Habemus Papam - Ein Papst büxt aus

Habemus Papam (2011), FR/IT Laufzeit 104 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 08.12.2011

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6.6
Kritiker
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6.1
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29 Kommentare
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von Nanni Moretti, mit Michel Piccoli und Nanni Moretti

Habemus Papam – Wir haben einen Papst. Doch der hat leider keine Lust auf sein Amt, also heißt es Habemus Papam – Ein Papst büxt aus. Kardinal Melville (Michel Piccoli) ist zum neuen Papst gewählt worden, doch er fühlt von dieser unerwarteten Aufgabe vollkommen überfordert und weigert sich, auf den berühmten Balkon am Petersdom zu treten und sich der Weltöffentlichkeit zu zeigen. Während der Vatikan nach Ausreden sucht, um das Nicht-Erscheinen des Papstes zu erklären, wird ein Psychotherapeut (Nanni Moretti) geholt, der den Auserwählten von der Couch wieder auf die Beine bringen soll.

Hintergund & Infos zu Habemus Papam – Ein Papst büxt aus
Italiens filmisches Gewissen Nanni Moretti hat sich nach seiner Berlusconi-Persiflage Der Italiener – Il Caimano aus dem Jahr 2006 mit Habemus Papam – Ein Papst büxt aus den nächsten hohen Würdenträger als Filmthema ausgesucht. Wobei der Filmemacher dieses Mal nicht eine bestimmte, real existierende Person aufs Korn nimmt, sondern vielmehr das Amt des Papstes selbst und die Prozesse des Vatikans betrachtet.

An der Seite des Regisseurs, der in der Rolle des Therapeuten auch selbst vor der Kamera steht, ist in Habemus Papam – Ein Papst büxt aus Michel Piccoli als gewählter Papst zu sehen. Der seit den 40er Jahren aktive Schauspieler hat bereits in zahllosen Filmen mitgewirkt und hat vor allem in den 60er und 70er Jahren mit Filmklassikern wie Das große Fressen und den Filmen von Luis Buñuel internationale Erfolge gefeiert. (AK)

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Cast & Crew


Kritiken (22) — Film: Habemus Papam - Ein Papst büxt aus

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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6.5Ganz gut

Es ist einem souveränen Michel Piccoli zu verdanken, der die Verletzlichkeit und Verwirrtheit eines Greises, der vor seinem Lebensabend mehr oder weniger dazu gezwungen wird eine unmenschlich-verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, so überzeugend darstellt, dass wir als Zuschauer gar keine andere Wahl haben als uns mit dieser Figur und ihren Zweifeln zu identifizieren. Die Sinnsuche führt auf mehreren Stationen in die Vergangenheit von Melville und wird etappenweise mit der Storyline um die anderen Kardinäle und den Psychoanalytiker im Vatikan verknüpft. Beide Storylines laufen eher parallel nebeneinander als effektiv zusammen: Dieser Umstand ist wohl auch das größte Problem an Habemus Papam, denn die Konflikte sind alles andere als subtil und bereits im Mittelteil wird ziemlich schnell deutlich, welche gemeinsamen Nenner sie teilen und wie sich die Geschichte zum Ende hin auflösen wird.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.0Ganz gut

Nanni Moretti, der wie in „Das Zimmer meines Sohnes“ hinter wie vor der Kamera agiert, missachtet ganz bewusst die Erwartung. Hat er in seiner Vorgängersatire „Der Italiener“ so unmissverständlich mit Medienmogul Silvio Berlusconi abgerechnet, lässt er nun allenfalls sanfte Ironie anklingen und setzt sich lieber selbst als Seelenklempner komödiantisch in Szene. Charakterdarsteller Michel Piccoli hält mit seinem zwischen Würde und Verzweiflung angelegten Part dagegen. Und vielleicht ist Cannes’ „Goldene Palme“-Anwärter von 2011 auch genau deshalb in den Produktionsländern Italien und Frankreich zum Überraschungserfolg geworden, weil er uns den unfehlbaren Stellvertreter Christi von einer ungewohnten Seite zeigt: der menschlichen.

