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Der fremde Sohn

The Changeling (2008), US Laufzeit 142 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 22.01.2009


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7.4
Kritiker
51 Bewertungen
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7.1
Community
7300 Bewertungen
163 Kommentare
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von Clint Eastwood, mit Angelina Jolie und John Malkovich

Los Angeles, 1928. Christine Collins (Angelina Jolie) ist eine alleinerziehende Mutter. Als sie an einem Samstag von der Arbeit nach Hause kommt, ist ihr Sohn Walter verschwunden. Die polizeilichen Ermittlungen bleiben erfolglos. Nach fünf Monaten, in denen die Mutter nie die Hoffnung aufgegeben hat, scheint die Suche endlich ein Ende zu haben. Doch als die Polizei Christine das Kind übergibt, merkt sie, dass die Ermittler einen ihr fremden Jungen gefunden haben. Ihre Beweise für die Verwechslung mit dem echten Walter stoßen bei allen auf taube Ohren, die korrupte LAPD braucht diesen Ermittlungserfolg zu sehr, als dass sie sich von einer als verrückt abgestempelten Frau die inszenierte Zusammenführung verderben ließe. Nur Pfarrer Gustav Briegleb (John Malkovich) nimmt den Fall ernst und setzt sich für Christine ein. Während sie in einer Anstalt festgehalten wird, führt der Zufall Detective Ybarra (Michael Kelly) auf Walters Spur – und zu einem schrecklichen Verbrechen…

Unter der Regie von Clint Eastwood wurden mit Der fremde Sohn die schrecklichen Ereignisse verfilmt, die in den 1920ern die kalifornische Stadt Wineville erschütterten. Der 15-jährige Sanford Clark erzählte der LAPD von mehreren Morden an kleinen Jungen, bei denen er seinem Onkel und dessen Mutter helfen musste. Die beiden gestanden die Morde an 5 Jungen, darunter auch Walter Collins, zogen ihre Geständnisse jedoch wieder zurück. Der Prozess deckte die Korruption und illegalen Aktivitäten der Polizei auf und sorgte für nationale Schlagzeilen. Bis zu ihrem Lebensende gab Christine Collins die Suche nach ihrem Sohn nicht auf.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Der fremde Sohn
Genre
Drama, Gerechtigkeitsdrama, Verschwörungsthriller, Thriller
Zeit
1920er Jahre
Ort
Los Angeles
Handlung
Allein Stehend, Alleinerziehende Mutter, Angeklagter, Anklage, Berufsverbot, Beweis, Erhängen, Exekution, Gericht, Gerichtssaal, Gerichtsurteil, Gerichtsverhandlung, Gewalttätigkeit der Polizei, Kind, Kinder, Kindermörder, Kinderschänder, Kindesentführung, Korruption, Massenmord, Massenmörder, Mord an Kind, Mordanklage, Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Muttergefühle, Mutterliebe, Mutterrolle, Mörder, Polizei, Polizeipräsidium, Polizeirevier, Polizist, Priester, Psychiatrie, Psychopath, Schwurgerichtsprozess, Suche nach vermisster Person, Suspendierung, Tod eines Kindes, Todesstrafe, Todesurteil, Verhör, Verlust des Kindes, Verlust des Sohnes, Verwechslung, Zeuge
Stimmung
Hart, Spannend, Traurig
Tag
Wahre Begebenheit
Verleiher
Universal Pictures International Germany GmbH
Produktionsfirma
Imagine Entertainment, Universal Pictures

Kritiken (29) — Film: Der fremde Sohn

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] Clint Eastwoods Aufruf an die Zivilcourage ist großes, aber niemals überladendes Kino, hier geht es um Menschen und um die zweifelhafte Macht eines Systems, dass eigentlich für Ehrlichkeit und Sicherheit stehen sollte, anstatt einer in ihrer Verzweiflung und Trauer gefangenen Frau weiterhin emotional zu verkrüppeln. Darüber hinaus ist die formale Rekonstruktion des 1920er Jahre natürlich – wie von Eastwood gewohnt – ein spezifischer Augenschmaus, denn ob Kostüme, Frisuren oder die Ausstattung, hier steckt viel Liebe zum Detail drin, und was wir als selbstverständlich hinnehmen wollen, ist die Arbeit von echten Könnern, von Profis die wissen, wie man eine Epoche fühlbar wieder aufleben lassen muss und schlussendlich auch repräsentiert. [...]

