Sunset Boulevard - Boulevard der Dämmerung

Sunset Blvd. (1950), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Komödie, Kinostart 07.04.1951

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8.5
Kritiker
39 Bewertungen
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6.3
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54 Kommentare
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von Billy Wilder, mit William Holden und Gloria Swanson

Mit dem Thriller Boulevard der Dämmerung widmet sich Billy Wilder der dunklen Seite Hollywoods, als ein erfolgloser Autor auf eine vergessene und dem Wahnsinn verfallene Hollywood-Diva trifft.

In Hollywood ist Drehbuchautor Joe Gillis (William Holden) wenig erfolgreich und stets knapp bei Kasse. Beim Versuch, sein Auto vor der Pfändung zu retten, landet er auf einem alten Anwesen am Sunset Boulevard, wo die längst vergessene Stummfilmdiva Norma Desmond (Gloria Swanson) residiert. Sie kann einen Filmautor gut gebrauchen, plant sie doch schon lange ein glanzvolles Comeback. Joe nimmt den Job an und gerät bald in ein dichtes Netz aus Abhängigkeit, Ehrgeiz und Wahnsinn.

Hintergrund & Infos zu Boulevard der Dämmerung
Von Kollegen musste sich Regisseur Billy Wilder nach der Veröffentlichung 1950 teilweise heftige Beleidigungen anhören, da Sunset Boulevard, so der Originaltitel, nichts mit der Romantisierung von Hollywood zu tun haben wollte, sondern im Gegenteil die Traumfabrik schonungslos demaskierte. Es kursieren einige Geschichte dazu, wie andere Filmemacher Sunset Boulevard aufnahmen. Der Produzent Louis B. Mayer soll nach der Premiere vor allen anwesenden Stars zum Regisseur gesagt haben, dass er eine Schande für Hollywood sei und geteert und gefedert werden sollte. Billy Wilder hatte darauf eine denkbar simple Antwort parat: Fuck you.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (6) — Film: Sunset Boulevard - Boulevard der Dämmerung

SoulReaver: CinemaForever

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9.0Herausragend

[...] "Boulevard der Dämmerung" entführt uns in ein brennendes Paradies, wo die Träume begraben liegen und die Ratten sich über die letzten Hoffnungen hermachen. Wenn Besessenheit und Geldnot einen falschen Einklang finden, dann ist das Chaos greifbar und die Schattenseite des Ruhmes hat längst jeden Beteiligten in sich aufgesaugt. Schönheit und Berühmtheit werden zum trügerischen Schein aller Dinge, der Fassadensturz zieht seine tödlichen Wellen und der unheimliche Stillstand, der sich in dem gespenstischen Anwesen breitgemacht hat, bekommt seinen letzten großen Auftritt im blitzenden Licht der Kameras. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Hooded Justice

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Wunderbar zum Zweiten. :*


SoulReaver

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:-*²


Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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10.0Herausragend

Der ganze Film ist ein Kammerspiel, das Anwesen der Filmdiva wird zur Festung, aus der es kein Entrinnen gibt. Die Set-Dekoration trägt ihren großen Teil dazu bei, das ganze Haus wirkt sowohl von außen, als auch von innen wie ein verstaubtes Relikt aus besseren Zeiten und Norma Desmond ist nicht mehr als ein antiquiertes Möbelstück in diesem Universum. Die atemberaubende Kameraarbeit ist zusätzlich erwähnenswert, trägt wesentlich zur gespenstischen Atmosphäre bei, so etwa wenn Normas stolzes Gesicht in Dunkelheit vom grellen Projektorlicht angestrahlt wird. So entwickelt sich der Film zu einer morbiden, skurrilen Liebesgeschichte um Abhängigkeit, verlorene Träume und Selbstverwirklichung, um Geltungssucht und Prostitution.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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10.0Lieblingsfilm

„The stars are ageless, aren't they?“ -

Billy Wilders verfilmte Fieberfantasie einer alternden Diva, die dem Hedonismus einer ganzen Branche ein Denkmal errichtete und ihn in doch nahezu unvergleichlicher Art und Weise sezierte und entlarvte. Ein ebenso brillant wie prägnant inszenierter und süffisant erzählter Totentanz zwischen Faszination und Melancholie. Ein Film, der nur schwer in Worte zu fassen ist. Ein zeitloses Meisterwerk.

23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Le Samourai

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Yep!
Hab diiiirekt wieder Lust drauf! :)


noway

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Das tolle ist: Wenn dir ein Film gefällt, gefällt er mir in der Regel auch. Gefällt er dir nicht, gefällt er mir oft trotzdem. Soll heißen: Vorgermerkt. ;)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

[...] Billy Wilders "Boulevard der Dämmerung" ist ein absolut zeitloses Filmjuwel, mehr noch, eine unvergleichlich bissige, selbstreflexive und tragisch-komische Parabel auf die Traumfabrik Hollywood, die schnell zur unmenschlichen Scheinwelt degradiert wird, aber auch über falsche Liebe, gescheiterte Sehnsüchte, Ruhm, Vergessenheit und zügellosen Opportunismus, voll an spritzigen Dialogen und grimmiger Verlierer inmitten eines herausragenden Drehbuchs. Eine ironische Satire, ein ergreifender Noir, so kraftvoll wie wagemutig.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

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9.0Herausragend

"Sunset Blvd." hebt sich deutlich von den vorigen Noir-Filmen ab. Billy Wilders wohl wichtigstes Werk ist ein herrlich düster bis bedrückendes, tragisch-komisches Hollywood-Drama über die Schattenseiten der Traumfabrik, mit sehr gewitzten Bezügen zur Realität. Gloria Swanson spielt überragend.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Die Großaufnahme.

Jetzt!

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Kommentare (48) — Film: Sunset Boulevard - Boulevard der Dämmerung


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Anton Chigurh

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Bewertung10.0Herausragend

All right, Mr. DeMille, I'm ready for my close-up.

