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The Game

The Game (1997), US Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Thriller, Kinostart 20.11.1997


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7.2
Kritiker
66 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7
Community
18250 Bewertungen
225 Kommentare
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von David Fincher, mit Michael Douglas und Sean Penn

David Fincher verwickelt Michael Douglas in The Game in ein verwirrendes Psychospiel, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Der erfolgsverwöhnte Banker und notorische Einzelgänger Nicholas Van Orton (Michael Douglas) wird am Tag seines 48. Geburtstages von seinem Burder Conrad Van Orton (Sean Penn) mit einem myteriösen Geschenk überrascht: Ein Gutschein der Firma Consumer Recreation Services (CRS). Nicholas soll an einem Spiel teilnehmen, das sein Leben verändern wird. Misstrauisch und widerwillig macht er sich auf den Weg, um den intensiven Einstufungstest der Firma über sich ergehen zu lassen – und schlussendlich ein ernüchterndes Ergebnis zu erhalten: Ungeeignet. Doch gerade als Nicholas die Idee wieder verwerfen will, muss er feststellen, dass das Spiel schon längst begonnen hat…

Hintergrund und Infos zu The Game
Ursprünglich war Jodie Foster als Michael Douglas’ Schwester vorgesehen. Nachdem Jodie Foster aber plante, die Rolle in Michael Douglas’ Tochter zu verändern, kam es zu Unstimmigkeiten mit David Fincher, der kurzerhand Sean Penn als Michael Douglas’ Bruder besetzte. Jodie Foster wollte diese Streitigkeit vor Gericht austragen, wurde aber von ihrem guten Freund Michael Douglas umgestimmt. Dass Jodie Foster nicht nachtragend war, zeigte sich in einer Zusammenarbeit mit David Fincher an dem Thriller Panic Room wenige Jahre später.
Die Villa, welche Michael Douglas im Film bewohnt, trägt den Namen Filoli Mansion. Sie befindet sich nahe San Francisco, steht unter Denkmalschutz und diente bereits mehrfach als Kulisse für Hollywoodfilme (u.a. George – Der aus dem Dschungel kam). (BG)

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Cast & Crew


Kritiken (6) — Film: The Game

JackoXL: Die Drei Muscheln

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6.5Ganz gut

[...] Bedacht entwickelt „The Game“ einen kribbeligen Spannungsbogen, baut nicht auf urplötzlich herbeigeführte Tempo-Thrills, sondern lässt seinen zunächst so unnahbaren Protagonisten langsam in seine persönliche Hölle schlittern, die in erster Linie aus dem Verlust der totalen Kontrolle besteht. Wenn ihm bewusst wird, wie hilflos er dem Treiben ausgeliefert ist, wie sehr er als Marionette in einem unberechenbaren Real-Life-Theater gefangen ist und ihm zusehends seine als selbstverständlich erachtete Dominanz aus den Händen gleitet, bröckelt die steinharte Fassade des Alphamännchens nicht nur, sie gleicht bald einem Trümmerfeld. Van Orten – hervorragend von Michael Douglas verkörpert – wird vom Raub –zum Fluchttier und der Zuschauer darf sich wie er immer wieder die Frage stellen, wann er sich in einem „sicheren“ Spiel befindet, wann nicht (mehr) oder ob er von vornherein in etwas hinein geraten ist, was nichts damit zu tun hat. Lässt man sich darauf ein, kann „The Game“ enorm fesseln, auch wenn die Spannung manchmal etwas zu sehr auf leisen Sohlen schleicht. Worauf das Ganze hinaus laufen könnte deutet sich immer mal wieder an, doch bis kurz vor Schluss scheint jede Option noch möglich. Nur gerade und tragischerweise in seinem Finale lässt „The Game“ so unbefriedigend die Hosen runter, dass es einen leider die vorher aufgebaute Stimmung rückwirkend leicht zerstört. [...]

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

cpt. chaos

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Hab ich mir just gestern mal wieder angesehen, und es bleibt dabei, dass das Finale den Film fast schon ein wenig ruiniert - wirklich schade!


