Kidnapped

Secuestrados (2010), ES
Laufzeit 81 Minuten, FSK 0, Thriller

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6.5 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
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noch nicht bewertet

von Miguel Ángel Vivas und Miguel Ángel Vivas, mit Fernando Cayo und Ana Wagener

Jaime und Marta, seit vielen jahren glücklich verheiratet, ziehen mit ihrer pubertierenden, 16-jährigen Tochter Isa in ein neues, luxuriöses Haus um. Es sollte ein perfekter Abend werden: Nachdem die Möbelpacker fort sind, wird der Umzug mit Champagner gefeiert. Doch ihre heile Welt explodiert zusammen mit dem Schlafzimmerfenster in tausend Scherben. Eine brutale Bande dringt in die Villa ein und nimmt sie als Geiseln. Für die verängstigte Familie beginnt eine Nach unfassbaren Terrors.


Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Kidnapped

SiameseMax: SiameseMovies

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6.5Ganz gut

[...] Es ist gut, dass es solche Filme wie den spanischen Thriller „Secuestrados“ gibt. Nicht etwa, weil die Welt auf einen weiteren Film mit dem innovativen, absolut verwechslungssicheren deutschen Titel „Kidnapped“ gewartet hätte, in dem eine Familie überfallen und gequält wird, was natürlich nicht ohne Gegenwehr bleibt, bis die Situation schließlich eskaliert. „Funny Games“ lässt grüßen. Nein, es ist gut, dass es Filme wie „Secuestrados“ gibt, weil sie den Zuschauer trotz althergebrachter Story und vorhersehbarem Ausgang mit ambivalenten Gefühlen und Eindrücken zurücklassen und damit eine Auseinandersetzung mit selbigen erforderlich machen. Es gibt doch nichts überflüssigeres als Streifen, die man sofort vergisst. So schafft es Regisseur Miguel Ángel Vivas, von Anfang an eine Atmosphäre der Bedrohung zu schaffen, die sich allmählich breitmachende, klaustrophobische Panik des Gefangenenseins in den eigenen vier Wänden, in denen man sich in Sicherheit wägte, wird unmittelbar auf den Zuschauer übertragen. Dies ist zum Einen den guten Darstellern zu verdanken, zum Andeern dem geschickten Einsatz verschiendener stilistischer Mittel: Zum Einen kommt „Kidnapped“ mit nur wenigen Schnitten aus, zum Anderen werden mehrere Kameraperspektiven verwendet, die teilweise durch ein separiertes Bild parallel gezeigt werden und dem Zuschauer somit ein Gefühl von Echtzeit und damit einhergehend, eines beklemmenden Realismus vermitteln. [...]

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HerrLehmann: Das Manifest

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4.5Uninteressant

[…]Doch schon bald offenbart KIDNAPPED sein großes Problem: Der Film will eine Situation zeigen, keine Geschichte erzählen - und kann deshalb nicht annähernd über die gesamte Laufzeit fesseln. Binnen kurzer Zeit sind alle möglichen Schockmomente, alle kleinen Hoffnungsschimmer für die Protagonisten, die die Grundkonstellation hergibt, durchexerziert. Da die Exposition keinen Wert auf ausgearbeitete Figuren legt, ja anscheinend bewusst austauschbare, "normale" Charaktere entwirft, um die Allgegenwärtigkeit der Bedrohung zu unterstreichen, können auch die Figuren den Film allein nicht tragen.[…]

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Rochus Wolff: freier Journalist

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8.5Ausgezeichnet

Eine Kleinfamilie (Mama, Papa, Teenagertochter) wird von drei Männern in ihrem frisch bezogenen Haus überfallen. Der Film ist unglaublich dicht und mit vergleichsweise wenigen Schnitten gemacht - die meisten Sequenzen sind offenbar mit einer Steadycam und minutenlang ohne Cut entstanden. Das saugt in die Story hinein, und das macht alles nur noch schlimmer.

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lexenbird

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Die Storyline ist leider nicht neu und ich musste beim anschauen mir eingestehen (obwohl ich schon Lust auf den Film hatte), dass ich dies alles schon um Längen besser gesehen habe. Leider. Das kann aber auch daran liegen, dass ich die besten Filme des Genres bereits kannte und demzufolge meine Erwartungen, nach lesen des Inhaltes/Story, wohl mittlerweile schon zu hoch sind.
Klar ist wenn ich kaum Filme dieser Art kennen würde, hätte der Film es mir sicher auch angetan. Gute Filme bemesse ich an der Eigenschaft, ob sie mich auch nach betrachten noch sehr beschäftigen und sekundär ob sie zum ansehen mehrfach tauglich sind. Bei mir blieb leider nichts hängen ausser die Enttäuschung über diesen Film.

@Rochus : Du solltest dir folgende Filme einmal anschauen, sofern du magst, um mal richtig nachdenklich und zugleich begeistert zu sein von denen :

Funny Games (der Haus-,u.Familienterrorfilm schlechthin! Das österreichische Original aber bitte...)

The Collector

The last house on the left

The Strangers

Panic Room (kennst du sicher)

um nur einige zu nennen, welche um ein vielfaches besser sind...
Eventuell noch ähnelnde Filme (was das Terrorgenre betrifft) wie diese :

Motel
Motel - The first Cut
Them
Hard Candy (weicht schon etwas sehr ab - aber den kennst du hoffentlich bereits?)

