Alphaville

Alphaville, une étrange aventure de Lemmy Caution (1965), IT/FR
Laufzeit 100 Minuten, FSK 0, Science Fiction-Film, Kinostart 20.12.2001

7.0 Kritiker
14 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8 Community
308 Bewertungen
11 Kommentare
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von Jean-Luc Godard, mit Anna Karina und Akim Tamiroff

Science-Fiction-Film von Godard aus dem Jahre 1965, in dem ein Privatdetektiv in die entmenschlichte Stadt Alphaville gerät, in der Emotionen mit dem Tode bestraft werden. Er soll den vermissten Agenten Henry Dickson suchen, doch das Sicherheitssystem der Stadt, genannt Alpha 60, und der fiese Professor Vonbraun kommen ihm in die Quere.

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Kommentare (11) — Film: Alphaville

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fabel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Tja, tut mir leid, ich habe nichts von dem, was er da erzählt hat, verstanden."

Ich auch nicht.
Agent Caution kommt in eine fremde Welt, ohne Gefühle, ohne Fragen, ohne Zukunft, ohne Vergangenheit, ohne Tränen, ohne Liebe. Es ist verdammt schwer in Worte zu fassen, was Godard hier fabriziert. Besser gesagt: Es ist unmöglich.
Mit einer atemberaubenden technischen Perfektion fängt er eine Welt der Perfektion und Logik ein. Total wirr ist das, aber auch total mysteriös, irgendwie, und total spannend. Aller Anfang ist schwer, es bedarf einiger Gewöhnung, um den Blick hinter die Kulissen des Herrschaftsgebietes von Alpha 60 zu werfen. Doch je weiter der Blick reicht, je weiter man eindringt in die Geheimnisse des Dickichts aus technischer Steuerung, desto mehr fesselt das Geschehen, bis sie Godard irgendwann stellt, die ewigste Frage aller filmischen Fragen: Was ist Liebe alles imstande, zu besiegen?
Aber, liebe Leute, seht lieber selber. Ich bin raus - und das geschieht wirklich nicht häufig. Auf jeden Fall ist das, was ich sehen durfte, einzigartig. Künstlerisch wertvoll, inhaltlich vielschichtig, atmosphärisch einfach nur unheimlich. Also liebt einander - und alles wird gut, wahrscheinlich.

"Mir geht es ausgezeichnet. Danke, bitte."

Warum? Darum.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

alanger

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Bewertung6.5Ganz gut

lemmy caution in der perfekten welt.

apple, google, facebook haben die macht übernommen und ein einsamer detektiv versuchts zu richten.
finstere dystopie, die zum glück nix mit der realität zu tun hat.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

JimiHendrix

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..da können wir echt froh sein^^