Kritik im Original 31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Bandrix

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Hab ich ja gesagt, aber mir wollte keiner glauben. :(


JohnnyKee

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Läuft hier grad so ne Art Changeling Revival? Find ich geil!


kobbi88: Die Drei Muscheln

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7.0Sehenswert

Der Film vereinigt viele Themen. SPOILER: Erst ein Drama über einen verschwundenen Sohn, dann kommt eine Verschwörungsgeschichte hinzu,, die sogar in die Klapsmühle und zur Folter von Menschen führt, ein Kriminalfilm über ermordete Kinder, ein Gerichtsdrama und zum Schluss wieder eine Geschichte über verschwundene Kinder. SPOILER ENDE
Der Film versucht viele Themen zu besprechen, schafft es aber nicht immer. Weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen. Dabei ist „Der fremde Sohn“ bei weitem kein schlechter Film. Er vermittelt eine gute Atmosphäre, die Musik ist im typischen Eastwood-Stil gehalten. Eine ergreifende Thematik, die Eastwood aber brutal, schonungslos und ohne große Schnörkel erzählt. Aber er hat einfach nichts Überraschendes. Man weiß sehr schnell, wie der Hase läuft.

Angelina Jolie passt für mich irgendwie nicht in diese Rolle. Nicht falsch verstehen, sie spielt das große klasse. Aber ich sehe in ihr einfach nicht die Mutter dieses "verlorenen Sohnes". Die anderen Schauspieler sind zwar auch nicht unbedingt schlecht, aber manchmal wirkt es doch ein wenig aufgesetzt.
Außerdem tut sich doch so manche Länge auf, besonders zum Ende hin.

Damit mir das nicht auch passiert, möchte auch ich hier zum Ende kommen:
Bei einer Textzeile habe ich mir gedacht: Oh ja, wie Recht du hast. Sie ist von einer Frau in der Psychiatrie gesagt worden. Diese Zeile ist zwar nicht unbedingt typisch für diesen Film, in Bezug auf Frau Jolie aber wäre keine Zeile treffender gewesen:
„Essen Sie was. Essen ist normal. […] Ich weiß es ist schwer, aber versuchen Sie aufzuessen.“

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

kobbi88

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In die Rolle einer an Magersucht grenzenden Schauspielerin oder eines an Magersucht grenzenden ehemaligen Models, das sehr arrogant oder sogar exzentrisch wirkt, da würde sie ganz gut passen. ;)


Bandrix

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Für mich Clintwoods bester Film als Regisseur. Große Klasse der Film.


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

Mit “Der fremde Sohn” liefert Clint Eastwood vielleicht keinen perfekten, aber einen sehr guten Film ab. Das Schicksal von Christine nimmt den Zuschauer gefangen, zumal Christine von Angelina Jolie wirklich gut verkörpert wird. “Der fremde Sohn” braucht zwar die volle Aufmerksamkeit der Zuseher, doch dem Film diese Aufmerksamkeit zu schenken lohnt sich.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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7.0Sehenswert

Die wahre Geschichte der Christine Collins wurde von Altmeister Clint Eastwood in einen gefühlsbetonten Film verwandelt. Dabei teilt Eastwood die Geschichte in drei grobe Teile auf. Da wären zu Beginn die für die Mutter schockierenden ersten Tage nach dem Verschwinden ihres Sohnes, gefolgt von dem Teil der Geschichte, in der Christine Collins unschuldig in eine Psychiatrie gesperrt wird. Der abschließende Teil, die Gerichtverhandlung und die düstere kriminalistische Geschichte baut dann weniger auf die Ungerechtigkeit gegen die verzweifelte Mutter, sondern grast die klassischen Gerichtsstandards ab. Diese Zusammenstellung lässt „Changeling“ mitunter etwas zu statisch wirken, aber es gelingt Eastwood immer wieder fesselnde wie auch überaus bedrückende Momentaufnahmen und Szenen zu erzeugen. Angelina Jolie, von der böse Zungen behaupten sie würde alles wegadoptieren was geht, gibt sich sichtlich mühe der Verzweiflung und Ohnmacht der Christine Collins ein greifbares Gesicht zu verleihen, aber es fällt schwer sich komplett von der ewig im Blitzlicht befindenden Jolie zu verabschieden. Deshalb wirkt ihre Darstellung nie so überzeugend, was aber nicht an ihrem Talent liegt, sondern mehr an ihrer ausufernden Popularität die sich freilich mehr sekundär mit ihren Filmen beschäftigt.
"Der fremde Sohn" ist gelungenes Gefühlskino, dass mit der Mechanik der Ungerechtigkeit den Zuschauer aufschrecken und aufhorchen lässt. Ein Film für die Ewigkeit ist Eastwood, trotz seiner Bemühungen, jedoch nicht gelungen.

