Carlos - Der Schakal
Carlos (2010), DE/FR Laufzeit 330 Minuten, FSK 16, Drama, Historienfilm, Kriminalfilm, Kinostart 04.11.2010
36 Bewertungen
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871 Bewertungen
68 Kommentare
Keine
von Olivier Assayas, mit Édgar Ramirez und Alexander Scheer
Carlos der Schakal läuft sowohl als 3-Stunden-Version und als 5-Stunden-Fassung im Kino. Ilich Ramírez Sánchez wurde das revolutionäre Denken quasi in die Wiege gelegt – sein Vater war überzeugter Kommunist und benannte seinen Sohn nach dem zweiten Vornamen Lenins. Doch die Welt sollte ihn unter dem Namen kennen lernen, der über Jahrzehnte zum Inbegriff von Terror und Tod wurde: Carlos der Schakal. Carlos selbst sah sich jedoch nicht als Terroristen, sondern als Idealisten und Freiheitskämpfer, der, weil es im Dienste seiner Mission der Aufklärung geschah, auch den Tod von Unschuldigen billigend in Kauf nahm. Der Franzose Olivier Assayas zeichnet in Carlos der Schakal das beunruhigende Portrait eines Extremisten mit dokumentarischen Zügen. In den frühen 70er Jahren wird Ilich Ramírez Sánchez (Édgar Ramirez) von der terroristischen Volksfront zur Befreiung Palästinas angeworben und verübt 1973 seinen ersten Anschlag, der allerdings scheitert. Traurige Berühmtheit erlangt er unter anderem durch den Angriff 1975 auf das OPEC-Hauptquartier in Wien, bei dem er allein drei Personen tötet. Kurz zuvor hatte Carlos der Schakal bei einem erfolgreichen Fluchtversuch zwei französische Polizisten erschossen, wofür er nach seiner letzten Verhaftung 1994 schließlich zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wird.
Aus seiner Gefängniszelle heraus hatte der echte Carlos versucht, die Verfilmung seiner Lebensgeschichte zu verbieten – vergeblich. Das Publikum von Cannes störte dies indes wenig: Es feierte Carlos der Schakal frenetisch. Carlos der Schakal war zunächst als TV-Mehrteiler geplant, was bei einer Länge von 330 Minuten auch angebracht scheint. Die gängige Kino-Version bringt es immer noch auf 140 Minuten. Die biologische Spezies Schakal hat es im Kino bereits auf drei Filmtitel gebracht: 1973 kam eine Verfilmung des Frederick-Forsythe-Bestsellers in die Kinos unter der Regie von Fred Zinnemann namens Der Schakal. Es wird kolportiert, dass Carlos hierüber seinen Beinamen erhielt. Im Jahre 1997 ließ sich Michael Caton-Jones von Carlos Biografie für seine Version des Schakals mit Bruce Willis als Attentäter und Richard Gere als sein Gegenspieler inspirieren. (EM)
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Cast & Crew
- Genre
- Biopic, Historienfilm, Kriminalfilm, Drama
- Zeit
- 1970er Jahre, 1980er Jahre, 1990er Jahre
- Ort
- Algerien, Amman, Caracas, Deutschland, Jugoslawien, London, Moskau, Palästina, Paris, Venezuela, Wien
- Handlung
- Amoral, Anschlag, Ausbildung, Ausweis, Deutscher, Entführung, Falsche Identität, Fernsehen, Geheimdienst, Geheime Identität, Geiseldrama, Gerichtsverhandlung, Geschiedene Eltern, Hochzeit, Identität, Kommunismus, Lebemann, Lenin, Lösegeld, Medien, Mossad, Mörder, Neue Identität, Organisierte Kriminalität, Palästinensische Befreiungsorganisation , Panzerfaust, Terrorist, Verhaftung
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Geistreich, Hart, Spannend
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- Carlos der Schakal: film-zeit.de
- Carlos der Schakal: critic.de





















Kritiken (24) — Film: Carlos - Der Schakal
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenWir schauen über 300 Minuten dem Schakal über die Schulter, wie er sich auf seine Beute stürzt. 300 Minuten, in denen Ilich Ramírez Sánchez, genannt "Carlos", seinem Mythos entgegen flüchtet. 300 Minuten voller entfesselter Energie, die ganz allein Édgar Ramírez gehören. Für diese 300 Minuten und ein bisschen mehr spielt Édgar Ramírez nicht Carlos, für diese 300 Minuten und ein bisschen mehr darf er Carlos sein, ist er Carlos, lebt er Carlos. Carlos – Marxist, Schürzenjäger, Terrorist; Legende, Phänomen, Phantom, im Begriff mehrere Kugeln ins Magazin zu laden für den Kampf der Unterdrückten gegen den "imperialistischen Kapitalismus", ein Anwalt für die Dritte Welt. Olivier Assayas skizziert Carlos' Schicksalsstationen in unterschiedlich zeitliche Rhythmen, überspringt dort Tage, überbrückt da Jahre, lässt Carlos von Weltereignis zu Weltereignis eilen, sodass Carlos wie eine jämmerliche Schachfigur auf dem historischen Schachbrett wirkt, die sich mit jedem neuen…
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AntiAliasing38 Sat, 19 May 2012 03:50:31 -0000
Antwort löschenDu schreibst, dass Assayas den Opec-Raid akribisch nachdokumentiert. Ich frage mich dann schon warum Wien im Dezember wirklich so unglaublich sommerlich aussieht, wie im Film dargestellt wird. Hast du eine deutsche Synchronfassung gesehen oder das mehrsprachige Original?
