Der Exorzist
The Exorcist (1973), US Laufzeit 132 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Drama, Kinostart 15.03.2001
62 Bewertungen
Skala 0 bis 10
11745 Bewertungen
108 Kommentare
Keine
- DVD
- VoD
von William Friedkin, mit Linda Blair und Max von Sydow
Im Horrorklassiker Der Exorzist wird eine 12 Jährige Linda Blair vom Teufel besessen. Ihre verzweifelte Mutter wendet sich an die katholische Kirche, welche zwei Exorzisten schickt.
Schauspielerin Chris MacNeil (Ellen Burstyn) lebt gemeinsam mit ihrer wohlerzogenen Tochter Regan (Linda Blair) in Washington DC. Scheinbar ohne Ursache ändert sich jedoch das Verhalten ihrer Tochter und sie wird zum Spielball unnatürlicher Kräfte. Schnell erkennt ihre Mutter, dass hier die moderne Wissenschaft nicht weiterhelfen kann – denn ein Dämon hat von Regan Besitz ergriffen. In ihrer Not wendet sich Chris an die katholische Kirche, welche nach anfänglichem Zögern den beiden Priesern Father Merrin (Max von Sydow) und Father Karras (Jason Miller) gestattet, den Exorzismus durchzuführen.
Hintergrund & Infos zu Der Exorzist
Die Kritiker sahen Der Exorzist in den Siebziger Jahren gespalten. Während die einen den Klassikerstatus prophezeiten, kritisierten andere geradezu groteske Spezialeffekte. Als große Schwäche wurde dem Regisseur angekreidet, er vermittle nicht genügend visuelle Informationen über seine Figuren, und so würden sich einige Passagen durch unnötigen Smalltalk ewig hinziehen.
Einige Kinos in den Vereinigten Staaten sahen sich 1973 nicht umsonst gezwungen, exklusive „Exorzist Kotztüten“ an ihr Publikum zu verteilen. Kritikerlegende Roger Ebert wunderte sich sogar, dass der Film ein R- anstelle eines X-Ratings bekam. Und dabei hatte der Regisseur in seiner Originalfassung sogar noch auf einige der Effekte verzichtet. Kurz vor der Premiere am 26. Dezember schnitt Friedkin die Szene mit dem berühmten Spider-Walk heraus, weil die Sicherheitsseile, die Schlangenfrau Linda R. Hager in ihrer Kopfüber-Position hielten, einfach zu sichtbar erschienen.
1998 erschien die verstörende Szene schließlich auf der 25th Anniversary Special Edition-DVD, und zwei Jahre später kam The Exorcist: The Version You’ve Never Seen in die Kinos, für die William Friedkin die Seile nachträglich am Computer entfernen ließ und blutigere Szenen hinzufügte.
Das verfluchte Filmset
Mit dem Titel und dem zentralen Motiv des Filmes war wohl von vornherein klar, dass Der Exorzist Debatten auslösen und eventuell auch den Unmut höherer Mächte auf sich ziehen würde. William Peter Blatty, der Autor des zugrundeliegenden Romans, der den Stoff außerdem für das Drehbuch adaptierte und den Streifen auch produzierte, ließ das Filmset vorsorglich mehrmals von Priestern segnen. Trotzdem hielt sich hartnäckig das Gerücht, der Dreh sei verflucht.
Ein Feuer im Studio zerstörte alle Sets des MacNeil-Hauses – mit Ausnahme des Kinderzimmers von Regan – so bestätigte es Hauptdarstellerin Ellen Burstyn Jahre später in ihrer Autobiografie. Unfälle geschahen am Set, Linda Blair bekam die zu erwartenden Morddrohungen und der irische Schauspieler Jack MacGowran, Darsteller des Regisseurs Burke Dennings, starb kurze Zeit nach Beendigung des Drehs an der Grippe. (Hintergrundinfos: Katrin Doerksen)
Mehr Bilder (38) und Videos (2) zu Der Exorzist
Cast & Crew
- Genre
- Exorzismus, Drama, Horrorfilm
- Zeit
- 1970er Jahre
- Ort
- Irak, Washington
- Handlung
- Arzt, Dämon, Exorzismus, Filmemachen, Glaube, Katholische Kirche, Klassiker, Klaustrophobie, Kriminalinspektor, Kultfilm, Medikament, Mord, Mutter-Tochter-Beziehung, Priester, Roman, Visionen, Übersinnliches
- Stimmung
- Aufregend, Gruselig, Verstörend

Zombie - Dawn of the Dead
Das Omen
Beim Sterben ist jeder der Erste
Halloween - Die Nacht des Grauens
Carrie - Des Satans jüngste Tochter




















Kritiken (3) — Film: Der Exorzist
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Mit 'Der Exorzist' bekommen wir einen Film, der sich nicht nur gekonnt um unsere tiefsten Ängste klammert, sondern wir bekommen auch das eiskalte Grauen ins Gesicht getrieben. Er stellt die Kraft der Religionen und des Glaubens infrage, ist dabei aber nie blasphemisch und verleugnet die Existenz von Gott. Auch die Macht des Bösen stellt er uns unter Beweis, die ein kleines Mädchen missbraucht, zunehmend unbesiegbarer scheint und uns in einen ausweglosen Kampf zwingt. Die einzige Rettung und Erlösung zieht sich aus dem eigenen Tod, wobei auch dieser das Böse nie sterben lässt, denn genauso wie das Gute ist auch das Böse in unserer Welt immer vertreten und nimmt nicht selten die Überhand. 'Der Exorzist' ist ein Film voller Ängste, Wut, Verzweiflung, klarer Unwissenheit und Hilflosigkeit und wir als Zuschauer sind mittendrin. [...]
Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
regiseurin Wed, 18 Apr 2012 16:34:35 -0000
Antwort löschenWie immer toll geschrieben aber die Kritik von Ed Wood gefällt mir besser, auch wenn die Punktezahl niedriger ist :)
SoulReaver Wed, 18 Apr 2012 16:48:17 -0000
Antwort löschenEin doppeltes Danke! Die von Ed Wood kommt hier aber erst die nächsten Tage :)
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenNicht nur als stilistisch sehr stimmiger Horrorfilm, der mit großartigen Bildern überzeugen kann nach wie vor spannend, sondern vor allem auch als Zeitdokument, dessen Wucht und Erfolg sich wohl nur im Kontext der frühen 70er Jahre in seiner Wirkung so völlig begreifen lässt.
Denn unter der paranormalen Oberfläche steckt die kaum verhohlene Panik der Elterngeneration die ihre Kinder nicht mehr versteht. Mitten in der sexuellen Revolution, der Studentenbewegung, der Vietnamproteste war der Exorcist die ideale Projektionsfläche für all die bürgerlichen Ängste der Eltern, die nicht verstanden wie sich ihre süßen, braven Kinder plötzlich in sexuell agressive, verkommen aussehende, gotteslästernde und fluchende "Monster" verwandeln konnten. Wenn Ellen Burstyn dem Priester entgegenschreit sie wisse, dass "das Ding da oben nicht meine Tochter ist", dann sprach sie damit wohl vielen Müttern aus der Seele, deren Weltsicht damals gehörig zusammengebrochen war, wenn…
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patcharisma Sun, 17 Apr 2011 20:52:36 -0000
Antwort löschenDer Komplex gegen die wahre Nr.1 des Genres - nämlich "Das Omen" von 1976 - kann leider mit keiner noch so überbordenden und verklärten Kritik jemals wettgemacht werden: Sämtliche Bemühungen verlaufen da im Sand, "Das Omen" ist und bleibt THE BIGGEST OF 'EM ALL - Forever!
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Batzman Sun, 17 Apr 2011 22:15:10 -0000
Antwort löschenIch mag beide ziemlich gleich gerne und hab mir beide gerade wieder auf BD nachgekauft. Und das Omen hat sicher die creepigere Musik. Und Omen ist mehr silly fun, während Exorcist mit seiner muddigen Message ja doch etwas schwierig bleibt.