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kobbi88

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Bewertung10.0Herausragend

Da hier schon viele geniale Kommentare (von DieFilmguckerin, Vincent_Vega, Mr. Pink…um nur mal einige wenige zu nennen) zu Billy Wilders Film „Sunset Boulevard“, in dem er meisterhaft Krimi, Thriller, Drama und Satire kombiniert, stehen, möchte ich eigentlich nur kurz auf einen Teil des Films eingehen: Norma Desmond, dargestellt von Gloria Swanson.

Als einst großartige Schauspielerin, als Star der Stummfilmzeit wurde sie gefeiert. Scharen von Fans hatte sie, Verehrer. Mit den bekanntesten Regisseuren ihrer Zeit hat sie gearbeitet. Sie hatte alles: Schönheit, Macht, Geld, Erfolg.
Doch ihre Karriere ging bergab. Nun lebt sie zurückgezogen in einer halb verfallenen Villa, zusammen mit ihrem Diener Max von Mayerling. Lediglich das Geld ist ihr geblieben. Und ihre Selbstbild, ihr Ego, ihre Allüren. Ihr Star-Sein.

“I am big. It's the pictures that got small.”

Sie sieht sich immer noch als den großen Star. Zu groß für die Filme. Zu berühmt. Sie braucht darum einen Film, der ihrer scheinbaren Größe würdig ist. Norma träumt noch immer davon, wieder ins große Scheinwerferlicht Hollywoods treten zu können. Und dies will sie mit Hilfe des Drehbuchautor Joe Gillis schaffen, der das von ihr verfasste Drehbuch bearbeiten soll.

Ich persönlich bin einerseits von dieser Frau angewidert. Von ihrer Oberflächlichkeit, von ihrer Kurzsicht. Aber dennoch, sie hat was. Diese Figur ist gehört zu den besten und größten Figuren, die ich bisher in der Filmwelt sehen durfte. Irgendwie bin ich merkwürdig fasziniert von ihr. Wahrscheinlich genauso wie Joe Gillis.

„Und an diesem Zauberfädchen,
das sich nicht zerreißen lässt,
hält das liebe, lose Mädchen
mich so wider willen fest.
Muss in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Verändrung, ach wie groß.
Liebe! Liebe! Lass mich los.“
(Goethe)

Liebe ist es nun wohl eher nicht. Und trotzdem finde ich diese Strophe aus Goethes „Neue Liebe, neues Leben“ enorm passend für die Beziehung von Joe zu Norma. auch er findet diese Figur einerseits abstoßend oder zumindest nicht gerade attraktiv, andererseits ist er auf eine gewisse Art und Weise von ihr angezogen. Liebe ist es zwar sicher nicht. Zunächst ist es wohl nur ihr Geld, er will seine eigene Situation einfach verbessern, dann aber auch nach und nach vom opulenten Lebensstil. Und letztlich von ihrer Dominanz, Geradlinigkeit, ihrer opernhaften Theatralik. Er wird in ihren Bann gezogen. Als es ihm zu viel wird, da will er fliehen, will sein eigenes Leben leben. Auf seine Weise. Aber er kann es nicht. Sie hält ihn fest bei sich. Sie duldet es nicht, dass er sie wieder verlässt. Denn nur Norma bestimmt, wann er geht. Und ob er geht.

Aber die Figur alleine wäre wahrscheinlich nur halb so grandios, wenn sie nicht von Gloria Swanson so perfekt verkörpert wird. Ach, was heißt verkörpert, die Schauspielerin verschmilzt quasi mit ihrer Figur. Wenn man so will eine Glorma.
Swanson hat selbst erlebt, wie es Norma im Film erging. Auch sie war in der Stummfilmzeit ein gefeierter Star. Sie hat zwar den Übergang zum Tonfilm vielleicht noch einigermaßen meistern können, doch auch ihr Stern begann sehr schnell zu sinken. Erst durch die Rolle in Wilders Film konnte sie noch einmal zu großem Ruhm kommen. Ähnlich, wie es auch Norma mit ihrem Film schaffen wollte.
Dass Swanson die Figur Norma Desmond vielleicht nicht nur spielte, meinte wohl auch Billy Wilder, der über Swanson sagte, dass sehr viel von Norma auch in ihr stecke. Nicht nur die Parallelen im Werdegang, auch das Verhalten der realen und der erfundenen Filmdiva gleicht sich sehr. Arroganz, Selbstverliebtheit. Denn Swanson sah es als überflüssig an, dass ein Star ihres Kalibers sich auch noch zu einem Vorsprechen herablassen sollte. Sie war größer als der Film. Der Film musste ihr entsprechen, nicht umgekehrt. “I am big. It's the pictures that got small.”
Aber zum Glück hat Swanson es getan. Sie hat sich sozusagen gedemütigt. Ist von ihrem hohen Ross heruntergekommen. Für sich (Oscarnominierung) und auch für den gemeinen Filmfreund. Denn sie spielt Norma einfach toll.

“We didn't need dialogue. We had faces!”

Schon Mimik und Gestik sind phänomenal. So übertrieben, wie es nur ein Stummfilmstar machen könnte (oder Nic Cage), aber dabei so glaubwürdig, als erzähle Swanson von ihren eigenen Sehnsüchten, Hoffnungen, Wünschen. Man kann die Sehnsucht nach Ruhm in jeder Sekunde in ihren Augen lesen. Und ihre Leidenschaft für die Schauspielerei. Und schließlich auch der Wahnsinn, der nach und nach von ihr Besitz ergreift.
Aber ihre Augen zeigen noch etwas anderes: Kälte und Kalkül. Sie beobachtet ganz genau und duldet dabei keinen Widerspruch. Sie ist es, die bestimmt. Sie hält jeden anderen in ihrem Zauberkreis. Joe. Auch Max. Und sie zeigt auch allen anderen, dass sie der Star ist. Sie steht im Mittelpunkt. Und sie würde alles dafür tun, wieder in der anerkannte Star zu sein und in der Öffentlichkeit zu stehen.

