Looper

Looper (2012), CN/US Laufzeit 119 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Actionfilm, Thriller, Kinostart 03.10.2012

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7.6
Kritiker
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7.4
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von Rian Johnson, mit Joseph Gordon-Levitt und Emily Blunt

Im Zeitreise-Thriller Looper kämpft Profikiller Joseph Gordon-Levitt gegen sein älteres Ich Bruce Willis, der aus der Zukunft zurückkehrt, um den Mord an seiner Frau zu verhindern.

Im Jahr 2077 ist es möglich, durch die Zeit zu reisen. Joe (Joseph Gordon-Levitt) ist ein Looper und arbeitet vor dieser Erfindung im Jahr 2035 für die Mafia. Das Syndikat nutzt in der Zukunft die Zeitreisemöglichkeit, um unliebsame Personen in die Vergangenheit zu schicken und sie dort von den Auftragskillern eiskalt eliminieren und ihre Leichen verschwinden zu lassen. Der unmoralische Job ist gut bezahlt und so führt der Looper Joe ein vortreffliches Leben.

Eines Tages muss Joe einen ganz besonderen Auftrag ausführen. Er ist einer der Besten im Geschäft, doch bei dieser Zielperson zögert er: Joe soll sein gealtertes zukünftiges Ich (Bruce Willis) töten. Joe Senior hat aber andere Pläne. Er kam freiwillig durch das Zeitportal, um den Mord seiner Frau zu verhindern, lange bevor er begangen wird. Es gelingt ihm, den erstaunten Joe junior zu überwältigen und zu fliehen. Dieser muss seinen Doppelgänger nun schnellstmöglich finden, bevor das Kartell ihn selbst ermordet, um damit auch Joe Senior verschwinden zu lassen.

Hintergrund & Infos zu Looper
Der Sci-Fi-Actionkracher Looper stammt vom Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson und hat mit Bruce Willis, Joseph Gordon-Levitt, Jeff Daniels, Paul Dano und Emily Blunt ein hochkarätiges Staraufgebot. Johnson und Gordon-Levitt kennen sich schon von früheren Projekten: In Brick spielte Joseph Gordon-Levitt in einer Art modernem Film Noir einen Schüler, der dem geheimnisvollen Verschwinden seiner Ex-Freundin nachspürt. Auch für Johnsons zweiten Spielfilm The Brothers Bloom stand Joseph Gordon-Levitt vor der Kamera.

Damit Joseph Gordon-Levitt auch optisch der jüngeren Version von Bruce Willis etwas näher kommt, musste der 1981 geborene Schauspieler mehrere Stunden in die Maske. Seine Augen wurden für Looper außerdem digital nachbearbeitet, um sie so an Bruce Willis’ Augenfarbe anzupassen. (AP)

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Cast & Crew


Kritiken (40) — Film: Looper

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

Zeitreiseparodoxie einmal andersherum gedacht: Kein Dauerfeuerwerk, keine in sich selbst verliebte Technik, keine Verzierungen und Verrenkungen, um sich für ein Mehr an unterschiedlichen Zeitebenen erzählerisch zwingend verrenken zu müssen. Die Kausalkette zweier widerstreitender Ichs, verloren im Kreislauf der vorherbestimmten Reaktion, erscheint bei Rian Johnson, speziell in seichter Mainstream-Verselbstständigung, wie ein flinkes, stringentes, vor allem jedoch einfallsreiches Gedankenspiel in der Urbanität pechrabenschwarzer Zukunftsdepression, das seinen ungeschärften, knittrigen Einschlag des Independent-Kinos selbstbewusst vor sich herträgt. "Looper" macht sich kleiner, als es die Thematik eigentlich provoziert.

Ohne den Gedanken an ein sperriges Akademieseminar Existenzphilosophie zu verschwenden, verspinnt der Film moralische Fragen nach dem ethischen Gehalt eines für den Wert menschlichen Überlebens notwendigen Tyrannenmordes und der Selbstüberschätzung familiärer…

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evants.com: eventsandtrends.com

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8.0Ausgezeichnet

Klingt die Ausgangslage mit den Zeitreisen und Loops zuerst etwas kompliziert, wird diese in den ersten Minuten des Films gut und schlüssig erklärt, sodass "Looper" darauffolgend an Fahrt aufnehmen kann. Die Handlung ist in der Zukunft angelegt, wirkt aber nicht außerordentlich futuristisch, eher wie eine heruntergekommene, technisch leicht aktualisierte Version unserer Zeit. Vielmehr ist "Looper" sehr düster und erinnert zeitweise an "12 Monkeys" (ebenfalls mit Bruce Willis). So bewegt sich "Looper" zwischen Science-Fiction und Thriller, weist viele Wendungen auf und macht auch vor moralischen Fragen nicht halt. Kein Film für seichte Unterhaltung, sondern ein Werk, das volle Konzentration beansprucht und zum Nachdenken animiert.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

Ein Hauch „Inception“ liegt in der Luft. Nach seinem sehr interessanten Debüt „Brick“ hat sich Autorenfilmer Rian Johnson nochmal seinen Lieblingshauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt geschnappt und fährt inzwischen schon deutlicher die Blockbuster-Schiene. Dem eigentlich schon abgegriffenen Zeitreisethema gewinnt Johnson durchaus spannende neue Facetten ab, nur gegen die unweigerlichen Riesenlöcher im Plot bei der Vermengung von Gegenwart und Zukunft ist auch er machtlos. Darauf, wie viel die Logikfreunde mal wieder zu nörgeln haben werden, soll hier nicht weiter eingegangen werden, denn „Looper“ funktioniert letztlich als meistens rasanter, meistens kreativer Sci-Fi-Thriller. [...]