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SoulReaver: CinemaForever

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6.0Ganz gut

[...] 'Habemus Papam' ist auch für nicht religiöse Menschen ohne Probleme zu empfehlen. Morreti, der selbst nicht gläubig ist, nimmt sich dem Thema nie mit blasphemischer Spitzzüngigkeit an, sondern setzt auf den leichten Humor, der zwar nicht zu den großen Brüllern verhilft, aber immer ein sympathisches Lächeln hervorruft. Und da sind wir auch beim richtigen Wort: sympathisch. Morreti versteht es, seinen Film auf keine Sichtweise festzulegen und stellt die Kirche und ihre Anhänger viel mehr als Menschen dar, als fanatische Kardinäle, die keine Fehler zulassen können und jegliches Fehlverhalten bestrafen. 'Habemus Papam' verkommt zu keiner Sekunde zu einem strengen Tischgebet mit gefalteten Händen, sondern wird zu einer freien Komödie, die manchmal nicht das Gleichgewicht zwischen den komödiantischen Passage und den überzogenen hält. Ein symbolisches Volleyballspiel der Kardinäle ist an und für sich sicher ein netter Gedanke, nur in der Umsetzung und in Anbetracht mit dem gesamten Film vollkommen fehl am Platz. Was Morreti gut darstellt, ist die Verzweiflung und Angst, die ein solcher Mann durchmachen muss, wenn ihm von jetzt auf gleich eine der größten Lasten und Bürden auf die Schultern gelegt wird. Man kann sich seiner Verantwortung nicht entziehen, man kann es versuchen, doch am Ende muss man sich ihr immer stellen und selber entscheiden, welchen Weg man nun einschlägt. 'Habemus Papam' ist eine respektvolle und leichte Komödie mit schönem ernsten Grundgerüst, welche manchmal zwar nicht richtig weiß in welche Richtung es gehen soll, aber wunderbar die Fehlbarkeit und Verwirrung dieser Situation offenbart und mit einem Ende auffahren kann, welches so nicht zu erwarten war. [...]

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

fabel

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Du guckst Filme über dich selbst? :)


SoulReaver

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Manchmal schon. :)


Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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6.5Ganz gut

Regisseur Nanni Moretti, der in seinem Film „Der Kandidat“ mit Silvio Berlusconi abrechnete, gibt sich diesmal deutlich zahmer. Wo die Psychoanalyse ins Spiel kommt, hätte es eigentlich auf der Hand gelegen, tiefgehender nach den seelischen Deformationen der Kleriker zu forschen, nach den Folgen unterdrückter Sexualität, Perversionen und fragwürdigen, überholten Dogmen. Eugen Drewermanns auf eigenen Erfahrungen und Recherchen beruhendes Buch „Die Kleriker“ hätte dabei helfen können.

Dass ein solcher Film allerdings kein großer Renner beim italienischen Publikum geworden wäre, kann man sich denken. Drewermann wurde bekanntlich von der katholischen Kirche exkommuniziert. Zudem schwebte Moretti wohl auch eher ein komödiantisches Stück vor, eine einfühlsame Geschichte über einen, der sich seiner großen Aufgabe in einer zunehmend komplexeren Welt nicht gewachsen fühlt.

Als solche überzeugt „Habemus Papam“ durchaus, vor allem dank des großartigen, authentischen Spiels des 85-jährigen französischen Filmstars Michel Piccoli. Bescheiden, altersweise und skeptisch zeichnet er seinen verunsicherten Titelhelden, verleiht ihm somit eine große Würde.

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Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

Habemus Papam ist eine sympathische, charmante und recht lockere Komödie. Die Schauspieler sind durch die Bank sehr gut, die detailierte Erzählung ist schön und die Handlung an sich gefällt ebenso. Allerdings geht dem Film im letzten Drittel deutlich die Luft aus und auch die Auflösung der Geschichte überzeugt nicht wirklich. Hinzu kommt, dass sich der Film viel zu handzahm gibt und sich nie traut über die Institution Kirche herzuziehen. Man hat versucht niemanden auf den Schlips zu treten, was aber schlussendlich auch dazu führt, dass es Habemus Papam etwas an Biss fehlt. Auf Grund des recht heiteren Charakters des Films steht einem netten Kinoabend aber dennoch nichts im Weg.

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Marguerite Seidel

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7.5Sehenswert

Habemus Papam feiert am Beispiel eines Papstes, der keiner sein will, die menschliche Größe, die es braucht, sich zur eigenen Schwäche zu bekennen und den Verlockungen der Macht zu widerstehen.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Der hochintelligente linke Kritiker und Komödiant Nanni Moretti scheint auf den ersten Blick zahm geworden. Doch die Geschichte eines Menschen, der nicht weiß, welche Rolle er spielen soll, ist ungeheuer universal und darin vielleicht wichtiger als leicht gefundene Religionskritik.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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7.0Sehenswert

Dass Moretti vermeidet, kritische Position gegenüber der katholischen Kirche zu beziehen mag man bedauern, ein amüsanter, für seine Verhältnisse sehr sanfter Film, ist ihm mit „Habemum Papam“ dennoch gelungen.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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6.5Ganz gut

Das Reizvolle an Habemus Papam ist weniger das fragile Innenleben des neugewählten Papstes, sondern in erster Linie der Blick hinter die Kulissen, ins Innere des Vatikanstaates und des geheimnisumwitterten Konklave.