JackoXL

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Ja, gerade zum Ende bekommt der richtig Drive, alles scheint möglich und dann wählt man die dümmste Variante überhaupt, die viel kaputt macht. Bis dahin hat das aber sehr viel Stil und Niveau.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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5.0Geht so

[...] Die Auflösung selbst wird zwar zwischendurch immer wieder deutlich gemacht, doch die Darstellung ist so unglaubwürdig und überzogen, das es nicht nur unfreiwillig komisch wird, sondern auch ziemlich ärgerlich. Fincher wollte hier nochmal besonders klug wirken und dem Film ein Paukenschlagfinale schenken, bewirkt aber das genaue Gegenteil und zerstört den tollen Eindruck. Was am Ende bleibt ist entsetztes und genervtes Kopfschütteln. [...]

Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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5.0Geht so

Zwischen "Sieben" und "Fight Club", radikalem Kulturpessimismus und anarchistischer Systemrevolution musste ja was Entspanntes kommen, was zum Zurücklehnen, was leicht Bekömmliches ohne übermäßig auf den Magen schlagenden Fettgehalt. Fincher lässt zwar in "The Game" auch den Revoluzzer heraushängen, sobald er dem von gletscherkühlen Mensch-Maschinen abgeriegelten Kapitalismus traditionelle Werte wie Freundschaft und Liebe entgegensetzt, um sein Riesenarschloch (Michael Douglas) aus dem Zwang des Systems zur Befreiung der Seele zu läutern. Seine Kritik allerdings, die ist nicht wirklich vergleichbar, die ist sanfter, nicht so hasserfüllt, so hoffnungslos wie ein schwarzes Brett vor dem Kopf. Schon allein dadurch, weil Fincher in erster Linie wesentlich bodenständigeres Drehbuchhandwerk filmisch reformiert, ohne visuell zu protzen, weil er eine gediegene (aber nicht minder aseptische) Form Harris Savides' der Substanz unterordnet. Das versteht sich dann als Achterbahnkino mit Purzelbaumgarantie in einer Welt der getäuschten Wahrnehmung, deren Publikum nicht weiß, was es sieht, in dem es rätselt, was es hätte sehen sollen. Mehrfach wird die Rezeption von "The Game" im Hinblick auf den Schlussgag negativ(er) aufgeladen. Tatsächlich verrenkt der Film mit seinem finalen Knall die eigene Intention ins Unglaubwürdige, macht aus einem ernst gemeinten Plädoyer eine Farce, einen Reißer, den man nicht mehr ernst nehmen kann, unabhängig dessen, dass die Pointe zu einem frühen Zeitpunkt bereits unterschwellig vorweggenommen wird.

Fincher, Brancato und Ferris tüfteln also Ideen für etwas aus, was nicht mehr als Überraschung gelten müsste, obwohl ihr Film doch auf Überraschung gebürstet scheint – einer läppischen Lebenshilfe und fragwürdigen Beziehungsnachhilfestunde, wonach erst die gründliche technisierte Recherche den in seinen Handlungsweisen vorhersagbaren Menschen entschlüsselt. Kurzum: Das ist für Fincher unter der Oberfläche einfach nicht mehrdeutig genug, schon gar nicht so fesselnd, so Spektakel, als dass man die Spielregeln akzeptieren könnte. Selten eklatant störten massivste Fehler in der filminternen Logik eines sonderbaren Spiels, das von unfreiwillig komischen Zufällen statt der geforderten Kontrolle lebt, und selten waren Finten fintenloser: die nie existierende Firma, der stehen gebliebene Fahrstuhl, der Stromausfahl, der Taxifahrer außer Kontrolle. David Finchers Souveränität, mit den Meriten des Genres zu hantieren, um der Langweile von vornherein eine Abfuhr zu erteilen (sehr schön ist die Szene in Christines Wohnung, die sich, wie der Film übrigens auch, als Attrappe erweist), ebenso wie Michael Douglas' Darstellung eines einsamen Großstadtmenschen, der den Geschmack am Leben verloren hat, hieven das Spiel dennoch zum mittelmäßigen Pausenvertreib, der es schafft, durch strenge Interieurs, galligen Wortwitz und kühle Kompositionen das einzulösen, was ihm narrativ weitgehend verwehrt bleibt.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Timo K.

