Love Exposure
Ai no mukidashi (2008), JP Laufzeit 236 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 13.08.2009
18 Bewertungen
Skala 0 bis 10
967 Bewertungen
94 Kommentare
Keine
von Sion Sono, mit Takahiro Nishijima und Hikari Mitsushima
Yu ist ein braver Schüler, der von seinem Priester-Vater täglich zur Beichte gezwungen wird. Doch ohne Sünde gibt es keine Beichte, also wird der harmlose Yu zum genialen Upskirt-Fotografen. Auf einem seiner voyeuristischen Streifzüge trifft er auf seine große Liebe Yoko. Sie kennt ihn aber nur als “Lady Scorpion” in Frauengestalt und ist dazu noch die Tochter der neuen Liebe seines Vaters. Als die Zero-Church-Sekte seine gesamte Familie kidnappt, beginnt für Yu der große Kampf um seine Liebe.
Mehr Bilder (8) und Videos (4) zu Love Exposure
Cast & Crew
-
Sion Sono
-
Takahiro Nishijima
-
Hikari Mitsushima
-
Sakura Ando
-
Atsurô Watabe
-
Makiko Watanabe
-
Hiroyuki Onoue
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Takahiro
Regie
Schauspieler
-
Yutaka Shimizu
-
Tasuku Nagaoka
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anführer
-
Sion Sono
- Genre
- Liebesfilm
- Emotion
- Aufregend, Berührend, Eigenwillig, Ernst, Geistreich, Hart, Sexy, Spannend, Verstörend, Witzig
- Handlung
- Beichte, Jugendgang, Jugendgruppe, Jugendkriminalität, Katholische Kirche, Liebeskummer, Perversität, Sex, Sünde, Vater-Sohn-Beziehung
- Ort
- Tokio
Drehbuch
Filmdetails Love Exposure
Fans dieses Films mögen auch
Die sieben Samurai
JP 1954
Bin-jip
KR/JP 2004
Rashomon - Das Lustwäldchen
JP 1950
Prinzessin Mononoke
JP 1997
Hana-bi - Feuerblume
JP 1997
Trailer zum Film Love Exposure
bedenklich? | Alle Trailer, Clips & Videos (4)
Fans dieses Films gefiel auch
News zum Film Love Exposure
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film Love Exposure
- Love Exposure: critic.de















Kritiken (10) — Film: Love Exposure
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...Was passiert aber in diesem Film? Liebe. So grob wie möglich beschrieben, sucht ein Junge seine große Liebe und trifft sie. Sein Vater ist nach dem Tod der Mutter Priester geworden, ebenfalls ein Ziel für seine Liebe suchend. Liebe sprudelt zwischen den Charakteren, in ungewöhnlichsten Formen, im Rahmen merkwürdigster und irrwitzigster Handlungen. Liebe rettet und vernichtet Welten und Konstellationen von Charakteren. Liebe missbraucht, verbraucht und erfindet Heiliges oder höchst Profanes, Liebe ist umwoben mit einer Symbolik, wie kaum zuvor im Film zum Ausdruck gebracht wurde....
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenIn "Love Exposure" ist der Name Programm. Bei allen drastischen, komischen und traurigen Nebenschauplätzen in der Handlung zieht sich die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung wie ein roter Faden durch die Geschichte jedes einzelnen Charakters. Egal ob Yus trauernder Vater, dessen neue Lebensgefährtin, Yus Kumpels, Yoko oder die gestörte Koike: Jeder hat Verluste erlitten und sucht nach dem einem Gegenüber, an dem er sich orientieren, auf den er sich verlassen, an den er sich anlehnen kann. Die Art und Weise, wie "Love Exposure" dieses universelle Thema aufgreift, ist allerdings weit unkonventioneller, als es das immer wieder durchschimmernde Thema es vermuten lässt. Regisseur Sono lässt sich nicht nur fast 4 Stunden Zeit, um seine Geschichte und seine Charaktere von Grund auf detailliert zu porträtieren, sondern spielt munter mit Genres und Stilmitteln. Da amüsiert man sich im einen Moment noch über Yus schüchterne Grimassen und wird in der nächsten Szene von waschechtem Splatter überrumpelt. Der ganze Film sprudelt über vor Ideen und dem Brechen cineastischer Konventionen. Wer ist jemals zuvor auf die Idee gekommen, die Jagd des skurillen jugendlichen Kleeblatts nach "Höschen-Fotos" mit Kung-Fu-Einlagen zu spicken, Maurice Ravels "Bolero" laufen zu lassen und ganz nebenbei der Filmfigur "Sasori" noch eine Reminiszenz zu verschaffen? Und das verrückte daran ist: Es passt! Doch nicht nur formal ist "Love Exposure" unkonventionell und äusserst kreativ, auch die Handlung, die sich wie erwähnt viel Zeit nimmt (dabei allerdings nie langweilig wird) ist für jede Menge interessante Ideen und unerwartete Wendungen gut.
Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
der cineast 2011/05/22 22:43:52
Antwort löschenGanz Groß :)
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenSo schräg präsentieren sich in Hollywood nicht einmal ein Spike Jonze oder Wes Anderson. Was für ein kreatives Feuerwerk Sono in seiner ersten Hälfte und damit den ersten beiden Stunden abfackelt, sucht im Kinojahr 2009 sicherlich – vergebens – seinesgleichen. Hier stimmt alles, von der eigentlichen Geschichte, bis hin zum exzellenten Darstellerensemble (punktgenau besetzt!) und der genialen musikalischen Untermalung. Mal poppig, mal rockig und dann wieder klassisch – aber stets perfekt platziert. Das ist innovativ, das ist kein Hollywood-Einheitsbrei, sondern unterhaltsam und zugleich spannend.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kazushi: FILMSTARTS.de, TakashiMiike.de Kazushi: FILMSTARTS.de, TakashiMiike.de
Kommentar löschenIn Anlehnung an den Filmemacher Rosa von Praunheim lässt sich über Sion Sonos eindrucksvolles Werk sagen: „Nicht der Perverse ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.“ Sion Sono legt mit „Love Exposure“ keinen Film vor, der sich über seine Charaktere lustig macht, sie demaskiert oder ihre Perversion verteufelt. Es ist ein inhaltlich zutiefst humanistischer Film, ein klares Plädoyer für die Liebe, das zudem formal herausragt. Trotz des Wandelns durch alle Genres und Stilrichtung, zeigt sich dabei, dass die Liebe die größte Kraft ist und sich gegen alles durchsetzt, auch in filmischer Hinsicht. Nicht umsonst wird gegen Ende „Das hohe Lied der Liebe“ aus Korinther 13 – wirkungsvoll unterlegt mit Beethovens 7. Symphonie - zitiert. Ein wunderschöner, überwältigender Moment voller Pathos und Romantik.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenGinge es mit rechten Dingen zu, müsste dieser Film eigentlich zum Pflichtprogramm an deutschen Filmhochschulen werden. Um zu zeigen, wie man von den Schmerzen des Heranwachsens etwas erzählen kann, ohne die immer gleichen Erzählmuster und sich stets gleichenden Bilder zu bedienen. Ein wildes Fest, eine Orgie - das ist es, mit dem man dieses Kinowunder vielleicht am besten vergleichen kann.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...
Kommentar löschenZum Beispiel Sono Sions Mega-Melodram «Love Exposure», das das Chaos als Form höherer Ordnung feiert und in dem der 17-jährige Yu in einen Konflikt aus religiösem Wahn und amouröser Besessenheit stürzt. Sono Sion (2006 mit «Strange Circus» im Forum) erzählt in diesem wilden, schrillen Meisterwerk – dessen vier Stunden auch dank des inspirierten Takahiro Nishijima in der Hauptrolle wie im Flug vergehen – von der Geschlechterspannung, von Machtmissbrauch und Missverständnissen, die sich eigentlich einander zugeneigten Menschen in den Weg stellen und zu Wahrnehmungsverschiebungen mit gefährlichen Folgen führen können.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenIst das nun, wie man so sagt, »typisch japanisch«? Vielleicht. Aber nur in seinem unbedingten Willen zur Form, dem Wissen, dass man im Kino nur etwas erreicht, wenn man in Bildern erzählt, und den Mut hat, über Grenzen zu gehen. Wie viele seiner japanischen Künstlerkollegen und wie nur wenige Europäer besitzt Sion, der Fassbinder und Cassavettes als Vorbilder nennt, einen produktiven Wahnsinn, Mut zur Peinlichkeit, wie ungehemmte Lust daran, scheinbar Unpassendes durcheinanderzuwürfeln. »Perverse gibt es nicht nur in Japan«, sagte Sion in Berlin, »die ganze Menschheit ist pervers.« Und »ohne das Gefühl der Sünde gäbe es gar keine Perversion.«
Ein großer Film, und eine jener zu seltenen Erfahrungen, wegen derer sich das ganze Berlinale-Spektakel noch lohnt: Denn wo sonst, wenn nicht im Forum und hoffentlich in ein paar Programmkinos wird man Love Exposure noch sehen können?