Magnesium Sat, 06 Aug 2011 18:01:21 -0000
Antwort löschenpatcharisma:Schön das Omen dir gefällt,aber verlang das bitte nicht von jedem mit deinem aufdringlichem Versuch Aufmerksamkeit zu eregen.Denn das sind 2 paar verschiedene Schuhe.Die Geschmäcker sind verschieden und das sollte auch nur Individuell betrachtet werden!Versuch nicht den Rest der Welt von deiner Betrachtungsweise zu überzeugen sondern übe konstruktive Kritik!Der Exorcist ist für mich immer noch die Mutter aller paranormalen/antichristlichen Verfilmungen!Noch nie wurde Gut und Böse so agressiv dargestellt und das macht den Film einzigartig in dem Genre!Nicht die Gewalteffekte,nicht die Special Effekts sind es die den Film so bängstigend machen sondern der Spagat zwische Gut und Böse,denn nur die Realität ist noch Böser!
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"It's the power of Christ! The power of Christ compels you!" -
Friedkins sechster Film, der in seiner formalen Fehlerfreiheit zwar auch heute noch gehobenen Ansprüchen standhalten dürfte, gleichzeitig aber auch in selten gesehener Penetranz den reaktionären Gestus eines kompletten Subgenres hochhält, und dessen Verortung als Ideologiekino mindestens die gleiche Berechtigung besitzt, wie seine Kategorisierung als Horrorfilm.
Mit dem Aufgreifen und Erschaffen eines symbolisierten Coming-of-age-Szenarios beweist THE EXORCIST zwar so etwas wie Originalität, griffen doch zahlreiche spätere Genrewerke auf ähnliche Mechanismen und Konstruktionen zurück, um den Eintritt in die Adoleszenz mit fantastischen Metaphern filmisch verarbeiten zu können, die konservative Finalität dieser Bewältigungsfantasie in Form einer Spukgeschichte ist aber trotzdem nahezu einmalig.
William Friedberg zieht aus seinem Überbau andere Schlüsse als thematisch ähnliche Erzählungen;…
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 25 Antworten
Filmsuechtiger Thu, 13 Jan 2011 13:57:40 -0000
Antwort löschenWas ich bei dir immer nicht verstehe und mir gerade bei "etablierten" Werken oft auffällt: Bei einem Verriss näherst du dich dem Film aus einer geistigen Perspektive, analysierst und interpretierst kühl und kümmerst dich wenig um den Aspekt der Unterhaltung. (Hier z. B. kein Wort zu Spannung oder Atmosphäre)
Damit bist du aber höchst inkonsequent, den bei anderen Filmen scheinst du nicht aus der kopflastigen Perspektive zu urteilen. Gladiator beispielsweise bekommt 8 Punkte, obwohl du den wunderbar als macho-anarchische Gewaltphantasie abstempeln könntest. Ich sehe da zweierlei Maß, da nie ersichtlich ist, wie und warum du bei einzelnen Filmen die Faktoren Unterhaltung und Anspruch unterschiedlich gewichtest.
Hitmanski Thu, 13 Jan 2011 14:34:16 -0000
Antwort löschenEs geht für mich nie um das Alter eines Films (s.h. zB. EDEN LAKE), oder dessen Etablierung, sondern darum, ob ich eine gewisse politische Agenda dahinter vermute, oder nicht. GLADIATOR ist ein tumbes Schlagetot-Werk - aber er versteckt diese Prämisse ja auch garnicht, sondern führt sie in der Konsequenz seiner geistigen Genre-Vorväter fort. Scott manipuliert deshalb auch nicht auf eine gewisse Lesart hin, dazu ist sein Film viel zu entpolitisiert, und den puren Unterhaltungsmechanismen verschrieben; sein Identifikationsangebot ist viel zu plakativ, als das ich es wirklich annehmen könnte, und deshalb für gefährlich erachten würde.
EXORCIST funktioniert anders, hinter seiner Gruselfassade regiert eine realpolitische und gesellschaftliche Zeitgeist-Ideologie, die der Film konsequent bedient - nur leidlich inszenatorisch verschlüsselt. Er war ein politisches Statement, wäre es auch noch heute, wenn sein Subtext nicht so gänzlich aus der Mode wäre.
Friedbergs Film ist ja nicht nur aus der heutigen Perspektive spießig-verklemmt, sondern alleine die Existenz vieler Früh-Achzigerwerke, zeigt, dass er auch damals schon einem veralteten Wertekonstrukt hinterher hing.
Wenn ich mehr damit beschäftigt bin, mich über all diese inhaltlichen Unzulänglichkeiten aufzuregen, dann hilft auch ein bisschen Atmosphäre nicht (die ich im OMEN sowieso besser finde).
Aber natürlich ist so etwas bis zu einem gewissen Grad subjektiv, klar.
der cineast Thu, 13 Jan 2011 16:19:28 -0000
Antwort löschenHitmanskis Klassiker Bashing rulet :D
In letzter Zeit duckst du dich aber des öfteren mein Lieber ^^
Hitmanski Thu, 13 Jan 2011 16:23:43 -0000
Antwort löschenBin ein friedlicher Mensch, keine Konfrontation, die ich suchen würde. Andererseits: Weihnachten und Besinnlichkeit sind ja eigentlich auch schon wieder vorbei :)
Billmaik Thu, 13 Jan 2011 16:48:36 -0000
Antwort löschenMir gefällt deine demütige Ader, aber ein bisschen mehr Kampfeslust wäre zumindest amüsant ;) Wir sind hier ohnehin alle viel zu nett zueinander, ein bisschen mehr Maximus Decimus Meridius würde uns ganz gut tun :)
Hitmanski Thu, 13 Jan 2011 16:52:44 -0000
Antwort löschenKriegstreiber :P
Außerdem finden sich sicher noch ein paar Trolle, die schimpfen werden, insofern darf ich mein Pulver ja nicht zu früh verschießen. So nun aber genug der martialischen Vergleiche ;)
Mr Vincent Vega Thu, 13 Jan 2011 17:34:51 -0000
Antwort löschenTop-Kommentar, Hitmanski! Ich finde diesen reaktionären Stinker auch zum Kotzen, weil er dem Genre in Zeiten des Aufbruch s eine brave bürgerliche Biedermeierhaltung entgegen zu setzen versucht. Bei der letzten Sichtung (ich versuche es immer wieder) fand ich den dann sogar nur noch albern und peinlich. Friedkins ideologische Filme gehen mit aber sowieso gegen den Strich.
Hitmanski Thu, 13 Jan 2011 17:56:38 -0000
Antwort löschenDankeschön! Ich glaube, soviel hab' ich von ihm garnicht gesehen; das komplett sinnbefreite ANGRY MEN-Remake, den debilen GUARDIAN, und sonst nur noch den tendenziell überbewerteten FRENCH CONNECTION. Aber viel verpasst hab' ich ja anscheinend nicht...
Mr Vincent Vega Thu, 13 Jan 2011 17:59:13 -0000
Antwort löschenFRENCH CONNECTION finde ich stark, überbewertet ist er vielleicht, aber das trifft sowieso auf New Ho im Allgemeinen zu. Ganz schlimm sind noch CRUISING und RULES OF ENGAGEMENT, beides schlimmste reaktionäre Pamphlete (trotz revisionistischer Lesarten des ersteren). Habe aber BUG nicht gesehen, der hat ja viele mit Friedkin versöhnt.
Hitmanski Thu, 13 Jan 2011 18:07:23 -0000
Antwort löschenVerleitet mich ja fast dazu, die vorzumerken, nur um mich dann darüber aufzuregen. Andererseits gibt's soviele Filme, die es noch zu sehen gibt, da sollte man ja nicht allzu fahrlässig mit seiner Lebenszeit umgehen.