Und in Bezug auf die Person der Norma Desmond ist diese letzte abschließende Szene für mich am beeindruckendsten. Sie zeigt alles, wofür Norma lebt, wofür sie isst, schläft, atmet:
Zwischen zahlreichen Journalisten und ihren Kameras schreitet Norma Desmond die Treppe hinab, alle Blicke auf sie gerichtet. Sie selbst wandelt mit Schmuck und Tüchern langsam vorwärts, Schritt für Schritt. Ihr Gesicht schon fast zur Grimasse verzogen. Am Fuß der Treppe bleibt sie stehen. Hier fühlt sie sich zu Hause, hier ist sie daheim. Auf der großen Bühne, im Scheinwerferlicht. Hier ist sie sie selbst. „You see, this is my life! It always will be! Nothing else! Just us, the cameras, and those wonderful people out there in the dark!... All right, Mr. DeMille, I'm ready for my close-up.”

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Mr. Pink

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Ui, Erwähnung und Lob. Vielen Dank! Dein Kommentar gefällt mir auch sehr gut. :)


kobbi88

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Gern geschehn und Dankeschön ;D


Andy Dufresne

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Bewertung9.5Herausragend

"I am big! It's the pictures that got small."

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nasenschleuder

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"I knew there was something wrong with them.”


Andy Dufresne

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"They're dead. They're finished."


DieFilmguckerin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Diese Perle des Film Noir ist eine realistische, ungeschönte Darstellung Hollywoods, die auch heute noch aktuell ist, damals aber natürlich eine besondere Provokation und ein großes Wagnis für Regisseur Billy Wilder und die Produktionsfirma Paramount Pictures. Es geht um den jungen, erfolglosen Drehbuchautoren Joe Gillis, der sich in ein verlassen wirkendes Haus auf dem Sunset Boulevard flüchtet, als er von seinen Gläubigern verfolgt wird. Doch in dem allmählich verfallenden, einst prunkvollen Palast des Überflusses lebt Norma Desmond, ein ehemaliger Superstar des Stummfilms allein mit ihrem Butler. Sie bittet Joe, mit ihr an ihrem Drehbuch zu arbeiten, von dem sie sich ihre ersehnte, großartige Rückkehr ins Filmgeschäft erhofft. Er willigt ein und wird von ihr genötigt, in die Villa zu ziehen, wo sich auch eine Art Beziehung zwischen den beiden entwickelt (damals äußerst skandalös, das Verhältnis einer älteren Frau mit einem jüngeren Mann darzustellen – und das 17 Jahre vor der “Reifeprüfung”!).

Heute ist vor allem die Anfangsszene bekannt. Der Film beginnt mit der Aufnahme eine Leiche, die im Pool treibt und dabei aus dem Off die Geschichte einleitet. Ursprünglich hatte Wilder einen völlig anderen Anfang gedreht, in dem der Tote in einem Leichenschauhaus liegt und ein Gespräch zwischen den Aufgebahrten beginnt. Das Testpublikum fing jedoch fürchterlich an zu lachen – nicht die erhoffte Reaktion – woraufhin die Einstiegssequenz neu überdacht und gedreht wurde. Erwähnenswert ist dabei die Kameraeinstellung, die den Leichnam von unten sozusagen aus Fischperspektive zeigt. berühmte einstellung der ersten szene Es erwies sich als besonders schwierig, diese Szene zu drehen, es gab noch keine ausreichend entwickelte Technologie für Aufnahmen unter Wasser, so wurde eine Konstruktion entwickelt, bei der ein großer Spiegel von oben abgefilmt wurde – eine bis dahin einmalige Technik.

Der Film wirkt durch das durchdachte Zusammenspiel seiner verschiedenen Komponenten und durch den Einsatz realer Schauplätze so interessant und vollkommen. Verdientermaßen bekam der Film einen Oscar für bestes Szenenbild. Die Szenen auf dem Paramount-Gelände wurden eben auch dort gedreht, sogar das Büro des Produzenten wurde verwendet, auch das Apartment von Joe Gillis liegt eben dort, wo es im Film liegt, es wurde auch dort gedreht und viele weitere Schauplätze aus dem glanzvollen Hollywood wurden genutzt. Ausschließlich das Innenleben der Villa wurde im Studio gebaut, diese Kulisse ist auch ein Augenschmaus – die Räume sind so herrlich überladen und vollgestopft mit Prunk und Luxus, dass es eine wahre Freude ist (man nehme nur das Bett der Diva – ein Traum), dabei wirkt aber auch alles etwas verstaubt und verwahrlost – eine architekturgewordene Fortsetzung des Charakters Norma Desmond.

Die Schauspieler sind auch durchweg hervorragend und wunderbar, allen voran aber die wirklich außergewöhnliche Gloria Swanson, die die Stummfilmdiva vergangener Tage durch ihre übertriebene Gestik und Mimik perfekt verkörpert. Sie schafft es, die ganze Tragik, aber auch die wirklich unheimliche, wahnsinnige Seite der Norma Desmond glaubwürdig zu vermitteln. Besonders interessant ist dabei, dass eben auch Gloria Swanson in der goldenen Ära des Stummfilms ein erfolgreicher Star des Genres war und mit dem Tonfilm ihre Karriere beendet war – sie hatte das nur besser verwunden als ihre Filmfigur – trotzdem steckt eben auch eine Menge persönlicher Gefühle in der Rolle. Ähnlich war es auch mit dem Joe Gillis Darsteller William Holden, der nach einem guten Film in die Bedeutungslosigkeit gesunken war. Und auch der Butler Erich von Stroheim war seinerzeit selbst ein erfolgreicher Regisseur, der eben auch tatsächlich die junge Gloria Swanson entdeckte – sein Film mit ihr (allerdings ein großer Misserfolg) wird auch ein einer Szene kurz gezeigt. So viele schöne Anekdoten und tolle Parallelen gibt es noch zu berichten, das würde aber wahrscheinlich diesen Rahmen sprengen.

Boulevard der Dämmerung ist jedenfalls ein wirklich spannender, lebendiger Film, von dem eine große Tragik und die Romantik des Vergangenen ausgeht. Die Geschichte ist wunderschön erzählt, die Bilder und Kompositionen können sich wirklich sehen lassen und der Film ist an vielen Stellen eben auch dadurch wirklich unheimlich, nahe am Horror, aber auch voller Dramatik, Liebe und Skurrilität. Besonders gelungen ist auch das Ende, das mich wirklich gegruselt und bewegt hat (Gänsehaut)! Unbedingt anschauen!

