Metropia
Metropia (2009), DK/FI/NO/SE Laufzeit 86 Minuten, Science Fiction-Film, Animationsfilm
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von Tarik Saleh, mit Vincent Gallo und Juliette Lewis
Europa im Jahr 2024: Die Ölvorräte sind aufgebraucht und der Autoverkehr ist zum Erliegen gekommen. Die Städte des Kontinents sind nun durch ein gigantisches U-Bahn-Netz verbunden. Roger aber fährt lieber mit dem Fahrrad durch den strömenden Regen zur monotonen Arbeit im Callcenter. Denn er hat das unbestimmte Gefühl, dass mit dem unterirdischen Massenverkehrsmittel etwas nicht stimmt. Als er eines Tages gezwungen ist, die Metro zu nehmen, kann er es kaum fassen: Nur um Armesbreite entfernt steht dieses hinreißende Shampoo-Model aus der allgegenwärtigen Reklame auf dem Bahnsteig. Nichts wie hinterher! Fasziniert folgt Roger der kühlen Schönheit durch die Menschenmassen und wird immer tiefer in einen tödlichen Strudel aus Orwell’schen Geheimnissen und Intrigen hineingezogen.
Cast & Crew
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Tarik Saleh
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Vincent Gallo
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Juliette Lewis
-
Udo Kier
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Alexander Skarsgård
-
Sofia Helin
Regie
Schauspieler
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Stig Larsson
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Fredrik Edin
-
Tarik Saleh
- Genre
- Science Fiction-Film, Animationsfilm
- Handlung
- in die Zukunft sehen
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Metropia
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Trailer zum Film Metropia
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Kommentare (9) — Film: Metropia
Kommentar schreibenFuzzy Dunlop 2010/10/03 00:01:49
Kommentar löschenObwohl die Handlung weder besonders spannend noch innovativ ist, besitzt Metropia doch seine entschleunigten Bilder und spezielle Ästhetik einen ganz eigenen Charme.
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Nevenka 2010/09/04 22:50:25
Kommentar löschenGesichter ohne jede Wangenmuskulatur, und trotzdem sind in den Augen die SchauspielerInnen zu erkennen. Mit gefällt die Looser-Hauptfigur, der ein bisschen wie Alice durch die Welt streicht auf der Suche nach seiner Mission. Ich habe gerade "Renaissance" gesehen, in dem ebenfalls die Menschheit durch einen Konzern kontrolliert wird. Während dort ein harter Cop am Ende die Welt rettet, gerät hier ein Underdog so ganz unfreiwillig in die Mühlen. Am Ende tun beide einen grausamen Akt zum Zwecke des höheren Ziels. Und in beiden Fällen ändert das mittel- bis langfristig wahrscheinlich gar nichts - was den deprimierenden Reiz der jeweiligen Handlung ja ausmacht. Metropia gefällt mir etwas besser aufgrund seines grundsätzlichen Understatements.
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dbeutner 2010/08/28 20:01:56
Kommentar löschenDer Vorwurf "Form over Sustance" geht hier sicher nicht ganz fehl - zumindest kann ich nicht leugnen, dass ich mich letztlich mehr durch die visuelle Stimmung habe gefangen nehmen lassen als durch die Story (der erzählte Plot zumindest ist am Ende doch sehr aus der Kiste der Standards entwendet - die Stimmung und die Hintergrundgeschichte sind da schon noch etwas origineller, aber leider wurde da mal wieder zu wenig draus gemacht).
Was mir extrem gut gefallen hat, ist die dargestellte "Überforderung" Rogers, der sich mit stoischer Naivität dem Lauf der Dinge überlässt. Seine Gedankenwelt, die wir präsentiert bekommen, ist nachfühlbar. Hierzu trägt neben der visuellen vor allem auch die akustische Umsetzung bei - vermutlich wird der Film eh nicht synchronisiert, aber das ist auch gut so: denn die Sprechweise ist ganz klar eine der Stärken des Films und gehört - noch mehr als in anderen Produktionen - zum Zentrum des geschaffenen Kunstwerks.
