Das Meer in mir
Mar adentro (2004), IT/ES/FR Laufzeit 126 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 10.03.2005
35 Bewertungen
Skala 0 bis 10
2003 Bewertungen
42 Kommentare
Keine
von Alejandro Amenábar, mit Javier Bardem und Belén Rueda
Ramón (Javier Bardem) träumt sich ins Meer, spielt mit Wellen und bestaunt die Farben – wann immer ihn die Phantasie losziehen lässt. Denn das Meer hat ihm sein Leben geschenkt. Aber es hat es ihm auch wieder genommen. Vor 27 Jahren hatte er einen Unfall, als er in dieses Meer sprang – seither ist er querschnittsgelähmt, ist sein Körper gestorben. Nur den Kopf, die Augen, den Mund kann er bewegen. Und den Hals ein wenig drehen. Und seit 27 Jahren möchte er, dass auch sein Kopf sterben kann. Er fühlt sich zum Leben verdammt. Aber für den Tod würde er Hilfe brauchen – und die versagen ihm Staat und Kirche.
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Cast & Crew
-
Alejandro Amenábar
-
Javier Bardem
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ramón Sampedro
-
Belén Rueda
-
Lola Dueñas
-
Mabel Rivera
-
Celso Bugallo
-
Clara Segura
Regie
Schauspieler
-
Joan Dalmau
-
Alberto Jiménez
-
Tamar Novas
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Javier Sampedro
-
Mateo Gil
-
Alejandro Amenábar
- Genre
- Sozialdrama, Politdrama, Drama
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Galizien, Küste
- Handlung
- Absicht, Art House-Film, Badeunfall, Barmherzigkeit, Bauernhof, Behinderung, Bett, Beziehung, Bruder, Bruder-Bruder-Beziehung, Empathie, Familie, Fliegen, Frauenheld, Freier Wille, Fürsorge, Gericht, Gerichtssaal, Gerichtsurteil, Gerichtsverhandlung, Gesetz, Gnade, Handeln und Wille, Humor, Intensivstation, Jura, Körperlich Behinderter, Leben und Tod, Meer, Menschliches Zusammenleben, Mitgefühl, Mitleid, Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Nächstenliebe, Oscargewinner, Plan, Querschnittsgelähmter, Recht und Ethik, Rollstuhl, Schwimmen, Sehnsucht, Sterbehilfe, Sterben und Tod, Suizid, Traum, Vergänglichkeit, Wunsch, Wunsch zu sterben
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Traurig, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Das Meer in mir
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Kritiken (2) — Film: Das Meer in mir
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Kommentar löschenAm Ende dieses aufwühlenden Ideen-Dramas liegt es nicht an Amenábars Gespür für jeden filmischen Manipulations-Trick, als an dem Raum, den er emotional, aber ohne je zu moralisieren, der rücksichtsvollen Darstellung der verschiedenen Argumente gibt, dass der Zuschauer versteht, worum es hier eigentlich geht: Nicht um Prinzipien, das Ja oder Nein zur Euthanasie und nicht um die offenen oder die heimlichen Ansprüche der Mitmenschen, sondern um das Recht des Einzelnen, in existentiellen Fragen selbst zu entscheiden, und um die Furcht vieler Menschen vor dieser Freiheit.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenDer Tod ist für Amenábar ein Faszinosum. Nach dem düsteren Mystery-Thriller "The Others" greift er in "Mar Adentro" das brisante Thema Sterbehilfe auf. Basierend auf dem Buch von Ramón Sampredo, der seinem Leben bewusst ein Ende setzte, plädiert er ohne pädagogischen Zeigefinger für Selbstbestimmung des Individuums und sorgte damit auf dem Filmfestival von Venedig für kontroverse Diskussionen...
Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (40) — Film: Das Meer in mir
Kommentar schreibenJack_Torrance 2012/04/26 17:58:43
Kommentar löschenEs ist immer wieder schön, neue Regisseure kennenzulernen, die man vorher nicht auf dem Zettel hatte. Einer dieser Regisseure ist Alejandro Amenábar. Nach der Sichtung des umwerfenden Open your Eyes hielt ich ihn fast schon für den spanischen Aronofsky, weil beide Regisseure inszenatorisch förmlich explodieren und den Zuschauer am Ende mit weit aufgerissenem Mund zurücklassen.
Hier allerdings scheint Amenábar ruhigere Töne anzuschlagen. Zwar gibt es hier stellenweise immer noch die entfesselte Kamera (vor allem die Szene, in der die Kamera im wahrsten Sinne des Wortes fliegt, ist umwerfend), aber Das Meer in mir ist doch ein insgesamt sehr ruhiger Film. Ähnlich wie Steve McQueen in Hunger beobachtet auch Amenábar einen Menschen, der sich auflehnt. Während sich Bobby Sands aber gegen den Staat auflehnt, lehnt sich Ramón gegen aufgezwungene moralische Gesetze auf. Seine Auffassung ist: "Jeder hat das Recht, zu leben, aber nicht die Pflicht dazu !" Amenábar nähert sich seinem Hauptcharakter mit spürbarem Respekt und macht auch vor poetischen Einschüben nicht halt, in der Schlusseinstellung merkt man aber, dass er letzendlich doch die Vorzüge des Lebens anpreist; dieser Schluss allerdings ist der einzige Schwachpunkt des Films, weil er schlicht und ergreifend zu verkrampft auf optimistisch macht. Nichtsdestotrotz ist Das Meer in mir ein sehr gelungener Film, der dem Zuschauer eigenen Raum für subjektive Einschätzungen der Figuren gibt.
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BaltiCineManiac 2012/04/27 14:14:19
Antwort löschenBei aller Freude über deine doch recht hohe Wertung bin ich ja schon etwas empört, dass du dem Film einen Schwachpunkt ankreidest. ;)
Der Film hat doch trotz des schweren Themas und dem Todesbezug die gesamte Lauflänge über eine lebensbejahende, positive und diesbezüglich optimistische Einstellung. Das ist ja gerade die große Leistung von Amenábar, dass er das inszenatorisch so perfekt verwoben bekommt. Ich sehe da zum Schluss nirgends ein Verkrampftheit. Er zeigt doch bloß den immerwährenden Lauf des Lebens und gesteht denen das Glück auf Leben zu, die dieses auch suchen und haben wollen. Ich habe den jetzt zum 5. Mal geschaut und mein Herz hat sich zementiert.
Jack_Torrance 2012/04/27 15:02:37
Antwort löschenEs ist zwar schön, dass Amenábars Film eine Ode an das Leben ist und die Schlusseinstellung ist überzeugend integriert, nur war mir die SchlussSZENE doch ein bisschen zu befremdlich und zu hurra-mäßig, vor allem bei so einem schwierigen Thema.
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Markbln 2012/04/27 15:56:24
Antwort löschenEin sehr starker Film, der vielen Positionen Raum lässt. Amenabar ist sowieso toll.
Jack_Torrance 2012/04/27 16:02:48
Antwort löschenDas ist er definitiv.
