Micmacs - Uns gehört Paris
Micmacs à tire-larigot (2009), FR Laufzeit 104 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 22.07.2010
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von Jean-Pierre Jeunet, mit Dany Boon und André Dussollier
Eines Abends tritt Bazil vor die Tür seiner Pariser Videothek – nur um eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf zu bekommen. Dumme Sache, aber nicht unbedingt tödlich, entscheiden die Ärzte und entlassen Bazil aus dem Krankenhaus – mit Kugel im Kopf, aber ohne Job und Wohnung steht er auf der Straße. Doch das Glück lässt nicht lange auf sich warten: Bazil trifft auf den kauzigen Canaille, der mit einer Gruppe wunderlicher Außenseiter zusammenlebt. Bei dieser skurrilen Familie findet Bazil ein neues Zuhause und taucht unter in eine Welt voller magischer Momente mitten in einem unbekannten Paris. Vor allem die biegsame Mademoiselle Kautschuk weckt Bazils Interesse und erobert schnell sein Herz. Doch es wird noch eine Weile dauern bis beide zusammen kommen. Zunächst muss Bazil noch eine Mission erfüllen…
- DVD
Cast & Crew
-
Jean-Pierre Jeunet
-
Dany Boon
-
André Dussollier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nicolas Thibault De Fenouillet
-
Nicolas Marié
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) François Marconi
-
Nicolas Marié
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) François Marconi
-
Jean-Pierre Marielle
-
Yolande Moreau
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tambouille
Regie
Schauspieler
-
Julie Ferrier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) La Môme Caoutchouc
-
Omar Sy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Remington
-
Michel Crémadès
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Petit Pierre
-
Marie-Julie Baup
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Calculette
-
Robert De Niro
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Yamin Dib
-
Guillaume Laurant
-
Jean-Pierre Jeunet
- Genre
- Sozialdrama, Schwarze Komödie, Gerechtigkeitsdrama, Gaunerkomödie
- Zeit
- 2000er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Paris
- Handlung
- Arbeitslosigkeit, Außenseiter, Behinderung, Gangster, Kleinkrimineller, Kopfverletzung, Motorradunfall, Müllhalde, Obdachloser, Obdachlosigkeit, Pistole, Rache, Rüstungsindustrie, Schuss in den Kopf, Schusswaffe, Schusswunde, Sträfling, Unfall, Unfall mit Waffe, Verkehrsunfall, Videothek, Waffe, Waffenentwickler, Waffengesetze, Waffenkauf
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Micmacs - Uns gehört Paris
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Kritiken (18) — Film: Micmacs - Uns gehört Paris
Markus Hauschild: NEGATIV - Das Magazin für F... Markus Hauschild: NEGATIV - Das Magazin für F...
Kommentar löschenEine Kreuzung aus "Die fabelhafte Welt der Amélie" und "Ocean's Eleven" – So in etwa lässt sich der Film "Micmacs – Uns gehört Paris!" beschreiben. Jean-Pierre Jeunet beweist ein weiteres Mal seinen Ideenreichtum und seine Gabe, eine Geschichte wirklich märchenhaft und charmant zu erzählen.
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Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Das Thema selbst, die Verstümmelung von Menschen, ist zwar gut gewählt, es reicht aber schon lange nicht mehr, wieder und wieder Parabeln zu sehen, die das Thema, wohl verpackt, bis zum Erbrechen auslutschen. Was der Regisseur sagen will, bleibt einem dann letztlich auch verschlossen. [...]
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Dr. Borstel: Of Bastards And Dwarves
Kommentar löschen"Micmacs - Uns gehört Paris!" möchte Satire sein, das letzte Quentchen Biss dafür lässt der Film allerdings vermissen. Der lebensfrohe Witz zieht manchmal, manchmal auch nicht, was im Endeffekt daran liegt, dass Jeunet nicht in jeder Szene ein sicheres Händchen beweist, was die richtige Dosierung von Amüsement und Ernsthaftigkeit angeht: Letztendlich ist man gut beraten, "Micmacs" als harmlose Komödie zu nehmen, die ohnehin keine besonderen Denkanstöße liefert; ob das nun in der Absicht ihres Regisseurs lag, sei dahingestellt.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenVon einer Kugel schwer verletzt und mittellos wird Basil von einer Gruppe schräger Außenseiter aufgenommen. Mit ihnen zieht er in einen Kampf gegen die Waffenindustrie. "Amélie"-Regisseur Jean-Pierre Jeunet macht daraus ein an kreativen Einfällen überbordendes Kinovergnügen.
