Jerichow

Jerichow (2009), DE
Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 08.01.2009

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8.0 Kritiker
22 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8 Community
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von Christian Petzold, mit Benno Fürmann und Nina Hoss

Drei Menschen, die vom Weg abgekommen sind, treffen mit schicksalhafter Zufälligkeit aufeinander: Thomas (Benno Fürmann), jung, stark, wortkarg, ein ehemaliger Soldat, unehrenhaft aus der Armee entlassen; Ali (Hilmi Sözer), vom Leben schon ein wenig mitgenommen, aber immer noch leutselig, ein türkischer Unternehmer in Deutschland, der sich von den Betreibern seiner Imbissbuden nicht betrügen lassen will; Laura (Nina Hoss), eine Frau mit Vergangenheit, schön, aber in der Ehe mit Ali ein wenig unscheinbar geworden. Thomas, Ali und Laura hüten sich und ihre Geheimnisse voreinander. Sie suchen nach Liebe, aber ebenso sehr nach Sicherheit. Sie sind voneinander abhängig, doch das, was sie voneinander wollen, ist nur um den Preis des Verrats möglich. Jerichow von Christian Petzold ist eine Dreiecksgeschichte, in der sich Sehnsüchte immer wieder in einem anderen, tieferen Traum brechen. Auf den Landstraßen des deutschen Nordostens, in den Wäldern dieses weiten Landes und an den Klippen über dem Meer entfaltet sich ein Drama, in dem eine klassische Konstellation des Kinos eine kühne Neudeutung erfährt. Zwischen Schuld und Freiheit, Leidenschaft und Kalkül liegen die Wünsche, deren Erfüllung einem Fluch gleichkommen kann.

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Cast & Crew


Kritiken (13) — Film: Jerichow

Flibbo: wieistderfilm.de

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7.0Sehenswert

Noch mehr als „Yella“ (2007) orientiert sich „Jerichow“ an einer bereits bekannten, geradezu klischeebelasteten Geschichte und erweitert diese mit ganz eigenen Ansätzen. Dabei handelt es sich nämlich um eine freie Adaption des bereits mehrfach verfilmten Romans „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ – eine klassische Dreiecksbeziehung um eine scheiternde Ehe und eine heiße Affäre. Regisseur und Autor Christian Petzold verlagert die Handlung in das dünn besiedelte Nordostdeutschland, die Prignitz, und erzählt dabei aus Sicht des Kapitalismuskritikers genauso von Geld wie von Liebe, sowie von der tragischen Abhängigkeit dieser beiden Dinge voneinander. [...]

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peter-noster: Mostly Movies

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9.0Herausragend

Christian Petzold gehört zu meinen Lieblingsregisseuren des nicht nur deutschen zeitgenössischen Kinos. Mit “Jerichow” hat er meiner Meinung nach sein bestes Werk abgeliefert. Und das sage ich, obwohl ich “Gespenster” und “Yella” schon mehr als gelungen fand. Wie schon bei “Yella” orientiert sich “Jerichow” im Groben an einen Filmklassiker. Petzolds Variante von “The Postman always rings twice” hat bei mir verschiedenste Gefühle geweckt. Von Wut, über Verzweiflung, Trauer, Sehnsucht zu Hoffnung, das alles enthält der Film. Über allem schwebt eine Melancholie, die gerade von Nina Hoss und Benno Führmann getragen wird. Wie bei allen Filmen Petzolds, umweht die Handlung auch hier ein geheimnisvoller Hauch. Vielleicht ist “Jerichow” Petzolds bisher zugänglichster Film, weil hier am ehesten ein konventioneller Spannungsbogen aufgezogen wird und der Film mit einem Knall endet, der bei mir noch lange nachgehallt hat.