8martin 2012/04/26 13:06:58
Kommentar löschenDas nachhaltig beeindruckende an diesem Film über den Freitod des vom Hals abwärts Gelähmten Ramon (Javier Bardem) ist neben den großartigen Schauspielern das Drehbuch. Nach dem poetischen Titel liefert es Sätze wie „Man lernt lachend zu weinen.“ oder „Ich bin mit dem Tod verheiratet.“ Als Resümee wird festgestellt, dass wir zwar ‘das Recht haben zu leben, aber nicht die Pflicht‘. Das soziale Umfeld von Ramon, das aus Verwandten und 3 Freundinnen besteht, trägt mit dazu bei, dass wir in den Kreisel um den Lebensmüden hinein gezogen werden. Besonders Rosa (Lola Duenas), die schlichte Arbeiterin, die nur aus Gefühl zu bestehen scheint und vorbehaltlos liebt und Julia (Belén Rueda) die selbst zum Suizid neigende, totkranke Anwältin liefern eine eindrucksvolle schauspielerische Leistung ab. Die Tränen dieser Frauen sind ansteckend. Optisches Highlight ist Ramons geträumter Flug zum Meer, intellektuell überzeugt die kurze Diskussion mit einem Priester, der ebenso dran ist wie Ramon, der aber als Vertreter der Kirche argumentativ recht alt aussieht. Dabei werden Rede und Antwort von einem jungen Gehilfen via Treppenhaus transportiert. Das erheitert ebenso wie die vielen kleinen verbalen Späße, die die Bettlegerichkeit von Ramon vergessen machen sollen. Es ist keine Propaganda für den Verein „Sterben in Würde“, denn er Film betont eigentlich die sonnigen Seiten des Lebens von Behinderten und unterstreicht das Lebenswerte daran. Es gibt keine Lösung. Fest steht, für die Hinterbliebenen ist es schlimmer als für die Betroffenen selbst. Wir lernen lachend zu weinen!
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Uwe B.B.B. 2012/04/26 00:20:22
Kommentar löschenBewegender Film mit einer großartigen Belén Rueda nach einem wahren und immer noch aktuellen Fall.
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SKURRIL 2012/04/15 14:50:04
Kommentar löschenSobald man mit der Thematik von "Das Meer in Mir" vertraut ist, geht man von einer äußerst qualvollen Sichtung aus. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Javier Bardem schafft es, seiner Figur Ramón Sampedro so viel Leben einzuhauchen, dass dessen Sterbewunsch gleichzeitig Un-/Verständnis des Zuschauers und ein unglaubliches Authentizitätsgefühl hervorruft. Man könnte daher teilweise annehmen, dass es sich um eine sehr gute Dokumentation handle. Ramón ist intelligent, denkt rational, hat einen subtilen und sehr schwarzen Humor, sodass sämtliche Dialoge mit verschiedensten, repräsentativen Figuren sehr kurzweilig und interessant sind. Es tauchen in Ramóns Umfeld Funken auf, die die Lust auf ein Weiterleben zünden könnten/sollten: Kinder, Zuneigung mehrerer Frauen, Träume (z.B.: Meer), Aufmerksamkeit durch Medien, usw. Besonders sollte die Funktion des Meeres betrachtet werden. Es ist endlos, es ist Leben und Tod zugleich, die Wellen rauschen; das gesamte Leben kann als Meer bezeichnet werden. Manchmal gibt es Sturmfluten, manchmal ist es seicht und klar, manchmal sind wir unter klarem Wasser und bekommen keine Luft, ersticken im Nichts, bis uns unvorhergesehen etwas zurück an die Oberfläche bringt. Ramón will aber unter Wasser bleiben, er will dort sterben. Der ganze Film ist eine in Worten nicht beschreibbare Metapher, eine filmische Meisterleistung, ein unglaublich intensives und melancholisches Werk, dessen kontrastreiche Wirklichkeit den Zuschauer direkt von Anfang an bis zum Schluss involviert. Genial!
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Andy Dufresne 2012/04/16 01:36:31
Antwort löschen100% Zustimmung!Leider viel,viel,viel zu unbekannt (bei uns)...
