Einer wie Bruno
Einer wie Bruno (2011), DE Laufzeit 108 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 12.04.2012
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29 Kommentare
Keine
von Anja Jacobs, mit Christian Ulmen und Lola Dockhorn
Die 13-jährige Radost (Lola Dockhorn) lebt allein mit ihrem Papa Bruno (Christian Ulmen) zusammen. Einer wie Bruno ist aber nicht wie andere Väter, sondern leidet an Oligophrenie: Er hat in etwa das geistige Niveau eines Zehnjährigen. Diese Intelligenzminderung hat Bruno jedoch nicht daran gehindert, all die Jahre ein toller Vater für seine Tochter zu sein. Mit Radosts erwachender Pubertät offenbaren sich nun aber die ersten gravierenden Probleme. Radost wird immer mehr bewusst, wie sehr sie ihrem Vater geistig überlegen ist. Ihre Verantwortung, die bisher eine Spielart ihrer Beziehung war, wird zur großen Belastung für das junge Mädchen, das eigentlich das ganz normale Leben einer 13-Jährigen führen möchte. Auch Bruno merkt die Veränderung und versucht mit aller Kraft, an seiner Führungsrolle gegenüber der Tochter festzuhalten, und macht so den Graben zwischen den beiden nur noch tiefer. Ein schmerzlicher Bruch zwischen Vater und Tochter scheint unausweichlich, doch letztendlich finden die beiden über einige Umwege wieder zueinander.
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Cast & Crew
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Anja Jacobs
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Christian Ulmen
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Lola Dockhorn
-
Peter Kurth
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karli Fichtner
-
Alwara Höfels
-
Lucas Reiber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Benny Schmidtbauer
-
Janina Fautz
Regie
Schauspieler
-
Stefan Lampadius
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Linienbusfahrer
-
Liv Wagener
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Zoe Schmidtbauer
-
Marc O'Seng
- Genre
- Komödie, Drama
- Zeit
- 2010er Jahre
- Ort
- Deutschland
- Handlung
- Erste Liebe, Erster Kuss, Erwachsenwerden, Erziehung, Familienkonflikt, Geistige Zurückgebliebenheit, IQ, Intelligenz, Mitschüler, Neue Freunde, Pubertät, Streit, Tochter, Vater, Vater-Tochter-Beziehung, Verantwortung, Verlieben
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Einer wie Bruno
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Kritiken (8) — Film: Einer wie Bruno
Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenGerade die Konsequenz mit der der Film Brunos bisweilen unverständliches Verhalten zeigt, macht Radosts Entwicklung so authentisch. Und Einer wie Bruno doch noch zu einem sehenswerten Film über eine ungewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung.
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Heiko Martens: Schnitt Heiko Martens: Schnitt
Kommentar löschen»Daß der Zuschauer trotz des schweren Themas lachen und weinen kann«, wünscht sich Regisseurin Jacobs. Einer wie Bruno bedient beides, jedoch angemessen, nicht im Übermaß.
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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de
Kommentar löschenBruno soll sich auf dem geistigen Stand eines Zehnjährigen befinden, Ulmen legt aber die Rolle zuweilen wie die eines Grenzdebilen an. Der Unterschied zu der frühreifen Filmtochter wird damit umso signifikanter, allerdings wirkt das alles derart overacted, dass die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenEiner wie Bruno ist kein Traumfabrik-Kino, sondern ein ernst gemeinter Film über ein sehr spezielles Problem.
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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenAuch wenn Christian Ulmen durchaus bewiesen hat, dass er in unterschiedlichsten Figuren verschwinden kann, macht er den behinderten Bruno mit seinem penetranten Overacting fast zu einer Karikatur und bewegt sich dabei oft jenseits der Grenzen seiner Möglichkeiten.
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Luiz Vasquez: Kino Kino Luiz Vasquez: Kino Kino
Kommentar löschenAuch wenn Einer wie Bruno seinen hohen Ansprüchen nicht ganz gerecht werden kann, lohnt sich ein Blick dennoch. Vor allem wegen der reifen Leistung von Christian Ulmen und Lola Dockhorn.
