Cinema Paradiso
Nuovo cinema Paradiso, IT, FR 1989
- Genre
- Romanze, Melodram, Erwachsenwerden
- Inhalt
Der kleine Salvatore liebt keinen Ort mehr, als das Kino in seinem Dorf. Der Filmvorführer Alfredo ist sein bester Freund. Doch mit der Jugend kommt die Liebe zur schönen Elena. Da sie unerwidert bleibt, geht "Toto" nach Rom, wo er ein großer Regisseur wird. Er kehrt erst zurück, als Alfredo stirbt.
- Cast
- Leopoldo Trieste, Marco Leonardi, Antonella Attili, Enzo Cannavale, Isa Danieli, Leo Gullotta, Pupella Maggio — Mehr
- Regisseure
- Giuseppe Tornatore
- Autoren
- Peter Fernandez, Giuseppe Tornatore
- Laufzeit
- 155 Minuten
- Ort
- Sizilien
- Handlung
- Adoleszenz, Brand, Film und Kino, Kind und Jugendlicher, Kinder, Kino, Kuss, Minderjähriger, Nostalgie, Regisseur
- Stimmung
- Berührend
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Kritiker — Sehenswert 7.6
Der Film Cinema Paradiso wurde von 19 Kritikern bewertet.
Welch wunderbarer schöner Film! Der beste mit dem Thema Kino. Einfach stimmig, wunderbare Darsteller, geniale Ideen. Und mit einer der schönsten Filmmusiken von Meister Morricone persönlich. Eine noch immer zu wenig bekannte Perle.
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franklin4009 2009/10/14 19:38:41
Ich habe den Film schon vor vielen vielen Jahren das erste mal gesehen und er ist mir bis jetzt als einer der Filme im Gedächtnis geblieben, die mich am meisten berührt haben. Obwohl ich gar nicht mehr so genau weiß, was ihn so eindrucksvoll macht, ... da muss ich ihn wohl noch mal ansehen.
Kommentare — Sehenswert 7.7
Der Film Cinema Paradiso wurde von 481 Mitgliedern bewertet.
dbeutner 2009/12/30 20:35:21
Ein schöner Film, keine Frage. Und doch verrennt er sich ein wenig. Ist die Geschichte um den kleinen Salvatore und den Filmvorführer - Noiret ist großartig (erinnert etwas an das Großväterliche von Armin Müller-Stahl) - wirklich herzlich, kommt mit der Liebesgeschichte ein zweite Story hinzu, die eine andere Richtung aufweist. Sie ist trübseliger, aber das ganz große Herzzerreißen wird auch sie nicht. Dabei hat der Teil der Geschichte großes Potential, von mir geliebt zu werden - aber die Sache kommt nicht in Fahrt, verläuft im Nichts, auch gefühlsmäßig.
So bleibt ein sicherlich höchst interessanter, zunächst sehr zwinkernder und humoriger Streifen über die Liebe zum Kino, der im letzten Drittel mehr zur unerfüllten Liebe zu Frauen übergeht - und dabei dann doch schwächelt.
Die Story des Directors Cut nimmt diesen Faden wohl etwas mehr auf - aber ob ich noch eine Stunde mehr dafür gut heiße? Ich weiß nicht, reizt mich nur mäßig...
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jlorenz1 2009/12/07 01:22:33
Behandeln "8½" 1963 von Federico Fellini und "Die amerikanische Nacht" 1973 von François Truffaut den "Film im Film", so behandelt "Cinema Paradiso" 1988 von Giuseppe Tornatore das "Kino im Kino". "Cinema Paradiso", den ich bespreche, ist die zweistündige Kinofassung nicht der fast dreistündige, inhaltlich abgewandelte Directors Cut.