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Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online
Kommentar löschenEs ist natürlich kein Zufall, dass Bazil, der sanfte Held dieser fantastischen Geschichte, wie der lange verschollene große Bruder von Amélie wirkt. Jener Amélie, die der französische Regisseur Jean-Pierre Jeunet in "Die fabelhafte Welt der Amélie" als subversive Weltverbesserin auf die mürrische Umwelt losließ und der es tatsächlich gelang, die Welt ein klein wenig besser zu machen. (...) Das große Vorbild ist leicht erkennbar Charlie Chaplins Tramp. Ähnlich wie bei Chaplin ist Armut lediglich die Abwesenheit von Geld, nicht aber von Würde. Und wie bei Chaplin sind die Reichen und Mächtigen herzlich unsympathisch. (...) "Micmacs" ist ein versponnenes Märchen, das einen trotz mancher Hänger glücklicher aus dem Kino entlässt. Schön wäre es, gäbe es einen Bazil, der tut, was getan werden muss.
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Lena Serov: Schnitt Lena Serov: Schnitt
Kommentar löschenMit seinem Kino der Virtuosität und der Liebe zum ausgefallenen und ausgefeilten Detail befeuert Jeunet nicht die Fantasie, denn bei ihm ist das Kino selbst schon eine hermetische Fantasie, deren Bilderreigen aus den Köpfen eines eingespielten Teams entströmt, dessen ausführender Kopf aber immer noch der Auteur Jeunet ist, wie er selbst betont. Die digitalen Tricks, die kleinen narrativen Kunststücke und die von jeglicher Psychologie befreiten bizarren Figuren sind wie in Amélie effektvoll zu einem Stehauf-Bilderbuch zusammengebastelt. Damit belebt Jeunet jedoch erneut eine der Ursprungsideen des Kinos, die der Attraktionen und Illusionen, die Georges Méliès auf die kinematographische Bühne zauberte. Gleichzeitig läuft Jeunets Kino aber Gefahr, nur Attraktionskino zu bleiben.
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Norbert Raffelsiefen: Programmkino.de Norbert Raffelsiefen: Programmkino.de
Kommentar löschenDer skurrile Spaß verbindet die „Rififi-Raffinesse“ aus „Mission Impossible“ mit der nostalgisch anmutenden poetischen Bilderwelt von Jeunets Filmen „Die wunderbare Welt der Amélie“ und „Delicatessen“. Herz des Filmes ist Frankreichs neuer Superstar Dany Boon („Willkommen bei den Sch´tis“) der hier als gewitzter Tramp auf den Spuren von Charlie Chaplin wandelt. Sein Spiel versprüht genau den richtigen Zauber, um die überbordende Fantasie von Jeunets Kinowelten nicht zum schieren Selbstzweck werden zu lassen. Eine schauspielerische Qualität, wie sie damals auch Audrey Tautou als Amélie in den Film einbrachte. So kann sich der Betrachter ganz der kindlichen Freude am Kampf von David gegen Goliath hingeben. Eine Schlacht, in der sich Kreativität und Komik zu bestem Kintopp vereinen und die am Ende vor allem einen Sieger kennt: den Zuschauer.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenDie Seitenhiebe auf die Waffenlobby sind eindeutig, handfest und berechtigt. Ansonsten ist in dem äußerst routiniert inszenierten und von bekannten und erfahrenen Akteuren getragenen Film (Danny Boon, Dominique Pinon, André Dussolier, Jolande Moreau, Jean-Pierre Marielle) alles auf Komik, Schrulligkeit, witzige und andere Einfalle abgestellt.