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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de
Kommentar löschenDass die gewagte Konstellation [...] nicht auf Anhieb für Kopfschütteln sorgt, verdankt sich der großartigen Newcomerin Lola Dockhorn. Sie ist der Rolle eines frühreifen Teenagers mit ihrem nuancierten Spiel mehr als gewachsen und strahlt dabei eine Natürlichkeit aus, die Christian Ulmens vergebliche Bemühungen, als Bruno in die Fußstapfen von Dustin Hoffmans Rain Man zu treten, aufs Schnörkelloseste untergräbt.
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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln
Kommentar löschenEiner wie Bruno findet oft nicht die richtigen Worte. Und damit ist nicht der Charakter, sondern das Drehbuch gemeint. Es will einen Tick anders sein, weg vom Klischee und zwingt dadurch die Protagonisten zum Stelzenlauf, der immer ungelenk aussieht.
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Kommentare (21) — Film: Einer wie Bruno
Kommentar schreibenKitKat 2012/05/23 22:19:47
Kommentar löschen"Ich bin Sam" als deutsches Remake in etwas abgewandelter Form? Nein, danke!
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Janus Winter 2012/05/06 01:44:09
Kommentar löschenOh nein! Fremdscham schon beim Trailer. Kein gutes Zeichen. Ulmen ist ein guter Komiker, kein guter Schauspieler. Ihn für so eine Rolle zu besetzen finde ich ne Zumutung. Ich krieg echt Gänsehaut. Am Knie. Vor Ekel.
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benutzerbenutzer 2012/04/13 17:02:02
Kommentar löschenJa, auch ich hatte das "Glück", den Film in der Sneak erleben zu dürfen. Was ich dort zu sehen bekam, war über weite Strecken vollkommen unzumutbar. Damit meine ich nicht einmal die darstellerischen Leistungen, die sind allesamt solide (besonders bei Ulmen erkenne ich gerade KEIN Overacting, sondern ein gewisses Bemühen, seinen Charakter greifbar zu machen).
Was allerdings eine unwahrscheinlicher Zumutung darstellt, sind die "Story", die wirkt, als hätte man sich entschlossen eine der berühmt- berüchtigten Bravo- Fotostorys auf die Leinwand zu bringen, sowie der Soundtrack, der einfach unglaublich kitschig und pseudo- gefühlsbetont daherkommt. Von der Logiklöchern des Films möchte ich lieber gar nicht erst anfangen...
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MaxN91 2012/04/05 02:29:11
Kommentar löschen22.45 - die späte Sneak . Ein deutscher Film. Eine ZDF Produktion. "Einer wie Bruno".
Ein lautes Stöhnen hallt durch den riesigen Kinosaal . Einige verlassen sogar das Kino vorzeitig mit der Begründung : "Lieber einen Trinken , als nen deutschen Film" .
Nunja was soll ich sagen : Pech gehabt!
Mit "Einer wie Bruno" ist endlich wieder ein sehenswerter deutscher Film im Kino gelandet. Dies ist größtenteils Christian Ulmen zu verdanken , der beweist dass er ein sehr guter Schauspieler mit Zukunft ist . Auch wenn Ulmen seinen deutschen Forrest Gump etwas zu überspitzt darstellt, tut er dies doch unfassbar liebenswert und leidenschaftlich - wie man es selten sieht. Die Thematik des Films , sowie seine Botschaft sind höchst interessant und mit einer Menge schwarhumoriger Elemente versehen - die Mischung stimmt . Endlich einer deutscher Film , der sich mal wieder etwas zutraut !!! Da verzeihe ich ihm sogar seine 0815 Teenieromanze , mit dem Justin Bieber Verschnitt , die natürlich dazu dient den Film einem größeren Publikum schmackhaft zu machen .
