Die Zeit die bleibt
Le temps qui reste (2005), FR Laufzeit 81 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 20.04.2006
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von François Ozon, mit Melvil Poupaud und Jeanne Moreau
Der Fotograf Romain (30) ist gut aussehend und erfolgreich. Gerade steht er im Begriff, die nächste Karrierestufe zu erklimmen, als sein Arzt ihm eröffnet, dass er schwer krank ist. Wegen eines Tumors in seinem Kopf bleiben ihm nur noch wenige Wochen zu leben. Statt sein Heil in einer Therapie zu suchen, die wenig aussichtsreich ist, konzentriert er sich ganz auf Die Zeit die bleibt. Er will seine letzten Tage in Würde verbringen und die verbleibende Kraft ganz den wenigen Menschen und Dingen zuwenden, die ihm wirklich wichtig sind. So gewinnt er binnen kurzem nicht nur ein anderes Verhältnis zu seiner Arbeit, der Fotografie, sondern auch zu den Menschen, die er liebt. Insbesondere die Beziehung zu seiner wunderbaren Großmutter, der er sich rückhaltlos anvertraut, erhält für Romain auf einmal eine neue Dimension: Da sie beide auf ihre Art dem Tod nahe sind, fühlen der junge Mann und die alte Dame sich verbundener als je zuvor. Anderen Nahestehenden verrät Romain nichts von seiner Erkrankung, teils um sich, teils um sie zu schonen. Dennoch geraten die Begegnungen mit seinen Eltern, seiner Schwester und seinem Lover Sasha zu einer intensiven und zärtlichen emotionalen Reise, die Romain Schritt für Schritt einer Aussöhnung mit sich selbst und seinem Schicksal nahe bringt.
Cast & Crew
-
François Ozon
-
Melvil Poupaud
-
Jeanne Moreau
-
Valeria Bruni Tedeschi
-
Daniel Duval
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Der Vater
-
Marie Rivière
-
Christian Sengewald
Regie
Schauspieler
-
Louise-Anne Hippeau
-
François Ozon
- Genre
- Schicksalsdrama
- Zeit
- 2005
- Ort
- Paris
- Handlung
- Angst vor dem Tod, Art House-Film, Bruder-Schwester Beziehung, Großmutter-Enkelsohn-Beziehung, Homosexualität, Impotenz, Kellnerin, Krebs, Meer, Modefotograf, Ménage à Trois, Raststätte, Tumor
- Stimmung
- Berührend, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die Zeit die bleibt
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Trailer zum Film Die Zeit die bleibt
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Kritiken (3) — Film: Die Zeit die bleibt
Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenCinemascope-Format: ein kühl flimmerndes Spannungsfeld zwischen Distanz und Intimität.
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschen[Die Qualität von Ozons Film liegt] darin, daß wir anhand einer Chronik der letzten Wochen im Leben eines nicht unbedingt sympathisch gezeichneten Charakters über uns selbst zu reflektieren beginnen. Wie würde sich jeder von uns in dieser Ausnahmesituation verhalten? Würden wir die Nachricht auch für uns behalten? Ozons Credo zum "carpe diem" ist ein Film zum Nachdenken geworden - und weniger zum Nachempfinden.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenOzon's 2. Streich der Sterbens-Trilogie entpuppt sich als kleines Juwel. LE TEMPS QUI RESTE tut weh, aber er versöhnt auch mit dem Tod. Ähnlich wie THE FOUNTAIN entlässt er den Zuschauer mit dem Gefühl, dass es okay ist zu sterben. Ein Kreislauf, bei dem man am letzten Punkt wieder zum Teil des Ganzen wird. Trotz der schrecklichen Gewissheit das Sterben ein einsames Unterfangen ist. Vielleicht die einsamste Handlung von allen. Und wie Romain schon zu Lebzeiten über seinen Tod trauert und sich zum Sterben zurückzieht wie ein angeschossenes Kaninchen, berührt wie es seit Jahren nur wenige Filme getan haben. Großes Kino.
