La Mala educación - Schlechte Erziehung

La Mala educación (2004), ES
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 30.09.2004

6.5 Kritiker
22 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
1156 Bewertungen
12 Kommentare
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von Pedro Almodóvar, mit Gael García Bernal und Fele Martínez

Der erfolgreiche Kinoregisseur Enrique Goded bekommt eines Tages Besuch von seinem Jugendfreund Ignacio, der ihm eine selbstverfasste Erzählung als Stoff für seinen nächsten Film anbietet. Der Text trägt den Titel “Der Besuch” und handelt von ihrer gemeinsamen Schulzeit in einem Klosterinternat. Dort verliebten sich die Knaben einst ineinander. Dort standen aber auch grausame Quälereien und sexueller Missbrauch durch die Priester auf der Tagesordnung. Enrique interessiert die Geschichte zwar ungemein und plant sogar, sie zu verfilmen, aber er hat ein Problem: Er kann nämlich in dem attraktiven Besucher beim besten Willen nicht seinen Freund aus Kindheitstagen wiedererkennen. Aus diesem Grund beginnt er, Nachforschungen anzustellen. Und dabei gerät er immer tiefer in einen Sumpf aus Betrug, Erpressung, düsteren Obsessionen, perfiden Intrigen und sogar Mord hinein.

Nach der für ihn so typischen schonungslosen und doch einfühlsamen Manier behandelt Pedro Almodóvar in La Mala Educación vielschichtige Themenkomplexe wie Opfer und Täter, Schuld und Sühne, Angst und Hoffnung, Macht und Ohnmacht. Allerdings steht in diesem Film die Männerwelt im Fokus des spanischen Regisseurs, der sich in seinen Filmen sonst eher der Welt der Frauen zuwendet.

Handlung

Im Madrid der 80er Jahre hat der Filmemacher Enrique (Fele Martínez) sich gerade im Filmgeschäft als Regisseur etabliert. Während er nach interessantem Stoff für neue Projekte sucht, kämpft er jedoch immer wieder gegen seine Schreibblockade an.

Eines Tages erhält er Besuch von seinem alten Schulfreund Ignacio (Gael García Bernal), von dem er seit gut 16 Jahren nichts mehr gehört hatte. Es stellt sich bald heraus, dass die beiden Männer ein düsteres Geheimnis verbindet:

In den 60er Jahren hatten beide die katholische Jungenschule von Padre Manolo (Daniel Giménez Cacho ) besucht und waren Freunde geworden, nachdem sie gemeinsam ihre Passion für das Kino…

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: La Mala educación - Schlechte Erziehung

Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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6.0Ganz gut

Neben den großartigen Darstellern hat «La Mala Educación» seine unübersehbare Stärke aber in der grandiosen Inszenierung des eigentlich unübesichtlichen Plots – auch wenn dieses Noir-Melodram bei aller formalen Brillanz kaum an die emotionale Intensität der meisten anderen Almodóvars heranreicht.

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Kommentare (11) — Film: La Mala educación - Schlechte Erziehung

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horstkevin

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Bewertung4.5Uninteressant

Thriller? Naja.

Braucht lange bis er in Fahrt kommt und haut einen dann irgendwie nicht um. Das Rumgeschwule geht mir dann irgendwann auch auf die Nerven und somit kann ich dem Film dann keine wirklich gute Bewertung verpassen.

Schauspielerisch übrigens meiner Meinung nach auch ziemlich limitiert, aber das liegt ja im Auge des Betrachters.

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nolimitz

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich habe in den letzten Tagen einige gute Almodóvar Filme gesehen, diesen zähle ich zu den schlechteren. Das Drehbuch scheint mir relativ konfus, also ob man nie so richtig weiß wo sich der Film hinbewegen möchte und hinterlässt schlussendlich, zumindest bei mir, einige Lücken. Auch die Zeitsprünge gingen mir ein wenig zu willkürlich. Im Unterschied zu den anderen Almodóvar Filmen die ich in den letzten Tagen gesehen habe (Los abrazos rotos, todo sobre mi madre) fehlt mir hier einfach der rote Faden und die Ruhe mit der er sonst seine Geschichten erzählt.

just my 2 cents ;)