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Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter
Kommentar löschenJeunet wäre nicht Jeunet, würde er seine Geschichte sozialkritisch grell auf die Leinwand pinseln. Also taucht er das Ganze in die warme Farbaura seiner bisherigen Filmwelten, die an Rummelplätze, Freakshows und Comic-Szenarien erinnert. [...] Ein typischer Jeunet-Film also, ausgetüftelt bis ins letzte Detail, gespickt mit Filmzitaten und Selbstreferenzen und überdies spannend besetzt; Dany Boon (zuletzt gesehen als Postbeamter in dem Komödien-Hit "Willkommen bei den Sch'tis") füllt mühelos die Schrulligkeit Bazils. Schrottkunst wird genial funktional durch Jeunets Bastelleidenschaft, schnell bündeln sich brillante Einfälle und alles funkelt wie in einem Riesenzirkus. Schade nur, dass Jeunet sich bisweilen an den eigenen Einfällen verhebt und einige Fäden im Dickicht der Geschichte verliert. So markant er als Erzähler, Regisseur und Magier längst geworden ist, seine Bilder erreichen in "Micmacs" einen zu schnellen Sättigungswert.
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Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info... Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschen„Micmacs“ ist ein immenses Arsenal voller skurriler Fundstücke, an denen man sich nicht satt sehen kann. Als hätten sich Leonardo da Vinci und Monty Python gemeinsam ausgetobt und alles mit neuester HD-Technik auf Zelluloid gebannt! Für die Erdung des kreativen Wirrwarrs sorgen die vorzüglich aufgelegten Darsteller, allen voran die verschmitzte Yolande Moreau als Seele der Truppe, Dany Boon als herrlich verlorener Hauptdarsteller und André Dussollier, der köstlich-böse den bourgeoisen Waffenfetischisten Thibault ausstellt. Alle Figuren tragen die reizüberflutete Geschichte auch über die wenigen Durchhänger hinweg und glänzen immer dann, wenn die Geschichte banal zu werden droht. Jeunet ist bei allem Aktionismus und formalen Spielwillen ein Schauspielerregisseur, der eine langjährige enge Zusammenarbeit mit seinem Ensemble pflegt. Ein wahres Wunder gelingt dem Team vor und hinter der Kamera dann im furiosen Finale, wenn den Waffennarren eins ausgewischt wird – denkwürdige Filmminuten, ganz im Stile Jeunets.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenTatsächlich gibt es im unablässigen Bemühen des Unternehmens um die drolligstmögliche Situation ein paar Szenen, angesichts derer sich auch auf den Lippen strengster Zeitgenossen ein Lächeln abzeichnen sollte. Über weite Strecken jedoch regiert ein erdrückend originalitätssüchtiges Imponierkino, das mit bloß mechanistischer Energie seine Instrumente herzeigt, statt Gefühle zu erzeugen. [...] Jean-Pierre Jeunet, der Daniel Düsentrieb des französischen Kinos, lässt diesmal nichts aus, und gerade das wird ihm zum Verhängnis. Denn wo alles kurios sein will, ist nichts mehr kurios. Dieses manische Übertreibungsbedürfnis schadete schon „Amelie“. Allerdings versöhnte die liebenswerte Radikalität der Geschichte und vor allem der Zauber der Hauptdarstellerin damals mit allem.
„Micmacs“ dagegen ist nur noch Getröte und Gedöns – und der Zuschauer ertappt sich ermattet bei dem Wunsch, Jean-Pierre Jeunet möge seine beträchtliche Fantasie mal woanders spazieren führen als auf jenem leierkastenlärmenden Jahrmarkt von anno dunnemals, dem das Kino entstammt.
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Christina Bylow: Berliner Zeitung Christina Bylow: Berliner Zeitung
Kommentar löschenDas Kino ist eine große Wunderkiste, aus der sich Jeunet wie ein Kind bedient, das in sein Spielzeug verliebt ist und mal dieses, mal jenes herausnimmt. Er ist dabei hemmungslos eklektisch: Von "Mission: Impossible" bis Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" galoppiert Jeunet durch die Filmgeschichte. Getreu dem Motto des Zeichentrickfilmers, als der er begann: Jedes Bild eine Idee.
So etwas könnte nun mühsam anzusehen sein, aber das Vergnügen ist ganz auf der Seite des Zuschauers, selbst wenn er kein Film-Quiz mitspielen will. [...]