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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.5Ausgezeichnet

"Changeling" mag trotz der angesprochenen Themen ruhig daherkommen, in Wahrheit ist es aber Eastwoods gezielter Schlag in die Magengrube des amerikanischen Polizeiapparats und des Zuschauers. Ein unhysterisches, aber zutiefst bewegendes Plädoyer für Zivilcourage und gelebte Demokratie. Großes Kino und der Beweis dafür, dass der Regisseur Clint Eastwood noch mehr Facetten und Talente als der Schauspieler Clint Eastwood hat.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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9.0Herausragend

[...]Insgesamt ist „Der fremde Sohn“ eindringlich und mit Meisterhand gefilmt und von Eastwoods stimmungsschaffender und –unterstreichender Musik jederzeit süperb akzentuiert. Ein Film, der bei allem nostalgischen Flair durchaus auch Bezüge zu aktuellen politischen Machenschaften herstellt und die Macht des Staates und seiner Organe schonungslos an den Pranger stellt. Der Kampf einer kleinen Gruppe oder wie hier einer einzelnen Person gegen eine übermächtige Obrigkeit ist zwar ein oft verwendetes Motiv und tatsächlich gewinnt ihm Eastwood keine grundlegend neuen Facetten oder Erkenntnisse ab, doch er präsentiert es im Rahmen einer nahegehenden Geschichte in allen filmtechnischen, erzählerischen und darstellerischen Bereichen als formvollendet, wodurch jedes noch so oft verwendete Thema sehenswert geraten wäre.[...]

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Strikerth

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Wiedereinmal gut geschrieben und verleitet mich glatt dazu mir den Film mal zu besorgen.


ChristiansFoyer

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Tu das ruhig, es lohnt sich ;)


Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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6.0Ganz gut

[...] Anfangs sieht es so aus, als wenn der Film in den folgenden zwei Stunden sehr vorhersehbar die naheliegende Geschichte runterspulen wird: Eine resolute Frau, die gegen alle Widerstände für ihren Sohn kämpft und am Ende gewinnt. Und größtenteils kommt es auch so, allerdings befreit sich die Story in den über 140 Minuten Spielzeit aus dem engen Korsett des “vertauschter Sohn”-Motivs. [...]

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isinesunshine: isinesunshine.de

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7.0Sehenswert

Der Fremde Sohn beruht auf einer wahren Geschichte – der Geschichte einer Mutter, die für ihren (wahren) Sohn selbst gegen die Instanzen kämpfen muss, die ihr eigentlich helfend zur Seite stehen sollten.

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Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin

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9.0Herausragend

Klingt unfassbar, ist aber wahr: Die Geschichte von Christine Collins hat Drehbuchautor J. Michael Straczynski aus verstaubten staatlichen Archiven ausgegraben und in ein präzise komponiertes, nur sehr dezent spekulatives Script verwandelt. Ob alles wirklich genau so abgelaufen ist, ist in diesem Fall sowieso nur bedingt relevant; viel wichtiger ist, dass man dem Film in jedem Moment glaubt, dass es genau so abgelaufen ist. Dieses Vertrauen und die erschreckende Spannung, die daraus resultiert, ist dem Meister hinter DER FREMDE SOHN geschuldet: Clint Eastwoods ruhige Regie und die gewohnt bedächtige Erzählstruktur, die ein spektakuläres Finale ebenso verweigert wie das Hollywood-typische "Mal schnell den Aufwasch machen"-Ende, stehen Straczynskis Story um die verzweifelte Mutter unheimlich gut zu Gesicht.

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Khitos: Kälte Reich

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6.5Ganz gut

Entweder hätte dieser Nebenstrang weniger Platz einnehmen oder beide Geschichten drastisch gekürzt sein müssen, denn so ist der Film insgesamt viel zu lang gewesen und konnte mich nicht über die ganze Zeit an der Stange halten, obwohl es in der zweiten Hälfte recht blutig und heftig zugeht.