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Sheeeeep 2012/04/03 08:30:39
Kommentar löschenKann mich den ganzen Lobeshymnen größtenteils nicht anschließen. Einer wie Bruno versagt in vielen Fällen auf der komödiantischen wie auf der dramatischen Ebene, mit partiellen Ausbrüchen nach oben. Christian Ulmen spielt den beeinträchtigten Vater zwar überspitzt und ziemlich realitätsfern (als alter Zivihase (für die jungen: googlen was Zivi ist) und seit Kindheitstagen mit Behinderten konfrontiert weiß ich ein wenig wovon ich spreche), dennoch weiß er durch sein Schauspiel zu überzeugen. Aber die ganze Geschichte mit ihren nicht nachvollziehbaren Wendungen und der nervende Justin Bieber-Indie-Rocker-Verschnitt stören fast über die gesamte Spiellänge. Ab und an gibt es dennoch lustige und rührende Szenen, doch diese gehen in der gesamten Inszenierung etwas unter.
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DBW 2012/03/28 18:25:59
Kommentar löschen"In Kooperation mit dem ZDF" Gelächter und Lachen in der Sneak, "wär ich mal lieber in die Kneipe gegangen!"
Aber weit gefehlt! Von Beginn an wissen Christian Ulmen und Lola Dockhorn ihre Rollen zu spielen! Eine tote Mutter, ein Vater, der durch eine Behinderung zum Kind und die Tochter dabei zur Elternrolle wird, stets auf der Flucht vor dem Jugendamt.
Neben Szenen, die einem Tränen in die Augen geschossen und inneres Mitgefühl erzeugt haben kam auch gut plazierter Humor nicht zu kurz, eine perfekte Grätsche zwischen Tragik und Komödie!
Einzig das Alter der Tochter und ihrer Mitmenschen hätte gerne anstatt bei 13 bei 15/16 Jahren liegen dürfen, stört mich bei einem so gut gespielte Film allerdings eher weniger.
So kam es am Ende nicht unverdient zu einem stillen Kino im Abspann, gefolgt von achtungsvollem Applaus und einem stillen Verlassen des Saals nachdem alles vorbei war.
Großes, deutsches Kino. Absolute Film-Empfehlung, werde ihn sicher nicht das letzte mal gesehen haben!
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Kloina1893 2012/03/27 12:20:27
Kommentar löschenEs gibt sie also doch noch. Die gute deutsche Komödie.
Die unterhaltsame.
Die lustige.
Die sich aber auch nicht zu schade ist, mal dramatischere Töne anzuschlagen.
Eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Über Liebe. Und Loslassen.
Natürlich gibt es den ein oder anderen Kritikpunkt. Zum einen die Tatsache, dass uns 16- und 19-jährige als 13-jährige verkauft werden (womit sich dieser Film aber eigentlich nur in die Tradition amerikanischer Produktionen einreiht). 13-jährige, die ohne Probleme in Clubs kommen, sich ohne Probleme volllaufen lassen können (was ja aber inzwischen leider wohl auch eher zur Normalität wird…), mit Klassenkameraden, die über die anstehende Schullandheimausfahrt sagen: "Saufen und ficken." Also entweder waren wir mit 13 verdammt unkreativ oder einfach nur langweilig. :o ;) Außerdem wirkt der behutsam und sensibel erzählte Film stellenweise leider doch unnötig in die Länge gezogen.
Christian Ulmen spielt den geistig zurückgebliebenen Bruno meist gut, aber auch mit leichtem Hang zum Overacting. Die 16-jährige Lola Dockhorn, als Brunos Tochter Radost und Mittelpunkt des Films, sticht in ihrer ersten Kinorolle aber ganz klar hervor und liefert eine sehr gute und sympathische Leistung ab.
Besonders schön war natürlich, mal nen Film im Kino zu sehen, der in unserer wundervollen Landeshauptstadt Stuttgart spielt. :) Besonders die Szene in der Wilhelma hat das Kind in mir einen Freudensprung vollführen lassen. ;)
Alles in allem ist „Einer wie Bruno“ trotz seiner Schwächen sehr unterhaltsam. Die dramatischen Momente wirken nie zu sehr überzeichnet und drücken nicht unnötig auf die Tränendrüse. Und genügend Momente zum Lachen gibt es ebenso.