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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln

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6.5Ganz gut

Eine prickelnden Grundidee, die aber ein wenig dünn für einen Langfilm erscheint. Direkte harsche Kritik an der Kirche verkneift sich Morretti, der sonst eigentlich kein Blatt vor den Mund nimmt.

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Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog

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6.5Ganz gut

Habemus papam ist ein schöner, milder, witziger Film über menschliche Unzulänglichkeit und die verträumte Utopie, dass auch Gott möglicherweise nicht unfehlbar ist, sicher aber keiner seiner irdischen Diener.

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Alexandra Horn: Schnitt Alexandra Horn: Schnitt

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5.5Geht so

Komödie und Drama schließen sich zwar nicht gänzlich aus, finden hier aber genauso wenig zueinander wie Psychoanalyse und Kirche.

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Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ... Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ...

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8.0Ausgezeichnet

Seine Ausgangsidee – der frisch gewählte Papst hat Angst, dem Job nicht gewachsen zu sein – nimmt Habemus Papam sehr ernst. Und diese Ernsthaftigkeit verleiht dem Ganzen eine wunderbare Zärtlichkeit, Nachsicht und Großzügigkeit.

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Herbert Spaich: SWR Herbert Spaich: SWR

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7.5Sehenswert

Wer von Habemus Papam eine schrille Papst-Satire erwartet, wird enttäuscht werden. Nanni Moretti erweist sich auch diesmal wieder als Meister der leisen Töne.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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6.5Ganz gut

Dass man sich diesen nach der fulminanten Anfangsidee ein wenig träge dahinfließenden Moretti-Film dennoch gerne anschaut, liegt allein an Michel Piccoli.

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Ilse Henckel: Spiegel Online Ilse Henckel: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

Die prachtvoll inszenierte Kirchenkomödie Habemus Papam denunziert nicht, lieber lästert sie mild pessimistisch über weltfremde, sehr menschliche Kirchenführer in göttlicher Klemme.

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K. Zeckau : http://film-dienst.kim-info... K. Zeckau : http://film-dienst.kim-info...

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8.0Ausgezeichnet

Um Politik geht es Moretti diesmal nicht. Der Vatikan und seine Bewohner fungieren bei ihm lediglich als etwas skurrile, aber recht sympathische Folie, vor der sich die entsprechende Fallhöhe für eine zuvorderst menschliche Tragödie entfaltet.

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Zwar karikiert Moretti die Massenbegeisterung des „gläubigen Volkes“, die eine Papstwahl in ein mediales „Event“ verwandelt. Zwar zeichnet er die Kardinäle als harmlose bis naiv-einfältige alte Männer. Sein Blick auf die katholische Kirche ist jedoch im Gegensatz zu seiner kritischen Haltung gegenüber der Psychoanalyse sehr respektvoll. Gerade diese Haltung wurde Moretti nach der Uraufführung von „Habemus Papam“ beim Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2011 von einem Teil der internationalen Kritik vorgeworfen.

Dramaturgisch reiht sich „Habemus Papam“ freilich unter die Filme ein, deren Drehbuch von einer durchaus genialen Idee ausgeht, in der Folge aber etwas zu bemüht wirkt, um daraus komödiantisches Kapital zu schlagen – darin etwa Woody Allens „Schmalspurganoven“ („Small Time Crooks“, 2000) nicht unähnlich. Nach dem intelligent-witzigen Beginn plätschert der Film lange dahin. Das eher für einen Kurzfilm geeignete Drehbuch wird durch Gags einfach auf Spielfilmlänge ausgedehnt, etwa durch einen korpulenten Schweizergardisten, der in den päpstlichen Gemächern hin und wieder an den Fenstervorhängen rüttelt, um die Anwesenheit des Papstes vorzugaukeln, oder durch die endlosen Volleyballspiele der Kardinäle. Trotz eines insbesondere durch seine Mimik großartig spielenden Michel Piccoli entwickelt sich sein Charakter zu wenig, um selbst in einem Fantasie-Vatikan glaubwürdig zu wirken.

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Sebastian Klausner

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5.0Geht so

Das Explosive der Prämisse verblasst, um ein Märchen, das sich zugerne als Parabel verstünde, des Homo Sapiens zu schreiben. Wir sehen nicht die Sprengkraft, sondern nur den Rauch, hinter dem sich nichts verbirgt. Der Film verliert seine Dornen und damit den Widerstand, den Reiz. Habemus Papam ist glatt, sodass man in einem Rutsch durch den ganzen Film gleitet.