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Vielen Dank. :)


Stefan_R.

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Fand den Film zwar etwas besser als du, was dem Lesegenuss deines wie immer versiert geschriebenen Kommentars allerdings keinen Abbruch getan hat. That's the game...


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.5Sehenswert

So, endlich habe ich mal "The Game" gesehen, der letzte Fincher-Film, der noch auf der To-Do-Liste stand und ich bin begeistert.
Nun gut, nach dem überaus düsteren "Sieben", kommt "The Game" schon fast versöhnlich hollywoodesk rüber. Finchers Film ist ein Mainstream-Thriller par excellence in der Tradition eines Alfred Hitchcocks.
Michael Douglas gibt das Riesenarschloch mit archetypischer Qualität. Debra Karah Unger als Femme fatale ist wunderbar. Die Besetzung erscheint gar nicht hollywoodesk, keine hübschen Jungstars, sondern gestandene Schauspieler mittleren Alters mit Falten im Gesicht.
Am ehesten erinnert "The Game" an die Fincher-Variante von "North by Northwest". Auch da verstrickte sich der Held in einem Lügengebilde, was letztendlich nichts anderes als eine Allegorie über das Kino war. "The Game" ist da noch klarer. Douglas Entschluss sich auf das Spiel einzulassen, ähnelt dem Kauf einer Kinokarte. Der Rest ist eine doppelbödige Vorstellung, weshalb es gar keinen Sinn macht sich über Logik und solchen Quatsch Gedanken zu machen.
Das Ende ist wiederum großartig, obwohl es zu versöhnlich und verharmlosend ist. Zwar hätte ich beim Sprung Schluss gemacht, weil ich Happy Ends von Natur aus misstraue, aber die Autoren hatten wohl den Auftrag das Publikum mit einem guten Gefühl nach Hause zu entlassen. Einem Fincher-Film wird zwar nicht gerecht, aber der ganze Film davor schon, sei es die grandios inszenierte trostlose Tristesse in Douglas Leben oder das immer mehr steigende Verschwörungsgefühl. Harris Savides fabulöse Kamera unterstützt Fincher dabei mit aller Kraft.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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7.0Sehenswert

Auch wenn's ein Film von David Fincher ist, dümpelt die Hatz mit Michael Douglas in meiner Gunst eher in den niederen Regionen seiner eigenen Liga. Ausgerechnet der Schluss-Twist reisst ihn sprichwörtlich mit in den Abgrund, aber die Special Edition lag auf dem Grabbeltisch, und von Zeit zu Zeit muss man manchen Filmen nochmal eine Chance geben!
In diesem Fall hat es sich gelohnt. Fincher und Douglas lassen im informativen Audiokommentar Selbstkritik erkennen und wissen natürlich, dass hier kein cineastischer Meilenstein abgehandelt wird, aber für gehobene Trillerkost reicht's Dicke. Die geschmeidige Kameraarbeit gefällt mir sogar besser als manch spätere Fincher-Produktion und ist einfach ein Genuss. Selbst das Finale fällt versöhnlicher aus, zeigt es doch, wie ungesund das bißchen Spektakel zum Ende ist und den eigentlich netten Twist in meiner Erinnerung übertüncht. Der passiert nämlich bereits ein paar Minuten vorher in einer recht hübschen Szene, die für den Moment etwas sehr Surreales, Metaphorisches an sich hat und "The Game" genügend erklärt. Alles danach ist schon zuviel. Obwohl die Parallele zum Beginn des Films und damit Michaels Geschichte nett ist. Aber eben nur nett - und überstrapaziert.
Den werd' ich mir trotzdem mit Sicherheit nochmal öfter ansehen. Tolle Bilder, gediegener Score. Sogar Deborah Unger scheint noch hübscher geworden zu sein.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Vielleicht Finchers bester Film, weil er seine optischen Sperenzchen im Zaum hält und sich auf das solide fintenreiche Drehbuch und einen starken Hauptdarsteller verlässt.