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenVier Stunden ist Sono Sions "Love Exposure" lang, und um Konventionen schert der Film sich nicht. Sex und Katholizismus, eine verrückte Sekte, überhaupt: Wahnsinn, Religion und Begehren werden zerschnipselt zu einem Bildersalat, der es in sich hat. Immer sind Sono Sions Filme randvoll mit Ideen, guten wie schlechten, wichtig ist vor allem die Fülle. "Strange Circus", vor zwei Jahren im Forum, war eine blutige Grand-Guignol-Ausgeburt. "Love Exposure" wirkt offener, ein bisschen weniger psychotisch, aber das heißt noch lange nicht, dass irgendetwas daran normal und kommensurabel wäre. Es steckt eine Raserei in jedem Schnitt, die Kamera ist ein Wesen, das niemals zur Ruhe kommt. Familien werden zerstört, Gefühle und Beziehungen pervertiert. Heraus kommt ein Film nicht für jeden, ein Machwerk der immer wieder mal faszinierenden Art.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenLOVE EXPOSURE explodiert förmlich über die Leinwand mit fliegenden Schnitten, launigem Off-Kommentar und nach vorn preschender Musikbeschallung zwischen Ravel, Beethoven und Psychedelic Pop. Mit unverschämter Leichtigkeit reißt Sions Fabuliermahlstrom immer neue Genres mit sich, Märchen, Manga, Martial Arts, Chambara, Splatter, Highschool-Schmonzette, Verwechslungskomödie, alles ist möglich, alles ist drin. Das größte Wunder an diesem an Wundern nicht gerade armen Film ist aber, dass die Liebesgeschichte in seinem Zentrum genuin das Herz zu rühren vermag, während er zugleich in jeder nur erdenklichen Weise geil ist. Kurz: 237 Minuten überschäumendes, aus allen Nähten platzendes Kinoglück.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenLinks. Recht. Oben. Unten. Überall quillt die pure Kinomagie in Sion Sono's neustem Grenzwerk - das mal so mir nichts dir nichts sämtliche cineastische Ketten sprengt - heraus und versprüht eine Gefühlsregung, die ich vor langer Zeit im Kinosaal verloren geglaubt sah: Solche Momente muss man festhalten - meinetwegen auch auf 4 Stunden Zelluloid. Ein Genre Remix/Reboot der seinesgleichen sucht. Ich ziehe meinen obligatorischen Hut. In allen Belangen.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (84) — Film: Love Exposure
Kommentar schreibenhollygolightly1 2012/05/02 18:16:32
Kommentar löschenEin explosives Feuerwerk der Gefühle, filmischen Möglichkeiten und des Ideenreichtums! Love Exposure geht sowohl technisch als auch inhaltlich über alle Grenzen hinaus. Ein voll beladenes Paket, das mehr bietet, als irgendjemand erwarten könnte. Mehr geht einfach nicht! Love Exposure ist ein cineastisches, einmaliges Erlebnis, das jede Minute wert ist. Love Exposure ist pervers, aber nie abstoßend. Intensiv, aber nie überspitzt. Gefühlvoll, aber nie sentimental. Komisch, aber nie lächerlich. Kreativ, aber nie künstlich. Das ist Love Exposure! Das ist mehr als nur ein Film! Dieses Produkt kann man nur weiterempfehlen. Hochexplosives Material.
bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
longus69 2012/04/18 22:16:48
Kommentar löschenHormongeschwängertes schrilles und zugleich poetisches und gefühlvolles Meisterwerk auf Dutzenden von Ebenen... Eine große (und lange ;-) ) Filmperle, die jeder Cineast gesehen haben sollte....
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Toblerone 2012/04/02 00:01:12
Kommentar löschenEin Film reicht manchmal, danach könnte man sich hundert Filme dieser Welt sparen. Denn einer fast alles zusammen. Eine vierstündige Verfolgungsjagd um die Liebe. Ganz wundervoll mit Ideen bestückt, schnell inszeniert, zum Schreien komisch, zum Brüllen pervers und Charaktere zum knuddeln und hassen. Man kommt wirklich an allem vorbei, wofür man Filme liebt und weint, lacht die volle Zeit die Tränen raus. I <3 "<3 Exposure", because it is pure <3.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
stalker 2012/03/18 08:45:25
Kommentar löschenIch habe mich, aufrichtig, und freien Herzens, bemüht. Nicht das erste Mal, aber doch das letzte Mal. Weil es nicht geht. Weil ich auch nicht neben einer Kirche wohne. Straßenbahnlärm ist in Ordnung. Fluglärm auch. Kirchglocken nerven. Und Love Exposure nervt. Das ist wie schwimmen in nem Meer aus flüssiger Lakrize und kein Land in Sicht.
bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Jenny von T 2012/03/25 08:13:01
Antwort löschenGanz unerträglicher Film.
