Der Exorzist
The Exorcist (1973), US Laufzeit 132 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Kinostart 15.03.2001
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8817 Bewertungen
79 Kommentare
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von William Friedkin, mit Ellen Burstyn und Max von Sydow
Von der Erstaufführung an war Der Exorzist ebenso beliebt wie umstritten als ein bahnbrechender Klassiker, der viele Filme beeinflusste und auch noch heute die Zuschauer schockiert und verstört. In der grausig-realistischen Geschichte geht um ein unschuldiges Mädchen, das von einem grässlichen Wesen besessen ist. Die Mutter versucht ihm verzweifelt zu helfen und wird von zwei Priestern unterstützt – der eine ein Zweifler, der andere ein Fels des Glaubens. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen das absolute Böse auf.
Cast & Crew
-
William Friedkin
-
Ellen Burstyn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Chris MacNeil
-
Max von Sydow
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Father Merrin
-
Lee J. Cobb
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lt. Kinderman
-
Kitty Winn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sharon Spencer
-
Jack MacGowran
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Burke Dennings
-
Jason Miller
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Father Damien Karras
Regie
Schauspieler
-
Linda Blair
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Regan MacNeil
-
Reverend William O'Malley
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Father Dyer
-
Robert Symonds
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Taney
-
Rudolf Schündler
-
Eileen Dietz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pazuzus Gesicht
-
William Peter Blatty
- Genre
- Exorzismus
- Zeit
- 1970er Jahre
- Ort
- Irak, Washington
- Handlung
- Arzt, Dämon, Exorzismus, Filmemachen, Glaube, Katholische Kirche, Klassiker, Klaustrophobie, Kriminalinspektor, Kultfilm, Medikament, Mord, Mutter-Tochter-Beziehung, Priester, Roman, Visionen, Übersinnliches
- Stimmung
- Aufregend, Gruselig, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der Exorzist
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Trailer zum Film Der Exorzist
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Kritiken (2) — Film: Der Exorzist
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenNicht nur als stilistisch sehr stimmiger Horrorfilm, der mit großartigen Bildern überzeugen kann nach wie vor spannend, sondern vor allem auch als Zeitdokument, dessen Wucht und Erfolg sich wohl nur im Kontext der frühen 70er Jahre in seiner Wirkung so völlig begreifen lässt.
Denn unter der paranormalen Oberfläche steckt die kaum verhohlene Panik der Elterngeneration die ihre Kinder nicht mehr versteht. Mitten in der sexuellen Revolution, der Studentenbewegung, der Vietnamproteste war der Exorcist die ideale Projektionsfläche für all die bürgerlichen Ängste der Eltern, die nicht verstanden wie sich ihre süßen, braven Kinder plötzlich in sexuell agressive, verkommen aussehende, gotteslästernde und fluchende "Monster" verwandeln konnten. Wenn Ellen Burstyn dem Priester entgegenschreit sie wisse, dass "das Ding da oben nicht meine Tochter ist", dann sprach sie damit wohl vielen Müttern aus der Seele, deren Weltsicht damals gehörig zusammengebrochen…
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
patcharisma 2011/04/17 22:52:36
Antwort löschenDer Komplex gegen die wahre Nr.1 des Genres - nämlich "Das Omen" von 1976 - kann leider mit keiner noch so überbordenden und verklärten Kritik jemals wettgemacht werden: Sämtliche Bemühungen verlaufen da im Sand, "Das Omen" ist und bleibt THE BIGGEST OF 'EM ALL - Forever!
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Batzman 2011/04/18 00:15:10
Antwort löschenIch mag beide ziemlich gleich gerne und hab mir beide gerade wieder auf BD nachgekauft. Und das Omen hat sicher die creepigere Musik. Und Omen ist mehr silly fun, während Exorcist mit seiner muddigen Message ja doch etwas schwierig bleibt.
Magnesium 2011/08/06 20:01:21
Antwort löschenpatcharisma:Schön das Omen dir gefällt,aber verlang das bitte nicht von jedem mit deinem aufdringlichem Versuch Aufmerksamkeit zu eregen.Denn das sind 2 paar verschiedene Schuhe.Die Geschmäcker sind verschieden und das sollte auch nur Individuell betrachtet werden!Versuch nicht den Rest der Welt von deiner Betrachtungsweise zu überzeugen sondern übe konstruktive Kritik!Der Exorcist ist für mich immer noch die Mutter aller paranormalen/antichristlichen Verfilmungen!Noch nie wurde Gut und Böse so agressiv dargestellt und das macht den Film einzigartig in dem Genre!Nicht die Gewalteffekte,nicht die Special Effekts sind es die den Film so bängstigend machen sondern der Spagat zwische Gut und Böse,denn nur die Realität ist noch Böser!
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen"It's the power of Christ! The power of Christ compels you!" -
Friedkins sechster Film, der in seiner formalen Fehlerfreiheit zwar auch heute noch gehobenen Ansprüchen standhalten dürfte, gleichzeitig aber auch in selten gesehener Penetranz den reaktionären Gestus eines kompletten Subgenres hochhält, und dessen Verortung als Ideologiekino mindestens die gleiche Berechtigung besitzt, wie seine Kategorisierung als Horrorfilm.
Mit dem Aufgreifen und Erschaffen eines symbolisierten Coming-of-age-Szenarios beweist THE EXORCIST zwar so etwas wie Originalität, griffen doch zahlreiche spätere Genrewerke auf ähnliche Mechanismen und Konstruktionen zurück, um den Eintritt in die Adoleszenz mit fantastischen Metaphern filmisch verarbeiten zu können, die konservative Finalität dieser Bewältigungsfantasie in Form einer Spukgeschichte ist aber trotzdem nahezu einmalig.
William Friedberg zieht aus seinem Überbau andere Schlüsse als thematisch ähnliche Erzählungen;…
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 49 Antworten
Filmsuechtiger 2011/01/13 14:57:40
Antwort löschenWas ich bei dir immer nicht verstehe und mir gerade bei "etablierten" Werken oft auffällt: Bei einem Verriss näherst du dich dem Film aus einer geistigen Perspektive, analysierst und interpretierst kühl und kümmerst dich wenig um den Aspekt der Unterhaltung. (Hier z. B. kein Wort zu Spannung oder Atmosphäre)
Damit bist du aber höchst inkonsequent, den bei anderen Filmen scheinst du nicht aus der kopflastigen Perspektive zu urteilen. Gladiator beispielsweise bekommt 8 Punkte, obwohl du den wunderbar als macho-anarchische Gewaltphantasie abstempeln könntest. Ich sehe da zweierlei Maß, da nie ersichtlich ist, wie und warum du bei einzelnen Filmen die Faktoren Unterhaltung und Anspruch unterschiedlich gewichtest.
Hitmanski 2011/01/13 15:34:16
Antwort löschenEs geht für mich nie um das Alter eines Films (s.h. zB. EDEN LAKE), oder dessen Etablierung, sondern darum, ob ich eine gewisse politische Agenda dahinter vermute, oder nicht. GLADIATOR ist ein tumbes Schlagetot-Werk - aber er versteckt diese Prämisse ja auch garnicht, sondern führt sie in der Konsequenz seiner geistigen Genre-Vorväter fort. Scott manipuliert deshalb auch nicht auf eine gewisse Lesart hin, dazu ist sein Film viel zu entpolitisiert, und den puren Unterhaltungsmechanismen verschrieben; sein Identifikationsangebot ist viel zu plakativ, als das ich es wirklich annehmen könnte, und deshalb für gefährlich erachten würde.
EXORCIST funktioniert anders, hinter seiner Gruselfassade regiert eine realpolitische und gesellschaftliche Zeitgeist-Ideologie, die der Film konsequent bedient - nur leidlich inszenatorisch verschlüsselt. Er war ein politisches Statement, wäre es auch noch heute, wenn sein Subtext nicht so gänzlich aus der Mode wäre.
Friedbergs Film ist ja nicht nur aus der heutigen Perspektive spießig-verklemmt, sondern alleine die Existenz vieler Früh-Achzigerwerke, zeigt, dass er auch damals schon einem veralteten Wertekonstrukt hinterher hing.
Wenn ich mehr damit beschäftigt bin, mich über all diese inhaltlichen Unzulänglichkeiten aufzuregen, dann hilft auch ein bisschen Atmosphäre nicht (die ich im OMEN sowieso besser finde).
Aber natürlich ist so etwas bis zu einem gewissen Grad subjektiv, klar.
alanger 2011/01/13 15:41:32
Antwort löschendas war sein 6. film. und zur ideologischen verblödung gibts auch ne andere sicht, die ich teile: http://www.filmzentrale.com/rezis/exorzistub.htm
Hitmanski 2011/01/13 15:44:53
Antwort löschenIn der Tat; man sollte offensichtlich niemals die MP-Datenbank als Recherchequelle benutzen. Ist verbessert.
