Die neun Pforten

The Ninth Gate (1999), ES/FR
Laufzeit 127 Minuten, FSK 16, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 16.12.1999

6.2 Kritiker
52 Bewertungen
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6.9 Community
8270 Bewertungen
72 Kommentare
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von Roman Polanski, mit Emmanuelle Seigner und Lena Olin

Der Antiquar Dean Corso (Johnny Depp) wird von einem reichen Buchsammler namens Boris Balkan (Frank Langella) angeheuert um das Buch Die Neun Pforten, das angeblich von Mephisto selbst verfasst wurde, auf seine Authentizität zu untersuchen. Er reist quer durch die USA, nach Frankreich und Spanien um die letzten beiden verbliebenen Exemplare zu untersuchen. Jedoch birgt seine Reise Gefahren, die er sich so vorher nicht ausgemalt hat und dann ist da auch noch eine geheimnisvolle junge Frau (Emmanuelle Seigner), die anscheinend jeden seiner Schritte vorhersagen kann.

Nach der Romanvorlage „Der Club Dumas“ (Original: “El Club Dumas”) von Arturo Pérez-Reverte, schuf Roman Polanski den Mysterythriller Die Neun Pforten (OT: The Ninth Gate). Er verfasste das Drehbuch zusammen mit John Brownjohn, wobei er einen Erzählstrang der Romanvorlage löschte um sich voll auf die Suche nach der authentischen Ausgabe von Die Neun Pforten zu konzentrieren. Weltweit spielte Die Neun Pforten über 58 Millionen US-Dollar ein bei einem Budget von ungefähr 38 Millionen Dollar. Gedreht wurde in Spanien, Portugal und Frankreich, da Polanski bekanntlich nicht in die USA einreisen kann.

An Stelle von Barbara Jefford war ursprünglich Hildegard Knef als Baronin Kessler geplant. Sie musste aber wegen Krankheit absagen. Obwohl Johnny Depp Polanskis Wunschbesetzung für Die Neun Pforten war, verlief die Zusammenarbeit anscheinend eher weniger harmonisch und der Regisseur und der Schauspieler haben kaum positive Worte füreinander übrig.

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Kritiken (3) — Film: Die neun Pforten

sushi25: movie-fan.de

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8.0Ausgezeichnet

Eine spannende Mysterystory mit einem gewohnt spitze spielenden Johnny Depp. Immer wieder einen DVD-Abend wert.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Lieblingsfilm

Der Film „Die neun Pforten“ ist ein Erlebnis, und er gehört zu den Besten die Roman Polanski bislang abgeliefert hat. Allerdings werden nur Leute, die mit dem Thema an sich etwas anfangen können, von dem Film ebenso begeistert sein. Wer Bücher, und alte Bücher im Besonderen, langweilig findet, der wird auch Schwierigkeiten mit dem Film an sich haben. Des Weiteren verlangt der Film Aufmerksamkeit und die Fähigkeit sich auf ihn einzulassen.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Polanski inszeniert dies beiläufig, ohne Aufwand, anspielungsreich aber ohne Schock und echten Horror, in einem Stil, den die Thriller der 70er Jahre hatten. Ähnlich wie zuletzt in Stanley Kubricks "Eyes Wide Shut" - mit dem der Film in vielem vergleichbar ist - wirkt hier das Abseitige, das dunkle Innenleben der bürgerlichen Normalität, in die diese Hauptfigur uns führt, nur zitiert. Wie durch eine Traumlandschaft reisen wir, mit skeptischem Blick, aber gebannt das Unglaubliche zur Kenntnis nehmend.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (69) — Film: Die neun Pforten

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unknown identity

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Bewertung6.5Ganz gut

interressanter Okkultthriller , der jedoch erst gegen Ende spannend wird .