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Corsovilla: SchönerDenken

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8.5Ausgezeichnet

Ein zeitloser Klassiker von Altmeister Eastwood, der wieder einmal beweist, wie souverän er eine spannende Geschichte anspruchsvoll und schnörkellos erzählen kann. Eine Schauspieler-Ensemble-Leistung, die beeindruckt - allen voran Angelina Jolie, die sich mal wieder von ihrer besten Seite zeigen darf. (Mehr im Podcast)

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Spannendes Period-Drama, das die von wahren Ereignissen inspirierte Geschichte packend und optisch überzeugend erzählt. Trotz vieler Handlungsfäden gelingt es Eastwood einmal mehr das ganze schlüssig zuende zu erzählen. Angelina Jolie macht ihre Sache - bis auf das teilweise etwas grotesk wirkende Make-Up - überraschend gut und auch die restliche Besetzung kann sich sehen lassen. Packende Unterhaltung, der man ihre Länge nicht anmerkt.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.0Sehenswert

„Der fremde Sohn“ ist somit in seiner Summe ein handwerklich überzeugendes Drama über eine suchende Mutter, welches jedoch seinen zunächst konzentrierten Fokus im weiteren Verlauf nolens volens einbüßt, so dass der Film, obschon mit einer Spielzeit von 140 Minuten überaus großzügig bemessen, überfrachtet erscheint. Das die narrativen Fäden dennoch nicht hemmungslos auseinander gleiten, ist dann wohl nicht zu Letzt das Verdienst des Regisseurs, dessen schnörkelloses inszenieren in diesem Konglomerat von Themen eine angenehm beruhigende Wirkung zu eigen ist. Dies, im Verbund mit sehr guten schauspielerischen Leistungen bis in die Nebenrollen und einer wunderbar klassisch stilisierten Optik machen „Der Fremde Sohn“ trotz seiner Schwäche zu seinem sehenswerten Film, der jedoch nicht in der Liga von Eastwoods letzten drei Filmen spielen kann.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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9.0Herausragend

[...] Dank der facettenreichen und mit einigen Überraschungen gespickten Geschichte werden die stolzen 142 Minuten, trotz der für Eastwood typischen ruhigen Inszenierung, nicht zäh. Beginnend mit einer geheimnisvollen Spannung, werden später neue Handlungsstränge eingewoben, die sich schließlich zu einer erschütternden Auflösung zusammenfügen. Durch die guten schauspielerischen Leistungen und vor allem durch die stete Lebensnähe der Geschichte schafft „Der Fremde Sohn“ es, den Zuschauer zu packen und tief zu berühren. [...]

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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7.0Sehenswert

[...] Die Rahmenbedingungen für einen schönen Filmabend stimmen: neben einer interessanten Story gibt es bis in die Nebenrollen gut besetzte Schauspieler, ein stimmiges Bühnenbild und authentische Kostüme. Für die Musik hat Regisseur Clint Eastwood mal wieder selbst in die Tasten gehauen. Herausgekommen ist dabei ein – wie immer – gefühlvoller Soundtrack ohne zu viel Sentimentalität.

Trotzdem: auch wenn ich keine akuten Schwächen ausmachen kann, bleibt dem Film eine Höchstbenotung versagt. Er ging mir nur einfach nicht so nahe wie die oben genannten Werke von Eastwood.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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7.5Sehenswert

[...]Mit der Besetzung Angelina Jolies als verzweifelte Mutter hat Clint Eastwood alles richtig gemacht. Entgegen aller Befürchtungen, die Schauspielerin sei einer ernsten Hauptrollen dieses Ausmaßes nicht gewachsen, liefert diese eine darstellerische Glanzleistung ab, die den Höhepunkt ihrer bisherigen Kinolaufbahn markiert. Das Drehbuch gibt Jolie genügend Spielraum, die volle Bandbreite ihres Könnens abzuliefern. Ob als liebevolle Mutter am Anfang des Films, ob als sich gegen staatliche Institutionen auflehnende Frau im Mittelteil oder ob als trauernde Zeugin in zwei Prozessen am Ende, Jolie hat in Der Fremde Sohn viele Gesichter, und diese sind auf Grund des intensiven, jedoch nie aufdringlichen und ins over acting abgleitenden Spiels glaubwürdig und fassbar.[...]

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.0Sehenswert

In manchen Szenen zwischen der Mutter und dem Kuckuckskind, und auch in jenen Passagen, die Aufklärung über Walters Schicksal bringen, ist dies Eastwoods Version eines Horrorfilms, die immer auch etwas von den Abgründen des normalen, ganz alltäglichen Amerika erzählt. Darin, wie auch in der Detailfreude, mit der die Komplexität des Geschehens ausgebreitet wird, erinnert der Film nicht nur an andere Eastwood-Filme sondern noch mehr an David Finchers Zodiac, der ebenfalls fasziniert einen weiteren realen Kriminalfall der kalifornischen Geschichte zum Spielfilmstoff machte.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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6.5Ganz gut