Dies sind Filme des Terror/Psycho Genres die mir unheimlich gut gefielen, und auch im Kopf hängen blieben...

Wie gesagt "Funny Games" war bisher der extremste den ich bisher im genre gesehen hab, und der beschäftigte mich noch tagelang!

Lg Lex`



Kommentare (49) — Film: Kidnapped

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loveissuicide

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Geisel-Terror-Thriller der härteren Art erwartet einen mit "Kidnapped". Die Anfangsseuqenz macht erstmal neugierig, ich konnte sie der eigentlichen Handlung dann aber nicht wirklich zuordnen. Vielleicht wollte man hier schon eine kleine Verbindung zu "Funny Games" herstellen. (Eine zweite gibt's dann auf der Couch, im Fernsehen läuft ein Autorennen). Das mag zwar eine Hommage an Hanekes Meisterwerk sein, passt aber nicht wirklich in den Kontext dieses Films. Entweder will man eine Psychopathenbande, die es liebt, ihre Opfer zu quälen, oder eine Räuberbande, die die reiche Familie ausraubt. Hier wurde versucht, beides unter einen Hut zu bringen. Naja, paßt nicht ganz, ist aber auch egal. Spannend war's auf alle Fälle, die Split Screens waren auch oke, aber so ganz überraschend war das Ende dann nicht, nur die Intensität ging dann doch unter die Haut. Und sollte ich mal in so eine Situation kommen, dann fällt mir hoffentlich die goldene Regel #1 für's Überleben ein: den Bösewicht nicht nur halbtot schlagen, sondern sich so richtig an ihm austoben, wenn man schon die Gelegenheit dazu hat. Wieso man ständig diese Inkonsequenz vorgesetzt bekommt, ist mir ein Rätsel. Naja. Mir hat dieser spanische Gentrevertreter trotz aller Kritikpunkte auf alle Fälle sehr gut gefallen.

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lieber_tee

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Und noch etwas anderes, mir ist der Bezug zu "Funny Games" noch nicht klar. Den habe ich so nicht erkannt. Was hat der Anfang und das Autorennen damit zu tun?


loveissuicide

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Beim Anfang meinte ich die Tatsache, dass die Bande sich scheinbar eine Familie nach der anderen vornimmt, wie die beiden Jungs bei Funny Games. Und bezüglich des Autorennens: bei Funny Games spielt sich ein Teil der Handlung im Wohnzimmer vor dem laufenden Fernsehapparat ab. In der Szene, wo das Kind erschossen wird, bleibt die Kamera ja auch eine quälend lange Zeit bei der Mutter, und im Hintergrund läuft im TV ein Autorennen.


Tony Almeida

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spannender, brutaler thriller. Sollte man als Thriller Fan aufjedenfall mal sehen.
Spoiler:
War mal wieder typisch, dass man den Täter im Auto nicht noch ne Kugel setzt und einfach weggeht, darüber kann ich mich immer wieder tierisch aufregen.
Ansonsten hab ich noch ne frage zum Anfang, verstehe nicht ganz die Verbindung zum Film. Er sagt, man solle keinen reinlassen und warten bis die polizei kommt.
Im Film dann hat man ja keinen reingelassen,die sind ja durchs fenster rein. Er war halt wahrscheinlich das Opfer einer früheren Tat der Bande, aber verstehe halt nich wirklich was die Szene im Hinblick auf den restlichen Film dann soll .

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diegofcn

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spannend bis zur letzten Sekunde!
erinnert mich stark an den erst kürzlich gesehenen Trespass, wobei Kidnapped um Längen besser ist!

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cacavas61

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Packender harter Horror Thriller im Stil von "The Strangers" oder "Funny Games". 3 Männer dringen in das Haus einer 3-köpfigen Familie ein (Vater, Mutter, Tochter) und verbreiten Angst und Schrecken. Lange teilweise bis zu 10 minütige Kamerafahrten, aber auch statische Einstellungen (ohne Schnitt), lassen den Zuschauer das Geschehen hautnah erleben und durchleiden. Der doch recht überraschende und ziemlich brutale Schluß, trifft einen wie ein Schlag in den Magen. Harte Kost, aber sehr spannend und realistisch inszeniert.

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horro

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Bewertung5.0Geht so

Über weite Strecken ein überraschender, intensiver Geiselthriller, der aber auch seine enervierenden Seiten hat. Zudem wird quälend lang mit den Emotionen des Zuschauers gespielt und so ziemlich alle Türen zu sadistischem Räuberverhalten werden weit geöffnet. Knüppelhart werden die psychischen und physischen Qualen der Opfer ausgekostet. Die Kameraführung ist für diese Art von Film natürlich perfekt gewählt und sorgt zusätzlich für eine authentische Atmosphäre. Insbesondere die Frauen schreien sich über fast den ganzen Film die Seele aus dem Leib - mit oder ohne Grund. Also hätten wir alle Elemente für einen packenden und nervenaufreibenden Psychothriller beisammen. Was aber enorm störend ist an diesem Film, sind das völlige Fehlen von Sinn und Logik. Weshalb sollten die Räuber hier überhaupt solche übertriebenen brutalen und erniedrigenden Methoden anwenden obwohl doch offensichtlich nur Geld und Wertsachen als Beute im Vordergrund stehen. Perfideste Spielchen werden gespielt, die anscheinend vorher schon geplant waren; aus welchem Grund denn bitte? Diese Tatsache lässt den Film dann, trotz oder gerade wegen der Emotionen die er beim Zuschauer weckt, in einem doch sehr schrägen Licht dastehen. Ich bin der letzte, der diese Art von Filmen grundsätzlich ablehnt; aber dann bitte losgelöst von der Realität, mit monströsen Psychopathen oder aber mit klaren, kriminellen Motiven und klassischen Gangstern.