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Kommentare (219) — Film: The Game


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Alienator

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Schwitzfaktor

Wenn Mütter einen besuchen muss man denen ja was bieten. Nachdem man schon den Tag zu sammen verbracht hat und man eine Speisung tätigte, kam der Ruf nach nem kleinen Film. Wie immer bei solchen Auswahlverfahren, lege ich stets drei Filme hin und man kann sich dann einen aussuchen. Und sie wählt diesen. Vornehmlich wegen Michael Douglas, den sie sehr mag (man muss dazu sagen meine Mudda ist nun schon im Rentenalter und war in ihrer Jugend ein großer Freund von Paul Newman, später dann Tom Selleck. Michael Douglas kam später hinzu). Nun denn man sah sich den Film an, Anlage auf volle Laustärke und am ende sagte sie: "Da hab ich aber nen guten Film ausgesucht." Und recht hat sie....
Der dritte Langfilm von Fincher bietet verschachtelte Unterhaltung. Er bleibt seinen Grundsatz einer undurchsichtigen Welt treu und zieht den Faden der Unwissenheit und Desillusionierung mit intelligenten, dramaturgischen Spannungsbogen durch. Fincher zeigt die Welt als Ort der Kälte, gezeigt durch Michael Douglas als gefühlstoter Mensch. Durch überraschende Wendungen und einer groß-inszenierten Irreführung in allen Bereichen resümiert Fincher die Menschfindung und all ihre Werte am Ende des letzten Jahrhunderts. Fincher plädoyiert auf Menschlichkeit in dieser kalten Welt. Die Suche nach den eigentlichen Sinn des Lebens und die Pflege von zwischen menschlicher Beziehungen stehen hier im Vordergrund (wie so häufig in seinen Filmen).
Trotz aller Thrillerelemente ist "The Game" ein sehr humaner Film. Gerade heutzutage ist es wichtig Mensch zu bleiben.
Fincher ist hier ein Gänsehautgarant. Erreicht hier zwar nicht die Kraft von "Sieben",aber ein weiterer sehr wichtiger Film in seiner Karriere.

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Alienator

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Und das wundert mich schon...;-)


pischti

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Hehe. Kannst ihr ja mal ein paar Trashperlen anbieten :D


Neddie

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Bewertung7.0Sehenswert

Den "finalen" Schnitt hätte ich ganz anders gemacht, denn eigentlich wars mir so schon fast klar. Mit ner gelungenen Abblende hätte man doch noch mehr rausholen können, aber insgesamt betrachtet ist 'The Game' schon ein gelungener Thriller.