Somit reiht sich diese Sneak auch mühelos in die Liste meiner Sneaküberraschungen ein.
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Martin Jurgeluks 2012/03/27 00:25:50
Kommentar löschenHut ab vor diesem wirklich mal guten deutschen Film. Ein wahrlich berührendes Drama über eine schwierige Vater- und Tochter Beziehung die sehr überzeugend von beiden dargstellt wird. Besonders überrascht hat mich Christian Ulmen, der sich hier mit einer absolut respektablen Leistung in die Herzen der Zuschauer gespielt hat und dem ich sowas wirklich nicht zugetraut hätte. Lola Dockhorn setzt dem ganzen noch das I-Tüpfelchen auf, denn sich macht sich mit der Leistung einen ganz großen Namen und man wird sicherlich einiges von ihr hören.
Das war mal ein mitreisender Kinoabend der auch mal ohne großes Knall und Effektegewitter aus kommt, sondern mit viel Gefühl und einer gesunden Prise Humor.
Sicherlich ein Film den ich mir gerne nochmal anschauen werde. Empfehlenswert!
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Cinemen 2012/03/26 23:35:38
Kommentar löschenEiner wie Bruno.
Heute bei uns in der UCI Sneak. Am Anfang habe ich nur Gedacht---Scheisse aber auch , Deutscher Film absolut die Niete.
Doch ich wurde sehr Positiv Überrascht. Die 13 jährige Radost muss Praktisch ihren Behinderten Vater erziehen. Leider muss Radost ihr eigenes Leben zurückstecken. Als Sie sich dann Verliebt laufen die Gefühle Amok. Das Verhältnis zum Vater wird schwerer und muss die Belastungen überstehen.
Christian Ulmen als Bruno und Lola Dockhorn als Tochter Radost sind einfach Brillant. Der Film zeigt Einerseits das Leben von Bruno. Seine Arbeit, wie Er von einem ArbeitsKollegen stets Unterdrückt wird. Die Ängste die Bruno Ausstehen muss dem Gegenüber Radost, die Kopf auf durchs Leben geht und viel Zurückstecken muss bis Sie selber fast am Ende ist und in vielen Situationen einfach nur ein normales Jugendleben haben möchte.
Es ist Bedrückend wenn man doch sieht wie Schwer es für die Menschen ist ein geregeltes Leben zu führen wenn ein Familienmitglied eine schwere Behinderung hat. Für viele Menschen ist dies ein Tabuthema.
Dieser Film hat mich zum Nachdenken gebracht. Sicherlich hat man im ersten Moment eine Tube Mitleid doch im Nachhinein sieht man wie Stark man sein muss , auch in der eigenen Schwäche weil jeder Glücksmoment im Leben in einigen Sekunden wieder zu einem Chaos des Alltags werden kann.
Ein tiefgreifender Film absolut Respekt. Das war mal gutes Deutsches Kino !!!!
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Prechtl 2012/03/26 23:34:46
Kommentar löschenAls ich die ersten Sekunden des Films auf der Leinwand sah, dachte ich mir „Oh mein Gott, bitte kein deutscher Film!“ Zugegeben, ich kenne kaum einen guten deutschen Film und daher war ich äußerst skeptisch.
Aber „Einer wie Bruno“ ist schon mal ein kleiner Lichtblick. Christian Ulmen verkörpert in diesem Film den geistig zurückgebliebenen Bruno, der mit seiner 13-jährigen Tochter Radost (die allerdings mindestens fünf Jahre älter aussieht) zusammenwohnt. Wenn er nicht zuhause Fern sieht, mit seinem Stofftier Leo spielt oder die Menschen in seiner Umwelt erraten lässt, welches Tier er gerade nachahmt, räumte er in einem Supermarkt die Regale ein. Ein Energiebündel, das im Körper eines Mannes gefangen ist und damit seiner pubertären Tochter ziemlich auf den Geist geht. Diese hat es jedoch satt, in dieser Beziehung die Erwachsene spielen zu müssen und beginnt zu rebellieren.