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dangro: Critic.de dangro: Critic.de

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7.0Sehenswert

"Ähnlich wie bereits in seinen beiden vorherigen Filmen Brick (2005) und Brothers Bloom (2008) beweist Regisseur Rian Johnson erneut, dass er sein Werk gerne im Deckmantel klassischer Genreformen tarnt, um es dann von innen heraus aufzubrechen und so die Erwartungen des Zuschauers zu konterkarieren. Dabei mit einem betont erzählenden Film nicht in die Falle allzu großer Zerfahrenheit zu tappen, ist schwer und gelingt mit Looper nur bedingt."

http://www.critic.de/film/looper-4281/

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Ein High-Concept-Film der nicht nervt oder enttäuscht? Gibts doch! Nach dem faszinierenden Meisterwerk "Brick" und dem mediokeren "Brothers Bloom" ist der neuste Streich von Rian Johnson wieder rundherum befriedigend. Klar, er hat kein analytisch, wissenschaftliches Zeitreisekonzept wie Primer - aber die Prämisse funktioniert trotz der Unlogeleien gut genug. Looper ist kein perfekter Film, er hat seine Schwächen und Plotholes - doch wie es bei guten Filmen so ist - sie verspielen sich, weil die Figuren und Geschichte an sich funktioniert und fasziniert. Weil er sein Publikum nicht für doof hält und trotzdem kein esoterischen Arthaus-Film abliefern will.

Und letztlich ist der Film trotz seiner Action und Sci-Momente eben auch eine Charakterstudie, die das Looper-Konstrukt benutzt um die Figur des Joe zu reflektieren. Einen ziemlich gewissenlosen Zeitgenossen, der sehr auf den eigenen Vorteil bedacht ist, dass er sich sogar selbst opfern würde ohne mit der Wimper…

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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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9.5Herausragend

[...] Die Faszination von Looper gründet zwar in weiten Teilen auf Rian Johnsons Drehbuch und den durchweg begabten Schauspielern, aber was genau macht nun den Film so großartig? Nun, da wäre zunächst die Tatsache, dass es sich zwar um einen Film handelt, der einmal mehr das Zeitreisen thematisiert, dabei aber abgesehen von den üblichen Paradoxa beinahe gänzlich ohne Logiklücken auskommt, zumal deutlich wird, dass dieser Kniff letztlich nur Vehikel ist für ein Drama, das existentielle und philosophische Fragen zu stellen imstande ist, ohne dabei jedoch auf vorgefertigte Antworten und Plattitüden zurückgreifen zu müssen. Während sich die erste halbe Stunde beinahe gänzlich der Exposition der entworfenen Welt widmet, die in vortrefflicher Weise umgesetzt worden ist werden die Weichen gestellt für die folgenden Ereignisse, so dass später zu keinem Zeitpunkt der Verdacht aufkommt, hier könnte etwas Unerwartetes nur des Twists wegen aus dem Hut gezaubert geworden sein. [...]

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Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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9.0Herausragend

Ein smarter und spannender Science-Fiction-Film, der jedem Zuschauer gute Fragen stellt.

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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6.5Ganz gut

Letztendlich ist Looper leider nicht das erwartete Highlight und verschenkt im Laufe der Zeit einen wesentlichen Teil seines Potentials. Würdigen sollte man dennoch die durchaus kreative Idee, der der Film zu Grunde liegt.

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Roman Schreiber: ray Roman Schreiber: ray

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7.5Sehenswert

Erstaunlich, wie sich alle mitunter disparat erscheinenden Teile dieser 'time travel tale' am Ende doch zu einem mehr als intelligent unterhaltenden Ganzen fügen.

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Jörg Wunder: zitty, Der Tagesspiegel Jörg Wunder: zitty, Der Tagesspiegel

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8.5Ausgezeichnet

Etwa bis zur Halbzeit ist Looper ein labyrinthischer, düsterer Science-Fiction-Thriller. [...] Looper ist ein faszinierender, bis zur letzten Minute spannender Hybrid zwischen Film Noir, Südstaaten-Movie und Zeitreisethriller, der verschiedenste Tempi und Stimmungen elegant ausbalanciert.

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Gabriele Summen: Radio Köln Gabriele Summen: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Durch Johnson bekommt die Milchwolke im morgendlichen Kaffee eine neue Bedeutung und wird den Zuschauer noch lange über diesen originellen Film sinnieren lassen.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.5Sehenswert

Manches an Johnsons stilistischen Anstrengungen mag überzogen wirken - etwa der Versuch, Gordon-Levitt kosmetisch an Willis anzunähern, was einen eher störenden Verfremdungseffekt generiert. Doch: So berührend wie in Looper waren Superkräfte im Kino schon länger nicht mehr.

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J. Zylka: Der Tagesspiegel J. Zylka: Der Tagesspiegel

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6.5Ganz gut

Trotz der guten Ideen und der einfallsreichen, filmtechnisch angenehm zurückgenommenen Grundstruktur mit relativ magerem Explosionsgewitter ärgert man sich jedoch über die blöde, altmodische Gender-Erzählbasis: Männer ballern, Frauen verbinden. Und wenn Tränen angerührt werden sollen, macht sich ein Kind in Gefahr immer gut.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Während die meisten Filme ihre dünne Grundausstattung nur mit Steigerung der Action zukleistern können, gewinnt „Looper“ in zunehmender Ruhe eine Konzentration auf ernsthafte Grundfragen.

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Sabine Horst: epd-Film Sabine Horst: epd-Film

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7.5Sehenswert

Hier wollte jemand wieder mal einen richtigen Science-Fiction-Film machen, mit all den politischen Überlegungen, zu denen das Genre fähig ist.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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7.5Sehenswert

'Looper' ist immer dann am Besten, wenn der Film zu einer Art offizieller Wachablösung wird: Der gealterte, aber immer noch recht robuste, Bruce Willis, leistet seinem jungen Partner Joseph Gordon-Levitt Schützenhilfe und überlässt dem talentierten Schauspieler die Bühne. Er hat das Potenzial, Willis zu beerben.

