Boy A
Boy A (2007), GB Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 07.05.2009
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30 Kommentare
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von John Crowley, mit Andrew Garfield und Peter Mullan
Im Alter von 24 Jahren wird Jack aus dem Gefängnis entlassen, in dem er die letzten 14 Jahre verbracht hat. Eines schweren Verbrechens schuldig und gleichzeitig völlig unbedarft betritt der in den Medien nur als “Boy A” bekannte junge Mann eine Welt, die er zuletzt als Kind erlebt hat. Unter dem Schutz seines väterlichen Bewährungshelfers Terry nimmt er eine neue Identität an, findet einen Job, Freunde und verliebt sich in Michelle. Durch die Akzeptanz ermutigt, will er sein belastendes Geheimnis offenlegen – aber er hat nicht mit der Sensationsgier der Presse gerechnet, die noch immer auf der Suche nach “Boy A” ist: Unweigerlich und heftig wird Jack von seiner Vergangenheit eingeholt. Nun hat er mehr zu verlieren als jemals zuvor.
Cast & Crew
-
John Crowley
-
Andrew Garfield
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack Burridge
-
Alfie Owen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Eric Wilson
-
Peter Mullan
-
Katie Lyons
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Michelle
-
Taylor Doherty
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Philip Craig
-
Shaun Evans
Regie
Schauspieler
-
Anthony Lewis
-
Siobhan Finneran
-
James Young
-
Skye Bennett
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Angela Milton
-
Jeremy Swift
-
Mark O'Rowe
- Genre
- Kriminalfilm, Drama
- Handlung
- Flucht, Freiheitsentzug, Geheimnis, Identität, Mörder, Neue Identität, Rehabilitation, Schuld
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Boy A
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Ziemlich beste Freunde









Kritiken (7) — Film: Boy A
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Für manch einen mag der Film nicht genug Spannung bieten. Doch unter der Oberfläche des offensichtlich so banalen Films, brodelt es gewaltig. Ständig fragt man sich, wann die Fassade anfängt zu bröckeln. Auch die Neugier wartet lange Zeit auf Befriedigung: erst im Lauf des Films wird langsam klar, warum Jack eigentlich gesessen hat. Wer sich auf diese Spannung einlassen kann, die mal so ganz und gar nicht „Schlag auf Schlag“ ist, bekommt mit „Boy A“ einen wirklich lohnenswerten Film, der viel Stoff für Diskussionen und zum Überdenken der eigenen Wertvorstellungen bietet.
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenDie unglaublich intensive Darstellung des bisher unbekannten Andrew Garfield steht ganz im Zentrum des Films. Immer wieder fällt sein neugieriger Blick zu Boden, mischen sich darin Lebenshunger und Verzweiflung. Von der ersten Szene an ist man auf seiner Seite – und das ist natürlich ein kleines Problem. Schließlich hat er ein Menschenleben auf dem Gewissen. Regisseur Crowley aber macht es uns leicht, ihm zu verzeihen. Die zunehmend spannungsgeladenen Rückblenden in die Kindheit – fast schon ein eigener, noch brillanterer kleiner Film für sich – stellen sich nicht weiter in den Weg. Aber können die Opfer vergeben? Crowley interessiert vor allem, ob Jack es selbst kann.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenCrowley unternimmt alles erdenklich Mögliche, um Jack zu entlasten. Seine Hauptdarsteller dienen ihm als verlässliche Kronzeugen für dessen wiedergewonnene Unschuld. Aber er kann nicht umhin, die damalige Gräueltat (an der Jack eher passiv beteiligt war) in knappen Rückblenden nach und nach zu enthüllen. Er scheut jedoch davor zurück, sie tatsächlich zu zeigen: Das hätte eine zu hohe Hürde errichtet für die Empathie der Zuschauer. Der altbackene Sozialdeterminismus, den er bemüht, um das Verbrechen zu erklären (eine zerrüttete Familie; Jacks kindlicher Mittäter wurde missbraucht), erweist sich als ratlose Erzählstrategie. Die Vorstellung des untilgbar Bösen, auf der damals das Plädoyer des Anklägers beharrte und die nun die Regenbogenpresse wieder gegen ihn ins Feld führt, ist diesem Film unbegreiflich: Er möchte, aber kann sie nicht widerlegen.
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ossijr 2011/06/28 19:57:36
Antwort löschenvielleicht genau das, was erreicht werden sollte...
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenEs mag etwas zu offensichtlich sein, wo der Film hingeht. Doch wie Andrew Garfield die schwierige Rolle meistert, fesselt zusätzlich. Eindrucksvoll auch die seltsame Figur des väterlichen Bewährungshelfers Terry.Dabei geht es gar nicht um die Frage, ob eine Rehabilitation möglich ist. Jack ringt nicht mit sich in einem Kampf wie ihn Jürgen Vogel als getriebener Vergewaltiger in „Der freie Wille“ verkörperte. Das innere Drama bleibt seltsam wenig ausgeleuchtet, der Film hat seiner Figur von Anfang an vergeben.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenVerstörend gut gespielter Film, der seine Schuld und Sühne-Thematik in erdgebundene realistische Bilder packt. Was zählt sind nicht die Antworten, sondern die Fragen die der Film stellt. Nicht ganz frei von Klischees, schafft er es dennoch seine schwierige Geschichte bis zum Schluß packend zu erzählen.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Andrew Garfield, zuletzt neben Robert Redford in "Lions for Lambs" zu sehen, spielt den verschüchterten, unsicheren ‚Boy A’ – unter diesem Pseudonym geisterte er im Film durch die Presse – mit einer erschreckenden Brillanz zwischen Hilfsbedürftigkeit und sublimiertem Wahnsinn. Der junge Schauspieler trifft nahezu jeden Ton, seine Darstellung ist derart auf den Punkt gebracht, dass sie selbst den gestandenen, seinerseits ebenfalls großartigen Peter Mullan überschattet. [...]