Besonders positiv ist mir die Leistung von Christian Ulmen aufgefallen. Zwar overactet er was das Zeug hält, aber dafür bleibt Bruno in jeder Szene liebenswürdig und man will ihn am liebsten umarmen/trösten. Im Grunde ist er doch nur ein Papa, der seine Tochter beschützen will – nur auf seine eigene Weise.
Radost, die leider eine größere Rolle im Film zu spielen scheint, nervt allerdings die meiste Zeit, besonders wenn sie ihren Vater wie einen Fremden behandelt und sonst alles tut, um ihn traurig zu machen.
Außerdem gibt’s da noch Benny (oder Benni?), ein gutaussehender und beliebter Sänger/Songwriter (so sieht er sich jedenfalls selbst), auf den Radost ein Auge geworfen hat. Diese Figur besitzt leider null Tiefgang und kann in keiner Sekunde überzeugen. Benny scheint nur Eyecandy für das weibliche Publikum zu sein und ein weiterer Grund für Radost, um gegen ihren Vater zu rebellieren.
Fazit: Zwar besitzt die Story keinen Tiefgang und nennenswerte Schauspieler, aber dafür ist der Film ein herziger Feel-good-movie, den ich jeden für zwischendurch ans Herz legen kann.
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Kautschuk777 2012/03/18 20:36:20
Kommentar löschender film war so nervtötend nicht nur dass diese absolut platte 0815- Lovestory mit justin als einzige möglichkeit gesehen wird das 13 jährige mädchen (das nebenbei in discos reinkommt, schnaps kaufen kann und in mathe gerade analytische geometrie behandelt) dazu zu bringen ihre aufopfernde existenz in frage zu stellen,
nein auch die darstellung des behinderten vaters ist durchweg inkonsequent teilweise bringt er es nicht auf die reihe sich selbst am leben zu erhalten im richtigen zeitpunkt ist er dann aber wieder (natürlich aus naiivität) unglaublich schlagfertig (der film muss ja lustig sein) oder findet einfach mal das kilometer entfernte schullandheim seiner tochter (die handlung muss ja weitergehen).
Und da hilft auch die beachtliche darstellerische leistung des hauptdarstellers nichts der ganze film wirkt dadurch einfach nicht glaubwürdig nich dramatisch und berührt mich nicht im geringsten.
Dazu kommt noch dass einfach ALLE charaktere so dermaßen stereotypisch sind, dass es einfach nur noch zum lachen ist: da ist der pseudo-songwriter-coole-junge auf den wieder um alle bitches der klasse stehen er interessiert sich aber primär nur für die außenseiter-streberin die als einzige keine bitch ist die eltern des jimie blue verschnitts sind natürlich reich wobei das geld nur vom vater kommt der teilweise einsichtig ist v.a. gegen ende des films ist allerdings mit seiner nervenden ehefrau gestraft die einen IQ von c.a. 10 besitzt und ihren sohn übermäßig in schutz nimmt... oh gott das könnte ich noch fortsetzen muss aber erst mal kotzen gehen
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Blonder 2012/03/11 10:53:49
Kommentar löschenVon dem Film wurde ich in der Sneak positiv überrascht, denn meine Meinung vom deutschen Film ist im Moment nicht gerade die beste.
Erzählt wird die Geschichte von Bruno einem allein erziehenden Vater von einer pubertierenden Tochter. Aber Bruno ist kein normaler Vater, denn er ist geistig behindert, im Grunde ist er ein Junge gefangen im Körper eines Mannes. Somit muß seine Tochter Radost wohl oder übel den Part der Erwachsenen in der kleinen Familie übernehmen. Das alles geht gut bis sich Radost zum ersten mal verliebt, denn von da an keimt in ihr der Wunsch auf, ein ganz normaler Teeny zu sein. Von diesem Moment an nimmt das Unheil seinen Lauf.