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lieber_tee

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Ohne Cover...;)


horro

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von daher mach die "Steel-Book-Metal-Hyper-Cover-Version" wohl eh keinen Sinn ;)


Calvero

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nix für Justin Bieber. Heftiger und sehenswerter Film. Inzwischen indiziert.

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König Leonidas

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Bewertung7.5Sehenswert

Kleiner fieser Thriller mit schockierendem Finale...

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Peppy

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Noch ohne Bewertung, da bisweilen nicht gesehen. ABER warum bitte FSK:0 ?? Lese hier immer nur Brutaltität, Vergewaltigung etc. Das kann ich mir kaum vorstellen.. Klärt mich wer halbwegs auf, sodass man den Film vllt noch sehen mag? Merci ^^

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Vic Mackey

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Wird wohl daran liegen, dass er keine FSK-Freigabe hat, sondern das SPIO/JK-Siegel trägt... ist natürlich ab 18...


Jeppers Creep

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Bewertung5.0Geht so

Schon durchaus spannend, aber vergewaltigungen bei filmen verabscheue ich.

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Bartel aka Faniel Dranz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

TERROR! TOTE! HYSTERIE!
- SECUESTRADOS -
Invasions-Eskalations-Exzess


Das Genre des Terrorfilms, dessen berüchtigster Vertreter wohl bis heute
"THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE" ist, brachte im Laufe der Jahre das Subgenre
HOME INVASION hervor.
Was sich anhört wie der Name einer billigen House-Compilation ist in Wahrheit noch viel schlimmer als jedes der von David Guetta produzierten Verbrechen. Hier geht es um die Angst in seinem eigenen Heim nicht mehr sicher zu sein weil eine Bedrohung (anonymer oder sichtbarer Natur) sich Zugang verschaffen will.
Ein Gefühl das dem Amerikaner nur allzugut bekannt ist und wahrscheinlich aus dem kollektiven schlechten Gewissen herrührt, dass selbst der Boden auf denen ihr Haus steht nur durch eigene gewalttätige Invasion und der Vertreibung der Urvormieter zu ihren Besitz wurde.

Auch ich kenne diese Furcht. So gut wie jedes Wochenende kehrt sie zurück, denn betrunkene feierwütige Menschen, die sich mir als meine "Freunde" vorstellen, lauern in ganzen Rudeln vor meiner Haustür!
Sie verschaffen die sich dann Zugang in meine Räumlichkeiten und (was noch viel schlimmer ist) zu meinen Nahrungs-und Alkoholvorräten. Wenn es mir gelingt die Eindringlinge zu vertreiben ist es oft schon Sonntag.
Meist habe ich dann auch nicht mehr alle Tassen im Schrank weil das ganze Geschirr von den Besatzern benutzt und unabgespült meiner Wohnung verteil wurde.
Unter der Traumatisierung durch dieser Überfälle leide ich noch Wochen später, andere Opfer sogar ein Leben lang
HOME INVASION ist also ein ernstes Thema weswegen sich die darüber gedrehten und drehenden Filme meist hart und düster geben. "STRAW DOGS" von Sam Peckinpah oder Carpenter´s "ASSAULT ON PRECINCT 13" sind noch die harmloseren Vertreter dieser Gattung. Weitaus ungemütlicher geht es in Werken wie "INSIDE" oder dem weitaus härteren meist unterschätzten "KEVIN ALLEIN ZU HAUS" zu!
TERROR IN EUROPA:
Im Zuge der riesigen Welle Terrorismus die Ende 2001 über unseren Köpfen zusammenbrach, schwappte auch ein wenig popkultureller Terror mit über den großen Teich. Dessen Anhänger tauchten sofort in Europa unter, um mit ihren operierenden Zellen langsam aber stetig das lahm gewordene zahnlose Genrekino zu untergraben. 2002 war es dann soweit!
Die ersten Angriffswellen der kultureller Anschläge kamen plötzlich, häufig und unerwartet! Das offensive Abschlachten unter der Leitung der jungen gnadenlosen ultrabrutalen Terrorchefs Aja, Bustillo, Maury, Laugier konnte beginnen!
Flächendeckende Polarisierungen und die millionenfach ausgeübten Liquidierungen unschuldiger Moralempfinden wurden angeordnet!
Frankreich machte es vor und das restliche Europa machte mit.
Miguel Angel Vivas scheint nun für die Radikalisierung Spaniens verantwortlich zu sein.
Sein von ihm geplanter und ausführter Terroranschlag mit den Decknamen
"SECUESTRADOS - KIDNAPPED" ist ein gnadenloser Beweis für die verwirrten Ideologien europäischer Filmschaffender.