Mh, werd' ich mir mal durchlesen...
Hitmanski 2011/01/13 16:00:05
Antwort löschenKann man so sehen, muss man in meinen Augen aber definitiv nicht. Die Analogien zur politischen Situation halte ich für schlicht überkonstruiert; und die Wahl des Mädchens eben nicht für die Unschuld, die metaphorisch durch das Böse inflitriert wird, sondern vielmehr legt der Film eine Grundskepsis an den Tag, ob das Böse nicht in jedem von uns steckt, und man ihm deshalb mit den passenden Mitteln begegnen müsse, sobald es auszubrechen droht. Und das dieser Zeitpunkt nun gerade bei einer präpubertären Figur gezeigt wird, legt nahe, auch einen Zusammenhang zu der Entwicklung im Allgemeinen zu ziehen...
Hitmanski 2011/01/13 17:04:33
Antwort löschenOch menno, warum mögt ihr den denn alle? Ich kann doch auch nix dafür, dass der so ...nunja...ist, wie er ist. ;) *duck und weg*
der cineast 2011/01/13 17:19:28
Antwort löschenHitmanskis Klassiker Bashing rulet :D
In letzter Zeit duckst du dich aber des öfteren mein Lieber ^^
Hitmanski 2011/01/13 17:23:43
Antwort löschenBin ein friedlicher Mensch, keine Konfrontation, die ich suchen würde. Andererseits: Weihnachten und Besinnlichkeit sind ja eigentlich auch schon wieder vorbei :)
Billmaik 2011/01/13 17:48:36
Antwort löschenMir gefällt deine demütige Ader, aber ein bisschen mehr Kampfeslust wäre zumindest amüsant ;) Wir sind hier ohnehin alle viel zu nett zueinander, ein bisschen mehr Maximus Decimus Meridius würde uns ganz gut tun :)
Hitmanski 2011/01/13 17:52:44
Antwort löschenKriegstreiber :P
Außerdem finden sich sicher noch ein paar Trolle, die schimpfen werden, insofern darf ich mein Pulver ja nicht zu früh verschießen. So nun aber genug der martialischen Vergleiche ;)
Mr Vincent Vega 2011/01/13 18:34:51
Antwort löschenTop-Kommentar, Hitmanski! Ich finde diesen reaktionären Stinker auch zum Kotzen, weil er dem Genre in Zeiten des Aufbruch s eine brave bürgerliche Biedermeierhaltung entgegen zu setzen versucht. Bei der letzten Sichtung (ich versuche es immer wieder) fand ich den dann sogar nur noch albern und peinlich. Friedkins ideologische Filme gehen mit aber sowieso gegen den Strich.
Hitmanski 2011/01/13 18:56:38
Antwort löschenDankeschön! Ich glaube, soviel hab' ich von ihm garnicht gesehen; das komplett sinnbefreite ANGRY MEN-Remake, den debilen GUARDIAN, und sonst nur noch den tendenziell überbewerteten FRENCH CONNECTION. Aber viel verpasst hab' ich ja anscheinend nicht...
Mr Vincent Vega 2011/01/13 18:59:13
Antwort löschenFRENCH CONNECTION finde ich stark, überbewertet ist er vielleicht, aber das trifft sowieso auf New Ho im Allgemeinen zu. Ganz schlimm sind noch CRUISING und RULES OF ENGAGEMENT, beides schlimmste reaktionäre Pamphlete (trotz revisionistischer Lesarten des ersteren). Habe aber BUG nicht gesehen, der hat ja viele mit Friedkin versöhnt.
Hitmanski 2011/01/13 19:07:23
Antwort löschenVerleitet mich ja fast dazu, die vorzumerken, nur um mich dann darüber aufzuregen. Andererseits gibt's soviele Filme, die es noch zu sehen gibt, da sollte man ja nicht allzu fahrlässig mit seiner Lebenszeit umgehen.
Billmaik 2011/01/13 20:24:37
Antwort löschenFriedkin wird wohl auch nie einer meiner Lieblinge werden, auch wenn ich was etwaigen Reaktionismus in einigen seiner Werke anbetrifft offensichtlich recht ignorant bin. An meinen Ideologiescheuklappen kommt aber zugegebenermaßen so schnell auch nichts vorbei. Ich nehme den politischen Subtext selbstredend wahr und beziehe ihn auch ggf.negativ in meine Bewertung ein, aber bin im Endeffekt dennoch meistens gnädig. Bei "Cruising" und dem Exorzisten obsiegt dann für mich doch der schiere Unterhaltungswert. Da kann ich auch mal ein Auge zudrücken (ich habe ja selbst den von Hitmanski ach so verhassten "Eden Lake" mit 7.0 bewertet), obzwar ich die jeweils zu vemutende Agenda nicht gutheiße.
"Rules of Engagement" hingegen hatte ich völlig verdrängt. War definitv einer meiner unnötigsten Kinobesuche, und dem Prädikat "reaktionäres Pamphlet" kann ich nur beipflichten. Furchtbarer Film. Hmmm, wäre sogar eine Überlegung wert ihn zum Hass-Film zu degradieren.
Joe Gillis 2011/01/13 21:25:00
Antwort löschen@ Hitmanski: Hast Du das Original oder den Director's Cut gesehen?
Hitmanski 2011/01/13 21:26:29
Antwort löschenDC.
alanger 2011/01/14 07:57:39
Antwort löschenüberbewertet, reaktionär... auf dauer wirds langweilig. aber wenn dir deutschlands bedeutendster filkritiker (der fleichgewordene friedenspreis des deutschen buchhandels) seinen segen gibt ist ja alles gut.
ps. apotheken-rundschau: "New Ho" ist allgemein überbewertet, am besten weglassen oder höstens als steinbruch für neue aufregung verwenden. danach einen löffel baldrian. ;)
Hitmanski 2011/01/14 10:20:26
Antwort löschenAch, alles Quatsch; ist meines Wissens nach der erste Text, in dem ich einen Film seine reaktionäre Haltung vorwerfe, ich bin da eigentlich sehr liberal - wohl auch, weil sonst die Wiederholungsgefahr sehr groß wäre :)
Joe Gillis 2011/01/14 11:27:37
Antwort löschenDie Vokabel »überbewertet« sollte man bei Verwendung – zumal in an sich durchdachten Statements – vielleicht doch mal dahingehend ergänzen, wer genau es denn ist, der da überbewertet: Freunde & Bekannte, Moviepiloten, IMDb-User, Kritiker? So wie das Wort zumeist benutzt wird, grenzt es pauschal von nicht näher bezeichneten Anderen ab (über die man sich tendenziell erhebt, so wie über »Spießer«, die ja auch immer nur gegenüber wohnen). Was meine kinematographische Sozialisation betrifft (die in den frühen 80ern einsetzte) kann ich nur sagen, daß Friedkin seinerzeit von niemandem überschätzt wurde: Alle meine damaligen filmhistorischen Referenzen – Ulrich Gregors »Geschichte des Films«, James Monacos »American Film Now«, Pauline Kaels »5001 Nights at the Movies« – fanden Friedkin, und ganz besonders »The Exorcist«, manipulativ, kalt und technizistisch. Die einzigen gestalterischen Mittel, die übergreifend als meisterlich bezeichnet wurden, waren die Verwendung des Tons und der sehr sparsame Einsatz von Musik. Genau dies hat Friedkin mit seiner Überarbeitung zerstört. Daher meine obige Frage, welche Fassung Du gesehen hast
Hitmanski 2011/01/14 11:46:52
Antwort löschenMhh, "überbewertet" ist für mich immer Fazit der Beurteilung einer allgemeinen Wertschätzung (sozusagen ein Konglomerat aus all den Gruppen, die du oben genannt hast), der ich mich persönlichen nicht anschließen würde, weil mir entweder der Zugang zu ihrer Faszination fehlt (FRENCH CONNECTION ist da ein gutes Beispiel; an dem gibt es nix größeres auszusetzen, aber wäre kein Werk, für das ich ein flammendes Plädoyer halten würde), oder weil sich meine Beobachtungen während des Films nicht mit der herrschenden Meinung (auch so ein dubioser Begriff, ich weiß schon) heutzutage deckt: Ich finde den Subtext in EXORCIST zumindest diskutabel, aber wenn man sich die Rezensionen der letzten Jahre ansieht, findet diese Diskussion überhaupt nicht statt.
