Die Kinder von Paris

La rafle (2010), FR/DE/HU
Laufzeit 121 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 10.02.2011

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5.8 Kritiker
9 Bewertungen
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von Roselyne Bosch, mit Mélanie Laurent und Jean Reno

Paris 1942: Der elfjährige Jo (Hugo Leverdez) freut sich schon seit langem auf die Sommerferien. An einem schönen Junimorgen muss der blonde Junge jedoch feststellen, dass er keinen Zutritt mehr zu Kinos, Jahrmärkten und öffentlichen Parks hat. Jo und seine Familie sind Juden – und diese werden vom Vichy-Regime seit kurzer Zeit mit einem Judenstern gekennzeichnet. Nach den ersten Massenrazzien wird es für die jüdischen Bewohner Paris’ immer schwerer, sich versteckt zu halten.

Die Kinder von Paris erzählt die weitestgehend unbekannte Geschichte der Deportation von insgesamt 13.000 Pariser Juden. Roselyne Bosch, die 1992 mit dem Drehbuch zu 1492 – Die Eroberung des Paradieses ihren Durchbruch im Filmgeschäft feierte, konnte für ihre zweite Regiearbeit Frankreichs Schauspielelite verpflichten. Action-Star Jean Reno versucht sich in der Rolle des Dr. David Sheinbaum an einem ungewohnt sanften Charakter. Mit Shootingstar Mélanie Laurent (Inglourious Basterds) und Ausnahmeschauspielerin Sylvie Testud ist das Historiendrama auch in weiteren Rollen erstklassig besetzt.

Die Kinder von Paris, der in Frankreich 2010 zu einem der erfolgreichsten Filme überhaupt zählte, kommt am 10.02.2011 in die deutschen Kinos.

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Kritiken (9) — Film: Die Kinder von Paris

Corsovilla: SchönerDenken

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8.0Ausgezeichnet

Ein Film über das Trauma der Franzosen, die Judenvernichtung im besetzten Paris von 1942, ein gerne totgeschwiegenes und dunkles Kapitel, ausgelöst durch einen unmenschlichen Kuhhandel der Vichy-Regierung. Kein cineastisches Highlight, konventionell gefilmt, jedoch mit herausragenden Kinderdarstellern, einem ganz anderen Jean Reno und einer hinreissenden Mélanie Laurent (bekannt aus “Inglorious Basterds”) als Krankenschwester Annette. Weniger dramatische Musik hätte es auch getan – die Geschichte steht für sich. Wie so oft, mehr Mut zur Stille! (Prof. Pu für SchönerDenken - mehr im Podcast)

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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7.5Sehenswert

Das spektakuläre Monumentalwerk Die Kinder von Paris (La rafle) von Roselyne Bosch ist ein Denkmal eigener Art.
[...]
Die Kinder von Paris gehört eher zu jener Art jüngerer AntiNazi-Filme, denen das historische Grauen vor allem als hochdramatisches Kinomaterial dient. Auch etwa Mark Hermans KZ-Drama „Der Junge im gestreiften Pyjama“ (2008) nimmt die Kinderperspektive und damit vor allem eine pädagogische Haltung ein. Das ist gesellschaftlich so nützlich, wie es dem Film selbst zu jenem Erfolg verhilft, den er durchaus verdient. Die schlichten Mittel aber, mit denen Filmemacher versuchen, Gefühle zu mobilisieren – und seien es die besten –, sollte man immer kritisieren.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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6.5Ganz gut

Rose Busch widmet sich in ihrem Film, der sich an wahren Biografien orientiert, einem dunklen, lange verdrängten Kapitel der französischen Geschichte. Erst 1995 bekannte sich Präsident Jacques Chirac zur Mitschuld Frankreichs am Holocaust, nachdem sich seine Landsleute bis dahin vorzugsweise als Widerstandskämpfer präsentierten.

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RR. Hamacher: Westfälische Rundschau, Köl... RR. Hamacher: Westfälische Rundschau, Köl...

