Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses

Mississippi Burning (1988), US
Laufzeit 128 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 06.04.1989

7.3 Kritiker
27 Bewertungen
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7.6 Community
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33 Kommentare
Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses - Bild 5773332
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von Alan Parker, mit Willem Dafoe und Frances McDormand

Die USA 1964: Im US-Bundesstaat Mississippi kämpft die schwarze Bevölkerung mit zunehmendem Erfolg für die Gleichberechtigung. Dann aber verschwinden in einer Sommernacht drei führende Köpfe der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung: zwei Weiße und ein Schwarzer. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die drei von fanatischen Anhängern des rassistischen Ku-Klux-Klan ermordet wurden – nur fehlt von den Leichen jede Spur. Um Licht in die Sache zu bringen, schickt das FBI zwei Spezialagenten nach Jussep County, Mississippi, die gegensätzlicher kaum sein könnten: Der junge Ward ist ein intellektueller und idealistischer Harvard-Absolvent, während es sich bei dem alten Agenten Anderson um einen abgebrühten und zynischen Ex-Sheriff handelt, der selbst in Mississippi aufgewachsen ist und aus Erfahrung weiß, wie man an die Leute in der Gegend herankommt. Doch bei den zuständigen Behörden der Südstaaten-Kleinstadt stoßen die beiden auf Granit. Vor allem der einflussreiche Sheriff Stuckey und sein undurchsichtiger Deputy Pell lassen Ward und Anderson spüren, dass ihre Nachforschungen in Jussep County unerwünscht sind. Zugleich lösen die unerbittlichen Ermittlungen der beiden FBI-Männer immer brutalere Reaktionen des Ku-Klux-Klan aus: Häuser brennen, Schwarze werden überfallen, entführt und grausam misshandelt. Zwar sind Ward und Anderson überzeugt, dass auch der Polizeichef und seine Männer mit den rassistischen Geheimbündlern unter einer Decke stecken – beweisen aber können sie es nicht. Als die Gewalt immer weiter zu eskalieren droht, beschließen Ward und Anderson, ebenfalls mit härteren Bandagen gegen das schier undurchdringliche Netz aus Hass und Gewalt vorzugehen. Und tatsächlich stellen sich nun erste, wenn auch kleine Erfolge ein. Um endlich an die Drahtzieher der Morde heranzukommen, versucht Anderson, Pells junge, sympathische Ehefrau dazu zu bewegen, die Gewalttaten ihres Mannes nicht länger zu decken – mit fatalen Konsequenzen.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses

Julio Sacchi: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Gut gealtertes, mitunter packendes Filmdrama, das allerdings ein wenig unter einem arg schematischen Cause and Effect-Skript leidet. Zudem ist auch MISSISSIPPI BURNING einer dieser wohlmeinenden Hollywood-Filme zum Thema Rassismus, die die gebeutelten Schwarzen anglotzen wie Tiere im Zoo und letztlich doch nur den grossen weissen Mann als Retter etablieren. Neben der herausragenden Kameraarbeit Peter Bizious gibt es aber vor allem einen unbestrittenen Grund, sich diesen Film anzusehen: Gene Hackman. Der findet nämlich selbst in einer solchen Dynamit-Galavorstellung noch die leisen Zwischentöne. Grandios.

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Kommentare (32) — Film: Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses

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hoffman587

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mississippi Burning

"Where does it come from, all this hatred?"

Ich erinnere mich noch daran, wie ich damals (ich glaube ich war 14 oder 15) "Mississippi Burning" zum ersten Mal sichtete, von Alan Parker aus dem Jahre 1988. Ehrlich gesagt nahm ich ihn damals als nicht allzu besonders oder großartigwahr. Ich empfand ihn teilweise als schleppend oder auch zäh, auf eine Zweitsichtung hätte ich wohl danach stets verzichtet. Doch wie es so ist, man reift und erkennt irgendwann mit stets steigendem Alter, man scheint völlig Filme teilweise aus anderen Perspektiven zu sehen. Man scheint so manchen Stoff besser zu verarbeiten und ihm Kontext zu sehen, welch eine Bedeutung bzw. Aussage manch ein Film hat. Ich denke für mich ist "Mississippi Burning" solch ein Film.

"You down here to help us solve our nigger problems?" - "No. It´s just a missing-person case."