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Julia Binder: Bayerischer Rundfunk Julia Binder: Bayerischer Rundfunk

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8.5Ausgezeichnet

'Looper' ist ein intelligenter Film, der durch seine schlaue Story, hervorragende schauspielerische Leistungen und eine Bandbreite von Thriller bis Emotion pur überzeugt. Spannend und gefühlvoll, mitreißend und tiefschürfend - absolut sehenswert, nicht nur für Action-Fans!

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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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8.5Ausgezeichnet

Rian Johnsons Filme sind weder neu noch besonders innovativ, aber entwickeln in ihrer Vermischung von bestehenden Genreelementen die Fähigkeit, frisch und neuwertig zu wirken. Wie bei seinem Erstlingswerk Brick stellt der Regisseur auch bei Looper ein klar definiertes Genre erst Kopf, schüttelt alle überflüssigen Elemente aus ihm heraus und setzt die übrigen Teile auf ironisch-selbstreflexive Art zusammen. In diesem Fall hat man lange keine so kompromisslose und wohltuend unverbrauchte Interpretation der alten Zeitreiseklischees gesehen. Besonders in der ersten Hälfte bietet Looper für Sci-Fi-Nerds und Gelegenheitszuschauer gleichermaßen exzellent, smart und unterhaltsam erzähltes Spannungskino nah am Puls von Blade Runner. Die zweite Hälfte dagegen fokussiert sich ausschließlich auf seine Charaktere. Persönliche Fragen treten in den Mittelpunkt trotz des globalen, gar Raumzeit gefährdenden Konflikts. In dieser Hinsicht ist Looper ein klassischer Vertreter moderner Zeitreisestoffe, die…

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Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.wordpress...

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8.5Ausgezeichnet

'Looper'

Am Rand eines kargen Maisfeldes: Der Blick von Joseph Gordon-Levitt fokussiert eine unerbittlich tickende Taschenuhr und nimmt anschließend ein ausgebreitetes weißes Laken ins Visier. Noch im gleichen Moment erscheint dort ein gefesselter Mann, ein Knall ist zu hören und die Brust des Neuankömmlings wird zerfetzt. Postum befindet sich dieser wenige Augenblicke später auf dem Weg zur Verbrennungsanlage und Protagonist Joe hat sein Tagwerk erfolgreich erledigt: Als Looper ist er für die Beseitigung des Mülls von Morgen verantwortlich, der via Zeitreise die Welt im Jahr 2044 erreicht. Obwohl dieser Einstieg ebenso unmittelbar wie der einer klassischen Kurzgeschichte ist, kommt Regisseur Rian Johnson im weiteren Verlauf nicht daran vorbei, seine vorgestellte Dystopie erst einmal zu erklären. Während Regie-Kollege Christopher Nolan in ‘Inception’ sogar eine ganzen Charakter (Ellen Page) aufgeopfert hat, um das Publikum an die Hand zu nehmen und die Regeln des Science-Fction-Actioners…

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Edward Nigma: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

"We both know how this has to go down. So why don't you do what old men do... and die."

Gute Science-Fiction-Filme sind in den letzten Jahren zu einer echten Rarität geworden. Denn in Zeiten, in denen am Computer nahezu alles möglich ist, scheinen viele Regisseure zu glauben, dass atemberaubende Spezialeffekte und eine eindrucksvolle Kulisse ein ausreichender Ersatz für ein gutes Drehbuch wären. Wie schön, dass es alle Jahre dann doch wieder einen Film gibt, der einem vom Gegenteil überzeugt. Und die Vorzeichen, dass „Looper“ ein echter Sci-Fi-Knaller werden würde, standen nicht schlecht. So machten nicht nur die ersten Trailer Lust auf mehr, sondern auch das Presseecho nach seiner Weltpremiere auf dem „Toronto International Film Festival“ fiel unerwartet gut aus. Und das durchaus zu Recht, denn auch wenn „Looper“ vielleicht hier und dort einzelne Schwächen offenbart, kann der neue Film vom „Brick“-Regisseur Rian Johnson mit seinem rauen, ungehobelten Flair und…

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Kommentare (317) — Film: Looper


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OceanSoul

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Bewertung7.5Sehenswert

Manche Filme kosten einfach mehr Fingernägel als andere.

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film, über den man besser nicht zu lange nachdenkt. Das Ende verschwurbelt mir meine Hirnwindungen sonst nämlich zu sehr, weil "Looper" bei näherer Betrachtung genauso sinnlos wie konsequent ist. Das außer Acht gelassen, ist es ein gelungener Actionfilm, von dem ich gut unterhalten wurde. Bruce Willis scheint Zeitreise-Filme zu mögen und spielt ausgezeichnet, während Joseph Gordon-Levitt ebenfalls eine gute Figur dabei macht, die Gestiken und Eigenheiten seines älteren Ichs gekonnt zu kopieren.

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baba_n

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Bewertung3.0Schwach

Ich verstehe die Welt nicht mehr. So eine Massenbegeisterung hier. Kapiere ich nicht.
Ich liebe SciFi aber das hier war nix.....eigentlich war eine Null. Sowas blödes hab seit lange nicht mehr gesehen. Logikfehler gibt es immer wenn es um Zeitreise geht aber das hier war von Grund aus Sinn frei. Warum in aller Welt sollten Leute 30 Jahre in die Zeit zurückgeschickt werden um gekillt zu werden? Ja, ja man hat gesagt Leichen verschwinden lassen geht wegen ID-Erkennung nicht. Hallllloooo? Wenn jemand so eine Technologie besitzt und es schafft geheim zu halten, dürfte nicht so schwierig sein eine Säurebad zu organisieren oder was auch immer.
Jemand sollte mir erklären wie kann einer 30 Jahre überleben ohne Hände, ohne Füße, ohne Nase und wenn es irgendwie schaffen würde warum sollte er in diesem Zustand eine Gefahr für irgendjemand sein? Spätestens als man den Bein amputiert haben, wäre die Zukunft so sehr verändert worden dass selbst die Gegenwart völlig anders gewesen wäre.
Ach ich rege mich gar nicht mehr auf.