Der Film ist mal heiter, mal traurig oder einfach nur ernst, aber er rutscht nie in die Sentimentalitäts oder Kitschfalle ab. Vielmehr wird die Geschichte ziemlich lebensnah erzählt. Ergänzt wird dies alles noch durch zwei großartige Schauspieler. Da wäre zu einem Christian Ulmen dem es glingt Bruno so überzeugend zu spielen, als würde man einen echten geistig Zurückgebliebenen sehen. Mit dieser Rolle hat Ulmen bewiesen, dass er eindeutig mehr kann, als nur rum zu blödeln. Lola Dockhorn beweist mit der Darstellung von Radost, daß sie das Zeug zu einer großen Schauspielerin hat.
Ein großartiger und zutiefst menschlicher Film über eine ungewöhnliche Vater-Tochter Beziehung, der einen von Anfang bis Ende nur mitreisst.
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Deepflight 2012/02/29 01:21:37
Kommentar löschenKlar, man kann den Film als einen gescheiteterten Versuch sehen, Komödie und Drama zu verbinden, weil er sich nicht recht entscheiden will und Ich muss auch sagen, ich hatte nicht viel Erwartungen an den Film, als er in der Sneak kam....
das dieses äußerst wichtige Thema im Film humorvoll thematisiert wird hat mich dann aber gefreut, weil ich genau das für die richtige Weise halte!!!
Ein behinderter Mensch wird eben NICHT als bemitleidenswerter Unfähiger dargestellt, sonder man sieht eben was diesen Menschen be-hindert (macht), nämlich seine Umwelt und man sieht ihn aus einem anderen Blickwinkel als in einem depressivem Drama.
Die überaus stark gespielte Rolle der Tochter Rhadost(?), die sich alle Mühe gibt die Vorstellungen ihrers Vaters und ihren eigenen in Einklang zu bringen, ist für mich leider etwas zu utopisch gezeichnet und die Realität Kinder behinderter Eltern sieht sicherlich oft (nicht immer!) anders aus. Aber hey - es ist ein Film, da ist das erlaubt m. Meinung nach, auch weil Filme anderer Thematik weitaus realitätsferner sein können. Nur bei "schwierigen" Thematiken wie Behinderung wird viel sensibler darauf geachtet bloß doch nicht zu viel in die Phantasiekiste zu greifen -.- Und das gilt auch für den Humor:
Wer sagt, dass es verboten ist über Situationskomik lachen zu können, die behinderte Menschen einfach, mehr als oft, erzeugen? Aus diesem Gesichtspunkt betrachtet, behaupte ich mal, finden viele den Film weitaus witziger!!
Gute Schauspieler, viel Situationskomik und ein gutes Setting machen den FIlm allein schon sehenswert. Was das Drehbuch angeht kann man sicherlich unterschiedlicher Ansicht sein. Mich hingegen hat der Film weder gelangweilt , noch peinlich berührt (Christian Ulmen halt; das darf man nicht vergessen :D ).
Und noch zu einem oft genannten Kritikpunkt:
Die Teenagerbeziehung von Rhadost zu dem Justin-Bieber-Verschnitt ist mit Absicht so gewählt: Der Typ ist einfach ober-ätzend, das Mädel ist naiv und verliebt sich in den Idioten, lernt daraus und gibt ihm letzendlich den Laufpass. Das einzig klischeehafte ist die (mit absicht überzeichnete) Figur des Jungen. Happy End-Liebesbeziehung? Nix da, gut so ;)
Fazit: Sehenswert und wertvoll, wenn man ihn nicht zu ernst nimmt.
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Joeyjoejoe17 2012/02/27 22:54:59
Kommentar löschenUnnötig in die Länge gezogen, belang- und lieblos inszeniert, eine höhepunkts- und spannungslose Erzählweise und die misslungene Gratwanderung zwischen seichter Komödie und ernstem Drama, sorgen dafür, dass die an sich nette Geschichte (die enormes Potential für ein ergreifendes Drama hat) um ein 13-jähriges Mädchen, das sich nach und nach überfordert fühlt, für ihren geistig behinderten Vater zu sorgen, vollkommen den Bach runter geht und größtenteils einfach nur langweilt. Da hilft auch das gelungene und überspitzte Schauspiel von Ulmen nicht weiter, denn der Film bietet nur in zwei Szenen, welche zusammen vielleicht fünf bis zehn Minuten darstellen, eine wirklich sehr gelungene Inszenierungsweise. Diese Stellen verpuffen aber in dem Wirrwarr zwischen (unfreiwilligem) Humor und (un-)ernstem Drama, und was übrig bleibt ist vergeudete Zeit.
