Der Marshal

True Grit (1969), US
Laufzeit 124 Minuten, FSK 12, Western, Kinostart 21.08.1969

6.6 Kritiker
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
126 Bewertungen
14 Kommentare
Der Marshal - Bild 1665968
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Henry Hathaway, mit John Wayne und Glen Campbell

John Wayne in der Rolle, für die er 1969 den Oscar erhielt: Herausragend spielt er den einäugigen US-Marshal Rooster Cogburn. Trinkfest, raubeinig, unerschrocken und stets mürrisch. Eines Tages wird Cogburn von einem eigensinnigen jungen Mädchen angeheuert, den Mann zu finden, der ihren Vater ermordet und das Geld der Familie gestohlen hat. Als sich Cogburns Auftraggeberin nicht davon abhalten lassen will, den alten Haudegen zu begleiten, steigen die Spannungen. Und als sich dem Duo noch ein junger unerfahrener Texas-Ranger anschließt, ist die Lage nicht länger nur ernst, sondern hoffnungslos!


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Der Marshal

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Allzu brutal sind die Bilder dann doch eher selten, besonders wenn berücksichtigt wird, dass im gleichen Jahr auch «The Wild Bunch» in die Kinos kam und die Bildsprache von Western-Filmen revolutionierte. Im Vergleich dazu erinnert «True Grit» noch stark an die früheren Western, in denen die üppigen Hügel und Berge der Rocky Mountains das Leben in der Wildnis ein wenig romantisierten.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Xander8112: at the movies

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Bevor der Dude einen auf Duke machte, gab es den Duke. Ein saufender Marshal mit Augenklappe, der einem kleinen Mädchen (gespielt von einer 20-Jährigen) zur Rache an dem Mörder ihres Vaters verhelfen soll. Im Gegensatz zu den Italowestern eines Sergio Leone fällt einem direkt die Ausstattung auf, die einen ein wenig an Heimatfilm mit Klamotten aus dem Kostümverleih erinnert – bunt, glattgebügelt, porentief rein. Dreckiger Look ist was anderes. Doch das war halt früher so.
[...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (12) — Film: Der Marshal

Kommentar schreiben
Sortierung

der cineast

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

TRUE GRIT lebt die gesamte Zeit vom Duke himself und seiner im wahrsten Sinne des Wortes Malerischen Landschaft. Hathaway (ungemein erfahren im Genre) macht nicht vieles falsch, aber fesseln tut er nicht: Seine Inszenierung wirkt wenig straff und noch weniger motiviert. Der Kern der Geschichte, also die drei wichtigen Figuren um Mattie Ross, La Boeuf und Reuben J. „Rooster“ Cogburn reizen wenig, die Dynamik der Figuren fehlt und so wird die Jagd zur schönen Postkarten Kulisse und One-Man-Show für Wayne.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mikkean

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das ist er also, "True Grit" - das Original mit den überlebensgroßen Fußabtritten John Waynes veredelt. Bis zum Genuss der Coen-Version kann es ja nichts schöneres geben, als sich die Vorlage zu Gemüte zu führen. Was für ein Western, ein klassisches Stück Hollywood-Geschichte. Da war die Coolness der Neo-Western noch weit hinterm Horizont versteckt, tobte sich der Old Spirit noch in der Prärie aus. Waren Rothäute böse, Banditen verdreckte Fieslinge die am Galgen baumeln konnten, die Prärie der staubige Platz für Abenteurer und Pioniere ... Verbleiter Quatsch mit Soße, engstirnig und voller Stereotypen war der Western. Und John Wayne, der kann mir als Nicht-Amerikaner eigentlich gestohlen bleiben. Er war der Duke, der einzig wahre Cowboy der Traumfabrik, aber politisch leider auch ignorant und mitunter ganz rechts. So wie man ihn mit einer Zeitmaschine problemlos in den Wilden Westen hätte zurückschicken können, meuchelte er auch voller Inbrunst Vietcong-Truppen auf der Leinwand. Das geht schon über Vaterlands-Liebe hinaus. Und von der Verachtung den bösen Indianern gegenüber fang ich gar nicht erst an. Der Duke war halt der strahlende weiße Held. Umso überraschter bin ich, hier klar sagen zu müssen: Den Oscar für "True Grit" gönne ich ihm. Denn Ende der 60er Jahre gedreht, erweist sich der Film als schon untypisch für die verkalkten Rollen-Bilder des Genres. Da wirkt Wayne schon selbst ein bisschen asynchron gegenüber seiner jungen Partnerin Kim Darby, die burschikos und wortgewandt rüberkommt. Trotzdem ist der Wilde Westen in "True Grit" ganz klar eine Männer-Domäne, da ermordet ein ruchloser Hilfs-Arbeiter Darby's Filmvater und schließt sich einer Banditen-Bande an. Gerechtigkeit kann hier nur einer bringen, der einäugige Marshall Rooster J. Cogburn. Etwas in die Jahre gekommen, gern angetrunken und um keine tödlich platzierte Patrone verlegen. Nein, allzu gewollt demontiert "True Grit" seinen antiquierten Helden nicht, aber es ist schon spürbar, dass Wayne hier auf die Marke Oldtimer zusteuert. Glanz und Glorie sucht man trotz des leicht schwülstigen Titellieds eher vergebens. Ein Marshall kann ja auch mal nur das Geld vor Augen haben und im Hinter-Zimmer eines chinesischen Einwanderers zu schlafen. Vom Duke hätte das wohl niemand erwartet, aber Wayne ringt einem Respekt ab. Ich hasse den Mann ja nicht, er wurde halt in die falsche Zeit geboren. Und das allein lässt er in dieser Performance wunderbar aufkeimen. Komplettiert durch die widerspenstige, gar nicht lady-like Darby, Robert Duvall als Outlaw-Oberhaupt, dem kurzen aber tollen Gast-Spiel von Dennis Hopper oder dem Strahle-Mann Glen Campbell, der sich als junger Texas Ranger der Hatz anschließt. Ach ja, bei "True Grit" wird nicht nur toll gespielt, vor wahnsinniger Kulisse der Wilde Westen wiederbelebt. Auch die Laufzeit von über zwei Stunden ragt klar über den schnöden Western-Film hinaus. Tatsächlich gibt es hier viel Platz, damit sich die Figuren und ihre Handlung entwickeln können. Und für einen sauguten Showdown sowieso. Da sattle ich doch gern mal wieder die Pferde.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Blonder