Joeyjoejoe17 2012/04/18 17:31:45
Antwort löschenIiiiiih, Lakritze.
phoenix409 2012/03/17 13:54:46
Kommentar löschenAuch nach der zweiten Sichtung gibt es keinen Zweifel mehr:
Der längste, abgefahrenste, wildeste, unglaublichste, zermürbendste, ulkigste, brutalste, grenzüberschreitendste, perverseste, bescheuertste, mitreißendste, ehrlichste, penetranteste, originellste, wahnsinnigste, lustigste, schönste und coolste Liebesfilm, den ich jemals gesehen habe.
Wenn hier jeder zweite wie verrückt mit Adjektiven um sich schmeißt, um auch nur annähernd seinen purzelbaumschlagenden Gefühlen nachzurennen, dann hat da irgendjemand was richtig gemacht. In diesem Falle gibt uns hier ein Popkultur-Berserker namens Sion Sono glatte 4 Stunden nonstop sprühendes Kino in die Fresse und ich bin glücklich. Ohne Sitzfleisch geht's nicht, aber wenn sich das für irgendwas lohnt, dann hierfür.
bedenklich? 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Haschbeutel 2012/03/17 13:56:23
Antwort löschen*sign* :) Meine 2. Sichtung war die 1. für meine Holde. Sie hat Tränen geweint, ich hab den Streifen erneut genossen ... jede Sekunde. Großartig!
der cineast 2012/03/17 21:01:51
Antwort löschen<3
CatafalqueForFallenFlies 2012/03/15 16:59:35
Kommentar löschenUm einen amüsanten und zutiefst mitreißenden Abend zu haben braucht man wohl einfach nur diesen einen Film. Abendfüllend ist er ja im wahrsten Sinne des Wortes. Eine ordentliche Portion Pudding und Preisschilder bekommt man 50% reduziert, oder gratis ins Oberstübchen gelöffelt. Es würde schlicht zu weit gehen dieses filmische Manifest in einem Text erfassen zu wollen. Die Elemente und Stile sind einfach zu verschieden, aber gleichzeit auf groteske Art unglaublich intelligent verwoben, dass es ein wahres Fest ist. Wie schafft man es eine Liebesgeschichte und ein Drama in humoristischer Art auf knappe vier Stunden auszudehnen, ohne einen Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen? Fragt Sion Sono. Ich hätte selbst nicht geglaubt wie fesselnd die Geschichte des artigen Priestersohnes Yu, der auf einmal der 'Perversion' (selten kam in einem Film dieses Wort derart hoch frequentiert vor) verfällt und in Gestalt der Sasori seine große Liebe findet, welche sich aber eben in Sasori und nicht in Yu verliebt. Und das ist nur der gröbste Rahmen, den man geben kann. Böse Zungen mögen behaupten der Film habe in Anbetracht der schieren Länge zu wenig Tiefe, sei imgrunde flach usw. Gewiss ist er streckenweise unglaublich plump, absurd und überdreht, aber das mit so viel Charme und so viel Hingabe (ja, auch ordentliche Plumpheit erfordert Aufopferung), dass man einfach lachen und mitfiebern muss. Einzig die Länge schreckt vielleicht etwas davor ihn schnell erneut zu schauen, da er es absolut wert wäre, aber das stört den geneigten Liebhaber wohl wenig. 'Love Exposure' ist einfach derart ergiebig, dass man jede weitere Runde beinahe sakral zelebriert werden muss. Klingt pathetisch und ist es auch....^^ (Wie ich nach diesem Film nun die Sasori-Tetralogie schauen soll, ohne in schallendes Gelächter auszubrechen ist mir zwar noch schleierhaft, aber dass ist es mir wert ^^)
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
xTheSe7en 2012/03/14 15:16:54
Kommentar löschenHabe diesen Film jetzt das erste mal mit deutschen Subs gesichtet und muss ihn mir auf jeden Fall nochmal anschauen. Ich hatte mir - aus Angst vor Spoilern - vor dem Film nichts dadrüber angeschaut und auch keine Kommentare durchgelesen, hatte demnach "etwas" andere Erwartungen an den Film, v.a., da er ja unter 'Drama' gelistet wird. Was war die Folge?: Absoluter 4-stündiger Mindfuck, der aber im nachhinein dennoch zum Denken anregt (Naja.. zumindestens ein wenig, okay?)
