Black Snake Moan
Black Snake Moan (2006), US Laufzeit 115 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 05.07.2007
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47 Kommentare
Keine
von Craig Brewer, mit Samuel L. Jackson und Christina Ricci
Einst war Lazarus ein erfolgreicher Blues-Musiker. Jetzt ist er verbittert, pleite und steht vor den Trümmern seiner Ehe. Da tritt Rae in sein Leben. Halbnackt und fast zu Tode geprügelt findet er sie am Straßenrand. Der gottesfürchtige, ältere schwarze Mann nimmt das stadtbekannte Nymphchen auf, pflegt sie, will sie heilen. Von ihren Ängsten, ihren – vor allem auch seelischen – Verletzungen. Seine Methoden sind rau, ja unmenschlich. Doch niemand anderes kann die beiden geschundenen Seelen retten als sie selbst. Und so begeben sich Lazarus und Rae auf einen emotionalen Horrortrip, dessen letzte Ausfahrt entweder Erlösung oder ewige Verdammnis heißt.
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Cast & Crew
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Craig Brewer
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Samuel L. Jackson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lazarus Woods
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Christina Ricci
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Justin Timberlake
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S. Epatha Merkerson
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John Cothran Jr.
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reverend R. L.
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David Banner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tehronne
Regie
Schauspieler
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Michael Raymond-James
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Adriane Lenox
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rose Woods
-
Kim Richards
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Neimus K. Williams
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Leonard L. Thomas
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Deke Woods
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Ruby Wilson
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Claude Phillips
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Amy Lavere
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Clare Grant
-
Jeff Pope
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Charles Pitts
-
Willie Hall
-
Craig Brewer
- Genre
- Drama
- Zeit
- 2006
- Ort
- Südstaaten
- Handlung
- Blues, Brutalität, Emanzipation, Erziehungsheim, Fanatiker, Fanatismus, Fessel, Frau, Frauengefängnis, Frauenkörper, Freiheitsentzug, Frömmigkeit, Gefangener, Gefangenschaft, Gewalt gegen Frauen, Glaube, Kette, Militärdienst, Rolle der Frau, Schöne Frau, Schönheit, Umerziehungslager
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst, Sexy, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Black Snake Moan
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Kritiken (7) — Film: Black Snake Moan
Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenDie ungewöhnliche Kombination “alter gottesfürchtiger Schwarzer” und “junge verdorbene Weiße” trägt den Rest des Filmes. Das Setting, das auch vom Filmplakat mit einer angeketten halbnackten Christina Ricci transportiert wird, läßt eine Pulp Fiction artige sex & crime Story vermuten. Regisseur Craig Brewer verzichtet aber auf Effekthascherei, ausufernde Gewalt oder allzu dramatische Wendungen, sondern konzentriert sich ganz auf seine beiden Hauptdarsteller und die Entwicklung ihrer Beziehung.
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KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa
Kommentar löschenWährend Black Snake Moan zu Beginn eher an ein Sexploitation-Filmchen aus den 70ern erinnert, entwickelt Regisseur Craig Brewers daraus schnell ein intensives Drama, dass durch überraschende Handlungsstränge zu fesseln weiß. Schwächen offenbart der Film allerdings darin, dass er den Glauben an Gott sowie die Rettung in der (Blues-)Musik als Allheilmittel für jegliche Probleme betrachtet. Wer bereit ist, sich dieser Theorie zu öffnen, sieht ein tolles Drama mit hervorragenden Darstellern. Wer dieser Idee nicht so ganz folgen möchte oder kann, wird während dem Film aber sicher phasenweise entnervt aufstöhnen.
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David_Lynch 2010/10/03 21:05:54
Antwort löschen"Schwächen offenbart der Film allerdings darin, dass er den Glauben an Gott sowie die Rettung in der (Blues-)Musik als Allheilmittel für jegliche Probleme betrachtet."
Da hat einer den Film wohl nicht verstanden -.-
...oder etwa schon vor dem Ende abgeschaltet?