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hallidalli

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Bewertung6.0Ganz gut

ging so, hätte mehr erwartet. Zeitreisefilme haben nunmal Logiklöcher aber wenn dann noch Ungereimtheiten am Anfang des Filmes hinzukommen vergeht einem doch der Spass.

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pischti

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin großer Fan von Sci-Fi und nach mehreren Lobeshymnen auf "Looper" aus dem Freundeskreis war dieser Film für mich Pflicht. Schon im Trailer damals habe ich Levitt nicht erkannt und war fasziniert von der Maskenarbeit. Auch habe ich gehofft, dass die Zeitreisethematik gut umgesetzt wurde und sie wurde es ^^
"Looper" packte mich von Anfang an. Die Erzählweise (vor allem zu Beginn), die Effekte (wobei eher zweitrangig), die Story und die Besetzung sind positiv hervorzuheben.
Joseph Gordon Levitt als Protagonist macht seine Sache gut, seine Figur hat Charme und ist vor allem nicht zu oberflächlich gezeichnet, dazu kommt der Ehrgeiz die Mimik von Bruce Willis einigermaßen zu kopieren. Paul Dano sei noch hervorzuheben, auch wenn er leider nur eine sehr kurze Rolle hatte gehört Dano für mich zu den besten Nachwuchsschauspielern. Allein seine Mimik, seine Emotionen, ja, sein komplettes Schauspiel trotz einer kurzen und nicht mit den größten Anforderungen behafteten Rolle ist einfach großartig! Bei Jeff Daniels muss ich trotzdem leider immer an seine Figur in "Dumm und Dümmer" denken, was dann teilweise zu unfreiwilliger Komik, zumindest bei mir, führt.
"Looper" ist intelligente Sci-Fi-Kost bei der man teilweise noch etwas genauer nachdenken muss. Diverse Szenen ergeben aber nach kurzen Diskussionen mit Freunden oder Arbeitskollegen Sinn. Eines darf man am Ende jedoch nicht vergessen:
Don´t fuck with the Rainmaker :)

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pischti

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Sehe ich genauso, mir gefiel "Looper" als Gesamtpaket auch etwas besser, aber "Moon" fande ich storytechnisch ebenfalls sehr stark und im Genre Sci-Fi hat der Film gezeigt, dass man nicht zwangsläufig viele Special Effects oder eine besondere Optik in einem Sci-Fi benötigt. Ich würde "Moon" bei etwa 7-7,5 einreihen.


vanilla

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korrekt, hab mich gerade nur gewundert warum ich den nur mit 6 bewertet habe. habe schnell auf 7 Punkte korrigiert, den sehenswert ist er allemal:-)


TheFahil

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Bewertung6.5Ganz gut

Film ist ein bisschen unter meinen Erwartungen geblieben. Vor allem von der ersten Hälfte des Filmes war ich enttäuscht. Kam Vielleicht auch daran das ich nach dem klasse Trailer zu hohe Erwartungen hatte. Die 2. Hälfte des Films wurde jedoch ein wenig besser, deshalb 6.5 Punkte.
Die schauspielerischen Leistungen sind eig. ganz gut. Für einen interessanten Filmabend reicht er allemal.

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herrmann.jemine

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Bewertung6.0Ganz gut

hatte gute momente, konnte mich aber zu keiner zeit mitnehmen. ist jetzt etwa 2 monate her, dass ich den gesehen habe, und hängen geblieben ist fast gar nichts. aber gucken kann man den schon mal an nem toten sonntag nachmittag.

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yo.eykeam

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Bewertung9.0Herausragend

Gefiel mir sehr gut, gab keine Minute in der ich mich schlecht unterhalten gefühlt hätte. Top gespielt, extrem geile Effekte, geniale Story - super präsentiert. Es gibt nichts zu meckern. Absolut sehenswert!

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heikschn

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Bewertung7.0Sehenswert

An die Maske von Joseph Gordon-Levitt muss man sich erst mal gewöhnen. Die soll ihn natürlich mehr zum jungen Bruce Willis machen. Vor allem aber kopiert Gordon-Levitt die Mimik von Willis sehr gut. Na ja, ist bei der Mimik von Willis auch nicht so schwer.
Der Film fängt krass an und hört ebenso auf, wird aber auch zwischendurch zumindest nicht langweilig. Übel sind die Szenen mit der Verstümmelung relativ zu Beginn.
Wie die meisten Zeitreisefilme stößt man auch hier wieder auf das Henne-Ei-Problem, auf das sich jeder seinen eigenen Reim machen muss.
Schade für mich persönlich war, dass ich bei diesem Film ausnahmsweise mal sehr häufig vorher wusste, was alles passieren wird. So war der Film für mich wenig überraschend.

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HellGreetings

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Bewertung9.0Herausragend

"Looper" ist definitiv der beste Science Fiction-Film 2012, wenn nicht sogar einer der besten der letzten Jahre. Überraschend und wendungsreich, ohne aber zu aufgesetzt zu wirken ("Inception"). Und mit Bruce Willis als ältere Version von Joseph Gordon-Levitt erinnert er auch irgendwo ein wenig an "Twelve Monkeys".