Candide: Film-Rezensionen.de
Kommentar löschenEhrlich gesagt hatte ich mir mehr erwarten oder besser gesagt weniger. Um vollständig die politische Komplexität und die einzelnen Gruppierungen zu verstehen braucht man ein riesiges Hintergrundwissen, ein Kinofilm ist eben nicht die beste Plattform um Geschichtsbildung zu betreiben. Allein diese Tatsache dürfe für viele Betrachter ein großer Stolperstein sein, wer mit Politthrillern etwas anfangen kann sollte hier aber einfach mal blind zugreifen.
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Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenOlivier Assayas' Mammutporträt des berüchtigten linksradikalen Entrepreneurs reüssiert gleich dreifach: als klassisches Biopic, Terror-Essay und epische Geschichtsfiktion. Hauptdarsteller Édgar Ramírez ist eine Offenbarung und trägt den Film über die ganzen fünfeinhalb Stunden.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Edgar Ramirez verkörpert Carlos mit vollem Körpereinsatz, lässt sich Zeit für seinen Körperkult, seine Blicke und Eroberungen. Dennoch lässt uns Assayas auf Distanz. Wir erfahren über Carlos immer nur so viel wie es der historische Kontext zulässt. Der Film folgt einer unaufhaltsamen Geschichtsbuch-Chronologie. [...]
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Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Die übliche Mystifizierung, zum Teil auch Heroisierung (wie bei „Che“) oder romantische linke Verklärung, bleibt hier aus. Man könnte auch sagen: „Carlos“ ist eine authentische Geschichte des Mannes geworden, der sich anschickte mit Gewalt die Welt zu verändern. [...]
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Cristina Nord: taz Cristina Nord: taz
Kommentar löschenDie große Qualität von "Carlos - Der Schakal" liegt dagegen darin, dass sich Assayas die nötige Zeit nimmt und dabei eine beeindruckende Sensibilität für Details und Nebensächlichkeiten an den Tag legt. Zugleich inszeniert er treibend genug, damit man sich in den fünfeinhalb Stunden nicht langweilt; der Soundtrack trägt einen guten Teil dazu bei.
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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln
Kommentar löschenDer Regisseur und Autor des Films versucht nicht einmal eine psychologische Annäherung, die Faszination an dieser Figur liegt in ihrer Rätselhaftigkeit, und so bleibt der wahre Mensch hinter seinem Decknamen verborgen. Stattdessen lässt er Fakten sprechen, die dann dramaturgisch aufgearbeitet werden, um das zu schaffen, was "Carlos" letztlich ist: großes Kino.
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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenAssayas’ Kompromisslosigkeit ist ein Glück für den Film[...]. Denn „Carlos – Der Schakal“ ist mehr als eine Chronik der Ereignisse, mehr als ein psychologisches Kammerspiel mit Edgar Ramírez in der Hauptrolle, der die paradoxe Aura des Unberechenbaren und klandestinen Selbstdarstellers mit großer Körperlichkeit auf die Leinwand bringt.
[...]Assayas’ klug rhythmisierte, niemals überhitzte Tour de Force verliert bei aller Detailliebe den Bogen nicht aus den Augen.