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Chuchaqui: Critic.de

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8.0Ausgezeichnet

Ein weiterer vorzüglicher Film von Petzold. Ich kenne niemanden, der mit solch einer akribischen Genauigkeit (ich bin mir der Verdopplung bewusst) arbeitet, der mit einer solch leisen Leichtigkeit Spannung erzeugt und mit einer so reduzierten Bildsprache soviel Emotion rüberbringen kann. Drei tolle Schauspieler runden das ganze ab. Die Geschichte scheint simpel und entpuppt sich beim Nachdenken als unendlich kompliziert. Bewegt sich für mich auf dem gleichen Niveau wie der ebenfalls tolle "Yella", auch hier ein Hauch Suspense, eine eindringliche Geschichte und eine unglaublich scharfe Beobachtung unserer Gesellschaft.

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TheCorey: MovieMaze

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5.5Geht so

Petzold letzter Film ist – der, bedenkt man "Wolfsburg", wohl als Mittelteil einer Städte-Trilogie fungieren soll – aber nicht völlig misslungen. Im Gegenteil, "Jerichow" ist teilweise sogar ganz gut, speziell die Szenen zwischen Ali und Thomas funktionieren. Aber im Gegensatz zu "Wolfsburg" schafft es Petzold diesmal nicht, sich über den durchschnittlichen deutschen Film zu heben. Bedauerlich, nachdem im letzten Jahr einige positivere Beiträge aus Deutschland kamen.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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7.0Sehenswert

[...] „Jerichow“ ist einer von den Filmen, bei denen jeder ab der Mitte weiß, dass er kein gutes Ende nehmen wird. Dass alles irgendwie „an die Wand gefahren“ wird. Erstaunlicherweise ist das Ende sowohl überraschend als auch streitbar. In jedem Fall aber sehr authentisch. Pätzold wird mal wieder seinem Ruf gerecht, die kleinen Dramen von alltäglichen Menschen mit viel Feingefühl für Stimmungen auf die Leinwand zu bringen.

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tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch

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9.0Herausragend

Das Gerüst der Handlung entstammt James M. Cains mehrfach verfilmtem Kriminalroman "The Postman Always Rings Twice". Wenn man das weiss und eine der Verfilmungen kennt, wird weniger die Handlung um den Ehebetrug mit abschließendem Mordplan spannend, sondern wie es Petzold schafft, diese Geschichte innerhalb seiner filmischen Welt zu erzählen, die geprägt ist von Figuren in melodramatischer Schwerelosigkeit zwischen ortsloser Natur (im klassischen Hollywoodmelodram gern den erotischen Exzess symbolisierend) und gesellschaftlichen Zwängen.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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9.5Herausragend

Die Landschaft, die diese Figuren hervorruft und ihre Unglücksgeschichten, scheint so gleichursprünglich mit dem, was die Genre-Kenntnis Petzolds an Konstellationen aufruft, dass beides zur Deckung kommt. Nichts ist drunter und drüber. Keine lebenden Toten, sondern Lebende, denen es mit Gründen an Lebendigkeit fehlt. Nur noch analytisch unterscheidbar - und nicht als metaebeneneröffnende Differenz im Bild - sind das Genre als Verallgemeinertes einer- und Ort und Stelle der Prignitz andererseits.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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8.5Ausgezeichnet

In Jerichow bestimmen die Besitz- über die Liebesverhältnisse, auch hier treffen sich Thema und Stilwille in der Ökonomie, im Haushalten mit wenigen Elementen, die im lakonischen Erzählgestus Eindeutigkeit gewinnen und ihr Geheimnis nicht verlieren sollen. Die beharrliche Hinwendung zum Genrekino entspringt weder der Nostalgie noch einer Zitierlust, die den Eingeweihten schmeicheln soll. Es ist eine Verlockung, der er nur mit reflexiver Strenge folgt. Er benutzt klassische Erzählmuster, um vom Alltag im Deutschland der Nachwendezeit zu erzählen.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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9.5Herausragend

Die brandenburgische Prignitz ist eine trostlose, verlassene Gegend. Es gibt keine Produktion und kaum Arbeit, allenfalls öde Knochenjobs in der Landwirtschaft. Thomas (Benno Fürmann), ein unehrenhaft entlassener kräftiger Afghanistanveteran, wird sich nur übergangsweise als Erntehelfer ein paar Euro verdienen.

Christian Petzold zeigt diese strapaziöse Tätigkeit nur in einer kurzen, aber eindrücklichen Szene mit symbolträchtigen Bildern

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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9.0Herausragend

Nina Hoss spielt die verzweifelt berechnende Betrügerin Laura völlig glaubhaft und erstaunt erneut nach ihrer Wende-Verliererin „Yella“, nach der Nachkriegs-Überlebenden „Anonyma“, nach der modernen Medea von „Die Liebe ist ein dunkler Wald“ mit einer weiteren Facette ihres atemberaubend exakten Schauspiels. Diese Laura ist verlebt, getrieben von ihren Gefühlen und Instinkten, wobei die Orientierung auf einen Versorger auch schon ein internalisiert und Instinkt ist. Dass auch Benno Fürmann exakt und gut spielen kann, ist vielleicht die größte Überraschung dieses zwischen Leidenschaft und kalter Berechnung ungemein spannenden Films.

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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9.0Herausragend

Jerichow ist der bisher geradlinigste, reduzierteste Film Petzolds, abgesehen von einem kurzen, irritierenden Prolog beschränkt er sein Personal auf die drei Hauptfiguren, die an wenigen, immer wiederkehrenden Schauplätzen interagieren. (...) Eine tolle Figur ist dieser Ali und sie wird von Hilmi Sözer, der eigentlich auf Komödienrollen spezialisiert ist, perfekt verkörpert. In seiner Mischung aus Paranoia, Schwermut und Masochismus, allgemein in seiner Expressivität, in seiner – freilich immer schon pathogenen – Vitalität nimmt Ali eine Rolle ein, die es im Kino Petzolds bislang nicht gegeben hat.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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9.5Herausragend

Wem Petzolds letzte Filme "Yella" und "Gespenster" zu konstruiert, zu verkopft und kunstgewerblich waren, wird ihn hier völlig neu entdecken. Sehr schlicht, mit nur wenigen Dialogen, lässt er Bilder und Schauspieler ganz für sich sprechen und baut so eine ungewöhnlich intensive Spannung auf.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.0Herausragend

Benno Fürmann, Hilmi Sözer und Nina Hoss spielen dieses Dreigestirn. Noch nie sah Fürmann so wenig bubihaft aus, wie hier, ein hochgradig präsenter Auftritt, der an die besten Zeiten von Klaus Löwitsch erinnert. Hoss fügt ihren vielen Auftritten eine weitere faszinierende Facette hinzu. Die Entdeckung ist aber Hilmi Sözer, das Herz eines Films über drei eigentlich schon von Anfang an verlorene Seelen.

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Kommentare (13) — Film: Jerichow

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agynessa

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Bewertung2.0Ärgerlich

Mensch war das ein doofer Film. Man möchte den Charakteren links und rechts eine klatschen, daß sie endlich mal anfangen mit reden! Für Taubstumme ist er vielleicht geeignet, auch für Leute die gerne stundenlang darauf warten, daß in einem Film mal irgendetwas passiert. Man ist als Zuschauer ja schon mal froh wenn die Hoss oder der Führmann mal sein Mund aufkriegt. Ansonsten gibt es in dem Film so viel Schwachsinn zu sehen, wie z.B. das übliche: Wir haben noch kein einziges, richtiges Wort miteinander gewechselt, steigen aber erstmal gemeinsam in die Kiste. Totaler Käse, also bloß nicht ankucken.

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Stefan Ishii

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Keine weiteren Fragen, Euer Ehren!


agynessa

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Ein einfaches "Eure Hoheit" hätte es doch auch getan.


Delonghi

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Bewertung5.0Geht so

Nun ja, viel überraschendes gab es nicht, es ist auch nicht wirklich viel passiert. Was die Story angeht, fand ich die Handlungsstränge von Benno Führmann auch nicht immer logisch. Alles in allem ein ganz normaler Film wie man sie in Hülle und Fülle auf SAT 1 zu sehen bekommt.

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Wumz

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Bewertung7.0Sehenswert

Christian Petzold hat eine besondere Gabe, die seinen Filmen eine besonders dichte Atmosphäre gibt. Der sparsame Einsatz von Musik lässt andere Geräusche in den Vordergrund rücken und das hat zur Folge das man Bilder und Interaktion intensiver wahrnimmt.
Das ist mir bei "Yella" schon aufgefallen, doch während mich dort noch der nicht vorhandene Spannungsbogen gestört hat, so bin ich mit "Jerichow" in der Hinsicht sehr zufrieden. Nina Hoss spielt auch wieder sehr ausdrucksstark, obwohl ich sie auch gerne mal einen anderen Typ spielen sehen würde. Einzig die etwas zu geringe Tiefe der Charakter hält mich von einer höheren Bewertung ab, auch wenn die vielleicht garnicht gewünscht ist.
Ich habe jedenfalls in Christian Petzold und Nina Hoss zwei deutsche Filmschaffende gefunden, auf deren andere Werke ich schon mal vorfeudig gespannt bin.

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Wumz

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Ist übrigens im Moment bei der Arte Mediathek zu sehen.


Padder

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich fand Jerichow gut gespielt und auch spannend. Besonders Sözer hat mir gut gefallen. Einige Situationen und Handlungen sind jedoch sehr schwer nachzuvollziehen und in meinen Augen unrealistisch! Insgesamt hat Petzold den Film etwas überspitzt.

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kristallrainer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Jerichow war mein erster Film von Christan Petzold und er hat mich fast in jeder Hinsicht voll überzeugt. Der Film spielt in der ostdeutschen Provinz, hinterläßt aber speziell wegen der schönen Landschaften einen pittoresken Eindruck mit dem ich so gar nicht gerechnet hätte. Die Hauptdarsteller gehen in ihre Rollen super auf, insbesondere der sonst eher aus Klamaukfilmen bekannte Hilmi Sözer, der eine sehr tragische Rolle spielt.

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mister mo

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Bewertung9.5Herausragend

Bei neuen deutschen Filmen bin ich immer etwas skeptisch, aber "Jerichow" war da eine sehr positive Überraschung. In hatte ihn mir sogar noch zwei weitere Male im Kino meines Vertrauens angesehen - Top Film - für mich der bisher beste deutsche Film dieses Jahres! Es ist schön zu sehen, dass man mit dem Petzold einen Regisseur hat, der den deutschen Film ein wenig in Ehren hält!
Ja, schön schön..

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pixtur

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Wow! Drei mal Jerichow. Mir war einmal schon zu viel.


Stefan Ishii

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Bewertung9.0Herausragend

Ja, der Christian Petzold kann schon gute Filme machen. Das hat auch "Jerichow" wieder gezeigt. Er ist ein Meister darin, mit purer Emotion eine Geschichte zu erzählen. Und das sind immer Geschichten, die in der realen Welt angesiedelt sind: Durchschnittsmenschen mit all ihren Fehlern in einem realen Umfeld.

Petzolds Charakterstudien werden durch die Schauspieler grandios unterstützt. Dabei müssen sie noch nicht einmal viel sprechen. Man fühlt einfach und versteht alles. Der Dialog soll nichts erklären, das tuen die körperlich ausgedrückten Gefühle. So verhalten sich Menschen nun einmal.

Kinokunst, ja sogar -magie, pur!

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alter.native

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hier wird eine Geschichte erzählt, in der alle nur Verlierer sein können, was durch das überdramatische Ende (das mich nicht zufrieden gestellt hat) noch verstärkt wird. Dass Nina Hoss eine außergewöhnliche Schauspielerin ist, hat sie vordem schon in vielen anderen Filmen bewiesen und sogar Benno Führmann kann in seiner Rolle überzeugen. Ein fanszinierend kühler Film voller Emotionen über die Verhältnisse in denen wir leben.

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father911

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Fürmann und Sözer spielen Klasse in dem Film, das sich langsam aufbauende und dann sich selbst zerstörende Vertrauen zwischen den Jungs ist gut transportiert. Frau Hoss war noch nie so richtig mein Fall, das liegt und lag schon immer an ihrem stets negativen Mund, neuerdings frag ich mich, warum das "Mädchen Rosemarie" sich so weit runterhungert, daß nicht mal ihre Jeanshosen vernünftig auf dem Hintern sitzen ... egal, GESCHMACKSfragen braucht man wohl nicht zu diskutieren.
Normalerweise mag ich Filme, "wo sie sich am Schluss kriegen" - diesmal stimmte der Preis jedoch nicht. So bleibt nach dem Film ein unangenehmes Gefühl in mir - wenn nach einem Film ÜBERHAUPT was bleibt - war der Film GUT, finde ich.

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ahemi

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Bewertung7.0Sehenswert

Obwohl der Film handwerklich recht gelungen ist, hinterlies er bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Ich musste eine Weile nachdenken, was diesen Eindruck in mir ausgelöst hat. Es waren die psychologisch nicht stimmigen Wendungen der Handlung. So z.B. als Thomas und Laura das erste Mal und wie aus dem Nichts über sich herfallen. Das nehm ich dem Film nicht ab, genauso wenig wie den abstrusen und völlig überflüssigen Mordplan zum Schluß. Schließlich sucht Ali doch von sich aus einen Nachfolger für sein Geschäft und für seine Laura. Wozu also soviel Illoyalität einem Menschen gegenüber, der es eigentlich verdammt gut meint. Schade und ärgerlich. Aber spannend ist der Film allemal.

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Daniel Day

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dass Christian Petzold einer der faszinierendsten deutschen Regisseure ist, steht für mich außer Frage. Und so sticht auch "Jerichow" aus dem sonstigen Kinoangebot heraus, durch seine stilistische Strenge, seine Ökonomie, seine Bilder. Insofern ist der Film auf jeden Fall bemerkenswert. Diesmal fand ich die Verstrickung der drei Hauptfiguren in ihre schuldbeladene Beziehung aber nicht ganz so überzeugend. Vor allen Dingen wird diese Dreieckskonstellation am Ende m.E. in unbefriedigender Weise aufgelöst. Trotz toller Bilder und toller Schauspieler hat "Jerichow" für mich deshalb nicht denselben Sog entwickelt wie etwa "Wolfsburg" vom selben Regisseur.

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annaberlin

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Bewertung6.5Ganz gut

Meine Erwartungen wurden enttäuscht. Nachdem ich die hervorragenden Kritiken gelesen hatte, nahm ich an, Jerichow sei einer der besten deutschen Filme der letzten Zeit. Dem ist leider nicht so, und das liegt eindeutig an zwei Dingen 1. dem Drehbuch und 2. Benno Führmann. Um die uralte Kamelle der Dreiecksgeschichte neuartig und fesselnd zu erzählen, müssen die psychologischen Abgründe aufgetan werden. In Jerichow hat man das Gefühl, permanent zwei profilierte Schauspieler mit starrem Gesichtsausdruck neben einem gutaussehenden Nichtskönner-Serienstar zu sehen. Teilweise wirkt die Handlung äußerst kontruiert (so v.a. das Ende), zudem hätte man mehr aus einzelnen Szenen herausholen können, wenn man ihnen mehr Vorlauf gelassen hätte. Dass Laura im Auto "Du lebst wie ein Penner" schreit, nimmt man ihr nach der Liebesnacht einfach nicht ab. Auch nicht, dass sich die beiden nach so kurzer Zeit schon "lieben", wo doch eigentlich nur das Begehren gezeigt wurde. Nichtsdestotrotz war Nina Hoss allein durch ihre stumme Präsenz großartig, zudem gefiel mir das Setting im nordostdeutschen Niemandsland.

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Ade

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Bewertung9.0Herausragend

Als die Gurkenflieger-ArbeiterInnen von der Schicht zurückfahren auf der Ladefläche des Lasters hab ich kurz gedacht, dass die mit Ihrem Haarschnit eher nicht wie ArbeiterInnen aussehen, das war neben der unscharfen Nacktszene (lieber weglassen, sonst feige!) mit Fürmann das Einzige ,was mich gestört hat.

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