Fahrstuhl zum Schafott
Ascenseur pour l'échafaud (1958), FR Laufzeit 88 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 24.08.1989
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9 Kommentare
Keine
von Louis Malle, mit Jeanne Moreau und Maurice Ronet
Der perfekte Mord: Julien erschießt den Ehemann seiner Geliebten Florence in dessen Büro und lässt die Tat wie einen Selbstmord aussehen. Julien geht zu seinem Auto, alles ist optimal gelaufen. Doch er hat etwas liegen gelassen, was ihn verraten könnte. Er muss noch einmal zurück, betritt den Fahrstuhl – und kurz darauf stellt der Concièrge den Strom ab. Julien sitzt über Nacht gefangen im Fahrstuhl. Währendessen nehmen die Dinge einen verhängnisvollen Lauf: Florence wartet auf Julien. Der ungestüme Louis und seine Freundin Veronique “leihen” sich Juliens Wagen für eine Spritztour aus. Florence sieht das Auto an sich vorbeifahren und denkt, Julien sitze am Steuer, mit einer fremden Frau neben sich. Auf der Suche nach Julien streift Florence verzweifelt durch das nächtliche Paris und wird als vermeintliche Prostituierte festgenommen.
HandlungDer perfekte MordDer ehemalige Offizier Julien Tavernier (Maurice Ronet) arbeitet beim Rüstungskonzern Carala in Paris in gehobener Stellung. Doch nebenbei hat er eine Affäre mit der Ehefrau seines Chefs Simon Carala (Jean Wall). Denn Florence Carala (Jeanne Moreau) ist unglücklich in ihrer Ehe.
In der Beziehung mit Julien findet sie all die Leidenschaft, die sie sich wünscht. Daher haben die beiden den Plan gefasst, den lästigen Ehemann loszuwerden.
Der Mord ist perfekt geplant: Julien bittet am Sonnabend die Sekretärin Geneviève (Micheline Bona), etwas länger im Dienst zu bleiben, ihn jedoch unter keinen Umständen zu stören. In der Zwischenzeit kann er mit Hilfe eines Seils am Gebäude einen Stockwerk höher klettern und in das Büro des Chefs eindringen. Nachdem er diesen kaltblütig mit dessen eigener Waffe erschossen hat, arrangiert er den Tatort so, dass es nach einem Selbstmord aussieht und verlässt auf demselben Weg wieder das Büro.
Wenige Zeit später verlässt er gemeinsam mit seiner Sekretärin und dem Hausmeister Maurice (Gérard Darrieu) das Gebäude…
/p>Der perfekte Mord: Julien erschießt den Ehemann seiner Geliebten Florence in dessen Büro und lässt die Tat wie einen Selbstmord aussehen. Julien geht zu seinem Auto, alles ist optimal gelaufen. Doch er hat etwas liegen gelassen, was ihn verraten könnte. Er muss noch einmal zurück, betritt den Fahrstuhl – und kurz darauf stellt der Concièrge den Strom ab. Julien sitzt über Nacht gefangen im Fahrstuhl. Währendessen nehmen die Dinge einen verhängnisvollen Lauf: Florence wartet auf Julien. Der ungestüme Louis und seine Freundin Veronique “leihen” sich Juliens Wagen für eine Spritztour aus. Florence sieht das Auto an sich vorbeifahren und denkt, Julien sitze am Steuer, mit einer fremden Frau neben sich. Auf der Suche nach Julien streift Florence verzweifelt durch das nächtliche Paris und wird als vermeintliche Prostituierte festgenommen.
HandlungDer perfekte MordDer ehemalige Offizier Julien Tavernier (Maurice Ronet) arbeitet beim Rüstungskonzern Carala in Paris in gehobener Stellung. Doch nebenbei hat er eine Affäre mit der Ehefrau seines Chefs Simon Carala (Jean Wall). Denn Florence Carala (Jeanne Moreau) ist unglücklich in ihrer Ehe.
In der Beziehung mit Julien findet sie all die Leidenschaft, die sie sich wünscht. Daher haben die beiden den Plan gefasst, den lästigen Ehemann loszuwerden.
Der Mord ist perfekt geplant: Julien bittet am Sonnabend die Sekretärin Geneviève (Micheline Bona), etwas länger im Dienst zu bleiben, ihn jedoch unter keinen Umständen zu stören. In der Zwischenzeit kann er mit Hilfe eines Seils am Gebäude einen Stockwerk höher klettern und in das Büro des Chefs eindringen. Nachdem er diesen kaltblütig mit dessen eigener Waffe erschossen hat, arrangiert er den Tatort so, dass es nach einem Selbstmord aussieht und verlässt auf demselben Weg wieder das Büro.
