Der Goldene Kompass
His Dark Materials: The Golden Compass (2007), US Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 06.12.2007
38 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7278 Bewertungen
136 Kommentare
Keine
von Chris Weitz, mit Nicole Kidman und Daniel Craig
In einer magischen Parallelwelt, in der Hexen den Himmel beherrschen und kämpfende Eisbären den eisigen Norden regieren, hält ein einziges Mädchen das Schicksal des gesamten Universums in ihren Händen. Als der 12-jährigen Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) ein goldener Kompass anvertraut wird, erfährt sie dass ihre gesamte Welt – und auch die Welten darüber hinaus – von den geheimen Plänen des Magisteriums, angeführt von der düsteren Mrs. Coulter (Nicole Kidman), bedroht wird. Unterstützt von Lord Asriel (Daniel Craig) und einer kleinen Gruppe Verbündeter begibt sich Lyra auf eine abenteuerliche Mission, in der Freundschaft, Mut und Tapferkeit auf eine harte Probe gestellt wird.
Mehr Bilder (25) und Videos (5) zu Der Goldene Kompass
Cast & Crew
- Genre
- Abenteuerfilm, Drama, Fantasyfilm
- Zeit
- Zukunft
- Ort
- England, London, Nordpol, Parallelwelt
- Handlung
- Affe, Alte Freunde, Blockbuster, College, Dämon, Eis, Eisbär, Entführung, Epos, Erzählung, Eule, Experiment, Freundschaft, Freundschaftsband, Gletscher, Kameradschaft, Katze, Kinder, Kloster, Kompass, Labor, Lordschaft, Menschenversuch, Onkel, Oxford, Pistole, Proband, Reise, Roboter, Roman, Schlacht, Schlange, Schnee, Seele, Seelenverwandtschaft, Suche, Tiere, Vogel, Vollmond, Waise, Wald
- Stimmung
- Aufregend, Berührend
Fans dieses Films mögen auch
Tintenherz
DE/GB/US 2008
Schwerter des Königs - Dungeon Siege
CA/DE/US 2007
Die Legende von Aang
US 2010
Fans dieses Films gefiel auch
-
Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia
Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Tintenherz
-
Schwerter des Königs - Dungeon Siege
Die Legende von Aang
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
-
Die Chroniken von Narnia 3: Die Reise auf der Morgenröte
Kampf der Titanen
Twilight 4: Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1
-
New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde
Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
Catwoman
News zum Film Der Goldene Kompass
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film Der Goldene Kompass
- Der Goldene Kompass: critic.de















Kritiken (10) — Film: Der Goldene Kompass
Stefan_R.: Mann beisst Film
Kommentar löschenDas vorhandene Potential fand leider nur unzureichend Verwendung, da die kritischen Untertöne der Buchvorlage gar gänzlich unter den Tisch gekehrt wurden. So bleibt ein austauschbarer Fantasy-Streifen von der Stange, der Buchunkundigen zu allem Überfluss dank Szenenvertauschung auch noch ein halbgares Happy-End vorgaukelt, das es so in dieser Form eigentlich gar nicht geben dürfte.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Nach einem vielversprechenden Anfang stellt sich heraus, dass sich in „Der Goldene Kompass“ zu viele unausgegorene Komponenten versammeln, um eine stimmige Geschichte zu erzählen, sodass die grandiosen, oscarprämierten Effekte letztendlich das einzige wirklich sehenswerte an dem Film sind. Die damals erst 13jährige Dakota Richards erweist sich in ihrer Hauptrolle als großartige Debütantin und kann es durchaus mit ihrer noch bekannteren Namensfetterin aufnehmen. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenFest steht, daß der Film von New Line unter Erfolgsdruck als neuer “Lord of the Rings” konzipiert, einen gewissen Biss vermissen lässt, den die Vorlage durchaus hat. Was nicht heißt, daß er für sich genommen ganz schick anzusehen ist und mit Frau Kidmann, Herrn Craig und vor allem der frech-forschen Dakota Blue Richards eine wirklich attraktive Besetzung aufweist, die auch über die Stellen hinweghilft, in denen dramaturgisch allzusehr gehudelt wird. Vieles überstürzt sich, viele episoden wirken, auch wenn man die Bücher nicht kennt, sehr eingedampft und insgesamt schleicht sich immer wieder eine etwas gehetzte Grundstimmung ein, der ein Mangel an Erklärung und emotionaler Tiefe gegenübersteht.