Billmaik Thu, 13 Jan 2011 19:24:37 -0000
Antwort löschenFriedkin wird wohl auch nie einer meiner Lieblinge werden, auch wenn ich was etwaigen Reaktionismus in einigen seiner Werke anbetrifft offensichtlich recht ignorant bin. An meinen Ideologiescheuklappen kommt aber zugegebenermaßen so schnell auch nichts vorbei. Ich nehme den politischen Subtext selbstredend wahr und beziehe ihn auch ggf.negativ in meine Bewertung ein, aber bin im Endeffekt dennoch meistens gnädig. Bei "Cruising" und dem Exorzisten obsiegt dann für mich doch der schiere Unterhaltungswert. Da kann ich auch mal ein Auge zudrücken (ich habe ja selbst den von Hitmanski ach so verhassten "Eden Lake" mit 7.0 bewertet), obzwar ich die jeweils zu vemutende Agenda nicht gutheiße.
"Rules of Engagement" hingegen hatte ich völlig verdrängt. War definitv einer meiner unnötigsten Kinobesuche, und dem Prädikat "reaktionäres Pamphlet" kann ich nur beipflichten. Furchtbarer Film. Hmmm, wäre sogar eine Überlegung wert ihn zum Hass-Film zu degradieren.
Kubrick_obscura Fri, 14 Jan 2011 16:18:06 -0000
Antwort löschenIch habe diesen Film leider noch nicht gesehen. Die Blu-Ray wartet bereits darauf gekauft zu werden und das hat sich mit Hit's Kritik nicht geändert.
Am liebsten würde ich die Worte "überbewertet" und "reaktionär" verbieten. Die benutze ich zwar manchmal auch, aber wenn mir etwas aufgefallen ist, dann dass der Großteil der MP-Kommentare, wenn es um das Vereißen von Klassikern geht, sich eben mit diesen beiden Worten schmücken. Wenn man sich ältere Filme anguckt (trifft meist auf Klassiker zu), dann sind die öfter reaktionär, wenn man sie mit heutigen Augen betrachtet, eben weil sie in der Vergangeheit gedreht wurden. Meines Wissens nach heißt "reaktionär" nichts weniger als "rückschrittlich", was ein enorm relativer Begriff ist, je nachdem wo man sich auf dem Zeitstrahl befindet. Kann man denn prä-femministischen Filmen ein schlechtes Frauenbild als Tadel anrechnen? Bei heutigen Filmen darf man das natürlich, aber bei alten? Wenn sich ein aktueller Film die Monarchie herbei wünscht, dann kann man das reaktionär nennen, oder wenn es um den Wunsch nach einer höheren über-demokratischen Macht gibt ("Watchmen", "The Dark Knight") etc. Vega hat es doch in seinem Kommentar bereits gesagt, dass "Cruising" heutzutage neue Lesarten zulässt und er damals vielleicht als reaktionär galt. Ich finde den Film fantastisch und ähnlich homophob wie "Brokeback Mountain" :) Wie schon gesagt, kommt ganz darauf an, wo man sich auf dem Zeitstrahl befindet.
Das Wort "überbewertet" hat für mich diesen blöden "Totschlagarguments-Touch. Was wird schon richtig bewertet? Für die einen ist es über-, seltener gibt es das Wort unterbewertet zu lesen. Kann man auch einfach weglassen? Das will ich in einer Kritik als letztes lesen.
Ich will Hit's Kritik garnicht schlecht machen. Ich hab den Film ja auch nicht gesehen, aber das ist mir bei dieser Diskussion gerade aufgefallen. Ich werde einfach mit der Benutzung dieser Wörter in Zukunft sparsamer sein.
PS: New Hollywood ist mega-geil und überhaupt nicht überbewertet. Da bin ich mal ganz progressiv-reaktionärs-revisionistisch drauf...
Hitmanski Fri, 14 Jan 2011 16:42:15 -0000
Antwort löschen"Überbewertet" kam ja garnicht im eigentlichen Text vor, sondern wurde von mir nur in Ermangelung der Lust mein diffiziles Verhältnis zu FRENCH CONNECTION genauer zu erläutern, gebraucht :P
Beim Rest würde ich dir in vielen Punkten zustimmen, wobei es natürlich diskutabel bleibt, ob ein aus heutiger Perspektive wahrgenommener reaktionärer Touch, den Film nicht trotzdem anzukreiden ist - im Umkehrschluss gestehen wir Klassikern, die sich "gut gehalten" haben, ja auch gewisse positive Erwähnungen zu.
Ich finde aber, dass sich der Tenor deines Statements eben gerade nicht wirklich auf EXORCIST übertragen lässt; denn dessen sexualfeindliche (die ansatzweise Misogynie, die ich da noch sehe, sogar mal ganz außen vor) Haltung war ja auch in den "wilden" 70ern kein gesellschaftlich-künstlerischer Konsens mehr (da fällt mir gerade ein, ROCKY HORROR kam gerade mal zwei Jahre später^^) - Hooper oder Romero haben doch zeitgleich oder sogar vorher gezeigt, dass man Horror auch in die andere Richtung politisieren kann.
Mr Vincent Vega Fri, 14 Jan 2011 17:00:53 -0000
Antwort löschenEben. Und während diese Filmemacher mit ihren wütenden Zeitgeistbeiträgen das Genre bereicherten, aufbrachen, umwälzten, hat Herr Friedkin im wörtlichen Sinne zum reaktionären Gegenschlag ausgeholt und die Geschichte eines bekehrten Mädchens erzählt, das die elterliche Angst vor dem möglichen Verlust ihrer sexuell befreiten Flower-Power-Kinder zu bannen versuchte. Dass dafür auch noch Diener der Kirche ihr Leben lassen müssen, ist quasi das Salz in der himmelschreiend hysterischen Bildungsbürgersuppe. Man beachte im Film auch den Umgang mit der geschiedenen Mutterfigur. Wenn man THE EXORICST neben zeitnahen Filmen wie LAST HOUSE ON THE LEFT oder TEXAS CHAINSAW MASSACRE sieht, ist das wirklich die klemmigste und altbackenste Ekelvorstellung von Genrekino, die es nur gibt. BÄH!
Kubrick_obscura Fri, 14 Jan 2011 21:08:07 -0000
Antwort löschen@Alanger
An den Film musste ich auch denken. Man kann es sich hinbiegen, dass er reaktionär sei. Allerdings plädiere ich mehr für das Gegenteil. John Waynes Figur wird zwar nicht demontiert, aber sie kommt doch ziemlich ins straucheln und die Figur des Halbbluts hat ja auch alle Sympathien für sich. John Ford mag konservativ, aber er schien kein schlechter Mensch gewesen zu sein. :)
@Vega & Hit
Ich habe ja den Exorzisten noch nicht gesehen, deswegen muss ich da mal neutral bleiben, aber mit dem Horrorkino der damaligen Zeit habt ihr eindeutig recht. Ob nun Romero oder Craven, das waren herrlich subversive und unbequeme Filme. Die gehörten ja auch zum New Hollywood. :)
Billmaik Sat, 15 Jan 2011 01:34:04 -0000
Antwort löschenDa Joe Gillis das wunderbare Buch »5001 Nights at the Movies« von Pauline Kael erwähnte, würde ich gerne noch folgende großartige Schlusspassage aus ihrer Rezension vom Exorzisten mit euch teilen:
"Somewhere in the publicity for the film there was an item about William Friedkin's having looked at five hundred little girls before he chose his Regan, and, indeed, Linda Blair is a sparkling, snub-nosed, happy-looking little girl, who matches up perfectly with Ellen Burstyn. I wonder about those four hundred and ninety-nine mothers of the rejected little girls—or about the hundred and ninety-nine, if that's a more reasonable figure. They must have read the novel; they must have known what they were having their beautiful little daughters tested for. When they see The Exorcist and watch Linda Blair urinating on the fancy carpet and screaming and jabbing at herself with the crucifix, are they envious? Do they feel, "That might have been my little Susie—famous forever"?"
ihre-herrlichkeit Wed, 19 Jan 2011 20:04:02 -0000
Antwort löschen"griffen doch zahlreiche spätere Genrewerke auf ähnliche Mechanismen und Konstruktionen zurück, um den Eintritt in die Adoleszenz mit fantastischen Metaphern filmisch verarbeiten zu können" Wo z. B.?