Wenige Zeit später verlässt er gemeinsam mit seiner Sekretärin und dem Hausmeister Maurice (Gérard Darrieu) das Gebäude. Doch gerade als er mit seinem Cabriolet zum verabredeten Treffpunkt zu Florence fahren will, stellt er fest, dass er vergessen hat, das Seil abzumontieren. Er verstaut also schnell seine Sachen im Auto und kehrt zurück ins Gebäude.
Doch als er mit dem Fahrstuhl auf halber Höhe zu seinem Büro ist, stellt der Hausmeister den Strom ab. Der Fahrstuhl bleibt stecken und mit ihm Julien. In der Zwischenzeit wartet Florence ungeduldig auf ihren Liebsten und fragt sich, ob auch alles gut gegangen ist.
Spritztour mit FolgenDerweil bewundert die junge Véronique (Yori Bertin), die als Angestellte in dem Blumenladen arbeitet, vor dem Julien (Georges Poujouly) regelmässig sein Auto parkt, das elegante Gefährt. Ihr Freund Louis wird aufmerksam auf den Wagen und es dauert nicht lange, da fahren Véronique und er für eine Spritztour aus der Stadt heraus.
Florence, die immer noch vergeblich auf ihren Liebsten wartet, sieht im Vorbeifahren das Auto von Julien und ist entsetzt: Sie glaubt, Julien säße am Steuer und neben ihm eine andere Frau. Tatsächlich sitzt Julien jedoch noch immer im Fahrstuhl fest. Und während Florence durch das Pariser Nachtleben streift, auf der Suche nach Julien, sucht dieser nach einem Weg, unbemerkt aus dem Gebäude zu entkommen.
In der Zwischenzeit haben Véronique und Louis im Auto bereits eine Pistole und eine Mikrofilm-Kamera entdeckt. Unbekümmert leisten sie sich auf der Autobahn ein Wettrennen mit einem anderen Wagen und treffen kurz darauf in einem Motel auf die beiden Insassen, das deutsche Ehepaar Becker. Véronique und Louis geben sich im Motel als M. und Mme. Tavernier aus und verbringen mit den Beckers einen fröhlichen Abend.
Doch Becker merkt schon bald, dass die beiden eine falsche Identität vorgeben. Als Louis in der Nacht das Auto des Deutschen Touristen stehlen will und von diesem gestellt wird, erschiesst er das Ehepaar kurzerhand mit der Waffe, die er im Wagen gefunden hatte.
Nachdem die beiden aus dem Motel geflüchtet sind, beschliessen sie, zurück in ihrem Pariser Appartment, sich gemeinsam das Leben zu nehmen.
Die ErmittlungenFlorence ist in der Zwischenzeit von Polizisten aufgegriffen worden. Auf der Wache wird sie sogleich nach dem Verbleib und ihrer Verbindung zu Julien Tavernier befragt. Denn dieser wird wegen Verdachts auf zweifachen Mord an zwei deutschen Touristen polizeilich gesucht. Doch Florence muss nicht einmal lügen, denn sie weiss selbst nicht, wo Julien sich aufhält.
Dieser hat es inzwischen geschafft, sich aus dem Fahrstuhl zu befreien und an den Polizisten, die gekommen sind, um sein Büro zu untersuchen, vorbeizuschleichen. Doch seine Flucht ändert nichts an der Tatsache, dass es nicht lange dauert, bis die Polizisten auch den toten Carala entdecken.
In der Zwischenzeit haben Véronique und Louis ihren Selbstmordversuch überlebt. Als sie von dem Mordverdacht gegen Tavernier erfahren, erkennen sie erleichtert, dass nicht sie sondern Tavernier wegen Mordes gesucht werden. Sie sind gerettet, wären da nicht die Beweisfotos, die die beiden am Abend zuvor mit der Kamera aus dem Auto gemacht hatten.
Schnell fährt Louis zurück zum Motel, um die Kamera zu suchen. Unbemerkt verfolgt Florence den jungen Mann. Als die beiden im Motel ankommen, wird in der Dunkelkammer gerade der Film entwickelt. Doch der Laborant ist nicht allein. Bei ihm ist Inspektor Cherrier (Lino Ventura), der sogleich Louis wegen Mordverdachts verhaftet, als er die Beweisfotos mit den Beckers sieht.
Doch auch Florence muss einsehen, dass alles umsonst war: Die entwickelten Bilder zeigen sie und Julien in inniger Umarmung und liefern ein Motiv für den Mord an ihrem Ehemann.
