Die letzte Kriegerin

Once Were Warriors (1994), NZ Laufzeit 103 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 14.09.1995


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6.9
Kritiker
9 Bewertungen
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7.4
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425 Bewertungen
30 Kommentare
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von Lee Tamahori, mit Mere Boynton und Shannon Walker Williams

Mit ihren fünf Kindern leben Jake und Beth, Abkömmlinge vom Stamm der Maori, in einem tristen Vorort einer neuseeländischen Großstadt. Jake verbringt seine Zeit zumeist im Pub, wo er seine Männlichkeit gerne mit Fäusten unter Beweis stellt, und auch zuhause regiert er gerne mit eiserner Hand. Beth gibt sich alle Mühe die Familie zusammenzuhalten – was ihr allerdings nicht gelingen will. Sie versucht ihren Mann mit allen Mitteln von seinen brutalen Saufkumpanen fernzuhalten, aber eine Tages geschieht eine folgenschwere Katastrophe. Doch das traumatische Ereignis setzt bei Beth endlich einen Prozess des Umdenkens in Gang. Die Gewalt, die von Jake und seiner Welt ausgeht, will sie nicht länger hinnehmen.

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Kommentare (25) — Film: Die letzte Kriegerin


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Black_Sheep_Kills

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Absoluter Geheimtipp!!! Nur wenige kennen diesen Film oder lassen ihn unbeachtet in der Videothek etc stehen.

Hab ihn vor Jahren mal durch Zufall spät Nachts auf irgendeinem öffentlich rechtlichem Sender geschaut und war überwältigt.

Ein tolles Drama, das einen emotional mitreißt und fesselt!!! Ansonsten gibt es schöne Bilder Neuseelands und einige Einblicke in die Welt der Maori. Das alles grenzt (in meinen Augen) teilweise schon leicht an eine Dokumentation, wenn auch nicht gewollt.

Der Streifen wurde schon ein paar mal geschaut und WIRD auch noch einige male angeschaut werden!

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Spike1990

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Irre guter Film. In den vergangenen Wochen habe ich zwei überschwängliche Bewertungen auf moviepilot gelesen, welche mich neugierig machten.

Beth und ihre Familie haben Māori-Wurzeln und leben am Rande der Gesellschaft. Ihr jähzorniger Ehemann Jake ist alkoholkrank und arbeitslos. Beth und ihre Kinder leiden sehr unter den Wutausbrüchen von Jake und oft erhebt er auch die Hand gegen seine eigene Frau. Als Zuschauer ist es nur schwer zu begreifen, warum sich Beth nicht zur Wehr setzt und sich Jake immer wieder unterwirft. Für mich als Zuschauer waren die Demütigen und Verletzungen die Beth erdulden musste nur schwer zu ertragen. Doch die Māori waren ehrbare Krieger und nach einem schrecklichen Ereignis entdeckt auch Beth endlich die Kriegerin in sich...Fazit: Dieser Film geht nicht spurlos an einem vorbei.

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brucelee76

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hallo zusammen,

booooooooaaaaaahhhhhhhh, Leute das ist KINO :). Dieser Film hat so viel Power und Ohnmacht zu bieten wie kaum ein anderer Film. Eine Filmjuwel vom anderen Ende der Welt.
Eine Maori-Krieger-Großfamilie aus Neu-Seeland kommt irgendwie nicht zurecht in unserer verkackten neuen Zivilisation ... !

Weiter unten zu lesen, ein sehr schöner Kommentar von MP-Legende Andy Dufresne :) ...

Mein Fazit: Ein Dynamit von Film so pur, ungeschönt und echt. Ich verneige mich, vor so viel strotzender Filmkraft :) ...

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Stupid_Motherfucker

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Ohne Scheiß?? Hm, muss ich mal vormerken


brucelee76

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unbedingt :) ...


freakualizer

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Bewertung9.0Herausragend

Meine Erstsichtung ergab neun Punkte, aber bei "Once Were Warriors" werde ich wohl immer wieder hängen bleiben. Damit ist er dicker Anwärter für die vollen 10 Punkte!

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Andy Dufresne

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Bewertung10.0Herausragend

Once Were Warriors.

Einst waren wir Natur.
Einst waren wir mit der Natur.
Einst waren wir, was wir sein sollten, was wir WIRKLICH sind.
Damals lebten wir von der Natur, mit der Natur, IN der Natur.
Damals waren wir Natur.
Stolz waren wir einst.
Verheißen war uns ein immergrünes Land, verheißen war uns das Paradies.
Geblieben davon ist uns nur die Erinnerung.