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Oliver Stenzel: Stuttgarter Nachrichten Oliver Stenzel: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenMit "Carlos - Der Schakal" präsentiert Regisseur Olivier Assayas einen erzählerisch ungeheuer dichten und brillantbesetzten Film über den meistgesuchten Terroristen der 1970er und 1980er Jahre und auch eine Reflexion über die Bedingungen und Möglichkeiten von Terror in Zeiten des Kalten Krieges.
[...] Assayas vermeidet den Umfassenheitsanspruch; der Werdegang seines Protagonisten spielt keine Rolle, der Film konzentriert sich auf Carlos' "aktive" Terrorjahre. Und er [...] setzt auf sorgfältige, differenzierte Charakterisierungen.
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A. Körner : Sächsische Zeitung A. Körner : Sächsische Zeitung
Kommentar löschen„Carlos – Der Schakal“ bewältigt nahezu mühelos den Versuch, Facetten eines außergewöhnlichen Mannes in extremen wie normalen Situationen zu zeigen, ohne über ihn zu richten, ja, ihn nicht einmal zu röntgen. [...] Es gab und gibt in diesem Jahr nicht viel Besseres, Epischeres, Furioseres und Klügeres im Unterhaltungskino zu sehen.
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Christoph Twickel: Der Spiegel Christoph Twickel: Der Spiegel
Kommentar löschenErklären will Olivier Assayas seinen Protagonisten nicht. Kindheit? Jugend? Politischer Werdegang? Damit hält sich der französische Regisseur nicht auf. Carlos - Der Schakal ist das Epos eines Egomanen, der aus dem Nichts kommt, sich bombend und schießend eine Identität schafft - und so zu zweifelhaftem Ruhm gelangt. [...]
Wegen des Verzichts auf eine fiktionale Klammer erinnert tatsächlich manches in Carlos - Der Schakal an den Baader-Meinhof-Komplex. Doch dieser Film nimmt sich einen alles entscheidenden Vorteil: Er lässt sich Zeit.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDas erstklassige Ensemble um einen durch und durch grandiosen Édgar Ramirez in der Titelrolle wird von deutscher Seite in nicht minder überzeugenden Leistungen komplettiert von Nora von Waldstätten („Parkour“) als Carlos deutsche Ehefrau und Alexander Scheer als sein Weggefährte (um nur die beiden wichtigsten zu nennen). Regisseur Olivier Assayas ist hier ein elektrisierendes und detailbesessenes Meisterwerk gelungen, das das komplexe Universum des Carlos als ein Mann der Aktion und nicht der Worte mit all seinen Widersprüchen transparent und für den Zuschauer erfahrbar macht. Gegen Ende der fünfeinhalb Stunden Version schleicht sich jedoch ein wenig der Wiederholungseffekt ein und entsprechend lässt auch das Interesse an Carlos und seinen doch immer irgendwie ähnlichen Terroraktionen nach. Trotzdem sei dem am Thema Interessierten die Langversion empfohlen, die es tatsächlich schafft, durchgängig zu fesseln und bestens zu unterhalten, während alle anderen auch mit der Kurzfassung noch gut bedient werden.
