Miral

Miral (2010), FR/IL/GB
Laufzeit 112 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 18.11.2010

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5.5 Kritiker
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5.4 Community
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von Julian Schnabel, mit Freida Pinto und Alexander Siddig

Jerusalem, 1978: Nach dem Selbstmord ihrer Mutter wird Miral im Alter von sieben Jahren von ihrem Vater (Alexander Siddig bekannt aus Königreich der Himmel – Kingdom of Heaven und der Serie Star Trek: Deep Space Nine) in die Dar-al-Tifl-Mädchenschule geschickt. Diese wurde einst von der palästinensischen Friedensaktivistin Hind Husseini gegründet, um Waisenkindern Obdach und Bildung zu bieten. Innerhalb des al-Tifl Instituts wächst Miral behütet auf, abgeschirmt vom blutigen Konflikt außerhalb der Schulmauern. Als sie 17 Jahre alt wird, endet diese Naivität jäh, als Miral (jetzt gespielt von Freida Pinto) in ein Flüchtlingscamp geschickt wird, um selbst die Kinder vor Ort zu unterrichten. Dort trifft sie den politischen Aktivisten Hani, der nicht an eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern glaubt. Verzweifelt muss Miral sich entscheiden, ob sie an die friedlichen Ideale der al-tifl Schule glauben soll, oder an Hanis gewaltsamen Kampf.

Die Internationale Koproduktion Miral basiert auf dem Roman “Die Straße der Blumen: Eine Palästinenserin in Jerusalem” von Rula Jebreal. Dort verarbeitet die Autorin eigene Erinnerungen an die Schulzeit in der Dar-al-Tifl-Schule. Jebreal verfasste auch das Drehbuch zu Miral. Regisseur Julian Schnabel, der vor seiner Karriere als Regisseur vor allem als Künstler bekannt war, beschreibt Miral als “die Geschichte einer jungen Frau, die für ihren Traum vom Frieden kämpft.“ Damit ist Miral für Schnabel auf zweifacher Ebene ein pazifistisches Projekt, da er auch Kunst zu produzieren, als einen “Akt des Friedens” bezeichnet. Die englische Schauspielgröße Vanessa Redgrave spielt ebenfalls in Miral. Dies ist insofern interessant, als Redgrave im Jahr 1977 Zentrum einer Kontroverse um ihr Pro-Palästinensisches Engagement war. So bezeichnete sie bei der Dankesrede für ihre Oscarprämierte Leistung in dem Film Julia, die jüdische Organisation Jewish Defense League, die lautstark gegen sie protestierte, als eine Bande zionistische Strolche (“a bunch of zionictic hoodlums”). (KJ)

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Kritiken (9) — Film: Miral

Simon Rothöhler: Der Freitag, taz Simon Rothöhler: Der Freitag, taz

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4.0Uninteressant

Zur perspektivischen Monotonie des Films passt seine phasenweise eigentlich nur als Camp rezipierbare ästhetische Form. Ein wirre Handkamera trifft hier auf Orchesterkitsch aus der Dose und wahllos eingestreutes Archivmaterial.
[Regisseur Julian Schnabel sagt von sich]:„Ich bin ein Künstler, kein politischer Experte.“ Das Resultat in solchen Fällen ist dann eben die Politschmonzette.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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4.0Uninteressant

"Miral" ist ein völlig einseitiges Pamphlet zugunsten der palästinensischen Sache. In einer ziemlich schamlosen Leidensästhetik trifft die Brutalität der israelischen Besatzer auf machtlos entsetzte Palästinenser. Antiisraelische Propaganda? Im Grunde ja, aber ein schlechter Film kann eigentlich keine Propaganda sein. Viel schlimmer ist, dass Schnabels ureigener Stil den Anforderungen des Sujets nicht gerecht wird.