Nichts ist mehr davon über.
Die Welt ist nun Ghetto, armseliges Reservat.
Schrottkarren, Graffiti und Müll umgibt uns nun.
Eine kleine Feuerstelle unter einer abgewrackten Autobahnbrücke.

Alles wurde vergessen.
Nur in in unseren Träumen, in unserer Sehnsucht, sind wir es noch immer.
Sind wir immer noch Krieger.

Heute fahren wir durch UNSER Land.
Welches aber nicht mehr unser Land ist.
Es ist ein fremdes Land, unter fremden Regeln.
Es ist ein Land, das einst unser Land gewesen ist.
Heute nicht mehr.
Heute reagieren wir mit Gewalt.
Mit Ablehnung.
Mit Hass.
Mit Verzweiflung.

Und dennoch sind wir immer noch hier.
Immer noch da.
Wie Geister, wie Zombies.
Wie Sklaven.

So (drückend!) schwer dieser Film auch ist, so fließend, so „anschaubar“ ist er auch.
„Die letzte Kriegerin“ entfaltet sich, so niederschmetternd das Thema auch ist, so sogwirkend und auf ambivalente Weise (überraschend) leicht, so einfach wirkt er, geschieht er auch.

Und es ist ein Film, bei dem man versucht ist (ich habe es mehrmals getan) Szenen direkt zu wiederholen, Szenen sofort noch einmal anschauen zu müssen.
Weil sie so direkt sind, weil sie manchmal so (zu) schön und (viel zu)traurig sind, weil sie oft mehr als grenzwertig hart sind, weil sie immer so unglaublich stark und unmittelbar wirken.
Bestes Beispiel ist die Szene in der die Familie im Auto fährt und singt.
Hört sich jetzt nicht nach sooo viel an, aber diese Szene strotzt geradezu vor Gefühl und Echtheit.
Diese Szene hat eine unbeschreibliche Kraft, eine fast magische Kraft!
Da ist der Stolz ganz da, da ist die Unabhängigkeit VOLL da, da ist Zusammenhalt, da ist: Uns kann Keiner was!
Wir SIND wer wir waren!
Da ist wahrlich Freiheit, wenigstens einen kurzen Moment lang.

Liebe, Missbrauch, Ehre, Stolz, Stärke, Schwäche, Verantwortung, Erinnerung sowie Vergessen (wollen), so viel ist hier drin.
Überladen? Nein!
Aber bitter, gottverdammt bitter ist dieser Film.
Bockelhart, konsequent das es wehtut, wirklich, wirklich wehtut.

Ohne echte Chance, ohne echte Chance sie Alle.
Abgehängt, abgehängt ohne Chance.

Denn wenn du den Baum endlich fällen willst, mit aller Kraft, mit allem was du hast, wird dir klar das er nicht zu fällen ist.
Dein Beil ist lange schon abhanden gekommen, verdammt lange schon.
Es gibt kein Beil, es gibt keinen Ausweg.

Ein Film, den man einmal sieht.
Einmal sehen MUSS.
Und dann nie wieder.
Einmal sollte man diesen Film aber unbedingt gesehen haben.
Einmal muss man diese Menschen, die einst Krieger waren, unbedingt begleiten.

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Andy Dufresne

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@thoen: Man wird sehen.
@bruce:Dankeschön :) Echt und ungeschönt, absolut!
@Alienator: Ganz genau.


Andy Dufresne

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@Hartigan: ;) War eeeeeeeendlich Zeit :)
Und unterbrich mal schnell Deine Abstinenz, Du wirst hier dringend gebraucht!


Jaime_Ginstik

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bamm! In your face!
Ok, sorry Jerry! Sind die gleichen Worte. Aber es trifft's einfach auf den Punkt.
Habe das Biest tatsächlich damals im Kino gesehen. War nicht meine Schuld. Eher so'n intellektuellen Ding und ich musste mit. Hatte keine Ahnung was mich erwartet und ... ja, siehe oben. Filme, wo beim Verlassen des Kinos Funkstille herrscht, sind rar gesät. Dies ist einer davon.

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Realizator

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Bewertung7.5Sehenswert

Schön zu sehen wie man mit einem theoretisch schon durchkautem Thema, einen einzigartigen Film drehen kann.

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SLUMERICAN

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Bewertung9.5Herausragend

In letzter Zeit haben mich nur wenige Filme so mitgerissen, so einen intensiv, so furchtbar bedrückend. An diesem Film hat mir von Anfang an alles gefallen und ich meine es erst wenn ich sage dass die Schauspielerische Leistung von nahezu allen in diesem Film oscarreif ist.
Dieser Film genießt viel zu wenig Beachtung leider!