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Kuya

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Bewertung9.0Herausragend

Leute.. wo ist Max abgeblieben? Also den MP-User mein ich jetzt.

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Kuya

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Ohh, dann wirds wohl bald Norma Desmond sein!


Le Samourai

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Hoffentlich! :)


Vincent_Vega

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das Jahr 1950. Film Noir. Schatten. Schwarz/Weiß. Ein alternder ehemals erfolgreicher Stummfilmstar. Überwältigend gespielt von Gloria Swanson. Dieser irre Blick. Dem Wahnsinn verfallen. Gefangene Menschen, ob arm, ob reich. Geldmangel und goldener Käfig. Gefangen in Ruhm, Liebe, Geld, Abhängigkeit und Beruf(ung). Alptraum Hollywood. Sunset Boulevard. Einer der Filme, die einen noch lange nach der Sichtung beschäftigen werden.

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AlexanderDeLarge

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Bewertung7.5Sehenswert

Stars sind zeitlos... oder nicht?

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Mr. Pink

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Bewertung9.0Herausragend

I'll wait here
You're crazy
Those vicious streets are filled with strays
You should've never gone to Hollywood

"Ursprünglich hatte Billy Wilder eine andere Eingangssequenz für den Film vorgesehen, und diese auch komplett gedreht. Der Held des Filmes Joe Gillis wird in das Leichenschauhaus von Los Angeles gebracht, er ist soeben erschossen worden. Die dort aufgebahrten Toten beginnen sich zu unterhalten wie sie ums Leben gekommen sind. So erzählt auch Joe Gillis seine Geschichte. Die eigentliche Handlung des Films beginnt.

Wilder erzählte oft, warum er das dann ändern musste: In einer ersten Preview, in der der fertige Film vor einem Testpublikum vorgeführt wurde, begannen die Zuschauer zu lachen, als man mit einem Bändchen ein kleines Schild an Gillis Füße knotet. Die Zuschauer stellten sich einfach vor, wie das kitzeln müsse. Von da an wurde die ganze Eingangssequenz hindurch gelacht. Damit war der, von Wilder geplante, dramatische Einstieg in die Geschichte jedoch geplatzt. Er ging aus dem Vorführraum und setzte sich verzweifelt auf die Treppe. Eine Zuschauerin, die nicht wusste wer er war, kam lachend heraus und fragte ihn: „Haben Sie schon jemals einen solchen Schwachsinn gesehen?“ „Nein“, antwortete Wilder, „noch nie!“" (Quelle: Wikipedia)

Und genau dieses erzählerische Mittel, Tote, die plötzlich aufstehen, herumlaufen und zu sprechen beginnen, wurde später regelmäßig in der Serie "Six Feet Under" eingesetzt. Und obwohl die Serie durchaus amüsant ist, da an vielen Stellen mit (schwarzem) Humor gearbeitet wird, sind es gerade diese Abschnitte, die überhaupt nicht lustig oder gar lächerlich wirken, sondern absolut ernsthaft, oft bedrückend und es genau die Stellen sind, die den dramatischen Aspekt der jeweiligen Folge unterstützen. Diese Anekdote über den alternativen Anfang von "Sunset Blvd." und, dass er, auch wenn die Szene schließlich ersetzt wurde, diese Idee schon 50 Jahre zuvor vorweggenommen hat, ist also ein weiterer von unzähligen Beweisen dafür, dass Billy Wilder seiner Zeit einfach weit voraus gewesen ist.

They find you
Two-time you
Say you're the best they've ever seen
You should've never trusted Hollywood

Aber natürlich funktioniert auch die letztendlich gewählte Anfangssequenz sehr gut. Sie ist zwar konventioneller, aber nicht weniger genial umgesetzt. Und schließlich hat es auch noch ganz andere Gründe, dass "Sunset Blvd." ein echtes Meisterstück ist. Der Film, dessen Glanzleistung darin besteht, zugleich anspruchsvoll und unterhaltsam zu sein, heutzutage zwei oftmals leider offenbar schwer zu vereinbarende Eigenschaften, behandelt nämlich außerdem viele Themen, die heute aktueller sind denn je.

Wilder beschäftigt sich in seiner gnadenlosen Abrechnung mit Hollywood auf äußerst zynische Art und Weise mit den unrühmlichen Schattenseiten der glänzenden Traumfabrik. Dabei geht es um die harten Mechanismen der Filmindustrie, wo Stars aufgebaut und dann rücksichtslos fallen gelassen werden, wenn es keine Verwendung mehr für sie zu geben scheint, es geht um die unabwendbare Vergänglichkeit von Ruhm, übertriebene Eitelkeit und irrsinnigen Schönheitswahn, alles Dinge, die auch, und besonders heute, in der modernen, schnelllebigen Welt immer noch von Bedeutung sind.

All das vereint Billy Wilder hier in einer Mischung aus klassischem Film noir, bissiger Satire und, auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein haben mag, Horrorfilm. Denn "Sunset Blvd." ist ein extrem düsterer, bedrückender Film, der stets eine unheimliche, gespenstische Atmosphäre erzeugt. Das verlassen wirkende, im Garten mit Unkraut bewachsene, langsam vermodernde Anwesen der alternden Diva könnte nämlich auch aus einem "Halloween"-Film stammen oder als Sommerresidenz für Alice Cooper dienen, und das ganze Szenario darin, der Kitsch, vornehmlich Bilder ihrer selbst, was ihre Egozentrik untermauert, mit denen Norma Desmond die Villa geschmückt hat, der Tod ihres besten und vermutlich einzigen Freundes (auch hier ein Bezug zur Realität und zur aktuellen Zeit, wenn man z.B. an Bubbles oder Max denkt) und der mysteriöse Butler, wirkt einfach gruselig, bizarr, fast schon surreal, und einfach sehr unwirklich.

