Das große Fressen

La Grande bouffe (1973), IT/FR
Laufzeit 129 Minuten, FSK 18, Komödie, Kinostart 27.09.1973

7.5 Kritiker
18 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9 Community
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von Marco Ferreri, mit Michel Piccoli und Andréa Ferréol

Vier Männer mittleren Alters verabschieden sich aus ihrem bürgerlichen Leben: der Pilot Marcello, der Koch Ugo, der Fernsehredakteur Michel und der Richter Philippe. Sie treffen sich an einem Wochenende in einer alten Villa, die Philippes Vater vor etlichen Jahren gekauft hat. Die Villa – mit ansprechendem Interieur – ist geräumig, gemütlich und liegt relativ abgelegen in einem Außenbezirk von Paris. Dort wollen die lebensmüden Männer ihre eigene Selbstzerstörung durch eine Überdosis Sex und Essen zelebrieren. Das Personal wird fortgeschickt, drei Freudenmädchen dienen dem Lustgewinn. Die Lehrerin Andréa stößt hinzu und wird zum einzigen Dauergast. Bald schon steigert sich die endlose Zubereitung kulinarischer Köstlichkeiten zum widerwärtigen großen Fressen. Andréa gibt sich sowohl den vier Herren als auch der gnadenlosen Völlerei willig hin. Ab sofort heißt es: Wer stirbt zuerst?

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Kommentare (28) — Film: Das große Fressen

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Oliver0403

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Bewertung3.0Schwach

Ich bekam während der gut 2 Stunden Laufzeit weder einen Bezug zun den Darstellern, noch konnte ich mit der Handlung gross was anfangen.
*Spoiler*
Es macht meiner Meinung nach relativ wenig Sinn, wenn sich ein paar Männer sowie eine (anfangs noch mehrere Frauen) einer ausgedehnten Fressorgie hingeben, und zwischendurch wird fleissig gepoppt, sowie mehr oder weniger sinnfreie Gespräche geführt. Einfach nur langweilig das Ganze.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Anfang der 70er Jahre war der Film ein Skandal und heute ist diese Groteske über den Konsum als Todesursache immer noch für viele ziemlich gewagt. Der animalische Drang zum Essen des Tierwesens Mensch wird auf einer Ebene mit der sexuellen Gier gezeigt, der totale Genuss von Sex und Speisen als ultimatives Prinzip. Dabei folgt der Film formal einem strengen Aufbau.
Im ersten Teil werden die vier Freunde vorgestellt: Michel, Marcello, Philippe und Ugo. Nie wieder standen diese Leinwandlegenden zusammen vor der Kamera. Hier stehen sie für den Balletomanen und Kunstliebhaber, den Autofreak und Frauenhelden, das Muttersöhnchen und natürlich den Koch.
Im zweiten Teil werden die Nahrungsmittel und ihre Herkunft kurz eingeführt.
Teil drei, der anfangs noch lustig und frivol daherkommt, enthält das Kernstück der Aussage mit allen Steigerungen und Entartungen. Man mästet sich! Wir hören das Entweichen der Gase aus dem Mund und aus der gegenüberliegenden Körperöffnung. Man treibt es querbeet, jeder mit jedem. Die Mutter der Kompanie ist die Rubensfrau Andrea Ferreol. Eine für alle.
Im vierten Teil sehen wir das Ende der Helden. Und es gibt jede Menge geistreicher Jokes und philosophische Überlegungen über den Vanitas-Gedanken.
Und dann reicht Ferreri noch einen Epilog nach. Philippe, der einzig Ehrbare, ist noch übrig und darf an Andreas Busen entschlafen.
Die zweite Lieferung von Frischfleisch wird im Garten deponiert. Vielleicht für die Hunde!? Großartig fotografierte Idee, von grandiosen Akteuren dargestellt, mit tödlicher Konsequenz.