Vor allem feiert Jean-Pierre Jeunet in "Micmacs" noch einmal das Kino als Kuriositäten-Kabinett und erinnert so an die ersten Kinematografen als Jahrmarktsensation. Der Regisseur als Gaukler und Maschinist. Das hat etwas sehr Ursprüngliches und Verführerisches. [...] Jeunets burleske Komödie, wie er seinen Film selbst nennt, erschöpft sich dennoch nie im Klamauk.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenWenn es um französisches Kino mit einer großen Portion Extravaganz und einem ungebremsten Drang zur Fantasie geht, fällt sofort der Name Jean-Pierre Jeunet. Der Regisseur war bisher für versponnene Meisterwerke wie „Delicatessen“, „Die Stadt der verlorenen Kinder“, „Die zauberhafte Welt der Amélie“ oder „Mathilde“ verantwortlich. Und auch sein aktueller Film ist wieder ein typischer Jeunet, wenngleich er eher an seine Werke aus den 1990ern erinnert als an die mit den Frauennamen im Titel.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenWeil sich der Zuschauer in einem Jeunet-Film befindet, und Jean-Pierre Jeunet seit „Delicatessen“ (1991) seine eigene Kinorealität erschafft, entführt ihn „Micmacs – Uns gehört Paris“ in eine nicht minder fabelhafte Welt als „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (2001), der wohl bekannteste Film von Jean-Pierre Jeunet. Obwohl das Paris von „Micmacs“ mit Amélies Paris gar nichts gemeinsam hat, zeichnet es sich durch eine Mischung aus Wirklichkeit und Fantasie aus, durch die Gegensätze zwischen den modernsten und den baufälligsten Gebäuden, zwischen schnellsten Verkehrsmitteln und uralten Dreirädern etwa. Dass die Straßen stets menschenleer sind, verstärkt den Kulissen-Charakter eines Paris, das es wohl nur in Jeunets Fantasie gibt. Ein Paris, das Szenenbildnerin Aline Bonetto – wie bereits das der „Amélie“ – kongenial ausgestattet hat und von Tatsuo Nagata in den schönsten Bildern fotografiert wurde.
In „Micmacs“ geht Jean-Pierre Jeunet allerdings insofern einen Schritt weiter als in seinen früheren Filmen, als er an manchen Stellen den Attrappen-Charakter des Filmes nonchalant zum Vorschein kommen lässt, so etwa als am Straßenrand gleich mehrfach ein Plakat steht, der für den Film „Micmacs“ wirbt, oder als er für ein paar Sekunden ein Symphonieorchester ins Bild setzt – als augenzwinkernde Antwort auf die Frage, woher in manchen Spielfilmen die Musik wohl stammen mag. Und natürlich auch in der fabelhaften, dank YouTube in Sekundenschnelle rund um den Globus verbreiteten Schlüsselsequenz. Gerade durch die Enthüllung des inszenierten Charakters dieser Szene erweist sich Jean-Pierre Jeunet als großer Zauberer, der dem Zuschauer einen Einblick in seine Geheimnisse gewährt – um ihm im nächsten Augenblick klarzumachen, dass sich die Welt der Magie nicht durch ein paar Tricks entzaubern lässt.
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Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...
Kommentar löschen[...] Jean-Pierre Jeunets Paris ist ein schrilles Wunderland, gezeichnet in leuchtenden Farben und durchschritten von einer virtuos geführten Kamera, deren forschender Blick sich insbesondere in den überbordend detaillierten Dekors verliert. Eine aseptische Kunstwelt, noch stärker artifziell verfremdet als Amélies fantastische Welt, bevölkert von verbohrtem Kleinbürgertum, einer herrschenden Obrigkeit und eben einer ganzen Schar liebenswert-schrulliger Freaks. Denen gilt Jeunets Aufmerksamkeit und Sympathie. Als postmodernes Märchen will Jeunet MICMACS offensichtlich verstanden wissen, streut er doch diverse popkulturelle und vor allem cineastische Verweise ein von Charlie Chaplin über Marcel Carne bis hin zu Jaques Tati und Sergio Leone. Zu diesen Vorbildern – allesamt eher verschwiegene Künstler, die das große Gefühl in der kleinen Regung suchten und Bildern echte Bedeutung zu verleihen vermochten – will sich Jeunets jüngstes Werk allerdings nicht so recht gesellen. [...]