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HellGreetings

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Hast du wenigstens gelacht?


styx.canomo

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@headmusic: inwiefern? sie ist in jedem punkt zu 100% zutreffend


FlintPaper

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Bewertung6.0Ganz gut

Genre-Potpourri im Sci-Fi Gewand. Gute Darsteller, teils nette Optik, ein paar solide Actionsequenzen und überraschende Plotpfade auf der Plusseite. Auf der Minusseite Inkonsequenzen bezüglich des gesamten Szenarios, ein paar mittelmäßige Greenscreen Effekte und die nervige, fatalistische Moral, mit der anscheined jede Zeitreise-Geschichte enden muß. Zum Finale hin dann auch nicht mehr überraschend, sondern enttäuschend und vorhersehbar. Die anfänglichen Sympathien verspielt der Film aber nie ganz.

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dmtjdc

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"In 30 Jahren wird es gestern gewesen sein. Ich erinnere mich."

Zwischen 2010 und 2012 erreichten drei Science-Fiction-Filme die Lichtspielhäuser und Player dieser Welt, die eine Menge gemeinsam haben. Die Rede ist von Christopher Nolans "Inception", Rian Johnsons "Looper" und Andrew Niccols "In Time".

Die wichtigsten Gemeinsamkeiten: Alle drei Filme spielen in einer nahen Zukunft, alle drei Filme sind dystopischer Natur, in allen drei Fällen schrieb der Regisseur auch das Drehbuch. Und: In allen drei Filmen existiert eine singuläre Technologie, welche die fiktive Welt grundlegend von der heutigen unterscheidet. In "Looper" sind es sogar zwei phantastische Faktoren: Die Tatsache, dass Zeitreisen möglich sind, und die Tatsache, dass ein Teil der Menschheit telekinetische Fähigkeiten entwickelt hat.

Weiterhin spielt in allen drei Filmen ein Mann um die 30 die Hauptrolle, der entweder schon von Anfang an ein Verbrecher ist, oder im Laufe der Handlung zu einem wird. In allen drei Filmen geht es um die Beziehung dieses jungen Mannes zu einer Frau, welche alles verändern wird oder verändert hat. Wiederum wird in allen drei Filmen nicht nur ordentlich Action geboten, es spielen teilweise auch die gleichen Leute mit (Joseph Gordon-Levitt in "Inception" und "Looper"; Cillian Murphy in "Inception" und "In Time"). Alle drei Filme verfügten über hohe Budgets, kommen optisch aber teils stark reduziert daher, steckten ihr Geld in Gegensatz zu Mega-Krachern wie "Das 5.Element", "Minority Report" oder "Total Recall" nicht in detailreiche CGI-Wandgemälde, in denen jedes Detail eindrucksvoll ins andere greift, sondern offensichtlich in alle anderen Abteilungen, was auch mal eine gute Sache ist.

Anspruch & Realismus:

Man kann sich darüber streiten, ob nun das knallharte "Looper" oder das glamouröse "In Time" die unrealistischste der drei Fantasien ist. Beide Settings sind exotisch, haben von Anfang an mit
Glaubwürdigkeitsproblemen zu kämpfen. Dass es Zeitreisen geben soll, ist - besonders wenn sie so dreckig und unspektakulär präsentiert werden, wie in diesem Film - für das derlei Mindgames gewohnte Publikum nicht besonders schwer zu schlucken. Setzten die Macher mit Extras wie den telekinetisch begabten Wunderkindern aber noch mal einen drauf, so ist das Sujet dem Normal-Zuschauer schon deutlich schwerer zu vermitteln. Das Wunderbare ist, dass es "Looper" gelingt, im Verlauf der Geschichte ganz nebenbei über die wichtigsten Neuerungen der Zukunft (Augentropfendroge, Düsenbikes, Telekinese) zu informieren, und dabei schlicht alles auszuklammern, was für den Fortlauf der Geschichte nicht unbedingt notwendig ist. Die Darsteller tun auch ihr Übriges, die Unwahrscheinlichkeiten dieser kommenden Welt glaubhaft zu vermitteln. Die Besetzung der Rollen ist dabei nicht ganz so namenhaft, wie jene von "Inception", die sehr guten Mimen sind dafür aber auch etwas weniger hip und angesagt, was ich persönlich richtig angenehm finde.

Eine Frage des Stils

Von wegen Darsteller: Ob Leonardo Di Caprio als Traumreisender, Joseph Gordon-Levitt als Looper oder Justin Timberlake als Rebell gegen den Zeitgeist: In der nahen Zukunft sind Langhaarmatten weitgehend out. Suit and Tie, das ist der neue Style, und genauso stilvoll gehen die Welten dann auch zugrunde. Der Killer mit der Donnerbüchse bevorzugt zwar den klassischen Kleingangster-Stil (kurze Haare, Sportwagen, untereinander kombinierbare Casual-Accessoires ) interpretiert diesen jedoch ziemlich elegant, meist in dunklen, gedeckten Farben und mit passender Krawatte. Im Film wird er sogar darauf angesprochen: Der Mittelsmann des Syndikats fragt ihn, ob es ihm bewusst sei, dass er mit seinen Klamotten nur Filme kopiere, die wiederum andere Filme kopiert hätten. Abgesehen davon, dass dieser zeitlose Kommentar im Genre-Kontext und angesichts des derzeitigen Trends zum Recycling-Kino recht clever ist, steht er auch für eine Einstellung der Hauptfigur, ja des ganzen Films: "Looper" ist Old School. "Looper" ist Bruce Willis, der Dutzende Typen umlegt. "Looper" ist trockener Humor, düsteres Drama, glanzlose Brutalität, "Looper" zeigt wogende Kornfelder im dunklen Herzen Amerikas, bei "Looper" ist sogar der Soundtrack erdig. Was für ein Unterschied zur rationalen Kargheit einer eingetakteten Franchise-Welt à la "In Time" oder gar den raffinierten, grimmigen Gedankenbauten, die bei "Inception" bedrohlich in den Himmel ragen.

Und was ist mit Sex?

