Boy A

Boy A (2007), GB Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 07.05.2009

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7.2
Kritiker
17 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4
Community
1154 Bewertungen
49 Kommentare
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von John Crowley, mit Andrew Garfield und Alfie Owen

Im Alter von 24 Jahren wird Jack aus dem Gefängnis entlassen, in dem er die letzten 14 Jahre verbracht hat. Eines schweren Verbrechens schuldig und gleichzeitig völlig unbedarft betritt der in den Medien nur als “Boy A” bekannte junge Mann eine Welt, die er zuletzt als Kind erlebt hat. Unter dem Schutz seines väterlichen Bewährungshelfers Terry nimmt er eine neue Identität an, findet einen Job, Freunde und verliebt sich in Michelle. Durch die Akzeptanz ermutigt, will er sein belastendes Geheimnis offenlegen – aber er hat nicht mit der Sensationsgier der Presse gerechnet, die noch immer auf der Suche nach “Boy A” ist: Unweigerlich und heftig wird Jack von seiner Vergangenheit eingeholt. Nun hat er mehr zu verlieren als jemals zuvor.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (7) — Film: Boy A

Hausmeister: Nerdtalk.de

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7.0Sehenswert

[...] Für manch einen mag der Film nicht genug Spannung bieten. Doch unter der Oberfläche des offensichtlich so banalen Films, brodelt es gewaltig. Ständig fragt man sich, wann die Fassade anfängt zu bröckeln. Auch die Neugier wartet lange Zeit auf Befriedigung: erst im Lauf des Films wird langsam klar, warum Jack eigentlich gesessen hat. Wer sich auf diese Spannung einlassen kann, die mal so ganz und gar nicht „Schlag auf Schlag“ ist, bekommt mit „Boy A“ einen wirklich lohnenswerten Film, der viel Stoff für Diskussionen und zum Überdenken der eigenen Wertvorstellungen bietet.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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7.5Sehenswert

Die unglaublich intensive Darstellung des bisher unbekannten Andrew Garfield steht ganz im Zentrum des Films. Immer wieder fällt sein neugieriger Blick zu Boden, mischen sich darin Lebenshunger und Verzweiflung. Von der ersten Szene an ist man auf seiner Seite – und das ist natürlich ein kleines Problem. Schließlich hat er ein Menschenleben auf dem Gewissen. Regisseur Crowley aber macht es uns leicht, ihm zu verzeihen. Die zunehmend spannungsgeladenen Rückblenden in die Kindheit – fast schon ein eigener, noch brillanterer kleiner Film für sich – stellen sich nicht weiter in den Weg. Aber können die Opfer vergeben? Crowley interessiert vor allem, ob Jack es selbst kann.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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6.5Ganz gut

Crowley unternimmt alles erdenklich Mögliche, um Jack zu entlasten. Seine Hauptdarsteller dienen ihm als verlässliche Kronzeugen für dessen wiedergewonnene Unschuld. Aber er kann nicht umhin, die damalige Gräueltat (an der Jack eher passiv beteiligt war) in knappen Rückblenden nach und nach zu enthüllen. Er scheut jedoch davor zurück, sie tatsächlich zu zeigen: Das hätte eine zu hohe Hürde errichtet für die Empathie der Zuschauer. Der altbackene Sozialdeterminismus, den er bemüht, um das Verbrechen zu erklären (eine zerrüttete Familie; Jacks kindlicher Mittäter wurde missbraucht), erweist sich als ratlose Erzählstrategie. Die Vorstellung des untilgbar Bösen, auf der damals das Plädoyer des Anklägers beharrte und die nun die Regenbogenpresse wieder gegen ihn ins Feld führt, ist diesem Film unbegreiflich: Er möchte, aber kann sie nicht widerlegen.

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ossijr

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vielleicht genau das, was erreicht werden sollte...


G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.0Sehenswert

Es mag etwas zu offensichtlich sein, wo der Film hingeht. Doch wie Andrew Garfield die schwierige Rolle meistert, fesselt zusätzlich. Eindrucksvoll auch die seltsame Figur des väterlichen Bewährungshelfers Terry.Dabei geht es gar nicht um die Frage, ob eine Rehabilitation möglich ist. Jack ringt nicht mit sich in einem Kampf wie ihn Jürgen Vogel als getriebener Vergewaltiger in „Der freie Wille“ verkörperte. Das innere Drama bleibt seltsam wenig ausgeleuchtet, der Film hat seiner Figur von Anfang an vergeben.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Verstörend gut gespielter Film, der seine Schuld und Sühne-Thematik in erdgebundene realistische Bilder packt. Was zählt sind nicht die Antworten, sondern die Fragen die der Film stellt. Nicht ganz frei von Klischees, schafft er es dennoch seine schwierige Geschichte bis zum Schluß packend zu erzählen.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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7.5Sehenswert