Andererseits überrascht der Film auch immer wieder positiv, durch einen Mut zur Härte, der in einem “Kinderfilm” als den das Ganze ja verkauft wird, ungewöhnlich erscheint. Der Bodyount ist nicht grade gering, der Kampf der Eisbären durchaus brutal und auch die Schlußschlacht weit entfernt vom zahmen Schwertgefuchtel aus Narnia. Schwierig bleibt jedoch, das recht Abstrakte Konzept des Staubs, des Dust das versucht wird mit einigen Einschüben und vielen Animationen zu erklären. Was sich im Buch langsam entfaltet, muß im Film sofort verstanden werden und da sich letztlich alles um den Staub dreht, is es essenziell, daß die Zuschauer verstehen warum überhaupt soviel Gewese darum gemacht wird. Zusammen mit der stark religiös geprägten Einstellung der Bösewichte, hat es der Film oft schwer die tatsächliche Tragweite des “Staubs” zu vermitteln und warum er so wichtig ist. Nicht zu seinem Nachteil bleibt am Ende ein Gefühl nur halb gesättigt zu sein und eigentlich nur ein Fragment einer vielschichtigeren Story bekommen zu haben, vor allem wenn man weiß, das es keinesfalls sicher ist ob die Fortsetzungen das Licht der Leinwand erblicken.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
ChristiansFoyer Sat, 01 Aug 2009 13:06:43 -0000
Antwort löschenUm eine Fortsetzung sieht's ja tatsächlich eher düster aus, wodurch dieses Gefühl der Unfertigkeit, was die Tragweite des Stoffes angeht, am Ende schon etwas bitter zu schlucken war. Davon abgesehen war mir das ganze Geschehen einfach "zu weit weg", als betrachte man den Film durch ein verkehrtrum gehaltenes Fernglas, dabei hätte es wohl eher ein Mikroskop gebraucht, um die Vorlage nachvollziehbarer und mitreißender zu erzählen. Ob 'ne Fortsetzung das überhaupt noch hätte gerade biegen können...?
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenBei dieser Anhäufung von Stars ist es nicht weiter verwunderlich, dass die einzelnen Figuren in diesem knapp zweistündigen Epos nicht viel Raum auf der Leinwand erhalten, zumal die Figur des Mädchens im Zentrum steht. Die Jungschauspielerin Dakota Blue Richards ist ihrer Aufgabe als Identifikationsfigur zum Glück mehr als gewachsen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenDer Film ist leider eine bittere Enttäuschung. Der kommerzielle Erfolg resultierte nur aus der damaligen gigantischen Marketingkampagne. Die Schauspieler wirken unterfordert. Die Story wirkt lustlos runtergespult. Ein Eintauchen in diese Fantasywelt funktioniert nicht.
Da wo LotR den Zuschauer mit auf eine wahnsinnige Reise genommen hat, läßt der goldene Kompass den Zuschauer unberührt zurück.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschen[...]
“Der Goldene Kompass” schafft es, aus einem Buch, das für Kinder meines Erachtens nach nur bedingt geeignet ist, einen relativ kindertauglichen Fantasy-Film zu machen, der die Grundstory behält, visuell atemberaubend aufarbeitet und die in der Vorlage vorhandenen “Grausamkeiten” dezent entschärft. Kenner des Buches fühlen sich sofort zu Hause und wissen ja eh, worums geht. Zuschauer, die das Buch nicht kennen, dürfen gerne einen Punkt abziehen - sie werden vielleicht einige Schwierigkeiten haben, das ein oder andere zu verstehen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenDas Fantasygenre wurde für große Epen geboren. Hier kann man sich austoben, hier lassen sich neue Welten erschaffen. Eigene Strukturen, eigene Richtlinien und doch meist sehr viel Vertrautes. Durch die Kraft der Phantasie ermöglichen sich Abenteuer ungeahnten Ausmaßes. Michael Ende schickte Bastian Balthasar Bux und mit ihm die Leser auf eine unendliche Geschichte ins sprichwörtliche Fantasien. Ungeachtet der Tatsache, dass Ende ein Buch verfasste, welches in einer Kinotrilogie mündete, verfügen einige verfasste Epen über eine Trilogie. Die bekannteste und beliebteste unter ihnen ist sicherlich J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings. In seiner Trilogie – die ironischerweise nie als solche verfasst wurde – erschuf Tolkien nicht nur mit Mittelerde einen ganzen imaginären Kontinent, sondern auch individuelle Kulturen mit eigenen Sprachen. Wenige Jahre vor Tolkien hatte dessen Freund C.S. Lewis mit den Chronicles of Narnia bereits eine siebenteilige Saga verfasst – einer Saga von Parallelwelten und prophezeiten Konflikten. Erst in den letzten Jahren hatte J.K. Rowling mit ihren sieben Harry Potter-Bänden für einen