Joe Gillis

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

»Il était 24:17, heure océanique, quand j'arrivais dans les faubourgs d' Alphaville…« Fürwahr ein seltsames Abenteuer, diese grobkörnig-schwarzweiße Kreuzung aus science poetry und love fiction: Lemmy Caution (legendär: Eddie Constantine), Agent der pays extérieurs, kommt, getarnt als Journalist der ›Figaro-Pravda‹ nach Alphaville – eine Stadt (= eine Welt) ohne Zeit (= ohne Vergangenheit und Zukunft) und ohne Emotionen (= ohne Liebe), die beherrscht wird von einem elektronischen Superhirn (das aussieht wie eine Glühlampe hinter einem Ventilator) –, um an diesem seelenlosen Ort, der kein ›Warum‹ kennt sondern nur ein ›Weil‹, einen verschollenen Wissenschaftler aufzuspüren. Der abgängige Professor von Braun (alias Leonard Nosferatu) wird wiedergefunden – und entpuppt sich als master mind (= Erfinder und Programmierer) des (nicht nur) gefühlstötenden Großrechners… Jean-Luc Godard entwickelt seine Dystopie unter völligem Verzicht auf special effects und futuristische Dekors, er und Kameramann Raoul Coutard siedeln die kalte Vision einer von Rationalität und Kontrolle terrorisierten Gesellschaft (einfach genial – genial einfach) in der (damaligen) Pariser Gegenwart an: in den Glaspalästen von La Défense und den Schaltzentralen von Kraftwerken, in einem labyrinthischen Hotel und einem Schwimmbad, das zum Hinrichtungstempel wird. Paul Misraki taucht die intergalaktische Reise ans Ende der Nacht in ein schroff-romantisches Wechselbad der musikalischen Gefühle. Lemmy mischt Alphaville (die »capitale de la douleur«) gründlich auf, indem er 1. en passant so manchen Schergen der technischen Großmacht abknallt, 2. Poesie (= irrationale Sentenzen) ins Spiel bringt, die omnipotente Maschine auf diese Art und Weise in Verwirrung (und ins Verderben) stürzt und 3. eine Frau (na klar, es gibt auch eine Frau in einem Caution-Abenteuer: Anna Karina – großäugig und ponyfransig, zerbrechlich und verführerisch) stellvertretend für alle emotional Versteinerten zu lieben lehrt: »De loin en loin, dit la haine. De proche en proche, dit l'amour.«

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

fabel

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Hätte ich mir den mal - wie geplant - reingeschmissen, und nicht auf die einstündige Verschiebung von eXistenZ gewartet. Ganz toll, hast mich jetzt schön neidisch gemacht.:( (Fass es als Kompliment auf! ;) )


Joe Gillis

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Da die Welt wahrscheinlich nicht heute nacht untergehen wird, hast Du ja in den nächsten Tagen noch Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen. Viel Spaß dabei! :)


hoffman587

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Bewertung9.0Herausragend

Alphaville oder alternativ Lemmy Caution gegen Alpha 60

"Alphaville", eine faszinierende und filmische Reflexion von Jean-Luc Godard aus dem Jahre 1965.

Die Story wird relativ kompliziert erzählt, dafür um so faszinierender, sodass man doch ein grenzenloses Interesse entwickelt, sie ist trotz ihrer eigentlichen Einfachheit, komplex, sehr komplex, vielleicht erst auf den zweiten Blick, aber insgesamt eindrucksvoll: Der Geheimagent Lemmy Caution sucht in der futuristischen, computergesteuerten, entmenschlichten Stadt Alphaville, einer totalitären Metropole, einer Welt ohne Gefühle, in der Werte wie Liebe und Trauer stark verpönt sind, einen Kollegen. Doch er hat die Rechnung ohne das Elektronenhirn Alpha 60 gemacht, das die Stadt kontrolliert und von dem skrupellosen Professor von Braun erschaffen wurde.

In der Hauptrolle, Eddie Constantine als Lemmy Caution, genial verkörpert er den Privatdetektive, zu jeder Zeit authentisch, neben ihm Anna Karina als die Tochter des Professor von Braun, Natascha, die Caution zur Hilfe eilt, auch sie spielt exzellent und als Professor von Braun darf noch Howard Vernon glänzen.
Godard´s Regie einfach nur erstklassig, eindrucksvoll, intelligent, kompliziert, verwirrend und ungewöhnlich erzählt er uns diese Geschichte um Alphaville, der Stadt ohne Gefühle, man taucht mit Lemmy Caution in diese bizarre Welt ein, das mag doch sehr anstrengend sein, aber mindestens genauso fesselnd und faszinierend, das ich mich jedenfalls nicht von diesem Werk losreißen konnte.