I wrote you
And told you
You were the biggest fish out here
You should've never gone to Hollywood

Ich empfinde diesen Stil als ausgesprochen gelungen. Es gefällt mir, dass "Sunset Blvd." hier immer den richtigen Ton zwischen klassisch dramatischen Parts, sarkastischer Entlarvung Hollywoods und anspruchsvoller, schaurig schöner, aber auch lockerer Unterhaltung trifft. Die Schauspieler tragen natürlich das Ihrige zum Gelingen des Films bei. William Holden als Hauptfigur der Geschichte, der gescheiterte Drehbuchautor Joe Gillis, der eigentlich nur seinen Wagen retten will und dann ungewollt in einen Strudel aus Eifersucht, Gefahr und geheimnisvollem Wahnwitz gerät, überzeugt genau so wie Erich von Stroheim als undurchschaubarer Diener, dessen Motive bis ganz zuletzt rätselhaft bleiben. Vor allem glänzt jedoch Gloria Swanson als gefallener Stern, die gebrochene Größe des Showbiz, früher ganz oben, jetzt heruntergekommen, umnachtet und übertrieben selbstverliebt. Ihre Darstellung ist so intensiv, man könnte glatt meinen, dass sie Norma Desmond nicht bloß spielt, sondern, dass sie Norma IST. Großartig!

They take you
And make you
They look at you in disgusting ways
You should've never trusted Hollywood

Bei der Erstsichtung des Streifens vor einiger Zeit bin ich ziemlich schnell eingeschlafen. Aber natürlich nicht weil der Film langweilig, das Gegenteil ist der Fall, oder besonders gut als Mittel gegen Insomnia geeignet wäre, denn hier passt wirklich alles perfekt zusammen, sondern weil er zu einer sehr unchristlichen Zeit im Fernsehen lief. Aber glücklicherweise hat ein kluger Mann einst runde Datenscheiben erfunden und so wurde ich nun endlich von meiner Neugier über den weiteren Verlauf, des Dramas, das Joe Gillis' Leben war, erlöst. Lange Rede, kurzer Sinn, um es also auf den Punkt zu bringen, "Sunset Blvd." ist DIE ultimative Hollywood-Satire. Kritisch wird hier mit der Industrie ins Gericht gegangen und gleichzeitig eine hochspannende, fesselnde Kriminalgeschichte erzählt. Das Ganze von Billy Wilder brillant inszeniert! Ein wahres Meisterwerk, das nicht nur immer noch überzeugen kann, sondern manch modernen Werken geradezu in den Arsch tritt und zudem bis heute überhaupt nichts an Aktualität verloren hat.

"I AM big. It's the pictures that got small."

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Uli Kunkel

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Glückwunsch zum verdienten "Kommentar der Woche"!
Das Beispiel von Gillis illustriert übrigens auch schön, wie sehr wir bereit sein können, uns im Leben auf faule Kompromisse und angenehme Abhängigkeiten einzulassen. Uns aus Not, Bequemlichkeit oder Mangel an Alternativen korrumpieren zu lassen.


SKURRIL

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Sehr kreativer Kommentar! Dass du SOAD einfallsreich und passend mit Sunset Boulevard gemixed hast, zeigt einmal mehr die Zeitlosigkeit des Films!


r3sortiane

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Intro
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"Boulevard der Dämmerung" flackerte in verstaubtem und farbfreiem Gewand über meinen Fernseher und strömte mit jedem Dialog, mit jeder Figur und mit jedem Bild eine altmodische, nostalgische und ja auch antiquierte Wirkung aus. Wir sehen prunkvolle Oldtimer, taddellose Anzüge und manierliche Kleidchen, zierliche Hüte und gepflegte Frisuren. Aus dem Off erzählt uns die Hauptfigur des Films, dessen tragisches Ende zu Beginn vorweggenommen wird, seine Geschichte. Ein Drehbuchautor mit bisher einmaligem Erfolg. Schwierigkeiten, in der rasanten Filmwelt dieser Zeit wirklich Fuß zu fassen und sich finanziell über Wasser zu halten. Ein Zufall, der ihn auf ein scheinbar verlassenes Anwesen und in die beängstigende Szenerie der Bestattung eines geliebten Ersatzmenschen führt. Der Beginn einer Dreiecksbeziehung aus bedrängender Abhängigkeit, obsessiver Liebe, bedingungsloser Loyalität und wahrhaftigem Mitleid.
Wirkung und Figuren
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"Boulevard der Dämmerung", der in diesem altertümlichen Gewand daher kommt, versteht es, gleich mehrere zeitlose Konflikte zu kreieren und erzählt diese auf teils obskure, furiose und spannende, teils auch nüchterne, rationale und zynische Art und Weise. Eben diese Wirkung ist geradezu meisterhaft an den akuten Personenfoklus geknüpft. Da ist auf der einen Seite der sachliche, leicht resignierte, liberale und prosaische Joe Gillis, der an seiner einstigen beruflichen Leidenschaft schon gescheitert zu sein scheint. Und da ist auf der anderen Seite die hysterisch-histrionische, leidenschaftliche, fiebrig-reizbare und ungezügelt-stürmische Norma Desmond, die nur mittels machtvoller Verdrängungsmechanismen ihre größte Angst aus dem Bewusstsein zu verbannen weiß. Ein suspekter Diener der seiner Herrin unbedingt hörig zu sein scheint, zieht wie ein düsterer Puppenspieler im Hintergrund seine mephistophelisch wirkenden Fäden und wirkt dabei immer mehr so, als sei er gar nicht der gedankenlose, form- und steuerbare Klotz, als der er sich uns zu Beginn dargestellt hat.
Hintergrund
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Dieser schon sehr alte und berühmte Film, der sich zweifellos zu den Meisterwerken der Filmgeschichte etabliert hat, beschäftigt sich im Kern mit der künstlichen Scheinwelt des Filmgeschäfts im frühen Hollywood. Er zeigt, wie untrennbar das praktische Handwerk, die filmische Technik und die harte Arbeit des Filmgeschäfts mit dem maskierenden Glamour, der mediengesteuerten Verherrlichung und der unbewussten Steuerung des Individuums durch die mürbende Laudatio der Massen zusammenhängen können. Schon der Titel "Boulevard der Dämmerung" deutet auf das sich unausweichlich abzeichnende Ende des überbordenden medialen Erfolges hin. Wer sich allzu sehr an die äußeren Scheinwerfer dieses Boulevards gewöhnt, der wird sich, wenn diese abgeschaltet werden, schnell in völliger Dunkelheit wiederfinden und vielleicht nicht mehr wissen, welchen Weg er einschlagen muss um wieder ins Licht zu gelangen. So scheint es Norma Desmond ergangen zu sein, die von Gloria Swanson absolut grandios verkörpert und in ihren innewohnenden Konflikten porträtiert wird. Eine Gestik, die es in dieser histrionischen Ausdrucksstärke (natürlich auch aufgrund der heutigen Tendenz zur Dezenz) vielleicht niemals wieder geben wird und die ein gewaltiges emotionales Spektrum zu transportieren weiß. Auch über Diener Max und Gigolo Joe ließe sich ellenlang debattieren, worauf ich an dieser Stelle jedoch verzichten möchte.
Zeitliche Einordnung
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Schon allein an Wilders' Vertuschungen und Geheimniskrämereien bei der Entstehung des Films und der Implementierung des gewagten Drehbuchs ist zu erkennen, welche Brisanz hinter einem solchen Film zur damaligen Zeit gesteckt haben muss. Ich glaube nicht, mir da heutzutage noch ein angemessenes Bild machen zu können. Ohne seine Popularität und der damit verbundenen "blinden Autonomie", die im von den Paramount Studios eingeräumt wurde, wäre dieser Film vermutlich niemals zustande gekommen.
Kritik
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Ein Film, der mich zwar angesichts seiner Hauptdarstellerin, seiner Thematik und vielmals auch aufgrund seiner Stimmung durchaus begeisterte, der aber für mich auch gewisse subjektive Schwächen aufwies. In meinen Augen konnten die Rollen von Jeo und Betty, aber auch die schauspielerischen Leistungen der beiden Akteure William Holden und Nancy Olsen der Präsenz von Gloria Swanson (Norma) und Erich von Stroheim (Diener Max) in ihren beiden Rollen nicht ganz standhalten. Insbesondere Betty, die in der Dramaturgie einen Gegenpart und Kontrast zu Norma Desmond darstellen sollte, verbleibt für mich ein wenig flach und pathetisch. Ihre Oskarnominierung für die Rolle indes zeigt, dass dies möglicherweise auch ein zeitlich verzerrter Eindruck ist. Auf mich wirkten all jene Szenen, in denen Swanson und Stroheim nicht zugegen waren, ungleich trivialer, langwieriger und seicht. Immer dann, wenn es für Joe zurück in den ungeliebten goldenen Käfig ging, nahm der Film für mich wieder an Fahrt auf.
Fazit
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Sich auf einen goldenen alten Schinken einrichten, zurücklehnen und selber ein Bild machen!