[...] Andrew Garfield, zuletzt neben Robert Redford in "Lions for Lambs" zu sehen, spielt den verschüchterten, unsicheren ‚Boy A’ – unter diesem Pseudonym geisterte er im Film durch die Presse – mit einer erschreckenden Brillanz zwischen Hilfsbedürftigkeit und sublimiertem Wahnsinn. Der junge Schauspieler trifft nahezu jeden Ton, seine Darstellung ist derart auf den Punkt gebracht, dass sie selbst den gestandenen, seinerseits ebenfalls großartigen Peter Mullan überschattet. [...]

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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9.0Herausragend

Boy A wurde nach dem Roman von Jonathan Trigell verfilmt, von einem bekannten Fall aus dem Jahr 1993 aus Liverpool inspiriert und setzt literarisches Vorgreifen und Echos der Handlung ein, die im Roman subtiler sind, als sie es im Film sein könnten. Trotzdem weiß Crowley den Takt dieser unebenen Saga über Abbitte und moralische Regeneration einzuhalten, was Garfield und der facettenreiche schottische Darsteller Mullan unterstützen. Obwohl ein schlechter Samen zu einer guten Frucht führen kann: Würden andere diese pflücken?

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Kommentare (42) — Film: Boy A


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Thomas Hetzel

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Bewertung7.5Sehenswert

Wer immer noch meint Andrew Garfield könnte nicht schauspielern, der sollte sich diesen Film ansehen. Dort ist Garfield nämlich überragend.

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marcowski

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Bewertung6.0Ganz gut

Über Fehltritte in und von der Gesellschaft. Bewegend gespielt aber leider auch sehr sentimental.

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heikschn

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Klasse-Film nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden schauspielerischen Leistung des neuen Spidermans. Ein zutiefst deprimierendes Thema sehr einfühlsam umgesetzt, ohne dabei Partei zu ergreifen.

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uncut123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

heikles thema sehr unterhaltsam umgesetzt..gänsehaut garantie und wer diesen film gut fand sollte mal die doku "auf teufel komm raus" sehen...sehr krass

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lex_89

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Super Film mit guter Besetzung und guten Schauspielerischen Leistungen bzw. überragenden, wenn man verstehen kann, wie sich solche Menschen im Verhalten ausdrücken. Gute Story für diesen Bereich.

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Brainkiller007

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Bewertung7.0Sehenswert

Solides Drama das wegen seiner Thematik angeschaut werden sollte.
Laut Wikipedia weisst der Film Parallelen zu dem Mordfall James Bulger auf.
http://de.wikipedia.org/wiki/James_Bulger

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avid

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film hat mich einfach berührt, durch seine Geschichte, seine Erzählweise, seine Bilder, seine Figuren(entwicklung) und tolle Darsteller. Allen voran: Andrew Garfield. Kino mit Herz und Verstand. Danke.

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Hagen Hagen

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Bewertung6.0Ganz gut

Ach je, die armen Täter. Erst zwingt sie das Leben dazu, schlimme Dingen zu tun und dann will später irgendwie keiner einen brutalen Kindermord vergessen. Sieht aus wie ein Ard-Nachdenkfilm. Hat aber bessere Schauspieler.

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-Luc-

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Naja, ganz so einfach ist es dann doch nicht.


Hagen Hagen

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Sondern?


Catooney

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Also selten hat mich ein Film so sehr berührt, eigentlich stehe ich nicht so aus Dramas, aber ich hab wirklich jede Minute mit Eric/Jack (Andrew Garfield) mitgefiebert.
Ein weiterer Beweis dafür das Garfield wirklich ein super Schauspieler ist, er hat den scheuen, sensiblen aber dennoch freundlichen Jack sehr gut rübergebracht und die Handlung wurde ruhig und feinfühlig erzählt.
Und die "Sexszene" fand ich ehrlich gesagt echt niedlich :D
Ich würde den Film auf jeden Fall weiterempfehlen, guckt euch den an!

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Daymare

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Bewertung7.5Sehenswert

Das Gesamtpaket ist wirklich sehr gut, allerdings wollte der emotionale Funken einfach nicht bei mir überspringen.