ANALYSE:
In nur 10 Einstellungen die jeweils nur mit einer einzigen Kamerafahrt (in zwei Szenen durch das Split-Screen Verfahren erweitert) in Szene gesetzt werden erzählt Vivas von einem unerwarteten Hausbesuch. Die Sogwirkung die durch diese visuelle Minimalisierung entsteht ist enorm.
Binnen kürzester Echt-Zeit entwickelt der Streifen eine Ungemütlichkeit die fast schon dokumentarisch anmutet. Die Geschichte einer neureichen Familie (Vater, Mutter, Tochter) die am ersten Abend in ihrer neubezogenen Villa von einem kriminellen Trio (Profi, Psycho, Emo) überfallen werden, ist zwar nicht gerade neu, wird dafür aber mit einer derart heftigen Intensität erzählt, dass die Münder offen und die Mägen zugeschnürt bleiben.
Der Anfang zeigt das Ende eines bereits begangenen Überfalls und gibt sogleich die Marschrichtung vor:
Was sich in den nächsten 80 Minuten abspielen wird soll keineswegs als "Feel Good Movie" verstanden werden! Deswegen wird erst einmal eine kleine Verschnaufpause eingelegt in der ein kurzes Bild der Opfer gezweichnet wird. Eine finanziell funktionierende Wohlstandsfamilie mit einer pubertierenden Tochter, deren Erziehung alleine schon Terror genug wäre, und einem Vater der allen familiären Ungemütlichkeiten mit einem "Ja, klar!" und dem nötigen Taschengeld vorbeugt.
Mama ist natürlich nicht begeistert über soviel väterliche Toleranz. Die Tochter schert sich einen Dreck über Mamas penibel ausgerichtetes Abendessen welches sie anlässlich des Einzuges und der wackeligen, aber immer noch stehenden Scheinheiligkeit und Pseudo-Harmonie, für ihre Lieben geben wollte.
Ihr Spross hingegen will mit dem neuen Loverboy eine Fickfiesta mit entjungferungsfreundlichen Ambiente besuchen. Ihren Willen versucht sie, mit allerlei Fäkalsprache und zahlreichen Verweisen auf ihre bereits eingetretene körperliche & geistige Reife, durchzupeitschen.
Hier zeigt sich schon ein enormer töchterlicher Hang zur Hysterie der sich im Laufe der Handlung, in voll ausgeprägter Form, als ihre Meisterdisziplin erweisen wird.
Normalerweise bin ich niemand der einen Film komplett durchanalysiert, nur um danach ein bis auf die letzte Unstimmigkeit blankgehäutetes Handlungskorsett, mit tausenden Post-It´s zu bekleben( für jede Kameraeinstellungsreferenz, Szenenrhythmik, Schnittdramaturgie..etc..etc...)welches dann noch großzügig mit der Assoziationskette gefesselt wird.

Ich bin der Meinung das ein Film immer erst auf der emotionalen Ebene funktionieren muss bevor man ihn aufgrund seiner Technik verheizt. Mir ist es auch ein Greuel Filme mit Menschen teilen zu müssen, die ständig Technikmängel oder -verbesserungen proklamieren oder gar in jedem zweiten Setpiece den unübersehbaren

"Godard-Fellinni-Zusammenhang-mit-anschliessender-Hitchcock-Verbeugung-auf-der-Kurosawa-Achse"

zu erkennen glauben.

Manchmal lässt man sich eben so sehr von der Hülle ablenken das man es versäumt in den Kern vorzudringen welcher das enthält für was wir Kino eigentlich lieben:
Das Gefühl das wir fühlen, wenn aufwühlende Leinwandgefühle, dank & durch unsere Augen gefühlt werden können. Cinephilie eben.
Lange Rede kurzer(bzw. getrübter)Sinn:
KIDNAPPED ist fühlbares Kino. Die filmschaffende Triebfeder von Miguel Ángel Vivas läuft von Anfang bis Ende auf Anschlag.