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Jenny von T

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jennys Versuch, offenkundig unfassbar unterschätzten Polanski-Meisterwerken zu der Aufmerksamkeit zu verhelfen, die sie verdienen, Teil 2: "The Ninth Gate".
"Die neun Pforten" ist ein einerseits sehr altmodischer und doch moderner Horrorthriller mit konservativer, aber gleichzeitig spannender Dramaturgie, der es - und jetzt mache ich mich noch unbeliebter - in allen Belangen mit dem hochgelobten "Rosemary's Baby" aufnehmen kann und dies auch tatsächlich in der öffentlichen Wahrnehmung tun würde, hätte Polanski ihn zuvor gedreht. Kameraarbeit und generelle Inszenierung sind sichtlich fortgeschritten, Polanskis Fähigkeit, auch abstrus anmutende Handlungswege beängstigend realistisch darzustellen, dagegen ungebrochen und so kommt es, dass - trotz einer insofern gefährlichen Thematik - kaum eine Szene "over the top" oder albern wirkt, selbst nicht an Stellen, an denen jeder Horrorfilm-Regisseur der neueren Generation sich durch übertrieben dargestellte Gewaltexzesse oder diverse andere überzogene Schockeffekte gnadenlos selbst ein Ei ins Nest legen würde. Insofern ist "The Ninth Gate" mehr als nur ein grundsolides Werk - in Zeiten von "Hostel", "Martyrs" und Co. ist der Film balsam auf die Seele jedes Liebhabers klassischer, sich auf ihren Kern (gutes Schauspiel, eine gut durchdachte Spannungskurve sowie ein passendes Ende, welches das zuvor Gezeigte nicht ad absurdum führt) besinnende Horrorfilme. Polanski geht mit der Zeit und bleibt sich doch selbst treu, indem er - wie gewohnt - eben nicht alles erklärt und den Zuschauer auffordert, sich (hier sogar wortwörtlich) einzelne Puzzleteile selbst zusammenzufinden.
Wie sehr ich mir doch ein Polanski-"Wie drehe ich auch heute noch einen guten Horrorfilm?"-Übungsseminar für Eli Roth und Co. mit Abschlussprüfung wünschen würde - und wenn sie durchfallen, soll sie der Teufel holen.

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Le Samourai

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Sehr richtig!


kinogaengerin

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Bewertung7.0Sehenswert

"Es gibt Bücher, die gefährlich sind und die man nicht ungestraft aufmachen darf." Dazu zählt auch das Buch, welches angeblich den Teufel herbeiruft, genannt 'Die neun Pforten'. Der selbsternannte Buch-Detektiv Dean Corso wird von einem privaten Sammler beauftragt, die Echtheit eben jenes Buches zu prüfen, von dem nach einem Brand nur noch drei Exemplare existieren. Während seiner Suche trifft Corso nicht nur auf zwielichtige Gestalten, sondern auch auf exzentrische Sammler und häuft ganz nebenbei noch ein paar Leichen an für dessen Dahinscheiden er allerdings nicht direkt etwas kann. 'Die neun Pforten' sind mystisch und nicht leicht zu durchschauen. Wer sich für die Thematik jedoch interessiert, der findet hier sicher ein leckeres Fresserchen. Jeder andere muss wissen, ob die Anwesenheit von Johnny Depp für das Ansehen reicht. Bei mir tat es das jetzt immerhin schon zum vierten Mal. Das Ende finde ich allerdings weniger gelungen, aber passabel.

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schwedenretter

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Bewertung7.0Sehenswert

sehr diffuse story, etwas schwaches ende. Die dichte, durchaus spannende atmosphäre und die das schöne thema "alte Bücher" machten den film für mich dennoch sehenswert

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brigerbaerger

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Bewertung6.5Ganz gut

Endlich habe ich es auch geschaft und mir Roman Polanskis "Die neun Pforten" zu Gemüte geführt. Irgendwie hatte ich immer mal wieder das Gefühl, dass ich da Tom Hanks in einem Dan Brown-Film vor mir habe (Suche nach irgendwas, Geheimbund...). Ob dass Dan Brown auch so sehen würde? Aber - "Die neun Pforten" sind vom Kamerastil her völlig anders: ruhig, lange Kamerafahrten - völlig unaufgeregt. Trotzdem kann der Film durchaus eine gewisse Grundspannung halten, aber mehr als 2 Std. Johnny Depp bei der Bücherrecherche zuzuschauen ist dann doch etwas lange. Zudem kam dann das Ende für mich etwas allzu plötzlich. Nicht das es schlecht war, sondern einfach unerwartet (oder war ich noch nicht bereit dafür?). Für mich sind "Die neun Pforten" kein Meisterwerk, wer aber auf mysteriöse Such- und Rätselfilme steht, dem kann ich den Film auf jeden Fall empfehlen. Spannend war dann noch im Internet zu schauen, was die übrige (Film-)Welt denn zum Ende des Films und zur geheimnisvollen Frau meint, die da Mr. Depp ab und an seinen Arsch rettet. Dass war wirklich eine interessante Recherche - fast spannender als der Film selber...