Zugegeben, die Ausgangsituation mag zunächst typisch Hollywood aufpoliert und vielleicht sogar etwas plump wirken, der Kampf des Gesetzes (FBI) gegen den Ku-Klux-Klan, das mag weder originell noch herausstechend sein, doch baut Parker seinen Film nach wahren Begebenheiten (dem glaub ich das noch) auf und schaffte es tatsächlich meinerseits eine gewisse Glaubwürdigkeit zu kreieren, denn Parker beschäftigt sich genauso gut kritisch mit der Auseinandersetzung der Rassenproblematik und genau jener Situation in den 60er Jahren in den Südstaaten der USA: Wir schreiben das Jahr 1964, drei Bürgerrechtler verschwinden. Die FBI-Agenten Ward und Anderson sollen beim Fall ermitteln. Doch niemand scheint etwas sagen zu wollen. Sie stoßen auf eine Mauer des Schweigens, geben aber nicht auf...»Welcome to Mississippi - The Magnolien State«...

"We, down here they see the things a little differently. People down here fell some things are worth killin´ for."

Und auch die Besetzung kann man als insgesamt exzellent ausgewählt bezeichnen, ob nun ein genialer Gene Hackman (in Bestform) als FBI-Agent Rupert Anderson, welcher zunächst für die Bewohner der Stadt und ihrer eigenen Regeln ein gewisses Verständnis hegt, er selbst war einst ein Sheriff in einer Kleinstadt, aber mit der Zeit muss auch er feststellen, dass in dieser Stadt nicht das Gesetz regiert, sondern der Hass und somit der Ku-Klu-Klan. Anderson ein schlauer Fuchs, welcher seine Taten genau überdenkt, aber auch er geht tatkräftig vor und folgt nur seinen eigenen Regeln, wenn auch diese nicht den konventionellen Methoden entsprechen. Hackman voller Energie und Kraft, dazu mit ironischen Augenzwinkern, so wie es nur Hackman kann, zugleich einfühlsam und knallhart. Brillant. Als zweiter FBI-Agent (welcher wohl das ideale Gegenteil bildet) Ward noch ein grandioser Willem Dafoe, auch mit vollem Einsatz dabei, wenn auch hier überrascht jung. So aber auch die Rolle des Ward, nach dem Motiv eines Bürohengst, leicht naiv und übereifrig, nicht so schlau bedacht wie Anderson, welcher ihm eigentlich unterstellt ist, glaubt er stets an das Gute im Menschen, erweist sich zudem als engagiert und verbeißt sich in den Fall, geht dennoch strikt nach den vorgeschriebenen Methoden vor. Somit zwar leicht einfältig, aber nicht so aufbrausend wie Anderson. Trotz starker Differenzen der beiden, doch ein perfektes Duo, gerade durch ihre Gegensätze. In weiteren Rollen aber auch stark gespielt von Frances McDormand als Frau des Deputy-Sheriffs, sie als Figur zwischen den Fronten, sie muss sich entscheiden, zunächst aber schweigen, denn sonst zeigt Ehemann Deputy Pell (ebenfalls überzeugend: Brad Dourif) seine dunklen Seiten, außerdem noch in der Darstellerriege vorhanden R. Lee Ermey und Michael Rooker (brutal, hasserfüllt und glaubwürdig gespielt).

"I think that´s where we should start." - "Oh, they won´t talk to you. These People have to live here long after we´re gone. They´d rather bite tongue of them talk to us." - "Bureau procedure, Mr. Anderson."

Parkers zeigt sich engariert, und bietet sich gerade in Hinsicht seiner Thematik viele interssante und durchaus kritischen Elementen , auch wenn die Dramaturgie des Ganzen nicht unbedingt perfekt scheint, mit altbekannten Handlungsmustern angereichert. Doch das sehe ich hier nur nebensächlich, denn trotzdem weiß Parker zugleich faszinieren als auch zu fesseln, seine Regie dabei präzise. Mit durchaus hintergründigen bzw. interessant angelegten Charakteren verziert, auch wenn Klischees vorhanden sein mögen, gerade das Schicksal der unterdrückten Schwarzen scheint zu bewegen und aufwühlen, so ging es mir jedenfalls letztenendes. Ein Film, der mitreißt und bewegt. So empfinde ich Parkers Werk doch als authentisch gemacht, allein durch die Anfangssequenz. Auch wenn ich zugeben muss, dass teilweise doch kleine Spuren von schwarz-Weiß-Malereri zu erkennen sind. Aber weit weniger schlimm, als man es denken könnte. Doch Parker´s Werk kann dabei durchaus auch in Hinsicht der Moral vielleicht etwas fragwürdig wirken, nicht zu verübeln der Gedanke, denn Parker geht ohne jedwede Kompromisse vor, das dargestellt durch den Charakter des Rupert Anderson, welcher in Sachen Bekämpfung des Ku-Klu-Klan keine Gnade kennt und auch zur Gewalt greift, irgendwie ein interessanter Aspekt am Film, so polarisiert er zunächst. Doch ehrlich gesagt kann ich das dem Streifen oder Parker insofern gar nicht übel nehmen. Glaubwürdig dargestellt bleibt es ja meiner Meinung nach. Stark inszeniert.
Zudem fantastisch bzw. ordentlich gefilmt von Peter Biziou, welcher mit der Kamera und den erschaffenen hitzigen und atmosphärischen Bildern, förmlich diese aufgeladene Stimmung zwischen den weißen Bewohnern und den Schwarzen wiedergibt, welche unterdrückt werden. Und nichts für ihr Recht tun können, denn bei Unterstützung der FBI-Agenten kennen die Gesetzeshüter der Kleinstadt keine Gnade und schlagen mit Brennden und Vefolgungen zurück. Somit in Hinsicht der Kamera großartig eingefangen, bis zur schwülen Atmosphäre des Mississippi-Staates.

