Die Liebe der Charlotte Gray

Charlotte Gray (2001), GB/AU
Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 26.12.2002

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5.2 Kritiker
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von Gillian Armstrong, mit Cate Blanchett und Billy Crudup

England, 1943. Die junge Charlotte Gray verliebt sich in den Luftwaffenpiloten Peter Gregory. Als Peter zu einem gefährlichen Einsatz nach Frankreich geschickt wird, lässt sich Charlotte von der britischen Regierung für eine Mission zur Unterstützung der französischen Résistance ausbilden und in ein kleines Dorf in der französischen Provinz als Nachrichtenkurier einsetzen. Dort lernt sie den Résistancekämpfer Julien kennen. Charlotte wird mehr und mehr in die gefährliche Arbeit der Résistance hineingezogen – insbesondere in das Leben von Julien. Als Julien auf der Flucht vor der Gestapo das Dorf verlassen muss, beschließt Charlotte jedoch, ihm nicht zu folgen, sondern nach London zurückzukehren. Erst nach dem Krieg wird Charlotte klar, wie sehr sie die Ereignisse verändert haben – und wohin ihr Herz gehört.

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Kritiken (1) — Film: Die Liebe der Charlotte Gray

Elisabeth Maurer

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5.0Geht so

Der Film beginnt mit einem schnellen Kameraflug über blühende Lavendelfelder. Dann, während der Vorspann läuft, sind diese Lavendelfelder aus einem Zugfenster heraus zu sehen. Das Lila ihrer Blüten verwischt zu einem Rauschen, hier kann kein einzelnes Bild fokussiert werden, Innehalten ist nicht möglich. Dann eine Überblendung in eine Großaufnahme von Charlotte Grays (Cate Blanchett) makellosem Gesicht, die vorbeirauschenden Felder im Hintergrund mit flirrenden Lichtreflexen auf ihrer hellen Haut. Dazu ihr Voice-over: „Looking back, it all seems so simple…“. Es handelt sich um eine Szene am Ende der Geschichte. Die Anfangsbilder können als Illustration von Charlottes Erinnern gelten. Zuerst ein Sog, der sie zurückversetzt in ihre Zeit in Frankreich, während dem Krieg. Dann der Strom aus Ereignissen und Zusammenhängen, die damals nicht klar erkennbar waren und auch im Nachhinein wie eine Kette wirrer Entwicklungen erscheinen....

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Kommentar — Film: Die Liebe der Charlotte Gray

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8martin

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Bewertung3.5Schwach

Der Originaltitel besteht nur aus ihrem Namen. Der deutsche Verleiher hat ihn etwas ergänzt, wobei sich dann die Frage aufdrängt ’Wen liebt die Lady hier eigentlich?’ Ihr Land oder die Männer oder beides…?
Diese Kriegsromanze liefert Landschaftsbilder wie aus einem Postkartenidyll. Die Handlung enthält manch unglaubwürdige Szene oder überraschende Befreiung. In einem Film, in dem die Resistance eine Rolle spielt, kommt man spannungsmäßig gar nicht ohne Kontrollen und Verhaftungen aus. Hier ist nur eine Szene überzeugend: die Verhaftung der weiblichen Agenten im Bistro. In der zweiten Hälfte kommt dann durch die Judenverfolgung im Vichy-Frankreich doch so etwas wie leichte Spannung auf. Cate Blanchett versucht ihr Bestes und wurde noch nie so optisch aufpoliert in Szene gesetzt. Das Ganze erscheint wie eine Reise im Touristenexpress durch schöne Landschaften. Es kommt nicht viel Gehaltvolles rüber.

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