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B.Spoerri: Neue Zürcher Zeitung B.Spoerri: Neue Zürcher Zeitung

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5.0Geht so

Miral hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Man vermisst Schnabels ästhetische Konsequenz, wie sie etwa in Before Night Falls oder in seinem vorletzten Film, Schmetterling und Taucherglocke, überzeugten.
[...] Mit der indischen Schauspielerin Freida Pinto, die Mirals Entwicklung zu einer selbstbewussten jungen Frau – verliebt in einen PLO-Kämpfer – verkörpert, findet der Film langsam zu sich. Doch auch hier verstellen die sentenzartigen, pathetischen Sätze des Drehbuchs die Nähe zu den Figuren. Sie bleiben Staffage einer gutgemeinten, aber letztlich nicht nur einseitigen, sondern auch enttäuschend oberflächlichen Darstellung der Probleme und Lebensrealitäten im Nahen Osten.

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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3.5Schwach

„Miral“, die Adaption des gleichnamigen semi-autobiografischen Romans von Rula Jebreal, der Lebensgefährtin Schnabels, ist überfrachtet mit Ereignissen, Figuren und Themen und wird dabei keinem seiner Aspekte gerecht. Schnabel interessiert sich ausschließlich für die emotionalen Extremzustände seiner Figuren, für Trauer, Traumatisierung, Wut und Tapferkeit; an ihrem Alltag im politischen Ausnahmezustand erzählt er vorbei. So erschöpft sich die Realität des Waisenhauses in den immer gleichen Bildern. [...]
Geradezu boulevardhaft gerät der Umgang mit Archivbildern. Indem Schnabel Aufnahmen von der Gründungserklärung Israels, dem Sechstagekrieg etc. mit dramatischer Musik unterlegt, werden komplexe historische Zusammenhänge nicht nur auf einen vulgärgeschichtlichen Schnelldurchlauf verkürzt, sondern auch auf tendenziöse Weise instrumentalisiert. [...]
Nach seiner Erstaufführung bei den Filmfestspielen von Venedig wurde „Miral“ von einigen Seiten als anti-zionistisch kritisiert. Tatsächlich übernimmt Schnabel oft ungebrochen die Israel-kritische Position seiner Figuren, doch seine Perspektive geht dabei kaum über ihr persönliches Drama hinaus. So liegt die eigentliche Schwäche des Films eher in der politischen Ahnungslosigkeit (bei gleichzeitig beflissener Abarbeitung der wichtigsten geschichtlichen Daten), mit der sich der Regisseur ins Minenfeld des Nahostkonflikts begibt.

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Jörg Taszman: Deutschlandradio Jörg Taszman: Deutschlandradio

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5.5Geht so

Formal ein wenig anstrengend durch den exzessiven Einsatz der Handkamera kann "Miral" dramaturgisch nicht immer überzeugen. Trotz aller Schwächen - dazu gehört auch die englische Sprachfassung im Original - hat Julian Schnabel die Häme der Filmkritik bei der Uraufführung beim Filmfestival in Venedig nicht verdient.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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8.5Ausgezeichnet

[...] Fast zärtlich betrachtet der New Yorker Filmemacher die Versuche der Frauen, Gerechtigkeit und Versöhnung zu finden und das innige Verhältnis zwischen Tochter und Vater. Die Kamera wirft immer wieder einen Blick auf die Weiten der fruchtbaren biblischen Landschaft, die eigentlich Raum genug gibt für die Kontrahenten und atmosphärisch Frieden suggeriert. Mit diesem Drama großer Gefühle fügt Schnabel seinem Filmschaffen eine neue und überraschende Facette zu, Kontroversen sind zu erwarten.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Zwar leidet die Dramaturgie von „Miral“ darunter, dass der Film die Perspektive und damit die Hauptfigur mehrfach wechselt. Julian Schnabel gleicht jedoch diese Schwäche mit seiner poetischen Bildersprache aus, in die auch Dokumentaraufnahmen integriert werden. Vor allem aber setzt „Miral“ Hind Husseini ein berührendes filmisches Denkmal, einer Frau, die aus uneigennützigen Motiven aufopferungsvoll ihr Leben dafür einsetzte, in einer immer radikaler werdenden Umgebung jungen Menschen eine gute Erziehung und Ausbildung zu ermöglichen und dadurch eine Insel der Humanität errichtete