"Hatred isn´t something you´re born with. It gets taught"

Dazu noch untermalt von einem geradezu einzigartigen und auf mich stets elektrisierend wirkenden Score von Trevor Jones, welcher auf mich immer eine unglaubliche Wirkung auswirkte, mit einer besonderen Intensität komponiert und insgesamt auch kraftvoll eingesetzt. Einfach Grandios.

"I need more agents!" - "Would it change your mind, if I say that´s exactly the wrong thing to do?" - "No."

Abschließend möchte ich dann nur noch sagen, dass "Mississippi Burning" vielleicht durchaus seine Schwächen besitzen mag, dennoch ist er für mich ein starker Vertreter zum Thema Rassismus, packend inszeniert und herausragend gespielt, besonders seitens Hackman. Kurzum ausgezeichnet.

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cpt. chaos

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@filmschauer: Also bei dem ganzen Scheiß, der sonst so läuft, hat dieser Film definitv eine zweite Chance verdient - tu dir den Gefallen! ;o)


filmschauer

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Okay, er wird demnächst nochmal angeschaut, versprochen. :)


cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einer der stärksten filmischen Vertreter gegen den Rassismus, der immer wieder aufs Neue zu fesseln versteht, und das, von der ersten bis zur letzten Minute!

Gene Hackman – mit der überragendsten Vorstellung seiner Filmkarriere – und Willem Dafoe, treten gemeinsam dem Ku-Klux-Klan mit Anlauf in den Arsch!
Die Nebenrollen sind spitzenmäßig besetzt – so gibt es beispielsweise ein Wiedersehen mit McDormand ("Fargo", "Burn after reading"…), die die frustrierte Ehefrau von Hilfssheriff Pell spielt, dann wäre da u.a R. Lee Ermey (bestens bekannt aus "Full Metal Jacket") und plötzlich taucht sogar Tobin Bell ("Jigsaw") in einer Nebenrolle als FBI-Ermittler auf.

Was diesen einzigartigen Film zusätzlich sehenswert macht, ist die Tatsache, dass er auf wahren Ereignissen beruht; die schönsten/grausamsten Geschichten schreibt das Leben…

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lucas0alberto

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Bewertung10.0Herausragend

Missippi Burning beschreibt der Zustand in einem Dorf im Bundesstaat Missippi. Im Alan Parkers Film handelt es um Rassismus (in den 60er Jahren). Dabei agieren drei Fronten, welche eine Opfer-Täter-Retter-Beziehung führen. Es entwickelt sich ein Kreis, der auf Hass basiert. Dafoe und Hackman, die die Rettergruppe darstellen in Form von FBI-Agenten, versuchen diesen Kreis zu brechen. Alan Parker stellt hier sehr schön die Entwicklung der Vorgehensweise der beiden FBI-Agenten dar. Ausserdem vollbringen das Duo, Hackman und Dafoe, eine grandiöse schauspielerische Leistung. (Meiner Meinung nach, einer der hervoragendsten Arbeiten, die ich gesehen habe.) Abgesehen davon befasst sich der Film tiefgründig, was den Menschen veranlasst hat, solche Gräueltaten zu begehen.
Fazit: Ein sehr aussagekräftiger Film mit ausserordentlichen schauspielerischer Leistung und mit einer starken Pointe.