Die Optik bezieht ihren eigenwilligen Charme übrigens nicht nur aus der HighTech-Umsetzung und Überzeichnung, sondern auch aus den etwas groben, marionettenhaften, teilweise fast scherenschnittartig anmutenden Bewegungen.
Wem "Elephants Dream" gefallen hat, der dürfte hier zumindest auch interessiert sein. Allerdings geht es weitaus ruhiger als im Dream zu. Fast würde es mich wundern, wenn Metropia (Metro, Metropolis, Utopia, Europa) nicht als Computerspielvorlage dienen wird. Vielleicht bleibt der Film dazu allerdings letztlich zu unbekannt.
Und last but not least: Rogers Freundin, Anna, wird zwar von der blonden Sofia Helin gesprochen - dargestellt wird aber eine dunkelhäutige Frau mit sooo großen Augen - und es hat mich beruhigt, dass ich feststellen konnte, dass ich nicht der einzige bin, der hier Rosario Dawson meinte als Vorlage ausmachen zu können (was dem Film mindestens einen halben Punkt extra einbringt ;-)).
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micomahn 2010/08/27 00:28:08
Kommentar löschenDas sind ja Verhältnisse wie bei der Deutschen Bahn.
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mikkean 2010/08/24 02:41:28
Kommentar löschenDas zukünftige Europa präsentiert sich in kargen, monochromen Bildern, in denen neben der Farbe auch der Glanz und die Vielfalt verloren gegangen sind. In "Metropia" hat die Menschheit ihre Sorgen und Existenz-Ängste gegen eine wenig einladende Negativ-Utopie eingetauscht, die auch vor dem eigentlichen Handlungs-Beginn erschreckend dröge und seelenlos wirkt. Unser Bezugs-Punkt Roger ist eines dieser Schäfchen, der mit Paranoia-Gedanken eine unglückliche Existenz bekleidet. Seiner Freundin kommt er körperlich nicht näher, der Arbeits-Trott nagt und um die nationen-umspannende Metro macht er einen großen Bogen. Lieber durchquert er mit einem Fahrrad die verkommenden Straßen einer Welt, in der alle Transportmittel durch die Untergrund-Bahn obsolet geworden sind. Als Roger dann doch die Metro nehmen muss, wird er in eine Geschichte hineingezogen, die ziemlich abgefahren daherkommt. In "Metropia" verbindet Tarik Saleh düster schäbige Schauplätze, lässt beißende Sozial-Kritik anklingen (die Immigranten-Show "Asylum" mit dem Schleudersitz!) und findet eine verblüffende Erklärung für die Stimme in unserem Kopf. Wer jetzt wissen will, was Shampoo mit dem totalitären Überwachungs-Staat zu tun hat und welche Rolle ehemalige Kinder-Stars bei der Revolution spielen, sollte "Metropia" eine Chance geben. Im Gegensatz zur Animations-Konkurrenz hat der Film einen ganz klaren Vorteil. Die Optik ist famos und bietet so noch nicht gesehene Bilder. Die Figuren sind sehr eigenwillig verfremdet und erinnern einerseits an Marionetten, überzeugen andererseits mit einer starken Mimik. Da haben diverse Grafik-Programme mehr geleistet, als so manches 3D-Modell. Für seine Charaktere blieb Saleh bei Indie-Größen wie Vincent Gallo und Juliette Lewis, wobei Udo Kier am meisten überzeugt. Allein sein Akzent ist jederzeit hörenswert. Jedoch muss ich auch auf das anfangs etwas zähflüssige Tempo verweisen. "Metropia" macht einem den Einstieg nicht gerade leicht, aber das könnte auch an der wenig einladenden Atmosphäre liegen, die zur Abwechslung mal nicht zum Staunen einladen will. Aber dann wandelt sich die Geschichte zu einem morbid phantastischen Sci-Fi-Ausflug, der sich bestens an "Brazil" und Co. orientiert. Ein etwas anderer Animations-Film halt.