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Ein mutiger Film, der ähnlich wie Eran Riklis' "Lemon Tree" die desolate Situation der Palästinser im Nahostkonflikt zeigt, wie sie von den Israelis drangsaliert werden. Sehr einfühlsam verbindet Schnabel dabei die Schicksale von vier Frauen, die innerlich zerrissen sind von ihren ambivalenten Gefühlen zwischen Wut, Hass, Rebellionsdrang und dem Wissen darum, dass Gewalt keine Lösung ist. Einmal mehr grandios: Hiam Abbass, die hier als gealterte Hind Husseini vor der vielleicht bislang größten schauspielerischen Herausforderung steht. Einfach großartig, wie sie die spielt!

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Chuchaqui: Critic.de

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4.0Uninteressant

Julian Schnabel muss angesichts eines schwachen Drehbuchs und einer komplexen Thematik zu viel erzählen, als dass er seine inszenatorischen Fähigkeiten erneut unter Beweis stellen könnte. Der Vorrang des Visuellen weicht dem Diktat des Drehbuchs – anders als in seinen bisherigen Filmen ist der Maler Julian Schnabel in fast keiner Szene von Miral mehr präsent. Und das wäre bitter nötig, weil der Weg zum Regie-Olymp wohl doch noch etwas weiter ist.

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Kommentare (4) — Film: Miral

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Trotz der Zeitsprünge innerhalb der Erzählung und der nicht immer glücklichen Personenführung in der Inszenierung hat der Film mich gepackt. Die Geschichte beginnt noch vor der Geburt der Titelfigur. Mit Hilfe dreier Frauen-Biografien wird eine Perspektive auf den Nahost-Konflikt geschaffen, die mir als Zuschauer eine neue Sichtweise offenbart. Beim ineinander verschachtelten Schildern der drei bewegenden Lebensläufe spannt der Film einen gewaltigen historischen Bogen. Aber die Momentaufnahmen zur Geschichte setzen dabei in den richtigen Augenblicken eindringliche Akzente.
Für welche politischen Ideale oder konkrete Friedensutopien sich der Film stark machen möchte, ist nicht eindeutig. Im Gegenteil. Meiner Ansicht nach will er diesbezüglich auch keine klare Stellung übernehmen. Jenseits der politischen Einordnung bleibt ein Film, der in faszinierenden Bildern packend über Frauen und ihre Geschichten erzählt.

Der Film kann in Nebenrollen mit bekannten Gesichten aufwarten - Alexander Siddig (Dr. Julian Bashir aus Star Trek: DSN), Vanessa Redgrave und Willem Dafoe - und auch Freida Pinto in der Titelrolle, ist seit "Slumdog Millionär" kein unbeschriebenes Blatt mehr. Ein toller Geheimtipp!!!

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Greenwich05

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Bewertung7.5Sehenswert

beeindruckender Film der aufzeigt, dass manche Menschen bereit sind für Frieden, Gerechtigkeit und Liebe alles zu tun.Hat auch nochmal deutlich gemacht, was in diesem Krieg eigentlich Beschissenes abläuft.
leider ist die Kameraführung SCHRECKLICH, es wird einem toootal schlecht. War im Kino drin und auf Leinwand nahezu unerträglich.

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Stefan Ishii

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Für mich persönlich war "Miral" ein wunderbarer, großartiger, emotional ergreifender Film, wie ich ihn schon lange nicht mehr im Kino erleben durfte. Offensichtlich teilen diese Ansicht aber nur wenige Kritiker. Dem Film wird (auch hier bei moviepilot) eine einseitige anti-israelische Haltung vorgeworfen. Dem kann ich einfach nicht zustimmen. Natürlich wird die Geschichte aus Sicht der Palästinenser erzählt. Aber genau das ist doch auch richtig so: Um etwas zu veranschaulichen wird quasi exemplarisch ein Einzelschicksal beleuchtet. Die Frage muss natürlich sein, was ist dieses "Etwas"?

Aus rein künstlerischer Sicht hat Julian Schnabel für mich eindeutig den richtigen Weg gewählt!