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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer
Kommentar löschenBoy A wurde nach dem Roman von Jonathan Trigell verfilmt, von einem bekannten Fall aus dem Jahr 1993 aus Liverpool inspiriert und setzt literarisches Vorgreifen und Echos der Handlung ein, die im Roman subtiler sind, als sie es im Film sein könnten. Trotzdem weiß Crowley den Takt dieser unebenen Saga über Abbitte und moralische Regeneration einzuhalten, was Garfield und der facettenreiche schottische Darsteller Mullan unterstützen. Obwohl ein schlechter Samen zu einer guten Frucht führen kann: Würden andere diese pflücken?
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Kommentare (23) — Film: Boy A
Kommentar schreibenhoffman587 2012/02/02 15:10:06
Kommentar löschenBoy A
Hoffmans-zügellose-Fanboy-Geschichten:
oder alternativ die Chronik eines alten Mannes, der nicht mehr fähig ist scheinbar rational logisch zu agieren. Irgendwann musste ich das Problem bei der Wurzel packen und wie gesagt und ich hatte es schon anderweitig geahnt, ich werde mit der Zeit immer mehr Fanboy von irgendwelchen hippen und modernen Schauspielern der heutigen Generation/das Ende: Ich hatte es schon vermutet, nun scheint es klar: Ich bin nun auch Fanboy von Andrew Garfield, hurra. Zum Glück noch nicht allzu extrem. So folgte aber "Boy A" (Deckname für Minderjährige, welche sich strafbar gemacht haben, um ihre Existenz zu schützen) von John Crowley aus dem Jahre 2007 nach dem Roman von Jonathan Trigell und wie es scheint auch hier nach wahren Begebenheiten.
Zugeben, die Story des Films mag dabei wenig originell oder innovativ daherkommen, die Karten (der Geschichte) werden hier neu gemischt und eben anders verpackt, das Grundschema bleibt eigentlich dasselbe. Mittelpunkt dieser Geschichte ist ein Jungen, über seine Schuld, seine Resozialisierung, seine Eingliederung in das normale Leben und irgendwie auch seine Suche nach der eigenen Identität, somit doch interessant und gut gestaltet: Neues Leben, neue Identität, nach vielen Jahren im Knast (damalige Tat: Mord) , in der er seine fast vollständige Jugend verbrachte, kommt der 24-Jährige Jack (neuer Name, neues Leben, sichere Existenz) frei und bekommt das Angebot auf eine zweite Chance im Leben, um sich wieder ins normale Leben einzugliedern, doch wie auch so oft wird er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt.
Eigentlich eine Geschichte, die mir persönlich schon viel zu oft erzählt wurde, nun gut. Hierbei lag mein "Sichtungsgrund" auch nicht an er Story, sondern wegen wie erwähnt Andrew Garfield, Fanboy und so. Und ehrlich, ohne zu übertreiben (nur ein bisschen), jener trägt den Film. Denn Garfield liefert eine wirklich starke Leistung ab, überzeugt insofern, dass er es schafft den Charakter des geläuterten Jacks, der das Vergangene hinter sich lassen will, sympathisch wirken zu lassen, sodass man mit ihm liebt und leidet, trotz seiner grausamen Taten aus der Vergangenheit. Mit viel Herz und sehr ergreifend dargestellt von Garfield, welcher sich mehr als gut in die Rolle einfühlt. Toll. Nicht zu vergessen, über einen reichlich interessant-prävisionären Tanzstil verfügt er auch noch. Neben ihm aber überzeugend agierend Peter Mullan als Jack´s Betreuer Terry, welcher auch mit eigenen Problemen zu kämpfen scheint und das gerade die Vernichtung jeder Hoffnung für die Zukunft des Jungen ist, doch versucht er Jack überall zu helfen wo er nur kann. Auch von Mullan sehr herzlich und liebevoll gespielt. Und so entsteht zwischen den Beiden eine besondere Harmonie bzw. Beziehung, die einem Vater mit dem Sohne gleicht, sehr rührend verkörpert.
