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Die Lady von Shanghai
The Lady from Shanghai (1947), US Laufzeit 87 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 24.02.1950
7.5
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von Orson Welles, mit Rita Hayworth und Orson Welles
Orson Welles spielt einen Unschuldigen, der in ein gefährliches Netz aus Intrigen und Mord verwickelt wird, als er auf der Yacht des behinderten Ehemanns von “femme fatale” Rita Hayworth anheuert.
Mehr Bilder (9) und Videos (2) zu Die Lady von Shanghai
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Lady von Shanghai
- Genre
- Drama, Film Noir, Kriminalfilm, Thriller
- Ort
- New York City, San Francisco, Shanghai
- Handlung
- Blondine, Gericht, Matrose, Mord, Nebenbuhler, Rechtsanwalt, Roman, Spiegelkabinett, Versicherungsbetrug, Yacht
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Kommentare (5) — Film: Die Lady von Shanghai
ezemeze Thu, 16 Aug 2012 20:34:42 -0000
Kommentar löschenOrson brauchte Geld um ein laufendes Theaterprojekt weiterzufinanzieren und nimmt Rita den Groschenroman aus der Hand, den sie gerade lesen wollte. Orson überzeugt einen Produzenten am Telefon, dass er einen Film habe, den er realisieren möchte. Er nimmt die erstbeste Story aus dem Groschenroman, kriegt die Finanzierung, die teils in sein laufendes Theaterprojekt fliesst und vom Rest stöpselt er The Lady from Shanghai zusammen. Dies hat Wells in einem Interview kurz vor seinem Tod erzählt. 2 Jahre bevor ich das Interview gesehen hab, hab ich mir diesen Film angetan, ich dachte ich würde etwas wunderbares sehen, selbst das Programmheft hat das Werk über den grünen Klee gelobhudelt, dabei wars ne große Enttäschung, aber gleichzeitig hat es den Kult um den Mann für mich geerdet. An dieser Stelle Danke !
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Cellmorbasg Mon, 04 Jun 2012 13:59:08 -0000
Kommentar löschenZum Ende hin wird die Story doch noch interessant und vor allem spannend aufgelöst, doch zuvor kommt der Film eher schleppend voran. Das ist insbesondere deshalb überraschend, weil die Figurenkonstellationen viel versprechen und auch die Schauspieler dazu in den einzelnen Szenen überzeugen, doch fehlt dem ganzen eine gewisse Linie und ich finde man spürt dem Film Kürzungen deutlich an. Jedenfalls hätte mehr Ausführlichkeit an der ein oder anderen Stelle mehr Tiefgang bringen können und so die schnelle Abhandlung und den Wechsel zur nächsten Episode verhindert. So ist der Film zwar kurz, aber nicht kurzweilig, weil man sich immer wieder neu reinfinden muss.
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Ripley1 Mon, 06 Feb 2012 09:26:18 -0000
Kommentar löschenGenial misslungen. Was man auch über Orson Welles' Karriere sagen kann, lässt sich an diesem Film nachvollziehen.
Als Krimi funktioniert der Film sicher nicht: Der Plot ist verworren, die Motivationen der Figuren teilweise unklar. Auch die Kürzung um ein Drittel der ursprünglichen Filmlänge am Schneidetisch hat nicht unbedingt zu einer verständlicheren Handlung beigetragen.
Nimmt man den Film aber als Meta-Film, dann kann man in dem Scherbenhaufen so manchen interessanten Splitter entdecken: Die Stilmittel und Versatzstücke des film noir wie voiceover oder femme fatale mischen sich mit ätzender Gesellschaftskritik wie in der Gerichtsfilmparodie, Atomkrieg-Paranoia oder mit den surreal anmutenden Schauplätzen von New York, San Francisco bis Acapulco, die zusammen so gar kein stimmiges Bild ergeben. Konsequenterweise findet der finale Höhepunkt in einem chinesischen Theater und dann in einem Spiegelkabinett statt: Alles Kulisse, alles Spiel, alles virtuos und exzessiv.
"Die Lady von Shanghai" ist pures Kino, weil es eigentlich nur um die filmische Form geht, l'art pour l'art sozusagen. Das aber mit viel Lust und Witz.
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Keky Mon, 16 Jan 2012 20:39:13 -0000
Kommentar löschenDieser Film von und mit Orson Welles war seiner Zeit 1948 weit vorraus. Damals ein Flop, heute ein absoluter Klassiker der Filmgeschichte. Man verstand die verzwickte Kriminal-Story damals nicht, man verstand nicht, dass Orson Welles der Film-Göttin Rita Hayworth einen weißblonden Lana Turner- Kurzhaarschnitt verpasste und sie zu guterletzt auch noch eine wirklich böse hinterhältige Frau spielte entgegen ihrem lieblichen Image der tanzenden Diva.
Außerdem sind die Schnitte, die Musik, das Spiel von Licht und Schatten, die Symbolik einzelner Gegenstände und Figuren, eine ganz neue Art der Filmkunst gewesen und man versteht warum Welles'Filme die Welt revolutionierten. Der Film ist berühmt geworden durch den finalen Schusswechsel im Chinesischen Spiegelkabinett. Welch eindrucksvoller Showdown! Wie überhaupt die letzten 20 Minuten in Chinatown von San Francisco einfach genial sind. :)
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jacker Tue, 17 Jan 2012 10:05:37 -0000
Antwort löschenDas bringt es auf den Punkt! Ich kenne mich leider kaum mit dieser Art von Klassikern aus, aber verglichen mit Anderem was ich aus der Zeit gesehen habe hat man hier das Gefühl es wird wirklich versucht bewusst mit Kameraeinstellungen und Schnitt zu arbeiten und Atmosphäre zu schaffen! Ebenfalls die Szene im Aquarium schien mir visuell weit ihrer Zeit voraus!
Le Samourai Sat, 03 Dec 2011 17:09:20 -0000
Kommentar löschenEin weiteres Glanzstück des alten Meisters und gleichzeitig ein hervorragender, aber auch ungewöhnlicher Beitrag zur schwarzen Serie. Atmosphärisch dicht, stellenweise surreal-grotesk erzählt Welles die Hitchcock-typische Geschichte des zu Unrecht Verdächtigten, der sich nur selbst aus seiner Misere befreien kann. Welles spielt ein weiteres Mal großartig und auch Rita Hayworth überzeugt als undurchsichtige "Femme fatale" vollkommen. Die Story braucht zwar etwas Zeit um in Fahrt zu kommen, aber speziell die letzte Hälfte ist spannendes Film Noir Kino at its very best, welches im stilistisch einzigartigen, expressionistisch angehauchten Finale im Spiegelkabinett gipfelt.
Orson Welles zeigt, wie man aus einem Groschenroman ein filmisches Denkmal für die Ewigkeit schafft. Einzigartig.
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