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Silv1

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Bewertung9.0Herausragend

Grossartiger Billy Wilder Film über die Vergänglichkeit von Ruhm und Erfolg. Gloria Swanson als Norma Desmond ist schlichtweg atemberaubend. Aber auch William Holden und Erich von Strohheim sind toll in ihren Rollen. Ein Film aus längst vergangenen Tagen, jedoch immer noch hochbrisant. Bitter,ironisch,bissig: Ein Meisterwerk.

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Hooded Justice

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Ich bin fertig für die Großaufnahme.“
Der Fall eines Stars. Das Ende des Erfolgs. Der Zerfall eines Lebensgefühls. Die Tragödie einer Schauspielerin. Doch „Hollywood ist böse“ bildet meinem Empfinden nach eher die Grundbasis. Billy Wilder erschafft mit Sicherheit einen tiefen Einblick in die Vergänglichkeit und Unberechenbarkeit des monetären Hollywoodgeschäfts, viel mehr aber einen solchen in die Seele eines gefallenen Stars. Wir erleben es mit Norma Desmond, einst so hoch, nun so tief. Eine Diva, von der Welt vergessen. Ihre letzte Hoffnung ist der Wunsch nach einem Comeback, die Wiederkehr von vergangenen Zeiten, was schließlich in Verzweiflung sein schmerzliches Ende findet, einem suizidalen Dasein, zurückgezogen in pompös ausgestatteten Räumen, welche nichts anderes als einen rêve passé und die letzten Erinnerungen vom damaligen Ruhm bedeuten. Ihr Sturz lässt sie leiden. Sie erlebt es im Film. Wir erleben es täglich. Ein Leiden, vor dem ein jeder von uns Angst hat; der Verlust einer Existenz, einer Berufung oder einer Daseinsart, die dem Leben Leben schenken. ‚Boulevard der Dämmerung‘ ist ein Alptraum eines Traums, der ferner blendet und inszenatorisch entgeistert zurücklässt. Der beste Film noir aller Zeiten und einer der Filmwerke, die mich bis aufs Äußerste immer wieder alleine im Regen zurücklassen.
„Wie nett die Menschen doch mit einem umgehen, wenn man tot ist.“

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Looki

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

gerade gestern zum ersten mal gesehen und es wird nicht das letzte mal gewesen sein. mal davon abgesehen das ich sowieso ein fan bin von dem glamour des los angeles in den 30-50er jahren, konnte der film so ziemlich all meine erwartungen decken. billy wilder wird mir film für film symphatischer und verdammt nochmal GLORIA SWANSON warum habe ich noch nie etwas von dieser frau gehört wo sie mir doch so wunderschön angst einjagen kann und spielt wie ein engel!! ich hätte dem film wohl eine 8 gegeben wenn ich mir danach nicht noch das making of angesehen hätte. einfach witzig wie hier bei dem film alles zusammenspielt. gloria swanson war wirklich ein star den schon alle vergessen haben und hatte mit diesem film sozusagen ihr "comeback", ihr butler "max" ist in wirklichkeit der regisseur des films der ihre damalige Karriere ruiniert hat und genau dieser film wird in "sunset boulevard" auch gezeigt, mit ihrer verrückten und gruseligen mimik und gestik erhebt sie sich vor der leinwand umhüllt von zigarettenrauch - eine wunderbare szene und mit dieser hintergrundinfo sogar noch gruseliger. ein damals berühmter regisseur übernimmt hier auch noch eine gastrolle, "DeMille". er spielt sich selbst und zwar in einer szene wo er gerade einen film dreht (wirklich dreht). mehr realitätsnähe in einem "hollywoodfilm" geht nun wirklich nicht mehr. verständlich das er von vielen hollywood-mogulen zerrissen wurde. einen punkt muss ich trotzdem abziehen da mit der anfangssequenz im endeffekt das ende verraten wird, ich konnte es mir auf jedenfall sofort zusammenreimen. ich halte ihn aber dennoch für ein wahres meisterwerk, wenn mir irgendwer noch nen film mit gloria empfehlen kann, ich habe sie soeben in mein herz geschlossen!