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vuvuzela

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Bewertung7.0Sehenswert

Mit dem Hintergrundwissen das die Geschichte authentisch ist, habe ich den ganzen Film durch überlegt was mir lieber wäre, das er entdeckt wird oder das er sein neues leben weiter leben sollte. Ich finde die "zweite Chance" hat nicht jeder verdient, aber wenn man sie bekommt dann sollte man sie nutzen, das hat Jack gemacht, andere gehen mit ihrer "zweite Chance" leichtsinniger um.

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goddess.pain

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Bewertung10.0Herausragend

Wow, Andrew Garfield spielt so toll, dass ich mir keinen anderen Film mit ihm ansehen will (und schon gar nicht Spiderman). Er soll immer Boy A bleiben. Die perfekte Rolle.

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Thomas479

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Bewertung9.0Herausragend

Boy A ist ein unglaublich intensiver Film, der einen gleich zu Beginn gefangen nimmt und nicht mehr loslässt. Andrew Garfield in der Hauptrolle spielt oscarreif. Der Film um einen jungen Mann, der als Kind straffällig geworden ist und nun mit 24 Jahren ein neues Leben beginnt, ist auch dramaturgisch geschickt aufgebaut. Die Rückblenden werden dezent eingebaut, ohne von der Gegenwartshandlung abzulenken. Einzigster Vorwurf, den man dem Film machen kann, wäre, das er stellenweise etwas konstruiert wirkt. Das Ende wirkt lange nach.

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TheNumber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film hat mich echt überrascht. Andrew Garfield nutzt sein Debüt in einer Hauptrolle, um mit einer starken Leistung auf sich aufmerksam zu machen. Der Film ist eher ruhig und behandelt ein eher schweres Thema. Aber nichtsdestotrotz reißt der Film den Zuschauer fast die ganzen 100 Minuten lang mit. Und gerade gegen Ende zeigt der Film noch etwas Tiefgang. Kleiner Geheimtipp, sehr interessantes Drama

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Punsha

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Bewertung7.0Sehenswert

Vierzehn Jahre eingesperrt, die ganze Jugend hinter Gittern verbracht als Strafe für kindische Dummheiten, die zu einer grauenvollen Tat ausuferten. Nach abgesessener Haftstrafe soll nun der Neuanfang folgen mit neuem Namen und neuer Identität. Doch kann man eine so lange Zeit unvergessen machen? Kann man sich von Schuld und Sünde reinwaschen? Sind die bösen Erinnerungen nicht allgegenwärtig und verhindern sie es nicht, ein normales Leben zu führen, als wäre nie etwas gewesen? Crowley zeigt seine Hauptfigur als ein bemitleidenswertes Etwas, vergibt ihm schon von Anfang an und lässt so gar nicht die Frage aufwerfen, ob die 14-jährige Freiheitsstrafe gerechtfertigt sei. Somit distanziert er sich sogleich vom üblichen Justizdrama, aber konzentriert sich stattdessen auch nicht auf die sozialen Hintergründe des Protagonisten, die über die üblichen Probleme des niederen Milieus ebenso oberflächlich wie schematisch abgehandelt werden. Was also ist es, worauf sich der Film spezialisiert? Es ist das gesellschaftliche Umfeld, das sich immer wieder an unserer Hauptfigur reflektiert und BOY A eine interessante und spezielle Note verleiht. Verschüchtert und ein wenig infantil spielt Andrew Garfield den Jungen, der seit seiner Kindheit nicht mehr auf freiem Fuß war, nie die Schule absolvierte, nie auf Jobsuche ging, nie eine Jugendfreundin hatte mit solch einer Präzision, dass man sich nie die Frage stellt, ob einen der Knast nicht hart und reif macht oder ob es die Gesellschaft ist, die das Kind zum Mann formt. Garfield macht sein Spiel, obgleich es der Wahrheit entspricht oder nicht, zur zweifellosen Realität und beantwortet alle bislang offenen Fragen über Schuldgefühle, Reue und Vergangenheitsbewältigung mit seinem Gesicht, indem sich all das widerspiegelt, was unausgesprochen bleibt. Neben ihm brilliert auch Peter Mullan als sein Bewährungshelfer, dessen väterliche Fürsorge umso interessanter wird, nachdem sein wahrer Sohn in sein Leben zurückkehrt. Langsam und behutsam spannt sich so ein zerbrechliches Netz zwischen jeder Figur, das bei jedem weiteren Riss die Chancen des Protagonisten auf eine soziale Rehabilitation verringert. Dabei geht es Crowley nicht einmal darum, durch ein Musterbeispiel einen allgemeinen Standpunkt über die Frage nach der Möglichkeit gesellschaftlicher Wiedereingliederung zu kreieren, sondern lediglich ein individuelles Schicksal als Plattform für ein einfühlsames Jugenddrama herauszugreifen, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet und so ungemein zum Nachdenken anregt. Ein schwer verdaulicher Mitternachtshappen, der im Bett regelrecht zum Grübeln veranlasst. Wie würdest du auf einen Mörder reagieren?