Die Kamera und die sonstige Inszenierung mögen relativ einfach sein, die Kamera erschafft aber eine dunkle, unheilvolle, bedrückende Welt, die doch eigentlich gar nicht so weit von der Realität entfernt ist, kaum Beleuchtung, keine Effekte, einfache Science-Fiction-Elemente, ohne die Nähe zur Realität zu verlieren, eindrucksvolle Bilder, das alles.
Die Charaktere undurchsichtig, schwer verständlich, fast schon begreiflich, dennoch interessant und sehr intelligent gezeichnet und die Dialoge wurden hervorragend geschrieben, poetisch, philosophisch, genial und teilweise auch sehr zynisch, was dem Ganzen noch einen besonderen Anstrich gibt, als Beispiel:

"Wo ist sie bloß? Es gibt doch keinen Raum ohne Bibel!"
"Das ist keine Bibel, das ist ein Wörterbuch"

Dazu noch eine ungewöhnliche, aber doch für dieses Werk passende musikalische Untermalung.

Zusammengefasst kann ich dann nur noch sagen, dass ich "Alphaville" für ein großartiges Meisterstück von Herrn Godard halte, verständlich sind natürlich auch andere Meinungen, aber man muss zugeben, dass das "Alphaville" auf jeden Fall eins ist und zwar interessant, ob nun genial oder nicht.

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xtom1973

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Bewertung2.0Ärgerlich

es ist schon interessant, wie zum einen meine meinung mal wieder diametral von der der mehrheit abweicht (beispiel: "from dusk till dawn"), das kann man durchaus auch als warnung vor meiner wertung verstehen.

zum anderen ist interessant, wie viel manche leute in einen solchen schwachsinn hinein interpretieren können. dieser ist film mit sicherheit "kunst", wie FDTD auch. vielleicht sogar "hohe kunst"?

doch was bleibt am ende? viel nutzlose handlung, viel zu viel sinnfreier mord, ein eiskalt wirkender agenten-charakter, der selber am besten in die welt des alpha-60 passen würde als jede andere figur des films.
war noch etwas? die abgefahrenen, aber plump gestrickten visuellen effekte und die hervorragende, dramatische sounduntermalung mögen ihren (weck-*)reiz haben. es kann aber auch sein, daß dieser film zu den titeln zählt, die man mehrfach gesehen haben muß um die eigentliche kernaussage zu verstehen.

ich werde jedoch verzichten. (*)das kurze nickerchen zwischendurch wäre mir im kino wohl auch passiert, wie zum letzten mal vor 20 jahren in "der club der toten dichter" ...

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hoffman587

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Filmisch gesehen ist die Wertung eine Frechheit...


xtom1973

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nein, aber "sehr scharfe Kritik". Es wäre durchaus denkbar, daß man mir mit treffender Kritik an meiner Sichtweise "neuer Horizonte eröffnen" könnte, anstatt einfach nur eine Meinung kund zu tun.
Meinungen gibt es unter den Filmkritiken hier (wie auch in der Politik) viel zu viele und erschweren den Überblick über durchaus sehr interessante Laien-Kritik.


Stefan Ishii

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit "Alphaville" versuchte sich Kinolegende Jean-Luc Godard am Science-Fiction-Genre; genauer gesagt an einer Dystopie wie zum Beispiel "Metropolis", "1984" oder "Fahrenheit 451". Dabei beschränkte er sich allerdings nicht nur auf Genretypisches, sondern kombinierte dies experimentell mit geradezu parodistischen "Film-noir"-Elementen.

Ähnlich wie in George Orwells Roman "1984" wird eine entfremdete Gesellschaft ohne Gefühle und Liebe aufgezeigt. Auch hier schlägt sich dies zum Beispiel in einer künstlich modifizierten Sprache nieder (was allerdings in der deutschen Synchronfassung leider stark verloren ging).