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Sigrun

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Bewertung10.0Herausragend

Wer SUNSET BOULEVARD versteht, versteht auch David Lynch. Ist mir heute eingefallen.

Legendär der Spruch von Joe Gillis: You don't yell at a sleepwalker.

Und hier noch ein schöner Link, zu einer der besten SUNSET BLVD-Kritiken, die ich je gelesen habe: http://kinotagebuch.blogspot.de/2011/10/sunset-blvd.html

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Andy Dufresne

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:) <---da isser wieder! ;)


Sigrun

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@ Max & Andy: Juhu, freut mich sehr :)


Markbln

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Bewertung9.0Herausragend

Gloria "we had faces" Swanson ist so richtig gestört. Diese irren Diven gibts heute nicht mehr. So peinliche Versuche, wie dürre Gräten bei der Oscarverkleihung rausstrecken wären Swanson niemals unterlaufen. Sie hatte nämlich nicht nur ein Gesicht, sondern auch richtige Attitude und eine Aura. Also das, was heute 90% der Hollywoodactricen fehlt. In "Sunset Boulevard" spielt sie sich selbst und allein, wie sie die Treppe runterkommt ist ein Grund zu leben. Das mag vielleicht genauso gestört wirken wie Swansons Gesichstausdruck. Aber wenn das kein Kino ist, was dann?

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Daymare

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film über Eitelkeit, Selbsttäuschung und die Macht der Verzweiflung! Großartig geschrieben und grandios gespielt, allen voran Gloria Swanson in der Rolle der Norma Desmond!

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hollygolightly1

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Bewertung10.0Herausragend

[Spoiler enthalten!]

"I am big! It's the pictures that got small."

So, nun habe auch ich endlich diesen Klassiker gesehen. Wurde auch langsam Zeit bei der Vorhersage. Von Billy Wilder würde ich sowieso nie etwas Schlechtes erwarten. Er gehört zu den besten Regisseuren, die es je gab. "Sunset Boulevard" ist der achte Wilder Film, den ich bisher gesehen habe und einer seiner besten, wenn nicht, sogar DER beste. Wobei.. als reine Komödie würde ich doch eher "Some like it hot" oder "The Apartment" bevorzugen. Denn schließlich portraitiert "Sunset Boulevard" die dunkle Seite Hollywoods, wenn auch nicht ohne Wilders schwarzen Humor und die düstere Groteske. Wie praktisch, dass es draußen regnete und dunkel war, als ich den Film sah.

Billy Wilders Satire aus 1950 handelt nicht von der sonnigen Seite Hollywoods, sondern den Tücken der Traumfabrik. Der Film schildert, wie Berühmtheiten als Unterhaltungsmaschinen angesehen werden und nicht nur Ruhm und Reichtum erlangen, sondern dabei auch kaputt gehen können.
In dem Film wird dieses Thema anhand eines als Muster dienenden alternenden Stars, Norma Desmond (Gloria Swanson), behandelt, welche längst am Ende ihrer Karriere angelangt ist. Von der Außenwelt isoliert lebt sie in ihrer alten Villa, wo ihr lediglich der Butler, Entdecker und Ex-Ehemann Max von Mayerling (Erich von Stroheim) Gesellschaft leistet.
Der andere Charakter, Joe Gillis (William Holden), hat eine ebenso starke Persönlichkeit wie die oben genannte Diva. Gillis ist ein erfolgloser und unbekannter Drehbuchautor, der auf die Dame angewiesen ist und das von ihr verfasste Drehbuch für ihr Comeback ('Return'!) bearbeiten soll.

Gloria Swanson und William Holden spielen die Hauptrollen hervorragend und dürften für ihre Darstellung, zumindest bei einem kleinen Publikum, weiterhin Bekanntheit genießen. Gerade Swanson verkörpert die Stummfilmdiva Norma Desmond durch ihr Overacting, das keineswegs unangemessen erscheint, vielmehr grandios ist, auf effektive Weise. Sie ist verzweifelt, wird wahnsinnig und ist kaum zu ertragen. Dennoch ruft die Szene am Ende irgendwo doch Mitleid hervor.
Als Film noir bietet "Sunset Boulevard" viele starke Schwarzweißbilder, deren Wirkung durch vielseitiges Licht-und Schattenspiel unterstützt wird. Genauso wird die Atmosphäre von dem Wetter bestärkt. Mithilfe der vorbildlichen Kameraarbeit, die sich schon im Vorspann bemerkbar macht, wird oft versucht, die Neugierde des Zuschauers zu wecken, wie etwa in der Szene, in der Norma Desmond zum ersten Mal erscheint. Außerdem ist die subjektive Erzählweise aus der Sicht von Gillis besonders interessant, da dieser die Geschichte post mortem erzählt.
Unvergesslich dürfte auch der einzigartige Score sein, welcher der Spannung und Dramatik dient. Aber Billy Wilder würde nicht Billy Wilder heißen, wenn er in diesem Film neben der Tragik nicht Gebrauch von Komik machen würde. Nicht nur die Dialoge geben Wilders zynischen Humor und Sarkasmus wieder, sondern auch die Verhaltensweisen der Charakter. Man denke etwa an die Leiche des Schimpansen, die beerdigt werden soll. Ironischerweise liegt auch Gillis zu Beginn wie am Ende im Pool - tot.

