Mala Noche
Mala Noche (1985), US Laufzeit 78 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 17.07.2008
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von Gus van Sant, mit Tim Streeter und Nyla McCarthy
“Mala Noche” ist die Geschichte eines jungen Mannes, der sich Hals über Kopf in Johnny verliebt, einen illegalen mexikanischen Einwanderer, der kein Wort Englisch spricht und noch nicht einmal 18 Jahre alt ist. “Mala Noche” basiert auf den privaten Aufzeichnungen des aus Portland im US-Bundesstaat Oregon stammenden Schriftstellers Walt Curtis.
HandlungDer Verkäufer in einem Tante-Emma-Laden Walt hat sich in einen jungen Mexikaner verliebt: Johnny (Doug Cooeyate), so nennen ihn in Oregon alle, scheint sich aber keinen Hehl daraus zu machen. Viel wichtiger ist es ihm, wie er mit seinen Freunden Pepper (Ray Monge) und den anderen über die Runden kommt. Denn er ist illegal in den USA – das Geld reicht gerade mal für das karge Zimmer in einer Jugendherberge.
Walt (Tim Streeter) bemüht sich offen um die Sympathie des Teenagers. Gleichzeitig weiß er aber von dessen Hunger und Leid, sodass er versucht Johnnys Interesse durch eine Einladung zum Essen zu gewinnen. Gemeinsam mit seiner guten Freundin Betty (Nyla McCarthy) lädt er die drei Mexikaner zum Abendessen ein. Sie verbringen einen netten Abend. Doch als Walt die Jungs im strömenden Regen zur Jugendherberge fährt, wird er aufdringlich und bietet 15 Dollar für eine gemeinsame Nacht mit seinem Angebeteten. Der sagt ab. Doch Pepper will sich das Geld nicht entgehen lassen und verbringt die Nacht mit Walt.
Es gibt Tage, an denen Walt Johnny kaum sieht, andere, an denen der Junge ständig vor seinem Laden herumhängt. Eines Tages ist er verschwunden. Walt kümmert sich von nun an um Pepper, den er, nicht ohne eine Gegenleistung zu verlangen, bei sich wohnen lässt. Als Johnny nicht wieder zurückkehrt, wird Walt immer unruhiger. Zudem wird Pepper ernsthaft krank, kann aber mit Walts Hilfe genesen. Zu einem Unglück kommt es bei einer Polizeirazzia: Pepper wird erschossen.
Als Johnny endlich zurückkehrt, will er an den Tod seines Freundes nicht glauben. Er beschimpft Walt als “Schwuchtel” und “Nutte” und verschwindet wieder.
Weiterführende Informationen
Mala Noche erregte in der Independent-Szene große Aufmerksamkeit. Der Film gewann 1997 das Los Angeles Independent Film Festival.
Weitere Informationen im Internet
Rezension des Films (engl.)
Pressespiegel zur Wiederaufführung auf film-zeit.de
Quellen
Mala Noche auf allocine.fr (frz.)
Cast & Crew
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Gus van Sant
-
Tim Streeter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Walt Curtis
-
Nyla McCarthy
-
Ray Monge
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Roberto Pepper
-
Doug Cooeyate
Regie
Schauspieler
-
Gus van Sant
- Genre
- Sozialdrama
- Ort
- Portland
- Handlung
- Homosexueller, Homosexueller Kuss, Hunger, Immigration, Individuum, Jugendherberge, Jugendkriminalität, Mord, Obdachloser, Schwule Sex Szene, Stricher, Tante-Emma-Laden, Verkäufer
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Kritiken (2) — Film: Mala Noche
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Kommentar löschenDie Geschichte einer amour fou, deren Verortung im Schwulenmilieu denkbar beiläufig und in offenem Gegensatz zu Helden des "Queer Cinema" wie Derek Jarman oder Todd Haynes inszeniert ist – es geht hier um Liebe, nicht um "schwule Identität". Dann eine gut beobachtete Untersuchung über Cultural Clashes und Rassismus in westlichen Gesellschaften (inklusive ihrer Homosexuellenszene, die Van Sant nicht zu verklären versucht); überdies ein Film über Ausbeutung und Machtverhältnisse, ein Essay über Entfremdung in der Moderne, in der auch der Körper in all seinen "Verwertungsmöglichkeiten“ zum Handelsgut mutiert.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenNoch erstaunlich intuitiv und unprätentiös folgt Regisseur Gus Van Sant den romantischen Helden durch die öde Tristesse seines Heimatortes. Der nur beiläufig auf seine homosexuellen Themen beschränkte Independentfilm liefert ein authentisches Bild über die Suche nach Zugehörigkeit und die Beengtheit des Lebens in Portland. Ein natürlich erzählter, ungezwungener Film, der als Van Sants eindrucksvolles Regiedebüt einen neuen Vertreter des schwulen Kinos markiert.
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Kommentare (3) — Film: Mala Noche
Kommentar schreibenNevenka 2011/11/19 00:35:49
Kommentar löschenMit My Private Idaho (vor allem inhaltlich, aber...) und Elephant (vor allem stilistisch, aber...) scheint Gus van Sant logische Weiterfuehrungen von Mala Noche realisiert zu haben. Der Film handelt von einem Begehren, das in mehrfacher Hinsicht ausserhalb der Norm liegt. Die Handlung wird von den nicht-normativen Elementen bestimmt, die Hauptcharaktere kommentieren die einzelnen Eigenschaften durch Sprache oder Aktion, es gibt aber keine Bewertung ausserhalb der Personen im Zentrum. Mein Sehvergnuegen wurde durch das etwas behaebige Erzaehltempo beeintraechtigt. So manche Szene trug nicht viel zum Film bei. Auch gewann ich ueberraschend wenig Einblick in die Figuren, selbst in die Hauptfigur. Dennoch ist Mala Noche zum Verstehen zumindest eines Teils des spaeteren Werks des Regisseurs ein absolutes Seh-Muss.
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annaberlin 2008/04/20 15:53:49
Kommentar löschenInteressantes Debüt von Gus van Sant - aber irgendwie auch wieder langweilig. Worum geht's? Ein schwuler Verkäufer, der sich in einen mexikanischen Herumtreiber verliebt und davon geradezu besessen wird. Der Junge weist den älteren Gringo jedoch ständig ab und prostituiert sich nur gezwungenermaßen...aha.
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christof.s 2007/08/21 12:53:49
Kommentar löschenDurchaus interessant, diesen Film zu sehen, wenn man den etwas späteren "My Own Private Idaho" kennt und mag. Wunderbar triste, permanent unterbelichtete s/w-Bilder, dabei schwelgt der Film in einer emotionalen Unterkühltheit und Bedeutungslosigkeit. Alles, was man an diesem Film weniger gelungen finden kann, beispielsweise die banalen Dialoge und die langweiligen Schauspieler, macht gleichzeitig irgendwie Sinn.
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