Die Teufel

The Devils (1971), GB Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Drama, Horrorfilm, Kinostart 17.09.1971

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7.1
Kritiker
4 Bewertungen
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7.3
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41 Bewertungen
7 Kommentare
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von Ken Russell, mit Vanessa Redgrave und Oliver Reed

Kardinal Richelieu und sein machthungriges Gefolge wollen im 17. Jahrhundert mit aller Gewalt die Herrschaft über Frankreich erlangen. Doch dazu müssen Pater Grandier brechen, der in seiner Stadt Loudon als einer der letzten seine Unabhänigkeit erhalten will. Durch eine List wird die Oberin des Klosters von Loudon, die insgeheim Grandier begehrt, der Ketzerei beschuldigt. Ein Hexenjäger soll Beweise gegen den Priester sammeln.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Die Teufel

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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7.0Sehenswert

Noch immer ist er gleichermaßen faszinierend wie er auch wehmütig stimmt, der enorme inszenatorische Aufwand, mit dem Ken Russell sein rüdes zeitgeschichtliches Kirchen- und Sittengemälde in die An(n)alen der Filmgeschichte stieß. Von derart gigantischer Studiovertriebssystem-Exploitation, auf einem so hohen gestalterischen Niveau, bedingungslos grob und doch nicht unklug in seiner Radikalität, geradezu getrieben künstlerisch und ausufernd bitter, kann das Kino heute nur noch träumen. Die schlicht nicht zu bändigende orgiastische Wut der Russellschen Bilder hysterischer Penetration, sich Bahn brechender sexueller Kräfte und aberwitziger ritueller Tyrannei hat nichts von ihrer subversiven Schlagkraft eingebüßt: Nach wie vor ist jede reguläre Veröffentlichung der zentralen Rape-of-Jesus-Sequenz beraubt, noch immer ist dieser größte Zelluloid gewordene Anschlag auf die ästhetischen Grundpfeiler des Christentums dem Warner Bros. Entertainment ein Stein des Anstoßes. Als Manifest der Hemmungslosigkeit, durchaus auch plump in der Wahl der Mittel, und aber gleichfalls nachhaltig eindrucksvolle Popart-Orgie, die kirchliche Insignien konsequent auf ihre funktionalen Symbolismen von Unterdrückung, Folter und Unmenschlichkeit herunter bricht, ist "The Devils" auch über 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung ein absonderliches, fassungslos-irres Vergnügen.

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Kommentare (6) — Film: Die Teufel


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denratten

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr seltsam. Fantastische Bilder wie Gemälde, die im Gedächtnis bleiben, aber auch einige Längen. Ich glaub es gibt nicht viele so abgefahrene Filme.
Der Kirche hat der Film nicht so toll gefallen, wie zu erwarten war.
Hoffentlich gibt es mal irgendwann eine DVD auf dem deutschen Markt.

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aberaber

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Bewertung4.0Uninteressant

An der Eröffnungsszene von "Die Teufel" haben Monty-Python-Fans bestimmt ihre Freude. Optisch opulent und, zur Zeit der Entstehung, sicherlich äußerst provokativ, wechselt der Film zwischen lähmender Langeweile und schrillen Szenen hin und her. Ken Russell galt nicht umsonst als das Enfant terrible des britischen Films. Ich konnte mit den meisten seiner Filme allerdings wenig anfangen, so auch mit diesem.

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Teezy123

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Bewertung2.0Ärgerlich

Naja... wieso dieser Film so überschwenglich gefeiert wird, ist mir ein Rätsel.
Unglaublich zähflüssig zieht sich jede Minute dahin.
Und die Nonnen nerven innerhalb kürzester Zeit so dermassen, dass man da in keinster Weise von Erotik sprechen kann... von großer Schauspielkunst ganz zu schweigen.
Die Teufel ist für mich einer der ödesten Filme gewesen, die ich in letzter Zeit so gesehen hab... und eines ist sicher..: NIE WIEDER !!!

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VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

Anstrengend, grenzwertig und faszinierend.

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dAJaro

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Bewertung7.0Sehenswert

Aber, aber … das ist ja ein Porno!
.
Wer schon immer mal eine Nonne sehen wollte, die einen hölzernen Jesus besteigt, darf hier ohne Bedenken zugreifen.
Selbstbefriedigung, Selbstmord, Orgien, Selbstkastei, Folter, Bibelverbrennung, Lesbenküsse, ... diese Nonnen fahren das ganze Programm auf.
.
Was sich zunächst nach einem üblen Exploitation-Streifen anhört, ist tatsächlich überdurchschnittlich gut gefilmt, bildgewaltig und so wenig exploitationhaft, wie ein derart verdorbener Film, der auch vor der Darstellung von Geschlechtsteilen nicht zurückschreckt, sein kann.
Die Geschichte: Inquisition in einer französischen Gesellschaft, die verdorbener kaum sein könnte, vom König bis zur niederen Dienerin.
Dünn ist die Geschichte? Schon! Zum Glück wird dieser britische Horror hier und dort mit Musik untermalt, die vom britischem Folk bis zum Free Jazz einige eigene Höhepunkte des Filmes schafft.
Fazit: The Devils zeigt wie Exploitation-Filme sein könnten und demaskiert viele dieser als billige Cash-Ins.
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PS: Ja, es fiel mir leichter hierzu etwas zu schreiben, als zu "The, The, The K-K-K-King's _ _ _ _ _ _ S-Speech".

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Castorp

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Bewertung9.0Herausragend

"Die Teufel" ist meiner Meinung nach eines der vergessenen Meisterwerke der Filmgeschichte. Regisseur Ken Russell versteht es ernste Satire und (phallischen) Humor auf eine Weise miteinander zu verbinden, die einem den Atem zugleich vor Spannung und vor Lachen raubt.
Der Film ist in seiner visuellen Schlichtheit nicht nur unglaublich eindrucksvoll, sondern auch beunruhigend schockierend. Die komplexe Handlung, die sich aus rohen Emotionen, Machtgier und Widerstand , sowie schlichter Wolllust zusammensetzt, wird durch die Leistungen der Darsteller (vor allem Oliver Reed und Vanessa Redgrave) bemerkenswert klar und gefuehlstief uebermittelt.

Den einen Punkt zum Herz-Ende der Bewertungscala wuerde ich persoenlich nur deshalb abziehen, da dem Film eine gewisse epische Dimension fehlt, die dem Thema durchaus angemessen waere.

Davon abgesehn ist der "Die Teufel" aber in jedem Fall empfehlenswert fuer Freunde des "authentischen" Filmerlebnisses!

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