Ich kann deiner Kritik leider nicht zustimmen. Dieser Film ist ein Meisterwerk, der seinesgleichen sucht. Heutzutage werden nur flache stilistische Mittel genutzt, um zu schocken. Dieser Film schafft es mit der Atmosphäre. Und dafür, dass du den Film als einzigartig darstellst und die Ehrlichkeit der Darstellung hoch lobst, kann ich die 3 Punkte wirklich nicht nachvollziehen.
Hitmanski Wed, 19 Jan 2011 20:29:09 -0000
Antwort löschenEs geht in dem Satz ja mehr um eine faktische Nähe. Die reale Pubertät mit einer paranormal evozierten Verwandlung gleichzusetzen ist eine Metapher, die sich in vielen Lykanthropen-Verfilmungen wiederfindet; spontan und überdeutlich würde mir jetzt GINGER SNAPS einfallen (weniger wegen direkter Vergleichbarkeit, sondern aus dem Umstand heraus, dass ich den vorgestern erst gesehen habe).
Ich gestehe dem Film ja eine gewisse handwerkliche Fehlerfreiheit zu, genauso wie seine mögliche Atmosphäre (wobei OMEN in diesem Punkt nach wie vor der stärkere Film von beiden ist), ändert aber ja alles nicht daran, dass ich den Film bedenklich und ärgerlich finde. Die Offensichtlichkeit in seinem Anliegen sollte man deshalb auch nicht wirklich als Argument für den Film werten. Und "Meisterwerk" ist sowieso ein dubioses Totschlag-Argument...
ihre-herrlichkeit Wed, 19 Jan 2011 22:00:08 -0000
Antwort löschenIch weiß gar nicht, warum du dich so an der Pubertät aufhängst. Für mich ist dieses Thema im Film gar nicht so stark im Vordergrund.
Es geht vielmehr darum, dass ein unschuldiges Mädchen (noch vor der Pubertät, deswegen ja so unschuldig) von so viel Bösem geprägt sein kann. In dem Film werden ja Tabus am laufenden Band gebrochen und der damaligen Spießergesellschaft eine Ohrfeige gegeben. Unabhängig von der Gesellschaftskritik aber ist die Atmosphäre allein schon ausreichend, um den Film als Meisterwerk zu betiteln. Dass diese Bezeichnung für dich als Totschlag-Argument gilt, liegt einzig und allein darin begründet, dass viele Filme bisher fälschlicherweise so betitelt worden sind. Dieser Film kann diese Bezeichnung jedoch wohlverdient und mit Stolz tragen. Omen kommt atmosphärisch und vom Schock-Faktor her nicht annähernd an Exorzist ran - ganz zu Schweigen von der Originalität der Geschichte.
Hitmanski Wed, 19 Jan 2011 22:22:18 -0000
Antwort löschenDie Diskussion dreht sich im Kreis, zum einen weil die Scheinobjektivierung "Meisterwerk" immer etwas dogmatisches an sich hat, dass die betreffenden Filme jeglicher Kritik entziehen soll - was für mich noch nie ein Ansatz war, mit dem ich mich anfreunden konnte.
Ich hab' das ja schon zur Genüge dargelegt: Formale Fehlerfreiheit ist für mich komplett nutzlos, solange die Konzeption hinter der Oberfläche ärgerlich ist. Man kann das alles anders zurecht rücken, aber für mich ist der Zusammenfall von Besessenheit und erwachender Sexualität und Emanzipation (denn nichts anderes ist die zunehmende Aggressivität gegenüber der Mutter und die schrecklich alberne Kreuz-Mastrubation) nun einmal kein Zufall, den man durch die These "Das Böse ist plötzlich da" stützen kann, es ist einer der Kernthemen des Films. Die Originalität ist letztendlich keine, denn wie alanger chon richtig feststellte: Das Script basiert zumindest lose auf dem gleichnamigen Roman.
Rein visuelle Tabubrüche haben sowieso etwas schrecklich kalkuliertes und langweiliges an sich. Aber jetzt ist auch gut; viel zu viel Diskussion um so einen Schmarrn.
ihre-herrlichkeit Wed, 19 Jan 2011 22:58:18 -0000
Antwort löschenIch find es einfach sehr schade, dass du diesem Film nichts Gutes abgewinnen kannst...Im Gegensatz zu Noé ist der Tabubruch keine Plattform, um Perversionen leben zu können. Im Gegensatz zu Lars von Trier ist es kein Tabubruch mit Gewalt ausgelöst, nur, um künstlerisch wirken und seine eigenen psychischen Probleme verarbeiten zu können. Der Film will einfach nur schocken, das schafft er auch. Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Aber du hast Recht, wir beenden das jetzt.
Hitmanski Wed, 19 Jan 2011 23:15:21 -0000
Antwort löschenAch, hier ist ja niemals Ruhe ;)
Nein, natürlich geht es nicht in die Verwandlung in ein wolfartiges Wesen oder ähnliches, aber es zum einen darum, dass auch der Werwolf-Mythos mit einer Inbesitznahme hantiert, insofern dem typischen Dämonenszenario nicht unähnlich ist, und zum anderen, dass beide oftmals als Synonym für eine physische und psychische Veränderung (i.d.R. eben Pubertät oder sonstige Emanzipation) gebraucht werden. Ich finde diese Parallele nicht zwingend, aber ich halte sie für vertretbar.
DerDude_ Sat, 22 Jan 2011 20:20:53 -0000
Antwort löschenHitmanski ist vom Teufel bessesen
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Hitmanski Sat, 22 Jan 2011 22:30:18 -0000
Antwort löschenNoch nicht; er hat's mal probiert, aber der zahlt so wenig für meine Seele und das Image ist so schlecht.
patcharisma Sun, 17 Apr 2011 20:57:27 -0000
Antwort löschenWas soll die überflüssige Diskussion da? "Das Omen" ist und bleibt die Nr.1 - für immer!
Kommentare (104) — Film: Der Exorzist
Draza Wed, 01 May 2013 15:27:05 -0000
Kommentar löschenDiesen Film hab ich als kleiner Junge geguckt.. Er wir mir immer in errinerung bleiben....
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rockadude Wed, 01 May 2013 05:49:04 -0000
Kommentar löschenEin für mich absoluter Klassiker des Genres, vor allem deshalb weil sich hier der Horror wirklich sehr schleichend und langsam aufbaut, aber trotzdem zwischendrin bis es zu dem richtig ( für damals als auch noch für heutige Verhältnisse ) ziemlich krassen und harten Showdown kommt mit dem eigentlich titelgebenden Exorzismus.
Das ist nämlich die Crux des Films, denn bis es zu dem eigentlichen Hauptereignis kommt auf das im Titel schon hingewiesen wird vergeht ein Großteil des Films und er beschäftigt sich bis dahin immer mehr mit den stückweisen Verfall der bessesenen Megan und auch der Einführung und korrekten Charakterisierung der Figuren so das man mit ihnen mitfiebern kann und quasi mit ihnen leidet.
Daher muss man schonmal als allererstes sagen das die schauspielerischen Leistungen über jeden Zweifel erhaben sind. Auch wenn- abgesehen von Max Von Sydow -der gesamte damalige Cast inklusive der erst nach dem Film bekannten Linda Blair aus Newcomern und No-Names bestand ( zumindest aus meiner Sicht, denn mir sagt bis heute keiner der Darsteller was ), holt Friedkin hier aus allen eine absolute Spitzenleistung raus, egal wie klein die Rolle auch ist. Von den Effekten her schafft es der Film auch heute noch problemlos zu überzeugen und das ist für einen Film aus den späten 70ern bis frühen 80ern nicht gerade eine Selbstverständlichkeit. Die Atmo ist auch hervorragend und wird immer bedrückender und beschwerlicher je mehr der Film voranschreitet. Hier gebürt daher auch ein Lob an die Schnitttechnik und Kameraführung. Und ab der Mitte des Films wird auch nicht mit teilweise recht ordentlichen Gore-Effekten gespart ( bei der Szene in der sich die besessene Megan ein handgroßes Kreuz zwischen Beine rammt, lässt sich bei mir immer noch alles zusammenziehen ) und der spannende Showdown mit der eigentlichen Teufelsaustreibung macht den Albtraum perfekt.