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brigerbaerger

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Tja, dass ist bei diesen Buchvorlagen immer so eine Herausforderung - ausser bei Dan Brown... ;o)


mikkean

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Oh ja, nicht, dass ich jetzt alle gelesen hätte ;-)


agynessa

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Bewertung6.5Ganz gut

Wahnsinnig dichte Atmosphäre, unglaubliche Spannung und ein äußerst talentierter Jonny Depp, machen diesen Film zu einem Meisterwerk des mysteriösem Thrillergenre, nur leider, leider, leider hat Polanski das Ende so sehr in den Sand gesetzt, das man sich darüber eigentlich nur ärgern konnte, da es der Film und die Zuschauer nicht verdient haben, so stehen gelassen zu werden. Und außerdem muss ich es immer und immer wieder schreiben, bitte lasst doch diese Sexszenen weg, zum einen wirken sie oft völlig lächerlich und übertrieben und zum anderen machen sie die ganze Filmstimmung kaputt. Das finden im übrigen auch viele aus meinem Bekanntenkreis so und das nicht nur die Frauen. Man ist immer völlig genervt von den Szenen, weil es sie in fast jedem Film zu sehen gibt. Wenn man die Minuten halt als Überbrückung damit vollkriegen muss, dann deutet sie doch nur an, aber mir bei jedem Film das gespielte Gestöhne reinziehen zu müssen ist echt bekloppt. Daher auch kein sehenswert, sondern ärgerlicherweise nur ein ganz gut.

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gibbets

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Bewertung6.0Ganz gut

Eigentlich ein unterhaltsamer Film. Aber das gerauche über den Büchern hat dem ganzen Film für mich irgendwie ruiniert. So ein Logikfehler nur aufgrund von Product Placement ist lächerlich.

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lori101007

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein übernatürlicher und okkultischer Film. Gute Schauspieler und gute Erzählweise. Man hätte aber mehr Spannung einbauen können. Denn das Thema wäre gut gewesen.

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HxC_Moe

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Bewertung6.0Ganz gut

Hat mich irgendwie nicht gepackt. Ist nicht schlecht, wahrscheinlich ist es auch ziemlich gut, aber der Film hat es nicht geschafft mich in seinen Bann zu ziehen. Schade.

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Dachsman

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Bewertung4.0Uninteressant

Mäßig gespielter Thriller aus den späten 90ern, der sich redlich bemüht jedes Klischee, welches man Thrillern dieser Dekade gerne unterstellt, auch zu erfüllen. Emmanuelle Seigner guckt die ganze Zeit so, als hätte sie wirklich überhaupt keinen Bock hier mitzuspielen und fliegt dann ab und an mal an Schnüren durch die Szenen (weil, mysteriös, und so). Und die meisten Szenen, die "gruselig" gemeint sind (sein sollen!) wirken ein ums andere mal unfreiwillig komisch. Handwerklich zwar ganz annehmbar, aber ansonsten recht langweilig.

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moviee

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Film, von dem ich mir irgendwie mehr erwartet hatte. War ich vor einigen Wochen von "Im Auftrag des Teufels", einem anderen Okkulten Thriller überrascht worden, so hat sich meine leise Begeisterung für Okkultismus-Filme nun wieder etwas gelegt. Aber worum geht es in hier überhaupt? Der Millionär Boris Balkan engargiert den Antiquar Dean Corso um zwei der drei Werke von "Die neun Pforten" zu beschaffen und diese dann mit Balkan's dritten Buch zu vergleichen um so schließlich das Original zu enttarnen. Während Corso die beiden Bücher beschafft trifft er auf mysteriöse Personen und bekommt es mit allerlei merkwürdigen zu tun.
Der Film weiß die gute Atmosphäre und die zweifelsfrei vorhandene Spannung zu nutzen, doch das miese Ende macht einen Großteil des gesehenen leider wieder vergessen. Während meine Fernsehzeitschrift "Die neun Pforten" als 'mittelmäßig' bezeichnet und die MP-Mitglieder überwiegend beigeistert sind siedele ich mich in der Mitte an und verweise darauf, dass man aus Roman Polańskis Okkultismusthriller mit der vorliegenden interessanten Geschichte, einer viel kürzeren Laufzeit und einem besseren Schluss deutlich mehr aus einem Film hätte machen können, in dem der klasse Filmtitel, die düstere Atmosphäre und ein souveräner Johnny Depp das beste sind. Fazit: In Ordnung, hätte aber mehr Potential nach oben gehabt.