Der Film beinhaltete jede Menge Schrott, der so krasser Schrott ist, dass es schon wieder eine Kunst ist, die auf eine gewisse Art auch sehr unterhaltend sein kann. Die Überlänge (oder auch Doppellänge) hat mich wenig gestört, man hätte dennoch garantiert eine halbe Stunde einfach weglassen können ohne irgendwelche Einbußen.
Werde ihn mir auf jeden Fall nochmal mit englischen Subs anschauen.
Meine Frage: Auf der DvD-Hülle steht hinten als Beschreibung "Pulp-Shakespeare-Kampfsport-Sekten-Teeniekomödie" drauf. Wieso Shakespeare?
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Godfather 2012/04/10 23:58:33
Antwort löschenvielleicht wegen Liebes-Tragödie oder so? Könnte man evtl. ein paar Parallelen zu Romeo&Julia oder Ein Sommernachtstraum ziehen...
muss man aber nicht -.-
maddes89 2012/03/13 00:55:17
Kommentar löschenLove Exposure...was ist das für ein Film? In einem Satz unmöglich zu beschreiben. Zu viel passiert in den 237 Minuten. Liebe, Religion, Familie, Coming of Age, Selbstfindung, Sexualität, um nur ein Paar seiner auf der Metaebene des Erzählens behandelten Themen aufzulisten. Eigentlich ist es unglaublich schwer überhaupt einen Bericht über diesen Film zu schreiben, zu vielschichtig, zu originell ist dieser. Die fast 4 Stunden Film vergehen dabei wie im Flug, denn Regisseur Sion Sono weiß stets zu unterhalten und zum nachdenken anzuregen, ohne dass man bei dieser Filmlänge auch nur ein einziges Mal den Faden oder die Lust verliert. Die Geschichte ist packend und faszinierend, dabei auch noch voller Seitenhiebe auf japanische und westliche Popkultur. Ausgefeilte Dialoge, viel Humor und Dramatik zugleich. Gelegentliche Szenen voller Pathos, der aber zu keinem Zeitpunkt kitschig wirkt. Letztendlich kann man aber nur jedem empfehlen: Anschauen, zurücklehnen, und 237 wunderbare Filmminuten genießen.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Thanatos1 2012/03/04 22:47:02
Kommentar löschenSo, nun habe ich fast vier Stunden damit verbracht mir diesen Film anzusehen.. vier Stunden in denen mir von Liebesschnulze, Drama, Martial-Arts, Slapstick, Splatter, Teenie Highschool zeugs und hast du nicht gesehen mit wenigen Ausnahmen vermutlich nahezu jedes Genre aus dem Bereich Film aus dem Bildschirm entgegen geschläudert wurde..
Oder: Vier Stunden in denen ich mich prächtig amüsiert habe.. und, ich gestehe, mich selbst auch etwas in die wunderschöne weibliche Hauptdarstellerin Verliebt habe (Bin gleich Fan geworden, wünschte es gäbe mehr Filme mit der Dame..) :)
Zu der Story muss hier wohl nichtmehr besonders viel gesagt werden, daher belasse ich es bei einem einfachen: Freunde von Asiatischen Filmen und etwas abgedrehterem scheiß die gerade etwas platz im Terminkalender haben bekommen ne empfehlung, die anderen eher weniger.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
cyranorick 2012/02/22 02:22:57
Kommentar löschenWow...
es ist gleich 2 Uhr morgens, und ich habe gerade eine Premiere hinter mir: einen Film in japanischem O-Ton mit Englischen Untertiteln.
Eigentlich halb so schlimm, man gewöhnt sich recht schnell daran... beziehungsweise vergisst, dass man die Sprache, die man hört, eigentlich nicht versteht..
Gut, man hat die Untertitel.. aber alleine die Sprachmelodien und die durchweg guten Leistungen der Darsteller wissen zu fesseln, und Handlung zu transportieren.