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Weltensegler

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eindringliches und bedrückendes Zeitzeugnis, das den Zuseher mit einem mauen Gefühl zurück lässt. Apartheit ist eine Sache, die Farbigen allerdings zu verfolgen, abzufackeln und zu töten noch eine unangenehme Steigerung. Es beginnt mit einem scheinbar harmlosen Mord, wenig später sind 2 Detectives mitten drin in den Rassenunruhen von Mississippi, wo ein scheinbar großer Teil der ansässigen Bevölkerung überzeugt ist, die Negros müssen weg. Gab mehrfach Szenen die auf den Magen schlugen, wie Häuser und Kirchen abgefackelt wurden oder gleich Farbige verprügelt bis gehängt wurden, ich finde es aber gut, dass man hier gezeigt hat, wie schrecklich die Taten waren die damals vor 50 Jahren wirklich passierten und wie selbstgerecht und unschuldig die Täter das FBI im Kreis laufen ließen. Gene Hackman und Willem Dafoe leisteten gute Arbeit (würde fast sagen die Bösen waren besser, weil sie diesen Hass so echt rüberbrachten), gaben nicht auf, obwohl sie kaum weiterkamen und von der Bevölkerung aufgehalten und beschimpft wurden, nach dem Anfang steigerte sich der Film und bekam immer mehr Fahrt bis zu einem gelungenen Finale, leider nur im Film möchte man fast meinen. Kurz vor Ende wurde auch in einem mehr Nebensatz angeschnitten, dass dieser Hass eben von früh an gelehrt wird und sich somit verfestigt, bis alle glauben es sei wirklich so, dazu noch der Ku Klux Klan und seine ausgefeilten Hetzreden, sogesehen kommt dann so was bei raus. Optisch wirklich klasse, dieses Handgemachte wirkt einfach erfrischend und lebendig, ist eben nicht Hochglanzbild wie heute sondern hat diesen etwas älteren Touch, dazu diese ruhigen Bilder, Stimmung kam auf jeden Fall bei mir an. Solche Art von Filmen mit Starbesetzung (damit der Film auch seine vielen verdienten Zuseher findet) sollte es viel öfter geben.

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Weltensegler

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Ich bin sprachlos, so viel Liebe. :) Danke euch allen. :))


Tina Scheidt

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Du schreibst sehr anschaulich und verständlich, das ist das Wichtigste! Und das beschreibst du wirklich gut!


summerwine-lee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Starker Film, der das Rassismusthema sehr eindringlich schildert und dabei kein Blatt vor den Mund legt. Willem Dafoe und Gene Hackman spielen brilliant.

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Spielberg_Fan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mississippi Burning“ ist ein fesselnder Rassismus-Thriller, der einem erstmal vor Augen hält, wie es an gewissen Orten in den Staaten tatsächlich ab geht. Natürlich spielt der Film zu einer Zeit, wo der Rassismus noch weiter verbreitet war, als er es heute wahrscheinlich ist. Trotzdem, das Thema wird immer aktuell bleiben.

Das Gespann Hackman/Dafoe ist außerordentlich sehenswert in ihren Rollen, obwohl sie den Film über nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Viel mehr ist einfach die Thematik des Streifens präsent, die vielleicht hier und da ihre Längen hat, aber durchaus eine spannende Geschichte erzählt.

„Mississippi Burning“ ist somit ein weiterer interessanter Beitrag zum Thema Rassismus in Filmform.

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MikeC.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist eine Schande, dass in einem Land, dass auf der Idee der Freiheit beruht, noch dutzende Jahre nach Hitler ein solcher Rassismus praktiziert und tolleriert wurde.
Mississippi Burning ist einer dieser Filme, die mir das Wissen aus Geschichtsbüchern erst wirklich "begreifbar" machen.
Schockierend und Eindringlich.