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenIn einem Zeitalter, in dem Special Effects uns grundsätzlich fast alles zeigen können, gibt es einen Punkt, an dem ein Film nur noch damit protzt. Ich bin lehne das nicht grundsäzlich ab, aber generell bilde ich mir ein, dass die Geschichte im Vordergrund stehen sollte. Es ist eine Beurteilungsfrage. Vielleicht könnt ihr „Micmacs” mehr genießen als ich.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenJeunet hat zwar einen Sack netter Ideen, jedoch läuft die nicht wirklich rund und überzeugend. Schön sind Kleinigkeiten wie die Plakatwände, die jeweils Szenen aus dem Film zeigen, die Retrospionageausrüstung, die Verpflichtung von Erotikstars zur Ablenkung eines Sicherheitsmans ...
MicMacs mutet teilweise an wie eine Italienische Komödie aus den Siebzigern. Skurile Charaktere mit Marotten, bei denen man sich allerdings großteils fragt, ob nicht weniger-mehr gewesen wäre.
Insgesamt ist MicMacs leiser, als man das bei Dany Boon erwarten würde und entspricht damit eher der Tonalität von Jeunet als der von Boon. Sehr "französisch" und vielleicht nicht zwingend Massenpublikums-geeignet.
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R. Zimmermann: critic.de
Kommentar löschenDurch die selbstironische Demontage hinterfragt der Film das, was bislang für das Jeunet-Universum konstitutiv war: die Geschlossenheit seiner postulierten Welt. Hierdurch verflachen die Figurenzeichungen und deren Handlungsmotivationen etwas, was auch erklärt, warum es Micmacs zuletzt an jener poetischen Kraft fehlt, die das Werk Jean-Pierre Jeunets sonst nahezu ausnahmslos prägt. Am Spaß jedoch, den der Film macht, ändert das nichts.
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Kommentare (47) — Film: Micmacs - Uns gehört Paris
Kommentar schreibenJeremy111 2011/11/04 22:18:07
Kommentar löschenGroßartig!
Man achte auf die Details im Hintergrund...
Erschreckende Wahrheiten amüsant und böse verpackt
Französischer Lord(s) of War!
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BernhardRiemann 2011/10/05 22:48:58
Kommentar löschenPrima Film, den man auch zusammen mit den Kinder schauen und sich amüsieren kann. Und ganz zwanglos kann man danach ein Gespräch über Weltpolitik ("Was ist Darfur?") oder den Rüstungsstandort Deutschland anhängen...
Von einer dünnen Story oder einem wenig engagierten Dany Boon - wie hier in anderen Kommentaren geschrieben - haben wir nichts bemerkt. Der Film kommt auf das Favoriten-Regal :)
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vuvuzela 2011/09/30 02:11:24
Kommentar löschenDie Franzosen drehen schon eigenartige Filme, man weiß im Grunde nie wie man sie beurteilen soll. Ich habe mich für ein positives Urteil entschieden. Die ganze Thematik Waffenhandel und Herstellung ist so charmant und Witzig verpackt, ohne theatralische Dramatik, wie man sie normal aus Hollywood Filmen kennt.
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MarcelN44 2011/09/12 22:42:25
Kommentar löschenEinmal mehr eine skurrile Leinwandperle von Jean-Pierre Jeunet ("Alien 4"), bei der auf zahlreiches sich irritiert anschauen im ersten Drittel des Films ein Finale folgt, an dem Danny Ocean seine wahre Freude gehabt hätte. Mit einem Dany Boon ("...Sch'tis") in Höchstform!
8/10
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antaris 2011/09/01 12:41:55
Kommentar löschenAm Anfang irgendwie fast albern, zum Ende hin wird der Film immer besser. Dennoch ist der Humor meist Klamauk und wirkt in Zusammenhang mit der Systemkritik oft unvereinbar. Dany Boon bleibt leider sehr im Hintergrund. Dennoch hat der Film einige Lacher auf seiner Seite.