Die Hauptfigur in "Alphaville" ist Ivan Johnson/Lemmy Caution. Die Rolle übernahm Eddie Constantine, der in früheren Kriminalfilmen die Figur des Caution bereits mehrfach verkörperte. Allerdings ist der Lemmy Caution aus "Alphaville" eher eine Parodie darauf. Der Privatdetektiv irrt eher verwirrt und ohne Verständnis durch eine fremdartige, bedrohliche Welt, was ihn in gewisser Weise sogar an Franz Kafkas Landvermesser K. erinnern läßt. Seine männliche Überlegenheit á la Philip Marlowe oder Sam Spade bringt ihm überhaupt nichts in seiner Situation. Da kamen Godard vielleicht sogar die eingeschränkten schauspielerischen Fähigkeiten des Eddie Constantine entgegen.

Das Highlight des Filmes ist allerdings eindeutig Anna Karina. In "Alphaville" lieferte sie eine ihrer vielleicht besten Leistungen ab. Godard gab seiner damaligen Ehefrau und Muse eine starke, alles überstrahlende Präsenz. Ihre Figur der Natascha von Braun gewinnt mit ihrer Unschuld, Naivität und Schönheit den Zuschauer für sich. Damit ist es dem Film ein Leichtes seine Botschaft zu vermitteln...

Der Film "Alphaville" gewann 1965 den Goldenen Bären auf der Berlinale und beeinflusste die Gründer der deutschen Synthie-Pop-Band Alphaville dermaßen, daß sie ihre Band nach dem Film benannten. Zu Recht wie ich finde, denn "Alphaville" ist ein großartiges Werk.

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dae-su

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Bewertung7.5Sehenswert

Anstrengend, fordernd und schwierig - so habe ich ALPHAVILLE empfunden. Zum Glück hatte ich die Möglichkeit, ihn OmU im Kino zu sehen, glaube nicht, dass der auf dem Fernseher für mich funktioniert hätte. Zu experimentell, zu unnahbar ist die Atmosphäre des Films. Womit wir schon beim größten Pluspunkt wären: Das düstere, dystopische Szenario, das Godard hier entwirft, ist einzigartig. Von surrealen Momenten geprägt schafft er eine Zukunftswelt, die weit weit entfernt ist von Science-Fiction-Szenarien, die der heutige Kinozuschauer so kennt und erwartet. Und eben damit hat er bei mir eine ungeheure Faszination ausgelöst, eben damit konnte er bei mir punkten.

Es sind die Kleinigkeiten, die ALPHAVILLE für mich aufwerten: "Je vais très bien, merci, je vous en prie". Die surrealen Momente, die krasse Abkehr von der Wirklichkeit, die Karikatur von gesellschaftlichen Werten und Normen: All das gibt dem Film seine Schlagkraft und seine sehr eigenwillige, aber nicht weniger intensive Stimmung.
Weniger gut funktioniert dagegen für mich die Krimihandlung. Ich konnte dem Geschehen nicht immer gut folgen, sicherlich auch durch die Inszenierung bedingt, die man nur noch experimentell nennen kann. Sicherlich stecken auch hier die ein oder andere faszinierende Idee drin, aber in der Summe empfand ich den inszenatorischen Stil doch eher als anstrengend.

Alles in allem habe ich den Film gerne geschaut, eine zweite Sichtung (allerdings nur im Kino) würde ich mir jederzeit gerne geben. Dass das keine leichte Kinokost ist - geschenkt, das sollte jedem klar sein. Sehenswert ist ALPHAVILLE allemal.