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Kommentare (8) — Film: Die Zeit die bleibt
Kommentar schreibenJanus Winter 2011/08/20 00:03:28
Kommentar löschenUnd noch eine MEIN LEBEN OHNE MICH Variante. Eine der guten. Kein CARPE DIEM Scheiß, kein Kitsch, keine übertriebene Melodramatik. Stattdessen freie Projektionsflächen für sein eigenes LEBEN OHNE MICH.
Bunnyfaktor: 8,5 (expliziter, schwuler Sex - das muss belohnt werden)
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Joe Gillis 2010/05/16 23:08:53
Kommentar löschenSchönes, schwules Arschloch hat Krebs, schwört oberflächlichem Lebenswandel ab und zeugt vor malerischem Tod am Meer schnell noch Kind mit melancholischer Tresenbekanntschaft, deren Mann nicht kann. Uff! Almodóvar hätte (in seinen besseren Zeiten) solch eine Idee vielleicht burlesk ad absurdum geführt – Ozon dagegen nimmt Urlaub von der Ironie und sein Gay-Melo bitter ernst. Einzig bewegend in diesem larmoyanten Geplätscher: der (kurze) Auftritt von Jeanne Moreau.
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Janus Winter 2011/08/20 00:07:15
Antwort löschenIch stimme zwar nicht zu, aber die Kritik ist trotzdem gut. :)
Joe Gillis 2011/08/20 00:55:00
Antwort löschenDanke, Bunny! :)
Muuvy 2008/07/21 22:38:30
Kommentar löschenAls bekennender Hasser des französischen Kinos muss ich hier eine Ausnahme machen: "Die Zeit, die bleibt" ist ein kleiner (75 min.), aber feiner Film mit einem hervorragenden Melvil Poupaud. Erotisch, gleichzeitig melancholisch wird hier sensibel mit dem Thema umgegangen.
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annaberlin 2008/04/26 07:57:53
Kommentar löschenTypisch Ozon. Da setzt er uns einen homosexuellen, egomanischen 30jährigen vor, der bald sterben wird und dann noch ein Kind zeugt - mit einer Fremden, um ihr einen Gefallen zu tun!Dass das Melodram dennoch funktioniert, hängt an Melvil Popaud, Jeanne Moreau und Valerie Bruno Tedeschi.
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minifuzzi 2008/02/29 11:32:02
Kommentar löschenIch fand den Film einfach nur sehr langweilig. Öde! Ob es würdevoll ist kruz vor dem Tod noch ein Kind zu zeugen?! Naja wieso nicht....
Die Story ist ja gar nicht so schlecht und die Entwicklung der Hauptfigur ist auch verständlich....aber einfach zu langweilig, als er dann stirbt, hab ich nur gedacht: Na endlich!!!!
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Tenzing 2008/02/25 10:59:42
Kommentar löschenDer Film ist solide, bemerkenswert ist die Wandlung des Hauptdarstellers vom Beau zum Todkranken - schauspielerisch herausragend. Und anerkennenswert, wie er sich für die Rolle abgehungert haben muss. Inhaltlich ist es etwas gewöhnungsbedürftig und thematisch wirkt der Film abgegraster, als das Thema wohl tatsächlich ist.
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pulmoll 2008/01/28 09:41:25
Kommentar löschenruhig aber eindrucksvoll. schön.
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Skyver 2008/01/27 17:56:47
Kommentar löschenEs ist absolut nicht würdevoll kurz vor dem nahen Tod ein Kind zu zeugen. Mir stehen ehrlich gesagt schon die Haare zu Berge wenn ich die Inhaltsangabe lese, aber auch die bisherigen Kommentare. (Sterben mit 30 is "okay").
Weder inspiriert der Film, noch ist seine Dokumentation einer Handlung von Belang. Der Regisseur, der gleichsam Drehbuchauthor ist, übt sich erfolgreich in Selbstüberschätzung.
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