neuerlichen Boom im Fantasygenre gesorgt, der in Arbeiten von Christopher Paolini (Eragorn) und Eoin Colfer (Artemis Fowl) seinen Ausdruck fand. Doch bereits vor Rowling hatte 1995 der britische Autor Philip Pullman mit seinem Roman Northern Lights seine His Dark Materials-Trilogie eingeleitet, die im letzten Jahr ihre erste Verfilmung fand. New Line Cinema unter ihrem Vorsitzenden Toby Emmerich sicherten sich die Rechte, nachdem ihre von Peter Jackson umgesetzte Lord of the Rings-Trilogie zu einem der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten aufstieg. Mit His Dark Materials gelang es Pullman sich ebenso einen Namen zu machen, wie zuvor den Kollegen Lewis, Tolkien und Rowling.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenNew Lines Post-LOTR-Versuch ist eine ziemlich wüste Zusammensetzung aus altbekannten Fantasyzutaten. Größtes Problem des möchtegern-epischen Märchens ist seine Erklärungswut, mit der er die fremde Welt zugänglich machen will. Anstatt Magie und Lust zu versprühen, in das Reich und dessen Geschichte eintauchen zu wollen, macht sich eher Langeweile breit. Der Film kommt kaum voran, ist erschreckend ideenarm und austauschbar, gönnt seinen Stars fast nur Miniauftritte und rückt stattdessen ein nervtötendes rothaariges Mädchen in den Mittelpunkt, das nicht nur unsympathisch und hässlich ist, sondern auch noch eingebildet und dumm. Die ganze Geschichte ist letztlich weitaus überschaubarer als sie tut – es geht um Kinder, die Kinder retten – und ist zwar nicht mit christlicher Ideologie aufgeladen (wie etwa die Walden Media-Debakel), wartet dafür jedoch mit seltsamen russischen Pelzmützenmännern auf, die Kinder ans Ende der Welt entführen. Bekloppt.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenFreiheitlich bis ins Mark und zum Platzen spannend erzählt, gefällt "Der Goldene Kompass" auch filmisch: Er ist voller Anspielungen auf die Film- und die Politische Geschichte [...] Das Ergebnis ist eine aufregende Reise in fremde Welten, mit überzeugenden Darstellern.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenSagen wir es kurz und knapp: The Golden Compass ist ein kleines, ach was: großes Meisterwerk des Fantasykinos. Locker so gut wie "Der Herr der Ringe", aber nicht ganz so monumental und pathetisch veranlagt, und mit den definitiv besseren Frauenrollen. Und natürlich sowieso um Längen besser als "Eragon" oder die "Chroniken von Narnia".
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
claudia.weidauer.5 Sun, 13 Jan 2013 19:35:57 -0000
Antwort löschenalso ich muss dir da widersprechen, herr der ringe und der goldene kompass sind völlig unterschiedlich und der goldene kompass reicht nicht einmal ansatzweise an herr der ringe heran.
sorry aber ist meine persönliche meinung
Kommentare (126) — Film: Der Goldene Kompass
sebastian.gonera.5 Tue, 23 Apr 2013 17:13:54 -0000
Kommentar löschenich verastehe nicht ganz wieso sich die Leute aufregen ich weiß nur das mir der Film damals sehr gut gefallen hat und ich mir immer noch eine fortsetzug gewünscht habe. Was zum Thema das buch war besser bla bla bla ich meine wenn ein Medium als eigenständiges Werk stehen lässt und dieses aber nicht kann hat es versagt ich weiß nur das dieser Film genau das Positive ist als Fantasyfilm interessant es spricht meinen geschmack was Fantasy betrift sehr gut an
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
fuerchtegott Tue, 23 Apr 2013 18:19:22 -0000
Antwort löschenMir gefiel der Film ebenfalls. Habe daraufhin Teil zwei und drei gelesen. Hat sich gelohnt!
Masseltoff Sun, 10 Mar 2013 18:19:49 -0000
Kommentar löschenNicole Kidman bekommt grundsätzlich immer mindestens 6 Punkte von mir egal wie scheiße der Film war :)
Kleine Ergänzung: Bis auf Harry Potter kann ich Fantasy nicht ausstehen :)
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Vertugo Tue, 19 Feb 2013 21:55:51 -0000
Kommentar löschenLeider nicht ganz nach dem Buch. Vor allem der Schluss ist nicht fer Schluss. Der zweite und dritte teil kann nie gefreht werden, so lange das irdische Nagisterium an der Macht ist. (Das magische Messer
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
reem Mon, 04 Feb 2013 01:35:01 -0000
Kommentar löschenIch mag den Film - vor allem aber die Grundidee der Geschichte. Die Bücher habe ich nicht gelesen. Daher ist für mich das größte Manko des Films, dass es einfach nie eine Fortsetzung gegeben hat....