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cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Eine gewisse Grundspannung ist stets vorhanden, ohne dass man jedoch gleich vor lauter Aufregung einen Herzkasper bekommt.
Allerdings baut die Geschichte ausgerechnet da spürbar ab, wo eigentlich ein Film zulegen sollte – das große Finale enttäuscht auf ganzer Linie!

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cpt. chaos

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Das unterschreibe ich!
Wäre daher schön, wenn die Gesellschaft auch mal zur Abwechslung wieder ein bisschen kritischer werden würde. Allzu oft wird Mittelmaß völlig unverständlich abgefeiert, wobei sich natürlich über Geschmack streiten lässt. Nur mich verwundert das natürlich auch nicht sonderlich, solange das Volk "DSDS", "Bauer sucht Frau" diverse Gerichts-, Anwalts-, Super-Nanny- und Du-hast-mir-n-Kind-gemacht-Shows abfeiert, als wäre die Menschheit zum Saturn geflogen!
Nun denn, ich versuche derweilen Klassiker positiver zu bewerten, und dann klappt der Rest vielleicht ganz von alleine... ;o)


Nagelfar

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Als Tip: vielleicht mal "El dia de la bestia" anschauen. Von der Szenerie und vom "Feeling" her grob eine ähnliche Richtung.


SoulReaver

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Bewertung9.5Herausragend

Meisterregisseur Roman Polanski ist kein unerfahrener im Bereich des Okkulten. 1968 schrieb er mit dem Okkult-Horror 'Rosemaries Baby' Filmgeschichte. Gute 30 Jahre später betritt er mit 'Die neun Pforten' wieder das Genre und überzeugt auf ganzer Linie.

Buchdetektiv Dean Corso wird vom bedeutenden und gutbetuchten Büchersammler Boris Balkan beauftragt die zwei weiteren Auflagen des Buches Die neun Pforten zu finden und zu überprüfen ob Balkan's Buch das Original oder eine Fälschung ist. Corso reist nach Frankreich und macht sich auf die Suche. Nach kurzer Zeit bemerkt er allerdings, dass er verfolgt wird und einen weiblichen Beschützer hat die ihn einige Male rettet. Corso gerät immer tiefer in einen dunklen Bann aus dem es kein Entkommen gibt.

Die langsamen und ruhigen Schnitte wirken angenehm zurückhaltend, genau wie die tolle Kameraführung von Darius Khondji ist äußerst stimmig und fängt tolle Einstellungen von Frankreich ein. Der schaurige Score von Wojciech Kilar ist ebenfalls ein absolute Highlight und untermalt die Szenen grandios und schafft eine hochspannende und bedrohliche Atmosphäre.

Polanski beweist wieder einmal ein tolles Gespür für Besetzungen. Mit Johnny Depp steht ihm einer der besten Schauspieler unserer Zeit zur Verfügung und das macht sich mehr als nur bezahlt. Depp's Charakter Corso ist hochinteressant und er kann mit seinem Spiel wieder einmal voll überzeugen und bringt eine grandiose Leistung. Neben Johnny Depp überzeugt auch Frank Langella als Teufelsbuch-Sammler Boris Balkan der auch über Leichen gehen würde um an sein Ziel zu kommen. Auch Lena Olin als besessene Liana Telfer und Emmanuelle Seigner, Ehefrau von Polanski, überzeugt als mysteriöse Fremde und zeigen starke Leistungen.