Cast & Crew
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Louis Malle
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Jeanne Moreau
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Florence Carala
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Maurice Ronet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Julien Tavernier
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Georges Poujouly
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Yori Bertin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Veronique
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Lino Ventura
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Le Commissaire Cherrier
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Jean Wall
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Simon Carala
Regie
Schauspieler
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Elga Andersen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Madame Bencker
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Gérard Darrieu
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Charles Denner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cherriers Assistent
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Louis Malle
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Roger Nimier
- Genre
- Romanze, Kriminalfilm
- Zeit
- 1950er Jahre
- Ort
- Frankreich, Paris
- Handlung
- Alibi, Autodiebstahl, Autorennen, Beweisfoto, Blumenladen, Dunkelkammer, Ehebruch, Fahrstuhl, Fahrstuhlschacht, Fotografie, Fotolabor, Fotolabor, Fremdgehen, Gefangen im Fahrstuhl, Geplanter Mord, Heimliche Liebe, Kamera, Klassiker, Kriegsveteran, Mercedes Benz, Mikrofilm, Mord, Mordverdacht, Motel, Polizei, Roman, Rüstungsindustrie, Schlaftablette, Seil, Seitensprung, Selbstmordversuch, Soldat, Stromausfall, Suizid, Telefon, Unternehmer, Verdacht, Verhör, Vorgetäuschter Selbstmord, Waffenhandel
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Spannend
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Drehbuch
Filmdetails Fahrstuhl zum Schafott
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Links zum Film Fahrstuhl zum Schafott
- Fahrstuhl zum Schafott: critic.de
- Fahrstuhl zum Schafott: cineclic.de














Kritiken (1) — Film: Fahrstuhl zum Schafott
Almut Steinlein: critic.de
Kommentar löschenIn der Konstruktion des Drehbuchs ist Fahrstuhl zum Schafott stark von den Filmen Hitchcocks inspiriert, in der visuellen Ästhetik jedoch, insbesondere während der langsam und minutiös inszenierten Sequenzen im Fahrstuhlgefängnis, bezieht sich der Film in offensichtlichen Zitaten auf Bressons "Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen". [...] Nicht zuletzt wegen Jeanne Moreau beeindruckt insbesondere die Figur von Florence, obwohl ihre dramaturgische Funktion im Film praktisch gleich Null ist. Mit einer emblematischen Nahaufnahme von Florence, die ihrem Liebhaber zärtliche Worte ins Telefon flüstert, eröffnet Malle gegen jegliche Konvention seinen Film und taucht sein Publikum ohne Umschweife in die Intimität einer Frau, deren Körper und Gefühle durch die aufdringliche Präsenz der Kamera entblößt wird.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (8) — Film: Fahrstuhl zum Schafott
Kommentar schreibenMr.Bungle 2012/05/26 23:14:18
Kommentar löschenMiles Davis hat mich hierhergebracht. :P
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Markbln 2012/04/16 18:51:57
Kommentar löschenEin französisches Statement of the art. Hier kann ich Jeanne Moreau mal von Anfang bis Ende folgen und auch Miles Davis. Auch für Mercedes-Fans absolut sehenswert!
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VisitorQ 2011/12/29 19:36:37
Kommentar löschenMit den Filmen von Louis Malle tue ich mich immer etwas schwer. Auch bei diesem Film fand ich die Charaktere unnahbar, die Geschichte trotz des cleveren Drehbuches recht dröge erzählt und dann ist das Ganze auch noch so schrecklich emotionslos. Ja, man darf mich jetzt hassen. ;-)
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Sigmund 2011/12/29 23:27:25
Antwort löschenFinde, der Vorwurf "emotionslos" trifft überraschend oft die besten Filme.
maslobojew 2009/04/13 08:18:04
Kommentar löschenIch weiß, irgendwann werde ich ihn mir wieder anschauen. Spannend und irritierend zugleich. So etwas wie ein Prototyp von Film für dieses Genre.
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spanky 2008/03/26 08:34:51
Kommentar löschenWunderbar wie sich die in Selbstgespräche versunkene Moreau von einer Unschärfe in die Nächste durch das schwarzweiße Paris der 50er-Jahre hangelt und dazu Miles Trompete aus dem Off, als sei es das erste Musikvideo.
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Geistertexter 2007/12/09 13:03:04
Kommentar löschenMit stilbildenden Mitteln inszeniertes, frühes Meisterwerk von Louis Malle, das mit den melodramatischen Erwartungen und moralischen Haltungen des Publikums Katz und Maus spielt. Die grandiosen Hauptdarsteller wirken abgebrüht und empfindsam zugleich in ihrem absehbaren Scheitern. Miles Davis Soundtrack trägt einen erheblichen Anteil an der einzigartigen Wirkung des Films, er revolutioniert die dramaturgische Rolle der Filmmusik, lange vor Kubricks genialischen Scores á la "2001".
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
dl 2007/10/16 02:02:18
Kommentar löschenMiles Davis' Soundtrack ist sehr treffend. Ein spannender Film.
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Volker 2007/05/05 02:11:18
Kommentar löschenDunkler Klassiker mit Musik von Miles Davis, stilbildend.
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