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Xebeche 2010/08/24 11:52:30
Antwort löschenDer lief letztes Jahr auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck. Wollte den dort sehen, hat aber irgendwie nicht geklappt. :(
Hab mal wieder Nachholbedarf!
mikkean 2010/08/24 13:54:25
Antwort löschenIch hoffe auch, dass sich bald jemand findet, der "Metropia" in unseren Breitengrad rausbringt. Der lohnt sich auch ein zweites Mal :)
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dbeutner 2010/08/28 12:56:14
Antwort löschenUdo Kier: "Allein sein Akzent ist jederzeit hörenswert" - Naja, also sein Akzent ist schlicht extrem schlechtes und deutsch gefärbtes Englisch - das ist ja lange bekannt. Allerdings muss ich zugeben, dass seine Stimme dennoch gut intoniert ist, was allerdings auch für die restlichen Charaktere gilt; die Stimmen sind einfach sehr gut und passend inszenziert, darauf wurde offensichtlich viel Wert gelegt.
mikkean 2010/08/28 20:35:38
Antwort löschenDu hast natürlich recht, gerade diese markante Note in Kier's Stimme meine ich ja gerade. In "Metropia" geht er in seiner Rolle des Fieslings wiedermal hervorragend auf. Klar, das gilt natürlich auch für die anderen Stimmen.
J0J0 2010/08/24 00:13:41
Kommentar löschen"Der Welt geht das Öl aus und Europa verbindet ein gigantisches U-Bahnsystem."
Sounds great to me.
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moepmoep 2010/08/25 20:54:10
Antwort löschenDa fällt mir spontan ne blöde Frage ein: Werden U-Bahnen eigentlich mit Induktionsstrom/-spannung gebremst?
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J0J0 2010/08/25 20:59:16
Antwort löschenIndu-was? Ich hab keine Ahnung, was das ist. :-)
moepmoep 2010/08/25 21:45:57
Antwort löschenMuss man auch nicht wissen. Ich hatte eh Unrecht. Habe einen tollen Text zum Thema gefunden, falls die Frage nicht nur mich quält: http://www.mvv-muenchen.de/web4archiv/objects/download/1/textu-bahnbremsen.pdf
Prestigeww 2010/08/23 23:46:57
Kommentar löschenWer hätte das gedacht? Die Zukunft bringt einen totalitären Überwachungs-Staat, ständig schlechtes Wetter und entsättigte Farben -1984 lässt grüßen. Zum Thema Dystopie hat Metropia also nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen. Gut sind jedoch die Animationen, welche Menschen gleichzeitig faszinierend und abstoßend zeichnet. Das ist auch eine Form von Realismus. Insgesamt bleibt ein düsterer und dichter Thriller, bei dem aber bestenfalls die Gesichter in Erinnerung bleiben werden.
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Marvin Marsh 2010/08/24 00:46:24
Antwort löschenMan sind wir streng die Tage.
jollyroger 2010/06/06 23:37:59
Kommentar löschenPrämisse interessant und ja, Dystopien sind toll, leider schlußendlich dann doch verkackt weil alles eine zusammenhangslose Soße ist mit gravierenden dramaturgischen Hängern.
Ach ja, und andauernd bedeutungsschwangere Dialoge gehen mir schon seit den letzten Jarmusch-Filmen auf den Sack.
Sympathie-Bonus für Udo Kier und interessante Cinematographie machen's gerade noch anschaubar.
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gregor-afim 2010/02/18 18:18:42
Kommentar löschendie trailer sehen auf jedenfall schon sehr interessant aus.. doch der so hoch gelobte und "total neue" animationsstil erinnert aber schon ein wenig an "angela anaconda"..
bin ja mal gespannt!
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