BaltiCineManiac 2012/04/27 15:56:31
Antwort löschenVon mir ebenfalls vollste Zustimmung! :)
Trimalchio 2012/03/18 22:44:18
Kommentar löschenSeit nunmehr 27 wünscht sich Ramon nicht sehnlicher, als den Tod. Auslöser dafür ist ein Schwimmunfall, der dem freiheitsliebenden Menschen in die Hölle brachte. Hölle in Form der Paraplegie, unfähig sich zu bewegen, unfähig ein normales Leben zu führen, unfähig zu seinem geliebten Meer zurückzukehren und vor allem eine wichtige Sache. Unfähig zu sterben, seinem nach seiner Ansicht menschenunwürdigen Leben zu entfliehen vegetiert er dahin. Versteckt will er den Freitod nicht begehen, also wartet er auf die Zustimmung der Öffentlichkeit. Wann diese kommt, ob sie überhaupt kommt, die Selbstbestimmung des Individuums, das Recht auf Euthanasie und auch der Ramos Umgang mit der Krankheit wird in etwas mehr als zwei Stunden auf eine selten bedrückende Art abgehandelt. Großten Anteil daran hat natürlich Javier Bardem, der schlichtweg bombastisch aufspielt. Genauso wenig wie der Hauptdarsteller müssen sich die anderen Darsteller verstecken, zu meckern gibt es kaum etwas. Kritisieren kann man eigentlich nur die Musik, die für meinen Geschmack nicht griffig genug präsentiert wird, sowie die Tatsache , dass der Film im Verlauf dann doch leicht in eine Richtung der Frage Sterbehilfe tendiert, wohingegen ich gerne die komplette "Entscheidungsgewalt" beim Publikum gesehen hätte, wo sie zwar immer noch liegt, wenn auch etwas beeinflusst.
Ein Film, der deutlich größere Aufmerksamkeit benötigt.
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a_lex 2012/02/20 01:05:36
Kommentar löschenSicherlich ein sehr bewegendes sensibles Thema; Ramons Schicksal rührt, seine Entscheidung, sterben zu wollen, ist nachvollziehbar dargestellt, Javier Bardem ist einmal sensationell..
Dennoch schliesse ich mich einigen Vorrednern bzgl. der Machart und Erzähltempos an, die für mein Empfinden dem Film leider einiges an Tiefe rauben: der Film plätschert vor sich her, stark verlangsamt bis stellenweise zu langatmig wird Ramons Geschichte erzählt; das Drumherum schwächte mein Empfinden ab, und so fühlte ich mich teils von dem FIlm sehr mitgenommen, dann wieder zurückgeworfen, teils interessiert und bewegt, teils gleichgültig, und das, obwohl ich sonst sehr empfänglich für allerlei (Melo)Dramen und Schicksalsgeschichten bin.. Eine Länge von 90min hätte meiner Meinung nach dem FIlm mehr Intensität verliehen, weil es die Empfindungen gebündelt hätte und das Schicksal in all seiner Tiefe sofort getroffen hätte - damit möchte ich keinesfalls Sterbehilfe oder Ramons Schicksal abwerten, sondern lediglich die Darstellung dessen.
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Tachitalili 2012/02/06 15:56:07
Kommentar löschenNun, "Schmetterling und die Taucherglocke" fand ich besser. Beides sind Filme nach wahren Begebenheiten.
"Das Meer in mir" handelt von einem Querschnittsgelähmten (Ramon), der vesucht, per Gerichtsbeschluß den eigenen Freitod zu erwirken.
Ein sehr schwieriges Thema, insofern, dass für den eigenen Selbstmord er in seiner Lage einen Helfer braucht.
Nun, Ramons Gedankenwelt wird mir nicht klar. Ich denke, das resultiert daher, dass er, um das Gericht zu überzeugen, vermutlich nicht depressiv sein darf und daher im Film einen heiter(-bitter?)en Eindruck macht. Da ist es natürlich schwer, ihm gefühlsmäßig zu glauben, dass er sein Leben für würdelos hält.
Der Eindruck, den Ramon vmtl machen sollte: Ein abgeklärter, intellektueller, geistig gesunder Erwachsener, der auf seinem Recht besteht, über sein Leben zu verfügen.
Der Eindruck, den Ramon bei mir hinterlassen hat: Ein relativ egoistischer Mann, der die Gefühle umgebender benutzt, um sein Ziel zu erreichen, und dem relativ egal ist, was er seinem "Helfer", (insbesondere einem evtl religiösen Menschen) damit aufbürdet.
Es ist natürlich ein schreckliches Schicksal, gelähmt zu sein, da wird mir jeder zustimmen. Für Sterbehilfe gibt es so viele Für- und Gegenargumente (die der Film übrigens hätte diskutieren können), dass es den Rahmen einer Filmwertung hier sprengen würde. Und ich möchte mir auch hier absolut kein Urteil anmaßen, sondern lediglich meine Filmeindrücke festhalten.
Mein Fazit: hat mich nicht richtig überzeugen können.
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Jonesman 2012/01/10 15:55:19
Kommentar löschenInnerhalb kurzer Zeit habe ich mir nun zufälligerweise zweimal ein Film über oder mit Querschnittsgelähmten angeschaut. Der eine, "ziemlich beste Freunde", eher leichte Kost, der andere nun "Das Meer in mir" tiefer. Ohne viel auf den ersten Film eingehen zu wollen, hat auch dieser seinen Charme. Weniger wegen der Geschichte, sondern viel mehr wegen dem Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller. Aber nun zum eigentlichen Film "Mar adentro".
Frei heraus fällt mir zu aller erst ein, dass ich eine so gute Schauspielerische Leistung noch nie in meinem Leben in irgendeinem Film gesehen habe. Natürlich meine ich damit Javier Bardem, ohne dabei die Leistung der anderen Darsteller schmälern zu wollen. Dieser absolut weiche Charackter des Ramón (im Film), unbeschreiblich. 27 Jahre in denen man so viel tun will und jedes mal einsehen muss dass man es nicht kann muss einen wahrlich seelenruhig machen. Nur die Vorstellung (mag albern klingen) sich nicht an der Nase kratzen zu können, und das ist das geringste Problem, würde mich wahnsinnig machen. So viel Zeit die man hat, in der man sich nur gedanklich beschäftigen kann... Am meisten hat mich die Aussage berührt: "Wenn du nicht entkommen kannst und ständig auf Andere angwiesen bist, dann lernst du durch Lachen zu weinen."
Und so ist der Film am Ende nicht eine Geschichte, die über Querschnittgelähmte erzählt, sondern, die über Ramón Sampedro und dessen Art mit seiner Lähmung umzugehen. Er erzählt eindrucksvoll die Schwierigkeiten die diese Lähmung mit sich bringt, ganz von den direkten Folgen abgesehen. Die Bürde, die die Familie tragen muss, der Kampf, den Ramón immer wieder führen muss, wenn er sich wieder vor jemandem rechtfertigen muss. Und zuletzt vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen der Betroffenen.
Einfach ein fantastischer Film!
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4rM 2011/11/04 03:04:50
Kommentar löschenDer Film hat das Zeug zum Ergreifen.
Ramon : " Sterben ist wie nicht geboren werden "
Nessun dorma! => Niemand schlafe! => Doch ich werde jetzt mal . In diesem Sinne Gute Nacht
Übrigens Nessun Dorma passt perfekt in die Szene.
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Punsha 2011/10/15 14:49:23
Kommentar löschenAmenabárs "Das Meer in mir" möchte uns in neue Dimensionen zum Thema Sterbehilfe geleiten, eine andere Betrachtungsweise verleihen aus der Sicht eines querschnittsgelähmten Mannes, der aufgrund eines Unfalls schon viele Jahre ständig auf seine Familie angewiesen ist. Doch über ein was möchte er noch selbst entscheiden können: Über sein eigenes Leben.