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JeanLucBizarre

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Bewertung5.5Geht so

Ich tat mich schwer mit der Bewertung des Filmes. Zu Beginn nervte diese bemühte Verwirrung des Zusehers durch schräge Wortwahl und einer Menge vorenthaltener Information.
Als dann klar wurde, dass Lemmy den Erschaffer dieser Welt sucht, wurde es doch interessant. Leider ist dieser Teil der Handlung komplett sinnlos, denn Lemmy zerstört alpha60 durch seine unlogischen Aussagen. Das hätte er auch gekonnt ohne Vonbraun zu finden, oder ihn gar zu töten. Und ihn zu überreden Alphaville zu verlassen war von vorn herein zum Scheitern verurteilt, denn in der Außenwelt hätte dieser sich für den angezettelten Krieg verantworten müssen.
Übrig blieb für mich die Frage, warum sich Kunstschaffende so oft von Wissenschaft bedroht fühlen. Es ist als ob sie meinten, dass nur die düstersten Utopien Gehör fänden und positive Visionen irgendwie naiv wären. Dass sie damit der menschlichen Natur, deren Einmaligkeit sie ja so gern betonen, rein gar nichts zutrauen ist entweder Dummheit, oder Anmaßung. Verkehrt man die Grundidee des Filmes, nämlich eine Welt, die unter dem Diktat der Logik und Technik leidet ins Gegenteil und erhebt die Gefühle zum zentralen Dogma, so wird das Szenario nicht menschenfreundlicher. Hier würden schließlich die präzisen, unsensiblen Menschen zu Ausgestoßenen. Keine Eigenschaft des Menschen ist per se gut oder schlecht - weder seine Fähigkeit zum logischen Denken noch seine Empfindsamkeit. So profan die Aussage auch sein mag: das Ideal liegt irgendwo dazwischen - und dem trägt der Film keine Rechnung. Er ist schlicht schwarz/weiß.
Technik ist ein Sache, der Umgang mit ihr eine andere. Aber zum Glück wird dieser Umgang ja von einem Geschöpf gestaltet, das zu lieben fähig ist. Ich bitte daher um ein wenig mehr Optimismus...

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Es ist schon genial, mit welch raffinierten, visionären Facetten Godard eine Welt beschreibt, die vom Computer Alpha 60 beherrscht wird. Die Bewohner unterscheiden sich von der Außenwelt durch ihren Wortschatz. Statt „Hallo!“ oder „Tschüss!“ sagen sie „Es geht mir gut. Bitte, Danke.“ Bezeichnenderweise fehlen ihrem Vokabular Worte wie ’Liebe, Gewissen oder Gefühl’. Es ist verboten das Wort ’warum?’ zu benutzen und ihre Gesten passen nicht zu ihren Worten: man nickt, wenn man ’Nein’ sagt und zur Bejahung schüttelt man den Kopf. Natürlich bekommt am Ende der Held die Schöne (Anna Karina), aber erst nachdem sie das erlösende ’Ich liebe dich’ gehaucht hat. Manches ist heute nach über 40 Jahren etwas gewöhnungsbedürftig. Und echte Negativbilder, wie hier, sieht man im Film nicht allzu oft. Auch wenn Lemmy Caution mal rumballert und sich prügelt - aber nur kurz - so wird doch mehr Wert auf die Darstellung des Lebens in einer futuristischen, totalitären Welt gelegt.

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annaberlin

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Bewertung7.0Sehenswert

Extrem unangepasster experimenteller Science-Fiction-Film von Godard, der 1965 den Goldenen Bären erhielt und sicherlich interessant anzusehen ist. Einige Szenen sind in filmwissenschaftlicher Hinsicht äußerst wertvoll, dennoch muss man sich tatsächlich etwas quälen, den gesamten Film durchzustehen, wie eben üblich bei Godard-Filmen. Anschließend hat man dennoch das Gefühl, etwas gelernt zu haben und filmtechnische Kniffe gesehen zu haben, die sich im Geschäft bis heute auswirken.

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Ortega, bleib locker... Genau so hab ich das gemeint ;o)


annaberlin

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Ähm nein, ganz so ist es ja eben nicht. Ich finde Godards Filme aus filmwissenschaftlicher und ästhetischer Sicht wirklich interessant! Es ist nur so, dass ich mir abends nach der Arbeit, wenn ich auf der Couch faulenze und mich entspannen möchte, keinen Godardfilm mit Freunden sehen kann, weil sie extrem experimentell und anstrengend sind.


wing

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Bewertung7.0Sehenswert

wirr aber wertvoll

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