Die Regie von Crowley überzeugend, interessant und sehr einfühlsam erzählt, auch wenn zwischendrin mit kleinen Längen meiner Meinung nach verziert. Zudem mit verschiedenen Handlungsebenen (Gegenwart - Vergangenheit) bzw. Rückblenden, einmal Jack´s Geschichte nach dem der Entlassung und seinen Versuch der Rehabilitierung und seine Vergangenheit bzw. das Geheimnis, welches zunächst im Dunkeln scheint. Was passierte? Was tat er? Eindeutige Antworten gibt es dennoch nicht. Dort geschildert werden zwei verschiedene Jungen und man fragt sich selbst. Welcher von ihnen ist Jack, anfangs? Eine interessante Frage, die mich bei den Rückblenden durchaus beschäftigte. Da kann man durchaus verzeihen, dass die Hintergründe der damaligen Tat nicht im Ganzen sorgfältig geschildert werden, dies sei vergessenen. Denn mehr geht es doch um das Leben nach der Einlösen der Schuld, ein Leben danach... versuchen weiterzuleben. Sich erneut einzuordnen in die Gesellschaft um sich dabei auch selbst zu finden. Dabei kritisiert Crowley zudem die Sensationsgeilheit der Presse und Medien. Was letztlich eine gewisse Tragik enthält. Crowley versucht seinen Hauptprotagonisten (Pseudonym: Jack) sympathisch und freundlich darzustellen, weit weg von dem typischen Klischee eines Straftäters, denn auch jene können eine Läuterung erfahren und sind Menschen, ob man es glaub oder nicht, es stimmt. Und so wird der Täter letztlich zum verzweifelten und einfühlsamen Opfer. So mag sein Schicksal durchaus aufwühlen und bewegen.
Auch wenn ich sagen muss, dass Klischees hierbei durchaus meiner Meinung nach vorhanden sind, die Erzählstruktur und der Film an sich blieben aber authentisch und glaubwürdig gestaltet, auch wenn ich diese Geschichte schon viel zu oft gehört habe, hier mit anderen Aspekten und Zutaten. Immerhin noch sehr sauber und außerdem noch sehr gut in den klaren und intensiven Bildern der Kamera festgehalten.
Unterm Strich bleibt dann mir nur noch zu sagen, dass "Boy A" doch insgesamt ein gelungener Film zum Thema der Schuld und dem Neuanfang einer neuen Identität bzw. der Suche nach jener. Dabei getragen von Andrew Garfields starkem Schauspiel. So zusammengefasst für mich sehenswert, nicht neu, aber gut.
26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
_Garfield 2012/02/02 17:37:22
Antwort löschenWar mir an einigen Stellen zu rührselig.
hoffman587 2012/02/02 18:03:28
Antwort löschenDas kann sein, kanns nachvollziehen. Störte mich weniger, als das Klischee der Story und deren Aufbau, der letzte Teil, den ich dann aber auch als aufwühlend aufnahm.
_Garfield 2012/02/02 18:36:43
Antwort löschenNaja, ein Klischee beinhaltet ja immer ein Stück weit eine Unwahrheit, von daher halte ich den reinen Ausgangs-Plot (dass jemand aus dem Gefängnis kommt und eine neue Existenz aufbauen muss) für durchaus interessant und einfach authentisch, da es solche Fälle auch im echten Leben gibt.
hoffman587 2012/02/02 18:44:53
Antwort löschenEin vielseitig zu definierender Begriff, dem autentisch stimme ich zu, das Klischee existiert trotzdem mMn, man bedenke, wie oft solch eine Thematik schon abgehandelt wurde, fast unzählbar, so finde ich das man dies auch zu einem gewissen Ordner der Klischees zählen kann, doch wäre das zugegebenermaßen etwas unpräzise und einfach gehalten.
_Garfield 2012/02/02 18:55:36
Antwort löschenJa, der Plot wurde tatsächlich schon einige Male filmisch verwurstet, da hast du recht, aber immer interessant neue Stile zu begutachten, zumal der Regisseur recht unbekannt ist.
hoffman587 2012/02/02 19:06:45
Antwort löschenDem stimme ich hingegen zu. Crowley variert hier ds Thema durchaus interessant, auch von der Erzhlstruktur und in dem er ja auch einige Aspekte ungeklärt lässt, denn insofern scheint mir jedenfalls der Jugendstraftäter (Boy A) durchaus faszinerend, unter dem Gesicht jener Filme.
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_Garfield 2012/02/02 19:08:27
Antwort löschenWar ja zunächst skeptisch, aber Garfield als Spiderman könnte doch was werden...
hoffman587 2012/02/02 19:11:27
Antwort löschenIrgendwie Ironie da du das sagst.^^
Ist aber auch ein Guter. Ich bin jedenfalls gespannt. Irgendwie...:)
moviee 2012/01/30 20:47:46
Kommentar löschenReihe: Filme der Gewalt - Ein Exkurs
Teil 2:
Verurteilten Straftätern nach abgesessener Haftstrafe eine zweite Chance zu geben ist in Zeiten von Sicherungsverwahrung und Lynchjustiz keine Selbstverständlichkeit. Und doch versucht "Boy A" eben diese Geschichte eines ehemaligen Sträflings zu erzählen, der nach seinem Gefängnisaufenthalt einfach nur wie ein ganz normaler Mensch leben wollte, ohne Medienwirksamkeit und die ständige Erinnerung an die Vergangenheit.
Jahre nachdem Eric mit einem Freund den unnötigen Mord an einem kleinen Mädchen begangen hatte wird er auf Bewährung vorerst in die Freiheit entlassen. Mithilfe seines Bewerbungshelfers Terry (Peter Mullan) gelingt es ihm einen neuen Job zu bekommen und sich so Schritt für Schritt zu resozialisieren. Er verliebt sich in die Büroangestellte Michelle, hat mit dem Arbeitskollegen Chris endlich wieder einen echten Freund und entwickelt unter dem neuen Namen Jack langsam wieder Freude am Leben, bis ihn seine Vergangenheit einholt und die Presse von seiner Freilassung erfährt.