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenFür mich zählt „Black Snake Moan“ eindeutig zum Genre Musikfilm, auch wenn Lazarus faktisch nur drei Mal die Gitarre in der Hand hat. Der Film ist eine Verbeugung vor dem Blues. Jener Musik, die gleichzeitig so voll Schmerz und Heilung ist wie keine andere. Der ganze Film wird musikalisch von langsamen Blues-Tönen untermalt und nimmt sich entsprechend viel Zeit für seine Geschichte. Dadurch wirkt das Erzähltempo zwar in vielen Situationen angemessen, in einigen Passagen gibt es aber durchaus vermeidbare Längen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Rae und Lazarus wird einfühlsam und realistisch erzählt. Auch wenn das jetzt schon legendäre Anketten an der Heizung hart an der Grenze ist, wirkt der Film ansonsten wie eine wahre Begebenheit.
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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...
Kommentar löschenEin kleines verschwitztes Kaff im Süden der USA wird Schauplatz einer ungewöhnlichen Tat. Lazarus (Samuel L. Jackson) nimmt das Schicksal einer sündigen jungen Frau (Christina Ricci) in seine Hand. Kettet sie an einen Heizkörper, holt seine alte Bluesgitarre aus dem Schrank und unternimmt den Versuch ihr einzig mithilfe der Musik und des Glauben die inneren Dämonen auszutreiben….
Im Kern also handelt diese Südstaatengeschichte von zwei, mit immensen Problemen und Sorgen geplagten Menschen. Lazarus, der von seiner Frau verlassen wurde und den Kummer in Alkohol ertränkt und Rae, ein von Sexsucht geplagtes junges Girlie. Die Unterschiede zwischen den beiden sind also unübersehbar, nichts scheint sie zu vereinen. Weder Lebenseinstellung, Glaube noch Hautfarbe. Und doch führt sie das Schicksal unweigerlich zusammen, als sich der streng religiöse Lazarus dem beinahe zu Tode geprügelten Mädchen annimmt. Zutiefst entsetzt über die Gerüchte und Geschichten über Rae, sieht er nur noch einen Ausweg, ihr die inneren Dämonen auszutreiben. Angekettet an einen Heizkörper will er sie zum Guten bekehren und wieder auf den Pfad der rechten Tugend zurückführen. Der Exorzist lässt grüßen. Liest man einzig diese Zeilen, so scheint der Schluss, dass man es hier mit einem äußerst unkonventionellen, ja gar an alte verruchte Exploitation Streifen aus den 70ern zu tun haben mag, unvermeidlich.
Was zu Anfang noch als recht ungewöhnliches Filmvergnügen beginnt, mündet aber dann doch (glücklicherweise), in ein ernst gemeintes, weniger drastisches Drama, welches im gleichen Atemzug auch so etwas wie eine Liebeserklärung an die Blues-Musik darstellen soll.
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenSehr stylischer Film und Mr. Jackson macht seinen Job wie imemr sowas von gut.
Die Story wird super rübergebracht, die am Ende aber ein wenig naja ... "pubertär" wirkt, und mit Justion Timberlake hat man sich auch keinen Gefallen getan, der war wohl das schlechteste am ganzen Film... die Szenen mit ihm haben irgendwie die ganze Harmonie zerstört, aber trotz der beiden Hauptdarsteller ist es ein ganz guter Film geworden!
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plomlompom: Filmblogs
Kommentar löschen... Ich stelle mich bald auf eine unsouverän ironische Konsumtion des Werkes ein -- das erscheint mir alles gerade plump genug, um sich über überplusterte Milieu-Klischees, Slang-überforderte Synchronarbeit und Star-Appeal-Fehlbesetzungen als lustig zu tragen --, als dann doch die Erkenntnis in mir zu reifen beginnt, dass das alles durchaus nicht unfreiwillig komisch ist. Die Pointen nehmen irgendwann zu direkte Formen an, etwa wenn Samuel L. Jackson selbst noch als geruhsamer Greis mit seinem Gartentraktor in Bad-Mothafucka-Attitüde genüsslich den Rosengarten seiner Ex überrollt oder später im priesterlich-richtenden Henkerston aus Pulp Fiction Bibelzitate spuckt. Oder wie so ziemlich jede Szene in genussvollsten visuellen Pointen einer so übersteigerten wie auch kulturhistorisch informierten Südstaatentrash-Ikonographie gipfelt, perversen Umkehrungen der amerikanischen Bilderwelten von Norman Rockwell und Edward Hopper ...
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenEigenwilliges Erlöserdrama mit Christina Ricci als moderne Maria Magdalena und Samuel L. Jackson in der Rolle des missionierenden Fundamentalisten, der auch gerne mal den Blues zupft und gröhlt. Stilvoll!
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Kommentare (40) — Film: Black Snake Moan
Kommentar schreibenHxC_Moe 2012/05/01 15:02:09
Kommentar löschenVerdammt cooler Film mit einer tollen Story, sehr tollen Darstellern und mit super Musik! Mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen!
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Hartigan85 2012/02/21 19:33:58
Kommentar löschenWunderschöner Film über eine Nymphomanin, brilliant gespielt von Christina Ricci. Diese wird nachdem sie halbtot geschlagen und zum Sterben zurückgelassen wurde, von Samuel L. Jackson gefunden, welcher sie in seinem Heim ankettet und auf den rechten Pfad führen will....Samuel L. Jackson spielt hier einfach überragend und hätte für diese Rolle einen Oscar bekommen müssen. Wenn ich mich nicht irre, war er noch nicht mal nominiert. Soviel mal wieder zur Oscarjury xD Sogar Justin Timberlake wirkt hier nicht störend (ok er hat glücklicherweise eine eher kleine Rolle). Der Fokus liegt ganz klar auf den beiden Hauptprotagonisten, die sich hier die Seele aus dem Leib spielen. Die Bluesmusik spielt hier ebenso eine große Rolle wie der tolle Südstaatenflair. Mich hat dieser Film selbst beim zweiten Anschauen noch extrem begeistert, wirklich ganz, ganz große Klasse !!
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Training 2012/01/19 15:52:04
Kommentar löschenBei Black Snake Moan kommt es in manchen Szenen rüber als wäre man wirklich in den Südstaaten unterwegs. Man fühlt den Blues,die Hitze und Samuel L Jacksons überragende Schauspielleistung. Und wenn ein Film das schafft muss er was besonderes sein.
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Dos Corazones 2011/12/28 20:40:57
Kommentar löschenTolle Schauspielleistungen, am überraschendsten ist wohl die Justin Timberlakes - den vor 4 Jahren wohl echt noch keiner auf dem Schirm hatte. Das Ende hinterlässt mich aber mit einem eher enttäuschten Eindruck, das hätte man besser lösen müssen. Leider ist Timberlakes Charakter ziemlicher Mist. Ansonsten aber durchaus empfehlenswert.
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VisitorQ 2011/11/30 19:49:23
Kommentar löschenOhne Mr. Timberlake und seinen dämlichen Charakter wäre der Film Weltklasse, so muss ich in der B Note leider etwas abziehen. Davon einmal abgesehen ein ganz wunderprächtiger Film. Ricci ist so cool... War sie immer und wird sie immer sein . :D
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Framesurfer 2011/11/26 18:43:32
Kommentar löschenWas Christina Ricci und alle anderen da ablieferern ist schlicht sensationell. Aber die spirituelle Läuterung kommt doch auf einmal ein bisschen schnell und man hat den Eindruck, die Leistung der Schauspieler laufen ein wenig dem Drehbuch davon. Trotzdem, klasse Film, muß man gesehen haben.
Für mich ist der beste Bluesfilm Crossroads von 1986. Mir rätselhaft warum er nie auf Dvd in Deutschland veröffentlicht wurde.
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ewigkeit 2011/10/30 08:05:13
Kommentar löschenAn dieser Stelle wird es endlich mal Zeit für eine kleine, unübersichtliche Liebeserklärung für einen jener Filme, die ich persönlich in Dauerschleife, 7 Tage die Woche ansehen könnte. Wer schon immer mal ein Werk sehen wollte, in dem ein verzweifelter, am Tiefpunkt angekommener Südstaatler ein nymphomanisches, junges Ding aufgreift, an einen Heizkörper fesselt und die Situation für sich ausnutzt - dann macht am besten einen großen Bogen um den Film, denn genau das passiert in BSM nicht, auch wenn man es, der Beschreibung des Films nach, annehmen könnte. Ich hab mich seinerzeit auch auf das Schlagwort „Kette” versteift und wartete dann den ganzen Film darauf, dass es endlich passierte. Letzten Endes ist das zwar ein wichtiger und prägender Aspekt des Films - aber mit Sicherheit nicht der zentrale Punkt.
Black Snake Moan ist mit absoluter Sicherheit eines - und zwar eine Liebeserklärung an den Blues. Und damit hat der Film sich auch schon meine tiefblau gefärbte Seele geschnappt, denn ich bin genau jener Musikrichtung erlegen - eben dank des Films. Zwar hat mich der Stil schon immer interessiert, aber ich hatte bisher nie die Zeit gefunden, mich näher mit jener Musikrichtung auseinanderzusetzen. BSM bietet einem genau jene Möglichkeit, denn im Grunde gibt es nur sehr wenige Szenen, die nicht entsprechend musikalisch unterlegt sind. Dabei ist mir selten ein Film untergekommen, der das so gekonnt verbindet, dass es nicht affektiert oder befremdlich wirkt. Die gezeigten Szenen und die Gitarrenklänge passen schlichtweg wie Arsch auf Eimer und lassen den tiefen Fall - und später die aufkeimende Hoffnung der Figuren nachfühlen. Denn zentrales Thema ist im Grunde die Reinigung der Seele, in dem man herauslässt, was einem so schwer auf eben jener liegt. Und in diesem Sinne ist für mich BSM ein kleines, mit Sicherheit weit unterschätztes Meisterwerk.
Dabei wird ein guter Film nicht allein von einem exzellenten Soundtrack getragen, sondern entscheidend von den Darstellern. Man mag von Samuel L. Jackson halten, was man mag - aber als Schauspieler legt er im vorliegenden Fall für mich als verlassener, verzweifelter, bibeltreuer und dem Blues verfallener Südstaatenschwarzer seine beste Leistung in einem Film aufs Parkett. Wenn er die Gitarre auspackt und von der Geschichte mit seiner Gattin erzählt, oder im Gewittersturm von den Schlangen sinniert, die ihn heimsuchen, dann läuft mir vor Authentizität jedes Mal wieder ein Schauer über den ganzen Körper.
An seiner Seite brilliert, nicht weniger glänzend, Christina Ricci. Sie verkörpert die gebrochene, in der Jugend missbrauchte und von der Mutter verstoßene, junge Frau, die noch immer unter dem Trauma des Missbrauchs zu leiden hat. Und da das alles noch nicht reicht, verlässt sie auch noch ihr Lebensgefährte, der zu ihrem Seelenheil geworden ist, mit dem sie viele düstere Stunden teilte. Wie sie dieses Leiden auf den Bildschirm bringt und zu betäuben versucht, ist schlicht und ergreifend mitreißend dargestellt und für mich über jeden Zweifel erhaben.
Einer der Kritikpunkte, die ich in den Kommentaren gelesen habe ist, dass in dem Film die Botschaft vertreten werde, dass mit dem Glauben an Jesus alles besser werde. Selbstverständlich spielt bei einem bibeltreuen Farbigen im Süden Christus eine entscheidende Rolle im Leben. Wenn er darüber hinaus schon LAZARUS heißt, ist es wenig überraschend, dass er gern aus dem Buch der Bücher rezitiert. Aber Religion ist hier nicht das Mittel, das eingesetzt wird, um zu versuchen, die Figuren auf den rechten Pfad zurückzuführen - sondern Konfrontation mit seinen eigenen Dämonen - den Schlangen, die um einen lauern - in Kombination mit dem Blues als Ventil. Ob das alles aber ausreicht, um ein Leben lang diesen Schlangen die Stirn bieten zu können - das bleibt der Vorstellungskraft des Zuschauers überlassen.
Damit ist Black Snake Moan, lässt man sich mit Haut und Haaren darauf ein, einer jener kleinen, von vielen unbeachteten und unterschätzten Perlen, die sich einem vom Ohr in den Kopf bis ins Herz schleichen und für eine lange, lange Zeit nicht mehr loslassen.
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BigH 2011/09/04 11:10:02
Kommentar löschenDa mögen Samuel L. Jackson und Christina Ricci noch so gut sein, der Film braucht einfach deutlich zu lang, um in die Gänge zu kommen. Und damit meine ich keine Wham-Bang-Thankyou, Ma'am-Action, sondern eine stringent erzählte Handlung. Es dauert mehr als 30 Minuten, bis "Black Snake Moan" so etwas wie eine Geschichte erzählt. Davor werden nur Szenen präsentiert, die irgendwie aus dem Kontext gerissen scheinen, weil der Zuschauer einfach noch keinen Kontext hat.
Nach dieser quälenden halben Stunde (während der ich mehrfach versucht war, den Silberling aus dem Player zu nehmen...) wird der Film zwar deutlich besser, aber dennoch hat mich die Geschichte einfach nicht gefangengenommen. Die Story plätschert mehr dahin als daß sie sich interessant entwickelt, auf Höhepunkte und Wendungen wartet man vergeblich, und irgendwann ist das einzige, das einen bei der Stange hält, der wirklich grandiose Soundtrack (den ich mir gleich danach bestellt habe!).
In meinen Augen ist "Black Snake Moan" ein Beispiel dafür, daß gute schauspielerische Leistungen (und wie gesagt: Beide Hauptdarsteller spielen erstklassig, und auch an der restlichen Besetzung gibt's nichts zu mäkeln) nicht immer ausreichen, um aus einem mittelprächtigen einen wirklich guten Film zu machen.
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Virgil 2011/08/05 17:06:44
Kommentar löschenDer Film bekommt von mir 3 Punkte wegen der tollen Musik. Aber mit der Story kann ich nichts anfangen.
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Filmkenner77 2011/07/24 16:26:51
Kommentar löschenIn "Black Snake Moan", einem ebenso melancholischen wie elegischen Südstaatendrama, geht es verlorene Seelen, die ihren Platz in der Gesellschaft suchen und diesen durch Glaube, Liebe oder Hoffnung zu finden hoffen. Samuel L. Jackson spielt den Farmer Lazarus, einen gläubigen Mann, der von seiner Frau verlassen worden ist. Er liest die junge, nymphomanisch veranlagte Ray (Christina Ricci) am Straßenrand auf, die von Drogen und Alkohol benebelt Hilfe benötigt. Ihr Freund verließ sie, weil er für die USA im Irak kämpfen wollte. Lazarus nimmt sich der jungen Frau an, kettet sie schließlich an einen Heizkörper und möchte sie wieder auf den rechten Pfad der Tugend führen.
Wer nun glaubt, "Black Snake Moan" würde sich zu einem spannenden Psychothriller entwickeln, sieht sich getäuscht. Vielmehr erzählt der Film in ruhigen Bildern und dem Blues des Südens, wie sich zwischen den beiden ungleichen Menschen allmählich eine platonische Beziehung entwickelt.
Schauspielerisch zeigen sowohl Jackson wie auch Ricci eine hervorragende Leistung und Justin Timberlake als von Angstzuständen geplagter Freund Ronnie beweist in einer Nebenrolle, dass er darstellerisch mehr kann, als man ihm vielleicht zutraut. Leider schlägt der Film ein sehr langsames Tempo an und gewinnt nie richtig an Fahrt. Die Geschichte ist intensiv, aber trotzdem kann der Film merkwürdigerweise kaum berühren. Das Trauma der Kindheit, Ray wurde von mehreren Männern missbraucht, wird abgehandelt, ohne dass man sich wirklich in das Innerste der Person vortasten kann. Auch Lazarus, dessen Frau ein Kind von ihm abgetrieben hat und nun mit seinem Bruder zusammenlebt, bleibt weitestgehend ein Buch mit sieben Siegeln. Ronnies Angstzustände wären bei manch anderem Film ein Haupterzählstrang gewesen, werden hier jedoch nur angeschnitten.
Insgesamt möchte "Black Snake Moan" vieles sein und fasst viele Themen an, wirkt am Ende aber ein wenig überfrachtet. Insofern ist der Film ein zwielichtiges Vergnügen, in dem die Darsteller überzeugen, aber das Drehbuch unausgereift wirkt.
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Filmkenner77 2011/07/24 16:49:10
Antwort löschenNun, man kann es niemandem verübeln, wenn man da vom eigentlichen Inhalt ein wenig abgelenkt wird. Ein Kritiker schrieb mal: Wenn man sich nach einigen Jahren im Bezug auf diesen Film an so gut wie nichts mehr erinnern kann, dann doch an die halbnackte Christina Ricci. Immerhin.;-)
moiCheCker 2011/07/24 19:14:18
Antwort löschenTrotz Samuel L. Jackson nur 6 Punkte ;)
Filmkenner77 2011/07/24 20:00:22
Antwort löschen@moiCheCKer
Wegen Samuel L. Jackson und Christina Ricci nicht weniger als 6 Punkte ;)
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moiCheCker 2011/07/24 20:23:56
Antwort löschenSamuel L. Jackson ist einfach genial. Cooler und talentierter Schauspieler.
moiCheCker 2011/07/24 20:24:40
Antwort löschenAlfred: Snakes on a plane ist spaßiger Trash. Fand ihn in Ordnung ;)
agynessa 2011/07/18 11:17:08
Kommentar löschenDie Story ist irgendwie eigenartig. Nicht wirklich gut, aber auch nicht grottenschlechter Film
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as-aka-der-streuner 2011/11/23 23:57:10
Antwort löscheneinfach legendär mit grandiosen darstellern ;)
agynessa 2012/01/21 15:32:18
Antwort löschenJa aber ich finde es scheiße das die Frau mal wieder in einer unterwürfigen Rolle präsentiert wird.
Alle 4 Antworten zeigen
agynessa 2012/01/21 15:32:27
Antwort löschenJa aber ich finde es scheiße das die Frau mal wieder in einer unterwürfigen Rolle präsentiert wird.
as-aka-der-streuner 2012/01/21 16:06:28
Antwort löschenich glaube aber das frauen in dem teil amerikas noch teilweise echt große probleme damit haben & ich finde das sie es in dem film sehr gut thematisiert haben, mit (ich wiederhol mich da gerne) einem grandiosen darstellerduo
Kampfwichtel 2011/06/02 02:15:32
Kommentar löschenDieser Film ist das Paradebeispiel dafür, dass man eins niemals machen sollte: Lesen sie sich niemals die Zusammenfassung auf dem Cover durch, geschweige denn die hastig eingefügten Kommentare.
Tatsächlich war das alles auf dem DVD-Cover irreführend und am Inhalt des Films vorbeigeleitet. In der Schule hätte man gesagt: Thema verfehlt - Fünf, setzen!
Tatsächlich behandelt dieser Film ein äußerst sensibles Tabuthema auf eine Art, wie man sie von Hollywood alles andere als gewohnt ist. Kindesmissbrauch und dessen Spätfolgen wird meist auf reißerische, taschentuchtränenreiche Art verrissen, die das tatsächliche Leid vollkommen vermissen lassen und nur dazu führen, das Abspielgerät aus dem Fenster zu werfen.
Nicht so Black Snake Moan. Der Regisseur führt den Zuschauer ganz behutsam an das Hauptthema heran, wohl wissend, was seine Vorgänger bis dato als Schrunz daraus produziert haben. Christina Ricci und Samuel L. Jackson spielen ihre Rollen mit äußerster Sensibilität und Feingefühl, was einmal mehr ihre wahren Qualitäten unter Beweis stellt.
Anfangs führen sie den Zuschauer in die Irre, vermitteln authentisch ein Trugbild, welchem man auch im normalen Leben gerne aufsitzt: Dem ersten äußerlichen Eindruck. Ricci wirkt wie eine männerfressende Nymphomanin, dem typischen Symbol für eine "Schlampe", die keine Sünde auslässt, währendessen Jackson den streng gläubigen Mann mimt, der sich durch einen Schicksalsschlag seiner bis dahin so heilen Welt beraubt sieht und als Ertrinkender nach dem einzigen Strohhalm greift, der im Hilfe zu bieten scheint: Gott. Wer wissen will, wie man Fanatiker schafft, erlebt dort ein Glanzbeispiel dafür.
Das ist also die Anfangspaarung: Der suchende Fanatiker und die scheinbare Hure. Wer als Zuschauer glaubt, er könne sich jetzt getrost zurücklehnen und den Film an sich herunterrieseln lassen, begeht einen schweren Fehler und wird folgerichtig mit Entäuschung bestraft, denn dieser Film ist alles andere als leichte Kost. Black Snake Moan ist ein überaus anstrengendes Werk, bei dem Nachdenken ebenso gefragt und gefordert ist, wie das Hineinversetzen in die einzelnen Charaktere. Und das vom Anfang bis zum Ende! Einziger Wehrmutstropfen ist, wie einige meiner Vorgänger schon bemerkten, die typisch amerikanische Botschaft, dass nur der Glaube an Gott und der Blues zerüttete Seelen retten können. Schade, dass der Regisseur damit seinem sonst genialem Film einen solchen Schaden antut.
Aber immerhin schafft er zwei Dinge auf eine nahezu einmalige, unerreichte Art. Er führt dem Zuschauer unbarmherzig vor Augen ein hässliches Spiegelbild vor Augen, dass zeigt, wie willig und leichtfertig man bereit ist, andere Menschen nach einer vorgefassten Meinung einzustufen und zu verurteilen, und das zwar in der trügerischen Sicherheit der tumben Menschenmasse. Und er zeigt zum ersten Mal auf, was Kindesmissbrauch für verhängnisvolle Spätfolgen in sich trägt, das hier nicht einfach nur ein Mensch geschädigt wird, sondern praktisch ein Menschenleben zerstört wird. Am Ende hasst man die immer noch ignorante Mutter zutiefst und zu recht, weil sie wegsah, als sie hätte eingreifen müssen, und weil sie im Stich ließ, als ihr Beistand wirklich nötig gewesen wäre.
Gottseidank gibt es nicht das typische Happy End, sondern für beide Hauptfiguren eine ungewisse, völlig offene Zukunft. Aber es gibt auch die offensichtliche Chance zum Neuanfang, den beide verdient haben.
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ewigkeit 2011/10/30 08:12:31
Antwort löschenMit der Interpretation des Glaubens an Gott kann ich nicht übereinstimmen, das seh ich anders - aber ansonsten ein guter und gut zu lesender Kommentar :)
davidleeuw 2010/11/30 14:27:09
Kommentar löschenDer Blues als Heiler kaputter Seelen spielt hier eindeutig die Hauptrolle und vermag die kleineren dramaturgischen Schwächen zu überdecken. Fernab allzu abgedroscherner Südstaatlerklischees und entgegen dem exploitativen Eindruck, den das Filmplakat vermittelt, ist 'Black Snake Moan' ein liebevolles und recht beschwingtes Drama, dass glücklicherweise kaum mal Langeweile aufkommen lässt und das ob seiner großartigen musikalischen Untermalung wirklich zu berühren vermag...mehr noch als die eigentlichen Charaktere selbst.
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David_Lynch 2010/10/23 08:41:08
Kommentar löschenEine professionelle Kritik von professionellen Kritikern:
http://www.youtube.com/watch?v=Ud4-OHaAYwY
=)
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Hetzer86 2011/05/21 18:45:31
Antwort löschenKlasse,
die zwei Aushilfsproleten stottern hier 10 Minuten lang in drittklassigem Denglisch irgendwelchen Nonsens über "Black Guys" und "GTA" daher, während sie doch tatsächlich noch zugeben, zuvor noch niemals Christina Ricci in nem Film gesehen zu haben...
Und das ganze noch zu nem billigen Paint-Logo, was das ganz "Video" zwecklos macht!?!
"professionelle Kritik von professio..." Ja ne - is kla!
Wilko 2010/10/15 17:27:49
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I reached down in my pocket and pulled out my shiny .44
Shot that muthafucka twice
He hit the goddamn floor
'bout that time you coulda heard the drop of a pin
That's when that bad muthafucka billy lyons walked in
...
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Frank Farmer 2010/09/16 15:43:43
Kommentar löschenDieser Film über Liebe, Verlust und Glaube sollte sich niemand entgehen lassen. Samuel Jackson glänzt und Christina Ricci überragt sich selber. Die schwüle Hitze des Südens und der Klang des Blues befreit uns von den Sünden.
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Moe Szyslak 2010/07/20 22:09:06
Kommentar löschenKlasse Film, wenngleich mir das Ende dann doch etwas zu übertrieben war. Aber das schmälert dieses großartige Drama fast nicht, dazu war er größtenteils zu genial.
Der Film, die Szenen und die Story waren eine Mischung aus Drama und Comedy, streckenweise wusste ich nicht, ob ich lachen, weinen oder den Kopf schütteln sollte.
War schon ein besonderes Erlebnis....irgendwie...
Die Beziehung zwischen Christina Ricci (in einer total ungewohnten Rolle, klasse gespielt, vor allem am Anfang, als sie ja total kaputt war!) und Samuel L. Jackson (wie immer weltklasse!!) war natürlich total bizarr, aber es war sehr schön anzusehen, wie sie sich entwickelt hat. Vom Hass zu Vertrauen, aneinander gebunden durch eine schwere Eisenkette. Beide heilen sich quasi selbst, er sie von der Nymphomanie, sie ihn von seinem Selbstmitleid. Garniert und aufgelockert wurde die dramatischen Szenen durch einige urkomische Szenen.
Highlight-Szene war zum ersten die, als Jackson bei Gewitter mit der E-Gitarre "Black Snake Moan" spielt und Ricci sich an ihn klammert und zweitens die Szene in der Bar, als der Blues alles überkochen lässt.
Der Blues spielt auch eine wichtige Rolle im Heilungsprozess, klasse Soundtrack, Und Sam Jackson als Sänger war auch nicht übel ;-)
Die ganze Sache mit diesem Ronny (gut gespielt von Justin Timberlake) fand ich gegen Ende hin nicht so toll, das hat irgendwie den Film in eine merkwürdige Richtung geschoben. Aber das war das einzige Manko des Film.
Kurzum: Sehr unterhaltsamer, dramatischer, komischer, bizarrer Film mit zwei erstklassigen Hauptdarstellern und einem genialen Südstaatenflair, aber einem unbefriedigenden Ende.
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Kill_Diether 2010/06/07 18:05:18
Kommentar löschenS.L. Jackson mal wieder in einer passenden Rolle,
nämlich wie schon in Pulp Fiction, als cooler
Underdog. Er trägt auch viel dazu bei, dass dieses
feuchtheiße Klima aus dem Mississippi-Gebiet
entsprechend transportiert wird. Dazu die verschwitzt,
frech-schnuckelige Christina Ricci und eine spannende Dramaturgie.
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*frenzy_punk<3 2010/03/02 23:06:25
Kommentar löschen"black snake moan" ist ein trauriger und sehr tiefgründiger film über das leben. durch den charme der charaktere, dem wundervollen soundtrack und der grandiosen inszenierung der hauptdarsteller, rührt der film zu herzen und geht dem zuschauer sehr nahe. christina riccie, samuel l. jackson und auch justin timberlake, der durchaus überzeugend wirkte, hauchten ihren figuren leben ein und erlangten jegliches mitgefühl des publikums. craig brewer schaffte es, die ganzen emotionen der protagonisten in eine szene zu packen. herausragend, wo jackson gitarre spielt und singt, während draußen das gewitter tobt.
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Krähe 2010/01/24 15:20:02
Kommentar löschenHeißer Südstaaten Film der ne menge Blues in sich trägt!
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