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stuforcedyou 2011/05/06 11:38:00
Kommentar löschenJean-Pierre Jeunet, der Macher von „Die fabelhafte Welt der Amelie“, jener Film der jahrelang immer wieder aus dem Regal von irgendwelchen Bekannten gekramt wurde wenn man einen Videoabend machen wollte, ist zurück. Sein „Micmacs“ ist mal wieder 100% Jeunet: Skurrile visuellen Einfälle, kauzige Figuren, märchenhafte Erzählung. Leider gelingt es ihm nicht eine fesselnde Geschichte zu erzählen. Hauptdarsteller Dany Boon („Willkommen bei den Sch’tis“) wirkt als unglücklicher Kauz lustlos und trottet ohne empathischen Regungen auszulösen durch den Film. Seine Kooperation mit den anderen drolligen Charakteren ändert daran nichts, eher im Gegenteil. Sobald Boon sein Rollenmonopol als trauriger Clown mit anderen teilen muss, wirkt „Micmacs“ ziemlich unrund, nichts passt so richtig zueinander, auch nicht die diversen schrulligen Ideen die der Film fast im Sekundentakt vorzeigt. Letztlich ist „Micmacs“ so darauf bemüht liebenswert, kreativ und putzig zu sein, dass er vergisst, dass man wahren Zauber nicht einfach konstruieren kann.
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fabel 2011/05/06 14:30:05
Antwort löschenDann kauf ich ihn mal lieber nicht.;)
Glühbirne 2011/03/31 11:37:50
Kommentar löschenEin Film mit Herz aber schwacher Story...
Mfg Glühbirne
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Kill_Diether 2011/03/24 00:06:02
Kommentar löschenVerglichen mit "Die fabelhafte Welt der Amélie" haben die "Micmacs" viel mehr Schmackes. Sie fahren ordentlich, fette Geschütze auf und haben freizügigen Witz. Der typische Franzose wird nicht allzu oft überzeichnet, was gut ist. Gut ist auch das Mischverhältnis Witz, Satire, Fantasie, Traumbilder, Naivität, Wunsch, Systemkritik und Tempo. Doch manche Szenen, Dialoge und Bilder bremsen den Spaß.
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Poisongissy 2011/03/06 20:34:06
Kommentar löschenSorry,der Film hat meine Lachmuskeln nicht stimuliert.
Fand den Film gar nicht witzig und die Musik ging mir auch echt auf den Kecks.
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boabob 2011/03/02 14:01:36
Kommentar löschenDie Kombination aus Slapstick und skurrilen Charakteren konnte mich nur die erste halbe Stunde gut unterhalten. Danach flacht der Humor und die Faszination über die Darsteller merklich ab, und auch aus der Story hätte man erheblich mehr machen können. Zwei Rüstungskonzerne mithilfe kindlich naiver Intrigen auszuspielen besitzt zwar einen liebenswerten Flair, ist aber zu einfach gestrickt, um den Zuschauer wirklich mitreissen zu können. Die Qualität von "Delicatessen" und "Amelie" erreicht dieser Film zu keiner Zeit.
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pellekraut007 2011/02/28 11:06:37
Kommentar löschenBravo et Chapeau! Petit Pierre, Calculette, Remington, Fracasse, was hätte ich dafür gegeben, mit euch in den Kampf gegen die Karikaturen zweier Waffenhändler anzutreten. So liebevoll inszeniert, so spielerisch, so viel Mut zu schrägem Humor, so viel Freude an Nebenfiguren haben vielleicht nur die Franzosen und für meine Schweineaugen stellen sie alles in den Schatten, was ich in letzter Zeit gesehen habe. Ob Pseudopolitsatire oder Hollywoodscheingefechte in den Hinterzimmern der Mächtigen! So viel Müll überall! Non, Bazil stiehlt allen die Show, mit einer irrwitzigen Geschichte, surreal, poetisch, mit Dialogen, die großen Spaß machen! Und La Mome hat mich schlußendlich, wie einst Ka im Dschungelbuch, auf die Seite derer gezogen, die diesen Film bis zuletzt verteidigen werden, gegen die Sinnsucher, die Nörgler oder Desinteressierten, die alle nichts anderes tun, als ich: ihren Standpunkt vertreten. Haha, ich habe mir so viel hochgelobten Mist ansehen müssen (blaue Indianer xD), daß die Micmacs mühelos darüber hinweg tanzen können: On y va! Wo ist mein Sperrmüll? Ich bau mir meine Welt, wie es mir gefällt! Gruhunz!