Hier wird man schon mitgenommen obwohl man noch nicht einmal gefragt hat ob man mitdarf geschweige denn überhaupt mit will. Hier herrschen noch die große Emotionen und der Hang zur großen Geste, auch wenn es sich hier um unangenehme Gefühle und aggressive Gewalthaltung handelt.Die kurze klischeebeladene Darstellung von oberschichtigen Gefühlswelten und Luxusproblemen wird einer genauen Charakterzeichnung vorgezogen und zum Gunsten eines altmodischen "thrill-ride" vorgezogen.
Von vielen wird das Fehlen von "echter" Exposition häufig in Filmen angeprangert.
Bartel versteht das nicht. Wenn ich mich auf eine Achterbahnfahrt einlasse mache ich das doch weil ich offensichtlich ein paar Schrauben locker habe und nicht weil ich wissen will wie und wo die Schrauben in dieser technischen Konstruktion angebracht sind.
Ist ja auch egal! Bevor man überflüssige Gedanken zum Thema "Wer? Wo? Wieso? Woher? Warum?" vertiefen kann klopft es auch schon an der Fenster- bzw. Türscheibe.
Und zwar so heftig, dass diese gleich zerbricht um den Blick auf die nächsten 3 Teilnehmer dieser, bereits im Konflikt stehenden Situation, freizugeben.
Das Terror-Trio pfeift auf jegliche gutbürgerliche Etikette und statt an der Schwelle zu warten bis man reingebeten wird, haut man dem verschreckten Hausherrn lieber gleich eine rein !
Kommunikationsprobleme sind meist Vorbote von häuslicher Gewalt!
Ohne viel Umscheife wird die Ernsthaftigkeit des Besuches klargemacht.
Kreditkarten raus! Geheimnummer raus! Handy raus!
Papa gibt den Gewieften. Handy im Büro vergessen. Mama wird mit Plastiktüte teilstranguliert.
Luftlöcher reinmachen vergessen! Papa wird vernünftig und erinnert sich wieder an alles.
Schließlich klingelt das Handy ja auch. Blöd gelaufen. Mama? Blau angelaufen.
Der Anführer der Bande lädt Papa auf einen "Joyride" ein. Mit einem Papiertaschentuch und ein klein wenig Spucke wird er vom Chef ganz liebevoll ausgehfertig gemacht. Das Reiseziel sollen diverse Bankautomaten sein von denen Papa ausgiebig abheben darf. Logiklöcher tun sich auf. Warum heben die Jungs das Geld nicht einfach selbst ab? Na egal! Hauptsache es bleibt spannend!
Spannend ist es definitiv was hier geboten wird. Vivas verzichtet wie die meisten Vertreter des gegenwärtigen Terror-Kinos darauf die Familienmitglieder auf "die Folter zu spannen".
Das wäre zu leicht. Brutal wird es dennoch werden.
Auf dem Weg zur allgemeinen Hosentaschenerleichterung wird dem Papa unmissverständlich klargemacht, dass jegliche dumme Gedanken von seiner Seite, durch drastische Gewalteinwirkung von Seiten der beiden im Haus wartenden Kollegen an seiner Familie, beantwortet werden.
Keine Probleme, keine Opfer. Ob das ehrlich gemeint ist bleibt freilich unklar.
Die Dummheiten werden letztendlich auch nicht von Papa sondern von seinen beiden besseren Hälften begangen. Daheim gibt es nämlich unerwarteten klassischen Genre-Besuch.
Zuerst steht das versetzte männliche Date der Tochter vor der Tür und dann noch der obligatorische Streifenpolizist der einer unausweichlichen Beschwerde wegen Lärmbelästigung nachkommt.
Lärm durch Hysterie. Vorallem die Tochter fährt hier ein schwer zu ertragendes (im positiven Sinne) Spiel auf.
Sie ist es auch die das Finale einläutet welches in Sachen Intensität den Vogel abschiesst.
Dieses fährt dann allerdings ein Gewalttheater auf, das in dieser Drastik vielleicht nicht nötig gewesen wäre aber wieder einmal zeigt das KIDNAPPED sich anbiedernderweise als ein Kind unserer Zeit "outen" will (aber es eigentlich nicht müsste...)!
DIAGNOSE:

(Nur nach erstmaliger Sichtung empfohlen!)

Regenschirme ausgepackt! Hier hagelt´s jetzt gleich SPOILER:
Wie ich ja bereits erwähnte ist das "Rollenverhalten" (egal ob logisch oder nicht) immer durch Zustand & Situation bedingt.
Auf KIDNAPPED bezogen darf hier nur derjenige sein (aufgrund der austretenden Kritik weit gedehntes, Maul aufreissen der auch echte Lebenserfahrungen im "Home-Invasion-Bereich" sammeln konnte. Da ich leider niemanden kenne der von den Angriffen auf seine Millionenvilla und/oder seiner Gesundheit und die seiner Familie durch die Hand maskierter Gewaltmenschen, berichten konnte, halte ich mich in diesem Punkt heraus. Die leidige Frage in welche Richtung man eine Treppe hinauf oder hinab laufen muss wenn man doch eigentlich hinaus will, kann auch ich nicht beantworten.
Was KIDNAPPED angreifbar macht sind seine Angreifer selbst bzw die versäumte Erklärung des Drehbuch bezüglich deren Motivation.Die schablonenhafte Zeichnung der Familie fällt hierbei nicht ins Gewicht (die meiste Kritik dreht dem Film hier schon seinen Strick) ist sie doch klassisch in ihrer Representation der reichen Oberschicht. Egal ob arm oder reich: In ein Opfer fühlt man sich vielleicht nicht gerne dafür aber leicht hinein. Hier stellt sich die Frage der Sympathie gar nicht.
Das Terror-Trio ist es, welches sich im Laufe der Handlung, von den eiskalten und brutal agierenden "Berufsprofessionellen" in eine chaotische, von Gefühlen beeinflusste, logik-löcher produzierende Clown-Posse verwandelt. Bei der zweiten Betrachtung fiel beispielsweise auf, das es sich bei einem der Möbelpacker vom Einzug, um einen der Täter handelt der die Situation ausnutzt um das Anwesen auszuspähen. Die Tatsache das die Täter brutal und skrupellos handeln hat uns ja schon der großartige drastische Anfang gezeigt, das sie für derartig geplante Überfälle also auch die Nerven und das Talent besitzen sollten (zumal diese ja auch wiederholt passieren) scheint in der Natur der Sache zu liegen.
Wer sich nun denkt das Bartel hier seine eigene Meinung bezüglich der Exposition in Frage stellt, hat Recht:
Dies macht mich ebenso schizophren wie es der gesamte Film ist!