Ich glaube, ich hab vor Jahren einmal die Kinofassung gesehen, an einen sonderlichen qualitativen Unterschied kann ich mich nicht erinnern, aber dazu ist die Sichtung auch zu lange her. Nach dem Abgleich mit den Unterschieden zwischen beiden Fassungen, sehe ich im DC aber sowieso keinen allzu großen Mehrwert.
alanger 2011/01/14 11:51:04
Antwort löschenich hab mir den DC vor 10 jahren (?) auch im kino angeschaut, kannte die alte fassung vorher und war enttäuscht ob der verschlimmbesserung. der pauschale reaktionär-vorwurf ist aber ein anderes paar schuhe. das friedkin den geist der reaktionären vorlage (buch auch gelesen) eben nicht übernommen hat, lässt sich zumindest diskutieren (zb. warum war der film seinerzeit, so ein riesen erfolg?) aber wer seine schubladen hat (Vega) will die nicht unbedingt aufgeben, iss ja bequemer.
Hitmanski 2011/01/14 11:56:47
Antwort löschenIch hab' das Buch nicht gelesen, aber die Frage muss ja erlaubt sein, ob - selbst wenn er den reaktionären Tenor etwas marginalisiert hat - nicht immernoch genug davon enthalten ist. Letzendlich ist die schon die Grundkonzeption von einer gewissen Furcht vor der heranwachsenden Jugend geprägt; OMEN oder Polanski greifen das ja auch zu gewissen Teilen auf. Da wurde auf jeden Fall ein gewisser Zeitgeist bedient.
Sonst: Das Aberwitzige ist doch eigentlich, dass der Film trotz seiner Bewahrerhaltung unglaublich oft als provokant wahrgenommen wurde, weil er vermeintliche Tabus bricht - sowas verkauft sich doch immer gut.
Kubrick_obscura 2011/01/14 17:18:06
Antwort löschenIch habe diesen Film leider noch nicht gesehen. Die Blu-Ray wartet bereits darauf gekauft zu werden und das hat sich mit Hit's Kritik nicht geändert.
Am liebsten würde ich die Worte "überbewertet" und "reaktionär" verbieten. Die benutze ich zwar manchmal auch, aber wenn mir etwas aufgefallen ist, dann dass der Großteil der MP-Kommentare, wenn es um das Vereißen von Klassikern geht, sich eben mit diesen beiden Worten schmücken. Wenn man sich ältere Filme anguckt (trifft meist auf Klassiker zu), dann sind die öfter reaktionär, wenn man sie mit heutigen Augen betrachtet, eben weil sie in der Vergangeheit gedreht wurden. Meines Wissens nach heißt "reaktionär" nichts weniger als "rückschrittlich", was ein enorm relativer Begriff ist, je nachdem wo man sich auf dem Zeitstrahl befindet. Kann man denn prä-femministischen Filmen ein schlechtes Frauenbild als Tadel anrechnen? Bei heutigen Filmen darf man das natürlich, aber bei alten? Wenn sich ein aktueller Film die Monarchie herbei wünscht, dann kann man das reaktionär nennen, oder wenn es um den Wunsch nach einer höheren über-demokratischen Macht gibt ("Watchmen", "The Dark Knight") etc. Vega hat es doch in seinem Kommentar bereits gesagt, dass "Cruising" heutzutage neue Lesarten zulässt und er damals vielleicht als reaktionär galt. Ich finde den Film fantastisch und ähnlich homophob wie "Brokeback Mountain" :) Wie schon gesagt, kommt ganz darauf an, wo man sich auf dem Zeitstrahl befindet.
Das Wort "überbewertet" hat für mich diesen blöden "Totschlagarguments-Touch. Was wird schon richtig bewertet? Für die einen ist es über-, seltener gibt es das Wort unterbewertet zu lesen. Kann man auch einfach weglassen? Das will ich in einer Kritik als letztes lesen.
Ich will Hit's Kritik garnicht schlecht machen. Ich hab den Film ja auch nicht gesehen, aber das ist mir bei dieser Diskussion gerade aufgefallen. Ich werde einfach mit der Benutzung dieser Wörter in Zukunft sparsamer sein.
PS: New Hollywood ist mega-geil und überhaupt nicht überbewertet. Da bin ich mal ganz progressiv-reaktionärs-revisionistisch drauf...
Hitmanski 2011/01/14 17:42:15
Antwort löschen"Überbewertet" kam ja garnicht im eigentlichen Text vor, sondern wurde von mir nur in Ermangelung der Lust mein diffiziles Verhältnis zu FRENCH CONNECTION genauer zu erläutern, gebraucht :P
Beim Rest würde ich dir in vielen Punkten zustimmen, wobei es natürlich diskutabel bleibt, ob ein aus heutiger Perspektive wahrgenommener reaktionärer Touch, den Film nicht trotzdem anzukreiden ist - im Umkehrschluss gestehen wir Klassikern, die sich "gut gehalten" haben, ja auch gewisse positive Erwähnungen zu.
Ich finde aber, dass sich der Tenor deines Statements eben gerade nicht wirklich auf EXORCIST übertragen lässt; denn dessen sexualfeindliche (die ansatzweise Misogynie, die ich da noch sehe, sogar mal ganz außen vor) Haltung war ja auch in den "wilden" 70ern kein gesellschaftlich-künstlerischer Konsens mehr (da fällt mir gerade ein, ROCKY HORROR kam gerade mal zwei Jahre später^^) - Hooper oder Romero haben doch zeitgleich oder sogar vorher gezeigt, dass man Horror auch in die andere Richtung politisieren kann.
Mr Vincent Vega 2011/01/14 18:00:53
Antwort löschenEben. Und während diese Filmemacher mit ihren wütenden Zeitgeistbeiträgen das Genre bereicherten, aufbrachen, umwälzten, hat Herr Friedkin im wörtlichen Sinne zum reaktionären Gegenschlag ausgeholt und die Geschichte eines bekehrten Mädchens erzählt, das die elterliche Angst vor dem möglichen Verlust ihrer sexuell befreiten Flower-Power-Kinder zu bannen versuchte. Dass dafür auch noch Diener der Kirche ihr Leben lassen müssen, ist quasi das Salz in der himmelschreiend hysterischen Bildungsbürgersuppe. Man beachte im Film auch den Umgang mit der geschiedenen Mutterfigur. Wenn man THE EXORICST neben zeitnahen Filmen wie LAST HOUSE ON THE LEFT oder TEXAS CHAINSAW MASSACRE sieht, ist das wirklich die klemmigste und altbackenste Ekelvorstellung von Genrekino, die es nur gibt. BÄH!
alanger 2011/01/14 18:59:18
Antwort löschenmein lieblingsfilm ALLER zeiten 'the searchers' von john ford.
reaktionär, sicher ...irgendwo. iss mir scheißegal! der rührt mich (immerwieder) zu tränen. also, was solls.
ps. makelos finde ich den exorzist auch nicht und ich gestehe ja: zwiespältig. aber das rein ideologische rangehen an sowas (wir reden ja nich von jud süß) ist für mich: BÄH! da sind ja filmkritiken in der konkret sinnlicher geschrieben, was was heißen will.
ich sach ein wichtiger, sehenswerter film, dennoch!
Hitmanski 2011/01/14 20:19:54
Antwort löschenDu liest Filmkritiken in der Konkret? :P
Kubrick_obscura 2011/01/14 22:08:07
Antwort löschen@Alanger
An den Film musste ich auch denken. Man kann es sich hinbiegen, dass er reaktionär sei. Allerdings plädiere ich mehr für das Gegenteil. John Waynes Figur wird zwar nicht demontiert, aber sie kommt doch ziemlich ins straucheln und die Figur des Halbbluts hat ja auch alle Sympathien für sich. John Ford mag konservativ, aber er schien kein schlechter Mensch gewesen zu sein. :)
@Vega & Hit
Ich habe ja den Exorzisten noch nicht gesehen, deswegen muss ich da mal neutral bleiben, aber mit dem Horrorkino der damaligen Zeit habt ihr eindeutig recht. Ob nun Romero oder Craven, das waren herrlich subversive und unbequeme Filme. Die gehörten ja auch zum New Hollywood. :)
Billmaik 2011/01/15 02:34:04
Antwort löschenDa Joe Gillis das wunderbare Buch »5001 Nights at the Movies« von Pauline Kael erwähnte, würde ich gerne noch folgende großartige Schlusspassage aus ihrer Rezension vom Exorzisten mit euch teilen:
"Somewhere in the publicity for the film there was an item about William Friedkin's having looked at five hundred little girls before he chose his Regan, and, indeed, Linda Blair is a sparkling, snub-nosed, happy-looking little girl, who matches up perfectly with Ellen Burstyn. I wonder about those four hundred and ninety-nine mothers of the rejected little girls—or about the hundred and ninety-nine, if that's a more reasonable figure. They must have read the novel; they must have known what they were having their beautiful little daughters tested for. When they see The Exorcist and watch Linda Blair urinating on the fancy carpet and screaming and jabbing at herself with the crucifix, are they envious? Do they feel, "That might have been my little Susie—famous forever"?"
alanger 2011/01/15 12:09:05
Antwort löschenschön geteilt :)
Hitmanski 2011/01/15 16:23:05
Antwort löschenCONAN - auch so'n Brechmittel :)
Hitmanski 2011/01/15 16:36:44
Antwort löschenGewagter Vergleich, den ich im Moment nicht stichhaltig wiederlegen kann, dazu ist es viel zu lang her, dass ich den gesehen habe. Aber den ganzen Gestus des Films, sei es sein Testosteronwahn oder sein Frauenbild, hab' ich als negativ in Erinnerung. Sozusagen das 300 der jetzigen Ü40-Generation.