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Big_Kahuna

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Bewertung6.0Ganz gut

„The Game“ von David Fincher mit Sean Penn und Michael Douglas. Wenn man das so liest, würde man direkt davon ausgehen, dass es sich nur um einen absoluten Kracher handeln kann. Ist er das? „The Game“ ist vor allem eins: ein stark inszenierter Thriller, wie man es eben von Fincher gewohnt ist, der vom „Opfer“ Michael Douglas auch entsprechend stark gespielt und mit einer soliden Grundidee ausgestattet ist. Man versetzt sich in die Lage von Nicholas Van Orton (Michael Douglas) hinein, gegen den sich die ganze Welt aufzubäumen scheint, gegen den die Welt scheinbar bewusst geschlossen vorgeht.
Eine Idee, die ich für meinen Teil sehr aufregend finde und die viel Spannung mit sich bringt, wenn sich auf einmal in absoluter Realität alles gegen einen verschwört, man das aber nicht im geringsten erahnen könnte. Und daraus bezieht Fincher einen Großteil seiner Spannung, aus dem Mysterium, hinter das Nicholas Van Orton hier auf Biegen und Brechen kommen will, so wie wir Zuschauer. Der gesamte Film dreht sich um diese alles entscheidende Frage. Man versucht hier auf Teufel komm raus Motive auszumachen oder sich selbst ein schlüssiges Ende zurecht zu schustern.
Fincher spinnt sich da ein Gedanken-Labyrinth zurecht, was verunsichern soll und was den Zuschauer dazu bringen soll, den Weg mit Douglas gleichermaßen zu beschreiten, ähnlich beirrt, als wäre man selbst in dieser zur Verzweiflung treibenden Situation, die einem sonst so starken, arroganten Einzelgänger wie Van Orton nicht nur schlotterige Knie bereitet, sondern ihm immer mehr den Boden unter den Füßen wegreißt. Diesen Weg pflastert Fincher mit gewohnt düsteren Bildern und einer an manchen Stellen wirklich beängstigenden Stimmung, aber ob das reicht? Allein das macht natürlich keinen richtig starken Film, bedauerlicherweise muss man den Storyknoten lösen und Van Orten seine und uns unsere Antwort geben und wenn das passiert und Fincher seinem „The Game“ einen hanebüchenen Sinn gibt, kann man sich nur an die Stirn greifen. Das soll also das Ende gewesen sein? Im Ernst jetzt? Bis hier hin war alles doch recht stimmig, wenngleich etwas komisch, aber das hier ist wie, als würde man im Sternerestaurant nach den 4 herausragenden, exotischen, ersten Gängen als Dessert ein Stück Wackelpudding mit nem großen, fetten Haar vom dickbäuchigen Koch oben drin bekommen. Das ärgert einen ungemein, weil der Rest des Abends doch eigentlich ganz lecker war, man aufgrund eines solchen Fauxpas die Weiterempfehlung dann aber doch lieber unterlässt. Und unsere Topschauspieler reihen sich dem Ende gekonnt ein und versuchen ihm mit ihrem überzeugenden Spiel doch noch so etwas wie Glaubwürdigkeit zu verleihen, was natürlich eher schlecht klappt, als zu funktionieren. Neben ein paar Logikfehlern, über die ich gerne noch hinweggesehen hätte, entwickelt sich „The Game“ also vom verkapselten, spannungsreichen Thriller, der er fast die ganze Zeit über ist, zu einem fragwürdigen Gesamtprodukt, das sich technisch zwar auf absolut würdigem Fincher-Niveau bewegt, inhaltlich dafür aber umso mehr abstinkt. Schade!

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Cupio

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Ich hätte ihm ja ne "8" gegeben! ;) Aber ganz gut weggekommen ist er bei Dir ja auch!


Big_Kahuna

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Ja Schuld daran ist die gute Atmo und natürlich auch Douglas, ansonsten hätte das bitter verlaufen können. :p


timmoe

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Bewertung5.0Geht so

Nette Idee, aber von Logikfehlern zerfressen, da rettet auch der Plot-Twist nicht viel.
Kein wirklicher Fehltritt meines Lieblings Fincher, aber definitiv eines seiner schwächeren Werke. Dennoch spannend und gut gespielt.

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Dahmer

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bei erstsichtung ein kracher-film!


timmoe

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Mag sein, aber kommt drauf an, was man vorher schon gesehen hat. Ich fand jeden Fincher besser und mir fehlt glaubig nur noch Alien 3.


sachsenkrieger

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Bewertung9.5Herausragend

Also beim dritten Mal ist der Film nicht mehr so intensiv wie beim ersten Mal, das muss ich gestehen. Das so ein Film trotzdem noch spannend ist, sagt viel über die Qualität aus. Klar kann man irgendwelche Logikfehler bemängeln, aber das erübrigt sich für mich in diesem Film.

Wer ihn noch nicht gesehen hat und auf den ebenfalls von Fincher inszenierten "Fight Club" liebt, wird auch diesen Streifen zumindest sehr mögen. Faszinierend wie immer Michael Douglas als das, was er am besten kann.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Icho_Tolot

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Bewertung6.0Ganz gut

Wären am Ende all die dekadenten "Freunde" und die gecasteten Schauspieler, durch eine vom psychisch und physisch geplagten Hauptdarsteller (grandios gespielt von Michael Douglas) selbstgebastelte Bombe draufgegangen, hätte ich eine 10 gegeben. Aber so ein Ende versaut den ganzen Film. Wer schüttelt schon lächelnd und voller Freude die Hände, wenn er so verarscht wird? Ausser man weiss, dass sobald man das Gebäude verlässt, der ganze Laden mit allen Insassen inkl. "lieben und ehrlichen" Brüderlein in die Luft fliegt...