So langsam, wie vor kurzem schon "befürchtet", entwickele ich mich wirklich zu einem Fan asiatischer Filme. (Gut, lassen wir Bollywood mal aussen vor *g*)
Es war sogar mal erfrischend, Asiaten in eher ungelenken Kampfsporteinlagen zu sehen. Mal etwas Anderes, genau wie ein typisches Zitat aus dem Film:
"It´s hard to find a Virgin Mary just to get a hard-on"
Der Film spielt irgendwie in Episoden, am Anfang lernt man durch diese Episoden einige der Hauptdarsteller kennen... und schon hier sitzt man als geneigter Zuschauer mit offenem Mund und rotierendem Hirn, aber doch irgendwie interessiert vor dem Monitor.
Vor allem, wenn man mal zusammenfasst, was unter anderem geboten wird:
Episode 1: Yu, der männliceh Hauptdarsteller, der unbedingt so viel wie irgend möglich sündigen will. um seinem Vater, dem Priester (der sich eine Freundin hält) zu gefallen, und sich durch die Welt und unter die Röcke der Schulmädchen knipst, weil er irgendwie auf der Suche nach einer Erektion ist.
Episode 2: Koike... noch schräger.. und für mich als Mann teils extrem schmerzhaft anzusehen.
Denn ganz nebenbei erfährt man, dass sie es mag, Leute zu entmannen, während oder kurz nachdem diese einen Schlaganfall haben.
Episode 3: Yoko (was ein hammerhübsches Mädchen!), die früher ständig einfach mal umfiel, unter Zerstörungswut leidet, aber sonst einen recht guten Musikgeschmack zu haben scheint. (Im Übrigen ist auch der Soundtrack sehr, sehr passend)
Episode 4: Miss Scorpion, die eigentlich Person 1 ist, aber im Kostüm herumrennt, und eine Frau spielt, weil er im wöchentlichen Wettbewerb nicht das beste Voyeur-Upskirt-Photo geschossen hat.
(Und das ist wirklich nur ein kleiner Teil der skurrilen Charaktere, die uns in "Love Exposure" begegnen.
Und so geht es weiter im fröhlichen Takt, wobei die Episoden langsam beginnen, immer mehr und mehr ineinander zu laufen.
Man weiss nicht, was man sieht: Drama, Komödie, Teenie-Streifen oder Soft-Erotik-Filmchen. Aber die Gegensätze stören sich hier nicht, sondern passen in wundersamer Weise zusammen. Unterhalten, beschäftigen.. "flashen" irgendwie.
Und selbst nach knapp drei Stunden konnte ich es nicht erwarten, die nächsten anderthalb zu sehen.
Passiert mir nun auch nicht oft bei derartiger Überlänge.
Später dann noch ein kleiner "Hammer" oder "Kick" für mich persönlich, als ich in einer sehr intensiven Szene einen Vers zu hören bekomme, der mir irgendwie bekannt vorkam. Ich brauchte dann noch ein oder zwei Minuten, um das englische Äquivalent zu meinem Konfirmationssprüchlein zu erkennen.
"If I speak in the tongues of men and angels, but have no love, I have become sounding brass or a tingling cymbal. "'
Damals dachten alle, das wäre ja ein blöder Spruch.
Jetzt, wo ich es in einem derart abgedrehten Film wiederfinde, stelle ich fest, dass er scheinbar doch gut zu mir gepasst hat... vorausgesetzt man geht davon aus, dass er am Strand von einer gefesselten Frau, die über mir kniet und mich anschreit, gesagt wird. ;-)
Und wenn es da draussen noch Leute gibt, die glauben, die Unterwäsche-Fixierung der Japaner sei nur reine Fiktion.. der wird hier endgültig eines Besseren belehrt.
Alles in allem: Ich hätte heute auf keinen Fall schlafen können, wenn ich mir den Film nicht zu Ende angesehen hätte. Man WILL wirklich wissen, wie es weiter-, und letztendlich ausgeht.
So, und nun begebe ich mich noch auf die Suche nach dem nächsten Filmjuwel aus Asien.
Oyasumi nasai!
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Wurfmaul 2012/02/17 02:15:31
Kommentar löschenAuch wenn dieser Film sehr lange dauert ist es die Zeit wert ihn bis zum Schluss anzusehen. So schön, dass ich beinahe weinen musste. Liebe, Verzweiflung, Humor, Martial Arts kombiniert mit upskirt Fotografie, schräge Charaktere...unbedingt anschauen!