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treebeard3rd 2011/01/29 14:34:45
Kommentar löschenSchräge Charaktere in einer noch schrägeren, aber recht simpel gehaltener Geschichte.
Der Film ist lustig und unterhaltsam.
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ffilmesimon 2011/01/28 07:50:39
Kommentar löschenMal originell, mal albern, mal schräg. Der Humor ist sicherlich Geschmackssache, ich persöhnlich konnte weniger lachen.
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gassi99 2011/01/17 22:06:04
Kommentar löschenein echt herausragender film mit viel inhalt und sinn! ein muß zum anschauen!
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Nayuma 2011/01/22 22:02:04
Antwort löschenNa ich bin gespannt! Vorgemerkt!
Callahan 2011/01/09 04:29:45
Kommentar löschenSkurriele Bilder, bizarre Geschichte und charakteristische Schauspieler. Nichts anderes kann man von Monsieur Jeunet erwarten. Trotzdem fehlt hierbei irgendwie der Spannungsbogen.
Ein unterhaltsamer Film ist es jedoch abermal.
Somit: Reinschauen und sich entführen lassen.
Chapeau!
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servo80 2010/12/31 23:13:02
Kommentar löschenDer Film versprüht die gleiche Magie wie einst Amelie, ist dann aber eher eine Komödie als eine Romanze, was jedoch genauso gut gelingt. Die schrägen Charaktere bringen einen zum Schmunzeln und ein skurriler Moment oder Einfall jagt den nächsten. Das einzige, was man bemängeln kann, ist, dass es dann irgendwie viel zu schnell vorbei ist.
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Discostu 2010/12/27 13:54:30
Kommentar löschenMicmacs strotzt, wie bei Jeunet gewohnt, nur so von skurrilen Charakteren und Einfällen und fängt diese auch wieder einmal in wunderbar bunten und weitwinkeligen Bildern ein. Doch leider, wie auch oft genug bei Jeunet, bleibt es mehr oder weniger auch dabei. Die eher flache und mit trivialer Message ausgestattete Story (Rüstungsunternehmen sind böse) wird weder durch einen mehr als zum Schmunzeln anregenden Witz, noch durch einen tieferen Einblick in die Charaktere und ihre Vergangenheiten ausgeglichen. Insgesamt ist Micmacs also zwar relativ unterhaltsam, kommt aber an Jeunets Meisterwerk Amelie bei weitem nicht heran.
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johannes-deml 2010/12/23 22:09:55
Kommentar löschenWundervoll erfrischend. Also nicht von der Story, und auch der Humor ist nicht herausragend, aber der Film ist mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, wie sie den Ramsch wiederverwerten hat mir unglaublich zugesagt, regt schon fast dazu an mal auf den Müllplatz zu gehen und ihn zu verwerten. Neben diesem großartigen Details findet man eine Story die in der Mittelmäigkeit untergeht,eine Liebesgeschichte nur so wirkt als wäre sie nur dabei weil es Pflicht scheint eine Libesgeschichte in einem Film zu haben und einen Humor der einen zum Lächeln und selten aber doch auch zum Lachen bringt.
Guter erfreulicher Zeitvertreib!
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Sheeeeep 2010/12/13 15:34:38
Kommentar löschenÜberraschend schöne, kreative und poetische Komödie, die charmant und verspielt daherkommt ohne zu übertreiben. Die liebenswerte Machart gleicht die leichten erzählerischen Schwächen aus. Alles in Allem auf jedenfall sehenswert!
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LeGrip 2010/12/11 10:23:28
Kommentar löschenIch glaube Jean-Pierre Jeunet kann einfach nicht anders, als irgendwie schöne, warmherzige Filme mit einem Hang zum Skurrilen zu drehen. Aber wenn man das erst mal akzeptiert hat, kann man sich beruhigt in den Kinosessel zurücklehnen und sich von Jeunets Welt einfangen lassen. Und selbst wenn es um ein ernstes Thema wie Waffenhandel geht, weiß man, dass man das Kino mit einem Lächeln verlassen wird ... und das ist gut so.
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