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FilmeGuckerAusBerlin

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Bewertung7.0Sehenswert

Hab "Das große Fressen" gestern zufällig im Fernsehen entdeckt und war schon über die Beschreibung des Films verwundert. Kann man sich wirklich zu Tode fressen??? Ich glaube eher nicht. Man würde sich wohl vorher übergeben bevor man sich überfrisst, aber trotzdem bin ich bei dem Film hängen geblieben, weil er mir so seltsam erschien. Und das war er auch. Die Szenen der Fress -und Sexorgie waren schon einschneidend, genauso die Verwunderung über die Todesursachen. Einer erfriert, 2 sterben aufgrund des vielen Essens und einer...ka woran der nun wirklich gestorben ist. Jedenfalls ein außergewöhnlicher Streifen, ganz besonders für die damalige Zeit, das kann ich mir schon gut vorstellen, dass die Leute geschockt waren, aber auch für die heutige Zeit außergewöhnlich^^

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FilmeGuckerAusBerlin

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Bevor ich mich hier angemeldet habe, kannte ich das sogenannte spoilern gar nicht.


hoffman587

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Warnungen sind da immer hilfreich. Ist auf die Aufzählung der eigentlichen Todesarten bezogen. :)
Dann hier nochmal schön erklärt: http://www.bluray-disc.de/lexikon/spoiler


Lilith Snowskin

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Bewertung7.5Sehenswert

Typischer 70er-Jahre-Kultfilm, den ein echter Filmliebhaber abseits des Mainstreams gesehen haben muss.
Meiner Meinung nach die "kleine (mollige) Schwester" von den "120 Tagen von Sodom", nicht ganz so provokant und kritisierend, aber dennoch nicht zu verachten.

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Knach

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Bewertung6.0Ganz gut

Nun hab ich ihn also gesehen. Einige Freunde drängten mich mit den üblichen „Muss man gesehen haben“-Sätzen zur Sichtung. Was soll ich nun von diesem Werk halten?
Selten viel mir eine Kritik so schwer, das vorweg. Will der Regisseur uns mit dieser Fress- und Sexorgie nur provozieren? Will er damit etwas Bestimmtes zum Ausdruck bringen?
Die bereits erwähnten Freunde sagten mir noch, der Film sei irre lustig. Gelacht habe ich jedoch kein einziges Mal, das blieb mir (wie passend) im Halse stecken.
Wirklich positiv ist mir hauptsächlich das Bild aufgefallen. Fast jede Kameraeinstellung ist für sich genommen genial gewählt. Die Szenen laufen meist in einer theateränlichen Total-Aufnahme mit wenigen Schnitten ab…daher hat die gute Kameraarbeit zusätzliches Gewicht. Auch die guten Schauspielerischen Leistungen kann ich den Akteuren nicht absprechen…die vier Hauptakteure tragen den Film mit Bravour.
Bleiben das Drehbuch und die eigentliche Handlung…und hiervon weiß ich nicht was ich halten soll. Das Maß an Völlerei ist ab einem bestimmten Punkt einfach nur noch Abstoßend, will im Sinne der Gesellschaftskritik aber wohl auch genau das sein. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung brach der Film wohl ein Tabu nach dem anderen. Da werden Fäkalien und nackte Leiber gezeigt. Vergaserpumpen werden als Phallus-Ersatz missbraucht und Leute sterben nach einem gut und gerne anderthalbminütigen Furzinfernal an Überfressung. Das alles erzeugt eine seltsame Mischung aus Ekel aber auch Anziehungskraft…denn wegschauen mag man nun auch nicht.
Am Ende war ich dennoch froh als es vorbei war. Ganz sicher ist „Das große Fressen“ kein Film den ich ein zweites Mal schauen werde, ganz sicher war er nicht „unterhaltsam“ im eigentlichen Sinne. Teilweise war der Film zu langatmig…diverse Koch-Szenen hätten durchaus nicht sein müssen, da sie weder Handlung noch Charaktere voranbringen. Trotzdem glaube ich, dass meine Freunde recht hatten. „Den Film muss man gesehen haben!“ Nicht zum Vergnügen, nicht zur Entspannung…vielleicht sogar nur weil er halt provozierende Filmgeschichte geschrieben hat?

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schwarzeserie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein perveres Filmexperiment daß enormen Spass beim zusehen macht, schade daß es nicht mehr Filme heutzutage gibt, die abseits der hochgepuschten sogenannten "Blockbuster" den Zuseher unterhalten und hinterher zum Nachdenken anregen.

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tilman62

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Biliotheque Pascal ist ein film wo man viel Nachdenken muss. Nehmen wir David wants to fly. Oder Lost Highway. Wie wärs mit Oldboy? Vielleicht Samaria? Greenberg, Lourdes. Der Pianist. Oder Antichrist. Melancholia. Idioten. Um nur ein paar zu nennen...


schwarzeserie

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merke ich mir alle mal vor.


rai1mund

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

was für ein Vergnügen, den film nochmal zu sehen. was warn das doch für anarchische Zeiten 1973.

