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Beteiligt an 24 Filmen

Truffaut gilt zusammen mit Godard als der Begründer der Nouvelle Vague. Sein Kino beschäftigt sich mit sozialkritischen Themen und ist vor allem im Antoine-Doinel-Zyklus autobiographisch inspiriert.

Leben und Werk Truffauts

Truffaut ist der Sohn eines technischen Zeichners und einer Sekretärin. Nach eigenen Aussagen hatte er eine schwere Kindheit und fühlte sich vernachlässigt und ungeliebt. Dieser suchte er durch seine Cinephilie zu entkommen. 1948 lernte er André Bazin kennen und gründete seinen eigenen Filmclub, den Cercle cinémane. Mit 16 Jahren verschuldete er sich wegen dieses Filmclubs und kam auf Wunsch des Vaters – später sollte er herausfinden, dass dieser sein Stiefvater war – in eine Anstalt für minderjährige Straftäter. 1950 veröffentlich… Mehr


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2 Kommentare

über François Truffaut

Heiderditte

Sein Film die amerikanische Nacht ist das beste Werk über Regisseure und ihre Probleme, das der Film hervorgebracht hat (Dicht gefolgt von 81/2)

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annaberlin

Truffaut hat Jules und Jim gemacht, einen meiner absoluten Lieblingsfilme. Alleine dafür steht er bei mir ganz oben auf der Liste. Aber zudem gibt es in seinem Werk auch keinen einzigen schlechten Film. Von welchem Regisseur kann man so etwas behaupten? Jeder seiner Film lebt für sich und viele seiner Werke sind so bedeutend, dass sie ständig in der Filmgeschichte zitiert werden. François Truffaut ist einer der größten Regisseure des 20. Jahrhunderts.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Schlegel

"Liebe auf der Flucht" war aber echt nicht so besonders.


Darbon

Er selbst mochte ihn ja auch nicht und der Film ist bei all seiner meisterhaften Montage kühl; Claude Jade fand ihn "frustrierend". Das sagte auch eine Dame um die 60, als ich "Liebe auf der Flucht" zuletzt 2008 im "Lichtblick" gesehen habe.

"Liebe auf der Flucht" hat aber bei all seinen Fehlern, die ich hier zum Großteil den exzentrischen Drehbuchideen Marie-France Pisiers zuschreibe, dennoch einige kostbare, weil persönliche Querverweise. Bei weitem nicht so gelungen wie bei "Tisch und Bett" ist François Truffaut, der "Mann, der die Frauen liebte", hier erneut dabei, sein Leben wie immer zu rekapitulieren, leider nicht so leichtfüßig wie in den früheren Doinels: Der Mann, der seine Mutter verachtungswürdig nennt (das wissen wir seit den "400 Coups" und spätestens seit seinem Brief an Claude Jades Mutter Marcelle Jorré, in dem er ausführlich sein kaputtes Frauenbild beschreibt). Wir haben Madeleine Morgenstern, von 1957 bis 1965 seine erste und letzte Ehefrau, die Tochter eines Produzenten und Förderers. Und wir haben die 19jährige Claude Jade, die dem 35jährigen sein Rettungsanker werden sollte ("Als ich Claude [1968] nach vier Jahren Einsamkeit begegnet bin, habe ich gedacht, dass ich mich dank ihrer von meiner Vergangenheit befreien könnte; schließlich werde ich nun schützen und nicht schützen müssen...") und wir haben Catherine Dorléac-"Deneuve"-Bailey, die auch nach den Vätern ihrer Söhne Vadim oder Mastroianni hätte heißen können ("Wozu die Ehe, wenn es die Scheidung gibt?").

Truffaut begab sich nach der Deneuve in psychiatrische Behandlung und wer musste trösten? Claude Jade, die er so brutal kurz vor der Trauung sitzen ließ und die über die Jahre seine enge Vertraute wurde, die er "meine dritte Tochter" nannte. Wie die echte Christine für den inzwischen falschen Antoine. Und kurz vor dem Tode - Claude lebte nun als Diplomatenfrau gerade zwischen Moskau, wo sie mit Jutkewitsch drehte, und auf Zypern - gab es dann Fanny Ardant, aber das war dann auch schon lange nach der "Liebe auf der Flucht".

Truffaut erschließt sich am besten, wenn man sein Gesamtwerk kennt und da hat die misslungene "Liebe auf der Flucht" durchaus ihren verdiensten Platz (jedenfalls immer noch weit vor "Adèle H." und "Fahrenheit 451").


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