Wirklich schade, denn Ulmens Darbietung als behinderter Vater ist stellenweise sehr ergreifend und authentisch!
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bestseimon 2012/02/28 13:51:38
Antwort löschenAlso in letzter Zeit hatte ich wirklich Glück, nicht da gewesen zu sein. Hoffe es wird demnächst wieder besser, was die Filmauswahl betrifft :)
Joeyjoejoe17 2012/02/28 14:58:36
Antwort löschenDefinitiv wirds nächste Woche besser, in der OV-Sneak liefen bisher nur gute Filme, da wird denke ich mit der Tradition auch nicht gebrochen werden
bestseimon 2012/02/28 15:56:57
Antwort löschenIn der OV-Sneak war ich bis jetzt noch nicht drin, ist bei mir aber auch ziemlich schwierig unter der Woche. Aber dass da fast nur tolle Filme liefen, ist mir auch aufgefallen.
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Joeyjoejoe17 2012/02/29 12:05:24
Antwort löschenEinmal im Monat kann man das schon machen, es lohnt sich!
Sheeeeep 2012/04/03 08:15:34
Antwort löschenDanke Joey, hab gerade die Kinnlade nicht mehr hochbekommen bei den dir überstehenden Bewertungen ...
donzel 2012/02/16 20:24:22
Kommentar löschenDer Film könnte ganz gut sein, wären da nicht diese gräßlich schechte Lovestory/Teeniestory (Außenseitermädchen verliebt sich in einen Justin Bieber/ J. B. Ochsenknecht-Verschnitt auf den auch alle anderen Mädchen stehen, die natürlich alle arrogante und unglaublich schlampige Bitches sind, er macht ihr Hoffnungen blablabla verliebte Blicke blablabla sie wird rebellisch, säuft, raucht und pöbelt blablabla) gewesen. Dazu kommen noch ziemlich schlechte Schauspieler und unglaublich viele klischeehafte, unfreiwillig komische Momente und Charaktere. Darunter leidet der Tiefgang, der durchaus vorhanden war, was den Film letzendlich leider ziemlich belanglos werden lässt.
Chrisitan Ulmen spielt ganz gut und einige schöne Bilder und Schnitte sind auch dabei, aber alles in allem ist der Film eine echte Enttäuschung und nicht zu empfehlen!
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Ichundso 2012/02/15 22:58:01
Kommentar löschenDas Schöne an einer Sneak ist ja, dass man vorher nicht weiß, welcher Film kommt. Das Unschöne ist, dass man vorher nicht weiß, was für ein Film kommt. Manchmal kommt Drive, manchmal kommt "Einer wie Bruno", ein vorhersehbar furchtbares deutsches Behindertendrama, das samstags um 16 Uhr im ZDF in Ordnung wäre, als Kinofilm aber eine Zumutung ist.
Ich weiß ja nicht, wie das Sneakpublikum der 7-9-Punkte-User so drauf ist, meins ist ausschließlich zwischen 16 und 23 Jahren, immer etwas auf Krawall gebürstet und sehr zahlreich. Das war bei Drive ganz witzig, bei manch gutem langsamen Film nervt es ein wenig. Aber noch nie habe ich etwas erlebt wie heute Abend. Ich wurde Zeuge einer audienzellen Hinrichtung. Bereits nach zwanzig Minuten ließ der gesamte Saal sämtliche Hoffnung fahren und lachte nicht mehr mit, sondern über den Film. Und womit? Mit Recht. Christian Ulmen spielt sicherlich gut, aber die Szenen mit ihm sind zwar langweilig, unrealistisch und schematisch, aber zu ertragen. Absolut schrecklich ist jedoch die Nebenhandlung mit seiner Tochter, beziehungsweise die Szenen, in denen die beiden Handlungsstränge kolladieren. Die Verkündung ihres Namens (Radost), sowie die schlechteste Lovestory, die ich jemals (und damit meine ich wirklich: jemals) in einem Film gesehen habe, sorgten für schallendes Gelächter. Es gibt einige Szenen, die einfach nur schreiend peinlich sind, nicht nur ganz übel gespielt und geschrieben, sondern vor allem nachbearbeitet. Die Postproduktion war furchtbar. Die Musik ist zum Haareraufen, ebenso Kamera, Schnitt und einige absolut unmögliche Slow Motion-Szenen.