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein junges Mädchen heuert den mutigsten und versoffensten Marshal des Westens an um den Mörder ihres Vaters zur Strecke zu bringen. Der Film lebt besonders von John Wayne, der den Mann des Gesetzes mit rauer Schale und weichem Kern perfekt verkörpert. Allerdings hat dieser schöne Western auch eine Schwachstelle und die heißt Kim Darby, denn sie kann nicht immer so ganz überzeugen.
Sehr unterhaltsamer und spannender Western, der außerdem eine der berühmtesten Reitszenen der Filmgeschichte beinhaltet.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Blonder

Antwort löschen

Das remake ist fast ein Kopie vom Original, außer das Ende


Blonder

Antwort löschen

Und auf den ganzen Bibelkram wird hier im Original verzichtet


ash-williams

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Die erste Verfilmung des Romans True Grit von Charles Portis ist ein klassischer Western mit dem üblichen Look, den amerikanische Western aus der Zeit nun einmal hatten. Mir persönlich ist dies etwas zu bunt. True Grit bietet nette Charaktere, die aber relativ oberflächlich abgehandelt werden; lediglich die beiden Protagonisten Cogburn und Ross haben ein wenig Tiefe. Die Wortgefechte zwischen den beiden machen Spaß und helfen über die gemächliche Entwicklung der Story etwas hinweg. Wo wir auch schon beim größten Manko des Films wären: er ist sehr behäbig und bietet in seiner Behäbigkeit nicht viel um den Zuschauer bei der Stange zu halten. So dauert es 45 Minuten bis John Wayne das erste Mal im Sattel sitzt. Der Film hätte locker, ohne Verlust von essentiellen Szenen, um 20-30 Minuten gekürzt werden können. Trotzdem bietet ist der Film ein solides Westernspektakel und unterhält doch recht gut. Vor allem John Wayne mit Augenklappe ist cool wie eh und je. Durchaus einen Blick wert!

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Carmine

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Der Film hatte schon einiges zu bieten, abgesehen von der Rolle des Dukes gab es da noch eine schöne und passende Landschaftsatmosphäre. Der Score hat mir nicht so zu gesagt, aber jeder hat ja seinen eigenen Geschmack.

Der Cast bietet neben John Wayne auch noch Dennis Hopper und Robert Duvall, die zur heutigen Zeit sehr bekannt sind.