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
claudia.weidauer.5 Sun, 13 Jan 2013 19:34:06 -0000
Kommentar löschender film ist okay aber leider irgendwie zuviel zukukunftsorientierte kram drin,
was den film nicht mehr wirklich im bereich "fantasy" stehen lässt.
gibt nur wenige filme, die wirklich an die bücher heran kommen und dieser hat es leider nicht ganz geschafft aber man kann ihn schauen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
TinaCocaine Fri, 11 Jan 2013 22:15:57 -0000
Kommentar löschenFantasy ist sowieso nicht mein Genre, aber dieser Film gehört eindeutig zu den schlechteren, die ich mir überhaupt anschaue. Zweifelsohne 1A geschauspielert und auch die Effekte sind super, alles andere ist aber eher schwach. Ausgelutscht, langatmig und nicht wirklich mit einem Zauber bedeckt.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bluerain Thu, 15 Nov 2012 16:56:26 -0000
Kommentar löschenEin Ärgernis...
Ich sah mir diesen Film auf DVD an, als er bereit mehr als ein Jahr auf dem Markt war. Auch hatte Ich durchgehend positive Rezensionen von dem Film bekommen, doch was sich mir darbot war Nichts.
Fantasytypisch ist die Welt in teilweise quietschenden Farben gehalten! Nicht wirklich bunt jedoch hätte man diese Welt deutlich dunkler gestalten müssen.
Nun muss ich dazu sagen, dass Ich die Bücher gelesen habe, alle drei um genau zu sein, und ich dachte "Jetzt musst du dem Film auch mal eine Chance geben"
Gesagt getan schon rotierte die DVD im Laufwerk meines Players.
Im Nachhinein muss ich sagen " Hätte ich es lieber einmal gelassen"
Natürlich unterscheiden sich Filme stark von Büchern und es ist unmöglich die ganze Handlung eines Buches in einen 2- Stunden Film zu packen, doch was hier verbrochen wurde kann ich nicht nachvollziehen. Bei "Harry Potter" oder "Herr der Ringe" hat es doch auch geklappt. Warum also nicht hier?
Die Charaktere entsprechen in keinster Art und Weise den Vorlagen des Buches.
Nicole Kidman als Mrs. Coulter ist die Fehlbesetzung des Jahrzehnts.
Diese Frau hat blonde Haare und im Buch wird eindeutig gesagt, dass Mrs. Coulter schwarzhaarig ist. Schön und gut, möchte Manch einer jetzt sagen. Das ist nicht wirklich schlimm, oder?
Und ich muss wiedersprechen und sagen "Doch! Das ist schlimm!" Ein Autor verfolgt, wenn er eine Figur erschafft das Ziel Etwas dreidimensionales und authentisches zu schaffen und da haben auch schwarze Haare ihre Berechtigung, oder um es mit Harry Potter zu vergleichen: Was wäre, wenn Lord Voldemort plötzlich blonde Haare auf dem Kopf und eine lange Nase im Gesicht tragen würde?
Über die Welt habe Ich bereits gesprochen! im Buch tut sich uns eine dunkle und mysteriöse Fantasiewelt auf, während die Welt im Film aus einem Tim Burton Film zu kommen scheint. Nicht, dass ihr mich falsch versteht... Ich mag Tim Burton. Er ist auf seine Art und Weise unverkennbar, doch im "Goldenen Kompass" passt diese Ausrichtung einfach nicht.
Das größte Stirnrunzeln hat mir jedoch der Storyplot bereitet. So viele wichtige Momente des Buches wurden verhackstückt oder ganz weggelassen, sodass die Geschichte nur noch ein Schatten ihrer Selbst war.
Und das ist schade.
Phillip Pullman ist einer der bedeutendsten Fantasy-Autoren, den wir momentan auf dieser Erde haben, doch dieser Film macht aus seinem Meisterwerk eine Komödie.
Im Buch konnte man mit den Charakteren mitfiebern, im Film ist man froh, wenn die Sache endlich vorbei ist...
Netter Versuch aber leider total missglückt.