Nachdem sie sich Zutritt verschafft haben und anfangen sämtliche Wertsachen einzupacken lässt schlägt einer der Männer ein Familienfoto aus einem Rahmen und verstaut dieses in seiner Tasche.
Wozu das ganze? Hier wird urplötzlich Leerfläche für Plot-Verschwörungstheorien feil geboten.
Genauso urplötzlich gerät deren Clou auch ausser Kontrolle.
Wer solche krummen Dinger drehen will sollte zumindest mit einigen "Zufällen" und
"ungeplanten Überraschungen" rechnen.
Der finale Zynismus in seiner letzten Einstellung ist in seiner Heftigkeit allerhöchstens noch mit A SERBIAN FILM vergleichbar...oder stellt gar eine Verbeugung in Richtung des Serben dar.
Nachdem Gangster Nr. 1 (und anscheinend auch das "Gehirn" der Bande) mit dem Familienvater zu seiner Bankenspritztour aufbricht, verlieren die beiden bewachende Banditos fast augenblicklich die Kontrolle über die Situation und ihren Gefangenen. Hier bewahrheitet sich wieder einmal das Sprichwort:
Ist die Katze aus dem Haus tanzen die Mäuse auf dem Tisch.

Gangster Nr. 2 entpuppt sich als kokainbedröhnter, notgeiler und triebgesteuerter Sexualverbrecher.
Nicht mehr die Durchführung des Plans, sondern die des Geschlechtsverkehrs, bestimmen seine folgendes Handeln. Selbst der Kollege schafft es nicht mehr den freilaufenden, triebgestörten Vergewaltigungsfanatiker an die Leine zu nehmen. Es scheint gerade so als ob dieser vorsätzlich versucht die Eskalation herbeizuführen damit er endlich einen Grund dafür hat den beiden Frauen sexuelle und körperlich Gewalt anzutun. Aus dem Raub- wird ein Rapeüberfall.

Gangster Nr.3 hingegen hört auf einmal sein Gewissen flüstern.
Beim ersten Fluchtversuch von Mutter und Tochter droht er damit, den Schulfreund
(der wegen der geplatzten Verabredung mit seiner Herzdame aufgetaucht ist...) umzubringen.
Anstatt Worten Taten folgen zu lassen, täuscht er den Mord nur an (was dem Zuschauer erst später klar wird) und gibt somit nicht nur die bisherige strenge Verhaltenslinie sondern auch seine Glaubwürdigkeit auf. Als Gangster Nr.2 den Streifenpolizisten tötet zeigt sich Nr.3 sichtlich schockiert und wird sogar handgreiflich. Als dann Nr.2 seinen Restefrust an der Mutter auslässt und danach auch noch die Tochter ins Schlafzimmer schleift ist Nr.3 am Ende mit seiner Kraft. Er lässt sich nicht nur zu einer Entschuldigung gegenüber der verprügelten Mama hinreissen sondern bricht in deren gebrochenen Armen auch noch in Tränen aus.
Da mutet es schon fast wie ein Witz an das eine solche Truppe angeblich zum wiederholten Male zuschlagen wollte. Bei einer derartigen Spannung innerhalb des Personals ist es doch ein Wunder das die Jungs überhaupt noch auf freiem Fuss bzw am Leben sind...

Gangster Nr.1 scheint dann auch zu ahnen woher der Hase läuft.
Der Kurtztrip zum Geldautomaten wird von ihm einfach zur Stadtrundfahrt umimprovisiert.
Er verlängert einfach die Wartezeiten und hält den sichtlich besorgten Vater notdürftig bei der Stange.

„Du bist am Leben, weil du die Angelegenheit einfach machst. Mich kümmert dein Leben nicht - 'tot' oder 'lebend' ist nicht wichtig, sondern 'einfach' oder 'schwierig'“...

