Kleine Morde unter Freunden

Shallow Grave (1995), GB
Laufzeit 91 Minuten, FSK 16, Thriller, Komödie, Kinostart 03.08.1995

7.5 Kritiker
22 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9 Community
850 Bewertungen
15 Kommentare
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von Danny Boyle, mit Ewan McGregor und Christopher Eccleston

Die drei Freunde Juliet, David und Alex suchen für ihre schicke Yuppi-WG einen Untermieter. Keiner der Bewerber kann es aber dem ziemlich exzentrischen Trio recht machen, bis ein junger Mann namens Hugo das höchstpeinliche Verhör cool übersteht. Doch schon bald liegt der coole Hugo eiskalt auf dem Bett gestorben an einer Überdosis Drogen. Das eigentliche Übel befindet sich aber unter dem Bett: ein Koffer randvoll mit Geld. Das Trio beschließt das Geld zu behalten und die Leiche zu entsorgen, und zwar so, daß sie weder an Füßen, Händen oder an den Zähnen identifiziert werden kann. Kaum geschehen, treten neue Probleme auf, unter anderem in Gestalt von zwei Polizisten und zwei Killern. Weitere Leichen müssen verschwinden, doch das Grab ist nicht tief genug… Und dann langsam aber sicher machen sich erst abgrundtiefes Mißtrauen und schließlich nackter Wahnsinn unter den vermeintlichen Freunden breit.

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Kleine Morde unter Freunden

LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.

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7.0Sehenswert

[Die] anfangs harmonisch miteinander agierenden Charaktere fügen sich trotz allem etwas substanzarm immer konkreter zu einem Pulverfass zusammen, welches unausweichlich explodieren wird. Brian Tufano liefert dabei immer wieder ungewöhnlichen Einstellungen. Die Kamera dreht sich über Davids Gesicht, ein Überfall an einem Kontoautomaten wird aus ihm heraus gefilmt.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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7.0Sehenswert

Der Titel fasst nicht nur den fatalistischen Plotverlauf zusammen, er kommentiert auch ironisch, was Danny Boyles bemerkenswertes Spielfilmdebüt genüsslich vor- und später richtig schon nachbereitet, nämlich die Selbstzerstörung dreier junger Studentenyuppies, deren Selbstgefällig- und Überheblichkeit und nicht zuletzt grandiose Selbstüberschätzung ihnen in dieser makabren Komödie teuer zu stehen kommt. Der Film kann dabei schnell als schottische Neuauflage von Hitchcocks "Trouble with Harry" für die neobürgerlichen Mitzwanziger verstanden werden, die sich in dekadenten Wohngemeinschaften zusammenfinden und selbst dann noch abfällig-locker die Leichtigkeit des Seins auskosten, wenn ihr neuer Mitbewohner unerwartet auf dem Bett vor sich hinverwest. Die enorm einfallsreichen Ideen und außergewöhnlich sorgfältige Lichtsetzung, mit der Boyle den konzentrierten Stoff als theaterartiges Ein-Raum-Stück inszeniert, verschleiern den eigentlich ungeheuerlich bösen, negativen, bitteren Tonfall des Films, der nur durch die wunderbare Schlusseinstellung noch einmal eine augenzwinkernde Kurve einschlägt.

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Kommentare (13) — Film: Kleine Morde unter Freunden

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DasM42

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

rabenschwarzer humor, ziemlich unterhaltsam, eigentlich eine 7,5 - für den genialen filmtitel gibt es nochmal o,5 obendrauf.

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fkfilmkritik

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Bewertung5.0Geht so

In Boyles Regiedebüt steckt eine altbacken Story, die aber schwärzer, skurriler und böser nicht sein könnte. Ewan McGregor zu der Zeit noch sehr jung beweist hier schon sein Talent.
Die Geschichte wird solide erzählt und macht sich es selbst sehr leicht. Perfekt wird das ganze allerdings Szene gesetzt womit Boyle auch in nächster Zeit auftrumpfen konnte. Die Mitte ist recht spannend so, dass der Zuschauer spürt, dass der gefundene Geldkoffer nicht nur gutes mit sich bringt. Das Ende lässt den Zuschauer jedoch mit einem schadenfreudigen Grinsen den Abspann beobachten.
Fazit: Kann man sich sehr gut ansehen. Es ist packend, zynisch und böse.
Ein kleiner Geniestreich !

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euronix

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Warum dann nur 5.0?


fkfilmkritik

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Da hast du Recht! Hab den von 7,5 runtergestuft, da er beim zweiten mal ziemlich langatmig und belanglos wirkte.


denise

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich hatte den Fim bereits vor Jahren gesehen, spätabends im deutschen Fernsehen. Und entweder meine sonst recht gute Erinnerung trügt mich oder ich bin damals wirklich stumpf eingeschlafen. Naja, also nochmal ran an den Film - vor allem, wo ich doch jetzt am schönen Drehort des Filmes wohne.

Aber irgendwie wuppte das auch diesmal nicht. Für eine schwarze Komödie musste ich zu wenig lachen und waren die Charaktere ganz schöne Arschlöcher. Auch sonst war das Ganze ein wenig zu undurchsichtig und düster. Was lerne ich daraus? Filme, die mich einschläfern, lohnen auch den zweiten Versuch nicht. Schade eigentlich...