1 von 10 tanzenden Schneeflocken
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
mme.lehmann Sun, 28 Oct 2012 11:03:38 -0000
Kommentar löschenFantasy im Schnelldurchlauf. Es wurde ja schon angedeutet, dass man hier einfach auf den Harry-Potter-und-Herr-der-Ringe-Hype aufspringen wollte und den Eindruck hatte ich auch. Ich habe die Bücher nicht gelesen, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man dort auch so dermaßen durch die Storyline hetzt. Vergleiche mit "Herr der Ringe" würde ich nicht unbedingt anstrengen, weil "Der goldene Kompass" ganz klar auf ein jüngeres Publikum abzielt. Zwar gibt es ganz klare Parallelen, aber ich glaube nicht, dass sich die Macher vom goldenen Kompass wirklich an LotR messen wollen.
Die Story verpasst irgendwie diesen Punkt, wo man als Zuschauer das Gefühl kriegt: "So, jetzt geht's los". Alles dümpelt vor sich hin und ist auch ganz nett anzuschauen, aber Spannung ist was anderes. Dazu kommt noch die sagenhaft schlechte Synchro von Lyra und ihrem Dämonen Pan. Hört sich an, als würde man ein TKKG-Hörbuch hören (was ja an sich nichts schlimmes ist, aber die Betonungen etc. passen einfach nicht zum Medium Film).
Als Kind hätte ich den Film bestimmt ganz ok gefunden und ich war nicht so gelangweilt, dass ich ausgeschaltet habe. Deswegen: 4 Punkte + 1 Punkt für Nicole Kidman, die super in die Rolle der bösen Mama passt. Außerdem einen halben Gnadenpunkt für die coolen Luftschiffe!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
vollgeheim Fri, 21 Sep 2012 17:54:57 -0000
Kommentar löschenHabe vorher die Bücher gelesen und war dann ziemlich entäuscht von diesem Film.
Irgendwie war das alles sehr "lau", es kam wenig von der Atmosphäre rüber,
außerdem haben sie das Ende des Buchs stark gekürzt und so eine wichtige Stelle einfach gestrichen.
Da fragt man sich doch gleich ob sowieso nur ein Buch verfilmt werden sollte.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Basilikum Wed, 18 Jul 2012 13:27:16 -0000
Kommentar löschenHier dachten die Macher wohl, dass mit Buchverfilmungen wie Harry Potter und Herr der Ringe, Millionen gescheffelt wurden und wollten offensichtlich ein Stück vom Kuchen abhaben: Was ist dabei herausgekommen? Ein Film der so schnell zuende ist, wie er anfängt. Das schon mal vorweg. Auch so ist er paniert mit langweiligen Figuren und einer lahmen Handlung. Offensichtlich war's wohl ein Flopp, da ich bis heute noch nichts von Teil 2 gehört habe.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ProsperDune Tue, 17 Jul 2012 20:38:09 -0000
Kommentar löschenWenn es einen Film gibt, den ich wirklich hasse, dann trifft das auf "Der Goldene Kompass" zu. Dabei hängt dieser Hass paradoxer Weise mit Liebe zusammen... Ich werde das mal erklären.
"Der Goldene Kompass" basiert auf dem ersten Teil der "His Dark Materials"-Trilogie des britischen Autors Philip Pullman, bestehend aus "Der Goldene Kompass" (ursprgl. "Northern Lights"), "Das magische Messer" und "Das Bernsteinteleskop". Drei Fantasy-Romane, ohne die ich, und das meine ich ehrlich, diesen Text hier vielleicht nie geschrieben, mich nie auf Moviepilot angemeldet und wohl auch nie einen solchen unzerbrechlichen Hang zu Filmen entwickelt hätte. Kurz: die Romane sind Meilensteine meines Lebens. Wie das zusammenhängt, ist eine lange und sehr persönliche Geschichte und die werde ich mir hier daher auch sparen. Wichtig ist Folgendes:
Warum drehte Peter Jackson "Der Herr der Ringe? Und warum sind daraus Meisterwerke entstanden? Weil er "Der Herr der Ringe" verfilmen wollte. Unbedingt. Er war ein Fan von Tolkiens Trilogie. Er wollte seine eigene Interpretation auf die Leinwand bringen und dazu bekam er die Mittel. Er hatte eine Vision.
Und warum drehte Chris Weitz (in seiner Filmografie befindet sich zum Beispiel der zweite "Twilight"-Film) "Der Goldene Kompass"? Wegen "Der Herr der Ringe" würde ich sagen. Weil irgendwelche Geldsäcke ein zweites "Der Herr der Ringe" in den Kinos haben wollten. Nicht nur das, es sollte ein "Der Herr der Ringe" sein, das sich auch 6-jährige im Kino ansehen dürfen. Das ist ja gar nicht so verkehrt, immerhin ist die Hauptfigur ein 12-jähriges Mädchen! Und so hatte Chris Weitz eine neue Aufgabe: dem Kommerz dienlich sein, in demselben Sinne wie alle paar Jahre ein neuer "The Fast & The Furious" in die Kinos kommen "muss".