Zuallererst will ich Javier Bardems Schauspielleistung hervorheben, ohne dessen Mitwirken ich wohl nie einen solchen Bezug zum dickköpfigen Ramon gehabt hätte. Familie und Bekannte geben hier auch eine großartige Performance ab, deren Beziehungen und verschiede Sichtweisen zu Ramons Sterbewunsch interessant und eindrucksvoll aufgezeigt werden. Mit Ausnahme des griesgrämigen Bruders respektieren alle das Schicksal, das sich Ramon für sich ausgesucht hat. Ihnen ist es zwar lieber, dass er sich für das Leben entscheidet, haben aber seine Lage zu verstehen gelernt und möchten ihn bei der Durchsetzung seines Wunsches helfen, dem jedoch das Gesetz im Wege steht. Große, intensive Emotionen: Das benötigt ein gut zweistündiges, lebensnahes Drama damit keine Langeweile aufkommt, was leider nur in spärlichen Sequenzen von Fantasien und Erinnerungen, sowie dem tragischen Ende gelingt.
Doch nun zum großen Kritikpunkt: wenn Amenabár dem Zuschauer deutlich machen will, dass jeder über sein Leben selbst entscheiden sollte und sich für die Sterbehilfe entscheidet, so verfehlt der Film seine Wirkung deutlich. Durch beeindruckende Kamerafahrten und warme, gefühlvolle Bilder der Fantasie, die mich stark an "Schmetterling und Taucherglocke" erinnerten, erfährt man, dass Ramons Leben immer noch lebenswert ist und das Leben doch mehr wert ist, als sich nur bewegen zu können,
wie es schon so ähnlich der als heuchlerisch abgestempelte Kirchenvertreter formulierte. Als Ramon dann auch noch die sich schon so oft erträumte und schließlich wahr gewordene Beziehung zu seiner Anwältin aufgibt, weil diese in der Zukunft mehr als seinen und ihren Tod sah, verschloss sich mir sein Charakter völlig. Amenabár gibt ihm mehr Gründe zu leben als sie in Wirklichkeit existierten, sodass seine Sturheit und seine immer wieder betonenden Worte, dass es 27 vergeudete Jahre waren, einfach nicht nachvollziehbar sind und einem nur Anlass gibt zu denken, dass Ramons Entscheidung die Falsche war.
Das Plädoyer für Toleranz und die Würde des Menschen, was eine Beführwortung der Sterbehilfte nicht ausschließt, zeigte letztlich bei mir wenig Wirkung. Bardem und der Rest des wundervollen Casts sorgten dennoch dafür, dass "Das Meer in mir" eine genüssliche Praline mit einer befremdlichen Füllung ist.
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fabel 2012/04/26 16:52:59
Antwort löschen"dass "Das Meer in mir" eine genüssliche Praline mit einer befremdlichen Füllung ist"
Schönes Fazit! :)
Discostu 2011/10/04 20:39:52
Kommentar löschenEigentlich hätte "Das Meer in mir" ein ausgezeichneter Film werden können. Die Darsteller überzeugen und die Problematik des Themas Sterbehilfe vor allem für die Angehörigen wird glaubwürdig vermittelt. Bei dieser Konzentration auf die Nebenfiguren wird dann aber leider zu wenig Zeit dafür verwendet, die Motive und Gefühle von Ramón Sampedro ausführlicher zu behandeln, seinen Argumenten das nötige Gewicht zu verleihen. Hierdurch wird der Film erstens etwas einseitig und zweitens, was viel schlimmer ist, dies zu Ungunsten des Standpunktes der Hauptfigur, was eine Identifikation sehr erschwert und vor allem dem Schluss einen komischen Beigeschmack gibt.
Vor allem hat mich aber die Machart des Filmes sehr gestört. Vor allem die oft aufdringliche melodramatisch-manipulative Filmmusik hat mich genervt, aber auch die kitschige Bildsprache und die unnötigen und ablenkenden technischen Spielereien (etliche Matchcuts, Zeitraffer-Hubschrauberflüge, diese komischen Kamerafahrt-Montagen) haben mich immer wieder aus der Handlung gerissen und somit dem Film wirklich mehr geschadet und genutzt.