William Friedkins bis heute bester Film, der aber auch leider eine Reihe an durchwachsenen Fortsetzungen mit sich zog ( auf die ich aber an anderer Stelle seperat zu sprechen komme ) und dessen lapidare Freigabe ab 16 ich selber selbst für heutige Verhältnisse noch recht gewagt finde, da der Film selbst heute noch teilweise recht gut zu schockieren weiß und bei dem es mich nicht wundert das damals im Kino die Leute reihenweise in Ohnmacht gefallen sind.
Absoluter Klassiker des Genres und Pflichtfilm für jeden Horrorfan und vor allem jene die gerne den schleichenden Grusel dem blutigen Splatterfesten eines Saw 1-28.000 vorziehen. Ein immer gern gesehener Gast in meinem Player!!!
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Simon Moon Wed, 01 May 2013 10:19:17 -0000
Antwort löschenTrotz allem Charme, heute wirkt das laienhaft gespielt, etwas dröge. Aber gerade deshalb hat es etwas und der Sound (finde ich) ist eh der Hauptdarsteller.
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EvertonHirsch Thu, 02 May 2013 07:25:00 -0000
Antwort löschenFür mich ist das auch heute noch einer der Top 3 Horrorfilme
lhiannan Sat, 11 May 2013 10:42:42 -0000
Antwort löschenRegan nicht Megan :-)
Hoey-Lestrate Thu, 25 Apr 2013 22:36:37 -0000
Kommentar löschenIch weiß nicht, irgendwie hat mich der Exorzist nie vom Hocker gehauen. Die Makeup und Effekte sind zwar wirklich beeintuckend, aber es wirkt alles zu übertrieben um den zuschauer wirklich zu ängstigen. Auch sonst kann ich mit diesem Horrorfilmklassiker nicht allzu viel anfangen. Das Omen und Rosemarys Baby, die in eine ähnliche Kerbe schlagen, haben bei mir einen deutlich höheren Eindruck hinterlassen
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Jek-Hyde Wed, 24 Apr 2013 15:15:35 -0000
Kommentar löschenLeider ein Film, den ich mir wohl nie ansehen werde...warum der Jek das macht? Berechtigte Frage, nun, Jek macht dass, weil Jek ihn gesehen hat, allerdings mit anderen Schauspielern, Einstellungen und Soundtrack. Ich habe nämlich das Buch gelesen und will die wunderbaren Bilder in meinem Kopf nicht zerstören...also behalte ich wohl lieber das Buch und lese es noch mal. Ich bin überzeugt, das der Film sicherlich großartig ist, aber er kann meine Gedanken unmöglich treffen und da ich nicht enttäuscht werden will...und gelichzeitig noch die Bilder in meinem Kopf die ich selbst Modelliert habe, behalten will...lasse ich es...obwohl...die Verlockung ist groß...aber nein.
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lhiannan Sat, 11 May 2013 10:42:15 -0000
Antwort löschenDas Buch ist wirklich gut, Deine Begründung verstehe ich nicht. Danach dürfte man ja nie die Verfilmungen von Büchern ansehen, um nicht Gefahr zu laufen, das Kopfkino zu überlagern. Kann Dir versichern, beide können wunderbar koexistieren. :-))
Jek-Hyde Sat, 11 May 2013 13:37:09 -0000
Antwort löschenHoffentlich.
Ich meine, ich schaue mir schon Buchverfilmungen an. Zum Beispiel bei Naked Lunch sind Film und Buch zwei Paar Schuhe, zumindest der Film, bloß dass beides linke Schuhe sind :3
Ich halte dass oft so, zum Beispiel bei Cronenbergs Cosmopolis, was nach einem buch von Delilo ist, dachte ich: Hm...interessant, also habe ich mir ein anderes Buch von ihm gekauft, um zu testen, ob ich sein Stiel mag. Mag ihn nicht, zumindest nicht im Omegapunkt.
Oder Stark von King könnte auch ein Remake vertragen, was dem Buch gerechter wird, obwohl der alte Film ohnehin wenigsten eine 7/10 ist, aber er nutzt das Potenzial nicht voll, was zwischen den Seiten klebt.
zum Beispiel lese ich zur Zeit Lolita, ich will mir den Film danach trotzdem an sehen, aber irgendwie ist dar Exorzist was besonderes. Aber wenn du mir da dien 77%tiges Wort drauf gibst, dass die Koexistieren, ohne sich zu beißen, riskiere ich vielleicht mal ein Stielauge, das schlimmste was passieren kann, ich, dass es einer antippt und ich's zurückziehe :) (Aber ich gehe jede Wette ein, dass Regans Mutter im Film nicht so attraktiv ist, wie ich sie mir vorgestellt habe)
Danke übrigens, für die nette Reaktion auf meine seltsamen Meinung
;-)
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lhiannan Sun, 12 May 2013 19:22:57 -0000
Antwort löschenIch verstehe schon, dass ab und an vor allem Verfilmungen eine Enttäuschung sind - aber das hat bei mir NIE das 'Kopfkino' beeinträchtigt. Hier habe ich zuerst den Film gesehen, wußte vom Exorzisten außer dem Titel nichts - und war ebenso geschockt wie fasziniert. Nur ganz wenige Filme erreichen für mich so eine unheimliche Atmossphäre. Dass das Buch ihm ebenbürtig ist, war eine große Überraschung für mich.
Anyhow, mich würde Deine Meinung zum Film interessieren, wenn Du Dich denn an ihn wagst. :-))
Stephen Kings Stark fand ich übrigens enttäuschend - der Film ist deutlich (!) schwächer, als ich ihn mir ausgemalt hatte.
Jek-Hyde Fri, 17 May 2013 16:00:58 -0000
Antwort löschenKlar, Stark ist verdammt ausbaufähig, aber lies mal den Roman, oh Gott, ich habe noch immer das Knacken der vielen Spatzen im Ohr, als sie sich den Wagen entgegenstellen und der sie überrollt. Ist Kings brutalstes Buch, aber wirklich großartig, vielleicht liegt es aber nur daran, dass ich Sieber unter Pseudonym schreibe und die Idee, dass das Lebendig wird ist großartig umgesetzt :)=)
Gespenst006 Fri, 12 Apr 2013 17:01:32 -0000
Kommentar löschenNach 40 Jahren hat dieser Film von seiner Intensität sogut wie nichts verloren. Bei manchen Szenen dreht sich einem der Magen um. Extrem, schockierend, klasse.
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Einer Von Denen Thu, 28 Feb 2013 16:08:55 -0000
Kommentar löschenSPOILER ALERT!!!
"... Dimi... Dimi... ich habe angst Dimi...."
Fesselnd!
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natedb Thu, 21 Feb 2013 11:10:37 -0000
Kommentar löschenVon der Inszenierung, der Charakterisierung und der subtilen Spannung, die mit schlicht eingesetzten Mitteln aufkommt, können sich die heutigen Genregenossen ruhig mal ne Scheibe abschneiden. So und nicht anders geht Horror!
Wer bereits abgestumpft ist von der ganzen Horror-Scheiße die heutzutage gedreht wird, wird hierdran wahrscheinlich keinen Gefallen finden und in der ersten halben Stunde einpennen. Aber Fans des langsamen, aber stetigen Spannungsaufbaus, Leuten, die nicht die Erwartung haben direkt in der ersten Sekunde im Sessel zusammenzuzucken, denen empfehle ich diesen zeitlosen Meilenstein!