Hitmanski 2011/01/15 16:49:27
Antwort löschenIch weiß, hab' extra dein Profil gestalkt - war ja auch nur ganz allgemein gemeint ;)
300 ist per se auch richtig schlecht, ich finde den allerdings schon wieder hochgradig erheiternd, weil er so offensichtlich dümmliche Herrschaftsfantasien bedient, dass ich ihn sowieso keine Nano-Sekunde ernst nehmen kann. Außerdem beherbergen 300-Fans ein ungeheures Unterhaltungspotential in diversen Foren- und Threads - alleine deshalb hat der schon seine Daseinsberechtigung :)
ihre-herrlichkeit 2011/01/19 21:04:02
Antwort löschen"griffen doch zahlreiche spätere Genrewerke auf ähnliche Mechanismen und Konstruktionen zurück, um den Eintritt in die Adoleszenz mit fantastischen Metaphern filmisch verarbeiten zu können" Wo z. B.?
Ich kann deiner Kritik leider nicht zustimmen. Dieser Film ist ein Meisterwerk, der seinesgleichen sucht. Heutzutage werden nur flache stilistische Mittel genutzt, um zu schocken. Dieser Film schafft es mit der Atmosphäre. Und dafür, dass du den Film als einzigartig darstellst und die Ehrlichkeit der Darstellung hoch lobst, kann ich die 3 Punkte wirklich nicht nachvollziehen.
alanger 2011/01/19 21:11:28
Antwort löschen"Kommentar gefällt mir", ihre-herrlichkeit.
ihre-herrlichkeit 2011/01/19 21:20:29
Antwort löschen:*
Hitmanski 2011/01/19 21:29:09
Antwort löschenEs geht in dem Satz ja mehr um eine faktische Nähe. Die reale Pubertät mit einer paranormal evozierten Verwandlung gleichzusetzen ist eine Metapher, die sich in vielen Lykanthropen-Verfilmungen wiederfindet; spontan und überdeutlich würde mir jetzt GINGER SNAPS einfallen (weniger wegen direkter Vergleichbarkeit, sondern aus dem Umstand heraus, dass ich den vorgestern erst gesehen habe).
Ich gestehe dem Film ja eine gewisse handwerkliche Fehlerfreiheit zu, genauso wie seine mögliche Atmosphäre (wobei OMEN in diesem Punkt nach wie vor der stärkere Film von beiden ist), ändert aber ja alles nicht daran, dass ich den Film bedenklich und ärgerlich finde. Die Offensichtlichkeit in seinem Anliegen sollte man deshalb auch nicht wirklich als Argument für den Film werten. Und "Meisterwerk" ist sowieso ein dubioses Totschlag-Argument...
ihre-herrlichkeit 2011/01/19 23:00:08
Antwort löschenIch weiß gar nicht, warum du dich so an der Pubertät aufhängst. Für mich ist dieses Thema im Film gar nicht so stark im Vordergrund.
Es geht vielmehr darum, dass ein unschuldiges Mädchen (noch vor der Pubertät, deswegen ja so unschuldig) von so viel Bösem geprägt sein kann. In dem Film werden ja Tabus am laufenden Band gebrochen und der damaligen Spießergesellschaft eine Ohrfeige gegeben. Unabhängig von der Gesellschaftskritik aber ist die Atmosphäre allein schon ausreichend, um den Film als Meisterwerk zu betiteln. Dass diese Bezeichnung für dich als Totschlag-Argument gilt, liegt einzig und allein darin begründet, dass viele Filme bisher fälschlicherweise so betitelt worden sind. Dieser Film kann diese Bezeichnung jedoch wohlverdient und mit Stolz tragen. Omen kommt atmosphärisch und vom Schock-Faktor her nicht annähernd an Exorzist ran - ganz zu Schweigen von der Originalität der Geschichte.
Hitmanski 2011/01/19 23:22:18
Antwort löschenDie Diskussion dreht sich im Kreis, zum einen weil die Scheinobjektivierung "Meisterwerk" immer etwas dogmatisches an sich hat, dass die betreffenden Filme jeglicher Kritik entziehen soll - was für mich noch nie ein Ansatz war, mit dem ich mich anfreunden konnte.
Ich hab' das ja schon zur Genüge dargelegt: Formale Fehlerfreiheit ist für mich komplett nutzlos, solange die Konzeption hinter der Oberfläche ärgerlich ist. Man kann das alles anders zurecht rücken, aber für mich ist der Zusammenfall von Besessenheit und erwachender Sexualität und Emanzipation (denn nichts anderes ist die zunehmende Aggressivität gegenüber der Mutter und die schrecklich alberne Kreuz-Mastrubation) nun einmal kein Zufall, den man durch die These "Das Böse ist plötzlich da" stützen kann, es ist einer der Kernthemen des Films. Die Originalität ist letztendlich keine, denn wie alanger chon richtig feststellte: Das Script basiert zumindest lose auf dem gleichnamigen Roman.
Rein visuelle Tabubrüche haben sowieso etwas schrecklich kalkuliertes und langweiliges an sich. Aber jetzt ist auch gut; viel zu viel Diskussion um so einen Schmarrn.
ihre-herrlichkeit 2011/01/19 23:58:18
Antwort löschenIch find es einfach sehr schade, dass du diesem Film nichts Gutes abgewinnen kannst...Im Gegensatz zu Noé ist der Tabubruch keine Plattform, um Perversionen leben zu können. Im Gegensatz zu Lars von Trier ist es kein Tabubruch mit Gewalt ausgelöst, nur, um künstlerisch wirken und seine eigenen psychischen Probleme verarbeiten zu können. Der Film will einfach nur schocken, das schafft er auch. Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Aber du hast Recht, wir beenden das jetzt.
Joe Gillis 2011/01/20 00:07:08
Antwort löschen@ Hitmanski: Wir hatten uns ja schon geeinigt, daß wir uns in dieser Sache nicht einigen können… :) … aber was hat »The Exorcist« mit Lykanthropie zu tun? Es geht, soweit ich den Film verstanden habe, doch nicht um Verwandlung in ein wolfartiges Wesen (mit den ganzen sexuellen Implikationen, die in diesem Motiv stecken) sondern um Besessenheit (= Inbesitznahme durch einen Dämon). Das zentrale Thema der Erzählung ist m. E. ›das Böse‹ und die Möglichkeit seiner Überwindung.
Hitmanski 2011/01/20 00:15:21
Antwort löschenAch, hier ist ja niemals Ruhe ;)
Nein, natürlich geht es nicht in die Verwandlung in ein wolfartiges Wesen oder ähnliches, aber es zum einen darum, dass auch der Werwolf-Mythos mit einer Inbesitznahme hantiert, insofern dem typischen Dämonenszenario nicht unähnlich ist, und zum anderen, dass beide oftmals als Synonym für eine physische und psychische Veränderung (i.d.R. eben Pubertät oder sonstige Emanzipation) gebraucht werden. Ich finde diese Parallele nicht zwingend, aber ich halte sie für vertretbar.
Joe Gillis 2011/01/20 00:27:57
Antwort löschen»Ach! und hundert Flüsse / Stürzen auf mich ein.« (Goethe) Ich bin jetzt still – und schaue mir demnächst mal »Exorcist II: The Heretic« an. Der wartet nämlich schon ein ganzes Weilchen darauf, von mir Besitz zu ergreifen... :)
Hitmanski 2011/01/20 00:30:21
Antwort löschenDer soll ja besser, weil weniger ernstzunehmend sein. Kenn' ich aber nicht.
ihre-herrlichkeit 2011/01/20 10:36:08
Antwort löschenDer ist scheiße und furzlangweilig.
DerDude_ 2011/01/22 21:20:53
Antwort löschenHitmanski ist vom Teufel bessesen
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Hitmanski 2011/01/22 23:30:18
Antwort löschenNoch nicht; er hat's mal probiert, aber der zahlt so wenig für meine Seele und das Image ist so schlecht.
patcharisma 2011/04/17 22:57:27
Antwort löschenWas soll die überflüssige Diskussion da? "Das Omen" ist und bleibt die Nr.1 - für immer!