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7.5Sehenswert

Das Unbegreifliche in Bilder zu fassen, die einerseits schockieren, andererseits aber auch trotz oder gerade durch einen gewissen „Unterhaltungswert“ nachdenklich stimmen, ist das große Verdienst von Die Kinder von Paris. Zur politischen Aufarbeitung des lange tabuisierten Themas gibt er allerdings nur einen Anstoß.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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5.5Geht so

Manchmal meint es die Regisseurin von Die Kinder von Paris zu gut mit dem engagierten Gefühl, verwechselt Sentiment und Sentimentalität, verstrickt sich in peinlichen Pathos, in anderen Szenen - besonders mit den Kindern - weckt sie Empathie.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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3.5Schwach

Dem hohen Anspruch, die furchtbaren Ereignissen von 1942 filmisch aufzuarbeiten zu wollen, wird das durchkalkulierte Drama so nicht gerecht. Was bringt es, die Zuschauer über zwei Drittel des Films hinweg Tränen vergießen zu lassen, wenn sie im Nachhinein nicht mehr an den Grund erinnern können?

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José Garcia: Textezumfilm

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5.0Geht so

Ist der Perspektivenwechsel von den Kindern auf die von den Profischauspielern Jean Reno und Mélanie Laurent verkörperten Figuren dramaturgisch bereits nicht ganz gelungen, so misslingt der Regie die Verknüpfung mit der „großen Politik“ vollends: Die Szenen mit Marschall Pétain, dem Chef des Vichy-Regimes, etwa bei einem Treffen mit Hitler, wirken wie ein Fremdkörper im Film. Trotz aller klischeehaften Darstellung der „bösen“ Polizisten und der „guten“ Feuerwehrmänner, die in der Radsporthalle dadurch ein Zeichen der Menschlichkeit setzen, dass sie gegen die ausdrücklichen Anweisungen der Polizei die Inhaftierten mit Trinkwasser versorgen, gelingt es Rose Bosch jedoch, das Unfassbare in teils monumentale, teils intime Bilder zu fassen.

„La Rafle“ lockte in Frankreich drei Millionen Besucher in die Kinos. Damit trägt Boschs Film trotz filmischer Schwächen zur Aufarbeitung eines lange Zeit verdrängten, dunklen Kapitels der französischen und europäischen Geschichte bei.

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Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de

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5.0Geht so

Die angedeutete Versöhnung zum Schluss, die die Lebenden und Überlebenden mit einer Perspektive ausstattet, wirkt [...] etwas schal. Und zieht die Frage nach sich, ob es angesichts der Monstrosität des Verbrechens und des Respekts vor den Ermordeten angemessen ist, auf der Klaviatur des Gefühlskinos zu spielen, als handele es sich beim Thema Judenvernichtung um einen beliebigen Dramen-Stoff.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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4.5Uninteressant

Die Kinder von Paris fehlt es angesichts seines quasi-dokumentarischen Charakters und der fehlenden Dramatisierung an einem klaren Fokus auf eine tragende Figur, die Spannungsmomente oder Wendepunkte in den klar vorgegebenen Verlauf der Geschichte bringt.[...]
Da könnte man fast sogar einen Hauch von Verständnis für den deutschen Verleih dieses Films aufbringen, der mit zwei assoziationsreichen Schlagwörtern im Titel (Kinder = Familie und Emotionen, Paris = Romantik und "savoir vivre") eindeutig versucht, ein weibliches Publikum ins Kino zu locken, das beim Thema Kollaboration und Deportation wohl eher nicht anspringen würde. Aber nein, mit solch einem bewusst fehlleitenden Marketing-Winkelzug einen Film über den Holocaust als rührige Schmonzette verkaufen zu wollen, das hinterlässt doch einen zu schalen Nachgeschmack.

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Kommentare (9) — Film: Die Kinder von Paris

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Thomas479

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film "Die Kinder von Paris" behandelt ein eher unbekannte Kapitel aus dem 2. Weltkrieg. Dieses ist hier gekonnt für die Leinwand umgesetzt worden. Es wird keiner unberührt von dem Schicksal der Kinder bleiben. Dafür sorgen schon die tollen Leistungen der Kinderdarsteller. Auch sonst ist der Film gut besetzt. Jean Reno hält sich merklich bedeckt und hat eigentlich mehr eine Nebenrolle. Dafür hat Newcomerin Melanie Laurent als Krankenschwester umso mehr Spielraum und nutzt diesen auch.