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Dahmer Thu, 21 Feb 2013 11:14:30 -0000
Antwort löschenGebe ich Dir vollkommen Recht...für mich persönlich hat der Film aber einen Negativpunkt:Und zwar das Ende mit Max von Sydow,das wirkt eher unfreiwilig komisch und total overacted,das störte mich immer bei diesem Film.Aber ansonsten ein zeitloser Klassiker :)
TheBruceWayne Thu, 21 Feb 2013 16:04:38 -0000
Antwort löschenNach Alien mein Lieblings Schocker.Auch wenn Alien eher Scince Fiction ist.
natedb Thu, 21 Feb 2013 16:26:11 -0000
Antwort löschenWas Sci-Fi-Horror angeht finde ich neben der "Alien-Reihe" auch noch "Das Ding" von John Carpenter extrem geil :)
Dahmer Thu, 21 Feb 2013 16:36:14 -0000
Antwort löschen@ Nate: Jupp,is mein Lieblingsfilm von Carpenter..Gut gefallen in diesem Sektor hat mir noch ZB. "Event Horizon"
natedb Thu, 21 Feb 2013 16:46:50 -0000
Antwort löschenStimmt "Event Horizon" lässt sich durchaus anschauen! Wahrscheinlich auch Paul W. S. Andersons mit Abstand bester Film...
Von Carpenter finde ich "Halloween" allerdings auch bahnbrechend!
Dahmer Thu, 21 Feb 2013 17:22:54 -0000
Antwort löschenGenau meine Meinung bzgl. Event Horizon,der beste Film von Anderon...ich glaube ich schicke Dir gleich ne Freundschaftsanfrage :))))
natedb Thu, 21 Feb 2013 17:37:18 -0000
Antwort löschenDanke gern angenommen ;)
Dahmer Thu, 21 Feb 2013 17:43:20 -0000
Antwort löschenBedanke mich ebenfalls für die annahme...vorallem bin ich etwas verwundert das es noch jüngere (U-20) filmfreaks gibt die auf 70er/80er Filme stehen...hiermit ist mein vorurteil revidiert :)
natedb Thu, 21 Feb 2013 17:50:07 -0000
Antwort löschenAuch gerne 50er und 60er :D Oder auch noch ältere. Ich sehe mir eigentlich so ziemlich alles an
Dahmer Thu, 21 Feb 2013 17:57:47 -0000
Antwort löschen:) Sehr schön,Du scheinst ein wahrer Filmfreak zu sein der sich nicht dem heutigen Mainstream verschrieben hat....Hoffe noch viele amüsante/interessante Kommentare von Dir zu lesen
TheBruceWayne Thu, 21 Feb 2013 18:27:23 -0000
Antwort löschen@natedb Leider "The Thing " noch nicht gesehen,aber das Remake.Der war ganz ok aber sicher weit schlechter als das Original.Rosemaries Baby und das Omen find ich persönlich auch super.
@Dahmer Es werden bei uns auch gerne Filme der 30er,40er und 50er geschaut.Auch vereinzelt 20er wenn es ein Murnau oder Chaplin ist .
natedb Thu, 21 Feb 2013 19:45:09 -0000
Antwort löschen@Dahmer Mainstream kann allerdings auch Spaß machen :P
@BruceWayne Das Omen leider nicht gesehen, aber Rosemaries Baby ist echt super! Ich stehe sowieso total auf Polanski.
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Julio Venegas Sat, 23 Feb 2013 16:33:37 -0000
Antwort löschenHab ihn irgendwann mal ziemlich hacke im Fernsehen gesehen, aber irgendwie nichts kapiert.
Dahmer Sat, 23 Feb 2013 16:40:25 -0000
Antwort löschen@nate: Klar ich gucke ja von Trash bis Mainstream sehr vieles...Ich meinte eher so das Du auch ältere Klassiker gerne schaust und nicht nur den neusten Kram bevorzugst ;)
Saschavonw Mon, 11 Feb 2013 08:13:20 -0000
Kommentar löschenIst und bleibt einer meiner Lieblingshorrorfilme!
Absoluter Klassiker und nur zu empfehlen .
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timmoe Sun, 10 Feb 2013 19:26:17 -0000
Kommentar löschenEiner der wenigen Filme, die ich beim ersten Mal nicht zu ende geschaut habe - und das ist in diesem Fall als Lob zu sehen.
Ein Klassiker des Gruselkinos - hervorragend gespielt. Verstörend und unterhaltsam.
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beast667 Sun, 03 Feb 2013 16:16:26 -0000
Kommentar löschenFrüher einer meiner Lieblingsfilme, heute hat er bissel Staub angesetzt und zieht sich. Allerdings immernoch besser als Paranormal Activity................
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Punsha Mon, 21 Jan 2013 16:15:17 -0000
Kommentar löschenInmitten einer Zeit des Aufbruchs und der Auflehnung verankert William Friedkin mit "Der Exorzist" den Teufel in die neuorientierende, nach Befreiung strebende Gesellschaft und strebt ihre Bestrafung an. Als Antwort auf ihr sündhaftes Treiben, vermehrter Sittenlosigkeit und einer neuen Sexualmoral muss nun ein unschuldiges 12-jähriges Mädchen herhalten, das das Böse wortwörtlich in sich trägt. Ob diese Tatsache nun als metaphorischen Ausdruck einer beunruhigenden Entwicklung der Jugend, ihre steigende Neigung zu Ungehorsam, Hyperaktivität und vulgärer Sprache zu sehen ist oder aber (was wesentlich bedenklicher wäre) eine Allegorie auf die natürlichen Eigenheiten der Pubertät darstellt, die hier nicht als eine harmlose Phase betrachtet werden würde, sondern als ein unheilvoller Zustand, den es durch religiöse Züchtigung auszutreiben gilt, ist beinahe nebensächlicher Natur. Tatsache ist, dass Friedkin eine Besinnung auf die Ursprünge, insbesondere den Katholizismus, als Erlösung vor der fortschrittlichen Gesellschaftsentwicklung sieht. Es ist zumindest grundsätzlich nichts verwerflich daran, ältere Methoden zu befürworten und im gleichen Atemzug den rasenden Fortschritt, vor allem dem der Wissenschaft, kritisch unter die Lupe zu nehmen. Man mag diese förmliche Gottesanbetung als ehrlich, konsequent und direkt ansehen, man mag es aber auch, bei aller formaler Virtuosität, als einen plumpen und penetranten Versuch interpretieren, der Gesellschaft fantastischen Unsinn aufzutischen und den Zeitgeist wieder ins Mittelalter zu bugsieren. Nicht zuletzt kann auch die eigene ideologische Überzeugung bei der Einschätzung des Films eine gewaltige Rolle spielen. Vielleicht ist "Der Exorzist", wenn man ihm mit derselben Engstirnigkeit entgegenkommt, die er selbst an den Tag legt, ein unzeitgemäßer, reaktionärer Angriff, dem keinerlei Bedeutung beigemessen werden sollte; vielleicht ist "Der Exorzist" aber auch, bei wesentlich toleranterer Betrachtung, ein in höchstem Maße freches, bewusst provokantes, mutiges Meisterstück. Wir wissen es nicht. Das weiß nur der liebe Gott.
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Benjamin Barker Mon, 21 Jan 2013 16:46:36 -0000
Antwort löschenSchön geschrieben, war damals ähnlich zwiegespalten und, wenn auch eher in Anbetracht seiner Qualität als Horrorfilm, leicht enttäuscht.
_Garfield Mon, 21 Jan 2013 17:35:49 -0000
Antwort löschenDein bester Kommentar, schön differenziert. ;)
patcharisma Mon, 21 Jan 2013 22:04:35 -0000
Antwort löschen"Das Omen" ist viel besser! :-)
Punsha Mon, 21 Jan 2013 22:07:25 -0000
Antwort löschen@BB: Danke, ging mir ähnlich ... auch wenn ich, wie schon erwähnt, von der Inszenierung eines 40 Jahre alten Films schon recht beeindruckt war.
@Garfield: Wow, danke. Sehe ich zwar wie immer nicht so, weil ich mich lediglich auf ein Themenfeld konzentriere, aber immerhin hab ich jetzt einen Bonus bei dir, den ich bei meinem nächsten Kommentar zum neuen Tarantino wahrscheinlich aufbrauchen werde. ;)
Punsha Mon, 21 Jan 2013 22:08:41 -0000
Antwort löschen@pat: Liegt auch noch vor mir und wenn du das sagst, dann gibt es ja vielleicht etwas, worauf ich mich freuen darf.