Auch wenn die drei Filme sich (mit Ausnahme der Faktoren Reduktion und Storybasis) formal nur wenig gleichen - die Girls der tragischen Anti-Helden kommen alle ähnlich archetypisch daher, passen im Gegensatz zu den Jungs problemlos in feste Schubladen: Die Nutte, das arme reiche Mädchen, die leidende Ehefrau, die kämpferische Mutter... mehr Tiefgang ist der holden Weiblichkeit in solchen SF-Filmen dieser Tage anscheinend nicht gegeben. "Looper" hat von allen drei Filmen die mit Abstand nüchternste Romanze anzubieten. Joe, als Kind von seiner Mum verlassen, sehnt sich nach Wärme und Zuwendung, und hofft, sie in den Armen einer Prostituierten (sexy Piper Perabo!) zu finden. Die sieht die Beziehung aber als rein geschäftlich, und hat auch keinen Bock den ihr angebotenem Batzen Geld zu nehmen, und sich so Verbindlichkeiten zu schaffen. Zum eigentlichen Love-Showdown kommt es also mit Sara (Emily Blunt), einer Frau, die aus Gründen, die nur sie selbst kennt, auf einer Farm in der Pampa lebt. Die spontane Verbindung entspringt dann auch mehr der Angst vor der Einsamkeit an sich, als den Wunsch nach der Nähe einer bestimmten Person. Mit anderen Worten: Das sie miteinander schlafen, ist mehr oder weniger Zufall, auch wenn zwischen den beiden von Anfang an eine gewisse erotische Spannung besteht, und sie unter anderen Umständen ein durchaus hübsches Paar (nebst niedlichem Kind) wären. So fügt sich die Liebelei am Abgrund aber - wie alles andere in diesem Film auch - nur als weiteres Element passgenau in die streng durchdachte Story ein.

Reduktion der Mittel:

Alle drei Filme bedienen sich desselben, ebenso einfachen wie wirkungsvollen Tricks, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf das Wesentliche zu fokussieren und das Budget des Films im Normbereich zu halten: Reduktion. "Looper" zeigt uns Kansas City, eine Stadt, die jetzt schon zum Einschlafen langweilig ist, und in der Zukunft scheinbar nicht mehr großartig zulegen kann. Man sieht Joes Appartement und heruntergekommene Straßen (auf denen sich die Leute gegenseitig abknallen), einen kleinen Club, ein Diner, eine verlassene Werkhalle, eine Werbetafel und wogende Weizenfelder. Das war`s, viel mehr wird uns von der Welt im Jahre 2044 nicht gezeigt. Auch von der Zukunft der Zukunft, also dem Jahre 2074, sieht man kaum mehr als ein paar Schnappschüsse aus Shanghai, die aber im Prinzip überall entstanden sein könnten. Auch hier wird in einem Zukunftsfilm also dreist die Zukunft ausgespart. Warum? Sicher nicht aus den gleichen Gründen wie z. B. im Falle von Luc Bessons Trash-Granate "Lockout", da war einfach nicht mehr Geld am Start (und es wurde trotzdem versucht, etwas vom Stadtpanorama zu zeigen, was auf charmante Art und Weise billig aussah). Hier ist der Grund der Reduktion ein anderer, es geht nämlich primär um das treffsicher auf die Plotpoints zielende Storytelling. Es ist wie in einem guten PC-Adventure: Jedes einzelne eingeführte Element hat irgendeine Funktion. Im Gegensatz zu "In Time" und Konsorten läuft hier rein gar nichts unmotiviert ins Leere.

Ein zeitloser Cast

Joseph Gordon-Levitt ("Third Rock from the Sun") ist einer der aktuellen Shooting-Stars der Hollywood-Szene, und beherrscht das Spiel mit den Kräften als Hauptdarsteller und ausführender Produzent anscheinend schon recht gut. Ebenso an Bord ist auch sein alter Kumpel Jeff Daniels, der bereits in Levitts Provinzdrama "Die Regeln der Gewalt" eine entscheidene Rolle spielte. Für den Rest des Casts ist "superb" wohl das Wort der Wahl: Bruce Willis, Emily Blunt, Piper Perabo, und viele (noch) zu Unrecht unbekannte Nebendarsteller machen aus "Looper" ein Erlebnis. Zeit sich auf die eigene Reise zu machen und diesen Film der Sammlung hinzuzufügen. Mein Sieger in diesem Dreikampf.

So weit, so gut. Kommen wir nun zur finalen Abrechnung. Für wen lohnt sich welcher Film?

"In Time" ist klar für die Samstag-Abend-Film-gehen-wir-danach-noch-was-trinken-Fraktion gedacht, die Science-Fiction-Freaks nimmt er ob der Thematik ohnehin mit. Für dieses Publikum dürfte der Film halbwegs funktionieren. Denn wenn auch eine Menge fehlt: Unterhaltsam ist es irgendwie schon. Nur Action-Fans dürften enttäuscht sein.

Subjektiv: 5,0; Objektiv: 6,0

Die können dann aber wiederum bei "Looper" abfeiern, einem anspruchsvollen Sci-Fi-Thriller, der straight nach vorne marschiert und etwaige Zweifel an seiner Prämisse mit großer Selbstverständlichkeit vom Tisch wischt ("Dieser ganze Zeitreisescheiß verbrutzelt einem nur das Gehirn. Wenn wir einmal damit angefangen haben, hören wir den ganzen Abend nicht mehr auf, und am Ende legen wir Diagramme aus Streichhölzern!"). Besonders gut haben mir der düstere Stil und die Kompaktheit des Gesamtwerks gefallen. Ich hoffe auf mehr solche Filme von Rian Johnson. Carpe Diem!

Subjektiv: 8,5; Objektiv: 7,5

"Inception" ist elitäres Kopfkino für die Massen. Die Grundidee ist toll geklaut, das Darsteller-Aufgebot eine Klasse für sich, der Soundtrack ganz furchtbar und präsentiert wird das Ganze Nolan-typisch praktisch ohne jeden Humor. Außerdem hat der Brite die unbegrenzten Möglichkeiten der Traummanipulation zugunsten konventioneller Action und tiefgründiger Symbolik einfach links liegen lassen. Der Zug und die Tricks in der Stadt der Liebe, wären für andere Regisseure nur der Anfang gewesen. Schade. Trotzdem gilt: Anstrengendes Filmerlebnis, aber es lohnt sich durchaus.

Subjektiv: 7; Objektiv: 8,5

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AmabaX

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr gelungener Sci-Fi Film, der mit einer aussergewöhnlich gut durchdachten Story und einem Top Cast zu überzeugen weiß.

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mrknut

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Bewertung7.5Sehenswert

Hat mir gefallen! Mal was ganz anderes. Fand sowohl Story als auch Umsetzung toll. Teilweise etwas übertrieben. Hätte mir auch gewünscht das ein bisschen mehr auf die Umwelt eingegangen wird (was war da z.b. mit den ganzen autos los?) allgemein sowas in die Richtung fände ich toll, auch wenns irrelevant für den Film war. Enttäuscht hat mich Bruce Willis aber total. Hat mir aber auch in Die Hard 5 nicht mehr gefallen. Die Rolle hatte wenig Charakter finde ich.

Dennoch: Ein guter Film der sich aus der riesigen Masse mittelmäßiger-schlechter Filme abhebt. Kann man sich sehr gut anschauen!

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Cinemen

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

absolut der Film hat mir wirklich total Gut gefallen.
Die Story ist für einen "Zeitreisenfilm" sogar richtig Toll gemacht.
Das Cast ist auch echt Überzeugend.
Spannend mit Wirklich viel Elan

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ihn als den besten Time Travel-Streifen der letzten Jahre zu bezeichnen, würde "Looper" nicht genügend Ehre machen. Das hier einen, mit Sci-Fi-Elementen durchtränkten, Willis-Actioner zu nennen, erst recht nicht. Rian Johnson bietet viel mehr exzellentes Erzähl-Kino ab. Super durchdacht und stark durchkonzipiert. Selbst dem letzten Trailer-Gucker dürfte es schon bekannt sein: In "Looper" liefern sich Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis ein Duell zwischen der jeweils jungen und älteren Ausgabe eines futuristischen Hitmans. Dieser Film ist aber keineswegs eine dieser seichten Zeitreise-Luftnummern, bei denen sich die Protagonisten ballernd und bombend solcher Unzulänglichkeiten wie Plot, Tiefgang und Logik entledigen. Wenn überhaupt, hatte Regisseur Jonson wohl weniger einen verdammt actionslosen Zeitreise-Stoff, als denn ein waschechtes Drama im Kopf gehabt. Genau das verbirgt sich unter der Oberfläche dieser typischen Wo-Willis-draufsteht-macht's-Rumms-Bumms-Nummer, die bisweilen im Vorfeld suggeriert wurde. Stattdessen überrascht der Film mit seinen - in jedem Sinne des Wortes - fantastischen Story-Elementen. Ein Killer, der Opfer aus der Zukunft zugeschickt bekommt und sich nun selbst liquidieren soll. Sein älteres Ich, das daran natürlich nicht denkt und eine entscheidende Veränderung der Zukunft bewirken will. Wann hat es so etwas denn schon mal gegeben? Dazu kommen noch kleine und große vielschichtige Details wie das heruntergekommene Kansas City anno 2047 oder der Telekinese-Aspekt. "Looper" steht eindeutig in der Tradition der guten alten Dark Future-Ära. Grimmig ist die Welt, bei Nacht schimmernd die Innenstadt, ansonsten überwiegt die zunehmende Verarmung der Bevölkerung. All die Obdachlosen, die Vermüllung bieten einen starken Kontrast zum schnittigen Design der Future-Cars, schicker Gadgets wie Handys, Waffen oder neu-artige synthetische Drogen. Und erinnert so auch an mahnende Prophezeiungen wie "Soylent Green", vielleicht mit etwas weniger Schock-Potenzial. Aber auch dies zähle ich zu den Stärken von "Looper", dieser Film will nicht erziehen, nicht predigen. Trotzdem scheint die Entwicklung seiner fiktiven Welt durchaus vorstellbar. Eben darum geht es doch: eine akzeptable Welt zu erschaffen, die wir bereit sind, für das gezeigte Geschehen anzunehmen. Hier macht "Looper" alles richtig. Er diktiert lieber die Regeln, ohne daraus eine wissenschaftliche Dissertation machen zu wollen. So viele Male versuchten sich andere daran, Zeitreisen in Konzepte zu fassen. All die Paradoxa aufzuarbeiten oder mit eigenen Twists zu versetzen. Da ist es öfters der Versuch, der einen beim Zuschauen stört. Rian Johnson vermeidet es, seine Vorgehensweise lautet ganz simpel: Zeig es so, zieh es durch und bleib dabei. Letztlich bleibt es uns Zuschauern überlassen, den Ablauf der Ereignisse als logisch zu betrachten. Fakt ist, "Looper" schildert seine grundlegenden Zeitreise-Regeln und vermeidet es strikt, "Diagramme mit Strichhölzern" zu legen. Auf diese Weise funktioniert der Film auch am besten. Ob der Thematik nun waschechte neue wissenschaftliche Seiten abgerungen werden, ist eigentlich sekundär. Und da einer der Haupt-Darsteller Bruce Willis heißt, bietet sich der Vergleich mit "Twelve Monkeys" geradezu an. "Looper" ist vielleicht die beste Zeitreise-Aufarbeitung seit Terry Gilliams genialer Arbeit. Denn in "Looper" geht es darum, wie das Handeln und Nicht-Handeln eines Individuums sich auf das eigene Schicksal und das der Gemeinschaft auswirken kann. Auch im besten Sinne eines Ray Bradbury gedacht. Ihm hätte das Drehbuch wohl große Freude bereitet. Um den Vergleich abzurunden, zeigt auch Bruce Willis mehr Bock aufs Schauspiel und emotionelle Bandbreite, seit er in "Twelve Monkeys" eine gnadenlos gute Leistung erbrachte. Zwischen dem alten und dem jungen "Looper" gibt es nämlich keine einfache Trennlinie zwischen Gut und Böse. Selbst dann, wenn Willis das wohl abgrundtief schlimmste Film-Verbrechen begeht, zeigt er uns keinen erkalteten Villain. Sondern einen bedauernswert zerrissenen Handelnden, dem man einerseits verdammen aber auch Verstehen kann. Wie und warum, das zeigt Rian Johnson eben mit einer Dramaturgie, die viel komplexer gestrickt und vorgeführt wird, als es scheint. An mancher Stelle sucht er den Bruch, nabelt sich von einer Zeitlinie oder einer Figur ab, und nimmt sich erstmal Zeit, neue Seiten ins Gefüge aufzunehmen. Im Ergebnis macht das drei vollwertige Charaktere aus - Gordon-Levitt, Willis und auch Emily Blunt - wie so für einen derart abgeschmeckten Stoff mehr als angemessen sind. Bei so viel geballtem Hintersinn überrascht es auch nicht, dass "Looper" unterm Strich nur wenige Knaller-Szenen im Gepäck hat. Die Beteiligten, allen voran Willis, nur zu wenigen Gelegenheiten zur Waffe greifen und waschechte Shoot-outs abliefern. Darum geht es ja auch nicht. Ich wiederhole: dies ist kein Action-Spektakel. Die Action, ob mit Kanone oder auch per Gedankenkraft, ist nicht an John Woo oder den X-Men angelehnt. "Looper" erinnert mich hier eher Brian De Palma's "The Fury/Teufelskreis Alpha". Weil er sich mit diesen Dingen beschäftigt, aber kein telekinetisches, Leinwand-sprengendes Dauerfeuerwerk macht. Was soll ich also noch sagen? "Looper" hat Köpfchen, wurde mit Grips und Herz für ausgereifte Erzähl-Strukturen gemacht. Bietet eine, bis in wichtige Nebenrollen, tolle Besetzung und eine ungewohnt erdige Annäherung an die High Tech-Welt von Morgen. Nicht Style Over Matter, sondern Matter Over Style dominiert hier einen ausgeklügelten Plot, der keineswegs brüllend, sondern gemächlich leise Standards setzen wird. Den wohl besten Zeitreise-Stoff seit "Twelve Monkeys" darstellt, nicht den größten und besten Actionfilm über Zeitreisen. So oder so, "Looper" spielt in einer ganz eigenen Liga.