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MoviehunterXL

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Bewertung9.5Herausragend

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. David Fincher ist ein absoluter Meister seines Faches und zu Michael Douglas muss man ja ohnehin nicht mehr viel sagen. Der Film schafft es durchgehend zu fesseln, auch wenn er tatsächlich vom großen Knall am Schluss lebt. Es gibt ja zahlreiche Filme, die auf diesen Aha-Moment am Schluss zählen, aber keiner schafft es, es in dieser Form dies zu zelebrieren. Ein absolutes Highlight meiner DVD/BluRay-Sammlung.

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rene1387

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Bewertung6.0Ganz gut

An und für sich ein cooler Film der einen anfangs noch mitfiebern lässt, mit der zeit aber so absurd wird, dass es nicht mehr ganz so viel Spaß macht wie zu Anfang. Das Ende ist dann totaler Quatsch...es gab so viele Situationen wo er sich hätte anders entscheiden können. Von daher war ich am Ende enttäuscht von der Entwicklung, von der "Auflösung" und einfach auch von seiner Reaktion. 6 Punkte ist echt schon guter Wille, weil Michael Douglas stark war und weil die erste hälfte des Films echt gut war...

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daniel84hiw

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Katz und Mausspiel das sich durch den Film zieht war natürlich grandios und fesselnd mit einigen unerwarteten Szenen. Wie schon öfter bemängelt gibt es allerdings auch bei mir 2 Punkte Abzug für das komplett übertriebene und unglaubwürdige Ende, das vieles kaputt macht was während des Films aufgebaut wurde.

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Soulja

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Typischer Fincher. "Konstruiert" kann man jedenfalls fast jedem Thriller von ihm vorwerfen und da es keine wahren Geschichten sind, natürlich auch zu Recht, kritisch wird, wenn man das Wörtchen "zu" davor setzen muss und bei diesem Ende ist man wirklich dazu geneigt. Ging das nicht anders? Musste man dem Ganzen die Krone aufsetzen? Vermutlich würde ich mich über Details aufregen, die sich mMn so nie ergeben haben können, wenn ich diesen Film nochmal schaue. Da es Fincher mit "The Game" aber wieder gelingt den Zuschauer komplett hinters Licht zu führen, bin ich aber auch wieder einigermaßen begeistert. Douglas spielt den dekadenten Schnösel gut und trägt natürlich damit auch deutlich zum "Gelingen" dieses Films bei. Andere Enden wären mir lieber, aber auch so bleibt "The Game" ein Thriller, der seine Intensität sehr gut aufbaut, um aber zu enden, wie er nun einfach endet.

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RoboMaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie einige hier im Forum stört auch mich das überzogene und unglaubwürdige Ende (s. bei Mister Knister). Das macht etwas von dem kaputt, was vorher aufgebaut wurde - dafür 1 Punkt Abzug. Trotzdem ist das ein spannender Thriller, bei dem man nie weiss, woran man ist. Selbst ganz am Schluss, nachdem die Auflösung präsentiert wurde, rechnet man damit, dass evtl. noch ein Twist kommt. Vielleicht die stärkste Leistung von Michael Douglas.

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Oliver0403

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr cooler Mindfuck. Durchgehend spannend, zu keiner Zeit vorhersehbar und das Ende hätte kaum besser sein können.

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Murphante

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Hat mir auch gefallen ... ist aber auch ein Film den man alle 10 Jahre mal gucken kann :D


Sunny1

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wow, was für ein genialer Film! Ich konnte die ganze Zeit nicht mehr unterscheiden, was Realität und was Spiel war. Das Ende haut richtig rein. Ein Muss für jeden Spannungsfan.

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replicant-10

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein ganz ordentlicher Thriller
mit Michael Douglas, der mich gut
unterhalten hat, und eine gute Botschaft hat.
Kein Meisterwerk aber sehenswert.

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Magdalena Bean

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Bewertung9.5Herausragend

Spoiler und so!
Eins muss ich bezüglich den kritischen Kommentaren unter mir zugeben: Ich habe einen Ausraster von Douglas erwartet, nachdem er vom schwarzen Tuch dramatisch empfangen wurde.. kein: "Oh achso, das war alles nur Spaß, ja dann :D".. andererseits war er ja auch unglaublich erleichtert, dass alles nicht wahr war!! WARUM ALSO NICHT FEIERN!! Geld, Bruder, Leben ... alles noch da!!!