Eastwood dreht am laufenden Band. Schon in zwei Wochen startet sein nächster Film. Aber jetzt war erstmal "Changeling" dran. Ein Film, der in Cannes lief, aber leer ausging, zurecht muss man sagen.
Was natürlich beeindruckt ist die Detailtreue der Rekonstruktion. Nicht nur die Schilderung der Ereignisse sondern auch die wieder lebendig gewordenen 20er Jahre fesseln.
Über Angelina Jolie wurde ja schon viel gesprochen und auch wenn sie mit ihrem roten Kirschmund äußerst schön leidet, gibt es ein paar Szenen, die großartig von ihr gespielt wurden. Ganz besonders bemerkenswert blieb mir da die erste Sprechstunde mit dem Doktor in der Psychatrie in Erinnerung. Davor sah man sie noch mit einer anderen Insassin sprechen, die ihr erklärte: ganze egal wie man sich verhält, man wird als geisteskrank eingestuft. Und danach folgt das Verhör äh ich meine die Sprechstunde in der Angelina Jolie Christine Collins spielt, die wiederum versucht Normalität zu spielen, wirklich berührend.
Zum Ende hin zerfließt der Film und seine Lauflänge wird spürbar. Trotz der faszinierend gespielten Figur des Kindermörders, fühlt sich der Film an, als wäre er von der wahren Geschichte überfodert. Die Realität ist weitaus komplexer als dass ein Film sie fassen könnte.
Und am Ende schlägt dann noch das "Hab-ich-schon-gesehen"-Gefühl zu. Wenn Gordon Northcoot mit dem Galgen um den Hals "Stille Nacht, heilige Nacht" singt, fühlte ich mich penetrant an "Dancer in the Dark" erinnert. Schade...

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TheCorey: MovieMaze

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5.5Geht so

Mit "Der Fremde Sohn" versucht Clint Eastwood zwei Filme zu erzählen, wo eigentlich einer ausgereicht hätte. Hinzu kommt sein eigenes unsägliches Pianogeklimper und eine derbe Fehlbesetzung von Angelina Jolie und John Malkovich. Es ist daher lediglich Teilaspekten zu verdanken, dass der Film nicht vollends versagt.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Eastwood mit seinem ökonomischen Erzählstil zwingt dies alles relativ harmonisch unter einen Hut, aber zuweilen beschleicht einen doch das Gefühl, dass man von Geschichten, die gewaltig sein könnten wie Eisberge, lediglich die Spitze zu sehen bekommt. Immerhin finden sich überall Eastwood-Schleifspuren in seine Vergangenheit. "Der fremde Sohn" lässt sich als Komplementär zu "Mystic River" betrachten; dort zerstörte das Verbrechen an einem Kind noch ein Vierteljahrhundert später eine Gemeinschaft, hier entblößt eine Kindesentführung die Verderbtheit einer ganzen Stadt. Oder die mystischen Eastwood-Ende: Sowohl im "Texaner" als auch in "Erbarmungslos" und in "Baby" verschwand der Held einfach im Dunkel des Ungewissen; im "Sohn" ist es nicht anders.

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Alle Kritiken (29)


Kommentare (134) — Film: Der fremde Sohn


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derhexer

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Bewertung4.0Uninteressant

Warum holt man sich einen Malkovic und lässt ihn dann nicht mal wirklich schauspielern? oO

Die Hinrichtungsszene war stark. Den Rest hätte ich mir lieber gespart.

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uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

das kann clint aber besser...

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momopipi

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Bewertung3.0Schwach

Ich mach mir nix aus der hohen Wertung des Films. Ich kann ihn nicht leiden. Natürlich ist der Clint in der Hinsicht eingeschränkt, weil der Sachverhalt auf wahren Begebenheiten beruht. Wenn ich dann aber sehe, was der Film für eine Atmosphäre erschafft mithilfe dieser beinahe harmonisch beruhigenden Musik, dann passt das gar nicht zu dem tragischen Leidensweg einer Mutter, welche ihren echten Sohn wieder finden möchte. Stattdessen wird eine Angelina Jolie dargestellt, welche nie unbedingt mit schauspielerischer Leistung überzeugen musste in ihrer Laufbahn als Pseudo-Schauspielerin. "Dafür ist sie ja aber so verdammt abgemagert in dem Film und das sieht stellenweise schon echt erschreckend aus". Jaja, hört mir bloss auf damit!