Es ist eine sehr bewegende Geschichte. Bisweilen arg gefühlsbetont. Die Musik Ennio Morricone ist daran nicht ganz unschuldig. An ein, zwei Stellen ist die Geschichte nicht überzeugend - wenn zum Beispiel der kleine schmächtige Knirps Salvatore den kräftigen Filmvorführer Alfredo vor dem Feuer alleine zur Wendeltreppe schleift oder der jugendliche Alfredo sich bei voller Kirche unbemerkt in den unbesetzten Beichtstuhl schleicht nur um seiner Liebsten nahe zu sein. Mitunter wirkt der Film konstruiert. So kehrt Salvatore über 30 Jahren seiner Heimat Sizilien. auch der Mutter, den Rücken zu und das nur aufgrund eines Alfredos gewährten Versprechens.
Dagegen ist die Dorfstudie gegen Ende des Zweiten Weltkrieges überzeugend. Die Kirche ist noch im Dorfe. Der Pfarrer in der Vorschau zensiert harmlose Kußszenen mit der Klingel, die der Filmvorführer Alfredo dann herauszuschneiden hatte. (Man erinnere sich: 1963 gab es auch in Deutschland die "Aktion Saubere Leinwand" http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Saubere_Leinwand) Oder die Zweiklassen-Gesellschaft im Kino: Die vom Balkon von oben herab auf den "Pöbel" im Parkett spuckende Großgrundbesitzer.
Die Geschichte zwische dem kleinen, aufgeweckten Knirps ohne Vater, der leidenschaftlich gerne Kinofilme sich ansieht und
mit dem Filmvorführer Alfredo sich anfreudet, ist glaubwürdig und herzzerreißend. Während Philipp Noiret als Alfredo vollkommen überzeugt, tut dies Salvatore Cascio als kindlicher Salvatore nicht ganz, was man ihm aber gerne nachsieht. Gegen Schluß kommt allerdings einem der Verdacht auf, daß diese Freundschaftsgeschichte nur Vehikel ist damit das Kino sich selbst inszenieren, zelebrieren kann. Alles in allem aber ein schöner, aber nicht ganz runder, zuweilen zu sehr gefühlsschmachtender Film.
Schade, die gezeigten Kinofilme im "Cinema Paradiso" bleiben unsynchronisiert im Italienischen ebenso die Bekanntmchung am Kinoeingang. Hier wäre ein deutscher Untertitel angebracht gewesen.
In der Directors Cut Version erhält übrigens die Story eine andere Wendung. Als Salvatore seine Heimat verlassen will, verpasst er Elena, die Alfredo trifft, der sie davon überzeugt, Salvatore zu vergessen. Sie hinterlässt ihm ein Nachricht, die er aber nicht findet. Als er 30 Jahre danach zurückkehrt, sieht er Elana wie in jungen Jahren. Es ist aber ihre Tochter, über sie gelangt er zu richtigen Elena. Beide verbringen eine Nacht. Er träumt von einer gemeinsamen Zukunft, sie aber nicht.
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Pelle 2009/09/03 22:40:56
Ein wirklich schöner Film über das Leben und das Kino. Kann ich nur empfehlen!
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Der Film Cinema Paradiso gehört zum Genre Romanze, Melodram . Regie führte Giuseppe Tornatore.

„Cinema Paradiso“ ist der wohl beliebteste italienische Film aller Zeiten. Das liegt daran, dass er erfolgreich darauf bedacht ist, sein Publikum zu berühren. Es gibt viel Humor, viel Nostalgie und ganz viel Liebe. Giuseppe Tornatores Auslands-Orscar-Abräumer ist vor allem liebenswert. Dafür ist, neben der eigentlichen Handlung, zu einem Großteil die Musik von Meister Ennio Morricone verantwortlich. Einfühlsam wird eine sizilianische Kleinstadt portraitiert und die wundersame Wirkung und Macht des Kinos gezeigt. Dabei und danach wird es sehr romantisch und schließlich rührend.
Die Liebesgeschichte des jungen Paares, die, wie sich herausstellt, den Großteil des Films einnimmt, wirkt ziemlich hinein konstruiert in die Kino-Thematik. Zudem macht der Film auch nicht vor einigen Sentimentalitäten halt. Dafür haben der Alte und der Knirps als Freunde einen kaum schlagbaren Charme und „Cinema Paradiso“ trifft mit seinen kleinen Witzen und großen Gefühlen einfach gekonnt ins Herz.
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