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Dieter Oßwald: programmkino.de Dieter Oßwald: programmkino.de

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6.0Ganz gut

Bisweilen wirkt „Habemus Papam“ wie eine Idee für einen Kurzfilm, einen Sketch, der auf Spielfilmlänge ausgedehnt wurde. Dass zudem jener Biss fehlt, die Morettis stärkste Filme auszeichnen, würde ihn zu einem sehr schön ausgestatteten, aber letztlich doch harmlosen Film machen, wenn Moretti nicht Michel Piccoli für die Hauptrolle gewonnen hätte. Der spielt in seinem circa 200. Film mit solcher Subtilität, versteht es seine Figur mit solcher Vielschichtigkeit und Wärme auszustatten, dass auch die eher undramatische Geschichte nicht allzu sehr ins Gewicht fällt.

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Kommentare (7) — Film: Habemus Papam - Ein Papst büxt aus


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Antichrist

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Bewertung5.0Geht so

Hilfe,so ist das,wenn der Vater seine Rolle nicht annimmt,aber was wird dann aus den Kindern?

Der Film übt eine ebensolche Beruhigung aus wie der vorherig kommentierte,und das in der größtmöglichen Unordnung:der Papst haut ab und auf den Putz.
Wenn wir doch immer eine solche Gelassenheit verbreiten würden,was sollte uns dann überhaupt noch passieren?

Vorerst und in diesem Werk beobachten wir das Oberhaupt der katholischen Kirche,wie es an unserer Stelle steht und wie ein Bürger aus dem Volk agiert,auf Augenhöhe,was ja eigentlich gar nicht möglich ist,oder wie war das noch?
Allerdings,diese Zurschaustellung des Papstes flacht im Laufe der Handlung immer mehr ab,der anfängliche Witz geht nach und nach verloren.
Aber überrascht uns das wirklich:der heilige Vater und der Vatikan,da geht Humor irgendwann wohl zwangsläufig baden.

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Dachsman

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Identitäts- und Sinnsuche von Gottes neuem Stellvertreter auf Erden, der von dieser Last überdrückt zu werden droht, ist das Herzstück des Films, getragen von Hauptdarsteller Michel Piccoli. Die Szenen im Vatikan rechtfertigen dann die Bezeichnung Komödie. Hier setzt man auf stillen und skurrilen Humor. Für mich wollte die Mischung zwischen dramatischer und tragischer Haupthandlung und der grotesken Nebenhandlung nicht ganz aufgehen. Gerade in den Szenen, in denen die beiden Stränge ineinanderlaufen ergibt sich ein eher erdrückendes Gemisch. Interessant, nicht frei von gelungenen Szenen und Momente, aber keine ganz runde Sache.

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Kleinman

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Bewertung9.0Herausragend

Toller Film! Schöne Bilder und Musik, witzige Momente und alles ist sehr nachdenklich und melancholisch. Die Theatergruppe im Film spielt Tschechow, und das passt zur Atmosphäre.

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f-rex

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Bewertung5.0Geht so

Ein interessanter Ansatz und ein toller Anfang, danach lässt der Film leider stark nach. Einige Handlungsfäden erschienen mir unausgereift, als ob auf einmal die Ideen ausgegangen sind, der Film aber dennoch gemacht werden musste. Außerdem ging zum Ende hin geht alles viel zu schnell, bevor ich wusste wie mir geschieht war der Film vorbei. Dazu kommt noch, dass ich mir nach dem Trailer einen deutlich lustigeren Film vorgestellt hatte.

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Boungi

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Bewertung3.5Schwach

Ich bin mit dem Film überhaupt
nicht warm geworden.
Mit zunehmender Dauer des Films habe ich alles, was der Psychoanalytiker gesagt und getan hat, nicht einordnen können. Es wird z.B. überhaupt nicht deutlich, warum er den Besuch der Päpste im Theater nicht unterstützt.

Das Bildmaterial des Films ist schön.
Nur die Szenen, in denen die Masse die Fahnen und Fähnchen vor dem Gebäude der Loggia schwenkt, gingen mir nach ihrer - wie vielten? - Wiederholung auf die Nerven.

Aus der Idee zu diesem Film hätte man so viel mehr machen können!

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Oecher

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Bewertung3.0Schwach

Ein großartiger Michel Piccoli, der leider gegen das schlechte Drehbuch und einen nervigen Nanni Moretti nicht ankommt. Gute Idee, schlechte Umsetzung. Schade.

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Thorlim

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Bewertung4.5Uninteressant

Nicht Fisch, nicht Fleisch ...

Für eine Komödie zu ernst und für ein Tragödie zu albern. Der Psychoanalytiker ist platt und oberflächlich. Mal ganz davon zu schweigen, das der Vatikan einen Atheisten um Hilfe bittet ist sowohl absurd und absolut unglaubwürdig. Ebenso wie das Volleyball-Turnier eher skuril als passend.
Eine nette Idee aber langatmig, unglaubwürdig und ohne überzeugenden Witz lieblos zusammengemixt.

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Boungi

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Bis auf den letzten Satz sehe ich das genau so.



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