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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio
Kommentar löschenOhne das Angebot einer Identifizierung an den Zuschauer spiegelt der Film das Lebensgefühl einer Bewegung, die politisch hoch motiviert begann und in Söldnertum oder Reue, wie bei manchen der hier auftretenden namhaften deutschen Wegbegleitern endete. Sinnlich ist dieser Film, nahe die Kamera an den Protagonisten, kaum überschaubar die Zahl der Schauplätze und die politischen Begehrlichkeiten, denn der linke Terror hatte viele Freunde und Geldgeber diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs. Diese Beziehungen durchschaubar zu machen, ist bei aller Spannung und emotionalen Intensität ein großes Verdienst dieser Filmbiografie, die sie besonders, aber eben nicht nur für politisch Interessierte an sehenswert macht.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenÜber 300 Seiten Drehbuch, 92 Drehtage in zehn Ländern, 120 Sprechrollen – Assayas gelingt ein Wunder. Beeindruckend das Zeitkolorit: Da stimmt alles von den Kostümen und Frisuren, von der Farbgebung bis hin zur Ausstattung, die 1970er- und 1980er-Jahre – so nah wie nie. Und die Schauspieler sind großartig, allen voran Edgar Ramirez als charismatischer Manipulator und Manager der Gewalt, der sukzessive den Sinn für die Realität und das Machbare verliert. Dazu gesellen sich deutsche Schauspieler wie die überzeugende Nora von Waldstätten als Magdalena Kopp, Christoph Bach, Julia Hummer und Aljoscha Stadelmann. "Carlos" ist pures und fiebriges Kino mit epochalem Atem, das nicht eine Sekunde langweilt. Deshalb der Tipp: möglichst die Langfassung ansehen.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenUnterlegt von meist fetziger Musik verknüpft der Schnitt von Luc Barnier und Marion Monnier gekonnt dokumentarische mit Bildern des Spielfilms: Mal wird eine TV-Reportage eingeblendet, mal werden echte Dokumentaraufnahmen mit gespielten Einstellungen gegengeschnitten, manchmal gehen die echten (schwarzweißen) Bilder in
(Farb-)Bilder aus dem Spielfilm über. Diese aufwändige Montage zusammen mit dem bis in die Details sorgfältig herausgearbeiteten Produktionsdesign soll vor allem Authentizität vermitteln. Olivier Assayas und sein Mitautor Dan Franck haben zwei Jahre lang am Drehbuch gearbeitet, um die umfangreiche historische und journalistische Recherche mit fiktionalen Passagen zu ergänzen. Zur Authentizität trägt aber insbesondere auch die chamäleonartigen Veränderungen des Hauptdarstellers Édgar Ramírez bei.
Obwohl in manchen Passagen „Carlos – Der Schakal“ hart an der Grenze zum Terrorismus-Verklärung vorbeischrammt, zeichnet Assayas’ Film letztlich das Bild eines eitlen Genussmenschen, der kaltblutig Menschen hinrichtet und seine Ideale von einst auf dem Altar seiner Selbstverliebtheit opfert. Wie beispielhaft die Szene verdeutlicht, in der KGB-Chef Juri Andropow in Bagdad Vertreter verschiedener linksextremer Organisationen versammelt, um sie zur Ermordung des ägyptischen Staatschefs Sadat aufzurufen, bietet Assayas’ Film darüber hinaus ein stimmiges Bild der durch den Kalten Krieg geprägten Frontenbildung, in die Ilich Ramírez Sánchez alias „Carlos“ eingebunden, an der er aber schlussendlich zerrieben wurde.
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Sascha Ormanns: Schnitt Sascha Ormanns: Schnitt
Kommentar löschenNicht zuletzt, weil alle Schauspieler in Carlos fabelhafte Arbeit leisten – und das bis in die kleinste Nebenrolle –, funktioniert die Dramaturgie des [...] fünfeinhalbstündigen Meisterwerks so ausgezeichnet.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenEr war schon mit Anfang 30 der meist gesuchte Mann der Welt: Carlos, Schlüsselfigur des internationalen linken Terrorismus in den 70er und 80er Jahren und schon zu Lebzeiten ein Mythos. Doch ist dieser Mann trotz Che-Guevara-Aura weniger ein Idealist als ein kaltblütiger Manager, der organisierte Gewalt zum Business macht, unter Rückendeckung der Stasi für osteuropäische Geheimdienste arbeitet, sich geschickt mit der arabischen Welt vernetzt, Millionen scheffelt, bis ihn nach Ende des Kalten Krieges alle fallen lassen. Eine solch komplexe Biografie lässt sich nicht auf ein gewöhnliches Kinoformat zusammenstutzen. Selten sind jedoch fünfeinhalb Stunden so im Fluge vergangen, denn zeitgeschichtlich ungemein packend und grandios besetzt ist dieser Film.
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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter
Kommentar löschenCarlos – Der Schakal ist alles, was Soderberghs “Che“ sein wollte und viel, viel mehr – der Film ist eine dynamische, überzeugende und enthüllende Abrechnung mit der Karriere eines berüchtigten revolutionären Terroristen, der in jeder seiner 321 Minuten die Aufmerksamkeit fesselt. In seiner sicherlich besten Arbeit, präsentiert der französische Regisseur Olivier Assayas einen schnellen, unablässig vorwärtstreibenden Stil, der einen außergewöhnlichen Sinn von Wirklichkeitsnähe generiert, während Edgar Ramirez die Titelrolle mit einem arroganten Charisma ausfüllt, das an Brando in seinen besten Zeiten erinnert. Es ist ein erstaunlicher Film.