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pixie123

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Bewertung7.0Sehenswert

Seit ich Filme wie „Million Dollar Baby“ oder „Gran Torino“ gesehen hab, schätze ich Clint Eastwood als Regisseur sehr. Ich mag es, wie er - auch in „Changeling“ - ein genaues Auge darauf wirft, was mit den Menschen nicht stimmt. So nimmt er die Fremdes-Kind-Story aus den späten 1920er Jahren eigentlich nur als Aufhänger, um einen Film über (Un-)Recht und Gerechtigkeit aufzubauen. Obwohl das gut gelungen ist, hätte ich mir manchen Chrakter etwas komplexer gewünscht. Es gibt leider nur gut und böse. Aber hier darf man Hollywood wohl auch nicht überfordern... An die oben genannten Filme kommt „Changeling“ nicht heran. Aber mir gefällt die aufgezeigte Gesellschaftskritik. Und vor dem Hintergrund, dass die Story angeblich auf Tatsachen beruht, bekommen die Geschehnisse nochmal eine besondere Brisanz.

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tina.emm.3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich fand Angelina Jolie früher wirklich toll. Leider ist sie mir in den letzten Jahren durch ihre starke "Brangelina"-Präsenz in den Medien irgendwie unsympathisch geworden, was mir auch anfangs in diesem Film Probleme bereitete. Zum Glück kommt nach dem ganzen verzweifelten Trara, um den vermissten Sohn die Handlung immer mehr in Fahrt und auch die weinerliche Hauptfigur zeigt ein paar andere Facetten. (Die Szenen in der Anstalt erinnern sogar leicht an alte "Girl interrupted" Zeiten). Alles in allem eine spannende Story, mit einem Tick zu viel Jolie.

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saschahalli

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Bewertung10.0Herausragend

Angelina Jolie in der Hauptbesetzung war eine grandiose Idee gewesen. Ich finde "Der Fremde Sohn" ist Ihre beste schauspielerische Leistung bis jetzt. Zwar fande ich Sie schon woher gut und mochte die Filme, doch dieser Film zeigte noch eine andere Seite an Ihr. Clint Eastwood hat hier große Arbeit geleistet. So trauig die Geschichte des Filmes auch ist, wurde was damals geschehen ist meiner Meinung nach sehr gut dargestellt.

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Filmfan30

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Bewertung9.5Herausragend

Angelina Jolie war so herausragend, dass mir ihr Leid zutiefst nahe ging, und als der Film zu Ende war, blieb ich erschüttert zurück.

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bonjovi84

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Bewertung9.0Herausragend

Interessante, realitätsnahe und spannende Verfilmung einer wahren Begebenheit.
Angelina Jolie spielt hier eine ihrer besten Darstellungen, Clint Eastwood in der Regie ist nahezu meisterhaft!
Bis auf ein paar wenige Längen hatte der Film nicht einfach nur dramatisch unterhalten, sondern das korrupte Polizeimillieu der damaligen Zeit aufgezeigt und den Kampf einer Mutter um ihr Kind und die Wahrheit mitreißend erzählt.
Klasse!

Anm.: Leider hatte diese Geschichte nicht das ganz große "Happy End", aber das wahre Leben ist nun mal kein Drehbuch.

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Dady

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich hatte mich vorher nicht groß über den Film informiert. Wusste halt nur das er von Eastwood ist und Angelina Jolie mitspielt. Aber was ich dann in 140 Min erlebt habe war schon was besonderes.
Nach einem etwas anstrengenden Beginn fühlt man sich gleich gefesselt und ist teilweise darüber erschrocken was in dem Film passiert. Dazu kommen die parallel laufenden Ereignisse die allem noch die Krone aufsetzten. Wer mich total überrascht ist Angelina Jolie. Eigentlich ist sie in letzter Zeit eher dadurch bekannt das sie ein Teil von Brangelina ist oder mal wieder ein Kind adoptiert hat. Doch hier spielt sie einfach grandios und liefert die vielleicht beste Leistung ihrer Karriere. Wer auch mal wieder glänzt ist Clint Eastwood. Der trotz seines relativ hohem Alters noch mal so ein Meisterwerk auf die Beine stellt. Mir fällt auch grad kein besseres Werk von ihm ein als dieser auf Tatsachen beruhende Film.

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Dady

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Du meinst Absolut Power....ja der war auch nicht schlecht. Einer meiner liebsten von Eastwood ist auch Perfect World.


Filmfan30

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Ja, danke, den hab ich gemeint. Perfect World ist auch klasse!


kaching3007

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Bewertung7.5Sehenswert

Angelina Jolie bleibt von Anfang bis Ende leider Angelina Jolie.
Ich weiß nicht warum, aber anstatt die Rolle zu sehen, sieht man nur ihr Gesicht und sofort den Star.
So geht's mir immer bei ihr.