So kam es, dass 1.) die Verfilmung auf 6-jährige zugeschnitten wurde, daher gekürzt um den sehr anspruchsvollen Umgang mit Religion in den Romanen, 2.) das Ende des Films zeitlich ein bisschen vor das wahre Ende gesetzt wurde, weil sonst Kinder von dem verstörenden Schluss so verschreckt sein könnten, dass sie sich nicht mehr in den zweiten Teil trauen (dabei war gerade das mein Antrieb weiterzulesen), 3.) auf die Schnelle für die Verfilmung eine Figur zum bösen Bösewicht umgeschrieben und eine neue Oberbösewichtfigur (gespielt von Christopher Lee in einer winzigen Rolle) mal eben erfunden wurde, obwohl sich die Romane fast vollständig einer üblichen Gut-Böse-Einteilung verschließen und 4.) der Film nicht den Eindruck macht, als ob er sich darum kümmere, dass er den Auftakt einer sehr komplexen Trilogie darstellt. Und die Fortsetzungen wären daher umso mehr gescheitert, angesichts dessen, dass sie sich wesentlich vom ersten Teil unterscheiden, zumal erst im zweiten Teil die zweite Hauptfigur auftaucht!
Zugegeben: Vielleicht ist es einfach eine viel zu große Herausforderung, die Trilogie filmisch ädequat umzusetzen? Aber hat man das nicht auch schon von "Der Herr der Ringe" gesagt? Ja, der war aber leider schon als Buch ziemlich bekannt.
Auch zugegeben: Die Besetzung ist von den Jungdarstellern mal abgesehen gar nicht schlimm. Wer hätte Sam Elliotts Rolle besser spielen können als er?
Doch feststeht: "Der Goldene Kompass" ist ohne irgendein künstlerisches Interesse entstanden. Wenn ich mir vorstelle, dass die anderen beiden Teile auch verfilmt worden wären, denke ich einerseits aus heutiger Sicht, wie wunderbar das trotz allem für mich gewesen wäre, aber andererseits auch, wie man den Schlussmoment von "Das Magische Messer", dem zweiten Teil, verhunzt hätte. Ohne Liebe zur Vorlage wäre aus dem schönsten (Teil-)Satz, den ich je gelesen habe, bloß eine nichtssagende Filmszene geworden - wenn sie denn nicht rausgeschnitten worden wäre weil zu schön um wahr zu sein für das empfindliche Publikum.
Ich hege eigentlich keinen Groll gegen gepflegte Unterhaltung, "Terminator 2" ist immerhin einer meiner Lieblinge, aber selbst James Cameron spreche in seinem Filmeschaffen künstlerisches Interesse zu. Es gibt nun einmal zwei Arten von Unterhaltung: die "The Fast & the Furious"-Art und die Christopher-Nolan-Art. Und "Der Goldene Kompass" zählt ganz sicher nicht zu letzterer Kategorie.
Was mir bleibt, ist die Hoffnung, dass irgendwann mal in meinem Leben ein Regisseur aufsteigt, der die "His Dark Materials"-Trilogie genauso sehr liebt wie ich, auch Pläne dafür hat und nicht auf die Meinung der Produktinsstudio hört, besser hören muss. :)
"[...] , und er hörte nicht ein Wort von dem, was sie sagten."
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
GlenLantz Sun, 10 Jun 2012 11:24:02 -0000
Kommentar löschenIch habe das erste Buch gelesen (oder zumindest versucht, es zu lesen) und ich finde, dass der Film ebenso langatmig und uninteressant dargestellt ist.. Ich bin definitiv enttäuscht vom Film, auch vom Ausgang der Geschichte, der offen und unsicher dargestellt ist. Ich würde den Film keineswegs weiterempfehlen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Yersinia_Pestis Sun, 27 May 2012 21:43:22 -0000
Kommentar löschenDie Bücher, auf denen diese Verfilmung beruht, zählen heute immer noch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Selten etwas so kreatives, mitreißendes und schönes gelesen.
Ähnlich verhält es sich mit dem Film - einfach toll umgesetzt, Charaktere super getroffen, wunderschöne Bilder und die Dæmonen exakt so, wie ich sie mir vorstellte.
Ich würde den Film, abseits des Buches, als spannend, unterhaltsam, interessant und abendfüllend bezeichnen.
Einziger Fehlschlag ist wie so oft bei Romanverfilumgen das Ende. Hatten die Macher bereits gewusst, dass es keine Fortsetzung geben würde? Anders kann ich mir die fragwürdige Änderung des Inhalts nicht erklären. Sehr schade. Das über die Maßen geniale 3. Buch der Trilogie hätte ich zu gerne als Film erlebt.
Trotzdem kann ich den Film für alle Liebhaber von bildgewaltigen, fantasievollen und kreativen Jugend- bzw. Kinderfilmen nur empfehlen.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
L-viz Thu, 17 May 2012 16:03:13 -0000
Kommentar löschenNun, da ich mich entschlossen habe, mir auch die Filme anzusehen, die im Fahrwasser von HdR und HP mitgesurft sind, stoße ich natürlich auch auf diese Buchverfilmung.
Im Eiltempo gibt es zu Beginn einen Abriss über Völker und Gesetzmäßigkeiten der vorliegenden Welt, sprich: Hexen, Dämonen (komisch, ich verbinde die eigentlich mit etwas Bösem und nicht mit putzigen Tierchen), (Ä-)Gypter, Bären etc. Nicht minder eilig wird durch die Geschichte gehastet, Charaktere werden in die Handlung geworfen, ohne das Zeit für Entwicklung bleibt und letztendlich fehlt mir auch ein wenig der rote Faden. Staub? Ok. Ein Kind, das irgendwie besonders ist? Klar. Aber irgendwie wurde mir nicht vermittelt, wohin das ganze führen soll. Alles bleibt ein bisschen in der Schwebe, bis zum Schluss.
Auch sprechende Tiere halte ich außerhalb von Zeichentrickfilmen für mindestens fragwürdig, wenn nicht sogar völlig fehl am Platz.
Schön sind allerdings die Landschaftsbilder, Städte und Luftschiffe. Das Ende gänge in Ordnung, wenn doch nur ein zweiter Teil folgen würde. Schade auch, dass das große Thema paralleler Welten nicht vertieft wurde.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fkfilmkritik Tue, 15 May 2012 18:34:52 -0000
Kommentar löschenPlattfüßiges, schwerfälliges wannabe-Epik-Getrampel mit deutlich sichtbar animierten Eisbären, dessen sichtbarer Unechtheit sich Schauspieler wie Daniel Craig und Nicole Kidman nahtlos anschließen. Ein über die volle Strecke enttäuschend-vorhersehbares, niedlich veralbertes Lahm-Arsch-Abenteuer. Offensichtlich von Gut auf Böse gestreckt. Szenen, die alle bis in die Unendlichkeit der Blödheit ausgedehnt sind und sich strecken bis der Zuschauer dem mit beiden Armen und offenem Mund gleich tut. Kein Märchen, sondern ein auf fantasielosester Weise zusammengemüllter, schneeweißer Haufen Mist für Kinder. Denen sei es auch gegönnt. Ansonsten ist das für die goldene Ananas.
bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Kreaexo Tue, 15 May 2012 19:43:52 -0000
Antwort löschenDas Buch inklusive der Folgebände sind aber Lesungen wert. :)
JohnnyKee Wed, 16 May 2012 17:30:16 -0000
Antwort löschenDie Bücher sind überirdisch! Ich liebe die!
Alle 4 Antworten zeigen
based_god Sun, 20 May 2012 09:27:13 -0000
Antwort löschenWord! Die Bücher sind gut. Und ab Teil 2 sogar "megaepisch" ^^
ProsperDune Tue, 17 Jul 2012 20:41:33 -0000
Antwort löschenIch habe den Büchern sehr viel zu verdanken. Nicht nur deswegen liebe ich sie.
Uwe B.B.B. Sat, 12 May 2012 23:33:07 -0000
Kommentar löschenHervorragende Verfilmung eines tollen Buches. Zu schade, dass es bei der Verfilmung des ersten Teils einer Romantrilogie geblieben ist.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Baumkopf Holzfaust Wed, 09 May 2012 18:52:59 -0000
Kommentar löschenEin paar Gnadenpunkte für die Optik und die bemühten Schauspieler. Aber insgesamt im üblichen Dilemma der Literaturverfilmungen gefangen: Bediene ich die Kenner des Buches oder die, die es nicht kennen? Schlecht gemacht wie hier enttäuscht man beide.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
totox Sun, 15 Apr 2012 12:44:00 -0000
Kommentar löschenLieblos nach Schema F aus den typischen Elementen eines Fantasyfilms zusammengerührt. Es gelingt nicht, die fehlende Seele mit Bombastik zu übertünchen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kaskodil Sun, 01 Apr 2012 23:20:30 -0000
Kommentar löschenIn der Kürze liegt die Würze - mit diesem Spruch ging wohl auch die Regie an Philip Pullmans Werk.
