Die Liebenden von Pont-Neuf

Les Amants du Pont-Neuf (1991), FR
Laufzeit 125 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 02.07.1992

6.5 Kritiker
13 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
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7 Kommentare
Die Liebenden von Pont-Neuf - Bild 41763
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von Léos Carax, mit Denis Lavant und Juliette Binoche

Nacht in Paris. Alex (Denis Lavant) torkelt durch die Straße. Er stürzt – ein Auto fährt mit Vollgas über seine Beine – Fahrerflucht. Michele (Juliette Binoche), einzige Augenzeugin des Unfalls, zieht gleichgültig ihres Weges, ahnungslos, daß sie dem jungen Mann bald wieder begegnen wird: Auf der Brücke Pont-Neuf, ihrem neuen Zuhause. Hier herrschen eigene Gesetze. Eine atemberaubende und selbstzerstörerische Liebe zwischen den beiden am Rande der Gesellschaft lebenden beginnt. Betrug, Verrat und Lüge, Eifersucht, Hingabe und Sehnsucht, Verzweiflung und Mord sind der Preis einer Leidenschaft, die durch jede Verzweiflungstat nur noch stärker wird.

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Kommentare (7) — Film: Die Liebenden von Pont-Neuf

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Andy Dufresne

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Bewertung9.0Herausragend

Liebe ist Annehmen. Sie ist die höchste Disziplin auf Erden. In der Liebe befreien sich zwei Menschen. In dem, was für Liebe gehalten wird, binden sie sich aneinander. (George Spencer-Brown)

Der großartige Dennis Lavant als feuerspuckender, auf der baubedingt gesperrten Pont-Neuf,mitten in Paris lebender Clochard und die junge,unverbrauchte Juliette Binoche als langsam erblindende und deshalb verzweifelnde Malerin.

Diese Beiden befreien sich,binden sich,quälen sich,lieben sich...

In wunderschönen und grausamen Bildern festgehalten,oft realistisch hart,oft träumerisch und märchenhaft weltfremd...

Der Coup des Films: Regiesseur Leos Carax gelang es den Universalkünstler Klaus Michael Grüber in seinen Film zu locken. Grüber spielt den väterlichen Clochard-Freund von Lavant und er veredelt mit seiner tief melancholischen Anwesenheit diesen sowieso schon großartigen Film. Grüber spielte nie zuvor und nie danach in einem Film,allein dies macht "Les Amants du Pont Neuf" schon zu einem einzigartigen Film.

Der Film ist nicht perfekt (das Ende,die Brüche),aber er ist sehr nah dran.

Wer Paris liebt,wer ausufernde Geschichten die um echte,pure,schmerzhafte und zerissene Liebe handeln mag und wer auf besondere,nicht mit anderen vergleichbare
Filme steht,der sollte sich dieses Werk zu Gemüte führen .

"Die Liebenden" sind es wirklich wert entdeckt zu werden...

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Biersepp

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bizarres Portrait eines Milieus...
Nur der letzte Teil überzeugt nicht ganz, da er der Linie des Films nicht treu bleibt. Besonders überzeugend war der subtile, aber gezielte Einsatz von Musik.

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resonatorman

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Bewertung9.0Herausragend

Dem ausgezeichneten Kommentar des Vorredners möchte ich nur noch eins hinzufügen: aus unerfindlichen Gründen hat der Regisseur ein Happyend drangepappt, das unpassend und aufgesetzt wirkt. Für mein Gefühl hört der Film auf, als sich Alex mit der letzten Kugel den Finger abschießt - konsequent wäre gewesen, er hätte sich erschossen, nachdem Michele ihn für das "normale Leben" verlassen hat.
Alles was danach noch kommt ist unerträglich und scheint wirklich aus einem Märchen zu stammen. Wenn man diesen Teil ignoriert, ein großartiger Film.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine lange Einleitung führt direkt mitten ins Milieu. Der ’Lumpensammler’ der städtischen Polizei sammelt die Gestrandeten ein. Langsam kristallisieren sich zwei Typen heraus. Die eigentlich unmögliche Liebe zweier Außenseiter wird in beeindruckende Bilder umgesetzt: Michele, die erblindende Malerin und Alex, der hinkende Feuerschlucker. Im Verlauf der Handlung erfährt man noch etwas über ihre unterschiedliche soziale Herkunft. Der vergrößert die Unmöglichkeit und schafft Spannung, die die beiden Hauptakteure unglaublich gut rüberbringen. Juliette Binoche in ihrer wohl eindrucksvollsten Rolle. Ebenso fantastisch agiert Denis Lavant. Sehr kraftvoll wird die unbändige Lebensgier geschildert, die vor Selbstverstümmelung nicht Halt macht. Die beiden Outcasts müssen sich im pickelharten Überlebenskampf der Großstadt behaupten und offenbaren doch eine sensible Verletzlichkeit, die den mühsam geschaffenen gemeinsamen Rahmen jederzeit sprengen kann. Ihre Liebessehnsucht treibt sie auf einander zu in eine unabdingbare Zweierbeziehung. Wen die wundersame Heilung der beiden nicht weiter stört, der wird auch das Ende goutieren.

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Schlegel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das kann nur böse enden. Oder doch nicht? Bis zur Gewissheit ist viel Wasser die Seine runtergeflossen. Und wir erfahren: Leos Carax ist der geheimgehaltene Schmuddelbruder von James Cameron.

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strangelet

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Bewertung3.5Schwach

Bis der Film sich entscheidet, etwas halbwegs Interessantes zu erzählen, ist man schon längst mit etwas ganz anderem beschäftigt. Oder eingeschlafen.

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dAShEIKO

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Bewertung4.5Uninteressant

Für meinen Geschmack zu melancholisches Bild über die "Penner unter der Brücke".

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