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brucelee76

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Genau so sehe ich es auch :).


pischti

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Bewertung7.0Sehenswert

Vier Bewertungen aus der Buddy-Liste für diesen Film, 3 mal eine 10 mit Herz, soviel zur "Setz ich auf jeden Fall auf meine vorgemerkt Liste" Vorgeschichte ^^ Ich war positiv überrascht, was da aus einem Land, das filmtechnisch nicht in aller Munde ist, so kommen kann. Dieses neuseeländische Drama hat eine gaaaanz große Stärke, denn die dargebotenen schauspielerischen Leistungen sind wirklich fantastisch und geben dem Geschehen eine erschreckende Echtheit. Die Geschichte über eine Maori-Familie, in der vor allem häusliche Gewalt herrscht besitzt immer eine gewisse Grundspannung und läuft auf ein tragisches Ereignis hinaus. Hier gibt es zum Glück keinen unpassenden Mainstream Kitsch, sondern lediglich eine kleine Genugtuung am Ende. Visuell fängt man hier vor allem sehr einprägsam die "etwas" abgewrackte Bude ein, die der Hauptort des Geschehens ist und als Kulisse irgendwie eine beklemmende Wirkung entfaltet. Ein Film über familieninterne Gewalt, Mut, Zusammenhalt und die Suche nach einem besseren Leben. Sehenswert!

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Alienator

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Okay,dann ist alles schick wenn man diesbezüglich Vergleiche zieht. ;-)


pischti

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Wenn ich z.B. zum Vergleich "Die Jagd" nehme, ein Film, der mich völlig starr dasitzen ließ, der mir völlig nah ging, dem gabe ich eine 9, weil eine 10 für mich wirklich das aller aller allerbeste ist :) Ab 6 gefallen mir Filme wirklich ganz gut, ne 7 ist schon gehobener, ne 8 is dann schon super, ne 9 muss in mir irgendwas auslösen, bzw. mich so erreichen, dass ich nach dem Film noch völlig erfasst bin, ne 10 siehe oben :)
Das Schauspiel bei "Die letzte Kriegerin" ist klasse, der ganze Hintergrund, bzw. das was der Film bezwecken will auch, aber nach Sichtung habe ich nicht mehr sehr viel drüber nachgedacht, es fehlte mir, dass er mich völlig ergriffen hat.


melman01

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Bewertung9.5Herausragend

Hart. Brutal, doch unglaublich schön. Whats the time Mr. Wolf bleibt ewig in Erinnerung. Ich mag sonst keine Dramen, aber dieser Film ist einer meiner wichtigsten. Den vergisst man auch nach vielen Jahren nicht.

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brucelee76

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Ein überragender Film. So echt und mitfühlend!


Jenny von T

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Bezeichnung "Ungeschminktes Sozialdrama" erscheint für Lee Tamahoris Leinwandadaption des gleichnamigen Romans ONCE WERE WARRIORS beinahe noch zu glatt, denn das Gesicht der hier geschilderten Lebensumstände einer Māori-Familie später Generation ist nicht einfach nur ungeschminkt, sondern zu großen Teilen so abscheulich, dass man kaum hinsehen mag. Wuchtig, rau, ohne Kompromisse bebildert der Regisseur die hässliche Fratze der Gewalt und begibt sich auf die Suche nach einer Gegenkraft, die ihr Einhalt gebieten kann.
Ehemann und fünffacher Vater Jake Heke explodiert dabei kontinuierlich als wütende, unbändige Urkraft, die alles zerschlägt und zerstört, was sich ihr in den Weg stellt. Er ist arbeitslos, treibt sich den ganzen Tag in Bars herum und bringt seine Saufkumpanen abends auch noch mit nach Hause – sehr zum Missfallen seiner Frau Beth, die immer wieder versucht, das Leben ihrer Familie in geordnete Bahnen zu lenken, jedoch ein ums andere Mal von Jack in den Strudel aus Partys und Alkohol mit hinab gezogen wird. Nach wie vor fühlt sie sich verwurzelt in den Traditionen und Wertvorstellungen ihres Māori-Stammes, doch diese praktisch und im Kollektiv zu leben erweist sich als unmöglich, denn Jack existiert bloß - als tickende Zeitbombe, fernab von Güte, aufrichtiger Liebe und überhaupt jeder Form von Einfühlungsvermögen. Ob er maßlose Gewalt ausübt, um seine Familie zu erniedrigen oder deren Ehre zu verteidigen, spielt für ihn praktisch keine Rolle; er kennt nur einen Weg der Konfliktlösung. Als Leidtragende dieser permanenten Situation erweisen sich nicht zuletzt die Kinder, welche allesamt auf ihre eigene Weise aus dem disharmonischen Umfeld ausbrechen: Der älteste Sohn Nig sucht Anerkennung im Kreis einer dubiosen Gang als Ersatzfamilie, sein jüngerer Brüder Mark gerät auf die schiefe Bahn, um schließlich im Erziehungsheim zu landen und Grace, die älteste Tochter und sensibelste der Heke-Nachkommen, findet in den schlimmsten Stunden Trost bei einem obdachlosen Freund, der sich zwischen einem Autowrack einquartiert hat.
Manchmal gewährt ONCE WERE WARRIORS winzige Augenblicke der Hoffnung, z.B., wenn alle sich zusammenreißen, um gemeinsam Mark in der Jugendanstalt zu besuchen – doch auch dieser Trip erfährt seine Endstation in der nächsten Kneipe, wo Jake natürlich sogleich absackt. Dies sind Ausschnitte, in denen man als Zuschauer für Sekundenbruchteile nicht so recht weiß, ob man lachen oder weinen soll, doch das In-Aussicht-Stellen von Harmonie entpuppt sich stets als gefährliche Einbahnstraße. Die Gesamtlage spitzt sich dramatisch zu und so ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis dieser nicht enden wollende Zirkel aus Zwang und Unterdrückung in den eigenen vier Wänden sprichwörtlich jemanden erdrückt und sich ein großes Opfer nimmt – seitens Beth dann indes endlich den lange überfälligen Anstoß zum Handeln ausführt.
ONCE WERE WARRIORS gewährt hierbei Einblicke in die ethno-kulturelle Geschichte Neuseelands, macht sein Verständnis aber nicht von umfassender Bildung abhängig – ganz im Gegenteil ist sein Sujet ein universelles, zeitloses und daneben hochkomplexes. Oft fällt die Frage, warum Frauen wie Beth es nicht oder erst viel zu spät schaffen, von ihrem gewalttätigen Ehemann loszukommen, doch in der Realität spielen Faktoren wie (berechtigte) Angst oder wider aller Vernunft fortbestehende Bindungen eine enorme Rolle. Jene (selbst-)zerstörerischen Hürden und Verstrickungen markiert der Film eindringlich, ohne seine Protagonistin für deren anfängliche Inkonsequenz und Wankelmut zu verurteilen. Vielmehr besteht kein Zweifel daran, dass nur ihr Mitgefühl sie auch zur Heldin machen kann.
Es geht auch darum, in größter Not zu innerer Stehkraft zurückzufinden und durch Rückschläge zu reifen, worauf vermutlich auch der etwas martialisch ausgefallene Titel anspielt – doch wer würde nach diesen 99 Minuten ernsthaft bezweifeln, dass Beth eine wahre Kriegerin ist? 99 Minuten, die einem Horrortrip gleichen, weil sie fassungslos und wütend machen. Doch ein wirklich guter Film belohnt im selben Maße, wie er abverlangt: Hier ist es die (im Kino wie im wahren Leben) nicht immer selbstverständliche und daher umso wichtigere Erkenntnis um den Unterschied zwischen Gewalt und Stärke.

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Hartigan85

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@Jenny: "House of Sand and Fog" kann ich dir noch sehr empfehlen! Ebenfalls ein stark gespieltes Drama, das einen ziemlich fertig macht. Falls du den Film noch nicht kennen solltest...


Jenny von T

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Nein, kenne ich noch nicht. Danke, wird notiert!


Alienator

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schonungslos, Realitätsnah, Grandios!

Ein kurzer Einblick in das Leben einer, von ihren Wurzeln abgekommenden Familie die versucht aus ihren sozialem Moloch zu entfliehen. Dabei vergessen sie zwar nicht ihre kulturelle Abstammung,aber sie gehen an der Instabilität ihrer Durchführung seelisch zu Grunde. Negative Auswege sind dann vorprogrammiert: Diebstahl, innerfamiliäre Probleme, Verwegaltigung, Gewalt. Kurze Szenen des Glücks werden von der (verbalen) Brutalität zunichte gemacht. Trostlos ist das Wort, das alles beschreibt, aber es gibt Hoffnung.
Dadurch erreicht der Film einen Realitätsstandard den er auch nicht loswerden will. Tamahori zeigt 3 Themen:1. die Problematik der sozialen Unterschicht, 2. die Rückbesinnung auf Rituale und Kultur und 3. zeigt er den Weg einer starken Frau die ihren Weg sucht und geht.
Der Film kontrastiert die kalte, tote Stadt und die Schönheit der Natur (und zeigt damit auch die innere Zerissenheit der Familie). Er verschönt nichts und das gibt den Film dieses Faszienierende! Ein Muss.

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Hartigan85

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zu diesem Film hatte ich auch schon mal einen Kommentar geschrieben, kurz nachdem ich mich hier bei MP angemeldet habe. Schreibe jetzt mal einen neuen, weil ich der Meinung bin, dass dieser Ausnahmefilm viel mehr Bekanntheit verdient. Dieser 1994 entstandene neuseeländische Film ist ein echtes Juwel. Es war der erste und auch mit Abstand beste Film von Lee Tamahori, welcher danach unerklärlicherweise nie wieder dieses Level erreichte. Der Mann hat unter anderem den vielleicht schwächsten Bond-Film zu verantworten. Echt schade, wenn man sich sein mehr als gelungenes Debüt anschaut. So was nennt man dann wohl ein klassisches One Hit Wonder. „Die letzte Kriegerin“, oder „Once Were Warriors“, wie der Originaltitel des Filmes lautet, ist ein wuchtiges Drama, welches einen am Ende fassungslos zurücklässt. Ein schwer zu verdauender Film über eine kaputte Großfamilie, deren Oberhaupt ein brutaler, versoffener Schläger ist. Dieser wird absolut großartig von Temuera Morrison verkörpert. Nie zuvor und danach habe ich cholerische Gewaltausbrüche intensiver und realistischer dargestellt in Filmen gesehen. Mit dem möchte ich nicht unbedingt in eine Kneipenschlägerei geraten… Seine Frau, welche nicht weniger brillant von Rena Owen gespielt wird, versucht sich von ihm zu lösen und am Ende läuft alles auf eine Katastrophe hinaus...
Die Darsteller agieren großartig und überhaupt wird Realismus hier ganz groß geschrieben. Ein Film, der unter die Haut geht und neben viel Tiefgang auch eine Menge Sozialkritik beinhaltet. Alles in allem ein kleines, authentisches und schonungsloses Meisterwerk, welches ich bedenkenlos weiterempfehlen kann und von dem sich jeder mal ein Bild machen sollte, aber alles andere als ein Feel-Good Movie !

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Andy Dufresne

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Werbung ist gut um aufs Klo zu gehen, sich ein Eis zu holen etc.
Ja gut stimmt, ich rede es mir schön :)


brucelee76

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Klasse Kommentar :).


blackcougarv6

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

VORSICHT!!! GEHEIMTIPP!!! nur die wenigsten kennen diesen film... und allen, denen ich ihn vorgeführt habe waren begeistert.

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brucelee76

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Genaus so is es :).


aberaber

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Bewertung9.0Herausragend

Was für ein Film! Gewalttätig, deprimierend, mitreißend. Ein Meisterwerk.

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lenso

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich hab den film vor einer weile gesehen und hat mir sehr gut gefallen! er ist zwar ziemlich heftig und das gezeigte ist echt nicht von schlechten eltern, aber definitiv weiter zu empfehlen!

nicht nur peter jackson macht gute film in neuseeland ;)

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Die Braut

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Bewertung10.0Herausragend

Ich bin froh diesen Film zu kennen.

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Sigrun

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Bewertung9.5Herausragend

DER Film aus Neuseeland (mit einem Thema, das die Kultur und Geschichte Neuseelands betrifft), der mich wohl am meisten beeindruckt hat. Schon etwas länger her, dass ich ihn gesehen habe, aber dieses Māori-Drama vergisst man nicht so schnell.

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Die Braut

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Stimmt !


Goremaster

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Man erwartet ein Drama und bekommt auch eines. Allerdings hab ich nie gesehen, wie derart mit wenigsten Mitteln und Blut ein höchstmaß an Gewalt vermittelt wird....Grandios! Allerdings kommt die Fortsetzung What becomes of the broken Hearted nicht mehr ansatzweise an das Original ran http://www.moviepilot.de/movies/what-becomes-of-the-broken-hearted

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Jerry50

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film wie ein Faustschlag ins Gesicht!
Selten zuvor hat mich ein Film derartig emotional berührt, aufgewühlt und überwältigt. Ein Film der punktgenau in´s Herz und in die Seele trifft. Ein Suchscheinwerfer in menschliche Abgründe!98 Minuten Hochschaubahn der Gefühle. Danach braucht man noch mindestens so lange um wieder "runterzukommen" !
Überwätigend.....!

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