Alles andere: Ich finde es gibt sehr viele Hinweise darauf, dass der Darsteller sich in einen besseren Menschen wandelt. Wären die Hinweise deutlicher gewesen, wärs doch nur totoal kitschig geworden. Nach dem Motto: Auf dem Weg von der Arbeit, gebe ich dem Penner doch mal nen Zehner fürs nächste Abendbrot.. So etwas fehlt dem Film absolut nicht.

Ich war vom Ende absolut überrascht!! Aber bei weitem nicht so negativ wie viele andere.. Wie hätte der Film stattdessen ausgehen sollen? Nach dem versuchten Selbstmord Ende? Dann würden viele Dinge ja auch wieder keinen Sinn ergeben oder offen bleiben.. Oder besser noch: es endet damit, dass ein ein böser Niemand alles arrangiert hat, um Geld zu scheffeln.. Oder vielleicht ist auch sein Bruder der Böse, der sich aus irgendeinem Grund an ihm rächen will? Ihr wollt also alle ein Ende, wie ihr es im Laufe des Films erwartet habt?
Dann guckt euch keinen David Fincher Film an..
Bei diesem Film war dieser sogenannter "Mindfuck" doch nur irgendwie so möglich.. Ich finde die Wendung ist gut gelöst!! Schön hätte ich nur gefunden, wenn der Film zum Beispiel bei der Landung im Tuch geendet hätte. Vielleicht noch kurz ein paar wichtige Gesichter und den Bruder mit einer Falsche Champagner gezeigt oder so - Ende

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sidnew

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Tatsächlich ein tolles Ende und wahrscheinlich der einzige Twist, den ich kenne, der etwas ins positive verkehrt.


PommesPapst

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der spannendsten Thriller, die ich kenne.

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Mister Knister

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Bewertung5.0Geht so

Vorsicht Spoiler im Text:

Der Film beginnt wirklich interessant und ist auch spannend umgesetzt. Die Geschichte ist mitreißend und glaubwürdig.
Bis zum Ende, das einfach den ganzen Film kaputt macht.
Denn man muss sich bei der letzten Wendung die Frage stellen, was passiert wäre wenn Nicolas irgendwann einfach mal eine andere Entscheidung getroffen hätte.
Wenn er nicht gesprungen wäre oder einfach an der anderen Seite vom Dach? Wenn er versucht hätte sich zu erschießen?
Wenn er nicht auf seinen Bruder geschossen hätte?
Wenn er im Auto ertrunken wäre? Wenn er versucht hätte den "Schauspieler" im Zoo zu erschießen?

Es sind zu viele Möglichkeiten, in denen die Geschichte anders hätte verlaufen können, die, zumindest mir, am Ende das Gefühl gegeben haben, dass hier so viel Zufall zusammen kommen muss, dass die Auflösung und letztlich der Verlauf der ganzen Geschichte so funktioniert.
Deshalb gibt's leider nur 5 Punkte für einen eigentlich sehr gut erzählten Thriller, der auch bis zum Schluss unterhaltsam bleibt, mit leider sehr schwachem Abschluss.

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RoboMaus

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Dito - auch wegen der Verletzungsgefahr. Man fliegt nicht so einfach punktgenau durch ein Glasdach mit Rahmenkonstruktion, noch dazu aus geschätzt über 100 m Höhe. Da fällt man auch nicht unbedingt ganz senkrecht, weil evtl. Winde gehen. Wenn er auf eine der Streben knallt, ist es aus. Wenn er nur mit der Hand drauf kommt, kann er sie vergessen. Selbst wenn sie ihn dazu bekommen hätten, genau da abzuspringen wo sie wollten, was aber nach purem Zufall aussah, wäre das immer noch unglaubwürdig, weil sein Tod oder schwere Verletzungen billigend in Kauf genommen würden.


