Female Perversions

Female Perversions (1996), DE/US
Laufzeit 119 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 21.11.1996

- Kritiker
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von Susan Streitfeld, mit Tilda Swinton und Amy Madigan

Die erfolgreiche Rechtsanwältin Eve scheint dem klischeehaften Bild einer sexuell attraktiven und selbstbewussten Karrierefrau voll zu entsprechen. Sie glaubt, ihr Leben bis ins letzte Detail unter Kontrolle zu haben und hebt ihre Weiblichkeit obsessiv und unaufhörlich hervor. Hinter dem topmodischen, gestylten und selbstbewussten Äußeren verbirgt sich jedoch eine dunkle Seite voller erotischer Phantasien, angstvoller Träume und beunruhigender Kindheitserinnerungen.


Cast & Crew


Kommentare (4) — Film: Female Perversions

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Nevenka

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich liebe Tilda Swinton. Ich finde ganz zweifelsohne ganz viele, bedeutsame Aussagen in diesem Film, der psychoanalytisch-feministisch perfekt darstellt, womit sich insbesondere die amerikanische intellektuelle Frauenbewegung beschäftigt (hat). Die Gedanken von Mulvey, Kaplan, Kuhn und hooks, die sich mit Kino auseinandersetzten, sind ihrerseits wiederum in bewegte Bilder übersetzt. Ich hab mich beim Schauen gefühlt wie in einem meiner Gender Studies Kurse "Women and/in ..." damals am College in Virginia, nur dass die Ideen nicht mehr aufregend sind und von mir entdeckt werden wollen. Stattdessen bin ich der psychoanalytischen Sicht völlig überdrüssig. Ich steh mittlerweile mehr auf verhaltens- und sozialtheoretische Argumentationen. Das Thema des Films wurde später in "Zwei ungleiche Schwestern" wieder aufgegriffen, wobei ich Isabelle Huppert noch anstrengender finde als Tilda Swinton. Und mitten in diesem leicht Angenervtsein treffen mich vor der Glotze kleine Pfeile mitten ins Mark: Einige der Charakterzüge und Handlungen sind so realistisch, dass sie mir zu nah kommen. Vieles in diesem Film ist wahrer als ich zugeben will. Aber vieles auch viel überspannter. Oder?

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Sigrun

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Guter Film über Geschlechterverhältnisse, der sich an dem psychoanalystischen Sachbuch von Louise L. Kaplan: Female Perversions: The Temptations of Emma Bovary orientiert und einige Kernthesen - wie ich finde - gekonnt in eine Spielfilmhandlung transportiert.

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seeigel

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Bewertung9.5Herausragend

ich bin immer ganz platt wenn dieser film auf unverständnis stösst...
er ist vielschichtig und nicht auf den ersten blick zu entschlüsseln...
UND
er handelt vom "Schmerz, Frau zu sein – und das ist nicht viel anders als vor viertausend Jahren".
ja.

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patcharisma

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Bewertung7.5Sehenswert

Hochintressantes, surreales Kunstkino-Indie-Juwel mit einer wundervollen Tilda Swinton.
Die Handlung ist zweitrangig, hier ist der hypnotische Trip des Suggestiven wichtig, an dessen generalisiertem Anspruch "Kunstkino" sonst so oft scheitert.

Wegen des bescheuerten Titels (Original hiess er: "The Tempations of Emma Bovary") & der doofen DVD-Hülle landet der Film oft in der Schmuddelecke in den Videotheken!

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