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Kate Portman

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Bewertung9.0Herausragend

traurig, aber wahr

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ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Packender Rassismus-Thriller mit ein paar Schönheitsfehlern.
Für den Film spricht das er so dicht inszeniert ist, eine solch drückende Atmosphäre aufbaut und ein solch widerliches Bild einer Gesellschaft abgibt, dass man am liebsten selbst ins Fernsehgerät springen würde und diesen Ku-Klux-Klan-Idioten Schmerzen zufügen will. "Mississippi Burning" zieht einem diesbezüglich sehr schnell in seinen Bann, zu sehr berühren einem die Bilder und das dargestellte soziale Milieu, mit all seinen absurden Einstellungen. Und Parker zielt genau auf dies Emotionalität des Zuschauers ab, versucht immer wieder den Gerechtigkeitssinn in uns zu aktivieren. So dass man fast schon Genugtuung empfindet, wenn sich am Ende die Schlinge um die Rassisten immer enger zuzieht und diese in ihr eigenes Verderben rennen.
Genau hier hatte ich auch meine kleineren Probleme mit dem Film. Parker arbeitet hier einfach mit sehr polarisierenten Mitteln, schmeisst allzu oft jegliche Differenzierung über Bord, nur um die oben beschriebene Emotionalität zu erwirken. Er zeichnet ein Bild der Gesellschaft des Südens der USA, die dann letztendlich auch schon wieder fast am Rassismus kratzt. Sicherlich war es nicht der schönste Platz auf Erden, aber Schwarz/Weiss-Malerei finde ich in einem so ernsthaften Film etwas deplaziert.
Insgesamt überwiegt jedoch der postivie Eindruck, der Film ist doch zu mitreissend und aufrührend...und ich letzter Konsequenz kann ich "Mississippi Burning" auch nicht übel nehmen, dass er teilweise mit den Falschen Mitteln das richtige erreichen will und dies ist glücklicherweise eben keine weinerliche Betroffenheit, sondern ehrliche Anteilnahme am Problem. So stellt sich der Film stilistisch auch mehr als Agenten-Thriller im Stile eines "The Untouchables" dar, als ein, bei diesem Thema, erwartetes Drama.
Aber, wie gesagt, für mich waren das eher marginale Fehler...dem kraftvollem Gesamteindruck des Films können sie wenig anhaben.
Die Gospelgesänge sind zwar nicht so mein Ding, dafür konnte der Cast überzeugen, insbesondere brillieren Gene Hackman und Willem Dafoe als ungleiches FBI-Paar.

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KASAKA

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Bewertung9.5Herausragend

Unglaublich guter Film, der das Thema Rassismus und KKK mehr als deutlich in die Schiene drängt in die sie gehören: Menschenverachtung und Verabscheuungswürdigkeit.
Die Schauspielerische Leistung war wie nicht anders zu erwarten Grandios.Alles in allem ein Muss für jeden den das Thema auch nur halbwegs berührt.

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J!GS4W

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme zum Thema Segregation, Ku Klux Klan, Südstaaten, etc. !
Gene Hackman und Willem Dafoe spielen grandios und unheimlich glaubwürdig. Ein deutlicher Fingerzeig-Film mit detaillierter Darstellung der Zeit. Weiß auch gar nicht, was ich hierzu groß schreiben könnte, hier passt nunmal alles.

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Tyler Durden 22

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einer der besten Filme zum Thema Rassismus. Die Story ist wirklich packend und bewegend dazu gibt es sehr gute Darsteller. Sehenswert!!

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DeDavid

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein weiterer Streifen, der sich dem Thema"Racism and Segregation" widmet.
Die damalige Brutalität und Menschenverachtung wird ungekünstelt, tabulos und glaubwürdig vermittelt.
Auch, wenn es "nur" ein weiterer Film mit der selben Thematik ist, steht er locker auf eine Stufe mit "In the Heat of the Night" und "To Kill a Mockingbird".
Neben Gene Hackman und William Dafoe habe ich mich auch gefreut, "Billy Bibbit" aus "One Flew Over the Cuckoo's Nest" wiederzusehen. :)

Zu viele Anführungszeichen? Was solls..

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TinaCocaine

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Thematik des Films ist interessant und auch die Umsetzung der Idee ist gut gelungen, aber mir persönlich wird nen bisschen zu viel gequatscht und das wirklich "Schockierende" fehlt mir ein bisschen. Teilweise sind die Szenen aber schon sehr heftig und der Film ist auf jeden Fall sehenswert!!!