PS.: Man hätte den Film auch kürzer erzählen können, dem ein oder anderen wird dieses Werk wohl etwas zu lange werden.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Canis Majoris 2012/02/15 15:11:50
Kommentar löschenEin außergewöhnlicher Film, wenn man vor Japanern, Japanisch und der Länge des Films nicht abgeschreckt wird.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
keinohrhase20 2012/02/14 21:31:02
Kommentar löschenIch glaube jeder weiss was ich meine wen ich von Träumen spreche bei denen man am nächsten morgen kopfschüttelnd und dennoch mit einem Grinsen aufwacht. Love Expossure ist genau das nur mit dem kleinen Unterschied das man hier seine Augen nicht schliessen sollte.
Das beste jedoch ist das man sich die wunderbare Geschichte, die ausergewöhnliche Inszenierung, die kultige Musik und die hervorragenden Darsteller stets auf abruf bereit ins DVD Regal stellen kann womit sich der Traum so oft wiederholen lässt wie man will und dabei-wie das bei Träumen halt so ist- immer wieder etwas neues entdeckt.
Fazit:Meisterwerk! Doch Vorsicht der Film ist Kunst-durch und durch-und somit nicht für jeden geeignet doch das Risiko lohnt sich.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
DonJohnso 2012/02/13 17:40:42
Kommentar löschenanders als alles, was man aus dem Westen kennt, manchmal etwas ermüdend mit einer storry, die man nicht so ganz nachvollziehen kann.. aber iwie beeindruckend :)
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
laurent kane 2012/02/06 17:09:41
Kommentar löschenI..Ich weiss nicht was ich sagen soll..Zurecht war der Film ganz oben auf der Lister der Top 100 Filme.Noch nie waren 4 stunden so kurz wie mit diesem Film,man wird förmlich verschlungen von diesem Film und mehr fehlt mir jetzt auch nicht ein,ich muss diesen Film zuerst verdauen und meinen Geist freimachen.... oder irgendwas in diese Richtung
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
diceman 2012/01/22 22:05:32
Kommentar löschenWer hat eigentlich das Gerücht aufgebracht, LOVE EXPOSURE wäre Teil einer "Hass-Trilogie" (die jetzt zusammen mit COLD FISH und GUILTY OF ROMANCE ihren Abschluss erfahren hätte)? Selbstverständlich ist Shion Sono kein Menschenfreund per se, bzw. in etwa genausoviel Humanist wie Takashi Ishii Feminist (bevor jetzt jemand aufschreit: der Vergleich war mitnichten als Oxymoron gedacht, soll lediglich verdeutlichen, daß das Wort durchaus mehr Facetten zulässt, als man mit ein paar Schlagworten im Mini-Duden für die Hosentasche festhalten kann) ... wenn es sowas wie eine Überschrift zu Sonos Output gibt, so wäre es das Thema "Familie"; insbsondere für kaputte, dysfunktionale Strukturen interessiert sich das enfant terrible des neuen japanischen Kinos, Kompromisse kennt er keine, Shion Sonos Filme beschreiten den ganzen Weg: Infektion, Wunden und (manchmal auch) Heilung. LOVE EXPOSURE ist der Film seines Œuvres, der in letzter Konsequenz am meisten Hoffnung zulässt: ein Film über die Liebe; die platonische, die pervertierte, die sakrale und die körperliche. Gott ist Liebe ist Sex. In LOVE EXPOSURE werden sämtliche Definitionen zu Adern eines einzigen organisch pulsierenden Geflechts; Katholizismus ist Scheiße, Christus ist cool - zumindest fast so cool wie Kurt Kobain.
Das Erlebnis von LOVE EXPOSURE in schnöden Worten festzuhalten, ist mir nach wie vor unmöglich. Schon öfters habe ich es versucht, hier scheitere ich schon wieder: 4 Stunden, die man sein Leben lang nicht mehr vergessen wird, 4 Stunden, nach denen man seinen Begriff von Kino grundlegend überarbeiten muß, 4 kurzweilige Stunden voller Twists and Turns, Beethoven und Bibel, Pop und Porno, Soap und Sünde, Epiphanien und Erektionen.
Der ultimative Film.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
der cineast 2012/01/22 22:27:07
Antwort löschenIst kein Gerücht, sondern eine Tatsache. Love Exposure ist Kino. Mehr ist nicht möglich.
geheimer333 2012/01/13 14:39:01
Kommentar löschenLove Exposure
Ein Film. Japanisch mit deutschen Untertiteln und eine Laufzeit von gut 4 Stunden. Das kann ja nicht gut gehen. Wahrscheinlich wieder so ein "Künstlerisches Meistwerk", welches nur die Ultracineasten unter uns zu schätzen wissen können.