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Bäda

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Bewertung7.0Sehenswert

Amüsantes Regiedebüt von Danny Boyle. Auch der gewohnte schwarze Humor Englands kommt wieder mal zum Einsatz.

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JackoXL

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Kleine Morde unter Freunden" ist ein ziemlich irreführender deutscher Titel, der OT "Shallow Grave" ist deutlich besser und treffender. Die deutsche Version vermittelt ein ähnliches Gefühl wie die Anfangsszene, dass es sich hierbei um einen humorvollen, vielleicht nur leicht schwarzen Film handeln könnte. Schon nach den ersten 10 Minuten wird der Zuschauer aber zum ersten Mal darauf hingewiesen, dass es wahrscheinlich in eine andere Richtung gehen könnte. Das, was sich dann entwickelt, macht den Film nach "Trainspotting" zu meinem Lieblingsfilm von Danny Boyle (und der hat ja so einiges gutes gemacht). Es entsteht ein wahnsinnig spannender, bitterböser Psychothriller. Das den Protagonisten durch ihr Handeln Konsequenzen von Dritten droht, wird früh angekündigt, dass das aber nicht ihr eigentliches Problem darstellt, macht ihn so stark. Was die Situation in ihrer eigenen Gruppe anrichtet lässt sich sicherlich auch erahnen, in was für einem Szenario sich das aber schlußendlich manifestiert, ist in seinem Extrem aber kaum zu erwarten und absolut erschrekend. Freundschaft spielt ab einem gewissen Punkt lange keine Rolle mehr und obwohl so überspitzt, wirkt es kein bißchen unglaubwürdig, sondern wie das Resultat einer unvorhersehbaren Situation, Gier, psychischer Überforderung und schon lange aufgestauten Konflikten in der Gruppe. Das Finale erscheint vor dem Hintergrund des Anfangs unvorstellbar, um so intensiver und krasser äußert es sich.
Boyle zeigt schon früh, dass mit ihm in den nächsten Jahren zu rechnen war. Mit geringen Mitteln schafft er einen Klassefilm. Kamera und Score sind vielleicht nicht außergewöhnlich, aber sehr stimmungsvoll und passen perfekt. Von den Darstellern muß ich Christopher Eccleston hervorheben, Riesenleistung. Ich gönne McGregor seinen späteren Durchbruch, er hätte aber mindestens einen genauso großen verdient. Dafür aber wohl nicht schnuckelig genug.

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Sheeeeep

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Bewertung7.5Sehenswert

Morbide, klein und zynisch fein.

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Hauptdarsteller

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schöner schwarzer Humor....Dieser Film sollte immer dann geschaut werden wenn in eurer W.G. ein Zimmer frei geworden ist der potentielle Bewerber irgendwie nicht gehen will und komisch ist....Habe den Film mit meinen W.G. mitbewohnern angeschaut und danach war nichts mehr wie vorher!

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Chrisetoph

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit einfachen Mitteln und guten Schauspielern schafft Danny Boyle eine bedrückende, morbide Atmosphäre. Darf ich Sonse zitieren: „Klein, rabenschwarz und gemein – genau so muss es sein.“

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sikkmeidack

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Bewertung9.0Herausragend

Danny Boyle´s break-through… Zynisch, ideenreich und mörderschwarz. Die Auswahl der Zerlegungs-Werkzeuge im Baumarkt makes me freak-out und die anschließenden Handlungen des sensiblen kurzen „Streichholzes“ ebenfalls.
Einer der besten Filme der frühen 90er,- leider so gut, dass nachfolgende ähnliche Werke an den Eingeweiden dieser Planke zerrten und schamlos in neue Gewänder kolportierten. Aber „kleine Morde“ ist noch immer eine benchmark.
Die entmenschlichte Stoik trotz oder grade wegen des eiskalten Kalküls wird mit einer so lakonischen Fluffigkeit präsentiert, dass man entweder angewidert lacht oder mit offenem Mund einen Speichelfaden auf den Boden sabbert.
Es bueno.

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Abronsius

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Bewertung9.0Herausragend

--„There`s A Place In Hell For Me And My Friends” Morrissey--
Juliet, David und Alex suchen/finden für ihre elitäre WG einen neuen Mitbewohner.
Bald liegt der Neue eiskalt auf dem Bett-darunter liegt ein Koffer voller Geld.
Sofort erliegen Juliet und Alex der Versuchung,nur David zeigt Skrupel–noch.
Nachdem klar ist,dass auch andere sich für Koffer und Leiche interessieren,ziehen Paranoia, Gier und Misstrauen in die WG ein.
Es entspinnt sich ein atmosphärisch dichtes Katz und Maus Spiel,indem sich Schock und Komik abwechseln.
Im WG-Nahkampf lernen sich die Drei mal richtig kennen.

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Guter schwarzer Humor von der Insel.

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Darbon

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ewan McGregor war vielleicht nie so schelmisch sexy wie in dem Moment, als das Messer ihn in der eigenen Blutlache an den Küchenboden presste, Kerry Fox in der Parallelmontage in ihrem Auto den Kofferinhalt anschrie und Christopher Eccleston den Epilog übernahm. Und dazu "It's my happy heart you hear" O ja, ich glaube an Freunde :-)

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Sonse

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Bewertung7.5Sehenswert

Klein, rabenschwarz und gemein - genau so muss es sein.

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