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Der kleine Walter verschwindet plötzlich und Mutter Collins (großartig Angelina Jolie) sucht ihn. Daraus ergeben sich zwei kritisch dargestellte Handlungsstänge: die polizeilichen Ermittlungen und die Folgen sowie ein Massenmord an mehreren Buben auf einer abgelegenen Farm. Wie beide Sequenzen zusammenhängen wird spannend erzählt.
Das rücksichtslose Vorgehen der schießwütigen Polizei (Jeffrey Donovan) zwischen vorgefassten Meinungen und politischen Abhängigkeiten ruft letztendlich die Bürger auf den Plan angeführt von Pfarrer John Malkovich. Die Mutter wird beschimpft und diffamiert und schließlich nach Code 21 ohne richterlichen Beschluss von der Polizei in die Psychiatrie eingewiesen, weil sie nicht akzeptieren will, dass man ihr einen fremden Sohn präsentiert hat. Die Zustände dort, der Zynismus der Ärzte als Erfüllungsgehilfen des Systems, Elektroschocks als Mittel der Ruhigstellung sind die zweite himmelschreiende Anklage.
Ein ganz andere Nebenhandlung wird gekonnt eingepasst und erhöht die Spannung, weil ein Kinderfänger und Massenmörder (Jason Butler Harner) auftaucht. Prozess und Hinrichtung werden detailliert geschildert. Die Faktenlage ist klar. Man kann mit dem kranken Kaputtnik fast Mitleid haben. Ein vorheriges Zusammentreffen zwischen Mutter und Mörder bleibt ergebnislos, das Schicksal des Sohnes offen. So bleibt nur die Hoffnung, dass er noch irgendwo leben könnte. Ein offenes Ende nach flammenden Anklagen gegen das System und jede Menge Spannung. Der wissende Zuschauer ist durch die Handlung gebannt eingebunden und kann eventuell lediglich den Epilog als überflüssigen Nachschlag nicht goutieren.

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Erlkoenig

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Bewertung7.5Sehenswert

Eigentlich bin ich kein großer Freund von Dramen - insbesondere dann nicht, wenn sie sich über 140 Minuten in die Länge ziehen. Bei "Der fremde Sohn" muss ich alledings eine Ausnahme machen - das Gefühl der damaligen Zeit wurde gut eingefangen (die Frisuren, die Kleidung, die alte Bahnen etc.), hinzu kommt ein Serienkiller und eine korrupte Polizeiriege, die kaum angreifbar scheint.
Hat mir sehr gut gefallen - nur die Länge des Films ist etwas zu gut gemeint. Hier hätten es 90 Minuten auch getan.

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tomek.castello

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Bewertung9.0Herausragend

Superspannend!!! Empfehlung falls noch nicht gesehen ;)

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Angelina Jolie brilliert in diesem spannenden und erschütternden Film von Clint Eastwood. Sehr beeindruckender Film!

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MrTtmw

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein großartiger Film! Sehr inspirierend und spannend. Er ist einer der besten Filme die ich jemals gesehen habe. Sowohl die Story als auch die Besetzung sind unglaublich gut und es bleibt den ganzen Film über spannend. Über Geschmäcker kann man viel reden, aber jeder der diesen Film schlecht bewertet bzw. ihn für schlecht hält, den kann ich einfach nicht ernstnehmen. Eine glatte 10!

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mary84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film spielt zwar in einer Zeit, die ich nicht wirklich mag, tat jedoch dem sensationellen Film keinerlei Abbruch.

Teilweise Spoiler !
Die Spannung wurde komplett aufrecht erhalten, den ganzen Film lang. Er ist sehr emotional und man kann sich leichtens in die Situation der Mutter hineinversetzen. Dass Angelina Jolie für mich eine begnadete Schauspielerin ist, muss ich in diesem Zusammenhang einfach nochmals wiederholen, da dieser Film so viel an schauspielerischem Talent darbot bzw. sie diese Rolle gerade zu perfekt spielte und man sich keine andere oder gar bessere Schauspielerin dafür vorstellen kann.
Weiterhin stellt man mit Erschrecken fest, wie viel Macht die Polizei früher gehabt haben muss, dass die Aussage eines einzelnen Polizisten ausreicht um eine gesunde Frau in eine psychiatrische Anstalt einsperren zu lassen. Genauso tragisch anzusehen ist dann die Vorgehensweise in so einer Anstalt mit scheinbar vielen gesunden Menschen.
Ruferhaltung war früher scheinbar höchste Priorität bei öffentlichen Behörden oder Institutionen, genauso wie strikt gegen Rufschädigung scheinbar vorgegangen wurde.