Kommentare (77) — Film: Der Exorzist
Kommentar schreibenPuebleau 2012/02/09 23:17:20
Kommentar löschenIn der Musik wie auch beim Film hab ichs am liebsten atmosphärisch, dunkel und blasphemisch. Mein 666ster bewerteter Film sollte da natürlich was besonderes sein; und eben das war "der Exorzist" auch, zumal er alle angeführten Kriterien vollkommen erfüllt. Dass ich dieses knapp 40 Jahre altes Machwerk erst heute gesehen habe ist für einen Horrorfilmfan ein Versäumnis und eine Offenbarung zugleich, denn mit seiner perfekten Inszenierung hat er mich soeben voll erwischt. Ich lasse die Eindrücke gerade zu ner Platte von Mayhem auf mich wirken und muss zugeben, dass ich aus dem Film eine Form von Amusement ziehe, die vom Regisseur nicht beabsichtigt und für die Kinodeserteure von damals nicht nachvollziehbar ist. Das Mädchen, das Sprachzentrum und Libido nicht mehr unter ihrer Kontrolle weiss, hat meiner Meinung nach die epischsten Punchlines der Filmgeschichte geliefert.
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blockbusterandmore 2011/12/28 20:12:32
Kommentar löschenRegan: "Deine Mutter lutscht Schwänze in der Hölle!"
Von jeher haben sich Autor Peter Blatty und Regissseur William Friedkin relativ wage zu ihrem Schaffen "Der Exorzist” geäußert. Und es wurden kleine Unterschiede in der eigenen Auffassung zum Werke deutlich. Während Blatty "Der Exorzist” zu seiner Zeit als gelungenes Achterbahn Kino einstufte, welches sich auf der tiefen, unbewußten und Freudschen Ebene mit dem Sinn und Zwecks des dar seins von gute und böse befaßte, welches auf die spirituellen Mächte im Universum zurückzuführen ist, regte Friedkin seit je her eine leicht alternative Diskussion an: "Jeder sieht im Exorzisten , was er bereits ins sich hat..." Es ging Friedkin darum auszudrücken, das der Mensch der Mensch ist, das gut und böse im Menschen gleichermaßen wachsen und gedeihen können. Und der Mensch alleine durch seine Taten zeigen würde, in welche Richtung er tendiert, ob zum guten oder zum schlechten. In einem Punkt sind sich Blatty und Friedkin sicher: am Ende des Lebens kann die Erlösung für einen jeden stehen. Gott ist existent. Wie man Gott begegnet, bleibt jedem selbst überlassen. Ob im guten oder im schlechten.
Unbestritten ist, das "Der Exorzist” nach x-mal wiederholtem sehen und dem Fortschritt der technischen Visualisierung aus heutiger Sicht bereits einiges an Potential und Schockeffekten eingebüßt hat. Manch einer mag dem Film auch reaktionäre Tendenzen vorwerfen, die auch nicht von der Hand zu weisen sind. Und mag "Der Exorzist” im Zuge unserer Weltanschauung, unserer modernen Gesellschaft, unseren heutigen Erziehungsmethoden auch nicht mehr up to date sein, ihn in unseren heutigen, zeitlichen Kontext einpressen zu und einfach nur nach heutigen Maßstäben beurteilen wollen kann nicht funktionieren. Vielmehr muß man einfach reell bleiben und diesen Kultfilm mittlerweile aus zeitgenössischer Perspektive betrachten. Man kann sich ein interessantes Bild davon machen, wie die durchschnittliche klein- und spießbürgerliche Welt der 70er Jahre wohl ausgesehen haben mag. Gewisse gesellschaftliche Dinge, Vorstellungen und Ansichten von Moral und Ideologie sind einfach nun mal entsprechend vorhanden / dar gewesen bzw. Willam Friedkin ist im Spannungsaufbau, im auf die Spitze treiben der Geschichte und in Punkto Inhalt etwas außergewöhnliches gelungen. In völliger Ruhe und Gelassenheit erhält das "Böse” Einzug in die Gesellschaft, manifestiert sich nichtsahnend in der kleinen Regan. Im Angesicht der Normalität und der erstmal vorherrschenden Harmonie der Gesellschaft kristallisiert sich im nachhinein das absurde, böse und zerstörerische heraus.
"Der Exorzist” verkörpert aus heutiger Sicht als mittlerweile zeitloses Porträt der 70er Jahre die Vorstellung einer längst vergessenen Moral und bestimmter, damals vorherrschender Konventionen. Mittlerweile ist Friedkins und Blattys Schaffen zu einer Widerspiegelung damaliger innerer Ängste der Erziehungsberechtigten geworden, für die es eine Horrorvorstellung gewesen sein muß, wenn die eigenen Kinder zwar die eigene Sexualität entdecken, aber mit dieser im Zuge und Sinne geltender Maßstäbe nicht gesund umgehen würden. In den 70ern grassierte die Angst vor einer neuen sexuellen Gesinnung, diese Gesinnung brachte das eigene Denken, die Vorstellung von Moral und den gesellschaftlichen Konventionen in arge Bedrängnis. Der innere Dämon Regans vermittelt die Botschaft, das so etwas wie sexuelle Unschuld nicht existiert, weder beim Nachwuchs noch bei der restlichen Familie. Friedkin konfrontiert den Betrachter mit drastischen Schockmomenten, die den inneren Konflikt in Bezug auf die eigenen Vorstellung der Moral und vorherrschender Konventionen gnadenlos offenlegen. Man kann nicht flüchten, sich abwenden, der innere Dämon Regans hält dem Betrachter den Spiegel vor das Gesicht. Jeder Mensch ist für sein tun und handeln selber verantwortlich. Ob im guten oder zum schlechten. Und das innere böse, genau wie das gute, ist immer allgegenwärtig. Laut Blatty auf Grund unerklärbarer Mächte / eines unerklärbaren Phänomens. Gegen das böse mögen die Wissenschaft, die eigene Logik, die Moral, die erzieherische Vernunft und der eigene Verstand manchmal nichts auszurichten. Die Folgen werden schonungslos aufgezeigt. Der Glaube an die Werte des Menschen, an den eigenen Fortschritt, an die Möglichkeiten der Technologie, ja sogar an die eigene Medizin, mit den aus heutiger Sicht antiquiert wirkenden Behandlungsmethoden, hat bei Friedkin und Blatty ausgedient.
Fazit: Während es William Friedkin im Exorzisten mehr um die Erschütterung der Grundfeste und Werte der damaligen Gesellschaft ging, die sich ihres eigenem irrationalem Denken nicht bewußt war, aber ihre Ansichten als unumstößlich und modern verkaufte, befaßte sich Blatty im inneren mit den religiösen Aspekten von gut und böse, mit dem Kampf konservativer Werte gegen das böse. Beide Ansichten kamen in "Der Exorzist” zum tragen. Friedkin kratzt an der Ideologie, während Blatty den Kampf gegen die Auflehnung der Gesellschaft zentralisiert und den religiösen Mythos hinzufügt (damit der Kampf gewonnen werden kann). Friedkin entzaubert den religiösen Mythos aber wieder. Das böse steckt im jeden Menschen. Dem bösen ist, selbst nach dem Regan befreit wurde, mit religiösen Ritualen nicht beizukommen. Das böse ist nicht endgültig besiegt, sondern nur verbannt. Der Glaube am religiösen Praktizismus hat ausgedient, der Glaube wird zu einem Aberglauben. Der Glaube ist ein Gefühl der Sicherheit, das die Menschen sich selbst geschaffen haben. Und dieses Gefühl wird in "Der Exorzist” bis in die Grundfesten erschüttert... Vom heutigem Standpunkt aus betrachtet ist "Der Exorzist” ein immer noch ausgezeichneter bis sehenswerter "Kult” Film und gehört zu den besten Filmen aller Zeiten. Schauspielerisch wäre heute noch mehr drin, aber who cares... Und im Angesicht moderner Kino Nachzügler, die sich der gleichen Thematik annehmen, ist der Exorzist diesen auch heute noch im Punkte Glaubwürdigkeit und Härtegrad voraus.
"Sieht aus, als hätte ich ein fremdes Schamhaar in meinem Gin." – "Wie war das bitte?" "Sowas hab ich ja noch niemals erlebt."
"Die Sau gehört mir!"
"Lass dich von Jesus ficken!"
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Teezy123 2011/11/20 19:16:19
Kommentar löschenKaum ein anderer Film verdient die Bezeichnung "Horrorfilm" wohl mehr als "Der Exorzist".
Und wenn der Film auch fast 40 Jahre alt ist, so hat er dennoch nichts an seiner Intensität verloren.
Linda Blair in ihrer wohl überzeugendsten Rolle.