So habe ich den Film zwar wegen Vorhersage von 9.5 vorgemerkt, hatte aber nicht vor ihn in absehbarer Zeit zu sehen. Doch dann spielte Lovefilm mir einen Streich und schon war er da. Alle Klausuren durch, hätte genug Zeit, also wieso nicht?
So machte ich mich ans Werk und was ich da sah ist einmalig! Ein Film der seine 4 Stunden braucht und keine langatmigen Stellen beinhaltet.
Mitten im Film wird dann auch mal Genre gewechselt, was die Handlung so merkwürdig und skurril macht, dass sie nur schwer angemessen in Worte zu fassen ist:
Als Yu's Mutter starb, beschloss sein Vater Priester zu werden und nimmt ihm seitdem täglich die Beichte ab, doch Yu ist ein braver Junge und hat tatsächlich keine Sünde begangen, also macht er sich auf um dies zu ändern. Schnell beginnt er mit einer Art Ninjatechnik die Höschen von zahlreichen Frauen zu fotografieren. Bei diesen Tätigkeiten begegnet er Yoko. Er ist sofort verliebt und bekommt die erste Erektion seines Lebens, doch er ist als eine Frau verkleidet und Yoko denkt nun sie wäre lesbisch.
Yoko zieht bei Yu ein, als ihre Pflegemutter (zum zweiten Mal) eine Beziehung mit Yu's Vater führt. Unwissend das Yu Lady Scorpion, Yoko's geliebte, ist, versucht sie mehr oder weniger bemüht, eine Bruder-Schwester-Beziehung zu pflegen...
Eigentlich war das noch nicht einmal die Hälfte, aber das hätte noch Stunden gedauert, später kommt dann noch eine Sekte ins Spiel.
Fazit: Love Exposure ist eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte, welche zetweise aber nicht so bezeichnet werden sollte, denn dieser Film lässt sich in kein Genre unterordnen.
bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Amajin 2012/01/07 20:55:12
Kommentar löschenDer ein oder andere Schmunzler, aber ansonsten emotionslos: Nani kore?
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dead_Eye_Dodo 2012/01/03 10:23:34
Kommentar löschenJedes andere Wort als "großartig" wird diesem Film nicht gerecht. Zugegeben hatte ich meine Bedenken angesichts japanischem O-Ton und dem damit verbundenen vierstündigen Untertitellesen, aber jede Minute hat sich mehr als gelohnt. Trotz der extremen Spieldauer schafft es Love Exposure nämlich (wenn überhaupt) nur ganz vereinzelt kurz mal ein wenig langatmig zu werden und fesselt durchgängig mit der skurril-spannenden Story um die ausnahmslos hochinteressanten Charaktere. Dieser Film ist einfach von Anfang bis Ende ein geniales Kunstwerk, wie ich es schon lange nicht mehr erleben durfte. Das erste Mal Love Exposure wird mit Sicherheit nicht das einzige Mal bleiben!
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
wassertasse 2011/12/13 00:47:29
Kommentar löschenMit 4 Stunden Gesamtspielzeit ist dieser Film kein normales Werk, das war von Anfang an klar. Während des Films merkt man, dass der Schnitt- & Drehstil bewusst teilweise überzogen dargestellt wird. Eigentlich kann man den Film gar nicht so richtig beschreiben.
Von der Thematik her geht es ins Familiendrama, Yu, der seine Halb-'Schwester' Yoko verliert & sie versucht vor einer Sekte zu retten. Das ganze gepaart mit sexuellen Reizen, Gewaltdarstellungen die in den Splatterbereich gehen (ja, hier spritzt das Blut bis an die Decke), Perversionen, aber dann auch wieder ruhigen und nachdenklichen Szenen in einer Kirche, dessen Priester Yu's Vater ist. Wobei in diesen ruhigen Szenen auch ein Haufen Ironie wieder zu finden ist. Alles in allem ein ziemlich großer Mischmasch.
In den 4 Stunden wirken ziemlich viele Eindrücke auf einen ein, hier eine zentrale Message herauszudeuten gestaltet sich als schwierig. Aber vielleicht ist auch gerade das, was den Film so ausmacht.
Ich kann Love Exposure abschließend jenen Leuten empfehlen, die mal etwas anderes sehen, viele Eindrücke auf sich einwirken lassen & am Ende über den Sinn nachdenken wollen. Trotzdem durchweg amüsant, die 4 Stunden vergehen wie im Flug.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten