hundertmal vorher (so oder so ähnlich) in einem Film gesehen hat. Haneke macht hier ganz deutlich, dass Filme eben nicht real und gleichwertig zu unserer Realität sind und was es für fatale Folgen hat, wenn man sich dennoch in der Scheinrealität verliert. Haneke hat sich exemplarisch den Film, oder besser den "Splatter/Horrorfilm" (vertreten durch Tromas "Atomic Hero", wenn mich nicht alles täuscht), weil die Aussage dadurch besonders gut rübergebracht werden kann, aber prinzipiell ist es egal, worin man sich flüchtet, ob es Zeichentrickfilme/-serien, Science Fiction oder Herr der Ringe ist, ist ganz egal, denn die Folgen sind immer gleich fatal.
Offensichtlich ist jedoch auch, dass Haneke nicht den Film die Schuld am Verhalten des Protagonisten gibt, sondern den Eltern, die durch ihre kalte, abweisende Art erst dafür gesorgt haben, dass Benny sich eine Ersatzwelt gesucht hat.
Außerdem bin ich der Meinung, dass Haneke mit diesem Film in die Seele eines jeden Filmfans schaut. Jeder seiht sich einen Film an um in eine andere Welt einzutauchen, sei es weil man tatsächlich seiner eigenen entfliehen will, oder weil das bloße Interesse lockt, ich schließe mich da natürlich nicht aus. Und ich denke zu wenigen ist bewusst, dass das die Realität im Film eben nicht die "richtige" ist (auch wenn es bei den meisten nicht so krasse Folgen hat, das liegt nämlich denke ich daran, weshalb man in die Filmwelt eintauchen will).
Hervorheben muss ich natürlich wieder die unglaublich geniale schauspielerische Leistung von Arno Frisch (Ulrich Mühe und Angela Winkler spielen selbstverständlich auch sehr gut). Ich glaube er entwickeelt sich so langsam zu einem meiner Lieblingsschauspieler, schade, dass er mittlerweile ein wenig abgetaucht ist.
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MartinNolan Wed, 17 Oct 2012 16:29:35 -0000
Kommentar löschenBenny (Arno Frisch) kommt aus einer wohlhabenden Familie und steckt mitten in der Pubertät. Oftmals ist Benny, wenn er nach Hause kommt, alleine. Seine Geschwister sind ausgezogen und die Eltern arbeiten. Bennys Liebe gilt dem Film respektive dem Video. Mit seiner eigenen Videokamera filmt er allerlei Dinge, so auch die Schlachtung eines Schweines durch ein Bolzenschussgerät, auf einem Bauernhof von Verwandten. Eines Tages lernt er vor seiner Stammvideothek ein Mädchen kennen und lädt es zu sich nach Hause ein. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, zeigt Benny ihr das Video des getöteten Schweines und präsentiert dem Mädchen daraufhin, das Bolzenschussgerät, welches er vom Gut der Verwandten, unbemerkt stehlen konnte. Benny richtet das Gerät gegen sich und fordert das Mädchen auf, abzudrücken, was sie jedoch nicht macht. Daher richtet er das Gerät auf sie, zögert einen kurzen Moment und drückt schließlich ab. Nach einem anfänglichen Schock, beginnt das Mädchen sich vor Schmerzen auf dem Boden zu krümmen. Bennys Video ist real geworden und mit einem Male scheint eine entsetzliche Tragödie, den bürgerlichen Frieden der Familie zu zerstören.
„Benny´s Video“ ist ein unverkennbarer Haneke. Starre Kamera, wenig Dialoge, überzeugende Schauspieler und eine problematische Thematik.
Ausgehend von einer grausamen Tötung eines Mädchens entwickelt sich „Benny´s Video“, zunehmend zu einem medien-, wie gesellschaftskritischen Film. Denn nicht die Medien allein verteufelt Haneke und macht sie verantwortlich für diesen schrecklichen Vorfall. Nein, vielmehr wird das Umfeld von Benny sprich die familiären Umstände in die Verantwortung gezogen. So emotionslos sich das Miteinander in der Familie von Benny zeigt, so kalt wirkt und ist er selbst. Er (Benny) ist die Spiegelung seiner Eltern. Alles ist bloß zum Schein, reine Illusion!
Daher ist Benny so sehr vom Film und von seiner Kamera fasziniert. Das Schwein auf seinem Video kann entweder leben oder sterben. Gewalt, Tod, Liebe, kurzum Emotionen fehlen im Leben von Benny, weshalb er auf das Video zurückgreift. Doch das Video kann ihm, auf lange Sicht, nicht die erwünschte Befriedigung geben. Schließlich schafft er seine eigene Illusion, will bestimmten Emotionen habhaft werden und ermordet zu diesem Zwecke, ein Mädchen mit einem Bolzenschussgerät. Die grausame Tat auf Video festgehalten, gelingt es Benny dennoch nicht, Mitleid, Trauer oder gar Reue zu fühlen und zu zeigen.
Ist Benny also das Produkt seiner Umwelt? Oder doch ein, durch die Medien geformter, Sadist?
Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke eröffnet durch die Handlung und zahlreiche geschickte Kameraeinstellungen, verschiedene Themenkomplexe, die damals wie heute, präsent sind. Doch inszeniert Haneke die Geschichte von „Benny´s Video“ sehr schleppend und widmet sich insbesondere der „Bolzenschussgerät-Szene“ und dessen, für den Zuschauer, grausamen Moment, welchen er versucht durch den gesamten weiteren Film zu ziehen. In jeder Szene soll das Grauen zu spüren, überall diese Schreckenstat anwesend sein.
Doch genau dies misslingt Michael Haneke, meiner Meinung nach, zu großen Teilen. Denn nach der besagten „Bolzenschussgerät-Szene“ entwickelt sich der Film mehr und mehr zu einem ermüdenden Pamphlet, dessen Wirkung so schnell verloren geht, wie der Schuss eines Bolzenschussgerätes.
„Benny´s Video“ ist ein eindringlicher, plakativer gesellschafts- und medienkritischer Film, dem es nicht über die gesamte Länge gelingt, den Zuschauer zu unterhalten, geschweige denn zu erschüttern, wohl aber, ohne jeden Zweifel, zum Nachdenken anregt, ja fast schon dazu zwingt.
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DerDude_ Fri, 27 Jul 2012 16:45:23 -0000
Kommentar löschenAchherjee, Filme sind schlimm und machen die armen Kinder zu Monstern. Gott sei dank hat Klein Michi das mit seinem Holzhammer erkannt und warnt uns vor diesem Teufels Medium. Jetzt können wir wieder schlafen.
Danke, Hanni, gut gemacht, nimm dir zu Belohnung nen Keks !
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silverFF Fri, 27 Jul 2012 18:27:11 -0000
Antwort löschenHaha großartig:) wie kommt man auf solche Filme?^^ Wurdest gezwungen?:/
Ripley1 Fri, 27 Jul 2012 21:56:10 -0000
Antwort löschenDer Holzhammer liegt wohl diesmal beim Betrachter.
Jenny von T Wed, 14 Sep 2011 20:40:00 -0000
Kommentar löschenGroßartiger Abgesang auf eine Gesellschaft, in der sich jeder selbst der nächste ist und Werte so gut wie gar nichts mehr zählen. Nein, der Zeigefinger wird hier nicht ausschließlich, sondern beispielhaft auf Bourgeoisie und Medien gerichtet, denn tatsächlich ist die emotionale Verrohung junger (und auch älterer) Menschen ein gesamtgesellschaftliches Problem und auch die Unterhaltungsindustrie (die gegenüber menschlicher Nähe NATÜRLICH den Kürzeren zieht) ist eigentlich bloß Randthematik. Meisterhaft - langsam, kalt und eindringlich - werden hier Unzulänglichkeiten auf sowohl emotionaler als auch kommunikativer Ebene zwischen den Zeilen aber eben doch absolut glasklar projiziert. Großes Tennis.
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SpiceWeasel Thu, 15 Sep 2011 14:17:47 -0000
Antwort löschenMit einem der besten Dialoge in einem Deutschsprachigen Film!
Gielchen Tue, 19 Apr 2011 20:59:01 -0000
Kommentar löschenSchockierender Film über das Familienbild, dass ich heutzutage in meinem Beruf nur zu gut und immer wieder erschrocken zur Kenntnis nehmen muss: Eltern fangen (wenn überhaupt) an sich für ihre Kinder zu interessieren oder zu kümmern, wenn das "Kind" schon in den Brunnen gefallen ist..
Wer emotional nicht besonders dicke Nerven hat, schnell wütend wird und eine Ablehnung gegen sehr dicht u. real gespielte Filme hat, sollte sich diesen Film nicht antun.. Besonders die Szenerie des zu Tode kommens des Mädchens, lässt einem einen fetten Kloß im Halse entstehen !!
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veseria Mon, 19 Apr 2010 16:02:48 -0000
Kommentar löschenMachen Medien uns zu Amokläufern oder gewalttätig? Wer diesen Film sieht, könnte meinen Ja. Doch eigentlich zeigt der Film, dass es nicht die Medien direkt sind, sondern wie man damit umgeht und in welchem sozialem Umfeld, man lebt.
Man merkt Benny ziemlich schnell an, dass er im Grunde genommen gefühlslos ist. Aber man erkennt auch, dass seine Eltern genauso sind oder es versuchen, gefühlslos zu erscheinen.
Selbst die Thematik passt zu der direkten und doch wieder unausgesprochenen, minimalistischer Regieart Hanekes.
Wie ungalublich unterschwellig er seine Intention an den Zuschauer vermittelt, ist beänsgtigend.
Nie spricht er etwas direkt an und doch merkt man immer was er will.
Die Schnittanzahl des Films kann man schon fast mitzählen, so wenig sind sie gehalten.
Da komme ich aber auch gleich zum großen Minuspunkt des Films. Er ist mit Abstand das minimalistichste Werk, was ich je gesehen habe. Das ist generell nicht schlimm, doch der Inhalt des Films lässt sich einfach nicht in einen 100 (!) Minutenfilm packen. Da langweilt man sich schon ein wenig.
Insbesondere der Urlaubspart ist zu langatmig.
Das Ende dagegen, ist dann mal richtig böse.
Ganz guter Haneke, der aber einfach zu lang und zu minimalitstisch ist.
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Big_Mama Sun, 05 Oct 2008 12:04:32 -0000
Kommentar löschenImmens laaaaangweilig. Gar nicht mein Ding...
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maslobojew Fri, 06 Jun 2008 16:54:18 -0000
Kommentar löschenEinige Bilder dieses Films, werde ich wohl nicht mehr loswerden.
Der Verrat - ist es einer? - des Jungen an seinen Eltern, ist eine sehr interessante Wendung am Ende des Films.
Bennys Video ist besser zu verdauen als Funny Games, er ist wohl der geeigenete Film, um sich an Haneke ranzutasten. Auch die anderen frühen Filme, 7. Kontinent und Fragemente des Zufalls, sind sehr sehenswert.
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annaberlin Mon, 21 Apr 2008 09:37:45 -0000
Kommentar löschenSchockierender Film von Haneke. Absolut sehenswert!
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annaberlin Mon, 12 Oct 2009 13:56:15 -0000
Antwort löschenöh. ich änder das mal.