Bis jetzt hab ich das Remake noch nicht gesehen. Doch ich bin sehr gespannt, ob man da noch soviel mehr raus holen kann ist nicht sicher. Etwas wird es geben. Aber ein gutes Remake wird es wohl hoffentlich. Obwohl das Original ein guter Ami-Western ist der auf längen überzeugt.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr. Goodkat

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Marshall. True Grit. Das Original. Der Western, der wahren Mumm verspricht und dies in Form des versoffenen U.S. Marhalls Rooster Cogburn präsentiert, der von John Wayne unnachahmlich verkörpert wird. Die junge Mattie Ross engagiert Cogburn, um den Mörder ihres Vater zu suchen und sich an ihm zu rächen. Die relativ simple Story ist spannend und witzig erzählt und verbreitet zu keiner Zeit Langeweile. John Wayne zuzuschauen ist eine Freude, ebenso wie andere Filmgrößen u.a. Robert Duvall oder Dennis Hopper. Daher kann ich den Film nur empfehlen, vorallem im Zuge der Coen-Neuverfilmung.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Der Franzose

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Einen John Wayne kann man nicht toppen , dafür sind ihm die Western Rollen zu sehr angewachsen. Coen Brothers das wird diesmal nichts ! Zudem dann noch der junge Robert Duvall und Dennis Hopper, diesen Glanz kann man nicht kopieren.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Der Franzose

Antwort löschen

Bei aller Freundschaft, die Coen Brothers haben sich diesmal überschätzt :P


Oceanic6

Antwort löschen

Abwarten und Tee trinken, vor allem da ich absoluter Coen Fan bin und so gut wie das Gegenteil von Wayne :P


alanger

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

wayne war (für bestimmte rollen) ein ganz großer, großartiger, grandioser schauspieler.
he was the the DUKE ... not simply the dude!
und hier war er (wie in "the shootist" oder in " the searchers") überastrocosmogenialspacig.

THE DUKE!

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten

alanger

Antwort löschen

danke


Le Samourai

Antwort löschen

ich hoffe auch TRUE GRIT enttäuscht dich nicht. ich wüsste aber nicht, wieso er das tun sollte. wenn du ein bißchen auf neo-western stehst, bedenkenlos anschauen :)
nee, also inszenierung großartig, bridges und stainfeld perfekt, story kennst du ja (wobei beim neuen der schwerpunkt auf dem mädel liegt). ach und einfach wunderbar triste, eiskalte bilder und ne portion typischer coen sarkasmus. wunderbarer film. wirklich.
ich schlag zu beim alten. muss ja beide kennen eigentlich!


vPidschv

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Vielleicht war es in Bezug auf eine neutrale und nüchterne Betrachtung der "True Grit"-Adaptionen ein Fehler, dass ich die gut 40 Jahre später erschienene Coen-Verfilmung zuerst gesehen habe.
Aber nachdem ich mir nun auch diese Version des Stoffes mit John Wayne gegeben habe, kann ich wirklich niemanden verstehen, der diesen Film besser als das "Remake" findet. Die Ausnahme bilden Faschos, die sich in irgendeiner Form zu John Wayne als Person und nicht als Schauspieler hingezogen fühlen.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Conan Doyle

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Einer meiner Lieblingswestern. Humorvoll aber auch ein bißchen traurig. Der Duke mimt gekonnt den versoffenen Marshall Rooster Cogburn und nimmt sich dabei selbst auf die Schippe. Auch das Mädchen mit dem Kurzhaarschnitt und der naive Texaner haben mir gut gefallen. Wie das ungleiche Trio untereinander agiert, macht wirklich Spaß.
Daß Wayne für diese Rolle, die sicher nicht seine beste war, den Oscar bekam, ist wohl eher einer Würdigung seiner Person zuzuschrieben.
Da "Der Marshall" nach wie vor sehenswert ist, finde ich ein Remake völlig überflüssig. Jeff Bridges paßt sicher nicht in die Fußstapfen des Duke.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

duffy

Antwort löschen

Das kann selbst eine Staubwolke.
Wayne war kein guter Schauspieler, noch nie. Bridges hingegen schon.


faxe

Antwort löschen

Ich glaube, dass die Neuverfilmung dem Marshall nicht die Daseinsberechtigung nehmen wird.


derblonde

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

John Waynes trockener Humor macht diesen teilweise langsamen Western sehenswert. Die Sticheleien zwischen den beiden Hauptprotagonisten wissen ebenfalls zu gefallen. Da vergißt man auch das für eine 14jährige unglaubwürdige Verhalten.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

filmbaum

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Im gleichen Jahr, in dem Sam Peckinpah in "The wild bunch" die Mythen des klassischen Western in Zeitlupe zu Brei schießen ließ, erhielt der "Duke" John Wayne für die Rolle des saufenden, mürrischen Rooster Cogburn seinen ersten und einzigen Oscar. Sicher hatte er zuvor bei John Ford zerrissenere Charaktere gespielt (unübertroffen in "The Searchers"), aber sein heruntergekommener einäugiger "Marshall" ist eine selbstironische Fußnote zu Waynes vierzig Jahren Revolverschwingen auf der Leinwand. Hathaways brave Regie ergibt am Ende aber nur einen Western von der Stange. Bin gespannt auf das angekündigte Remake der Coen-Brüder.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch