Jindabyne - Irgendwo in Australien

Jindabyne (2006), AU
Laufzeit 123 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 01.11.2007

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6.1 Kritiker
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von Ray Lawrence, mit Gabriel Byrne und Laura Linney

Als Stewart (Gabriel Byrne) beim traditionellen Angelausflug mit seinen Freunden in den Bergen die Leiche einer jungen Frau entdeckt, beschließen die Männer den grausigen Fund erst einige Tage später, nach erfolgreichem Fisch-Fang, bei der Polizei zu melden. Stewarts Frau Claire (Laura Linney), die erst dann von dem Unglück erfährt, als Stewart von der Polizei zu einem Verhör abgeholt wird, ist zutiefst erschüttert. Ihre ohnehin schon vorbelastete Ehe wird einer harten Belastungsprobe ausgesetzt. Claire kämpft verbissen um die Wahrheit und stellt sich allen (Not-) Lügen, Verdächtigungen und Mutmaßungen entgegen, die das öffentliche Leben einer ganzen Kleinstadt bedrohen. Bald muss sich zeigen, ob Claire ihre eigenen Vorstellungen von Moral und Gewissen wichtiger sind als ihre Familie, die sie vor Jahren schon einmal ohne Vorankündigung verlassen hat.

Handlung

Vorgeschichte

Vor einigen Jahren hat Claire (Laura Linney) ihren Ehemann Stewart (Gabriel Byrne) nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes ohne Vorwarnung verlassen. Stewart und der Junge wurden derweil durch ihre Schwiegermutter versorgt. Zwischen Claire und Stewarts Mutter herrscht seitdem kein gutes Verhältnis. Nach einiger Zeit kehrt Claire in ihre Ehe zurück, die Wogen scheinen geglättet.

Der Fund

Als Stewart mit einer Gruppe von Freunden einen mehrtägigen Angelausflug zu einem entfernten Bergsee unternimmt, ahnt niemand, welche Folgen dieser Ausflug für das verschlafene australische Städtchen haben wird. Die Frauen der Männer beschäftigen sich derweil mit dem Klatsch und Tratsch des Städtchens und sitzen abends bei einem Glas Wein zusammen. Die Männer entdecken derweil in einem Bergsee die Leiche einer jungen Frau. Statt ihren Fund sofort zu melden, vergnügen sie sich noch einige Tage mit Angeln und binden die Leiche fest, bevor sie endlich die Polizei benachrichtigen. Stewart erzählt seiner Frau nichts von dem grausamen Fund, sie erfährt erst durch die Polizei davon.

Ehekrise

Das mangelnde Vertrauen ihres Mannes und die Geheimnistuerei führen zu einer erneuten Krise, zu der auch Stewarts Mutter ihr übriges beiträgt. Derweil bilden sich in der Stadt zwei Lager. Die einen schlagen sich auf die Seite der Männer, die anderen beginnen diese zu beschimpfen und ihre Familien zu bedrohen. Grund hierfür ist nicht nur das späte Melden bei der Polizei. Bei der Leiche handelt es sich um eine Angehörige australischer Einheimischer.

Suche nach der Wahrheit

Claire versucht fortan verbissen ihr Gewissen ins Reine zu bringen und hinter die ganze Wahrheit des Verbrechens zu kommen. Der Versuch, mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen, scheitert zunächst. Als sie an der Trauerfeier für die Verstorbene teilzunehmen versucht, wird sie anders aufgenommen, als erwartet.

Wissenswertes

weitere Filme von Laura Linney
Jindabyne basiert auf der Kurzgeschichte “So Much Water So Close To Home” von Raymond Carver, dessen Short Cuts bereits Robert Altman inspirierten

Weiterführende Informationen
Mehr Filme aus Australien

Weitere Informationen im Internet

Linksammlung unter filmz.de
Kritik von Christof Ulrich unter cineman.ch
Offizielle deutsche Website des Verleihs

Quellen

Presseheft des Verleihs

  • Jindabyne - Irgendwo in Australien - Bild 4862
  • Jindabyne - Irgendwo in Australien - Bild 4863
  • Jindabyne - Irgendwo in Australien - Bild 4864
  • Jindabyne - Irgendwo in Australien - Bild 4865

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Jindabyne - Irgendwo in Australien

S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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7.5Sehenswert

In zahlreichen Variationen umkreist er, langsam und kunstvoll, das Thema Tod, das mit der Leiche im Fluss erst seinen Anfang nimmt. Dabei hat Lawrence die Handlung zwar nach Australien verlegt, die Hauptrollen aber mit der Amerikanerin Laura Linney und dem Iren Gabriel Byrne besetzt. Beide spielen ebenso zurückhaltend wie fabelhaft, vor allem Laura Linney in der Rolle der psychisch labilen und eher unsympathischen Ehefrau eines der Angler ist eine große Freude. "Jindabyne" ist kein Film, der einen sofort gefangen nimmt, man muss ganz allmählich in ihn eintauchen

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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6.0Ganz gut

Regisseur Ray Lawrence hat sich wieder, wie schon in dem erfolgreichen «Lantana», auf die Schauspieler verlassen und ein differenziertes Gefühlsdrama geschaffen, das die Grenze gegenseitigen Verstehens erforscht. Wie schon bei „Lantana“ gäbe es eine Kriminalgeschichte, für die er sich aber nicht interessiert. Ihn interessiert vielmehr, wie (Not-)Lügen zu Mutmassungen und Verdächtigungen führen, die Fantasie anregen, sich als Triebmittel für Beziehungs- und Lebensentscheidungen entwickeln und das öffentliche Leben entgleisen lassen...

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Kommentare (3) — Film: Jindabyne - Irgendwo in Australien

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MarkusVoll

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Bewertung5.0Geht so

Als Tip des Tages im Fernsehmagazin angepriesen, freute ich mich schon auf diesen Film und wurde eigentlich sehr enttäuscht. Denn der Film ist außer dem offenen Ende sehr langatmig und nicht gerade sehr spannend. Habe mir von der Geschichte eigentlich etwas mehr erwartet, ab und zu lodert etwas Spannung auf, aber im ganzen kann der Film nicht überzeugen. Für Freunde von Dramen vielleicht sehenswert, ich fand ihn nicht so besonders.

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Habakuk

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Bewertung2.0Ärgerlich

Die gleiche Geschichte kommt auch schon in SHORT CUTS vor als Teil der Rahmenhandlung.
Man kann daraus sicherlich einen ganzen Film machen, aber dann darf man sich nicht darauf beschränken das Geschehen als ethisch und moralisch unwürdig dar zu stellen, sondern muß die Hintergründe die Menschen zu dieser Entscheidung veranlasst haben auch behandeln.

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patcharisma

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Bewertung1.5Ärgerlich

Nun wissen wir: Auch im Outback sind Frauen eher die Guten & die Männer allesamt Schweine, Eingeborene sowieso gut & die Weissen hinterwäldlerische Spiessbürger.
Trotz der Überdosis Politische Korrektheit bleibt die Message dabei erstaunlich blass, die Dramaturgie schleppend und die Handlungen psychologisch selten nachvollziehbar.
Der Schluss ist dann der Super-Gau eines Rohrkrepierers.

Für die grosse Laura Linney gibt's immerhin noch einen Sympathie-Punkt!

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Scipio

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Du hast es auf den Punkt gebracht.


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