Anfangs noch nah am Buch, war ich sehr angetan von dem Film. Die Kulissen sind sehr schön und auch die Personen verhalten sich wie im Buch, einzelne Gespräche wirken sogar vollständig übernommen. Leider verheddert sich die Story ab der Mitte heftig. Fast der ganze zweite Teil des Buches wird schlichtweg weggelassen und man springt sofort zum Kampf zwischen Iofur und Iorek. Dieser überrascht angenehm mit seiner Detailtreue, sogar Iofurs Todestoß (der abgerissene Kiefer und der Biss in den Rachen) sind eins zu eins aus dem Buch übernommen (bzw. angedeutet). Danach geht es merkwürdigerweise nach Bolvangar, wo nach gefühlten 5 Minuten die finale Schlacht stattfindet, die auch nur 3 Minuten läuft und ohne große Effekte vorüberzieht. Gerade war ich gespannt, wie das Ende jetzt aussehen würde als plötzlich...
Der Film war aus. Im Ballon fliegen Lyra und ihre Freunde gen Polarlicht und die Credits fangen an. Was soll das? Wieso wird das Originalende des Buches schlichtweg weggelassen?! Das war der Todesstoß des Filmes, den ich bisher als wirklich gut eingestuft hatte. Wer aber zugunsten der Zeit (Spielfilmlänge; also 90 Minuten puren Films) einfach mal das Ende weglässt, der verdient eigentlich schon nicht mehr das "ganz gut". Das gab es für die bis zu dem Punkt doch sehr nahe Orientierung am Buch, auch wenn diverse Details vertauscht oder verändert wurden, einige Dinge passierten zu früh und Teile wurden vertauscht. Alles in allem hätte das mit ein wenig mehr Mühe und einer Zeitspanne von +30 Minuten ein sehr gelungener Film werden können!
Denn im Grunde kann man den Film nur loben: Die Effekte sind wunderschön, ein wenig futuristisch wirkt die Gesellschaft zwar schon, aber alles in allem stimmt das Verhältnis des Films zum Buch super überein. Dialoge, Orte, Personen, alles stimmt zu einem angenehm hohen Grad. Kenner werden sich zwar (wie ich auch) über die einen oder anderen veränderten Details ärgern, weil sie die Story zugunsten des Films verändern, aber der Rote Faden ist vorhanden und im groben auch befolgt.
Die Schauspieler fand ich für meinen Teil bis auf Daniel Craig sehr passend für die gewählten Charaktere, genannter passt einfach nicht auf das Bild des Lord Asriels, der streng, gebildet und stolz wirkt. Ansonsten aber sehr gut widergegeben, auch Lyra und ihre Kindlichkeit, die das Buch sehr prägen.
Der Soundtrack ist unscheinbar und hält sich stark zurück, leider schafft er es aus diesem Grund auch nicht, sehr mitzureißen.
Zuletzt wäre da auch noch der Unterhaltungswert. Ich habe den Film aus der Sicht des Buches gesehen, weshalb ich ihn nicht unvoreingenommen und neutral betrachten kann. Ich kannte leider schon die Story und die winzigsten Veränderungen kamen mir schwerwiegend und gelogen vor. Allerdings schaute ich den Film nicht alleine und mein Bruder, der das Buch nicht kannte fand ihn unterhaltsam. Vollkommen überwältigt schien er jedoch auch nicht, eher ein wenig eingeschläfert.
Zusammengefasst kann man also behaupten, dass der Film vor allem für Kenner des Buches einerseits ein Dorn im Auge sein wird, weil er sich zwar gut, aber bei weitem nicht perfekt an die Vorlage hält. Andererseits hat er eben einen hohen Grad an Synchronität mit dem Buch, weshalb er der Auffrischung und Verbildlichung des Ganzen gut dient. Leute, die das Buch nicht kennen können sich zwar sicher unterhalten lassen, überraschen kann der Film sie leider nicht. Vor allem Kinder und Jugendliche scheinen die Zielgruppe zu sein - und genau diese kann der Film faszinieren, die Eltern werden sich langweilen.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mandremal Thu, 29 Mar 2012 11:46:48 -0000
Kommentar löschenEs ist wirklich ärgerlich, denn dieser Film hätte richtig gut werden. Vom Cast über die Spezialeffekte passt alles perfekt zur Buchvorlage.
Lediglich die Tatsache, dass die Handlung der Buchvorlage zu Gunsten eines 0815-Spannungsbogens (fulminanter Endkampf etc.) in höchstem Maße vergewaltigt wurde, lässt den Film ins untere Mittelmaß rutschen.
Schade. Schade.
Der Film hat sich selbst ins Aus manövriert!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten