Lost Heaven

The Dangerous Lives of Altar Boys (2002), US
Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama

6.5 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
71 Bewertungen
6 Kommentare
Lost Heaven - Bild 3788445
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von Peter Carey, mit Jodie Foster und Vincent D'Onofrio

Georgia der 70er Jahre: Die 13jährigen Tim und Francis, Schüler der achten Klasse einer Klosterschule, leiden unter dem eisernen Regiment der strengen Schwester Assumpta und Pater Casey. Wenig beeindruckt von der Autorität der Erwachsenen, vertreiben sie sich ihre Freizeit mit Alkohol, Mutproben und der Arbeit an Ihrem gotteslästerlichen Comic “Atomic Trinity”. Im Zusammenhalt untereinander finden sie die Unterstützung und Anerkennung, die sie bisher in ihrem Leben vermissen. Doch dann entdeckt Schwester Assumpta eines Tages ihre Zeichnungen und nimmt sie unter Beschlag. Tim und Francis sinnen auf auf Rache. Fasziniert vom Anblick eines jagenden Pumas entwickelt Tim einen teuflischen Plan, um das Comicheft wieder in seinen Besitz zu bringen.

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Kommentare (6) — Film: Lost Heaven

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lopalopa

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Coming-Of-Age in einer seiner schönsten Formen - weder rein ernüchternd real, noch völlig kitschig romantisierend.
Wunderschöne Balance zwischen jugendlicher, lebhafter Fantasie und erdrückender Realität mit einem Schauspielerensemble, das sich sehen lassen kann.

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seta13

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„All the same“ heißt der von Josh Homme gesungene Titel, während des Abspanns dieses amerikanischen Films. Beim erstmaligen Lesen des Genres muss der Zuschauer wohl oder übel denken, es handle sich um einen weiteren, total gleichen Teenagerfilm über das Erwachsen werden, Alkohol, Freundschaft und Liebe – eben „like all the same“. Im Prinzip sind dies in der Tat die Themen des Filmes, doch auf eine völlig andere Art und Weise interpretiert, wodurch man gleich alle Durchschnittsfilme vergessen lässt.
Der Film spielt in einem südamerikanischen Städtchen Mitte der 70er Jahre und im Mittelpunkt stehen die zwei Ministranten Francis und Tim, welche eine streng christliche Klosterschule besuchen. Ihr Verhalten ist jedoch äußerst paradox zu ihrem Ministrantendasein. Sie wenden sich strikt von der fanatischen Religiosität ab und führen ein nahezu völlig unchristliches Leben, in dessen Zentrum allerdings ihre Freundschaft steht. Mutproben, Alkohol und andere Exzesse kennzeichnen ihren Alltag, wobei direkt am Anfang klar wird, dass für Francis noch etwas anderes eine immense Bedeutung hat: Das psychisch labile Mädchen Margie Flynn. Außerdem entwerfen Francis und drei seiner Freunde, einschließlich Tim als Manager und Kopf der Rebellion, einen revolutionären Comic, der in Zwischensequenzen des Filmes immer wieder auftaucht und die emotionale Lage von Francis widerspiegelt. Der Film legt sein Augenmerk auf die Beziehung zwischen Maggie und Francis und vor allem zwischen letzterem und Tim. Bis hierhin klingt die Sache eher durchschnittlich, doch führen weitere Komponenten zu einem Interessenfaktor am Film. Der Protagonist sucht verzweifelt nach einer undurchsichtigen Wahrheit, er ist der Realist, welcher die Situation nicht begreifen kann, da ihm Margie gesteht, Geschlechtsverkehr mit ihrem Bruder gehabt zu haben. Interessant ist hierbei, die Aufmachung ihres zwiespältigen Charakters, der einerseits das unschuldige liebe Mädchen ausmacht, andererseits ein psychisch gestörtes Mädchen, das von Selbsthass geprägt ist und möglicherweise ihren eigenen Bruder vergewaltigt hat. Dies geht jedoch aus m Film nicht hervor. Für den Handlungsverlauf wäre es sicherlich interessant gewesen über ihren Charakter Klarheit zu schaffen, doch nicht zwingend notwendig. Der Regisseur des Films selbst sagte, dass die Liebe zwischen Francis und Margie das Wichtigste darstellt. de
Jedenfalls beginnen die beiden eine innige Beziehung, während Tim, ein Träumer und Realist zugleich, neue Ideen findet, mit der Intention, das triste Leben umzuschwenken. Hierbei geraten Francis und Tim vor allem an die körperlich behinderte Ordensschwester Assumpta (authentisch gespielt von Jodie Foster), welche in keinster Weise ein Verständnis für die gesellschaftlichen Zweifel ihrer Schüler aufbringen kann. Sie scheint von allen Figuren die höchste Position zu haben, aber die niedrigste Erkenntnis der schon längst veralteten und schlechten Lage. Nicht ohne Grund wird sie von den Jungen als böse „Antagonistennonne“ in ihrem Comic dargestellt. Jeder einzelne Protagonist, sei es Francis selbst, Tim, Margie, die Ordensschwester oder der recht unbeholfen und emotionsgestört wirkende Direktor und Pfarrer der Schule, muss sich weiterentwickeln und mit einzelnen Problemen fertig werden; was nur teilweise gelingt. Der Film zeigt nicht nur die Problematik der oft schwer missverstandenen Teenager auf, sondern auch den Konflikt zwischen Religiosität und Moderne, Jung und Alt, Gewalt und Harmoniebedürfnissen, Mut und Tod – vereint in einem nachdenklichen Ende, das vom Tod des zweiten Protagonisten gekennzeichnet ist. Bestimmte Szenen machen Lost Heaven zu etwas Außergewöhnlichem, das vielleicht nicht ganz oscarreif ist, aber sicherlich einige Zeit im Kopf des Zuschauers haften bleibt und vor allem durch die nachdenklichen und romantischen Szenen besticht.

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TinaCocaine

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Bewertung7.0Sehenswert

Echt ein schöner, trauriger Film mit einem coolen Soundtrack, fantastischer Bestzung und einer tiefsinnigen Story... Absolut sehenswert!

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Prestigeww

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der wenigen Jugendfilme der das Leben von Jugendlichen nicht romantisiert. Eindrucksvoll wird dargestellt, wie Jugendliche es schaffen Ereignisse zu verarbeiten, auf die sie mental nicht vorbereitet sind. Die Story verzichtet dabei ganz auf überflüssiges Pathos und das genreübliche "es wird schon alles gut". Psychologische Vorgänge werden mitunter sehr subtil im Schauspiel und oder den Comics der Figuren, stets aber mit originellen filmischen Mitteln, wiedergegeben. Der Film ist hart und versöhnlich zugleich und wer sich je gefragt hat, wieso so viele Kinder es schaffen, trotz der ganzen Grütze in ihrer Umgebung nicht zu komplett traumatisierten Erwachsenen heranzureifen, erhält in diesem Film seine Antwort.

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JimiHendrix

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Bewertung5.5Geht so

Tja was den Film durch seine eleganten und fantasievollen Zeichentrickeinlagnen positiv werden lässt, büsst er mit der Handhabung der Story schnell wieder ein.

Jodie Foster als strenge Klosterbraut aufm Mopet macht sich noch relativ gut, aber zu oft wird man mit schlechtem bis mittelmäßigen Schaupiel konfrontiert.

Die Grundidee der Story war recht kreativ und auch die Verlegung der Geschichte in die 70er Jahre ist mal was anderes, zumal die passende Musik nicht fehlt.

Einmal angucken kann man sich den mal, vielleicht auch noch ein zweites mal, aber dann wirkt er nicht mehr sonderlich unterhaltsam.

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Iwan Goratschin

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Bewertung6.5Ganz gut

Optisch und stilistisch ein sehr ansprechender Film.
Schade dass der Drehbuchautor dies allein für ausreichend hielt.
Jugendliche Klosterschüler, die exzessiven Schabernack treiben sowie Nonne und Pater in lästerlichen Zeichnungen verunglimpfen, reichen nur schwerlich aus um über 95 Minuten Interesse zu erzeugen.
Konstruktive Kirchenkritik war aus meiner Sicht nicht zu erkennen.
Der Film scheint für nichts zu stehen als nur als Selbstzweck.
Ein bisschen mehr Tiefe und es hätte wahrhaft ein guter Film werden können.

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