Benjamin Barker Mon, 21 Jan 2013 22:21:26 -0000
Antwort löschenOh ja, "Das Omen" ist wirklich toll!
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patcharisma Mon, 21 Jan 2013 22:23:26 -0000
Antwort löschen@Punisha: Bei "OMEN" darf man nix auf de Hülle lesen - nur schauen, ok? "Das Omen" ist viel grösser als der "Exorzist" - believe me....
Punsha Mon, 21 Jan 2013 22:25:22 -0000
Antwort löschenI do
gajer1978 Mon, 31 Dec 2012 12:59:53 -0000
Kommentar löschenEiner der besten Horrorfilme aller Zeiten...ohne Frage. Macht auf Blu Ray noch mehr Spass...sensationeller Film der sicher viele auch heute noch schockiert!!!
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ShayaNova Sat, 29 Dec 2012 22:27:25 -0000
Kommentar löschenich hab den film mit 14 jahren im kino gesehen. kurz vorher auf dem parkplatz hatte ich mir die fingerkuppe in der autotür eingeklemmt. ich kann bis heute nicht sagen, was mir mehr zu schaffen gemacht hat, der film oder der schmerz. jedenfalls ist das bis heute der gruseligste horrorfilm, den ich mir überhaupt vorstellen kann. buch und hörbuch haben es übrigens auch in sich, wen es interessiert..
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Mr. K R I T I K Wed, 02 Jan 2013 19:03:11 -0000
Antwort löschenDu magst solche Filme? Super!!! Hast du dann zufällig auch "der Exorzismus von Emely Rose" gesehen?
ShayaNova Wed, 02 Jan 2013 19:18:41 -0000
Antwort löschenJA. ich fand ihn ..so lala. schlecht war er nicht. vor allem die darstellung von jennifer carpenter war beeindruckend creepy :)
DownFlex Fri, 30 Nov 2012 22:25:11 -0000
Kommentar löschenMit 16 Jahren, also vor knapp 2 Jahren habe ich mich an diesen Film gewagt, der mich vorsichtig von meiner Mutter empfohlen wurde. Und mal so direkt als Vorwarnung: Es gibt Szenen, die brennen sich so in deine Psyche ein, dass du sie einfach nicht mehr vergessen kannst. Ich meine, nachgelesen zu haben, dass besitimmte abstrakte Positionen von Körpern furcheinflößend auf uns Menschen wirken können. Nunmischt "Der Exorzist" aber auch noch diese Haltungen mit einem gruseligen Aussehen und versetzte mich in ein Schweißbad. (Spoiler: Allein die Szene, wo sie die Treppe rückwärts auf dem Rücken hinunterkrabbelt, treibt mir jedesmal Schweiß auf die Stirn, auch heute noch) Eine der wenigen Filme, vor denen ich noch WIRKLICH Angst habe... Sensationell !
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Martin Oberndorf Thu, 06 Dec 2012 15:37:09 -0000
Antwort löschenSuper-Film, aber gruselig finde ich den nicht, da ist "Bis das Blut gefriert" aus dem Jahre 1963 gespenstischer.
mikkean Fri, 23 Nov 2012 16:56:46 -0000
Kommentar löschenKassenschlager und Konfessionen übergreifend gefürchteter Verunglimpfung des Glaubens und der Sitte. So abartig und schockierend, dass über Riesen-Einnahmen und Schockzuständen im Publikum gleichermaßen berichtet werden musste. Ja, oder wurde da die Werbe-Trommel etwas zu heftig gerührt? Na egal, "Der Exorzist" ist für mich ein unglaublich starker Horrorfilm, einer der besten ... Was ist keineswegs meine, um mich an Lobhudelei, Legenden-Verehrung und unnötiger Speichelleckerei zu beteiligen. Fakt ist, "Der Exorzist" war schon 1973 etwas völlig anderes und er hat definitiv unzählige Kopien, Parodien und anderweitige Aufbereitungen inspiriert. Und er ist auch heute noch genau so einzigartig, weil er wie sonst kaum ein Film seiner Genre-Bezeichnung gern gerecht wird und sie ebenso auslotet und erweitert. Wie schon bei seinem Vorgänger-Werk "French Connection", gewann William Friedkin dem vermeintlich einfach klingenden Ursprungs-Motiv "Kleines-besessenes-Mädchen-wird-vom-Pfarrer-exorziert" ganz neue Seiten ab. Und wie schon den Cop-Film, zieht Friedkin seinen Horrorfilm sehr dokumentarisch auf. Was sich keineswegs in endlosen, unnötigen Film-Minuten äußert, wo freigiebig und zu bemüht improvisiert und belanglos gefaselt wird. Dokumentation wiederum deshalb, weil uns hier eine Vielzahl an Figuren begegnet und wir in zwei Stunden an deren Leben teilnehmen dürfen. Sich das Böse etwas Zeit lässt, bis es von der kleinen Regan Besitz ergreift und sich doch schon, in einem überhaupt ganz eigensinnigen Prolog, dem Pater Lankester Merrin bereits zeigt oder immerhin andeutet. Weil wir zuerst mitkriegen, wie die kleine Regan lebt und wie ihre schauspielernde Mutter Chris Karriere und Erziehung unter einen Hut zu bringen. Und wie die dann noch versucht, rein rationale, wissenschaftliche Antworten, auf den immer schlimmer werdenden Zustand ihrer Tochter, zu finden. Denn bei Regan und ihrer Mutter spielt der Glauben keine große Rolle. Interessanterweise zweifelt auch der andere, jüngere Pater, Damien Karras, zunehmend an seiner Verpflichtung gegenüber Gott. Keine uninteressante Ausgangslage also, mit spannendem Personal, das den Themen Horror und Exorzismus einige Seiten abgewinnt, die in dieser speziellen Kategorie selten erreicht werden. Wenn überhaupt, ist das Besessen-Motiv hier Grundlage für eine Reportage über den Exorzismus, und nicht der Aufhänger, der sich uns, bereits in den ersten zehn Minuten, durch die aufgebrochene Tür ankündigt. Es ist einerseits extrem einfallsreich, wie der Teufel hier an unsere Welt anklopft. Wie die kleine Regan alias Linda Blair, hier zum Sprachrohr der verdammten Seelen wird und eine Extrem-Renovierung ihres Zimmers vornimmt. Und wie der Film teilweise krass Mythologie und Symbolik der Kirche benutzt. So richtig schlecht werden kann uns da weniger. Ich gehe jetzt mal von einer breiteren Masse aus, die bereits Erfahrung im Genre hat. Hier dürfte eher der sagenumwobene Schleim für den einen oder anderen Ekel-Moment sorgt. Vielleicht aber auch das Make-Up, welches heutzutage noch arg dämonisch wirkt und ein kleines Mädchen zum Satan werden lässt. Ich meine, "Der Exorzist" macht es sich nicht so leicht und lässt eifrig die Puppen tanzen. Das Grauen stellt sich schon durch die Intensität der Teufelsaustreibung statt, die allen beteiligten Darstellern enorm viel abverlangt. Aber auch sonst erweist sich der Film als ganz eigener Horror-Klassiker, weil er schon mal enorm vieldeutig ist. Ist das jetzt eine Parabel auf die Schrecken der Pubertät, das Unvermögen der modernen Welt - in Person von Regan's Mutter, mit dem immer heftigeren Verhalten der Kinder nicht mehr klar zu kommen? Oder auch eine Erinnerung daran, dass sich der Glauben - egal wie beschwerlich dahin war - nicht von der Wissenschaft und ihren ausladenden Apparaten und Untersuchungen, verdrängt werden kann. Das ist hier ja noch eher an der Oberfläche gekratzt, "Der Exorzist" bietet wirklich einige spannende Punkte, die zum Sinnieren einladen. Sei es die Krise von Damien Karras, der sich in den Momenten mit Regan's Mutter vielleicht doch ein ganz anderes Leben für sich ausmalt. Genau wie der Bezug zur Filmwelt an sich, immerhin steckt Schauspielerin Chris ja anfangs noch mitten in Dreharbeiten. Okay, okay, halten wir es einfach. "Der Exorzist" ist ein wahnsinnig starker Film, der nicht nur bleibende Bilder mit sich gebracht hat oder von einer ebenso starken Performance Max von Sydow's lebt. Er ist ein echtes Streit-Objekt, das manche als billig und ineffektiv erachten und verschrien. Das manche langweilt, die auf schnellen Thrill aus sind oder nur irgendwelche Masken über die Leinwand huschen sehen wollen. "Der Exorzist" war manchem Kritiker zu schlampig gemacht, hohl - und ist doch genau das Produkt, dass der manisch Dickkopf William Friedkin ersonnen hat. Selbst wenn er mit seiner Vorgehensweise, den Verfasser der Buchvorlage und Drehbuch-Autor, William Peter Blatty, verärgert hat. "Der Exorzist" ist nicht nur "völlig gelungen" oder "so schrecklich schön", "spannend" und "nervenzerrend" - Wir können ihn auch einfach nur als das würdigen, was er ist grundsätzlich ist: ein Unikat, dem nicht mal das teilweise desaströse Nachäffen der Sequels und Prequels etwas anhaben konnte.