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Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety
Kommentar löschenMit seinem erzählerisch bravourösem Filmemachen und seinen höchst ambitionierten Ansprüchen ist Carlos – Der Schakal eine spektakuläre Leistung. […] Dicht in seinen Details, reich in seiner Plausibilität, zeigt Carlos – Der Schakal eine fokussierte Handhabung seines Materials und vertraut auf die Aufmerksamkeit eines intelligenten Publikums. Der Film ist mit seinen 5 1/2 Stunden ein Wunder von Prägnanz und trotz der stetigen Wechsel von Schauplätzen und Sprache, reißt die Energie nahezu niemals ab.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenKeine Haltung zum Gezeigten zu entwickeln, Ereignisse für sich sprechen lassen, Figuren nicht zu psychologisieren, ihren Antrieb, ihren Charakter nicht erklären zu wollen, den Zuschauer zu zwingen, eine eigene Sicht auf die Geschichte zu entwickeln, kann ein faszinierender Ansatz sein. Wenn er aber so inkonsequent und voller Widersprüche durchgeführt wird, wie es Olivier Assayas in seinem Film tut, muss man das Ergebnis, gerade bei einem Thema wie dem ideologische verbrämten Terrorismus, als höchst fragwürdig empfinden.
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Alle Kritiken (24)
Kommentare (44) — Film: Carlos - Der Schakal
Kickbox Tue, 01 Jan 2013 22:24:35 -0000
Kommentar löschenKurzfasssung (180 Minuten) am Stück gesehen, viele Sprünge von Stadt zu Stadt, dazwischen zu wenige Erklärungen. Etwas verwirrend. Vielleicht nehme ich mir aber ein Herz und schaue mir an 2 Tagen die 5 1/2 Stunden-Fassung an, von der alle hier so schwärmen, da mir der Stil des Filmes und die Thematik schon sehr gut gefielen.
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Holden82 Sun, 18 Nov 2012 12:48:19 -0000
Kommentar löschenGuter Film.
Hab gerade die Langassung gesehen. Ich hatte von Carlos null Ahnung, kannte nur die ganz ganz groben Zusammenhänge, dafür ging der "erste Teil" etwas schnell, ein wenig mehr historischer backround hatte da wohl nicht geschadet. Wurde wenig erklärt, dafür viel in die Luft gejagt, Anschläge verübt etc. Im "zweiten Teil" wird dann doch etwas mehr erklärt bzw. die Handlung ist besser zu Verfolgen auch ohne Hintergrundwissen. Im ganzen ein guter und solider Film, man sollte sich aber schon ein wenig für die Thematik interessieren. Sehr gut fand ich die Charakterentwicklung von Carlos, die sehr gut zu beobachten war. Und auch krass dass noch jemand die Eier hat und sich traut einen 5 Stunden Film zu drehen.
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BlueEyedDevil80 Mon, 15 Oct 2012 13:33:46 -0000
Kommentar löschenTechnisch und schauspielerisch solide inszeniert. Leider wirkt die Geschichte (zumindest in der Kurzfassung) zu unscharf und holprig erzählt. Da geht's dann teilweise im Sekundentakt an andere Orte und Geschehen, so dass man leicht die Übersicht verliert.
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JackoXL Mon, 15 Oct 2012 13:40:16 -0000
Antwort löschenWenn möglich, die Langfassung anschauen. Hab gleich zu der gegriffen. Mit ca. 5 1/2 Stunden natürlich ein Brett, aber keine Minute ist zu viel. Richtig großer, hervorragender Film.
BlueEyedDevil80 Mon, 15 Oct 2012 15:55:57 -0000
Antwort löschenHätte mich vorher belesen sollen, dass es die gibt. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber sobald ich Zeit hab ;)
Rahk Mon, 24 Sep 2012 13:37:43 -0000
Kommentar löschenGenialer Film. Ich hab mir erstmal die "Kurz-"fassung (die immerhin drei Stunden geht) angeguckt und fand war geflasht. Trotz der Dauer war es keine Sekunde langweilig und obwohl "Der Schakal" ein Terrorist und Mörder ist konnte man sich doch in ihn wiederfinden. Desweiteren bekommt man eine halb-dokumentarische Zeitreise geboten, in denen historische Personen und Ereignisse vorkommen, die jedoch nur als Vorlage dienten und umgearbeitet wurden.