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JackoXL

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Bewertung9.5Herausragend

Die 80er haben viele schlimme Filme hervorgebracht, aber auch einige bei denen man sich denkt, wow, das ist schon so lange her? "Mississppi Burning" ist fast schon ein Meisterwerk, gehört in jede gute Filmsammlung. Die Story ist spannend, bewegend und gekonnt inszeniert. Alan Parker dürfte damit zu meinen Lieblingsregiseuren dieser Dekade zählen, obwohl ich hier nur von diesem Film und "Angel Heart" spreche. Aber in so kurzer Zeit zwei so denkwürdige Streifen zu machen, eine Meisterleistung. Perfekt wird die schwüle, bedrohliche Stimmung einer Südstaatengemeinde rübergebracht, denen das verschwinden von schwarzen "Unruhestiftern" mehr recht als schlecht ist, und die von den "aufdringlichen" FBI-Agenten in ihrer harmonisch, rassistischen Heile(weiße)weltstimmung gestört werden. Neben dem tollen Skript überzeugt der Cast, angeführt vom knorrigen Gene Hackman und dem stocksteifen Willem Dafoe, der sich mit der zunehmenden Hilflosigkeit den Methoden seines weniger zimperlichen Kollegen anpasst. Mal wieder ist Brad Dourif ein herrausragender Nebendarsteller, aber auch Michael Rooker (oft nur Randfigur in billigem Schund) hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Ein großer Film, für viele Oscars nominiert, aber nur mit einem abgespeißt. In jeder wichtigen Kategorie wäre er ein verdienter Sieger gewesen. Verliert auch nach dem x-ten Anschaun kein bißchen Wirkung, daher fast die volle Wertung.

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Filmkenner77

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Bewertung7.5Sehenswert

Toller Rassismus-Thriller mit hervorragender Besetzung. Absolut sehenswert!

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U-Turn

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Bewertung7.5Sehenswert

Das Thema ist interessant, auch wenn der Film wie die meisten amerkanischen Filme dem Schema F folgt. Trotzdem sehenswert.

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Sublineman

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Bewertung9.5Herausragend

Ein wirklich sehr aufwühlender Film, bei dem Emotionen aufkochen und in einem manchmal richtig Wut aufkommt. Die brisante Thematik "Rassentrennung" wird hier nahezu perfekt verarbeitet und sehr realistisch dargestellt. Da ist man richtig froh, dass man hier lebt, wo es nicht in einem solchen Ausmaße zu interkulturellen Ausschreitungen kommt. Hoffentlich bleibt das auch so - eine Warnung ist dieser Film allemal.

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FreaX

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kommt auf die Merkliste ;)


Moe Szyslak

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Bewertung9.0Herausragend

Das Thema steckt natürlich voller Brisanz und man kann sich heute gar nicht mehr richtig vorstellen, dass es damals wirklich so krass abging. War schon heftig, was da los war, teilweise musste ich echt den Kopf schütteln.
Packend inszeniert war das Ganze, man wurde richtig gut in die Zeit verfrachtet und durch die Interviews der Mississippianer wird auch gut deutlich, wie die da alle gedacht habe. War halt damals so. Ich denke mal nicht, dass man da sich groß gedanklich dagegen wehren konnte. Dass bei den Paraden auch die Kinder gegen die Schwarzen wettern und Drohgebärden von sich geben zeigt, dass das halt damals dort unten normales Leben war....
Ja, packend inszeniert, sehr spannend und hochinteressant war es und die Wortgefechte zwischen dem zynischen, fast schon gleichgültigen und immer mit einem verschmitzten (und somit für die KKK'ler provozierenden) Lächeln auf dem Gesicht habenden Hackman und dem stocksteifen, regel- und prinzipientreuen aber auch unerwartet toughen und sich für die Sache einsetzenden Dafoe waren genial.
Da ging es heftigst zu Sache, sowohl verbal als auch physisch. Sie mochten sich nicht, aber respektieren sich, weil sie für eine gemeinsame Sachen kämpften, nur mit anderen Betrachtungs- und Herangehensweisen. Also das war erstklassig gespielt, schon allein das "Duell" der beiden war absolut mitreißend und von Hackman bin ich eh Fan.
Auf der Sache des KKK stehen u.a. Dourif, Topolowsky und Rooker. Okay, also da haben sie schon welche besetzt, die sehr danach aussahen. Besonders Rooker nimmt man diese Rolle total ab, der hasserfüllte Redneck, der sieht schon so aus ;-)
Packend, spannend, dramatisch.
Ein brisantes Thema der Geschichte in einem perfekt inszenierten Thriller-Drama um Rassenhass im Amerika der 60er Jahre. Klasse!

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BlueSquirrel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film nach Schema F ist noch immer die beste Abhandlung des noch immer traumatisierten Südens der USA und ihren Klan. Die coastal Elites schaffen es zwar, in diesem Krimi die Trennung zwischen ihnen und den Rednecks ungünstig zu polarisieren, aber wen intressiert das schon, wenn ein Mob durch die Gegend zieht, der sich aufführt als wäre Hexenverbrennung noch aktuell für den Diskurs in Sachen Soziales. Spannend, packend und toll gespielt. OV ist Pflicht!

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