François Truffaut

Beteiligt an 40 Filmen (als Drehbuch, Autor, Produzent, Akteur und Regisseur)

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François Truffaut
Geburtstag: 6. Februar 1932
Todestag: 21. Oktober 1984
Geschlecht: männlich
Anzahl Fans: 79

François Truffaut gilt zusammen mit Jean-Luc Godard als der Begründer der Nouvelle Vague. Sein Kino beschäftigt sich mit sozialkritischen Themen und ist vor allem im Antoine-Doinel-Zyklus autobiographisch inspiriert.

Leben und Werk Truffauts

François Truffaut wurde am 6. Februar 1932 in Paris geboren und war der Sohn eines technischen Zeichners und einer Sekretärin. Nach eigenen Aussagen hatte er eine schwere Kindheit und fühlte sich vernachlässigt und ungeliebt. Dieser Kindheit versuchte er durch seine Cinephilie zu entkommen. Er verließ die Schule und wollte sich fortan autodidaktisch weiterbilden. Sein selbstgestecktes Bildungs-Programm: 3 Filme am Tag und drei Bücher pro Woche.

1948 lernte François Truffaut André Bazin kennen und gründete seinen eigenen Filmclub, den Cercle cinémane. Mit 16 Jahren verschuldete er sich wegen dieses Filmclubs und kam auf Wunsch seines Vaters ; später sollte er herausfinden, dass dieser sein Stiefvater war; in eine Anstalt für minderjährige Straftäter. 1950 veröffentlichte François Truffaut seine erste Filmkritik. Danach arbeitete er als Fabrikarbeiter. Durch Bazin kam er auf die Idee, Kinovorführungen für alle Fabrikarbeiter zu organisieren. Schnell lernte er die Größen des damaligen französischen Kinos kennen, wie Alain Resnais, Chris Marker, Jean-Luc Godard, Jacques Rivette und Eric Rohmer kennen.

1951 stieg François Truffaut dann in den Militärdienst ein, um kurz darauf zu desertieren. Er wurde kaserniert und floh, als er nach Indochina abkommandiert werden sollte. Nach der unehrenhaften Entlassung aus dem Militärdienst brachte ihn Bazin in der Filmabteilung des Landwirtschaftsministeriums unter.

Im Januar 1954 veröffentlicht François Truffaut als Mitarbeiter der Cahier du cinéma seinen berühmt gewordenen Artikel Une certaine tendance du cinéma, der die Bewegung der Nouvelle Vague ästhetisch begründete. Dieses Manifest wendet sich gegen den verlogenen psychologischen Realismus des französischen Autorenfilms. Bald macht sich François Truffaut als Kritiker der Cahiers du Cinéma einen Namen durch seinen klaren Stil, seine Präzision und Unbestechlichkeit im Urteil.

1966 veröffentlichte François Truffaut ‘Mr Hitchcock, wie haben Sie das gemacht’ (Le cinéma selon Hitchcock). Dabei handelt es sich um die Abschrift einer ausführlichen Interview-Reihe mit Alfred Hitchcock, in welcher François Truffaut detaillierte Fragen über die Filmtechnik und Besonderheiten von Hitchcocks Gesamtwerk stellt. Das Interview eröffnet zahlreiche Einblicke in die Arbeisweise Hitchcocks, begründete endgültig seinen Ruf als Regie-Meister und gilt noch heute als Basislektüre für Filminteressierte.

Im Laufe seiner Karriere drehte François Truffaut 25 Filme. Hervorzuheben ist der autobiographisch inspirierte Antoine-Doinel-Zyklus: Sie küßten und sie schlugen ihn, Antoine et Colette, Geraubte Küsse, Tisch und Bett und Liebe auf der Flucht. Die Hauptfigur dieser Filme Antoine Doinel (Jean-Pierre Léaud) bezeichnete er als sein Altes Ego. In diesen fünf Filmen erzählt François Truffaut die Biographie seines filmischen Doubles ebenso wie die seiner Partnerin Christine Darbon (Claude Jade), die auch mit Truffaut verlobt war.

International war François Truffaut vor allem mit seiner Distopie Fahrenheit 451 und seiner Mitarbeit an Unheimliche Begegnung der dritten Art von Steven Spielberg erfolgreich.

Am 21. Oktober 1984 starb Francois Truffaut in Paris an den Folgen eines Gehirntumors, ohne sein selbstgestecktes Karriere-Ziel von 30 Filmen zu erreichen.


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5 Kommentare

über François Truffaut

snour

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Er ist ein genialer Regisseur gewesen und ist es immer noch, den er lebt in seinen Filmen immer noch weiter.
Wenn ich mir seine Filme anschaue werde ich ein Teil von Ihnen, In seinen Filme herrscht eine Leichtigkeit wo ich sie selten gesehen und gespürt habe (manchmal bei Woody Allen). Wen man seine Interviews anschaut, merkt man, dass er Ahnung vom Film und vom Mise-en-scène hat.
Leider gibt es in der heutigen Zeit sehr wenige Regisseure die seinem beispiel folgen, einfach Filme über das Leben zu machen. Denn das Leben ist viel wichtiger als das Kino.

PS: Mich hat Til Schweiger zu diesem Kommentar beeinflusst, ich sah ihn im Interview bei Lanz , da merkte ich warum es mit dem deutschen Film bergab gegangen ist, weil solche Menschen keine Ahnung von Filme machen haben.

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Trimalchio

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81 wäre er heute erst geworden. :(

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