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Prechtl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Lange bevor er als bester Freund von Mark Zuckerberg in "The Social Network" und aktuell als Spinnenmann im Remake der Spiderman-Filme bekannt wurde, zeigte uns Andrew Garfield bei seinem Debut (!), was wirklich in ihm steckt. Er wirkt wie geschaffen für die Rolle des 24-jährigen Mannes, der nach vierzehnjähriger Inhaftierung ein neues Leben beginnt.
Seine Figur - Jack Burridge - ist genau so, wie ich mir die Person Andrew Garfield vorstelle: Schüchtern, höflich, freundlich. Ein unauffälliger Typ mit dunkler Vergangenheit. Jack muss sich in der großen, fremden Welt, die er zuletzt als Kind gesehen hat, zurechtfinden. Hilfe bekommt er dabei von Terry, seinem Betreuer, der Kriminelle in der Freiheit unterstützt. Jack hat einen Job, findet Freunde, verliebt sich. Und doch hat er ständig das Gefühl, seine Freunde anzulügen, weil sie ihn nicht wirklich kennen - doch er darf die Wahrheit nicht preisgeben.
Eine innerlich zerrissene Person, geplagt von Schuldgefühlen und Angst. Und Andrew Garfield konnte mich bei seinem Schauspiel zu 100% überzeugen.
Schade nur, dass sein Potenzial wohl mit "The Amazing Spiderman" hergeschenkt wird.

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vanilla

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Bewertung9.0Herausragend

WOW, so hat mich schon lange kein Film mehr erwischt. Völlig ahnungslos habe ich den angeschaut und muss sagen der ist richtig gut. Klasse geschauspielert von Garfield, er hat das Zeug zu einem Großen in der Branche. Super Geschichte, einmalig, fesselnd und sehr traurig, sowohl für Boy A als auch für die Angehörigen der Kleinen. Man bekommt nicht immer eine zweite Chance im Leben, also immer aufpassen was man tut.

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cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Glaubwürdig gespieltes Sozialdrama, das für meinen Geschmack ruhig etwas schonungsloser und schockierender hätte dargestellt werden können.
An den Fall, auf dem die Geschichte lose basiert, kann ich mich noch erinnern, obwohl inzwischen fast zwanzig Jahre her. Damals habe ich nur gedacht, was müssen das für elendige Bastarde sein, diese beiden 10-järigen Jungs, die ein kleines Mädchen auf bestialische Weise umbrachten. Aber natürlich gibt es zu allem eine Vorgeschichte, wie auch zu "Boy A".

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film film 003

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film, den man so schnell nicht wieder vergisst....
Thank you Mister Garfield!

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hoffman587

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Bewertung7.0Sehenswert

Boy A

Hoffmans-zügellose-Fanboy-Geschichten:
oder alternativ die Chronik eines alten Mannes, der nicht mehr fähig ist scheinbar rational logisch zu agieren. Irgendwann musste ich das Problem bei der Wurzel packen und wie gesagt und ich hatte es schon anderweitig geahnt, ich werde mit der Zeit immer mehr Fanboy von irgendwelchen hippen und modernen Schauspielern der heutigen Generation/das Ende: Ich hatte es schon vermutet, nun scheint es klar: Ich bin nun auch Fanboy von Andrew Garfield, hurra. Zum Glück noch nicht allzu extrem. So folgte aber "Boy A" (Deckname für Minderjährige, welche sich strafbar gemacht haben, um ihre Existenz zu schützen) von John Crowley aus dem Jahre 2007 nach dem Roman von Jonathan Trigell und wie es scheint auch hier nach wahren Begebenheiten.

Zugeben, die Story des Films mag dabei wenig originell oder innovativ daherkommen, die Karten (der Geschichte) werden hier neu gemischt und eben anders verpackt, das Grundschema bleibt eigentlich dasselbe. Mittelpunkt dieser Geschichte ist ein Jungen, über seine Schuld, seine Resozialisierung, seine Eingliederung in das normale Leben und irgendwie auch seine Suche nach der eigenen Identität, somit doch interessant und gut gestaltet: Neues Leben, neue Identität, nach vielen Jahren im Knast (damalige Tat: Mord) , in der er seine fast vollständige Jugend verbrachte, kommt der 24-Jährige Jack (neuer Name, neues Leben, sichere Existenz) frei und bekommt das Angebot auf eine zweite Chance im Leben, um sich wieder ins normale Leben einzugliedern, doch wie auch so oft wird er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt.