David Lukas Julisa

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@robomaus: absolut! die szene regt mich immer auf wenn ich den film seh... meistens schau ich ihn bis dahin und schalt dann weg... :)
weil sonst ist der film ja ok...


psytigress

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Bewertung7.0Sehenswert

Wie die letzten 5 Min einen großartigen Film versauen können...

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HomerSimpson09

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Bewertung6.5Ganz gut

David Finchers Zwischenwerk zwischen seinen beiden Meisterwerken „Sieben“ und „Fight Club“ . Neben diesen beiden Weltklasse-Filmen wirkt The Game jedoch leider ein wenig wie die Talsohle zwischen zwei Achttausendern. Es kommt zwar zeitweise eine mysteriöse, spannende Atmosphäre auf und man rätselt immer wieder aufs Neue was da gerade mit Herrn Douglas passiert, aber das Ende reißt dem packenden Thriller, der The Game fast die gesamte Spieldauer ist, praktisch den Boden unter den Füßen weg.
Spoiler!
All der Aufwand nur für ne lausige Geburtstagsüberraschung? Nur um eine angebliche Heilung vom Arschloch zum Netten Menschen zu „erzwingen“? Dafür war die Wandlung viel zu plötzlich. In einer Szene will er noch jemanden erschießen und 5 Minuten später haben sich alle lieb, das schien mir einfach zu unglaubwürdig. Auch die Wandlung, welche van Orton hier anscheinend durchmachen soll, wird kaum dargestellt während des „Spiels“. Er ist bloß permanent paranoid und muss um sein Leben fürchten. Wie er dabei seine Boshaftigkeit gegenüber den Mitmenschen ablegt wird nur unzureichend gezeigt.
Und die Länge des Aufbaus und der Wendung am Ende steht auch in keinem Verhältnis. Dieser plötzliche, zugegebenrmaßen völlig unerwartete, Mindfuck wird viel viel zu schnell abgehandelt.
Fazit: Ein Film der weitestgehend ein packender Thriller ist und gut unterhält, dem das Ende aber leider nicht gerecht wird. David Fincher hat mindestens 3 bessere Filme gedreht.

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Luke_92

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Bewertung6.5Ganz gut

Spoiler Alert!
Der Film wurde mir als Geheimtipp empfohlen und noch dazu ist er von David Fincher inszeniert, einem meiner Lieblingsregisseure. Die ersten 110 Minuten erlebte ich ein fulminantes Thriller-Feuerwerk, dass mich durch viele kleine, aber feine Wendungen gefesselt hat. Spannung, düstere Stimmung, Überraschungseffekte, Paranoia – alles dabei.
Was sich das Team von >The Game< allerdings bei dem großen Finale gedacht hat, ist mir allerdings schleierhaft. Ich muss leider so weit gehen und feststellen, dass die letzten Minuten den Film in die Pfanne hauen.
Der Mindfuck ist über die Maßen unerwartet und genauso lächerlich. Es ist absolut unverhältnismäßig das Leben von Nicolas mehrfach zu riskieren, nur weil er auf dem besten Weg war ein reiches „Arschloch“ zu werden. Unrealistisch hoch zehn, außerdem banal und deshalb verkorkst. Keine fünf Minuten nach seinem Selbstmordversuch, der eine tiefschürfende psychologische Geschichte hat (Suizid seines Vater auf dieselbe Weise), findet sich Van Orton auf seiner Geburtstagsparty wieder und scheint überglücklich. Dass er nur einige Stockwerke höher glaubte, seinen Bruder im Wahnsinn erschossen zu haben, wird lapidar mit Champagner heruntergespült. Und ach ja, ein Arschloch war er nun nicht mehr, denn schließlich hat er sich bei seiner Ex-Frau entschuldigt und bittet Claire um ein Date … Wow. Gott sei Dank hat er noch die Kurve gekriegt, da bin ich aber froh.
Wie bitte soll ich das ernst nehmen?
Fazit: Ein vielversprechender Verfolgungs-Thriller, der sein Potential auf idiotische Weise verschenkt und dessen Ende mit beinahe ärgerlicher Unglaubwürdigkeit daherkommt. Ich hatte mehr erwartet.

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