So ist "Das Meer in mir" insgesamt ein Film, der sich zwar sehr ernsthaft mit Sterbehilfe auseinandersetzt und vor allem bei den Darstellern glänzt, der mich aber zu keinem Zeitpunkt wirklich mitreißen und bewegen konnte.
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Andy Dufresne 2011/06/18 04:12:32
Kommentar löschenEin Sterbedrama,vielleicht sogar DAS Sterbedrama.
Was eigentlich extrem sperrig klingt (Ein Querschnittsgelähmter Mann versucht Jahrzehnte lang vor Gericht zu erreichen sich umbringen zu dürfen,eine Story die zu 3/4 nur in einem Zimmer spielt,ein Hauptdarsteller der quasi fast nicht gestikulieren kann) ist das genaue Gegenteil davon.
Eine fesselnde (wahre,nur für den Fluss des Filmes leicht variierte) Geschichte,eine ruhige, konzentrierte Location und ein schlicht grandioser Hauptdarsteller fügen sich zu einer äußerst spannenden,sogar romantischen und natürlich auch melancholischen Allegorie über Leben und Tod und die Frage nach dem Recht auf selbstbestimmte Entscheidung der Teilnahme am Leben und des Vorwegnehmens des natürlichen Sterbens zusammen.
Der Film tendiert zwar in eine Richtung (Sterbehilfe wäre in Ordnung),ist aber auch für Skeptiker ein interessanter,
anschaulicher Standpunkt.
Also: Was sich wie extrem schwere Kost anhört entpuppt sich als äußerst sehenswerter,spannender,sogar oft sehr witziger Film.
Noch nicht gesehen?Unbedingt nachholen!
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Marie Krolock 2011/05/31 14:43:03
Kommentar löschenEin zu Herzen gehender Film über ein schwieriges Thema, sensibel verfilmt mit schönen und auch traurigen Bildern. Mehr als einmal musste ich zum Taschentuch greifen. Javier Bardem spielt grandios! Wäre ich nicht schon Fan, ich wäre es jetzt.
Beeindruckend! Brilliant! Bewegend!
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Marie Krolock 2011/05/31 14:51:31
Antwort löschenDuffy, von Dir! Sofort muss ich wieder zum Taschentuch greifen ;)
Marie Krolock 2011/05/31 14:55:50
Antwort löschenääähm... ok :)
metal1bob 2011/05/02 17:37:48
Kommentar löschenSchwere Kost verspricht die Story und das bekommt man auch geboten. Noch mehr Tiefe und Emotionalität bekommt der Film, wenn man weiß, dass er auf einer wahren Begebenheit beruht und es sich um die Geschichte des galicischen Seemannes Ramón Sampedro geht, eine Geschichte, die in Spanien für großes Medienecho sorgte und die Diskussion um Sterbehilfe an die Öffentlichkeit brachte. Bei uns und wohl auch in vielen anderen Ländern ist der Film leider recht unbekannt, und das obwohl er unter anderem als bester ausländischer Film mit dem Oscar und dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Verdient hat er jede dieser und seiner vielen anderen Auszeichnungen in seiner Heimat, vor allem Javier Bardem liefert trotz Bewegungslosigkeit vom Hals abwärts eine grandiose Leistung ab, wirklich beeindruckend wie man durch ihn in seine Gefühlswelt eintauchen kann. Beeindruckend ist auch die Regie, die es von Anfang an schafft, dass man sich Gedanken um das Gezeigte und das Thema macht. Etwa, wenn man als Zuschauer spontan einen der Charaktere für seine Taten kritisiert und sich im gleichen Moment fragt, ob man in dieser Situation selbst denn so anders handeln würde. Geht tief, ist intelligent und anspruchsvoll und sollte gesehen werden, wenn man ruhige schwere Dramen und spanische Filme im Allgemeinen mag.