Ich hasse diesen Film nicht, aber ein derart sensibles Thema wie das Leben mit einem behinderten Vater sollte man bitte vorsichtig und nicht so unglaublich dilettantisch angehen. Denn die Macher von "Einer wie Bruno" scheinen das erste Semester Filmschule noch vor sich zu haben.
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Deepflight 2012/02/29 01:22:51
Antwort löschensiehe meine Rezension oben ;)
RolyK 2012/02/14 01:52:28
Kommentar löschenUnterhaltsam, witzig, aber auch sehr berührend und tiefsinnig. So, wie ein guter Film sein soll. Besonders hervorzuheben ist die schauspielerische Leistung von Christian Ulmen, der sehr authentisch wirkt!
Große Empfehlung!
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StefanSangrero 2012/02/11 02:46:16
Kommentar löschenDie ersten 2/3 Kommentare verkaufen den Film als Komödie. Klar gab es lustige Momente, doch tatsächlich zeigt der Film auf tiefgründige Art und Weise die Probleme einer Beziehung zwischen einem geistig behinderten Vater und seiner pubertierenden Tochter auf. Fesselnd wird das Spannungsfeld zwischen Liebe und Stabilität, der Suche nach einer normalen Identität dargestellt, zwei Pole, die sich schließlich rührend vereinen lassen. Etwas klischeehaft verläuft die Handlung dennoch, und dem nervtötenden "Singer-Songwriter"-Justin-Bieber-Verschnitt hätte das Fahrrad auf den Kopf fallen sollen. Insgesamt nahegender und authentisch anmutender Film, gerade auch aufgrund der bisher vielleicht überzeugendsten Schauspielleistung von Christian Ulmen, der es schafft, seine Figur nicht ins Lächerliche zu ziehen, obwohl es beim Sneak-Publikum leider teilweise so aufgenommen wurde.
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Bastet 2012/01/24 21:00:07
Kommentar löschenDas war so ein bisschen der deutsche Forrest Gump. War schon lustig, wie sehr wir alle gestöhnt haben, als zu Beginn des Filmes das ZDF-Logo eingeblendet war und wie sich die Stimmung nach 20 Minuten Film einfach nur ins komplette Gegenteil gewandelt hat. Am Ende gabs Applaus.
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Bastet 2012/01/24 21:07:06
Antwort löschenAchja, der Film leif in der Sneak.
Endzeit 2012/01/24 19:09:53
Kommentar löschenZwischendurch echt verdammt witzig und wesentlich schwarzhumoriger als ich es erwartet hätte.
Allerdings: Weder Radost noch ihre MitschülerInnen wirken wie 13, eher wie 17. Keine Ahnung wer sich das ausgedacht hat...
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RolyK 2012/02/14 01:53:57
Antwort löschenInteressanterweise ist die Darstellerin der Radost beim Dreh 13, maximal 14 gewesen...!
RolyK 2012/02/14 01:54:23
Antwort löschenKam mir aber auch (insbesondere an der Lagerfeuer-Szene) älter vor...
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Endzeit 2012/02/17 20:18:02
Antwort löschenIn ca. jeder Szene, genau wie alle anderen. Oder ich bin einfach zu alt um das einzuschätzen...
RolyK 2012/02/17 23:52:32
Antwort löschenIch arbeite mit Jugendlichen ab ca. 13 Jahren - man glaubt gar nicht, was die jungen Damen aus sich machen können - die gehen oft als 18+ durch! In sofern ist das nicht so ganz unrealistisch in dem Film!