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freelucid

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toll geschrieben. danke! :)


mikkean

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Aber gerne doch ;-)


Hueftgold

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr starker Film der zeigt, dass es noch außergewöhnliche Storys gibt und dass ein guter Sci-Fi Thriller auch mit wenig Action gut sein kann. Ich muss sagen mir haben die 120 Minuten extrem gefallen und beeindruckt. Rian Johnson stellt hier eine gruselige Zukunftsvision auf die Beine die gar nicht mal so weit hergeholt ist. Das Make-Up von J.G.Levitt gefiel mir sehr, der sieht echt aus wie Bruce Willis (: Und vorallem war das Ende super! Hat mich vollkommen befriedigt und sehr überrascht (: Manchmal ist halt doch alles wie ein Zirkel (: Ich hoffe ihr wisst was ich meine

LG Hueftgold (:

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headmusic

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Bewertung4.0Uninteressant

Nee Leute...das war nix! Der Film funktioniert vorn und hinten nicht!

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headmusic

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Nö!


pischti

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NWOOOHL! :D


Poor Boy

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Bewertung5.0Geht so

Die letzten 20 min haben den Film gerade so auf ne 5 gerettet.Mit knapp 2 Stunden Laufzeit ist dieser SF Thriller aber auch arg in die Länge gestreckt wurden.Die Story hätte man auch in 90 min erzählen können.Bruce Willis als so ne Art Terminator auf Zeitreise in die Vergangenheit um schlimmes für die Zukunft zu verhindern.Ein bisschen Poltergeist und Exorzist ist auch dabei.Der Film erzählt nichts neues,hat man alles schon gesehen,vor allem besser und flotter erzählt.Ich fand ihn zwischendurch gähnend langweilig.Richtig gut wurde er zumindest in den wenigen Szenen wenn Bruce den Actionstar raushängen lies.Dann war Mc Lane zu sehen :) Den Schluss fand ich aber sehr gut erzählt,logisch und konsequent.

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pischti

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Ich sehe es genauso wie assassin, gefiel mir auch sehr gut und von mir gibts die gleiche Bewertung (8 Pkte), ein paar geschriebene Sätze folgen noch ^^ Aber, ich muss auch zugeben, ich steh total auf diesen ganzen Sci-Fi Kram. Mir hat die Story einfach gefallen. :)


Poor Boy

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Ich stehe auch auf den Kram,wenn er denn gut erzählt ist.


Zak

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Bewertung9.0Herausragend

starker Science Fiction Zeitreise film....ziemlich rund ..fast schon zu glatt...alles perfekt ...aber mal ganz ehrlich auch wenn Joseph Gordon-Levitt noch so krampfhaft die mimik von Willis versucht zu kopieren kommt er doch sehr unglaubwürdig als jüngere Version von diesem durch , oder?
Filme der Art könnte es aber ruhig öfter geben ...schöne solide Science Fiction...den Jungen mit den Superkräften fand ich auch gut...Story wahr auch sehr kreativ ...Ich liebe solche "Was-Wäre-Wenn-Streifen...

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