Obwohl Polanski's damalige Ehefrau von den Teufelsanbetern Charles Manson und seinen Anhängern umgebracht wurde, inszeniert er 'Die neun Pforten' doch erstaunlich leichtfüßig und ruhig. 'Die neun Pforten' überzeugt in allen Punkten und in allen Bereichen. Der Film ist ein Mystery-Thriller und der Zuschauer verfolgt interessiert die spannende Büchersuche die immer rätselhafter wird. Die Bilder des Buches finden sich auch in Corsos Leben wieder und es wird schnell klar, dass man es mit übersinnlichen Kräften zu tun hat. Doch der Film drängt nicht auf Antworten oder Auflösungen, nein. Polanski überschlägt sich nie, sondern bleibt seinem ruhigen Erzähltempo treu. Wer einen Horror-Schocker erwartet wird natürlich enttäuscht. Blut spritzt nicht durch die Gegend und auch Schockeffekte die den Zuschauer aus dem Sessel werfen gibt es nicht. Die hat der Film auch gar nicht nötig, denn genau der ruhige Ton macht den Film so genial und stimmig. Auch mit ironischen Untertönen geizt Polanski nicht und es gibt einiges zu schmunzeln. Punkten tut Polanski auch damit, dass er versteht mit Mystery umzugehen und einiges offen lässt um den Zuschauer selber rätseln zu lassen. Doch nicht nur Corso ist interessant, sondern auch Boris Balkan der eine riesige Buchsammlung von Okkulten-Werken besitzt weckt das Interesse des Zuschauers. Ihm sind zwei der stärksten Szenen des Films zu verdanken. Zum einen die Abrechnung mit der Satans-Sekte und seine eigene Teufelsbeschwörung. Aber auch Emmanuelle Seigner als geheimnisvolle Schönheit, die immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein scheint um Corso zu helfen wird direkt interessant für den Zuschauer und man hat eine leise Vorahnung was es mit der Frau auf sich haben könnte. Vor allem Corso und Balkan aber sind die faszinierendsten Personen. Beide vertrauen niemandem, sind skrupellos in ihrem Beruf und lassen sich nicht durchschauen. Genau das sind die Punkte auf die Polanski großen Wert legt: die Charaktere und die ruhige aber dennoch hochspannend erzählte Geschichte.

Fazit: 'Die neun Pforten' ist extrem spannend und grandios gespielt, vor allem von Johnny Depp. Polanski beweist wieder einmal durch seine hervorragende Inszenierung dass er einer der besten Regisseure überhaupt ist. Der Film überzeugt in allen Punkten muss aber sicherlich mehrere Male gesehen werden, damit man alle Details entdecken und erfassen kann. Dennoch ist der Film nichts für Adrenalin-Junkies oder Menschen die einen puren Horrorfilm erwarten.

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nasenschleuder

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Sehr schöner Kommentar!


SoulReaver

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Danke :)


dumas

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Bewertung7.5Sehenswert

Kenner der Buchvorlage werden vielleicht enttäuscht sein, dass Polanski gut und gern die Hälfte der Story grosszügig ignoriert, was dem Film jedoch eindeutig zugutekommt. Der Streifen bietet eine Atmosphäre, wie man sie von einem Okkult-Thriller erster Güte erwarten darf, ist bis in die Nebenrollen hervorragend Besetzt und weist trotz einer Spieldauer von über zwei Stunden kaum Längen auf. Mystery-Unterhaltung für Nostalgiker!

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Aristokratin

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Bewertung5.5Geht so

Naja, hatte mir von dem Namen des Filmes mehr erhofft. Die gewisse Spannung und Faszination haben meiner Meinung nach im Film einfach gefehlt. Das Ende war auch sehr "schwach". Nicht mehr als für den Zeitvertreib könnte ich den Film weiter empfehlen.

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unleashedbee

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

gut, finde ich

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J!GS4W

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Bewertung2.0Ärgerlich

"Fick den Teufel" hat sich hier wohl nicht nur der Zuschauer gesagt. Fad und langweilig zieht sich der Film dahin immer auf der Suche und Suche, der, der den Film ansieht wird gefoltert und gefoltert, bis er dann endlich entlassen wird. Da kann man seine Zeit auch anders verbringen.