Ein extrem bewegender Film, gerade zum Ende hin, erst bei der Beichte des Mörders, er hätte den Sohn wohl nicht getötet, dann als es um die Todesstrafe für den Mörder geht, dann gibt es kurz vor der Hinrichtung noch einmal ein intensives Gespräch zwischen "vermeintlichen" Mörder und der Mutter des eventuell getöteten Kindes, die Todesszene an sich und dann zum Schluss auch noch ein Hauch von Hoffnung, als ein weiteres verschwundenes Kind gefunden wurde.
Die Spannung steigt wirklich in´s Unermessliche und man ist innerlich so aufgeregt und will wissen, lebt dieser Junge nun noch, wird er doch noch gefunden oder nicht. Das bleibt leider offen, obwohl ich soetwas ja mag, außerdem musste er ja auch originalgetreu gedreht werden.
Ich muss zugeben, bei der Hinrichtung überkam mich ein wenig Mitleid, so toll und bewegend war diese Szene.

Alles in Allem ein sensationell bewegender und atemberaubender Film mit hochgradig perfekter Schauspielkunst.

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pischti

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setz mal bitte im 2. Abschnitt eine Spoilerwarnung, ich habe den Film zum Glück schon gesehen, manche werden aber nicht erfreut davon sein, vor allem die, die den Film noch nicht kennen :)


mary84

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Danke, ja ich vergesse das irgendwie immer... :)


RoboMaus

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Bewertung9.0Herausragend

Schonungslos. Gnadenlos. Wahnsinnig starker Plot. Perfekt inszeniert. Eine Story, die einen bis zum Ende nicht mehr loslässt. FSK 12 kann ich nicht nachvollziehen.

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EvertonHirsch

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eastwood und die 2000er. Seitdem er sich fast ausschließlich auf das Drama konzentriert, legt er einen klasse Film nach dem anderen vor (“J. Edgar“ kenne ich nicht, “Letters from Iwo Jima“ und “Flags of our Fathers“ kommen demnächst dran).

“Der fremde Sohn“ erzählt eine von vorne bis hinten lückenlos spannende Geschichte, die viele Wendungen, viele Höhepunkte bietet auf ganz hohem Niveau. Die Geschichte ist der Star. Die Akteure spielen zwar alle gut, aber kommen nie an die herausragend Geschichte und Inszenierung heran (ja, es handelt sich um eine wahre Geschichte, aber sowas kann man auch in den Sand setzen).

#möglicher Spoiler:#

Die Hinrichtung am Ende ist an Intensität kaum zu übertreffen. Obwohl der Kindermörder seiner wahrscheinlich gerechten Strafe zugeführt wird, ist es doch schmerzhaft und vor allem unangenehmen zu sehen, wie ein Mensch, ohne Hoffnung und seines Todes gewiss, in den letzten Sekunden quasi nicht mehr Mensch ist. Er will leben. Man fragt sich: ist die Strafe dann noch gerecht, bzw. verhältnismäßig? Hat er nicht schon vorher, in den letzten Stunden, in den letzten Minuten seine Strafe bekommen? Diese Frage, die ich intensiver nur bei Dostojewski erlebt habe, soll jeder für sich beantworten.

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mary84

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ok. Dazu habe ich mich ebenfalls in meinem Kommentar geäußert. Eine sehr bewegende Szene.


EvertonHirsch

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Hab ich gerade gelesen :)
Ja sehr stark, nur Dostojewski vermittelt das noch besser


Hauserfritz

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Bewertung6.0Ganz gut

In den ersten 20 Minuten habe ich mich recht gelangweilt. Aber danach hat mich der Film wirklich Top unterhalten. Angelina Jolie spielt eine wirklich gute Rolle und die Story ist durchwegs spannend (obwohl sie angeblich auf wahren Gegebenheiten beruht).

Was mich allerdings gestört hat, waren die letzten ca. 40 Minuten. Da hat man den Film unnötig in die Länge gezogen. 110 Minuten statt 140 hätten es auch getan!

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sebastian-boldt

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Bewertung9.0Herausragend

Nicht perfekt aber trotzdem einer der besten Dramen die ich je gesehen habe. Der Film kann sich in meinem Ranking gleich neben an American Crime und Mystic River einreihen.

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