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JackoXL Fri, 23 Nov 2012 18:38:02 -0000
Antwort löschenTeuflisch-guter Kommentar!
FordFairlane Fri, 23 Nov 2012 19:03:33 -0000
Antwort löschensowas liest man doch gerne
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mikkean Mon, 26 Nov 2012 20:48:42 -0000
Antwort löschenVielen dank!!! :)
NWO@Movie Fri, 30 Nov 2012 03:19:48 -0000
Antwort löschen1+
ELGOL Thu, 01 Nov 2012 13:16:52 -0000
Kommentar löschenZu Halloween angeschaut.
Mit 2 Stunden ist der Film einfach zu lang und zieht sich am Anfang(erste stunde!)wie Kaugummi..
Aber weil der Film dann nochmal richtig gut und teils auch gruselig wurde gibt es 7.5
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Dachsman Tue, 30 Oct 2012 15:55:30 -0000
Kommentar löschenDes einen Freud', des anderen Leid. So umschreibt man die Diskussion um William Friedkins Romanverfilmung wohl am besten. "The Exorcist" konnte viel Lob einfahren - er ist bis heute einer der wenigen Horrorfilme, die für den Oscar nominiert wurden und auch einige gewann- sah sich aber auch eben so viel Kritik ausgesetzt.
Und sagen wir's mal so: Die Behauptung, der Film habe einen konservativen Schrägstrich kreuzreaktionären Subtext, der sich primär an die Paranoia von kleinbürgerlichen Eltern vor ihren Heranwachsenden richtet, ist falsch.
Der Begriff "Subtext" suggeriert nämlich, dass diese Deutung unter irgendwas versteckt wäre. Die Mühe machen sich Friedkin und Drehbuchautor William Peter Blatty mal so gar nicht. Die ersten Alarmglocken klingeln, wenn das, im Film als "frühreif" beschriebene, Mädchen einem Arzt entgegenschleudert, er soll ihre "gottverdammte Fotze" nicht anrühren, spätestens wenn eben dieses Mädchen den Arzt anschreit er solle sie "ficken" und allerspätestens, wenn sich besagtes Mädchen dann mit einem Kruzifix fickt, sollte die Intention selbst dem größten "Filme wollen nur unterhalten, Dude!"-Dude klar sein. Ja, manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre, aber manchmal ist eine Zigarre auch ein Bild für einen erigierten Penis, den verängstigte Steuerberater und Mathelehrer schon bis zum Anschlag in der Jungfräulichkeit ihres lieben kleinen Töchterleins sehen.
Damit ist "The Exorcist" sicher auch ein Kind seiner Zeit (was die Vorwürfe aber nicht wirklich entkräftet, eher im Gegenteil), unangenehm aufstoßen darf einem das vermittelte Bild trotzdem. Pubertät und sexuelles Erwachen werden hier, im wahrsten und plattesten Sinne des Wortes zugleich, dämonisiert. Und richtig übel wird es dann, wenn die Lösung des "Problems" nur in der bedingungslosen Selbstaufopferung im (christlichen) Glauben geschieht.
So viel auf der Kontra-Seite.
Aber, und das sollte man nicht außer Acht lassen, für sich betrachtet ist "The Exorcist" ein exzellent gemachter Horrorfilm. Auch wenn das Finale ein bisschen kraftlos daher kommt, die erste Hälfte ist was Spannungsaufbau, Schockeffekte, Atmosphäre und Tricktechnik angeht erste Sahne. Wie genial viele Szenen sind, erkennt man schon daran, wie oft sie Einzug in die Popkultur gehalten haben, wie oft sie referenziert und parodiert worden. Und trotzdem haben sie auch fast 30 Jahre nach ihrem Erscheinen nichts von ihrer Wirkung und Ikonographie verloren.
Schwierige Sache. Grandioser Film, mit Vorsicht zu genießen. Klingt komisch, ist aber so.
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Hitmanski Tue, 30 Oct 2012 21:55:41 -0000
Antwort löschenKann man so stehen lassen, ja. Wobei -alle Ideologiekritik einmal außen vor- das Ende auch fernab seiner Bedeutung viel von der Atmosphäre vernichtet: Dieses "Alle Regler zurück auf Null" ist einfach so entsetzlich bieder...
Dachsman Tue, 30 Oct 2012 22:33:01 -0000
Antwort löschenIch verstehe was Du meinst, das ganze Finale finde ich wirklich recht schwach auf der Brust (wahrscheinlich auch gerade im Vergleich mit der starken ersten Hälfte).
Auf der anderen Seite würde ich dem Ende zu Gute halten, dass es wenigstens das ist, nämlich ein Ende.
Ich störe mich da meist eher an solchen offenen Enden, wie sie andere Horrorfilme gerne raushauen, die ja meistens wirklich nur mit beiden Augen Richtung Franchise schielen...
Roldur Mon, 29 Oct 2012 21:19:46 -0000
Kommentar löschenOKEOKEOKE ICH SCHAU IHN MIR WIEDER AN! Mal sehn wie ich Friedkins Klassiker jetzt, 3 Jahre später sehn werde. Killer Joe fand ich ja super. Bitte lass es nicht wieder ein Durchschnittswertung werden...
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TheNumber Mon, 22 Oct 2012 06:38:42 -0000
Kommentar löschenHat mich richtig geschockt, auch wenn die erste halbe Stunde sich relativ zieht: die super Atmosphäre und die Szenen im Kinderzimmer machen den Film zu einem Horrorklassiker, den man gesehen haben muss.
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Antichrist Sat, 20 Oct 2012 22:40:33 -0000
Kommentar löschenDer Deibel-Film schlechthin:gespenstisch,übernatürlich und vulgär!
In der Extended-Fassung eine besondere Freude,vor allem in HD,denn wenn ich an die einstige in Bild und Ton vermurkste Videofassung denke,wird mir aus ganz anderen Gründen übel,besonders die frühere unpassende deutsche Synchronstimme von Regan war ein Greuel.Aber all das konnte natürlich auch in der Vergangenheit nicht die große Qualität des Films beeinträchtigen - kurz:ein Horror-Kunststück,Friedkins bestes Werk,wie ein Griff in den Schritt.
Die gruseligen Traumbilder des Paters ängstigen mich noch in der Gegenwart,und die filmische Umsetzung der"Besessenheit" eines Mädchens gelang meines Erachtens erst wieder viele Jahrzehnte später,nämlich im deutschen "Requiem".
Gut zu wissen,an welche Institution ich mich wenden muß,falls in meiner Umgebung eine Austreibung vonnöten ist.
Lieblingszitat:"Sind Sie irgendwie konfessionell gebunden?"
Oder zum Beispiel:"Weißt Du,was sie getan hat,Deine geile Tochter?!"
Eines geht noch:"Toller Tag für einen Exorzismus!"
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