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FrankB2B

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Saugeiler Film....man was hab ich da abgefeiert als ich den damals gesehen habe.
"Michelle Piccoli" der fast eine Minute lang ein verklemmtes Lüftchen aus seinem Hintern presst....und beim ausufernden Fressgelage die Prostituierte mit den Worten "Na Los...Friss schon....Friss das Du Fett wirst Du Schlampe" zum Weiterspachteln animiert.....der absolute Brüller !!!

Ist natürlich eine interessante Frage.....kann man sich zu Tode fressen ???
Ab einem bestimmten Zeitpunkt geht doch gar nichts mehr rein weil man dann vor lauter Ekel anfängt zu reihern ???

Na Super,jetzt hab ich Hunger.....wo sind die Fünfzehn Tablets mit den Austern : )
FrankB2B.

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Bradbury

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Bewertung7.5Sehenswert

Das große Fressen ist so herrlich unappetitlich, da bleibt einem glatt der Fraß im Hals stecken.

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JimiHendrix

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also ich fands lecker^^


Alk0h0lix

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Echt? Ich hab einfach nur Hunger bekommen :-/


Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Gewissermaßen ein Klassiker, aber sicher nicht jedermanns Geschmack, um hier mal ein Wortspiel zum besten zu geben.

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Kill_Diether

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Bewertung6.0Ganz gut

Hab' den um 2000 herum das erste mal gesehen.
Ist sicher eine immer noch aktuelle Gesellschaftskritik,
aber streckenweise auch langweilig und naiv
überzogen.

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dgk

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Bewertung10.0Herausragend

an wieviel Filme erinnert man sich noch nach 35 Jahren? Der Film hat Geschichte geschrieben. Ein kleines Stückchen meiner auf jeden Fall.

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AHO1

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

DIE SCHWARZE WITWE HAUT REIN

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Heiderditte

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gegen ende des Films, ab dem Tod von Piccoli, konnte ich nicht mehr hinsehen mir wäre sonst schlecht geworden.

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Tekl

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Konsequenz wie das Thema umgesetzt wurde ist einfach nur bewundernswert. Heutzutage würde sich das wohl kaum noch einer trauen, der finanzielle Erfolg wäre wohl zu wichtig.

Man ist ja schon einiges gewohnt, weshalb für mich das Furzen und Fressen eher weniger schockierend ist. Schockierender fand ich die Charaktere. Zum einen waren sie sehr skurril und wirkten stark übertrieben und zum anderen hatte man irgendwie die erschreckende Erkenntnis, dass das alles gar nicht so weit von der Realität entfernt ist wie man es sich vielleicht wünschen würde.

Kein Film für einen gemütlichen Abend, aber sicher ein Film den man gesehen haben sollte. Denn wenn man es wirklich zulässt, regt er schon zum Denken an, evtl. auch erst Tage danach.

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mister mo

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Bewertung9.0Herausragend

Dekadent zu Tode fressen gilt heute wahrscheinlich immer noch als Suizid par exellence - aber ehrlich: solche Filme wie "Das große Fressen" sollten mal wieder gemacht werden! Unsere Gesellschaft braucht mehr als vor 35 Jahre die Reflexion einer völlig gelangweilten, trägen, verwöhnten Truppe, die daran erstickt, dass sie alles besitzt und doch nichts hat. Das große Fressen ist mehr als nur ganz großes Kino, es ist ein großes Stück Zeitgeist.

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Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Damals war er ein Skandalfilm und heute ist er Kult. Vier wohlhabende Freunde wollen sich mit Stil umbringen, was liegt da näher als sich zu Tode zu fressen. Viele sagen der Film sei einfach nur pervers und geschmacklos, aber es gibt einen tieferen Sinn. Er ist nämlich eine Kritik an die Konsumgesellschaft.
Knallharte Satire, die zum Nachdenken anregt.
"Das Leben ist ein Festival der Eitelkeiten"

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guggenheim

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nie wurde Dekadenz in solch einer abartig übertriebenen Form dargestellt. Schon ziemlich brillant...

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lizardking

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film, der Narzistenherzen höher schlagen lässt.

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.0Sehenswert

Wichtiger Skandalfilm der 70er Jahre!

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