Und ich kann es bestätigen, als ich ihn seinereit im Kino sah, sind die Leute wirklich haufenweise aus dem Kinosaal gerannt.
Und auch ich konnte drei Nächte nicht ruhig schlafen und nicht ohne unter mein Bett zuschauen und nicht ohne ein kleines Licht... ok, damals war ich allerdings auch 12 Jahre alt.
Aber selbst heute habe ich immer noch ein flaues Gefühl, wenn ich diesen Film sehe...
Fazit:
Großes Kino
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summerwine-lee 2011/11/20 19:38:45
Antwort löschenIck find den witzig!!!!
Teezy123 2011/11/21 15:13:36
Antwort löschenokaaaaaaay, an welcher Stelle hast Du gelacht ? :-))
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K4r0ttens4ft 2011/12/27 14:50:17
Antwort löschenDeine Mutter lutscht Schwänze in der Hölle!?
Teezy123 2011/12/28 18:26:09
Antwort löschen:-)))
cpt. chaos 2011/11/15 16:18:09
Kommentar löschenAus der damaligen Sicht heraus betrachtet sicherlich geradezu revolutionär für dieses Genre, dennoch bleibt die Frage nach dem Wieso ungeklärt. Zudem sind fast sämtliche Handlungsstränge selbst im Director‘s Cut vollkommen unausgegoren und weitestgehend unspannend erzählt, sodass sie sich letztendlich als überflüssiges Beiwerk erweisen.
Lediglich Linda Blairs Rolle als Besessene, welche zwischenzeitig gedoubelt werden musste, ist als bahnbrechend zu bezeichnen und maskenbildnerisch natürlich absolut top, aber in der Summe des Ganzen zu wenig für einen guten zeitlosen Film.
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Kevkev1101 2011/11/15 02:11:21
Kommentar löschenDer absolut beste Horrorfilm den es je gegeben hat. Ich denke das es auch keinen besseren mehr geben wird.
Wirklich sehr verstörend und brutal.
Was den Schauspielern abverlangt wird ist wirklich grandios.
"Der Exorzist" hat alles richtig gemacht. Klasse!
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geheimer333 2011/11/06 01:46:38
Kommentar löschenWuhu es ist Feiern angesagt! Das ist mein Film Nummer 500!!! YEAH!
Zum Film:
Ich war mir verdammt sicher, dass der Exorzist eher lächerlich für mich sein wird. In der Generation von Filmen wie Hostel, A Serbian Film ect. (Filme die mich nicht sonderlich geschokt haben), kann einen ein besessenes Mädchen doch keine Angst mehr einjagen. OH DOCH DAS KANN ES!
Der Exorzist ist ein rundum genialer Horrorklassiker, mit einer düsteren Atmosphäre und einem großartigem Score. Eine perfekte Mischung aus spannendem Thriller und extrem hartem Horrorschocker, wo man manchmal das Bedürfnis hat über den Bildschirmrand hinweg zu gucken (selbst meine Katze ist einige Male zusammengezuckt).
Ich muss sagen, dass ich die ersten 10 Minuten im Irak ziemlich unnötig fand, denn die Lebensgeschichte des alten Priesters ist nun wirklich nicht relevant. Die des jungen Paters, der Fachmann im Bereich Psychologie ist, ist dafür umso besser, denn sie ist perfekt um sie mit den Schockerszenen zu kombinieren.
Doch das was den Film so unglaublich gut macht, sind natürlich die Szenen mit Linda Blair im Bild. Jetzt mal ehrlich, wie kann ein so junges Mädchen etwas so gut spielen!? Und auch noch soetwas! Diese Augen, diese Mimik, sind einfach angsteinflößend. Die muss doch ein Trauma haben oder so. Auf jeden Fall ziehe ich meinen Hut vor ihr denn, kein anderer Schauspieler (außer De Niro natürlich) hätte das so hinbekommen, auch wenn er sich lange Zeit mit dem Hauptthema des Filmes, also dem Exorzismus, auseinandergesetzt und tausende von Büchern gewälzt hätte.
Der Exorzist ist auf jeden Fall ein würdiger fünfhunderster Film, ich habe mit Sicherheit die richtige Wahl getroffen.
Ich würde ja gute Nacht sagen, aber schlafen werde ich wohl nicht mehr...
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alex023 2011/11/06 01:48:20
Antwort löschenHerzlichen Glückwunsch!
Raise your glass to the party, cause the party rock is in the house tonight!
Lasst die Sektkorken knallen, es ist geheimers 500. Film :D:D:D
geheimer333 2011/11/06 01:50:05
Antwort löschenDankeschön, aber schlaaf mal lieber deinen Rausch aus. Morgen steh ich vor deinem Bett und schlag Kochtöpfe aneinander :D
alex023 2011/11/06 01:50:50
Antwort löschenNeeeeeeeeeeeeeeeein :D
geheimer333 2011/11/06 01:52:50
Antwort löschenDu wirst schon sehen ;D
hoffman587 2011/11/06 09:52:22
Antwort löschenSo deine Lieblingsantwort, ich zitiere: "DER FILM IST GEIL!"
Doch der Anfang ist so wie er istperfekt, da er schon eine symbolische Grundstimmung mithineinbringt und Unheil vorhersagt.
Und wo ist der Extrateil für Sydow?!;D
geheimer333 2011/11/06 10:17:31
Antwort löschenDen letzten Satz kapier ich nicht :D
Und sag nicht zu oft DER FILM IST GEIL, sonst wirst du noch ins Krankenhaus eingeliefert ;D
hoffman587 2011/11/06 10:19:40
Antwort löschenMax von Sydow, der alte Pater, wo ist die Huldigung in deinem Kommentar, in Extralänge?^^
geheimer333 2011/11/06 10:33:09
Antwort löschenNamen von Filmfiguren vergesse ich immer :D Kann mich nur noch an Regan erinnern...
Wenn dann eine Verlängerung der Huldigung an Linda Blair :D
hoffman587 2011/11/06 10:37:56
Antwort löschenSydow<3
Ich habe den ganzen Film lang, damals, nur auf ihn gewartet, deshalb Sydow^^
Waren das schlussendlich nur die letzten 15 Minuten, aber was solls;D
geheimer333 2011/11/06 11:08:19
Antwort löschenNaja... Geiler Film eben :D
Joeyjoejoe17 2011/11/06 19:01:51
Antwort löschenalso Pacino hätte das wohl auch geschafft, wenns denn schon der DeNiro hätte packen können ;)
Oder ganz groß der Brandos Marlon ;D
geheimer333 2011/11/06 22:58:12
Antwort löschenDe Niro bleibt (für mich) der beste. Und Pacino hat mich nie so gaaaanz überzeugt...
Joeyjoejoe17 2011/11/10 23:00:00
Antwort löschenDann schau dir "You don't know Jack" an, ist zwar "nur" ne Fernsehproduktion der HBO, aber da spielt er auf jeden Fall eine seiner stärksten Rollen. Ebenso war er in Hundstage auch super gut, oder im Paten, selbst in Insomnia und und und :D
Ich befinde Pacino und DeNiro zusammen als die Spitze der Schauspielerriege Hollywoods :>
geheimer333 2011/11/11 16:02:15
Antwort löschenPate hab ich gesehen, also den ersten, hat mich irgendwie nicht umgehauen...
Joeyjoejoe17 2011/11/11 16:32:38
Antwort löschenWie stehts dann mit Scraface Toni?
geheimer333 2011/11/11 22:52:46
Antwort löschenda war er sehr gut, aber eben nicht so gut wie De Niro als Travis Bickle und ein paar andere Rollen... =/
String 2011/11/15 09:07:12
Antwort löschenDas hat mich jetzt endlich mal überzeugt, dass ich den Exorzisten wohl doch noch mal sehen muss.
geheimer333 2011/11/16 18:06:43
Antwort löschenSchön zu hören =)
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ihre-herrlichkeit 2011/11/27 17:27:15
Antwort löschenStimme Hoffmann 100% zu bzgl. der symbolischen Grundstimmung. Das ist mein absoluter Lieblingshorrorfilm, deswegen gab es wegen der Kritik zum Anfang kein Like, sorry. ^^
geheimer333 2011/11/27 17:42:10
Antwort löschenNagut... ^^
cruzha 2011/11/01 11:34:43
Kommentar löschenBesonders im Director's Cut ist Der Exorzist einer der großartigsten und packendsten Horrorfilme überhaupt. Hochgradig spannend, aufwühlend und schockierend, ausgezeichnet inszeniert und mit einem der größten Scores der Filmgeschichte. Einige Längen (was aber typisch für die Entstehungszeit ist) trüben den Genuss nur sporadisch. Ein großer, furchterregender Klassiker.
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the assassin 666 2011/09/04 23:28:45
Kommentar löschenDer exorzist ist ein Klassiker im Horrorgenre, ich habe in schon oft gesehen immer wieder gruselig und angsteinflössend.