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pellekraut007 2011/08/12 17:52:55
Antwort löschenSo trefflich beobachtet! ;)
CowVirus 2011/01/20 13:58:15
Kommentar löschenGroß ist Film in der Darstellung der Familie, die sich um Ramón kümmert, besonders die Rolle des stillen und stets übergangenen Großvaters, der mehr wie ein Kind als wie ein Familienoberhaupt behandelt wird und die Rolle des Neffen sind überzeugend.
Groß ist er auch in der Darstellung von Ramón selbst, seinem ständigen Lächeln und seiner Überzeugung, seinen lakonisch anmutenden Antworten auf unbequeme Fragen. Dabei ist die Faszination, die er auf seine Mitmenschen ausübt, praktisch ständig spürbar...und seine Anziehung auf Frauen verliert mehr und mehr den märchenhaften Zug und stellt sich dem Zuschauer schließlich als schlichte Notwendigkeit dar. Und auch seine Selbstgefälligkeit, sein Zynismus, die ganze Bitterkeit und Undankbarkeit, die er langsam in das dichte Geflecht der Familie tropfen lässt, überzeugt und berührt.
Aber dann ist da wiederum dieses Meer, welches das zentrale Motiv des Films stellen soll und dabei völlig austauschbar bleibt, sind da die Kameraflüge, die Ramóns Wunsch nach Freiheit "symbolisieren" sollen, ist da Ramóns Vergangenheit, die mit aller Macht romantisch verklärt wird, für den Zuschauer aber nur aus ein paar Reisefotos besteht.
Gerade in der Darstellung der Liebe zum Leben, die Ramón mit seinem Unfall für immer einbüßt, bleibt der Film einfallslos und rettet sich alle Nase lang in Kitsch.
Trotz allem ein sehenswerter Streifen.
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kristallrainer 2011/01/14 12:21:51
Kommentar löschenEin wirklich herausragender spanischer Film der das auch hierzulande kontrovers diskutierte Thema der Sterbehilfe genial mit einem emotionalen Drama verknüpft. Javier Bardem spielt den sterbewilligen Ramon wirklich sensationell und liefert eine wahrlich beeindruckende Schauspielleistung, bei der man sich richtig in die Gefühlswelt einfühlen kann.
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BobbyIII 2010/11/12 17:10:50
Kommentar löschenLeitgebende Szene des Films ist als der Pfarrer unten ist und die Treppe nicht hochkommt und der Querschnittsgelähmte Ramon oben. Man wird beide Ansichten zum Thema Euthanasie NIE zusammen kriegen können. Das ist das was dieser Film thematisiert. Gott sei Dank bezieht er aber eigentlich keine allgemeine Stellung. Es sind rein subjektive Nuancen die die Entscheidungen beeinflussen.
Javier Bardem ist großartig. Der Film leider an manchen kleinen Punkten etwas träge. Oft wird einem Zeit gelassen das Gesehene/Gehörte zu verarbeiten. Größtenteils verstärkt das die eigenen Emotionen nur mehr. Was positiv ist. Allerdings wird nicht immer der Richtige Moment für den Wiedereinstieg gefunden. Trotzdem ein sehr emotional sehenswertes Drama in dem Javier Bardem schon weit seinem Oscar seine Klasse demonstrierte.
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Andy Dufresne 2011/06/18 04:17:53
Antwort löschenHast es gut erfasst...
Kris 2010/09/22 11:23:30
Kommentar löschenEin bewegender Film über ein unlösbares, menschliches Dilemma.
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SirPhillis 2010/07/29 09:44:40
Kommentar löschengut gemachter Film, bringt einen auch zum Nachdenken, ist allerdings zu langsam
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Crumpler 2010/05/31 08:46:40
Kommentar löschenDer Film war nett, aber etwas zu entspannend... das heisst, ich bin öfters eingeschlafen.
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Fulsome. 2010/07/25 12:06:28
Antwort löschenDann darfst du ihn nicht mitten in der Nacht schauen :)