8,5 Punkte gibt es, weil man es der Kurzfassung doch anmerkt, das gekürzt wurde (Besonders zum Ende hin) und weil der Film handwerklich super ist, mich aber die 2 musikalischen Untermalungen gestört haben (gibt aber eher 0,1 Minuspunkte als einen halben ;)!)
Ich werd mir vielleicht heute noch die Langfassung angucken, um den direkten Vergleich zu haben und später nochmal das Remake von 1997 und 1973. Bin gespannt.
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Iamthesword Mon, 10 Sep 2012 21:28:14 -0000
Kommentar löschen8,5 Punkte für die Langfassung: über 5 Stunden im Kino sitzen, für einen Film - das ist ein Fest!
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Kasparle Sat, 28 Jul 2012 22:07:40 -0000
Kommentar löschenHab jetzt nur die kurzfassung gesehen und fand den Film schon grandios... Werd mir auf jeden Fall die Langfassung angucken. Dann wahrscheinlich noch auf 10 aufstocken; )
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longus69 Mon, 07 May 2012 13:14:55 -0000
Kommentar löschenDie 9 Punkte gelten ausschließlich für die Langfassung... Die Kinofassung ist viel zu sehr zusammengestaucht und erhält nur 7,5 Punkte von mir...
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dragon83 Tue, 13 Dec 2011 00:55:13 -0000
Kommentar löschenDa dieser Film es geschafft hat mich 330 Minuten zu unterhalten, ohne dabei langweilig zu werden hat er definitiv 9 Punkte verdient. Der Film überlässt jedem selber was er von Carlos halten will und zwingt einem keine Meinung auf. Ein gut gespielter und interessant erzählter Film.
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Hagen Hagen Sat, 26 Nov 2011 07:53:57 -0000
Kommentar löschenIch habe die Langfassung gesehen und was ich mitnehmen kann sind 2 Dinge:
- ohne Geheimdienste kein Terror
- die Stasi hatte wirklich hässliche Büros
Zugegeben, beides keine neuen Erkenntnisse.
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Mavrocordato Fri, 18 Nov 2011 13:28:58 -0000
Kommentar löschenTja, was soll ich sagen. In den drei Stunden hätte ich mich lieber in die Fußgängerzone der Bremer Innenstadt setzen und vorbeigehende Passanten mit Pfandflaschen bewerfen sollen. Das wäre definitiv ein spannenderer Zeitvertreib gewesen als sich diesen Film anzugucken.
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a_krueger Fri, 28 Oct 2011 18:30:08 -0000
Kommentar löschenAls TV-Dreiteiler auf Arte - Funktioniert ganz gut. Besser als Baader Meinhof Komplex, bei weitem nicht so gut wie Soderberghs Ché. Tolle Schauspieler, aber ein wenig zu viel Einzelstationen mit "Ich hab jetzt 'nen Bart"-, "Ich hab jetzt kruze Haare"- und "Ich hab jetzt 'ne fette Wampe"-Es sind ein paar Jahre ins Land gezogen-Abschnitten. Gegen Ende wird es richtig gut, wenn es mehr um die Logistik und die Geheimdienste geht. Vermutlich konnte der Film nicht mehr davon liefern, weil es eben noch immer alles recht.. nunja... geheim ist. Aber gefallen hat mir das Ganze. Ich würde gerne wissen, wie das Gesamtwerk am Stück wirkt, aber die Kurzfassung ist vermutlich ziemlich furchtbar.
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sancho Fri, 21 Oct 2011 21:18:45 -0000
Kommentar löschenBeeindruckender Film über eine starke Zeit mit guten Darstellern. Der Film hat den entscheidenden Vorteil, zu wirklich jedem Zeitpunkt ein gutes Tempo und Spannung zu haben. Das Zeitkolorit der Siebziger kommt recht überzeugend rüber. Empfehlenswerter Streifen.
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Sepf Thu, 20 Oct 2011 21:40:21 -0000
Kommentar löschenAh, jetzt hab ich's verstanden:
Carlos, der Mensch, wurde von den Russen finanziert und Carlos, der Film, von Marlboro!
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Karowdame Fri, 14 Oct 2011 05:32:36 -0000
Kommentar löschenDie 3 Stunden im Kinosessel sind wie im Flug vergangen...sehr guter solider Film mit einem hammer Hauptdarsteller!