Für zartbesaitete ist der Film aber nicht wirklich geeignet.
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nikl 1987 2011/08/19 22:15:10
Kommentar löschenDer Urvater der Exorzisten-Movies. Oft kopiert, doch nie erreicht (obwohl nicht alles, was danach kam, ein totaler Reinfall war). Schockmomente sind vorhanden, aber eher rar. Der Film zieht seinen Status aus der sehr gut erzählten Geschichte und der dichte Atmosphäre, die nach und nach aufgebaut wird. Auch beim Exorzismus am Ende des Films wird eine beeindruckende Schauspielleistung geboten. Man merkt dem Pfarrer und den restlichen Beteiligten die Erschöpfung und Resignation merklich an. Auch ein unvergessliches Bild: wie Megan mit unnatürlich nach hinten gebogenen Rückgrat auf Händen und Füßen die Treppe herunterläuft und am Ende fauchend Blut spuckt. Oder die Masturbationsszene mit dem Kreuz. Oder...ach, der Film strotzt einfach so von denkwürdigen Momenten. Auch auf subtiler Ebene wird gute Arbeit geleistet, zum Beispiel beim kurzen Aufblitzen der Fratze des Leibhaftigen an der Zimmerwand im Sekundenbruchteil eines Blitzes. Diese Momente werden mit solch einer Selbstverständlichkeit in den Film eingestreut, dass sie einem vielleicht erst beim zweiten oder dritten Mal erst auffallen. An diesen Klassiker kommt man eigentlich nur schwer vorbei. Bevor man so Dinge wie "Der Exorzismus der Emily Rose" oder sonstiges in den Himmel lobt, sollte man sich erst einmal das "Original" ansehen, wirken lassen und dann seine Meinung noch mal überdenken.
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Iubar 2011/08/07 14:42:47
Kommentar löschenEin Klassiker, der absolut sehnswert ist...
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Hooded Justice 2011/07/02 19:16:57
Kommentar löschenNach den vielen Exorzisten-Flops der letzten Jahre wie EXORZIST: DER ANFANG, DER LETZTE EXORZISMUS oder auch der aktuellste Vatikan-Schund THE RITE aus diesem Jahre war ich umso erstaunter, wie anständig man eine Exorzismus-Story verpacken kann. Die eben genannten Reinfälle zeigen genau das, was ihre (meiner Meinung nach) bekloppten Teufelsbesessenheits-Geschichten eigentlich auch nur hergibt und sind vor allem deswegen auch schlecht. DER EXORZIST hat eine ebenso blöde Story, funktioniert aber in erster Linie deswegen so wahnsinnig gut, weil eine wahrlich starke Umsetzung gelungen ist. Die befangene Atmosphäre zeigt Wirkung, die Charaktere erscheinen interessant und ausgearbeitet und die wesentlich besser zur Geltung kommenden Gruseleffekte gruseln. Dabei kommt einem primär durch die überragenden schauspielerischen Leistungen absolut nichts albern oder affig vor, auch wenn die Teufelsbesessene Regan manch „böse Wörter“ schreit und sehr schräge Taten vorführt – wie den legendären Spider-Walk oder die Aktion mit dem schüttelnden Bett.
DER EXORZIST gehört zu den spannendsten und unvergesslichsten Filmen des Horrorgenres und ist speziell auch für mich eine wahre Einzigartigkeit, die aus seinem Exorzisten-Kram was enorm Gewaltiges gemacht hat. Einwandfrei. Und völlig überraschend.
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hoffman587 2011/06/26 17:14:00
Kommentar löschenThe Exorcist
"Der Exorzist" ist ein beeindruckender, spannender, schockierender, christlich angehauchter und unheimlicher Horrorfilm von William Friedkin aus dem Jahre 1973, der auf dem gleichnamigen Roman von William Peter Blatty basiert, der nebenbei auch das Drehbuch schrieb. "Der Exorzist" löste weltweit Diskussionen aus, sodass er des öfteren als blasphemisch und skandalös bezeichnet wurde, trotzdem wurde das Werk einer der erfolgreichsten Filme der 70er Jahre.
Die Story wurde recht einfach gehalten und ist schnell erzählt: Das junge Mädchen Regan lebt mit ihrer Mutter zusammen. Plötzlich bekommt Regan unkontrollierbare Aggressionausbrüche und Anfälle und es steht bald fest: Regan ist vom Teufel besessen. Also nehmen zwei Pater den Kampf gegen ihn auf.
Schon der Anfang mit einem Auftritt von Max von Sydow verkündet großes Unheil und lässt einen doch durch seine gruselige Stimmung eine gewisse Form von ratloser Angst empfinden, sodass der Anfang, meiner Meinung nach, einen gelungenen Einstieg in das Werk bietet und das bleibt auch so, denn der Film ist die ganze Laufzeit über mitreißend, jedenfalls empfand ich das so...die Spannung steigt zwar langsam, aber immer stetig, sodass sich der Spannungsbogen bis zum bahnbrechenden Finale zwischen den Priestern und dem Teufel auf dem Höhepunkt befindet.
Als nächstes zu den Darstellern, aus denen besonders Ellen Burstyn als liebevolle Mutter, die bei dieser Sache doch große Angst um ihre geliebte Tochter hat, sie spielt ihre Rolle sehr intensiv und einfach überragend zeigt sie ihre Angst. Auch die anderen Darstellen können noch auftrumpfen, wie ein stark spielender Jason Miller als Pater Damien Karras, der eigentlich durch schwere Schicksalsschläge vom Glauben abgefallen ist, zusätzlich spielt Linda Blair ihre Rolle der Regan, die vom Teufel besessen ist, für ihr Alter wirklich überzeugend und in einer Nebenrolle darf Lee. J. Cobb als Lt. Kindermann eine solide Leistung abliefern. Und selbstverständlich sollte auch nicht der einprägsame Auftritt von Max von Sydow als Pater Merrin vergessen werden, der das genaue Gegenteil zu Jason Millers Figur darstellt. Merrin ist ein Fels des Glaubens, jemand der sich an seinen Glauben klammert und Sydow spielt diesen Charakter mit seiner vollständigen Kraft. Jedoch finde ich seinen Auftritt viel zu kurz.
Die Inszenierung des Ganzen ist natürlich brillant.
Die Regie darf man als erstklassig bezeichnen, stets ist der Erzählstil bzw. das Erzähltempo passend gewählt, sodass man doch immer "am Ball bleibt" und sich der Film auf seine Art perfekt entwickeln kann.
Hervorheben sollte man noch die absolut genialen Schockszenen, die von der Inszenierung her aller erste Sahne sind und meistens pure Gänsehaut verursachen.
Auch die Kameraarbeit ist exzellent, sie erzeugt kraftvolle, unheilvolle, schockierende, aber auch symbolische Bilder der Extraklasse, auch wenn sie nicht immer genau oder sauber inszeniert wurden.
Interessanterweise muss ich zugeben, dass das Drehbuch von William Peter Blatty wirklich mutig geschrieben wurde, um jetzt mal zu den Dialogen zu kommen. Diese sind nämlich nicht gerade naja "sanft" geschrieben, meistens sehr vulgär und ein wenig anstößig, wenn der Teufel zum Beispiel Besitz von Regan ergreift. Wirklich sehr mutig, so mutig, dass das Drehbuch gleich mit einem Oscar geehrt werden musste. Sonst sind die aber auch recht gut niedergeschrieben.
Die Charaktere wurden in dem Masse recht solide gestaltet, auch wenn ich finde, das sie teilweise heute etwas "altertümlich" wirken können, das muss man aber jetzt nicht unbedingt negativ sehen, da man sie, nun mal "zeitgenössisch" sehen sollte.
Zu dem Ganzen gesellt sich dann noch ein sehr stimmungsvoller und spannungsfördernder Score.
Was man an "Der Exorzist" kritisieren könnte wäre die christliche angehauchte bzw. reaktionäre Handlung(ich sage nur:"Die Kraft Gottes") und dann das doch heute reaktionär wirkende Familienportrait der 70er Jahre, dennoch vergebe ich dem "Exorzisten", da man diese Aspekte "zeitgenössisch" sehen sollte.
Somit kann ich zum Schluss sagen, dass "Der Exorzist" der wohl beste Horrorfilm mit der Thematik des Exorzismus ist und ein echt schockierender Klassiker des Genres.
25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten
seven 2011/06/26 17:18:13
Antwort löschenKlasse. Die Szenen, in denen Regan vom Arzt untersucht wird, empfand ich als sehr intensiv.
hoffman587 2011/06/26 17:21:10
Antwort löschenDanke und jep, da hast, besonders als Gänsehautverursachend emfand ich: Die Rückwärtskrabbelszene...
seven 2011/06/26 17:22:20
Antwort löschenAu weia...^^
hoffman587 2011/06/26 17:23:24
Antwort löschenWas "Au weia"?, das ist kein Spoiler, würde ich jedenfalls sagen...
seven 2011/06/26 17:26:18
Antwort löschenNein, nein:DD Wollte damit nur mein Unbehagen ausdrücken, das ich bei dieser Szene hatte;-)
hoffman587 2011/06/26 17:29:26
Antwort löschenAch so ich dachte schon...
pufaxx 2011/06/26 17:34:00
Antwort löschenKann es sein, dass "Der Exorzist" der erste Film mit verbogen krabbelnden Körpern war? Auf jeden Fall ein Volltreffer. Sowas ekelt mich immer noch ...
hoffman587 2011/06/26 17:55:34
Antwort löschen@pufaxx: Kann sein, aber vielleicht gabs davor noch was...bei Trashfilme?...das glaube ich aber nicht, außerdem wäre er der Einzige wo mir jetzt direkt "verbogen krabbelnde Körper" einfallen würde, kennst du noch Andere?:)
shadowhunting 2011/06/26 17:59:50
Antwort löschenDer kam ja gestern auch im Fernsehen, ich hab mir aber direkt Dirty Harry II angeschaut :-) Aber so hatte ich ''The Exorcist'' auch in Erinnerung, sehr gute Kritik!
freakualizer 2011/06/26 18:11:07
Antwort löschenHehe, wieder mal ne lustige Konversation hier.
@ hoffmann: "Verbogene krabbelnde Körper" haben doch die Japaner totgetreten. Da tauchen sie in nahezu jedem Horrorfilm auf.
pufaxx 2011/06/26 18:24:07
Antwort löschen@hoffman: "Verbogen krabbelnde Körper" ... gab's seitdem oft. Auf Anhieb fallen mir "The Ring", "Legion" ein - von anderen Filmen hab ich die Namen nicht im Kopf. Hab halt gestern gedacht "Aha. DA kommt das also her" ... Wollte bloß wissen, ob das eventuell tatsächlich stimmt.
hoffman587 2011/06/26 18:25:25
Antwort löschen@shadowhunting: Danke.
@freakualizer: Hatte ich mir schon fast gedacht, die haben da eh immer sehr BESONDERE Horrorfilme.
Timo K. 2011/06/26 20:06:56
Antwort löschenSoweit ich mich erinnere, ist doch diese Spiderwalk-Szene ("verbogen krabbelnde Körper") erst nachträglich im Director's Cut von 2001 eingefügt worden, weil die damalige Tricktechnik in den Kinderschuhen steckte.
hoffman587 2011/06/26 20:13:36
Antwort löschenSicher, es kommt mir so vor, als ob die schon immer da war, aber vielleicht kenn ich auch nur den DC...
hoffman587 2011/06/26 20:27:18
Antwort löschen@tobe78: Danke.
ihre-herrlichkeit 2011/11/27 17:34:37
Antwort löschenSchön geschrieben! Ich hab ihn heute zum zigsten Mal wieder gesehen (weil ich einfach wieder Lust drauf hatte) und musste neue Details feststellen, die mir bis dato gar nicht aufgefallen waren!
Spoiler: Z. B. am Ende, als Pater Damien sterbend an der Treppe liegt und sein Freund kommt und ihm die Sünden abnehmen will, lebt Damien noch! Sein Freund fragt ihn "Möchtest du beichten?", während er seine Hand hält und Damien drückt die Hand, um damit ein "Ja" anzudeuten. Mir sind fast die Tränen gekommen.
hoffman587 2011/12/01 22:31:30
Antwort löschen@ihre-herrlichkeit: Danke sehr. :)
Und ich bermerke schon, du scheinst den Film wirklich zu lieben. Bzw. einen interessanten kleinen, aber dennoch feinen Aspekt, den du genannt hast. Mir blieb der eigentlich gar nicht so in Erinnerung, werd darauf nochmal beim nächsten Mal auf die Szene achten.
Alle 19 Antworten zeigen
ihre-herrlichkeit 2011/12/01 23:13:31
Antwort löschenDas ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Entsprechend habe ich ihn schon sehr oft gesehen. Umso überraschter war ich, dass dieser Aspekt mir vorher noch nie aufgefallen ist. Eine Freundin sagte, dass sie glaubt, er würde den Teufel in seinen Freund mit dem Händedruck übertragen. Ich bin nicht der Meinung. Ich glaube, dass sollte nur als "ja" gelten. Schau es dir nochmal an und sag mir, was du davon hältst.
hoffman587 2011/12/02 21:18:44
Antwort löschenOkay, mach ich.
TinaCocaine 2011/06/11 23:36:10
Kommentar löschenDie ersten 40 Minuten sind enorm zäh, dann wird es allerdings nach und nach besser. Das Kind (Regan) liefert erstklassige schauspielerische Leistungen ab und einige Szenen sind überaus witzig. Die Story ist ganz nett und den Film kann man sich größtenteils ganz gut anschauen! Allerdings ist es mir etwas zu lang... Ich weiß aber noch, wie ich mich so mit 15/16 zusammen mit meinen Freundinnen total kaputtgelacht habe (F*** Jesus usw...) Also, gerade für das jüngere Publikum sehenswert!
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pufaxx 2011/06/07 20:40:33
Kommentar löschenFataler Arbeitsunfall: Priester segnet aus Versehen das Zeitliche.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
pufaxx 2011/06/07 20:40:55
Antwort löschen[Diese Meldung aus dem Postillon-Newsticker musste einfach sein. http://www.der-postillon.com/search/label/Newsticker - Surftipp!]
ElMagico 2011/06/07 20:43:26
Antwort löschen:D
Link36 2011/05/23 16:39:34
Kommentar löschenDer film ist ein Klassiker und ih finde ihn eigentlich gut
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filmfreak23 2011/05/07 16:04:06
Kommentar löschenMag sein, dass der Film damals die Leute Schockiert hatte, aber mich ließ er bis auf ein paar wenige Szenen irgentwie kalt.
Ich weis nicht wieso.
Handwerklich ist er für damalige Verhältnisse Sensationell gut gemacht und die Gruseleffekte waren ganz nett, aber er konnte mich einfach nicht fesseln, sodass ich ganz gebannt vor dem Bildschirm sitze und mit den Personen mitfiebere.
Habe vielleicht vorher zu hohe Erwartungen gehabt, so von wegen "Der erschreckenste Film aller Zeiten".
Aliens von 1986 z.B. hat auch schon ein paar Jährchen aufm Buckel, bietet aber meiner Meinung nach eine wesentlich dichtere Atmosphäre und Spannung.
Ihm sieht man das Alter nicht so sehr/bzw. fast gar nicht an.
Aber wie gesagt meine Meinung!
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NiboraC 2011/03/20 21:33:06
Kommentar löschenIch bin bei dem Film fasst eingeschlafen!
Ich fand ihn extrem langweilig! Klar ist er ein Klassiker und man sollte ihn gesehen haben, aber mhh ich werde vermeiden diesen langweiligen Film mir noch mal anzutun.
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ihre-herrlichkeit 2011/03/20 21:46:08
Antwort löschenNatürlich. Wer Saw I-XXXVI großartig findet, kann nichts mit subtilem Horror anfangen.
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dAJaro 2011/03/20 21:50:39
Antwort löschenOwned! ;)
dracula007 2011/04/05 11:52:21
Antwort löschenIch bin immer noch für einen "Antwort gefällt mir" Button! ^^
KurAichan 2011/03/13 10:37:05
Kommentar löschenAls Gruselig kann man ihn nicht bezeichnen,aber als interessant schon. Er hat so seine Schockmomente. Diesen Film muss man einfach mal gesehen haben,er ist Kult! Dafür dass er als erscheckendster Film aller Zeiten einst erklärt worden ist. ;D
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FordFairlane 2011/03/13 10:50:46
Antwort löschengruselig war er in den 70ern, jetzt ist das volk ja schlimmeres gewohntxDDD
Tyler Durden 22 2011/03/10 11:58:59
Kommentar löschenSorry aber ich fand den Film eher Langweilig als spannend oder sonst irgendwas. Die einzigsten guten Szenen sind wenn das kleine Mädchen am Rad dreht. Der Rest ist wie ich finde einfach nur öde!!
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---OMFG--- 2011/02/06 23:40:43
Kommentar löschenHat eine gute Story. Ist manchmal ein bischen spannend, und am ende seeehr erschreckent!
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Deepflight 2011/02/20 23:46:58
Antwort löschenerschreckend im Sinne von gruselig oder von filmisch schlecht?^^
---OMFG--- 2011/02/23 16:30:45
Antwort löschenvon gruselig ..