Der Film erzählt die Geschichte der Deportation der Pariser Juden im Jahre 1942 erstaunlich ruhig und sachlich, Gewaltszenen gibt es sehr selten. Hier und da wirkt das Ganze etwas zu steif, vor allem wenn es aus den Lagern an die Tische der damaligen politischen und militärischen Entscheidungsträger geht. Hier stimmen die Übergänge nicht so ganz. "Die Kinder von Paris" ist bewußt für ein breites Publikum vor allem in Frankreich gemacht, von daher sollte man nicht zuviel zwischen den Zeilen erwarten. Dennoch läßt der Film niemanden kalt und ist durchaus eine erschütternde Geschichtsstunde.

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agynessa

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Bewertung4.0Uninteressant

Schindlers Liste ist 1000 Mal besser, als der Film.

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kristiaan

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Bewertung9.5Herausragend

Wirklich hübsch anzusehen, der Film. Meiner Meinung nach, wesentlich weniger schmierig und manipulativ wie die üblichen Ami-Produktionen. Außerdem richtet er sich in erster Linie an Franzosen. In Frankreich neigt man dazu, viel Verantwortung einfach abzuschieben. Hier sind die Deutschen zwar ursächlich verantwortlich, aber nicht ständig im Mittelpunkt. Gut gemacht.

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Delonghi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Authentisch, ergreifend (gerade auch wegen der Kinder..), mitfühlend, bewegend, REAL! Eine bittere, aber für diese Zeit nicht unübliche, sich wirklich zugetragende Geschichte über den Holocaust und dessen schreckliche Fratze der Gewalt und Menschenverachtung. Wie immer bei diesem Thema: Anschauen, um die damaligen Geschehnisse nicht unvergessen zu machen und auf die braune rechtsradikale Kacke von heute hereinzufallen!

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aggrotainment

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Bewertung5.5Geht so

Die Kinder von Paris, ist ein Film mit teilweise gut aufspielenden Kinderschauspielern. Die Kinder wurden meines Erachtens zu oft stilisiert um das Mitleid des Zuschauers aufrech zu erhalten. Klar geht es zwar um dieses Thema, doch schafft es dir Film leider nicht mit anderen Mitteln, Emotionen zu vermitteln. Wenn man aber im Gesamten, das Filmwerk betrachtet, muss man zugeben, dass der Film einzig und allein von den damaligen Geschehnissen lebt. In einer anderen Zeit, mit einer fiktiven Geschichte würde dieses Werk wohl nicht funktionieren. Dazu sind viele Szene einfach zu kurzlebig und nicht intensiv genug aufgebaut. Man kann sagen, hier wurde auf Nummer sicher gegangen. Man hat sich komplett darauf verlassen, dass die wahre Hintergrundgeschichte zieht und sich keiner Gedanken um den Film als solches macht. Allein Frankreichs Mitschuld an der Massenvernichtung von Juden aufzuzeigen war mutig.

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Brennegan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zu keiner Zeit kitschverklebt, zu jeder Zeit auch kritisch gegenüber den französischen Kollaborateuren. Hier wird nicht der Nazi an die große Glocke gehängt und als das Urböse, verantwortlich für alles, gekennzeichnet.
Während Hitler ruhig und gemächlich durch Diskrepanz zwischen Wort und Tat entlarvt wird, zeigt man die Oberen in Vichy als unterwürfiges Pack ...
eine kleine, nicht perfekte, aber irgendwie schöne Perle!

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Der Boernd

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Bewertung6.0Ganz gut

französisches historiendrama. spielt in paris 1942. bekanntermaßen kein besonders gutes jahr für die stadt und den rest der welt. die nazis planen die größte deportationsaktion der geschichte von der auch tausende kinder betroffen sind, die hier eine besondere rolle spielen. ziemlich traurig. leider auch teilweise stinklangweilig inszeniert. zwei echt laaange stunden ... schade.

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TinaCocaine

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Frau, die diesen Film guckt, ohne gerührt zu sein, hat wahrscheinlich kein Herz... Absolut ergreifend, voller Gefühl und mit liebenswerten Hauptdarstellern besetzt. Gegen Ende wird es mir leider ein wenig zu zäh, sodass es aber immer noch zu absolut guten 7 Punkten reicht...