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caietan

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Bewertung3.0Schwach

Ich war so gespannt auf diesen Film - und dann das ... Meine erste Kritik für einen "Fast-Hass-Film"!
Zehn Jahre hat der Regisseur Almodóvar über dem Drehbuch gebrütet. Das war vielleicht etwas zu lange ...
Es gibt gut konstrierte Filme, es gibt schlecht konstruierte Filme und es gibt "überkonstruierte" Filme. "La mala educación" gehört zu den letzteren. Der Film wirkt auf mich seltsam unentschlossen, welche Geschichte, welche Thematik er denn nun eigentlich erzählen will und quält sich förmlich dem (unlogischen) Ende entgegen.
Diese Unentschlossenheit färbt irgendwie auch auf die Darsteller ab, die nie zu wissen scheinen, wohin die Reise gehen soll. Mangels Logik sind dann auch ihre Dialoge oft arg hölzern und unecht, wirkten für mich zuweilen sogar unfreiwillig komisch. Wirklich glaubhaft kommt keiner der Darsteller rüber.
Ein Gutes dennoch: Am Schluss habe ich gelacht. Über die (ernstgemeinten) Tafeln mit dem weiteren Werdegang der Protagonisten. Ich will nicht zu viel verraten - seht selbst ... oder besser nicht?
3 Punkte dennoch, weil mir das Spiel der jungen Schüler gefallen hat - sie wirkten als einzige authentisch.

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Joe Gillis

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Bewertung4.0Uninteressant

Unendlich schwerfällig spult Almodóvar eine Geschichte ab, die er aus Film-noir-Bausteinen und Reminiszenen an sein eigenes wildes Glanzstück »La ley del deseo« zusammengestückelt und sodann in mehrere Erzählebenen verschachtelt hat. Ausgerechnet in diesem Film, in dessen Mittelpunkt ein Bildermensch, ein Filmemacher, steht, gibt es kein einziges leidenschaftliches Bild, das sich ins Gedächtnis brennt. Almodóvar hat sich im Laufe der Jahre vom Trash-Expressionisten zum Klassizisten des Kitsch entwickelt: immer matter wurden die Farben, immer erlesener die Kompositionen, immer getragener der Ton – bis der Meister seine eigene schrille Vergangenheit nurmehr in leblosen Tableaus zu rekonstruieren wußte.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

patcharisma

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Stimmt. Alles äusserst langatmig und ungemütlich ohne Poesie.


doctorgonzo

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Immer wieder gut, zu erfahren, dass ich nicht der Einzige bin, dem dieses Almodóvar Werk eher mißfällt.


8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Mit vielen überraschenden Wendungen verwirrt uns der Regisseur Almodovar bis man fast den Faden verliert. Aber andererseits erreicht er dadurch auch eine gewisse Spannung, die trägt. Der Vorwurf: Missbrauch von Buben trifft die katholische Kirche schwer und wird heute von ihr immer noch wenn möglich totgeschwiegen. Sicherlich sind diese Jungen für den Rest ihres Lebens gebrandmarkt.
Es geht Almodovar nicht darum nachgewiesen, warum man nach solchen Jugenderlebnissen folgerichtig schwul werden muss – also vielleicht um eine persönliche Rechtfertigung - sondern er will wohl eher eine Diskussion anstoßen, die letztlich auch die Frage nach dem Sinn des Zölibats beinhaltet.

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Muuvy

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich weiß, jetzt verprelle ich alle meine Mitschwulen und Cinéasten, aber: Ich kann mit der filmischen Erzählweise von Pedro Almodóvar einfach nichts anfangen! Und von daher lässt mich auch dieser Film ziemlich kalt, so sehr mich die Story auch berühren könnte.

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Heavy_Metal

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Moooooon Riiiveer!

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.0Sehenswert

Doppel-, nein was sag ich, dreifach-bödiges spiel mit dem Kino. Faszinierend!

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annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Almodóvar gehört zu den Sternen des europäischen Autorenkinos. La mala educación gehört für mich zu seinen stärksten Filmen - gerade nach schwächeren Werken wie Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs usw.

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Iroas

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Bewertung7.5Sehenswert

wirklich sehr bewegender Film

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Tenzing

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Bewertung9.0Herausragend

Eine ergreifende Geschichte, im Labyrinth von Zeit, Episode und "Film im Film" versteckt. Unbedingt ansehen!

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