Jean-Pierre Léaud

Beteiligt an 32 Filmen

Jean-Pierre Léaud wurde vor allem durch den fünfteiligen Truffautschen Antoine-Doinel-Zyklus bekannt. Auch in weiteren Filmen Truffauts ist er zu sehen.

Leben und Werk

Der Sohn von Pierre Léaud und der Schauspielerin Jacqueline Pierreux wurde am 5. Mai 1944 in Paris geboren und trat zum ersten Mal 1957 im Film La Tour, prends garde! von Regisseur Georges Lampinn auf. Jean-Pierre Léauds Karriere begann aber erst 1959, als François Truffaut ihn für seinen Debüt-Film Sie küssten und sie schlugen ihn zum Hauptdarsteller auserwählte.

Der Film wurde zum internationalen Erfolg und zum Manifest der Nouvelle Vague. Die Figur des Antoine Doinel, die als Alter Ego Truffauts galt, blieb in vier weiteren Filmen erhalten: Im Kurzfilm Antoine et Colette (1962) ist Antoine Bestandteil des Omnibus-Films Liebe mit zwanzig, in Geraubte Küsse (1968) versuchte er einer endgültigen Fixierung auf Freundin Christine (Claude Jade) zu entfliehen, die er in Tisch und Bett (1970) heiratete. Und in Liebe auf der Flucht (1979) lassen sich Antoine und Christine scheiden. Jean-Pierre Léaud übernahm bei Truffaut auch Rollen in Les Deux Anglaises, in Continent (1971) und in Die amerikanische Nacht (1973). Das Multitalent Jean-Pierre Léaud nahm auch aktiv an der Filmproduktion teil: 1964 wurde er Regieassistent bei Truffauts in Die süße Haut.

Ein Jahr später stellte ihn Jean-Luc Godard für Une femme mariée als Regieassistenten an. Auch als Schauspieler trug Jean-Pierre Léaud zum Godardschen Werk bei: Pierrot le Fou (1965), Made in USA (1966) oder Die Chinesin (1967) sind Zeugnisse hiervon. Auch mit anderen Regisseuren der Nouvelle Vague arbeitete er zusammen, so in La Maman et la Putain von Jean Eustache, der Skandalfilm des Jahres 1973.

Nach dem Tode Truffauts im Jahre 1984 bekam Jean-Pierre Léaud noch einige Nebenrollen angeboten, so in Catherine Breillats Lolita 90 oder 1990 in Aki Kaurismäkis I hired a Contract Killer und spielte Hauptrollen in vielen Filmen junger und unabhängiger Regisseuren.


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1 Kommentare

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sknoke

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Jean-Pierre Léaud gilt als ein Sohn des modernen Kinos und gilt zurecht als Kult-Star. Mit 15 Jahren begann seine Karriere mit keinem geringeren Film als François Truffauts "Sie küssten und sie schlugen ihn", in dem er die Rolle des jungen Antoine Doinel mimte, eine Rolle, die er die nächsten zwanzig Jahre noch öfter mit Leben füllen sollte. Mit Claude Jade als Antoines Freundin und spätere Ehefrau Christine bildet er in Truffauts Folgefilmen das bedeutendste Paar des modernen europäischen Films ("Geraubte Küsse", "Tisch und Bett", "Liebe auf der Flucht"). Diese außergewöhnliche Symbiose eines Regisseurs, Schauspielers und einer Rolle ist mitverantwortlich für den cinephilen Mythos, der um Léaud entstand.

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Darbon

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...und bleibt ein ewiger Gefangener dieses Mythos'. Heute wirft er Blumenkübel auf Nachbarinnen und schimpft über Doinel.


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