Was den Titel von "Sunset Boulevard" betrifft, fällt sofort auf, dass er selbst ironisch ist, da ihm zwei Bedeutungen zukommen. 10086 Sunset Boulevard ist nicht nur Normas Adresse, sondern auch als lange Straße in Hollywood symbolisch zu verstehen. Schon der Name SUNSET spielt auf das Ende ihrer Karriere an, da er im übertragenen Sinne auch mit "Endphase" übersetzt werden kann. Das Ende würde diese Annahme sogar bestätigen, denn tatsächlich geht Norma die Treppen herunter, als alle Kameras der Reporter auf sie gerichtet sind und sie sich wie in einer ihrer Rollen fühlt, ihren letzten (?) Auftritt hat.

"All right, Mr. DeMille, I'm ready for my close-up."

Zieht man aus all dem eine Schlussfolgerung, so lässt sich sagen, dass "Sunset Boulevard" einer der wichtigsten Filme ist, die hinter die Fassade des glamourösen und schönen Hollywood blicken. Billy Wilder schafft einen Kontrast zu anderen Filmen, die diese Seite der Traumfabrik verschleiern und nicht beachten. Und trotzdem ist der kritische Film dank seines Humors gleichermaßen unterhaltsam.

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Coach T

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Man man man, den will ich mittlerweile unbedingt sehen!


phoenix409

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Keineswegs der erste, aber immer noch mein liebster ;)


fkfilmkritik

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Bewertung9.0Herausragend

Hollywood ist es: Das Ziel. Das Ziel dort: Ruhm. Der Ruhm, wie er auf einen zukommt und man ihn in jeder Sekunde geniest und in sich aufsaugt. Es ist der Thron, aber nicht Thron auf dem man sich ewig niederlassen kann und will, nein, man will das ganze öfter und immer wieder bekommen und landet jedoch schneller in Vergessenheit, als man die Hand zum zurückwinken erhoben hat. Aber mal davon abgesehen: "Sunset Boulevard" ist nicht bloß ein Film über Aufstieg und Fall. Es ist eine komplexe Satire, die es in gerade mal weniger als zwei Stunden schafft uns Hollywood und das Leben in aller Schön- und Hässlichkeit nahe zu bringen. "Sunset Boulevard" ist ehrlich, kritisch, selbstkritisch, boshaft, künstlerisch, pointiert, tragisch, ernst, komisch und einfach so ein komplexes, genial strukturiertes, perfekt-unaufdringlich inszeniertes in den Bann ziehendes und niederdrückendes, unfassbares Meisterwerk. Kino über das Kino, ohne Überheblichkeit oder naives Hommage. Ein wichtiger, mit Spannung zu diskutierender Film.

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Spielberg_Fan

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Bewertung9.0Herausragend

Dass in der unvergleichlichen goldenen Hollywood-Ära viele große Meisterwerke entstanden sind, bleibt ohne Zweifel. Eines dieser bedeuteten Meisterwerke hört auf den Titel „Sunset Blvd.“, inszeniert von einem der größten Regisseure Hollywoods. Sein Name lautet Billy Wilder.

Mit „Sunset Blvd.“ beleuchtet Wilder mit viel Fingerspitzengefühl die Schattenseiten der Traumfabrik und verpackt in dieser ganzen Thematik eine tolle Geschichte, die auf der einen Seite sehr ruhig erzählt wird, aber auf der anderen Seite ebenso spannend und teilweise fast schon unheimlich in Szene gesetzt ist. Besonders Lob gilt hier den unglaublich tollen Darstellern. Besonders elektrisierend ist Gloria Swanson in der Rolle der vergessenen Stummfilm-Diva. Ihre Darbietung kann man nur als genial bezeichnen. Aber auch William Holden und Erich von Stroheim
sind hervorzuheben, denn beide liefern hier auch eine großartige Leistung ab. Filmisch erlebt man auch eine Wucht. Schon die legendäre Einstellung mit der Leiche im Pool zu Beginn des Films ist Gänsehaut pur. Und diese Gänsehaut nimmt auch während des gesamten Films nicht ab. Bis zu seinem unausweichlichem Ende zieht „Sunset Blvd“ seine Zuschauer in den Bann.

Ein Meisterwerk aus einer längst vergangenen Kino-Ära.
Faszinierend!!!

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John Alexander Bell

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wer David Lynch liebt, wird diesen Film hier auch mögen. Man fühlt sich erinnert an beklemmende Momente aus Blue Velvet, das Hollywood Film-Flair aus Mulholland Drive und den Wahnsinn aus Twin Peaks. Der Blick von Gloria Swanson ist der Hammer. :)
Laut Moviepilot meine Empfehlung #1. Obwohl ich nicht auf alte Filme stehe, gefällt er mir sehr gut!

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Punsha

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Bewertung9.0Herausragend

"The stars are ageless, aren't they?"
Billy Wilders alptraumhafte Darstellung Hollywoods lässt sich wohl am ehesten mit der Wirkung einer Droge vergleichen: Du hast so viel Gutes von diesem Ort gehört, ziehst dahin, versuchst dein Glück. Es funktioniert, du fühlst dich wohl und schwebst auf Wolke 7. Doch die Jahre vergehen und das Umfeld hat dich in seinem Bann und gaukelt dir vor etwas Besonderes zu sein, etwas Einzigartiges. Aber schon bald wirst du älter. Du entsprichst nicht mehr dem Schönheitsideal, das die Masse schuf. Niemand interessiert sich mehr für dich, und binnen kurzer Zeit ist Hollywood dich los. Aber bis du auch fähig loszulassen?
Mit einem goldenen Händchen für eine gelungene Inszenierung und sorgfältiger Auseinandersetzung mit der Psyche eines gefallenen Stars schuf Wilder ein aufgrund seiner immer noch bedeutenden Thematik zeitloses Meisterwerk, das heute noch begeistert. Seit CITIZEN KANE weiß man schon, dass Geld allein nicht glücklich macht, aber SUNSET BOULEVARD frisst sich tiefer in die Materie und baut um die Protagonistin ein Traumkonstrukt auf, welches ihr die Illusion nie endender Berühmheit und Schönheit gibt, und obwohl sie immer wieder von der Realität eingeholt wird, klammert sie sich verzweifelt daran fest. Das ist eine traurige Faszination, düster und packend erzählt. Grandioser Film!

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