Eigentlich eine Geschichte, die mir persönlich schon viel zu oft erzählt wurde, nun gut. Hierbei lag mein "Sichtungsgrund" auch nicht an er Story, sondern wegen wie erwähnt Andrew Garfield, Fanboy und so. Und ehrlich, ohne zu übertreiben (nur ein bisschen), jener trägt den Film. Denn Garfield liefert eine wirklich starke Leistung ab, überzeugt insofern, dass er es schafft den Charakter des geläuterten Jacks, der das Vergangene hinter sich lassen will, sympathisch wirken zu lassen, sodass man mit ihm liebt und leidet, trotz seiner grausamen Taten aus der Vergangenheit. Mit viel Herz und sehr ergreifend dargestellt von Garfield, welcher sich mehr als gut in die Rolle einfühlt. Toll. Nicht zu vergessen, über einen reichlich interessant-prävisionären Tanzstil verfügt er auch noch. Neben ihm aber überzeugend agierend Peter Mullan als Jack´s Betreuer Terry, welcher auch mit eigenen Problemen zu kämpfen scheint und das gerade die Vernichtung jeder Hoffnung für die Zukunft des Jungen ist, doch versucht er Jack überall zu helfen wo er nur kann. Auch von Mullan sehr herzlich und liebevoll gespielt. Und so entsteht zwischen den Beiden eine besondere Harmonie bzw. Beziehung, die einem Vater mit dem Sohne gleicht, sehr rührend verkörpert.

Die Regie von Crowley überzeugend, interessant und sehr einfühlsam erzählt, auch wenn zwischendrin mit kleinen Längen meiner Meinung nach verziert. Zudem mit verschiedenen Handlungsebenen (Gegenwart - Vergangenheit) bzw. Rückblenden, einmal Jack´s Geschichte nach dem der Entlassung und seinen Versuch der Rehabilitierung und seine Vergangenheit bzw. das Geheimnis, welches zunächst im Dunkeln scheint. Was passierte? Was tat er? Eindeutige Antworten gibt es dennoch nicht. Dort geschildert werden zwei verschiedene Jungen und man fragt sich selbst. Welcher von ihnen ist Jack, anfangs? Eine interessante Frage, die mich bei den Rückblenden durchaus beschäftigte. Da kann man durchaus verzeihen, dass die Hintergründe der damaligen Tat nicht im Ganzen sorgfältig geschildert werden, dies sei vergessenen. Denn mehr geht es doch um das Leben nach der Einlösen der Schuld, ein Leben danach... versuchen weiterzuleben. Sich erneut einzuordnen in die Gesellschaft um sich dabei auch selbst zu finden. Dabei kritisiert Crowley zudem die Sensationsgeilheit der Presse und Medien. Was letztlich eine gewisse Tragik enthält. Crowley versucht seinen Hauptprotagonisten (Pseudonym: Jack) sympathisch und freundlich darzustellen, weit weg von dem typischen Klischee eines Straftäters, denn auch jene können eine Läuterung erfahren und sind Menschen, ob man es glaub oder nicht, es stimmt. Und so wird der Täter letztlich zum verzweifelten und einfühlsamen Opfer. So mag sein Schicksal durchaus aufwühlen und bewegen.

Auch wenn ich sagen muss, dass Klischees hierbei durchaus meiner Meinung nach vorhanden sind, die Erzählstruktur und der Film an sich blieben aber authentisch und glaubwürdig gestaltet, auch wenn ich diese Geschichte schon viel zu oft gehört habe, hier mit anderen Aspekten und Zutaten. Immerhin noch sehr sauber und außerdem noch sehr gut in den klaren und intensiven Bildern der Kamera festgehalten.

Unterm Strich bleibt dann mir nur noch zu sagen, dass "Boy A" doch insgesamt ein gelungener Film zum Thema der Schuld und dem Neuanfang einer neuen Identität bzw. der Suche nach jener. Dabei getragen von Andrew Garfields starkem Schauspiel. So zusammengefasst für mich sehenswert, nicht neu, aber gut.

bedenklich? 28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

_Garfield

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War ja zunächst skeptisch, aber Garfield als Spiderman könnte doch was werden...


hoffman587

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Irgendwie Ironie da du das sagst.^^
Ist aber auch ein Guter. Ich bin jedenfalls gespannt. Irgendwie...:)



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