Überhaupt muss man sagen, dass man den Film nicht ausschließlich aus einem rein politischen Blickwinkel betrachten sollte. Ich selbst zum Beispiel habe natürlich auch eine gewisse Meinung, aber die ist eben auch nur geprägt durch meine persönlichen Erfahrungen. Und niemand sollte vergessen, dass diese Erfahrungen fast ausschließlich aus unserer europäischen (und damit wenig involvierten) Entfernung getroffen werden. Als Konsequenz ist zwangsläufig jede Meinung in gewisser Weise einseitig - oder zumindest niemals absolut neutral. Es ist einfach nicht richtig, in einem Film wie "Miral" die tatsächliche (wenn es so etwas überhaupt geben kann) Erläuterung finden oder sehen zu wollen. Eine solch problematische Thematik erschöpfend zu durchleuchten und zu erörtern kann nicht mittels Einzelschicksalen geschehen. Und ich glaube, dass war niemals die Absicht von Julian Schnabel.

Aus stilistischer Sicht sind insbesondere die ersten 30 Minuten herausragend. Die Einführung der Charaktere und des Hintergrundes waren einfach wundervoll. Und gerade mit der Charakterisierung der Figuren gelingt Schnabel aus meiner Sicht etwas Wundervolles. Vielleicht spielt er sogar ein wenig mit typischen Vorurteilen. Ein Beispiel: Der Vater von Miral (gespielt von Alexander Siddig) kann oberflächlich als Paradebeispiel eines arabischen Mannes gesehen werden, und gewisse Vorurteile könnte man bestätigt sehen. Aber eben jener Mann ist der vielleicht netteste und liebevollste Mensch des Filmes.

Es gibt aber auch mehrere Dinge im Film, die eindeutig zeigen, dass es Schnabel nicht um eine Dämonifizierung der israelischen Menschen geht. Da wäre zum Beispiel Lisa (wunderbar gespielt von Stella Schnabel, einer Tochter des Regisseures). Die israelische Freundin eines Verwandten Mirals wird zunächst von dem palästinensichen Mädchen aus politischer Verblendung heraus abgeleht. Als die zwei jungen Frauen sich jedoch näher kennenlernen, ändern sich dies offensichtlich. Es gibt sogar eine witzige Szene, in der Lisa zum Essen bei Mirals Verwandten eingeladen wird.

Und der letzte Satz des Filmes zeigt ebenfalls Schnabels hoffnungsvolle Sicht. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass einige der Kritiker den Film nicht bis zum Ende geschaut haben.

Aber ich habe auch einige Kritikpunkte an "Miral", die ich noch ansprechen möchte. Zunächst empfand ich es als etwas merkwürdig, dass beinahe sämtliche Figuren in den Filmszenen größtenteils englisch sprechen, obwohl es tatsächlich ja arabisch darstellen soll. Aber noch viel problematischer ist für mich jedoch die Auswahl der Hauptdarstellerin. Freida Pinto ist und bleibt einfach eine indische Frau - und keine Palästinenserin. Aber zu Schnabels Ehrenrettung muss man anführen, dass sie in "Miral" wirklich fantastisch ist. Fast alle ihrer Szenen sind unglaublich stark und ergreifend.

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Kris

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Bewertung5.5Geht so

Miral fragt ihren Freund, warum man nicht einen gemeinsamen, demokratischen Staat gründen könne, mit gleichen Rechten für alle. Eine befriedigende Antwort bekommt sie nicht. Der Nahostkonflikt ist wohl eins der anspruchsvollsten, komplexesten Probleme der Welt. Der Film gibt ihm Gesichter und Schicksale. Er erzählt eine berührende Geschichte, der man allerdings Einseitigkeit vorwerfen könnte. Schließlich verlässt sie niemals die palästinensische Sicht. Der Film sieht erstaunlich stark nach Hollywood aus und so bleiben die eher nervigen, expressiven Kameraspielereien auch im Rahmen. Leider lässt sich am Ende das Gefühl, dass der Film seinem großen Thema und seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird, nicht verdrängen.

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