Dieser Satz ist nicht unglaublich anmaßend da er nur zur totalen Verwirrunsstiftung dient.
Geschickt wird hier die Hoffnung auf ein gutes Ende vorgegaukelt obwohl man sich als Koordinator
doch über die Fehler und Schwächen seiner eigenen Mannschaft im Klaren sein sollte.
Um Papa bei Laune zu halten bietet er ihm sogar eine Waffe an mit der Option auf eine Beförderung zum Sündenbock. Dieser hat natürlich ganz andere Sorgen.
Nr. 1 ist es gelungen den Vater davon zu überzeugen, dass dieser die alleinige Macht über Gelingen und Scheitern des Planes aber auch über das Überleben und Sterben seiner Familie hat.
Der Nachteil: Ihn plagt jetzt das schlechte Gewissen eines Anderen und er muss sich auch noch Gedanken über die Probleme seines eigenen Peinigers machen, weil dieser viel zu kriminell und abgebrüht ist um sich die eigene Schuld einzugestehen. Hier zeigt sich dann auch die eigentliche Genialität des "Gehirns" welche im Grunde eine tragische ist:
Er selbst macht es sich so "einfach" wie möglich während die totale Kooperation des Vater von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist.
Er soll einen Plan "vereinfachen" ohne zu ahnen das dieser nur deshalb so "schwierig" ist weil die einzige Schwierigkeit im Grunde, die Planleitung selbst ist. So war das natürlich nicht geplant!
Als dem Papa klar wird das er die ganze Nacht lang den Chaffeur für ein total fehlgeleitetes Managment gespielt hat und seine Kündigung längst feststeht fährt er den Karren frontal gegen die Wand.
So schafft er es noch im letzten Moment die Schuld für etwas abzugreifen für das man ihn sowieso verantwortlich gemacht hätte. Wer nun gar nicht mehr durchblickt der sei beruhigt: Ich tue es auch nicht!
Die Erleuchtung die den Vater zu diesem drastischen Fahrverhalten treibt findet zeitgleich mit der Emanzipierung der Tochter in der Villa statt...dies ist wird für den bereits hoffnungslos verwirrten Zuschauer durch die vereinfachende Weise des Split-Screen Verfahrens dargestellt.
Das tolle, fast schon berauschende Gefühl welches diese Szenen beim Betrachter auszulösen vermögen, gründet auf der Tatsache das dabei gleich zwei ganze Gehirnhälften für nahezu 10 Minuten auf Anschlag arbeiten müssen, um sicherzustellen das auch wirklich alle handlungsrelevanten Gewaltdarstellungen vom zuckenden Zuschauerhirn verarbeitet werden können!
Für die heimische Gattung des Gore-Bauern ist dies aber eher eine Zumutung als ein Zugeständnis.
Da er unfähig ist, auf die, für die optische Aufnahme einer solchen Visualisierung benötigte zweite Gehirnhälfte, zuzugreifen, bleibt ihm die erregende Stimulierung der niederen Instinkte vollkommen verwehrt:
Unfähig die zweite, weitaus blutigere Hälfte der Leinwand wahrzunehmen verlässt er entäuscht das Kino.
Ein cleverer Schachzug der Regie:
Das misanthropische Finale, das die unbarmherzige Abschlachtung der gesamten Familie zeigt bleibt den abwesenden ideologisch fehlgeleiteten Gewaltkonsumenten verwehrt. Dies mag auch der Grund sein wieso das übliche Gelächter und die Beifallbekundungen während des Abspanns eher spärlich ausfielen.
Die vollständige Abwesenheit der "gemeinen Bluttouristen" löste bei den restlichen Zuschauer seelisches Unwohlsein und eine betrübte Stimmung aus. Manch einem wurde jetzt erst klar das sie gerade alles andere als eine Komödie gesehen hatten!

Spaß beiseite:
Das Ende zelebriert weniger eine zynische Konsequenz sondern ist meiner Meinung nach eher das Einlösen eines mündlichen Versprechens. Hier wollte nur jemand klarstellen das sein Wort das einzige ist auf welches man zählen kann. Das er die Familie töten wird falls sie es "erschweren" sollten hatte er mehr als einmal klargestellt. Ein Gefängnisaufenthalt oder gar der eigene Tod werden in Kauf genommen, solange die eigene Glaubwürdigkeit bestehen bleibt. Somit bleibt der Chef als einziger der Truppe seiner Linie treu ohne sich in sinnentfremdeter Gefühlsduselei zu verlieren.
Hier wird einfach nach all den geschüttelten Handkameraschwenks, den zitternden bebenden Körpern und der kreischenden, hysterischen Emotionshektik ein ruhiger und angenehm unaufgeregter Schlusspunkt gelegt welcher dem ganzen Zennober ein geradezu altmodisches Ende setzt:
Wenn alle tot sind, muss niemand mehr nachdenken. Am allerwenigsten der Zuschauer.
Übersichtlichkeit durch Endlichkeit!

Apropos Ende.
Endlich fertig!
Hochachtungsvoll,
euer Bartel

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Sanylein

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Den muss man einfach gesehen haben wenn man Thriller mag. Ich würde sagen das ist eins der besten Thriller die ich jemals gesehen habe. Es bleibt spannend bis zum Schluss, und man kann die ganze Zeit stark mitfiebern. Und er ist aufjedenfall nicht so vorhersehbar, wie ich der letzten halben Stunden gedacht habe.

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Jeppers Creep

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Spoiler !
Mir war es aber so klar, das der Typ der noch im Wrack war, nochmals auftauchen wird, Ab dieser Stelle empfand ich den Film als sehr vorhersehbar und gewöhnlich, hätte man nochmals auf ihn geschossen, da hätte man sich solch ein Ende ersparen können.


M.G.D.911

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Bewertung7.5Sehenswert

Spannend, verstörend und brutal. So lässt sich der Home-Invasion Film "Kidnapped" gut beschreiben. Sind die ersten Minuten noch recht zäh, kommt der Film aber dann schnell in Fahrt und schafft es gut eine beklemmende Atmospähre zu schaffen. Vorallem die wenigen Schnitte ( "Funny Games" lässt grüßen ) und die gut durchdachte Nutzung des Splitscreens heben dieses Werk von Genrekollegen ab. Alles in allem kann man also sagen das "Kidnapped" auf jeden Fall einen Blick wert ist.

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Anavrin

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Bewertung7.5Sehenswert

Grausam und heftig strapaziös. Findet die Nische zwischen Funny Games und Strangers, setzt dem Ganzen noch eins Extra in die Magenkuhle und lacht noch herzlich am Ende darüber. Wer einen anstrengenden Abend haben möchte bitte, alle anderen Finger weg, bleibt haften und ist schwer verdaulich. Spanischer Horrorfetzen eiskalt serviert.

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lieber_tee

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Ja, der beste Terror-Film des Jahres. Nicht unbedingt inhaltlich aber die Art der Inszenierung ist schon sehr intensiv.


Anavrin

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sind wir uns mal wieder einig;)


sonnyblack69

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Bewertung10.0Herausragend

Der mist abstand beste TerrorFilm den ich gesehen habe! Überspannend sowie eine sehr beklemmende, dünstere und verängstigende Atmospähre!! Definitiv eine Empfehlung!! Um nichts zu verraten, das Ende ist in zwei Worte zu beschreiben: Überraschend und extrem! Klasse Film!

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sonnyblack69

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*düstere! Sry bin müde :D


Commentator

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KASAKA

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film, wie ein Schlag mitten in die Mainstreamfresse !
Oh mein Gott das war wirklich ein harter, 81 minütiger Höllenritt, den ich gerade durch "Kidnapped" erlebt habe.Das spanische Filme wirklich übel sein können, weiss ich nicht erst seit "Rec", aber das hier ? Wow. Selten habe ich so einen intensiven, an den Eiern packenden und zum mitfiebern einladenden Film, wie diesen erlebt."Kidnapped" ist definitiv nichts für schwache Nerven, was nicht mal unbedingt an der herben Gewaltdarstellung liegt, sondern viel eher an der extremen psychischen Belastung die der Zuschauer (wenn er sich darauf einlässt) hier erleben kann. In jeder Szene hatte ich Angst was dieser geniale Thriller als nächstes für mich bereit hält, denn wirklich vorhersehbar fand ich hier gar nichts.
Aber ich möchte nicht zuviel verraten!
Von mir eine ganz klare Empfehlung an jeden der keine Angst vor etwas heftigerer Kost hat!
Und natürlich an jeden, der Hostage mochte, obwohl ich sagen muss, dass der Streifen mit Bruce die "Klarinetten-spieler-sommercamp-Variante" ist.
(oder um es mit Tuvok´s Worten zu sagen: "Tampon haltiger Disneykitsch!!!" )

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JackoXL

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kleiner, fieser Überraschungshit. Die Story ist aufs simpelste reduziert, erzeugt dafür eine ungemeine Intensität und lässt den Zuschauer zwangsläufig mitfühlen. Das ist die ganz große Stärke des Films, man fühlt sich mitten drin in der beklemmenden Atmosphäre. Durch die langen, teilseise ungeschnittenen Einstellungen und den immer wieder eingesetzten Splitscreen wird diese geschickt über die komplette Laufzeit gehalten, bis zum bitterbösen Finale, das einen noch Minuten lang ein ungutes Gefühl in der Magengrube hinterlässt. Wer auf intensives, hartes Terrorkino steht kommt an dieser Independentperle kaum vorbei. Neben "Julia's Eyes" der zweite Knaller aus Spanien in diesem Jahr.

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s5anbeut

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Bewertung5.0Geht so

ziemlich langweilig und langatmig, irgendwie verstörend und das gejammer von der tochter ist echt nervtötend.
ich hab ja nichts gegen spritzendes blut und rohe gewalt in filmen, aber die inszenierung dort ist einfach nur plump und ekelerregend.
lediglich das ende rettet den film noch ein wenig.

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Tony Almeida

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Wo genau fandest du denn bitte den Film langatmig? Der geht doch schon nur 81 Minuten und auch die einführung in den Film ist doch sehr kurz.


lieber_tee

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Bewertung7.5Sehenswert

Home – Invasion – Thriller, der erbarmungslos realistisch mit langen Plansequenzen, Split – Screen – Technik und glaubwürdigen Schauspielern hervorragendes, mainstreamfreies Terrorkino bietet. Die steigende Gewaltspirale kann als selbstzweckhaft oder konsequent gesehen werden.

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Canalterrorist

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein solider Thriller mit schwachen Rape and Revenge-Einflüssen. Weiß auch ohne viel Gewalt zu überzeugen. Die Leistung der Darsteller ist in Ordnung und die Story: najaaaa, das kenn ich alles schon.

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lexenbird

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Bewertung3.0Schwach

Die Storyline ist leider nicht neu und ich musste beim anschauen mir eingestehen (obwohl ich schon Lust auf den Film hatte), dass ich dies alles schon um Längen besser gesehen habe. Leider. Das kann aber auch daran liegen, dass ich die besten Filme des Genres bereits kannte und demzufolge meine Erwartungen, nach lesen des Inhaltes/Story, wohl mittlerweile schon zu hoch sind.
Klar ist wenn ich kaum Filme dieser Art kennen würde, hätte der Film es mir sicher auch angetan. Gute Filme bemesse ich an der Eigenschaft, ob sie mich auch nach betrachten noch sehr beschäftigen und sekundär ob sie zum ansehen mehrfach tauglich sind. Bei mir blieb leider nichts hängen ausser die Enttäuschung über diesen Film.

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