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Herondas

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Bewertung2.5Ärgerlich

zwiespältig. einerseits wirkt es teilweise schon , andererseits wirken die einzelnen "erzählstränge" abgehackt und es gibt keinen wirkliche verbindung dazwischen.
schemas bisheriger filme begegnen einen wieder, verschiedene dinge werden aufgegriffen aber nicht weiterverfolgt.
zudem sind die charaktere teilweise zu eintönig und monoton. eine ambivalenz nimmt man diesen , kurzzeitig auftauchenden personen nicht ab.
momente die geradezu ins groteske abebben und die die ganze story ins groteske züge begleiten. man erinnere sich einfach an das auftauchen der schwächelnden krankenschwester die in die arme des *überleg* der name ist mir entfallen fällt.
sie kommt ins gebäude, zufällig trifft sie auf ihn, fällt ihn in die arme.
als sie die kinder versucht zu retten, kommt sie gerade dann an, wenn der zug schon losgefahren ist.

die emphatie zu den kindern ermüdet sich zudem , weil sie das einzige mittel ist überhaupt den zuschauer aufzuwecken.

es ist schade das soviel grobes geschaffen, die leisen zwischentöne vernachlässigt wurden. gerade szenen die danach schreien näher betrachtet zu werden , fortgesetzt zu werden, sind aus den augen verloren, man fragt sich, warum wurde diese handlungsstränge angefangen?

wie bereits kritken oben zu lesen, scheint es einfach darauf hinauszulaufen, das publikum anzulocken mit einen "das leben ist schön" effekt, das gesicht des kleinen jungen so oft wie möglich zeigen. das kleine happy end , in einer sache wo , es kein happy end gab...........

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Davaron

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mal so nebenbei, einzelne Erzählstränge wie in Pulp Fiction kannst du bei einem solchen Thema nicht unbedingt erwarten, da es um ein größeres Gesamtbild geht. Sicher werden hier die Kinder stark stilisiert, um die Emotionen besser transportieren zu können, die eben genau dieses Thema, dass der Film aufgreift, nämlich die Deportation und "Instant-Tötung" von jüdischen Kindern der "Quote" wegen, einfach besser darstellt. Die einzelnen Handlungsstränge sind bewusst so abgehackt gewählt, um die gewaltige Anzahl derer, die es betroffen hat besser darzustellen. Man soll sich nicht mit den Einzelnen Personen identifizieren, sondern das ganze Ausmaß dieser unmenschlichen Katastrophe erkennen. Deshalb wird auch ab und an konstrastierend die Lebensweise eines gewissen Diktators eingespielt. Wenn man darauf achtet, wann und mit welcher vorangegangenen Szene diese "Hitler-Sequenzen" eingespielt werden, dann fällt es einem sicherlich auf. Empathie zu Kindern sollte hier nie ermüden, da die Kinder in diesem Film sehr authentisch dargestellt sind. Jeder der so etwas schreibt hat meiner Meinung nach keine Kinder in dem Alter gehabt. Und von einem "das Leben ist schön"-Effekt kann spätestens nach der Razzia keine Rede mehr sein.
Dies hier ist kein Aktionfilm. Es ist ein Film, der zeigt, das die Franzosen in ihrem Land eine erhebliche Mitschuld am Tod von sehr vielen unschuldigen Menschen hatten. Ich finde es mutig dieses Thema anzusprechen. Der Film ist stark emotional aufgebaut und appeliert an das Herz für Kinder, aber das Problem, das hier angesproche wurde, waren die Kinder. Der Film kommt ohne großartige Klischees aus und lässt den Zuschauer immer nah am Geschehen teilhaben. Jean Reno spielt überzeugend und bis in die untersten Alterstufen ist das Talent der Schauspielerei überwältigend. Jede Minute des Films ist nachvollziehbar und gelungen. Ein Schindlers Liste trat nicht so auf die Tränendrüse möchte man sagen, aber das Thema ist auch anders.
Hier geht es wie der Titel schon sagt um "Die Kinder von Paris"!


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