In seinem Spielfilmdebüt zeigt Andrew Garfield zum ersten Mal warum er heute immer größere Aufmerksamkeit erfährt, denn in der Rolle als Jack kann Garfield seinem Charakter unheimlich viel Persönlichkeit verleihen, denn die Mischung aus Unsicherheit und neuem Lebensmut bringt er richtig klasse zum Vorschein, sodass ich mir für diese Filmfigur keinen besseren Schauspieler hätte vorstellen können. Liebevoll und ruhig wird das Jugenddrama äußerst angenehm erzählt, während immer wieder in Rückblenden die unglückliche Jugend und die Tat Erics geschildert wird. "Boy A" muss man einfach gesehen haben, denn die Geschichte rund um Resozialisierung, Identitätssuche und skrupellosen Sensationsjournalismus ist ein vom ausgezeichneten Andrew Garfield getragener und viel zu unbekannter britischer Lehrfilm, der eigentlich eine viel größere Aufmerksamkeit erfahren müsste.
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FilmFreeza 2012/01/30 21:31:13
Antwort löschenHätte es nicht treffender formulieren können :)
alex023 2012/01/30 19:56:40
Kommentar löschen»Look at you, so cute!«
Ganz stark! Andrew Garfield zeigt bereits in seinem ersten Film sein unglaubliches Potential. Er spielt so ruhig, konzentriert und absolut glaubwürdig, dass man ihm nicht abnimmt, dass das seine erste Produktion gewesen sein soll. BOY A beschreibt die Resozialisierung eines jungen Straftäters, welcher nie eine wirkliche Chance auf ein neues Leben bekommt. Gefilmt mit ruhigen Bildern, einer sehr melancholisch-anmutenden Atmosphäre wirkt die Story wie aus dem Leben gegriffen; authentisch eben. John Crowley's zweiter Spielfilm besticht durch eben diese ruhige Atmosphäre, die ruhige Kamera; die exzellenten Schnitte unterstreichen das noch. Der Zuschauer bekommt zumeist diese Stille zu spüren, da der größte Teil der Bilder nicht mit Musik unterlegt ist. Wenn man aber etwas auf die Ohren bekommt, passt es sehr, sehr gut, die Mood-Technik erfüllt ihr Soll. »Boy A« ist ein sehr gutes britisches Drama, perfekt besetzt in der Hauptrolle und einwandfrei umgesetzt. Nur zu empfehlen!
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Weltenkind 2012/01/30 17:32:37
Kommentar löschenBeeindruckendes Resozialisierungsdrama mit fesselnder Handlung und fantastischen Darstellern. Garfield spielt den verletzlichen, jungen Straftäter, der versucht seine Vergangenheit hinter sich zulassen, perfekt. Die Rückblenden in denen die Freundschaft des Protagonisten und seines besten Freundes geschildert wird ist dramatisch und die von ihnen ausgeübten Taten werden schonungslos dargestellt.
Bei solchen Filmen wünscht man sich, dass sie von Privatsendern ausgestrahlt werden und vom breiten Publikum Beachtung bekommen.
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alex023 2012/01/30 19:58:09
Antwort löschenUnterschreib ich so.
8martin 2012/01/30 17:20:09
Kommentar löschenDer Film schildert die Unmöglichkeit nach einer Jugendsünde und verbüßter Strafe neu anzufangen, weil die Boulevardpresse daraus Kapital schlagen kann. Relativ ruhig aber einfühlsam wird die ganze Wahrheit im Laufe des Films aufgefaltet. Die schwere Kindheit in Schule und Elternhaus und das, worüber nicht gesprochen werden darf. Bewährungshelfer Terry (Peter Mullan) und Jack sein Zögling (Andrew Garfield) schaffen beste Voraussetzungen, dass das Projekt erfolgreich werden könnte. Die Handlung läuft auf zwei Ebenen: in Jacks Kindheit und im Jetzt. Die seines Betreuers Terry zeigt sein berufliches Wirken mit Jack und sein Privatleben mit seinem gleichaltrigen Sohn, der auf Jack eifersüchtig ist und der Presse fatale Hinweise gibt. Jack, der früher Eric hieß, ist verbal etwas hilflos, emotional verschüttet und sexuell verklemmt. Die blonde Michelle (Katie Lyons) hilft ihm ein Mann zu werden. Aber selbst die große Liebe kann das Auseinanderdriften der beiden nicht verhindern, da die Presse Jacks Vergangenheit in die Schlagzeilen bringt (“Das Übel wird erwachsen!“). Er wird von den Paparazzi gejagt, verliert Job und Freundin. Am Ende steht er auf einem Turm in Blackpool. Man kennt die letzte Konsequenz, braucht sie aber nicht zu sehen. Die Schuldigen sind entlarvt, aber nicht bestraft. Profitgier und Sensationsgelüste haben einen mörderischen Job gemacht.
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Oskar Gleit 2012/01/30 01:51:30
Kommentar löschenDer wahre Spiegel der Gesellschaft!!! Leider jedoch alltäglich !!! Passiert jeden Tag auf´s Neue. Auch in Deutschland.
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SoulReaver 2012/01/30 13:57:58
Antwort löschenDeswegen uninteressant?
alex023 2012/01/30 19:57:45
Antwort löschenDas gleiche habe ich mich auch gefragt. ^^
Alle 4 Antworten zeigen
Oskar Gleit 2012/01/30 23:37:27
Antwort löschenJa klar!!! Ist kacke der Film, braucht kein Mensch, macht die Augen auf in eurem Leben!!
SoulReaver 2012/01/30 23:54:58
Antwort löschen1. Warum ist der Film kacke? Weil jeden Tag jemand resozialisiert wird?
2. Wieso braucht das kein Mensch? Wenn es täglich passiert müssen wir uns doch damit auseinandersetzen. Filme helfen doch auch dabei?
3. Laufen wir mit geschlossenen Augen durch die Welt und du hast den vollen Durchblick, oder was?
FilmFreeza 2012/01/09 20:04:20
Kommentar löschenZwei Tage, 2 klasse Filme und was noch viel wichtiger ist, zwei neue Schauspieler die mich vollkommen von ihrem Können überzeugt haben.
Was heisst, im Falle von Andrew Garfield nicht komplett neu, da ich ihn in The Social Network schon gesehen hatte, und er mich da schon nahezu überzeugt hatte.
Dennoch in Boy A legt er noch einen drauf.
So eine Chance wie Garfield in Boy A hatte, die Kritiker für sich zu gewinnen, die hat nicht jeder. Aber das Ding ist, so ne Chance nutzt auch nicht jeder, er schon!
Mit seinem ganz eigenen Schauspielstil, gewann er meine Sympathie wie gesagt alle Mal, denn so einen ehrlichen und gefühlvollen Film wie Boy A zu spielen, das ist mehr als nur eine Herausforderung.
Klasse Andrew, da können die Briten stolz auf ihren "Halb-Landsmann" sein.
Boy A ist eigentlich einer von diesen Filmen, denen ich nicht viel abgewinnen kann, wie ich auch leider schon bei The Wrestler erkennen musste. Diese ruhigen Filme, die von ihrer Geschichte, von ihrer Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit leben, zählen nicht zu meiner Lieblingsgattung. Umso erstaunlicher, dass Boy A mich überzeugen konnte, mich diesem Genre ein Stück näher bringen konnte, mich für starke 100 Minuten fesseln konnte.
Danke dafür !
Die Geschichte ist aber auch einfach spannend.
Was machst du wenn du nach 14 Jahren Zelle, die Welt mal wieder als freier Mensch siehst?
Wenn du das letzte Mal als du unbeschwert durch die Straßen schlendern konntest noch ein Kind warst?
Wenn du deine komplette Vergangenheit verdrängen musst um dich dieser Welt anpassen zu können?
Was machst du dann?
Allein diese Thematik war ein Grund, warum ich diesen Film anschaute.
Wie kann ein Mensch mit dieser Geschichte überhaupt leben?
Wie findet er sich in einer Welt zurecht, die ihm völlig fremd ist?
Boy A gibt uns die Antworten auf all diese Fragen, die einem eigentlich so weltfremd erscheinen aber nach diesem Film nachdenklich stimmen und einen zum grübeln bringen.
Langsam und behäbig wird die Geschichte aufgebaut, und durch dieses Interesse an der Sache, bleibt man Neugierig, will man mehr erfahren, leidet und freut man sich immer mehr mit "Jack" (dem Boy A) mit, der einem immer sympathischer wird, immer mitleiderregender wird, da er durch eine dumme Tat seine Jugend verschenkt hat und die Chance auf Resozialisierung anscheinend nur auf dem Blatt gewährt bekommt.
Ein Film der mitreist und zum Nachdenken anregt. Sehenswert auf jeden Fall!
Boy A
P.S. JERRY <3
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr.Film 2012/01/04 19:43:46
Kommentar löschenEinmal eine scheiß Tat in seinem Leben begehen und dafür sein Leben lang büßen müssen. Er war doch nur ein Kind. Ein Kind das nicht wusste was es tut. Er war doch nur die Marionette seines besten und zugleich einzigen Freundes. Das Messer das dass kleine Mädchen erstoch wurde von seiner Hand geführt, die Hand die sein Freund mit einem Faden regierte. Er war doch nur ein nichtswissender Junge.
Doch er kriegt eine 2te Chance, nachdem er aus dem Knast gekommen ist, nachdem er 14 Jahre seines Lebens dafür hat lassen müssen, seine 2te Chance in Form einer neuen Identität, eines neuen Lebens, einer neuen Umgebung mit neuen Freunden. Er stößt nicht länger auf Verachtung, es begegnet ihm die Akzeptanz und eine Hoffnung auf ein normales Leben. Doch alte Wunden reißen zu gerne auf, das kriegt auch Jack("Andrew Garfield"(der kommende Spiderman(der nebenbei gesagt eine riesige Leistung abliefert))) zu spüren, wie leicht das Gefühl 'Freude' in 'Angst' umschwenken kann ist unglaublich, Jack steht kurz vor dem Abgrund, nachdem er dieses kleine Mädchen ermordet hat benötigt es nur einen Anschubser um ihn endgültig da rein zu jagen.
In dieser Welt ist egal ob du dich nach solch einem Verbrechen geändert hast, ob du nun der netteste Mensch der Welt bist, die Medien halten dich weiterhin für ein gefundenes Fressen und es gibt noch genug Menschen die dich dafür hassen und hängen sehen wollen. Wir leben eben auf einer grausamen Welt, eine Welt in der es scheißegal ist warum du bestimmte Sachen machst, eine Welt die nur darauf achtet was du getan hast. Diese Gesellschaft funktioniert so nicht, doch ändern will niemand was. Wieso auch, wieso auch unnötigen Stress produzieren.
John Crowley hat dies bewiesen, und das äußerst effektiv und authentisch, die Geschichte wurde aus dem Leben gegriffen und könnte genauso gut dir passieren, deswegen braucht es auch keine großen Effekte oder kinnladenherunterfallende Wendungen, nein, es braucht nur eine dramatische, real wirkende Geschichte und ideale Schauspieler die diese Geschichte leben lassen.
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alex023 2012/01/30 19:38:52
Antwort löschenFein!
neenchen 2011/09/30 15:02:17
Kommentar löschenSpoiler!
Der Film zeigt eine bewegende Geschichte mit einem großartigen Hauptdarsteller und einem wirklich unbefriedigendem Ende. Die Geschichte baut sich langsam und spannend auf. Die Realität wurde trist und realistisch eingefangen und bedeutet doch ein Neuanfang für Jack und besitzt dadurch etwas Schönes. Auch die eingebaute Liebesgeschichte ist nicht nervend sondern anrührend und man hat genauso viel Angst wie der Hauptdarsteller, dass es nicht funktionieren könnte. Doch die Auflösung, die nicht existiert, wirkt so, als ob der Regisseur sich selber nicht für eine Variante entscheiden konnte oder als ob er erkannt hat, dass die eine Variante zu kitschig und die andere zu hart wäre. So lässt er uns lieber im Dunkeln sowie auch beim endgültigen Schluss, was ich aber an dieser Stelle völlig in Ordnung finde.
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Broda 2011/08/27 08:42:48
Kommentar löschenGibt es eine zweite Chance für jeden Menschen? Viele sagen ja. Aber würdest du einem Kindermörder vergeben, der zum Tatzeitpunkt selbst noch ein Kind wahr?
„Boy A“ ist großes Kino. Ganz großes. Eine Geschichte, sie könnte die von dem Jungen sein der 2 Häuser weiter eingezogen ist. Du weißt nicht wer er ist, du hast niemals etwas von ihm gehört. Eine unglaublich bewegende Geschichte die mir eine Gänsehaut verpasste und mich des öfteren den Tränen nahe sein lies.
Gleich zu Beginn des Films. Als sein Bewährungshelfer Terry, übrigens unglaublich gut und gefühlvoll gespielt von Peter Mullan ihm ein paar Turnschuhe mitbringt.
"Escape", so heißen sie. Flucht. Aber wovor flüchten? Vor der Vergangenheit, der Gesellschaft? Vor beidem. Hätte er seine Identität nicht geändert, so hätte er gleich die Presse am Halse, die ihn vernichten wollen, am Boden sehen wollen. Für die taten die er begann. Das Menschen sich ändern können, vergessen die meisten aber. Und das wie oben schon gesagt, viele würden sagen es gibt eine 2. Chance doch das ist nur eine Lüge, damit man sich besser fühlen kann.
Der zu unrecht unbekannte John Crowley inszenierte dieses Meisterwerk. Sehr ruhig, mit Schönen Bildern und mit starken Szenen. Die ein oder andere schwäche gibt es zwar, nur kann ich über diese hinweg sehen dank Andrew Garfield.
Das war unglaublich, beeindruckend, perfekt, was er hier ablieferte! Das er mal einer der großen wird, da habe ich keine bedenken mehr. Die letzen ca 20 Minuten waren dann mehr als Schlimm, für Menschen die etwas nah am Wasser gebaut sind, und Sympatien entwickeln konnte zu Jack. Traurig. Hart. Ein ganz großer Schlag in die Fresse.
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goldenhoney 2011/01/13 23:09:44
Kommentar löschen„Boy A“ trägt den Untertitel „Jeder verdient eine zweite Chance“. Das ist auch Leitsatz von Jacks Bewährungshelfer und durchgehendes Thema des Films. Als Zuschauer weiß man von Anfang an, dass Jack als Kind etwas Schlimmes getan hat. Trotzdem kann man nicht anders, als diesem unischeren Jungen zu wünschen, dass er nach langen Jahren der Haft seine zweite Chance nutzen kann und ein wenig Glück im Leben findet. Zunächst scheint dem auch so, eine neue Identität, der väterliche Bewährungshelfer der ihm zur Seite steht, ein Job, ein paar neue Freunde und auch die Liebe findet Jack. Aber ständig schwebt das Damoklesschwert über ihm, die Medien hetzen noch immer gegen Boy A und er ist ständig in Gefahr, mit seiner neuen Identität aufzufliegen. Das Unvermeidliche passiert und Jacks schöne neue Welt scheint endgültig zu zerbrechen, genau wie Jack selbst. .. Andrew Garfield spielt den Protagonisten großartig und sehr einfühlsam und das Ende des Films hat mir glatt das Herz gebrochen. Ein wundervoller, trauriger Film, der immer unterhält, einige Male schockiert , in dem man lacht und weint und der noch eine Weile nach dem Abspann bei einem bleibt. Jeder verdient eine zweite Chance, oder?
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Avengeric 2010/08/22 17:51:37
Kommentar löschenWährend man "Boy A" schaut stellt man sich Fragen wie "Verdient jeder eine zweite Chance?" "Ist das Verhalten des Protagonisten nachvollziehbar und vor allem das seiner Gegner?".Es geht um Schuldgefühle, Wiedereingliederung in die Gesellschaft und zudem wird die Sensationspresse kritisch in den Blick genommen.
Der Protagonist Eric Wilson/Boy A (ein Bezeichnung für minderjährige Straftäter, deren Identiät geheim bleiben soll) hat zusammen mit seinem Kumpel Phillip Craig, beides Außenseiter und Schulschwänzer, im Alter von 10 Jahren ein Mädchen umgebracht. Sie kommen dafür 14 Jahre ins Gefängnis, Phillip wird mit der Belastung nicht fertig und bringt sich um, wobei Jack nicht so recht an einen Selbstmord glaubt. Dieser Teil der Geschichte wird in Rückblenden in den Verlauf des Films, immer passend, eingeworfen. Der eigentlich Hintergrund des Films ist die Wiedereingliederung von Eric, mit seinem neuen Namen "Jack". Helfen tut ihm dabei sein Bewährungshelfer "Terry", welcher einen Sohn hat, den er aufgrund der Scheidung mit seiner Frau jahrelang nicht gesehen hat und sich schließlich mit ihm verträgt. Jack verliebt sich, hat Arbeit und Freunde. Eigentlich alles perfekt, bis zu dem Tag an dem er mit seinem Kumpel Chris an einen Unfallort gerät und ein kleines Mädchen rettet, Jacks Bild kommt in die Zeitung und das Übel nimmt seinen Lauf.
Ich habe bis zum letzten Moment auf ein Happy End gehofft, erfüllt wurde mein Wunsch nicht. Hat mich echt mitgenommen. Ich kann den Film jedem wärmstens empfehlen, super Leistung der Schauspieler, überragende Story und kaum/kein Leerlauf.
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stuforcedyou 2010/06/15 17:31:48
Kommentar löschenDas britische, preisgekrönte Drama ist ohne Zweifel zutiefst bewegend und emotional. Wenn sich Jack mit seinem Bewährungshelfer Terry trifft dann erreicht "Boy A" dramatische, ökonomische Spitzen. Die zwei Männer sprechen nämlich mit jedem einzelnen Blick und mit jeder Geste. Dies erzeugt zum einen erzählerisch Spannung und zum anderen eine packend-triste Atmosphäre, die den Film in seiner Traurigkeit stärkt.
"Boy A" enthält jedoch auch Hoffnung. Auch hier ist es die Kommunikation die dem Film förderlich zur Seite steht. Wenn Jack endlich einen Freund und die erste Liebe findet und er nach 14 Jahren wieder Liebe Geborgenheit, Vertrauen und Zärtlichkeit erfährt, dann präsentiert der Film dies so anrührend wie nüchtern, dass man mit Jack mit leidet, wenn ihm zum einen die Schatten seiner Vergangenheit sowie Unsicherheit eines für ihn noch unbekannten Lebens plagen.
Leider macht "Boy A" aber auch viele Fehler: Die Geschichte braucht zu lange um ihre wichtigen Wendungen in Gang zu bringen, einige Szenen wirken wie zu beliebig und kitschig und der Film versucht Jacks Verbrechen, dass er als Kind beging, viel zu platt zu entschuldigen. "Boy A" ist nichtsdestoweniger ein wirklich herzzerreißendes Drama geworden und das harte, offene Ende stellt den Zuschauer vor eine Frage, die so mancher bestimmt lieber vom Film beantwortet haben will. Vom dramatischen Standpunkt ist das Ende aber überaus gelungen, wie der Rest der Films.
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Kris 2010/02/07 12:03:41
Kommentar löschenNach über zehn Jahren Haft kommt 24-jährige Jack aus dem Gefängnis. Wofür man in so jungen Jahren so lange verurteilt werden kann, wird nur nach und nach in Rückblenden enthüllt. Aber im Mittelpunkt der Handlung stehen Jacks Versuche, sich wieder in die Welt einzugliedern. Jack, der schüchtern und unbeholfen wirkt, wird dabei niemals als Täter inszeniert. Schnell gewinnt er die Sympathien der Zuschauer. Sein Verbrechen: Vergangenheit. Und doch wird er von ihr wieder eingeholt, die zweite Chance in Frage gestellt.
Ein berührendes und intensiv gespieltes Drama, das unangenehme Fragen aufwirft: Wie geht die Gesellschaft mit vermeintlich rehabilitierten Straftätern um? Gibt es überhaupt zweite Chancen? Darf man einen Täter als Opfer betrachten? Einfache Antworten werden nicht geboten.
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Thurgood 2010/01/11 20:13:05
Kommentar löschen„Boy A“ lebt von einer mitreißenden Geschichte, die durch realistische Aufnahmen und Bilder den Zuschauer in seinen Bann zieht. Der Plot bringt viele kritische Fragen mit sich, mit denen sich der Betrachter auch noch nach Ende des Films außeinandersetzen kann.
Erwähnenswert ist vor allem eine unglaublich gute Performance von Andrew Garfield, der in seiner Rolle komplett aufgeht.
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pellekraut007 2009/11/26 17:22:56
Kommentar löschenWie funktioniert ein guter Film? Einfach, so! Erzählt wird in extrem schlichten Bildern die Geschichte eines 12jährigen Möders, der als Erwachsener ein neues Leben beginnt, in Nike's "Escape" Schuhen. Und genau diese Bilder, die unglaublich guten Darsteller und das Ambiente der englischen Arbeiterklasse machen diesen Streifen absolut sehenswert. Die seelischen Abgründe sind stets präsent und werden fast beiläufig erzählt. Mord als kindliche, launisch lakonische Affekthandlung in einer Gesellschaft, die wohl auch noch zukünftig solche Geschehnisse gebiert. Wie traurig, wie wortlos, wie bedrückend!
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MadsMikkelsen 2009/11/06 22:32:51
Kommentar löschenEin schwieriges Thema, dass hier angepackt wurde,
besteht doch immer die Gefahr, das man Täter zu Opfern macht.
Aber trotzdem ist es wichtig, versuchsweise die Sicht der Täter zu zeigen.
Wie schuldig ein Mensch ist, können wir ohnehin nicht wirklich entscheiden, so finde ich es gut gemacht, dass von der Tat, der Gerichtsverhandlung und anderen Dingen die in der Vergangenheit von Jack gelaufen sind, nur Andeutungen und Ausschnitte gezeigt werden, so bleiben wir im Ungewissen, was den tatsächlichen Tathergang betrifft, was es uns wiederum leichter macht, uns auf Jack einzulassen.
Ansonst; sehr gut gespielt.
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Flacey 2009/11/01 20:27:47
Kommentar löschenEin bewegender Film über das Schicksal eines Jungen, den seine Vergangenheit einholt.
Sehr gute, glaubhafte Schauspieler und eine spannende Handlung, verallem die verwobene Nebenhandlung, in der die Tat und seine Vergangenheit nach und nach aufgedeckt werden, sind sehr gelungen.
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Poisongissy 2009/10/23 22:43:41
Kommentar löschenSehr bewegender Film,regt echt zum Nachdenken an. Vielleicht können Menschen sich ja doch ändern. Ich hatte auf jeden Fall Mitleid. Man weiß natürlich nicht ob Jack aktiv an der Tat beteiligt war, ansonsten wäre das mit dem Mitleid wahrscheinlich etwas schwierig geworden. Klasse gespielt vom Hauptdarsteller
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Strikerth 2009/09/28 00:02:34
Kommentar löschenWoW! Lange nicht mehr ...und das sage ich mit vollem Ernst wurde ich so tief und innerlich berührt und bewegt. Ein Schicksal eines Jungen der es als Kind nicht besser wusste und als Erwachsener dafür büsen muss. Er hat sich geändert und nicht den Weg anderer eingeschlagen, doch trotzdem muss er um sein Leben kämpfen und im Verborgenen bleiben. Das er doch nie richtig gelernt hat in dieser Geselschaft etabliert und akzeptiert zu sein macht die Sache nicht einfacher für ihn. Doch trotz alledem schließt er schnell Freundschaften mit seinen Kollegen und lernt bald auch sein Mädchen kennen.
Wer denken mag das zu viel Klischee in diesem Film steckt sollte doch mal nachdenken in wie vielen Situationen doch einfach nur das Vorurteil über die Haltung anderer euch gegenüber herrscht. Wie oft standet ihr da und euch wurden Fehler immer und immer wieder vorgeworfen nur weil ihr einmal etwas falsch gemacht habt. Oft ist die Gier nach Ruhm und Geld größer als euer persöhnliches Schicksal. Boy a setzt dort an und zeigt die hässliche Fratze unserer Geselschaft auf in einem Teil über den heute immernoch viel geschwiegen wird.
Dabei zeigt dieses Drama nicht nur den Prozess der Rehabilitierung sondern das Schicksal was hinter diesen Menschen steckt und sei die Vergangenheit auch noch so grausam.
So viel Liebe wie in dem Film steckt um so mehr Tragik verbirgt sich dahinter. Oft hat das ein beklemmendes Gefühlzur Folge, nicht wissend ob er es schafft oder auch aus Angst das sie ihn entdecken könnten, rausfinden wer er ist. Man baut schnell eine Brücke zu diesem symphatischen jungen Mann auf, der doch so nett, freundlich, hilfsbereit und doch zurückhaltend (bescheiden) ist. Durch den Knast lernte er nicht was wahre Liebe ist, wie es ist Geborgenheit zu spüren und wahrhaft glücklich zu sein. Er lernt zu lieben. Er kennt dieses Gefühl nicht, doch er weis was es bedeutet. Alleine diese Szene ist so bewegend das ich kaum meine Tränen im Schach halten konnte. Zu sehr leidet aber freut man sich auch mit ihm. Man erlebt es er zu sein und ist doch man selber, man glaubt sich zu sehen und erblickt doch dann ihn.
Boy a ist der wohl mit Abstand ehrlichste und authentischste Film seit langer Zeit. Nicht oft kann man die Traurigkeit in sich spühren wenn ein Film zu Ende geht, wenn jemand von einem Abschied nimmt der einem doch schon so sehr ans Herz gewachsen ist das man ihn nicht mehr gehen lassen möchte. Doch wie so oft im Leben muss man leider loslassen....
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