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dustyOn3 Tue, 20 Sep 2011 03:33:49 -0000
Kommentar löschenIch habe vor ein paar Tagen die 5 Stunden-Fassung gesehen und muss im Nachhinein sagen, dass es die 3 Stunden-Fassung wohl auch getan hätte. Den Haken entdeckt man recht schnell: Keiner der Charaktere wird richtig ausgeleuchtet. Obwohl man es wohl halbwegs versucht hat, bleibt Carlos zumindest in diesem Film eine undurchsichtige Persönlichkeit. An dieser Stelle hätte ich mir da mehr Tiefe gewünscht.
Auf der anderen Seite ist "Carlos - Der Schakal" ein realistischer Film mit einer guten Leistung aller Akteure. Die ersten zwei Stunden vergingen wie im Flug. Ich war gespannt und fühlte mich gut unterhalten, habe mitgedacht, mitgefiebert und mich versucht möglichst weit in die Situation hinein zu versetzen. Jedoch war dann auch irgendwann Schluss mit der Spannung. In der Mitte des Films klafft ein riesiges Loch, welches irgendwie mit einem zähen Handlungsstrang gefüllt wurde.
Im Endeffekt hätte ich mir trotz der realitätsnahen Verfilmung etwas mehr Ernsthaftigkeit gewünscht. An manchen Stellen wirkten die Darsteller gerade zu belustigend auf mich. Vor allem Carlos machte ab und zu den Eindruck auf mich, als mache er das Ganze aus Spaß. An den Stellen konnte er mich nicht von seiner Sache überzeugen.
Wenn man also einen Spielfilm mit einem leichten Doku-Touch zu Gesicht bekommen möchte, dann macht man mit diesem Film nichts falsch. Es reicht aber die 3 Stunden-Fassung, außer man möchte wirklich den gesamten Werdegang mitbekommen. Die Thematik wurde angenehm behandelt, auch wenn es hier und da ein paar kleine Makel gibt. Ein gelungener Film.
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apov1s Tue, 20 Sep 2011 05:35:25 -0000
Antwort löschenDu wolltest Dich also von seiner Sache ueberzeugen lassen? Das macht mir jetzt aber schon Angst, dass ich mit solchen Leuten in einer Community bin :-)
dustyOn3 Tue, 20 Sep 2011 05:58:46 -0000
Antwort löschenNein, dann hast du mich falsch verstanden. Keine Angst. ;-)
BlueSquirrel Thu, 15 Sep 2011 22:37:52 -0000
Kommentar löschenHier wäre es mir eigentlich auch recht, wenn es sich um eine fiktive Figur handeln würde; im Gegensatz natürlich zu der semi-fiktiven Figur, die verhandelt wird. Statt Rattenfleisch vom Vietkong oder Schrumpel-Obst von den Tupamaros gibt es Johnny Walker Red Label und Fressen ohne Ende; so wie CARLOS sich das vorstellt. Das Motto ist ein ewiger Standby-Befehl, den Leute wie er selbst erdacht haben. Die Kohle dafür kommt vom Steuerzahler (wenn man das so nennen darf) jener Länder, deren Regime sich von der grotesken Existenz dieser Gruppierungen ernsthaft irgendwelche Vorteile versprachen. Hitman! Wohl einerseits ein sehr aufregender Beruf und andererseits so langweilig, dass es genügend Zeit gibt, um sich das Hirn weiter zu verwursten. Die Geschichte ist dröge und wie die Laufzeit (enorm) lang. Warum ist CARLOS dann nicht unerträglich? *kopfkratz* Ehrlich, ich bin mir nicht sicher, warum dieses Monster-Epos über einen erbärmlichen Egomanen kaum langweilt. Superb gespielt, geschnitten im angenehmen Rhythmus und mit ausgezeichneter Ton-Technik - das kann nicht alles sein. Irgendwann kollabiert dann die Mauer. "Der Krieg ist vorbei und wir haben ihn verloren!" Ob er hier je stattgefunden hat, sei dahingestellt.
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JackoXL Mon, 12 Sep 2011 15:36:54 -0000
Kommentar löschenWas für ein Mammutwerk, 5 1/2 Stunden ist echt mal 'ne Hausnummer. Das große Kunststück dabei ist, dass er trotz einiger unvermeidbaren Längen tatsächlich über die gesamte Dauer fesselt. Klingt komisch, aber stellenweise hätte ich es schön gefunden, wenn er auf einige Nebenfiguren und Hintergründe noch intensiver eingegangen wäre. Das hätte aber wohl den Rahmen doch entgültig gesprengt und ist daher entschuldbar. Der Fokus liegt ja nunmal auch auf Carlos, ganz stark verkörpert von Edgar Ramirez. Ähnlich wie Robert De Niro in "Wie ein wilder Stier" musste scheinbar auch er sich wärend des Drehs einiges drauffuttern, um die Figur über 20 Jahre glaubhaft darzustellen. Da freut sich der Hausarzt. Von den Nebendarstellern überrascht mich Alexander Scheer, von dem ich seit "Sonnenallee" nicht mehr viel gesehen habe. Starke Leistung auch von ihm.
Man braucht ganz viel Zeit und sicherlich auch etwas Interesse an der Thematik, dann ist "Carlos" eine der herrausragensten europäischen Produktionen der letzten Jahre. Ganz großes Kino!
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lieber_tee Fri, 12 Aug 2011 17:41:58 -0000
Kommentar löschenExtended Director’s Cut :
Die überlange Zeitreise begleitet semidokumentarisch einen wenig sympathisch dargestellten Terroristen bei seinen „wichtigsten“ Stationen. Authentisch gespielt und trotz der unglaublichen Länge überraschend kurzweilig. Eine wirklich tiefgehende Betrachtung des Menschen und Mythos „Carlos“ gelingt aber nicht, zudem schwach synchronisiert.
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Jonesman Fri, 05 Aug 2011 21:57:50 -0000
Kommentar löschenDer kalte Krieg - stürmische Zeiten, in denen jeder meint die "richtige" Weltanschauung zu besitzen. Die Zeit der "68", die Zeit der RAF die Zeit des linken Terrorismus. Insgesamt aber heute schon sehr weit weg.
Anders als viele gute Dokumentationen bringt dieser Film eine unglaubliche Atmosphäre mit sich. Keineswegs gibt es hier eine Carlos-Verehrung, keineswegs findet hier eine Carlos-Vertäufelung statt. Hier wird einzig und allein klar, dass jeder noch so engagierte und überzeugte Anhänger einer Gruppierung abhängig ist von externen Mitteln, welche gestellt werden von größeren Mächten, die wiederum andere Ziele verfolgen. Dieses unüberschaubare System (Chaos) erscheint oft verwirrend und zeigt wie sinnlos radikale Einzelaktionen sind.
Das muss (im Film) auch Carlos erkannt haben und verliert immer mehr das Interesse am Kampf des Kommunismus ohne dabei überzogen dramatisch zu verzweifeln. Zurück bleibt eine sehr ausgeprägte Selbstsüchtigkeit die ein für allemal mit dem Heldenmythos des linken "Guerillakämfers" aufräumt.
Die Bilder sind oft an exotischen Schauplätzen geschossen und unterstützen die leicht surreale Welt, eines ständig verfolgten und rastlosen Terroristen. Die Musik verzichtet tut ihren Rest.
Die Geschichte, die Bilder, die Drehorte, die verschiedenen Sprachen (Original) die Musik schaffen gemeinsam eine Atmosphäre die mir einfach den Atem geraubt hat. Da war es auch nicht verwunderlich, dass die Zeit so schnell verging!
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DerDude_ Sun, 31 Jul 2011 14:33:39 -0000
Kommentar löschen"Ohne Presse existieren sie nicht"
Episches Poträt eines Mannes , der über 20 Jahre den Ruf als gefährlichster Mann der Welt , genoss.
"Carlos - der Schakal" existiert nicht nur in einer 3 Stunden Kinofassung , sondern auch in einer 5 1/2 Stunden Fassung , die als TV Dreiteiler lief. Sehenswert ist besonders die zweite Fassung. Trotz dieser epischen Laufzeit ist es faszinierend , wie unterhaltsam der Film letztendlich geraten ist. "Carlos" ist von kräftiger Spannung und einem hohen Tempo geprägt. Das besondere des Films ist letztendlich , das das private Leben von Carlos , fiktiv geschildert ist und nur auf Vermutungen basiert.
Hervorzuhebend ist auch das geniale Spiel von Edgar Ramirez , der Carlos die nötige Tiefe verleiht. In den Nebenrollen können zudem Nora von Waldstätten , Alexander Scheer , Christoph Bach und Julia Hummer glänzen.
Fazit: Ein gewaltiges Portät über Politik und Terrorismus. Defenitiv einer der Filme des Jahres 2010 !
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