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ElMagico

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Bewertung6.0Ganz gut

Okkult-Thriller von Roman Polanski, der leider nicht aus dem Mittelmaß herausstechen kann.
Die Geschichte hat von Anfang an nicht das Potential die 2 Stunden Spielzeit inhaltlich zu füllen und ich würde mal behaupten, 40 Minuten weniger und der Film wäre ein ganzes Stück angenehmer anzusehen. Einen Grossteil von "Die Neun Pforten" schaut man Johnny Depp halt zu wie er Büchern hinterjagt und diese studiert, so wirklich vielmehr passiert hier tatsächlich nicht. Dabei ist die Ausgangssituation nicht einmal Uninterressant, aber der Film schafft es zu selten Spannung aufzubauen und dafür das es hier um den Leibhaftigen Persönlich geht, ist das ganze dann doch viel zu harmlos. Schade auch, dass hier viel nach einem 08/15 Schema passiert, man weiss sehr schnell wie es weitergehen wird, die kleinen Wendungen im Film sind alles andere als überraschend, dem halbwegs mitdenkenden Zuschauer ist die komplette letzte Halbe Stunde schon vorher klar.
Hätte sich Polanski hier etwas mehr aus dem Fenster gelehnt und etwas mehr seine eigene Note eingebracht, hätte das durchaus was werden können. So bleibt aber nur ein Formelhaft runtergedrehter Mystischer-Thriller, der zuviele Klischees bedient und sich nur marginal von anderen Filmen diese Genres abhebt.
Aber eine schöne, schludrige Paraderolle für Johnny Depp.

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Hellbilly

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Bewertung7.0Sehenswert

Zwar fast etwas zu ruhig inszeniert, aber die Thematik reißt hier vieles raus - wenn man sich dafür interessiert, wird man diesen Film genießen.
Leider wirkt das Ende aber, als ob den Machern ~10 Minuten vor Schluss einfach die Ideen ausgegangen sind - hat mich leider überhaupt nicht überzeugt, weshalb ich hier auch zwei Punkte in der Wertung abstreichen musste.

Ändert aber nix dran, dass man den Film ruhig mehr als einmal anschauen kann - schon allein wegen Depp - man schaut ihm einfach gern zu.

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Asgard

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Bewertung9.5Herausragend

Die neun Pforten, ist einer dieser Filme die ich mir zu jeder Zeit immer wieder anschauen kann. Johnny Depp als Antiquar, der auf die Jagd nach einem Buch geschickt wird, dass der Teufel persöhnlich verfasst haben soll.
Ein Geheimbund und Verschwörungen, das hat etwas von Illuminati und das noch bevor Dan Brown seine Bestseller veröffentlichte.
Das Buch, auf dem der Film basiert habe ich leider noch nicht gelesen, aber ich hoffe, dass ich irgendwann einmal dazu komme.
Auch wenn der Film einige Unzulänglichkeiten hat (Johnny Depp raucht fortwährend, auch wenn er mit den Büchern arbeitet um nur einen Punkt zu nennen) hat der Film eine Gesamtmischung die einen einfach nur mitreißt.
Mein Empfehlung an die, die diesen Film noch nicht kennen: Unbedingt gucken, am Besten bei Nacht oder in abgedunkelten Räumen.

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nasenschleuder

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Zur Unzulänglichkeit des Rauchens beim Bücherlesen: Es geht die Anekdote über den großen Gelehrten Peter Dronke, dass er gern beim Studium mittelalterlicher Handschriften in der British Library Käsebrötchen gegessen habe. Da sich niemand traute, ihm das zu untersagen, sei es schließlich einem Bibliotheksangestellten gelungen, ihn mit einem Trick davon abzubringen: Er schlug die Hände über dem Kopf zusammen und rief aus: "Um Gottes Willen, wissen Sie nicht, wieviele Bakterien sich auf so einer Handschrift aus dem 12. Jahrhundert befinden? Sie riskieren Ihr Leben!" :D

Der Roman ist übrigens sehr zu empfehlen. Noch verworrener als der Film, mit einem zusätzlichen Handlungsstrang, aber ein echtes Lesevergnügen.


Asgard

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Habe deinen Kommantar erst jetzt gelesen, aber danke für die Anekdote^^
Ich habs leider immer noch nicht geschafft, das Buch zu lesen, aber irgendwann bestimmt.


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